Dominica – Tag 6 – Freshwater Lake, Soufrière, Champagne Reef & Scotts Head

Freshwater Lake, Soufrière, Champagne Reef & Scotts Head

Erkundung der Südküste Dominicas

Heute erkunden wir den Süden Dominicas. Uns erwarten das Champagne Reef, der schöne Strand von Soufrière, Scotts Head und ein gigantischer Aussichtspunkt. Bevor es in den Süden geht, fahren wir aber noch zum Freshwater Lake. Auf dem Weg zu diesem Süßwassersee kommen wir am höchsten, mit dem Auto erreichbaren Punkt auf Dominica vorbei. Der Punkt liegt 2789 Fuß (851 Meter) über dem Meeresspiegel. Ein weißer Stein markiert die Stelle. Von diesem Ort hat man eigentlich einen traumhaften Rundumblick auf die Insel. Leider regnet es und alles ist in Wolken gehüllt. Wir sehen nichts.

Dominica wurde von Wirbelsturm Maria 2017 schwer getroffen. Vieles wurde zerstört, vieles aber auch schon wieder aufgebaut. Wir haben uns im Juni 2018 auf Dominica umgesehen. Diese Recherchereise wurde unterstützt von  Discover Dominica.

Die Fotos in diesem Artikel wurden mit der Nikon D810 und der Sony Alpha 6000 geschossen. Was wir sonst noch so dabei haben auf unseren Wanderungen und Reisen? Hier geht es zu unserer Fotoausrüstung.

Freshwater Lake

Am Freshwater Lake das gleiche Bild: Die Sicht ist quasi null. Wir sehen zwar das Ufer und ein wenig Wasser, aber weiter als ein paar Meter leider nicht. Der Freshwater Lake ist jedenfalls sehr bekannt und ein Paradies für Wasserbegeisterte. Hier kannst du schwimmen, ein Kanu leihen (aber nur zur Hauptsaison) oder einfach um den See laufen. Für die See-Umrundung brauchst du ungefähr eine Stunde.

Markierung

2789 Fuß – das ist die höchste Straße auf Dominica

Freshwater Lake

Der Freshwater Lake ist ein beliebtes Ausflugsziel. Leider liegt der See heute im Nebel

Empfehlenswerte Reiseführer zu Dominica und zur Karibik

Champagne Reef und das Wüten von Sturm Maria

Wir fahren durch ein Dorf. Hier hat Wirbelsturm Maria wirklich übel gewüstet. Nicht nur, dass einige Häuser weggerissen wurden. Aus einem kleinen Rinnsal wurde ein reißender Strom, der 25 Menschen in ihren Häusern in den Tod riss, erzählt Oris. Überall liegen riesige Schuttberge. Schränke und andere Einrichtungsgegenstände liegen auf dem Schutt. Ein Haus am Ufer steht nur noch zur Hälfte. Es ist traurig zu sehen, wie Häuser einfach dem Erdboden gleich gemacht wurden.

Wir kommen am Champagne Reef, einem der bekanntesten Tauchspots Dominicas, an. Uns holt erneut die Ernüchterung ein. Auch hier kam eine riesige Sturzflut aus den Bergen und riss mit, was im Weg stand. Der einst so wunderschöne Strand ist mit riesigen Steinen und Unrat überschwemmt. Das Champagne Reef ist dafür bekannt, dass Schnorchler und Taucher direkt am Strand von blubbernden Blasen umgeben sind – daher der Name Champagne Reef. Tauchen kannst du hier nach wie vor. Jetzt wirst du aber mit einem Boot weiter aufs Meer gefahren. Früher gab es hier einen Tauch-Shop und ein Restaurant. Beides wurde von den gewaltigen Wassermassen dem Erdboden gleich gemacht. Lediglich der Pizza-Ofen des Restaurants schaut aus einem Schutthaufen noch heraus. Die einstige Schönheit dieses Ortes ist aber nach wie vor zu erkennen. Es wird allerdings noch einige Zeit dauern, bis das Champagne Reef wieder ein Paradies ist.

Champagne Reef

Das Strand am Champagne Reef war einer der beliebtesten Orte der Insel. Noch ist hier leider viel zerstört

Der schöne Strand von Soufrière

Vom Champagner Riff sehen wir schon eine kleine Insel ganz im Süden. Das ist unser nächstes Ziel. Auf dem Weg stoppen wir am Strand von Soufriére. Dieser Strand ist traumhaft schön. Wir schauen Kindern dabei zu, wie sie ins Meer rennen und mit einem Salto ins Wasser springen.

Südküste Dominica

Wir fahren gen Süden und genießen die Aussicht

Soufrière

Wie im Bilderbuch: das kleine Dorf Soufrière

Boote im Meer

Blick auf die Halbinsel vor Scotts Head – direkt vor uns liegen kleine Fischerboote im Wasser

Scotts Head und der Aussichtspunkt

Wir fahren weiter zum südlichsten Punkt Dominicas. In Scotts Head gab es einst viele kleine Restaurants, Bars und Läden. Der Ort und war immer eines der beliebtesten Ziele auf Dominica. Wirbelsturm Maria hat allerdings alle wunderschönen Restaurants, Bars und Läden dem Erdboden gleich gemacht. Auch der vorher so idyllisch anmutende Strand ist heute ziemlich mitgenommen. Überall liegen große Steine – im Wasser ist niemand. Überall wird emsig gehämmert, gesägt und gebaut. Das Dorf muss fast komplett neu aufgebaut werden. Läden, Bars und Stände werden mit der Zeit zurückkehren und diesen Ort wieder schön machen. Ein Besuch ist die Gegend auf jeden Fall wert, weil Scotts Head nach wie vor schön anzusehen ist mit seinen bunten Häuschen und Dächern.

Eine Landbrücke teilt Atlantik und Karibisches Meer und führt uns auf eine Halbinsel. Der kleine Ausflug lohnt in jedem Fall. Nach zehn Minuten erreichen wir einen Aussichtspunkt mit einer alten Kanone und haben einen tollen Blick auf die beiden Meere, auf Scotts Head und die gesamte Küste. Von hier hat man wirklich eine grandiosen Blick über den Süden der Insel.

Blick auf Scotts Head

Die kurze Wanderung auf die Halbinsel vor Scotts Head führt uns zu diesem atemberaubenden Aussichtspunkt. Rechts ist der Atlantik, links das Karibische Meer

Wir laufen weiter zum Gipfel. Ein paar Einheimische sind dabei, mit der Machete das Unterholz auszudünnen. Die Männer arbeiten fürs ODM – das Office of Desaster Managment. Wir kommen ins Gespräch. Einer von ihnen ist ein bekannter Rapper auf der Insel. Emanuel Griffith heißt er, bekannt als Griff Stone. Hinter ihm steht die Rozes Crew, erzählt er. Er produziert gerade ein Youtube-Video und gibt uns eine Kostprobe seines Könnens. Die Jungs bereiten das Mittagessen in einem Topf zu und machen Feuer, um Hühnchen und Gemüse zu kochen.

Rapper Emanuel Griffith

Wir treffen auf ein paar Arbeiter, die für das ODM im Einsatz sind. Emanuel Griffith (mitte) ist auf Dominica ein recht bekannter Rapper, sagt er

Wir nehmen die letzten Meter zum Gipfel in Angriff und haben einen tollen Ausblick auf den Atlantik, das Karibische Meer, den Ort Scotts Head und die ganze Halbinsel. Von hier oben sieht alles noch schöner aus und wenn du in der Gegend bist, solltest du auf alle Fälle die zwei Aussichtspunkte auf der Halbinsel besuchen.

Blick auf die Küsten von Soufrière

Der Blick auf die Küsten von Soufrière vom Gipfel der Halbinsel

Schönster Ausblick auf Roseau: Morne Bruce

Unser nächster Halt führt uns zum schönsten Aussichtspunkt über die Hauptstadt Dominicas Roseau. Der Ort ist bekannt als Morne Bruce. Oris fährt uns den Hügel hinauf. Hier eröffnet sich uns ein wunderbarer Blick auf die Stadt. Wir sehen das riesige Stadion und die vielen bunten Dächer. Wir setzen uns auf eine der Bänke und genießen den Anblick. Morne Bruce ist wirklich sehr schön. Direkt in der Nähe findest du noch eine alte Ruine, die ebenfalls ein netter Fotospot ist.

Morne Bruce mit Roseau

Vom Aussichtspunkt Morne Bruce hat man eine tolle Sicht auf die Hauptstadt Roseau

Pelikane & Sonnenuntergang

Später kaufen wir noch einmal auf dem Markt in Roseau ein, schlendern durch die Straßen und essen Bananen-Chips mit Chili-Geschmack auf dem Balkon. Plötzlich fliegt wieder ein Pelikan direkt an unserer Nase vorbei. Ich halte den Moment mit der Kamera fest. Wir genießen unseren Ausblick, warten auf den Sonnenuntergang und lassen uns später noch im Hotelrestaurant kulinarisch verwöhnen.

Pelikan im Flug

Vor unserem Hotelzimmer sehen wir immer wieder Pelikane übers Meer fliegen

Frau auf Balkon

Biggi genießt den Blick in die Ferne

Sonnenuntergang

Die Sonne verschwindet gleich im Meer

Unsere Dominica-Reise im Überblick

Tag 1 Pferdereiten, Indian River und “Fluch der Karibik” | Tag 2 Voluntourism und Wegbau (Waitukubuli National Trail) | Tag 3 Emerald Pool & die Kalinagos | Tag 4 Titou Gorge, Trafalgar Falls und Wotten Waven Pools | Tag 5 Wanderung durch den Dschungel | Tag 6 Freshwater Lake, Soufrière, Champagne Reef & Scotts Head | Tag 7 Mero Beach und Salisbury Beach | Tag 8 Wasserfall-Tour | Tag 9 Das erste Mal Tauchen

Empfehlenswerte Reiseführer zu Dominica und zur Karibik

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