Dominica – Tag 4 – Titou Gorge, Trafalgar Falls und Wotten Waven Pools

 Abenteuer Titou Gorge

Titou Gorge, Trafalgar Falls und Wotten Waven Pools

Wir sind früh wach und arbeiten noch ein wenig am Pool, bevor uns Oris nach dem Frühstück um halb neun abholt. Heute steht ein kleines Abenteuer auf dem Programm: die Titou Gorge. Die Reise führt uns weiter zu den Trafalgar Falls und zu den heißen Pools von Wotten Waven. Damit besuchen wir heute gleich drei Top-Sehenswürdigkeiten auf Dominica. Es ist das volle Touri-Programm – aber wirklich sehr empfehlenswert. Es ist einer der schönsten Tage auf Dominica. Ein Video zur Titou Gorge findest du am Ende des Artikels.

Dominica wurde von Wirbelsturm Maria 2017 schwer getroffen. Vieles wurde zerstört, vieles aber auch schon wieder aufgebaut. Wir haben uns im Juni 2018 auf Dominica umgesehen. Diese Recherchereise wurde unterstützt von  Discover Dominica.

Die Fotos in diesem Artikel wurden mit der GoPro Hero5, der Nikon D810 und der Sony Alpha 6000 geschossen. Was wir sonst noch so dabei haben auf unseren Wanderungen und Reisen? Hier geht es zu unserer Fotoausrüstung.

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Auf zur Titou Gorge

Wir fahren wieder unzählige Serpentinen. Zum Glück habe ich meine Tabletten gegen Reiseübelkeit dabei. Kurven und ich vertragen sich einfach nicht so gut. Wenn es dir genauso geht, solltest du vor jeder längeren Autofahrt auf Dominica eine Tablette nehmen. So kannst du den Ausflug auch genießen. Wir kommen am Parkplatz der Titou Gorge an und laufen wenige Minuten. Oris begleitet uns auf ein kleines Abenteuer: Wir laufen über eine alte Brücke über einem großen Rohr. Der Boden ist allerdings so schlammig, dass ich mit meinem orangen Schuhen komplett im Schlamm einsinke. „Oh Shit!“ ruft Oris – ich muss so lachen. Meine Schuhe wasche ich später im Becken am Ausgang der Titou Gorge. Lustig sieht es aus, wie ich mit meinem verschlammten Schuh durch die Gegend laufe.

An der Titou Gorge kann man sich für fünf Ostkaribische Dollar eine Schwimmweste leihen. Für weniger geübte Schwimmer oder Nichtschwimmer macht das auf jeden Fall Sinn. Wenn du ins Becken der Titou Gorge steigst, wird es sofort tief. Stehen kannst du jedenfalls nicht und auch Festhalten ist nicht möglich. Du musst also durch die komplette Schlucht schwimmen, um zum Highlight der Schlucht – dem Wasserfall – zu gelangen. Flo leiht sich nach einem Test mit der GoPro in der Hand eine Schwimmweste, damit er besser filmen kann. Ich schwimme ohne Weste in die Titou Schlucht – und bereue es ein wenig. Es gab in der Titou Gorge auch schon tödliche Unfälle. Das soll dich aber nicht davon abhalten, dieses kleine Abenteuer zu wagen.

Ausblick

Auf dem Weg zur Titou Gorge kommen wir mit dem Auto an diesem tollen Ausblick vorbei

Biggi auf alter Brücke

Wir laufen – als kleines Abenteuer – über diese alte Brücke. Man kann aber auch einfach auf der Straße bleiben

Eingang Titou Gorge

Der Eingang der Titou Gorge

Biggi posiert am Eingang der Titou Gorge

Ich posiere am Eingang der Titou Gorge. Noch habe ich gut lachen

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Schwimmen in der Titou Gorge

Ich bin einfach keine Wasserratte. Umso mehr wundert sich Flo, dass ich lässig vor ihm in die Schlucht schwimme. Total naiv, wie ich manchmal bin, habe ich es mir sehr viel einfacher vorgestellt. Das Wasser ist tief und du kannst dich an den Wänden, die einige Meter steil nach oben reichen, nirgends festhalten. Außer, du bist ein Boulder-Meister. Es gibt auch keine Stellen, an denen du sitzen oder stehen kannst. Nur direkt am Wasserfall kommt man wieder aus dem Wasser. Wenn du natürlich ein Schwimm-Profi bist, wird es dir nichts ausmachen, die fünf bis zehn  Minuten zum Wasserfall zu schwimmen. Für mich ist es jedoch eine echte Herausforderung. Am Wasserfall angekommen muss ich gegen die starke Strömung ankämpfen. Ängstlich klammere ich mich an die Wand vor dem Durchgang zum Wasserfall. Hier schießt mir das Wasser nur so entgegen. Innerlich schelte ich mich dafür, so unüberlegt mit meiner geringen Schwimmkunst in die Titou Gorge geschwommen zu sein. Ich hänge wie eine aufgeschreckte Fledermaus an der Wand, bis Flo mit seiner Schwimmweste ankommt.

Für ihn war es leicht, durch die Schlucht zu schwimmen. Ich glaube, es ist ein lustiger Anblick, wie ich so verzweifelt an der Mauer klammere. Dann merke ich, dass man direkt vor dem Übergang zum Wasserfall sogar stehen kann. Wenn allerdings viel in der Schlucht los ist, wirst du diesen Platz vielleicht gar nicht erreichen. Hier erhole ich mich also und komme wieder von meiner kleinen Panikattacke runter. Wie gesagt – für gute Schwimmer dürfte das alles überhaupt kein Problem sein. Und du wirst im Nachhinein vermutlich über meine Erzählung lachen. Wenn du aber wie ich eher in den Bergen, als im Wasser zuhause bist, solltest du dir eine Schwimmweste leihen. Du kannst sie ja auch nur als Vorsichtsmaßnahme mitnehmen. So kannst du dich in der Schlucht auch einmal treiben lassen.

Schwimmen in der Titou Gorge

In der Titou Gorge gibt es keine Möglichkeit, zu stehen oder sich festzuhalten

Wasserfall Titou Gorge

Der Wasserfall am Ende der Schlucht

Biggi in der Titou Gorge

Auch wenn es kein Spaß war zu schwimmen – ich bin froh, hier zu sein

Erlebnis Titou Schlucht

Die Titou Gorge ist wirklich ein Erlebnis. Die dunklen Felswände sind zum Teil mit Pflanzen bewachsen. Das Wasser hat die Wände richtig schön geschwungen geformt. Es ist ein wunderschöner Ort. Es ist komplett ruhig, nur das Tosen des Wasserfalls ist zu hören. Ich genieße es sehr. Wenn du dich über die Stromschnellen am Durchgang zum Wasserfall kämpfst, kommst du in einen offenen Raum, in dem der Wasserfall nach unten stürzt. Oris erzählt uns, dass der Wasserfall derzeit recht viel Wasser führt. Es kann also sein, dass du bei deinem Besuch eine nicht ganz so starke Strömung hast. So oder so sind der Wasserfall und die Schlucht etwas Besonderes. Auf dem Rückweg bin ich ein wenig mutiger und stoppe an einigen Wänden, versuche mich festzuhalten und genieße das Schwimmen durch die Schlucht. Am Wasserfall war übrigens ein Guide, der eine Gruppe hineinbegleitet hat. Die Gruppe verließ die Schlucht aber wieder, als wir gerade hineinschwammen. Ob der Guide immer mit den Besuchern in die Schlucht schwimmt, weiß ich also nicht.

Nächster Stopp – die Trafalgar Falls

Unsere Tour führt uns weiter zu den sehr bekannten und beliebten Trafalgar Falls. So schlimm Wirbelsturm Maria auch auf Dominica gewütet und so viel er zerstört hat, an den Trafalgar Falls kann man jetzt beide Wasserfälle sehen. Das war vor dem Wirbelsturm so nicht möglich. Damals musstest du über die verwachsenen Felsen klettern, um dann zu dem weiter oben liegenden Father Fall zu gelangen. Der Mother Fall ist der rechte, breitere Wasserfall, den du schon auf dem Weg zu einer Aussichtsplattform siehst. Vom Parkplatz aus läufst du etwa fünf Minuten. Die Trafalgar Falls sind wunderschön. Am Parkplatz, im Ranger-Haus, befindet sich auch eine Übersicht, auf der du siehst, wie die Landschaft vor dem Wirbelsturm aussah. Vorher konnte man die vielen großen Steine überhaupt nicht erkennen, sie waren grün überwachsen und viele Pflanzen befanden sich in diesem Gebiet.

Trafalgar Falls

Die Trafalgar Falls sind nach Wirbelsturm Maria komplett frei

Father Fall

Links blicken wir auf den Father Fall. Man kann bis zum Wasserfall laufen – der Weg ist aber nicht ersichtlich

Mother Fall

Rechts rauscht der Mother Fall in die Tiefe

An den Trafalgar Falls bieten Guides an, dass sie dich zum höher gelegenen Father Fall bringen. Wenn du zu dem Wasserfall hinaufklettern möchtest, bietet sich so ein Guide auf jeden Fall an. Er kennt den einfachsten Weg nach oben. Flo versucht es mit seiner schweren und sperrigen Fotoausrüstung und macht bei Gumpen und rutschigen Steinen wieder kehrt. Dabei ist er relativ weit gekommen. Weiter oben versperren Wasser und riesige Felsen den Weg. Machbar ist es auf alle Fälle. Du solltest allerdings feste, geschlossene Schuhe tragen.

Die heißen Pools von Wotten Waven

Auf Dominica gibt es heiße Quellen vulkanischen Ursprungs. Diese heißen Quellen werden in künstliche Pools umgeleitet. In dem kleinen Örtchen Wotten Waven gibt es fünf dieser Spas. Wir besuchen das Spa Ti Kwen Glo Cho. Aber gleich vorweg: Wer ein klassisches Spa erwartet, wird erst einmal verwirrt sein. Ein klassisches Spa findest du nicht. Was du aber findest, ist eine wunderschöne Oase inmitten der Natur. Mittendrin befindet sich ein Pool mit heißem Wasser. Zwar mag es etwas schräg klingen, bei 35 Grad in einen heißen Pool zu springen. Wenn du aber in das mineralhaltige Wasser steigst, wird dir ein Seufzer entweichen. Was du hier findest, ist eine Oase der Erholung und des Friedens. Das Wasser ist braun gefärbt, was an dem hohen Mineralgehalt liegt. Das wenig ansehnliche Wasser tut der Haut sehr gut. Außerdem hast du aus dem Pool einen wunderbaren Blick auf einen Wasserfall und direkt neben dir läuft ein kleiner Bach entlang. Um den Pool wachsen schöne Pflanzen und die Vögel zwitschern. Dieser Ort verzaubert uns wirklich und wir können das Erlebnis nur empfehlen. Eine Stunde in so einem Pool kostet etwa zehn US-Dollar pro Person. Du solltest ein Badehandtuch mitnehmen und brauchst natürlich einen Badeanzug/Badehose oder einen Bikini. Wir waren völlig alleine in dem Pool und es war einfach nur schön.

Wotten Waven Pool

Flo genießt die warmen Pools

Wotten Waven Pool

Aus der Luft sieht man schön, wie groß der Pool ist

Unser Hotel-Tipp: das Fort Young Hotel

Nach diesem herrlichen Wassertag fährt uns Oris ins Fort Young Hotel in der Hauptstadt Roseau. Das Hotel liegt direkt am Meer sehr zentral in der Stadt. Von dem Hotel erreichst du fußläufig den Markt und kannst durch die Stadt laufen. Das Hotel hat zwar auch unter Wirbelsturm Maria stark gelitten. Offenbar hatte es vorher mehrere Restaurants, die in Mitleidenschaft gezogen wurden. Derzeit wird ein Bereich renoviert, das fällt aber kaum auf. Das Hotel hat einen hohen Standard und ist mit besseren Hotels in Europa vergleichbar. Das Hotel verfügt über einen Pool, der direkt am Meer gelegen ist. Am Abend essen wir am Buffet und lassen den Tag bei einem Cocktail ausklingen.

Fort Young Hotel

Unser Blick aus dem Hotelzimmer auf den Hotelpool und das Fort Young Hotel

Blick auf die Küste

Der Blick in die andere Richtung

Video: Abenteuer Titou Gorge

Unsere Dominica-Reise im Überblick

Tag 1 Pferdereiten, Indian River und “Fluch der Karibik” | Tag 2 Voluntourism und Wegbau (Waitukubuli National Trail) | Tag 3 Emerald Pool & die Kalinagos | Tag 4 Titou Gorge, Trafalgar Falls und Wotten Waven Pools | Tag 5 Wanderung durch den Dschungel | Tag 6 Freshwater Lake, Soufrière, Champagne Reef & Scotts Head | Tag 7 Mero Beach und Salisbury Beach | Tag 8 Wasserfall-Tour | Tag 9 Das erste Mal Tauchen

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10 replies
  1. Ninja says:

    Wow! Eure Reiseberichte inspirieren mich sehr! Dominica hat wirklich sehr schöne versteckte Spots! Nach euren Beiträgen würde ich auch gerne einmal nach Dominica reisen :)

    Reply
  2. Sandra Mühlner says:

    Wow! Eure Bilder sind ja mal wieder der Wahnsinn! Und der Bericht ist wieder spannend und informativ zugleich! Jetzt habe ich Lust auf Wasserfälle bekommen! Danke für die tollen Eindrücke!

    Reply
  3. Branko says:

    Ein wirklich toller Bericht, da ich bei der vielen Auswahl der Karibikinseln Dominica noch gar nicht näher in Betracht gezogen habe. Wunderbar die Insel, da sie auch noch mehr zu bieten hat als nur einen Strand!

    Reply
  4. Birgit Westermann says:

    Die Photos sind einfach nur WHOW! Aber ganz schön mutig ist es ja schon, einfach drauflos zu schwimmen. Aber es ging ja gut. Auf alle Fälle eine Traumlocation, die Ihr da erkundet habt….

    Reply
  5. Lynn says:

    Cool! Das schaut ja echt paradiesisch aus. Vor allem von heißen Quellen bin ich ein riesiger Fan. Ich war in Kanada in einigen und hab das sehr genoßen (vor allem weil es dort ja auch so kalt sein kann :D).

    Viele liebe Grüße,
    Lynn

    Reply

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