Die Top-Sehenswürdigkeiten in Budapest
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Budapest Sehenswürdigkeiten: Diese 15 schönen Orte musst du sehen [mit Karte]

Budapest bietet ungeahnte Sehenswürdigkeiten. Eine oft unterschätzte Stadt. „My house in Budapest, my hidden treasure chest, golden grand piano, my beautiful Castillo” – im Gegensatz zu Sänger George Ezra, der es in Wirklichkeit nie nach Budapest geschafft hat, hat es mich in die ungarische Hauptstadt verschlagen.

Zum Glück: Denn die Donaumetropole hat mich mit ihrer wunderschönen Architektur, spannenden Geschichte und lebendigen Vierteln in ihren Bann gezogen. An kulturellen sowie kulinarischen Höhepunkten mangelt es der Stadt definitiv nicht.

Begleite mich auf meinen Rundgang durch Budapest und überzeuge dich selbst, warum die Stadt auch „Paris des Ostens“ genannt wird.

Aktualisiert am 04.04.2022

 

Karte: Alle Sehenswürdigkeiten-Überblick

Auf dieser Karte findest du unsere Top-Sehenswürdigkeiten in Budapest im Überblick:

Meine Top-5-Sehenswürdigkeiten im Überblick

Da es in Budapest eine Menge an Attraktionen gibt, kannst du hier schon einmal vorab meine Top-5-Highlights auschecken:

Blick im Nebel auf die Stadt Budapest
Blick im Nebel auf die Stadt Budapest

Rundgang im Stadtteil Pest

Budapest gliedert sich grundsätzlich in zwei Stadtteile, die durch die Donau getrennt sind: Buda und Pest. Unser Rundgang startet in Pest auf der östlichen Seite der Donau. Der Stadtteil ist bekannt für sein pulsierendes Nachtleben und die vielen spannenden Sehenswürdigkeiten und wird auch dich begeistern.

1. Parlamentsgebäude

Majestätisch am Pester Donauufer thront eines der Wahrzeichen Budapests: das imposante Parlamentsgebäude (Website). Mit einer Länge von 268 Metern ist es nach dem Burgpalast das zweitgrößte Bauwerk der Stadt und damit die Top-Sehenswürdigkeit.

Das Parlamentsgebäude wurde von 1885 bis 1904 nach Vorbild des Londoner Palace of Westminster im neogotischen Stil erbaut und symbolisiert die Unabhängigkeit und das Nationalbewusstsein Ungarns.

Es ist wahrlich ein Bauwerk der Superlative: In den 19 Baujahren waren etwa 1000 Arbeiter beschäftigt, 40 Millionen Steine und 40 Kilogramm Gold zu diesem Meisterwerk zu verarbeiten. Seine 96 Meter hohe Kuppel macht das Parlamentsgebäude zusammen mit der St.-Stephans-Basilika zum höchsten Bau Budapests.

Von außen verzaubert die Top-Sehenswürdigkeit mit seiner aufwendig verzierten Fassade und seinen 365 Türmchen. Einen besonders schönen Blick auf das Gebäude hast du von der gegenüberliegenden Donauseite sowie der Fischerbastei.

Auch der Innenraum beeindruckt mit seinen knapp 700 Räumen: Bei einer Führung kannst du unter anderem neben vergoldeten Fresken und Wandbildern den größten geknüpften Teppich Europas bewundern.

Die wortwörtliche Krönung eines jeden Besuchs ist der prachtvolle Kuppelsaal, in dem die Stephanskrone aufbewahrt wird. Sie erinnert an König Stephan I., dem ersten christlichen König Ungarns. Sehenswert sind auch die Kronjuwelen mit Reichsapfel, Schwert und Zepter, die durch die Kronwache in traditionellen Uniformen bewacht werden.

Du merkst schon: Das Budapester Parlamentsgebäude ist ein einzigartiges Bauwerk und sollte ganz oben auf deiner Bucket List stehen. Wenn du dich entscheidest, an einer Führung teilzunehmen (gute Idee), solltest du deine Tickets im Voraus reservieren (Online Tickets). 

Und noch ein kleiner Fun Fact zum Schluss: Damit die Abgeordneten an heißen Sommertagen in den Sitzungssälen nicht schwitzen müssen, erfand der Architekt des Parlaments eine Art Klimaanlage: Unter zwei Springbrunnen vor dem Gebäude wurden versteckte Öffnungen eingebaut, um wassergekühlte Luft durch ein ausgeklügeltes Tunnelsystem ins Parlament zu transportieren. Bis heute werden einige der Öffnungen genutzt, um die Innenräume mit Eis zu kühlen. Ganz schön clever, oder?

Adresse: Kossuth Lajos tér 1-3 (Google Maps)

Das Parlamentsgebäude in seiner vollen Pracht von der Donau aus fotografiert
Das Parlamentsgebäude in seiner vollen Pracht von der Donau aus fotografiert

2. Schuhe am Donauufer

In der Nähe des Parlaments befinden sich am Ufer der Donau 60 Paar Schuhe aus Metall. Die sogenannten Schuhe am Donauufer erinnern an die Massenhinrichtungen von ungarischen Juden während der faschistischen Pfeilkreuzler-Diktatur in den Jahren 1944 und 1945. Es wird geschätzt, dass etwa 2.600 bis 3.600 Menschen am Flussufer erschossen wurden.  

Das 2005 fertiggestellte Mahnmal erscheint zunächst unauffällig und verrät erst durch die Inschrift auf den Gedenktafeln, welches Verbrechen dahintersteckt. Es würdigt auch die Rettungsaktionen anderer Ungarn, die sich während des Holocausts für jüdische Mitmenschen einsetzten. Die Schuhe sind eine oft fotografierte Sehenswürdigkeit.

Adresse: Id. Antall József rkp. (Google Maps)

Tipp: Wenn du dich für dieses dunkle Kapitel der ungarischen Geschichte interessierst, solltest du das Haus des Terrors besichtigen – dazu aber später mehr.

Die Schuhe am Donauufer sind ein Denkmal, das zum Nachdenken anregt
Die Schuhe am Donauufer sind ein Denkmal, das zum Nachdenken anregt

3. Kettenbrücke

Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist die beeindruckende Kettenbrücke, die die beiden Stadtteile Buda und Pest miteinander verbindet. Sie wurde von 1839 bis 1849 erbaut und ist damit die älteste der neun Budapester Brücken über die Donau. 

Benannt wurde die Kettenbrücke nach Graf István Szécheny, der den Bau einer ersten permanenten Brücke initiierte. Davor gab es wegen Treibeis in den Wintermonaten keine dauerhafte Möglichkeit die Donau zu überqueren. Mit der Brücke konnten die zuvor unabhängigen Städte Buda und Pest zu einer Metropole zusammenwachsen.

Um dem erhöhten Verkehrsaufkommen standzuhalten, wurden 1915 die Holzteile der Brücke durch Eisen und Stahl ersetzt. Allerdings wurde sie gegen Ende des Zweiten Weltkriegs von der deutschen Armee gesprengt und konnte erst 1949 wiedereröffnet werden.

Die Kettenbrücke ist ein wichtiges nationales Symbol und wurde schon auf Briefmarken und Münzen verewigt. Seit 1957 erstrahlt die Sehenswürdigkeit auch bei Nacht und ist somit zu jeder Tageszeit ein absoluter Blickfang.

Adresse: Széchenyi Lánchíd (Google Maps)

Die Kettenbrücke gehört zu den Top-Sehenswürdigkeiten der Stadt
Die Kettenbrücke gehört zu den Top-Sehenswürdigkeiten der Stadt

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4. St.-Stephans-Basilika

Im Stadtteil Pest geht es jetzt weiter zur prachtvollen St.-Stephans-Basilika (Website), die König Stephan I. gewidmet ist. Seit ihrer Einweihung 1905 ist sie die größte Kirche Budapests und wurde 1987 als Teil des Donaupanoramas zum UNESCO-Welterbe ernannt.

1851 wurde mit dem Bau der Basilika begonnen, wobei 1868 die Kuppel einstürzte, weil der Boden aufgrund der Nähe zur Donau sehr feucht war. Daher wurde anschließend das Fundament verstärkt, indem ein dreistöckiger Keller gebaut wurde. Die Kuppel der St-Stephans-Basilika misst – wie auch das Parlamentsgebäude – eine Höhe von 96 Metern, was die Gleichheit von geistlicher und weltlicher Macht versinnbildlicht.

Doch das Gotteshaus begeistert nicht nur mit seinen beiden Kirchtürmen und der imposanten Kuppel, sondern auch mit seiner opulenten Ausstattung im Inneren. So beherbergt die Basilika unter anderem die wertvollste Reliquie Ungarns: die einbalsamierte rechte Hand von König Stephan I.  Jedes Jahr am 20. August, dem Fest des heiligen Stephan, findet eine Prozession zu Ehren der „Heiligen Rechten“ mit tausenden Pilgern statt.

Im Inneren der Kirche haben übrigens bis zu 8.500 Gläubige Platz. Neben zahllosen Gemälden, Glasmalereien und Skulpturen kannst du auch das Grab des Fußballspielers Ferenc Puskás besichtigen – bis zu seiner Besetzung 2006 wurden in der Basilika nur Könige und Heilige bestattet. Für Fußballgötter gelten eben andere Regeln.  

Ein weiteres Highlight ist der Aufstieg auf die Balustrade der Kuppel. Nach 297 Treppenstufen hast du es geschafft und wirst mit einem grandiosen Blick über die Dächer Budapests belohnt. Außerdem kannst du so die imposante Kuppel und die sechs Kirchenglocken dieser Top-Sehenswürdigkeit von nahem betrachten.

Adresse: Szent István tér 1 (Google Maps)

Die St. Stephans Basilika ist eine sehr beeindruckende Sehenswürdigkeit
Die St. Stephans Basilika ist eine sehr beeindruckende Sehenswürdigkeit

5. Andrássy út

Die Andrássy út ist die berühmteste Prachtstraße in Budapest und führt dich von der St.-Stephans-Basilika bis zum Heldenplatz. Die 2,5 Kilometer lange Allee wurde 1876 nach Vorbild der Pariser Champs-Elysées fertiggestellt und bietet viele Shoppingmöglichkeiten in Edelboutiquen sowie pompöse Villen, die darauf warten, von dir bestaunt zu werden.

Unter der Andrássy út verläuft die Földalatti (M1), die älteste U-Bahn-Linie auf dem europäischen Festland. Zusammen mit der Boulevardstraße gehört sie seit 2002 zum UNESCO-Weltkulturerbe.  

Auf der Andrássy út gibt es so einige Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Ein echter Hingucker ist die ungarische Staatsoper (Website), die mit ihrer reich verzierten Fassade im Stil der Neo-Renaissance zu den schönsten Opernhäusern der Welt zählt. Auch im Inneren verzaubert das Gebäude mit Ornamenten und Wandgemälden. (Adresse: Andrássy út 22 Google Maps)

Das Haus des Terrors (Website) erinnert an die grausamen Verbrechen, die dort während der Herrschaft der faschistischen Pfeilkreuzler und später der Kommunisten begangen wurden. In dem Haus wurden die Gegner des jeweiligen Regimes verhört, gefoltert und ermordet. Seit 2002 ist es eine Gedenkstätte und zeigt bewegende Bild- und Tonaufnahmen aus jener dunklen Zeit in der ungarischen Geschichte. (Adresse: Andrássy út 60 Google Maps)

Schräg gegenüber befindet sich das Frank-Liszt-Gedenkmuseum (Website) in der ehemaligen Wohnung des Komponisten. In der kleinen Ausstellung kannst du die Instrumente, Möbel und Dokumente des bekannten Musikers besichtigen. (Adresse: Vörösmarty u. 35 Google Maps)

Halten wir also fest: In der Andrássy út kommt jeder auf seine Kosten – ob Shoppingqueen, Musikliebhaber oder Geschichtefan.

Adresse: Andrássy út (Google Maps)

6. Heldenplatz

Die Andrássy út bringt dich zum Heldenplatz, der direkt an das Stadtwäldchen angrenzt. Der Bau des bedeutenden Platzes wurde während der Budapester Millenniumsausstellung 1896 vom Parlament beschlossen, die Einweihung fand aber erst 1929 statt.

Seit 1945 war der Heldenplatz ein zentraler Veranstaltungsort von politischen Kundgebungen und ist heutzutage Teil des UNESCO-Welterbes. Hauptattraktion ist die 36 Meter hohe Säule des Millenniums-Denkmals in der Mitte des Platzes, auf der eine Statue des Erzengels Gabriel thront. Dieser soll der Legende nach König Stephan I. im Traum befohlen haben, Ungarn zum Christentum zu konvertieren – was er bekanntlich dann auch tat.

Gesäumt wird das Denkmal von den imposanten Säulenreihen der Kolonnade, wo Statuen von wichtigen Persönlichkeiten der ungarischen Geschichte von ihren Anfängen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts aufgestellt sind. Diese Sehenswürdigkeit solltest du auf keinen Fall verpassen.

Am Heldenplatz befindet sich auch das Museum der Bildenden Künste (Website), wo die bedeutendste Sammlung nicht-ungarischer Kunst in Budapest zu sehen ist. Dazu gehören Werke von Chagall, Picasso und Raffael. (Adresse:  Dózsa György út 41 Google Maps) In der gegenüber liegenden Kunsthalle (Website) kannst du Wechselausstellungen zu zeitgenössischer Kunst bewundern. (Adresse: Dózsa György út 37 (Google Maps)

Adresse: Hősök tere (Google Maps)

Auf dem Heldenplatz sticht vor allem das Milleniums-Denkmal heraus
Auf dem Heldenplatz sticht vor allem das Milleniums-Denkmal heraus

7. Széchenyi-Thermalbad

Hinter dem Heldenplatz erstreckt sich das Stadtwäldchen Városliget, wo dich mit dem Széchenyi-Thermalbad (Website) einer der größten Badekomplexe in Europa erwartet. Als größte Kurstadt Europas hat Budapest insgesamt 10 Heilbäder – das Szécheyni-Thermalbad ist das wohl bekannteste davon.

Das sehenswerte, neobarocke Gebäude wurde 1913 gebaut, wobei das Thermalbad über die Jahre stets erweitert und umgestaltet wurde. Heutzutage kannst du im modernen Erlebnisbad neben dem mineralhaltigen Wasser auch Wellnessangebote, Massagen und andere Anwendungen genießen. Die Becken im schönen Innen- und Außenbereich bieten Unterwassersprudel, Nackenduschen, Massage-Fontänen und vieles mehr.

Das heiße Quellwasser des Thermalbads stammt aus dem Sankt-Stephan-Brunnen und hat eine heilende Wirkung bei Gelenkerkrankungen. Das fluoridhaltige Heilwasser des Trinkbrunnens dagegen hilft bei inneren Entzündungen.  

Aber auch ohne gesundheitlichen Beschwerden kann man sich in der bekannten Sehenswürdigkeit wunderbar verwöhnen lassen und einen entspannten Tag verbringen.

Adresse: Állatkerti krt. 9-11 (Google Maps)

Das Széchenyi-Thermalbad von außen
Das Széchenyi-Thermalbad ist schon von außen ein Hingucker

8. Große Markthalle

Nachdem wir die Seele haben baumeln lassen, gilt es, auch den Bauch friedlich zu stimmen. Und wo kann man das besser als in der Großen Markthalle? Das beeindruckende neogotische Gebäude entstand Ende des 19. Jahrhunderts und ist heutzutage sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen ein beliebter Ort zum Einkaufen.

Im Erdgeschoss erwarten dich viele ungarische Spezialitäten sowie Obst- und Gemüsestände, im Obergeschoss kannst du dich mit Souvenirs eindecken und in den Imbissbuden mit Lángos und co. stärken. Viel Spaß beim Einkaufen und guten Appetit!

Adresse: Vámház krt. 1-3 (Google Maps)

In der Großen Markthalle ist immer was los
In der Großen Markthalle ist immer was los

9. Große Synagoge

Eine weitere Sehenswürdigkeit im Stadtteil Pest ist die Große Synagoge im jüdischen Viertel. Sie ist mit knapp 3000 Sitzplätzen die größte Synagoge Europas und nach der in New York die zweitgrößte der Welt.

Die Synagoge wurde im 19. Jahrhundert für die zu jener Zeit schnell wachsende jüdische Gemeinde in Pest gebaut und im Jahre 1859 eingeweiht. Sie ist im maurischen Stil gehalten und beeindruckt von außen durch ihre rote Backsteinfassade und die beiden achteckigen Türme.  

Im Innenraum sind besonders der Toraschrein und die großen Kerzenleuchter sehenswert. Bei der Eröffnungsfeier wurde die Orgel unter anderem von Frank Liszt und Camille SaintSaëns gespielt.

Auf der Hinterseite der Synagoge findest du das Denkmal für den schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg, der während des Zweiten Weltkriegs das Leben tausender Juden durch das Ausstellen von Diplomatenpässen rettete. Hier steht auch der Baum des Lebens – eine Trauerweide aus Stahl, auf dessen Blättern die Namen von über 30.000 verstorbenen Juden eingraviert sind.

Zur Abrundung deines Besuchs kannst du im Jüdischen Museum der Geschichte der Juden in Budapest nachgehen. Es befindet sich an der Stelle des Elternhauses von Theodor Herzl, dem Begründer des modernen Zionismus.

Die Besichtigung der Großen Synagoge und der dazugehörenden Mahnmale ist eine Erfahrung, die in Erinnerung bleibt. Und das ist auch gut so.

Adresse: Dohány u. 2 (Google Maps)

Rundgang im Stadtteil Buda

Westlich der Donau befindet sich der hügelige Stadtteil Buda, der etwa ein Drittel des Stadtgebietes ausmacht. Im Gegensatz zum lebendigen und flachen Pest geht es hier ruhiger zu und hoch hinaus – und zwar auf den idyllischen Géllertberg und ins historische Burgviertel. Hier triffst du die anderen bedeutenden Sehenswürdigkeiten der Stadt. Gyerünk! (Das heißt so viel wie „Lasst uns losgehen“)

10. Géllertberg

Auf der Buda-Seite der Donau ist der Géllertberg neben dem Burgberg eines der Highlights. Anfang des 18. Jahrhunderts galt der Hügel noch als mystischer Treffpunkt von Hexen, bietet aber auch heute noch so einige spannende Attraktionen.

Am Fuße des Berges befindet sich eine Grottenkirche, die 1926 nach dem Vorbild der Kapelle in Lourdes in den Felsen eingebaut wurde. Nachdem sie 1951 eingemauert wurde, ist sie seit 1989 wieder zugänglich. Das berühmte Hotel Géllert in der Nähe begeistert vor allem durch sein elegantes Thermalbad – das Gellértbad – wo du dich in Art-déco-Ambiente eine Runde entspannen kannst.

Auch der Aufstieg auf den 235 Meter hohen Hügel lohnt sich: Von hier eröffnet sich dir eine tolle Aussicht auf den Burgberg, die Donau und den Stadtteil Pest. Auf dem Gipfel steht zudem eine Freiheitsstatue, die 1947 zu Ehren der Soldaten der Roten Armee errichtet wurde. Diese befreiten Ungarn im Zweiten Weltkrieg von den deutschen Truppen.

Eine weitere Sehenswürdigkeit auf dem Géllertberg ist die Zitadelle, die nach den ungarischen Freiheitskämpfen 1848/49 gebaut wurde, um den Budapester Bürgern die hegemoniale Stellung Österreichs in Erinnerung zu rufen. Heutzutage hast du von hier oben den besten Blick über ganz Budapest.

Adresse: Gellért-hegy (Google Maps)

11. Burgviertel

Nach dem Besuch des Géllertbergs steht nun die Erkundung des malerischen Burgviertels aus. Es erhebt sich im Stadtteil Buda knapp 170 Meter über den Ufern der Donau und ist wegen seiner überschaubaren Größe super zu Fuß zu besichtigen.

Schon im 13. Jahrhundert wurde der Burgberg zum Schutz vor den Mongolen bebaut. Er diente nicht nur als Befestigungsanlage, sondern gleichzeitig auch als Residenz der ungarischen Könige und reichen Bürger.

Das Burgviertel fiel sowohl den Türkenkriegen als auch dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer und musste daher zweimal wiederaufgebaut werden. Das tut aber der Schönheit der historischen Bauten keinen Abbruch.

Heutzutage gehören große Teile des Viertels zum UNESCO-Weltkulturerbe und bilden somit die Top-Sehenswürdigkeit der Stadt. Bei einem Spaziergang kannst du neben den folgenden Highlights unter anderem das Wiener Tor und die prächtigen Bürgerhäuser in der Herrengasse bewundern.

Tipp: Von der Kettenbrücke aus kannst du das Burgviertel bequem mit der 1870 eröffneten Standseilbahn Budavári Sikló erreichen. Oben angekommen hast du nicht nur einen schönen Blick auf die Brücke und die gegenüberliegende Pest-Seite, sondern wirst mit ein bisschen Glück Zeuge der traditionellen Wachablösung am Palais Sándor, dem Amtssitz des ungarischen Staatspräsidenten.

Adresse: Várnegyed (Google Maps)

Der Wachwechsel am Palais Sándor
Der Wachwechsel am Palais Sándor ist nett anzusehen

12. Burgpalast

Eine der Top-Attraktionen im Burgviertel ist natürlich der imposante Burgpalast, das größte Gebäude Ungarns. Er ist zugleich das höchstgelegene Bauwerk Budapests und dominiert den Südteil des Burgbergs.

Seit dem 13. Jahrhundert war der Burgpalast der Sitz der ungarischen Könige und wurde im Laufe der Zeit immer wieder umgebaut und erweitert. Er wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, konnte aber teilweise wiederhergestellt werden.

Heutzutage ist der Burgpalast ein beeindruckendes Monument, das Elemente der Gotik und Renaissance in sich vereint. In den Innenräumen des Palasts finden staatliche Empfänge und verschiedene Veranstaltungen statt. Zudem kannst du hier spannende Museen und Ausstellungen besuchen.

In der riesigen Ungarischen Nationalgalerie (Website) findest du Kunstwerke vom frühen Mittelalter bis in die Moderne. Das Historische Museum (Website) widmet sich der Geschichte Budapests und ist der richtige Ort für Geschichtefans. Hier kannst du auch die Überreste des mittelalterlichen Palasts unter die Lupe nehmen und weitere Sehenswürdigkeiten entdecken.

Die Széchényi-Nationalbibliothek (Website) ist seit ihrer Gründung 1802 die größte Bibliothek Ungarns und beherbergt um die 8 Millionen Bücher, Handschriften und Landkarten, unter anderem die „Budapester Blätter“, die zu den ältesten Liederhandschriften aus dem Mittelalter gehören.

Du merkst schon: Allein im Inneren des Burgpalasts könnte man einen ganzen Tag verbringen. Wenn du nicht so viel Zeit mitgebracht hast, solltest du das monumentale Bauwerk zumindest von außen erkunden.

Adresse: Szent György tér 2 (Google Maps)

Der Burgpalast auf dem Burgberg in Budapest ist eine Top-Sehenswürdigkeit
Der Burgpalast auf dem Burgberg ist mehr als beeindruckend

13. Matthiaskirche

Im Herzen des Burgviertels – genauer gesagt auf dem Dreifaltigkeitsplatz – befindet sich die wunderschöne Matthiaskirche (Website) , die mit ihren beiden komplett ungleichen Türmen und farbenprächtigen Dachziegeln bereits von Weitem ins Auge sticht. Sie wird auch Liebfrauenkirche oder Krönungskirche genannt, da hier unter anderem die Krönungszeremonie von Sisi und Franz im Jahr 1867 stattfand.

Zwischen 1255 und 1259 wurde die Matthiaskirche als erste Pfarrkirche in Buda in Form einer romanischen Basilika erbaut, wobei sie im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und daher architektonisch angepasst wurde.

Den Namen Matthiaskirche erhielt das Gotteshaus durch den König Matthias Corvinus, der den Sakralbau im 15. Jahrhundert um einen markanten Turm und das königliche Oratorium erweitern ließ. Im 16. Jahrhundert wurde Buda jedoch von den Türken erobert, wobei die Liebfrauenkirche für über 150 Jahre zur „Großen Moschee“ wurde. Im Rahmen dessen wurden die Kirchenschätze verschleppt, die Heiligenfiguren geköpft und die Wände weiß übermalt. 

Bei der Befreiung Budas 1686 wurde die Kirche fast komplett zerstört und anschließend den Jesuiten überlassen. Ende des 19. Jahrhunderts erhielt die Kirche in ihrer heutige neogotische Gestaltung und wurde nach ihrer Beschädigung im Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut.

Im Kirchenraum kannst du den prächtigen Hauptalter, die kunstvollen Buntglasfenster und vielen Fresken bestaunen. In der Dreifaltigkeits-Kapelle findest du außerdem den Sarkophag von König Béla III. und seiner Frau Anne de Châtillon.

Adresse: Szentháromság tér 2 (Google Maps)

Die Matthiaskirche mit ihren zwei Türmen und dem charakteristischen bunten Dach
Die Matthiaskirche mit ihren zwei Türmen und dem charakteristischen bunten Dach

14. Fischerbastei

Nur einige Meter weiter stößt du ein ganz besonderes Bauwerk, das mit seinen Türmen, Treppen und Zinnen einer mittelalterlichen Burg ähnelt: die Fischerbastei. Die neoromanische Anlage wurde zwischen 1895 und 1902 von Frigyes Schulek gebaut und gehört zu den Top-Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Die Fischerbastei entstand an der Stelle des ehemaligen Fischmarkts von Buda und soll an die Fischergilde erinnern, die im Mittelalter den dortigen Teil der Stadtmauer verteidigte – daher kommt auch der Name.

Mit ihrem burgartigen Aufbau ist die Fischerbastei ein einzigartiges Bauwerk
Mit ihrem burgartigen Aufbau ist die Fischerbastei ein einzigartiges Bauwerk

Bei einer Erkundungstour an der 140 Meter langen Fassade entlang kannst du das architektonische Meisterwerk mit seinen konischen Türmen, die Zelte der Magyaren darstellen sollen, von nahem bestaunen. Das Highlight ist jedoch der traumhafte Panoramablick von der Aussichtsterrasse auf Pest, das Parlament und die Donau – sowohl bei Tag als auch bei Nacht.

Diesen fantastischen Blick hast du von der Fischerbastei auf das Parlamentsgebäude
Diesen fantastischen Blick hast du von der Fischerbastei auf das Parlamentsgebäude

Vor der märchenhaften Bastei thront eine bronzene Reiterstatue von – drei Mal darfst du raten – König Stephan I., die mit Szenen aus seinem Leben verziert ist.

Adresse: Szentháromság tér (Google Maps)

Hier siehst du die Statue von König Stephan I.
Hier siehst du die Statue von König Stephan I.

15. Margareteninsel

Wie wäre es nach so viel Kultur im Burgviertel mit ein wenig Natur auf der Donau? Die malerisch gelegene Margareteninsel befindet sich zwischen den beiden Stadtteilen Buda und Pest in der Donau und ist der Erholungsort in Budapest schlechthin.

Da außer Taxis, Bussen und Fahrrädern keine Fahrzeuge auf der Insel erlaubt sind, kannst du hier in Ruhe vom Stadttrubel abschalten, im wahrsten Sinne des Wortes ohne Gefahr zu laufen, überfahren zu werden.

Auf ihren 2,5 Kilometern Länge bietet die grüne Insel nicht nur genug Entspannungsmöglichkeiten, sondern auch einige Sehenswürdigkeiten. Dazu gehört das Zentenariumsdenkmal, das dem Besucher die Zusammenführung der Städte Buda, Pest und Óbuda zur neuen Metropole Budapest im Jahre 1873 in Erinnerung ruft.

In den weitläufigen Parkflächen im englischen Stil kommst du auch an den Ruinen eines Franziskanerklosters aus dem 13. Jahrhundert vorbei. In der Nähe ist ein schöner Rosengarten mit über 2500 Rosenarten angelegt – einen Tierpark gibt es hier übrigens auch.

In den restaurierten Überresten des Dominikanerinnenklosters soll einst Margarete, Tochter des Königs Béla IV., auf Anweisung ihres Vaters als Nonne gelebt haben. Daher kommt auch der Name der Insel. Im 19. Jahrhundert wurden hier Grab und Krone von Stephan V. gefunden.

Ein weiterer Hingucker auf der Insel ist der 57 Meter hohe Wasserturm, der zum Weltkulturerbe zählt. Wenn du deine Beine nach unserem langen Rundgang ausruhen möchtest, kannst du natürlich auch einfach beim Spielbrunnen eine Pause machen und den Musikern, die sich dort häufig treffen, zuhören.

Adresse: Margit-sziget (Google Maps)

Der Spielbrunnen auf der Margareteninsel ist ein schöner Ort zum Entspannen
Der Spielbrunnen auf der Margareteninsel ist ein schöner Ort zum Entspannen

Ausflugstipps in der Umgebung von Budapest

Wenn du mehr als nur ein Wochenende für Budapest eingeplant hast, solltest du dir diese schönen Ausflugsziele in der Nähe der ungarischen Hauptstadt nicht entgehen lassen.

1. Schloss Gödöllő

Das Schloss Gödöllő (Website) liegt etwa 25 Kilometer nordöstlich von Budapest und war einer der Lieblingsorte von Königin Elisabeth – besser bekannt als Sisi. Heute ist der größte Barockpalast Ungarns eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten im Budapester Umland.

Das Schloss wurde im 18. Jahrhundert unter Graf Antal Grassalkovich I. erbaut und hatte nach dem Aussterben der Familie Grassalkovich im Jahre 1841 häufig wechselnde Besitzer. 1867 war es das Krönungsgeschenk an das österreichische Kaiserpaar Franz Joseph I und Elisabeth und diente ihm bis 1918 als Erholungsresidenz. Besonders Sisi genoss ihre Freiheiten in dem ungezwungenen Ambiente und hielt sich monatelang in Gödöllő auf.

Nach dem Zweiten Weltkrieg drohte das Schloss unter der sozialistischen Regierung zu verkommen und wird daher seit 1996 in Teilen renoviert.  

Heutzutage kannst du in der Dauerausstellung des Schlossmuseums mehr über die Geschichte des Schlosses erfahren und dem spannenden Leben der Königin Elisabeth nachspüren – ein Besuch der königlichen Gemächer ist nicht nur für Sisi-Fans ein Erlebnis. Auch der schöne Schlosspark ist einen Spaziergang wert.

Adresse: Gödöllő, Grassalkovich-kastély 5852 (Google Maps)

Das Schloss Gödöllő bei Budapest lohnt einen Besuch
Das Schloss Gödöllő bei Budapest lohnt einen Besuch

2. Szentendre

Ein weiteres sehenswertes Ausflugsziel ist das malerische Städtchen Szentendre, das mit seiner Lage direkt an der Donau und dem barocken Stadtbild seine Besucher verzaubert. Es ist genau der richtige Ort, um dir eine kleine Verschnaufpause abseits des geschäftigen Treibens der Hauptstadt zu gönnen.

1926 wurde Szentendre zum Wirkungsort einer Künstlerkolonie. Bis heute kannst du hier entspannt durch die Gassen schlendern und den Künstlern bei ihrer kreativen Arbeit zuschauen. Bei den vielen Ständen und kleinen Läden findest du bestimmt das ein oder andere schöne Souvenir.

Adresse: Szentendre (Google Maps)

Essen & Trinken in Budapest

Im Inneren des berühmten Café Hauses New York
Im Inneren des berühmten Café Hauses New York
Wurstverkauf in Budapest
Wurstverkauf in Budapest

Wo übernachten in Budapest – die besten Hotel-Tipps

Das Pal’s Hostel and Apartments (hier Preise checken*) im Zentrum von Budapest ist nicht nur für Hostelfreunde ein absoluter Volltreffer: Es bietet gemütlich eingerichtete Zimmer und Studios mit Blick auf die St.-Stephans-Basilika.

Eine weitere tolle Low-Budget-Option in der Nähe der Großen Synagoge ist das Hostel One Budapest (hier Preise checken*), das durch sein familiäres Ambiente überzeugt und der perfekte Ausgangspunkt ist, um sich ins Budapester Nachtleben zu stürzen.

Wenn du auf originell eingerichtete Unterkünfte in Top-Lage stehst, ist das Walk Inn Váci 78 T62 Hotel (hier Preise checken*) genau die richtige Wahl. Auch das stylische T62 Hotel (→ hier Preise checken*) am Bahnhof Budapest-Nyugati begeistert durch moderne Zimmer und ein reichhaltiges Frühstücksbuffet.

Ein besonderes Erlebnis ist der Aufenthalt im Cortile Budapest Hotel (hier Preise checken*), das neben seinen schönen Zimmern vor allem durch den großen Rooftop-Pool über den Dächern der Stadt verzaubert.

Alle Kultur- und Ruheliebhaber sollten sich das kleine, aber feine Maison Bistro & Hotel (hier Preise checken*) im malerischen Burgviertel anschauen, dessen einzigartige Inneneinrichtung moderne und historische Elemente auf harmonische Weise vereint.

Silvester in Budapest

Budapest ist eine tolle Stadt, in der du auch den Jahreswechsel gut verbringen kannst. Jedoch solltest du ein paar Fakten vorab wissen, damit du nicht überrascht bist. Silvester in Budapest zu feiern birgt ein paar Herausforderungen, für die du gewappnet sein solltest.

Die spannendsten Fun Facts über Budapest

Ich hoffe mein Stadtrundgang durch die Stadt Budapest mit ihren Stadtteilen Buda und Pest hat dir gefallen. Die Sehenswürdigkeiten der ungarischen Hauptstadt sind absolut sehenswert.

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