Kurz und knapp: Blue Zone, Lebensfreude & Sehenswürdigkeiten
Ikaria liegt zwischen Mykonos und Samos in der östlichen Ägäis. Das Besondere: Ikaria lebt seinen eigenen Rhythmus und nimmt dadurch eine Sonderstellung ein – Stichwort „Blue Zone“ (siehe unten). Auch landschaftlich weiß Ikaria zu gefallen: Die 40 Kilometer lange Insel teilt sich durch das Atheras-Gebirge. Im Norden erwarten dich grüne Täler und Sandstrände, während sich der Süden wilder mit steilen Klippen und versteckten Buchten präsentiert. Zu den wichtigsten Highlights auf Ikaria zählen das „Nachteulen“-Dorf Christos Raches, die Strände bei Armenistis, antike Stätten in Nas, thermale Bäder und abgelegene Bergdörfer.
1. Christos Raches – Wo die Nacht zum Tag wird

Dieses authentische Bergdorf rund fünf Kilometer oberhalb von Armenistis genießt Kultstatus. Reporter aus der ganzen Welt berichten: Christos Raches schläft tagsüber, erwacht erst am späten Nachmittag und feiert jeden Tag bis in den nächsten Tag hinein – so der (leicht verzerrte) Mythos.
Fakt ist, wenn du mittags durch die Gassen läufst, triffst du tatsächlich nur wenige Menschen an. Zwischen 11 und 16 Uhr ist die beste Zeit für eine ausgedehnte Shoppingtour in Geschäften, wie dem von Ursula. Seit 1986 lebt die Schweizerin hier mit ihrem Mann Pantelis, einem waschechten Ikariote. Beim Gespräch in ihrem Laden erfährst du alles über die Seele der Insel, während sich deine Einkaufstasche immer weiter füllt.
Der Abend nimmt am zentralen Dorfplatz unter den hundertjährigen Platanen tatsächlich erst nach 21 Uhr langsam Fahrt auf. In den Tavernen und Cafés trifft man sich auf Ouzo und Tsipouro, zum Plausch, Spiel und zu Musik und Tanz. Du kannst hier sitzen solange du möchtest – ohne jeglichen Konsumzwang. Die Läden haben bis 3 Uhr in der Früh geöffnet. In den Freiluftbars wird dann aber noch kräftig weitergefeiert.
Diese Lebensart ist Teil der berühmten Langlebigkeit der Ikarioten. Sozialer Zusammenhalt, spätes, vitaminreiches Essen und viel Bewegung haben die Insel zu einer von nur fünf „Blue Zones“ (siehe unten) weltweit gemacht.
Mein Tipp: Feiere eine Nacht mit bei einer der vielen Tanzfeste, den sogenannten Panigiris. Neben Christos Raches veranstalten auch andere Dörfer ihre eigenen Volksfeste. Das gehört zu den Erlebnissen, die du nur auf Ikaria in dieser Form erlebst.
LESETIPP: Ikaria bildet ein perfektes Doppel mit einer kleinen Nachbarinsel. Hier zeige ich dir die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Fourni.
2. Armenistis – Uriger Ferienort an der Nordküste

Armenistis gilt als der wichtigste Urlaubsort auf Ikaria, aber auch als Sommerdomizil für die Bewohner der umliegenden Bergdörfer. Die touristische Infrastruktur ist vergleichbar mit der in Agios Kirykos (siehe Sehenswürdigkeit 6), der größten Hafenstadt der Insel. Unterkünfte mit Meerblick, Supermärkte, Imbisse, Bäckereien, Souvenirläden, Autovermietung und vieles mehr: Hier findest du alles für einen entspannten Aufenthalt.
Den Mangel an Kulturgütern macht der kleine Küstenort, der sich auf einem Plateau über einer wunderschönen Bucht befindet, mit seiner herrlichen Lage wett. Morgens sitzt du mit griechischem Kaffee auf der Terrasse und schaust hinab auf das glitzernde Meer, abends füllen sich die Bars und Tavernen (u.a. im Mary Mary) mit Leben. Trotz seiner Beliebtheit ist der Badeort zu keiner Zeit überlaufen.
Seine Anziehungskraft gründet vor allem auf die Sandstrände Livadi und Messakti. Obwohl sie zu den beliebtesten Buchten zählen, findest du hier auch im Hochsommer immer ein ruhiges Plätzchen. Der Livadi Beach zeichnet sich durch seine große Breite und dem flachen Zugang ins Wasser aus. Du erreichst ihn über eine Treppe direkt am Ortseingang. Etwas dahinter wartet der noch größere Messakti auf dich: In der Hauptsaison öffnet dort die schöne Bar The Beach (Google Maps) mit Liegеn, Sοnnensсhirmen und guter Küche ihre Pforten. Der Мeerеsbοden fällt hier stellenwеise steil ab, weshalb Familien mit Kindern eher den Livadi vorziehen sollten.
Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Blue Zone“?
Mit „Blue Zones“ bezeichnet man Regionen, in denen Menschen messbar länger und gesünder leben als irgendwo anders. Neben Ikaria wurden weltweit vier weitere Gebiete identifiziert: Teile von Okinawa (Japan), Sardinien (Italien), Nicoya (Costa Rica) und Loma Linda (USA). Woran lässt sich eine Blue Zone erkennen? Vor allem an wiederkehrenden Mustern im Alltag: natürliche Bewegung, weitgehend pflanzliche Ernährung, starke soziale Netze, wenig Dauerstress, ein klarer Lebenssinn, belastbare Familien- und Gemeinschaftsbande. Mit Blick auf Ikaria förderte eine Studie Erstaunliches zu Tage. Demnach gibt es hier den höchsten Prozentsatz von 90-Jährigen auf der Welt: Fast jeder Dritte erreicht dieses Alter. Außerdem liegen die Raten von Krebs etwa 20 Prozent unter Durchschnitt, bei Herzerkrankungen sind es sogar 50 Prozent. Weiterhin werden hier so gut wie keine Fälle von Demenz registriert.
3. Nas – Antike Kultstätte am Meer

Nas ist mehr als ein Strand. Die felsige Bucht an der Nordwestküste birgt Reste eines antiken Tempels. Die Göttin Artemis Tavropolos wurde hier verehrt, davon zeugen heute noch Ruinen oberhalb der Bucht. Der kleine Fluss Chalares mündet hier ins Meer und bildet im Sommer einen natürlichen Pool.
Zu den Sehenswürdigkeiten zählt zweifellos der Strand, der geschützt zwischen hohen Felsen echtes Naturidyll bietet. Das Wasser schimmert in allen Blautönen, die Brandung kann kräftig sein. Nach dem Baden steigst du über Treppen zu den Tavernen hinauf. Von den Terrassen blickst du zum Sonnenuntergang auf die Bucht.
Nas dient darüber hinaus als Ausgangspunkt für eine der schönsten Wanderrouten auf Ikaria. Eine Tour führt von hier durch das Chalaris-Tal bergauf nach Christos Raches. Naturliebhaber werden ob der herrlichen Aussichten und Pfade ins Schwärmen geraten. Beide Wege führen durch schattige Kiefernwälder und bieten sehr viele Highlights von Felslandschaften bis hin zu alten Höhlen. Aber Vorsicht: Die Gefahr eines Umweges aufgrund fehlender Markierung ist hoch; sehr hoch.
4. Evdilos – Authentisches Hafenstädtchen

Wenn du Ikaria mit der Fähre ansteuerst, dann könnte es dich nach Evdilos verschlagen. Im Vergleich zum größeren Hafenort Agios Kirykos geht es hier aber viel beschaulicher zu. Die bunten Häuser reihen sich wie im Amphitheater um die kleine Bucht. Das Ensemble aus traditionellen Holzbalkonen und pastellfarbenen Fassaden wird dich begeistern. Entlang der Mole liegen Fischerboote, dazwischen laden urige Tavernen wie das Atsida (Google Maps) zu kulinarischen Erlebnissen ein.
Hinter dem Hafen steigen enge Gassen steil an. Kopfsteinpflaster, steinerne Treppen, Durchgänge zwischen alten Häusern – hier läufst du einfach los und lässt dich treiben. Oben angekommen genießt du weite Blicke über die Küste.
Evdilos eignet sich gut als ruhigere Alternative zu Armenistis. Du findest hier Zimmer, kleine Hotels und alles für den Alltag. Es warten tolle Lokale auf dich und du erreichst ohne großen Aufwand viele schöne Bergdörfer und die östlichen Strände.
5. Der wilde Süden Ikarias

Die Fahrt nach Magganitis ist ein Erlebnis für sich. Die schmale Küstenstraße windet sich entlang steiler Klippen, tief unter dir schäumt das Meer. Das kleine Fischerdorf klebt förmlich am Hang, überragt von der weiß getünchten Kirche Agios Nikolaos. Im winzigen Hafen dümpeln Boote, daneben liegen ein paar Tavernen.
Von hier startest du im Sommer mit kleinen Booten zum aufsehenerregenden Seychelles Beach (siehe Sehenswürdigkeit 8). Unbedingt einplanen solltest du einen Halt in der Traum-Taverne Ston Gialo kanei Fourtouna (Google Maps). Mehr griechisches Flair als auf der Holzterrasse mit Blick auf den kleinen Anleger geht nicht.
Auf der Fahrt in Richtung Süden solltest du immer wieder einen Stopp einbauen. Die Wahl zwischen atemberaubenden Fotomotiven und Plätzen wird dir schwer fallen. Zum Pflichtprogramm zählt Karkinagri, das „Dorf der Stille“ liegt sehr einsam an Ikarias Südwestspitze. Du erreichst den idyllischen Fischerort mit dem Auto nur vom Norden aus, alternativ mit dem Boot vom Hafen in Magannitis oder Agios Kyrikos. Die Platia ist gesäumt mit hervorragenden Tavernen, dazu lockt ein kleiner Strand unweit der Mole. Von hier aus bietet sich eine Wanderung zum Leuchtturm am Kap an, wo ein spektakulärer Panoramablick auf dich wartet.
6. Agios Kirykos – Einfallstor und Hauptort

Agios Kirykos ist Inselhauptstadt und darüber hinaus für seinen geschäftigen Hafen bekannt. Die Kleinstadt wirkt immer dann hektisch, wenn sich Fähren nähern. Etwas abseits des Ablegers geht es in den Cafés und Läden deutlich entspannter zu. Sehenswert sind das Archäologische Museum (leider nicht regelmäßig geöffnet) sowie die Gotteshäuser des Propheten Elias und von Johannes dem Täufer sowie die Kapelle der Matrone von Ikaria – allesamt mit Traumblick über den Ort.
Solltest du von hier aus weiterreisen, dann plane etwas mehr Vorlaufzeit ein. Die Parkplätze rund um den Hafen sind schnell ausgebucht, ebenso die Ticketbüros und Lokale.
7. Tour zu den einsamen Bergdörfern

Wenn du tiefer ins Inselinnere vordringst, bekommst du ein Gefühl für die kraftvolle Natur mit den mächtigen Gebirgen auf Ikaria. Ausgehend von Christos Raches fährst du weiter nach Westen vorbei an Weinreben, Feigenbäumen und alten Steinterrassen. Vrakades empfängt dich mit traditionellen Häusern und einer kleinen Kirche. Von hier führt ein Pfad zu einem Aussichtspunkt mit Weitblick über Nordküste und Meer.
Noch eindrucksvoller ist Kouniadi, das mit Vrakades über einen Wanderweg verbunden ist. Das winzige Dorf wirkt wie aus der Zeit gefallen. Steinerne Gassen, verwinkelte Treppen oder die Kirche St. Alexander mit ihren markanten Glockentürmen sind Zeugen antiker Tage.
Zu den Top-Sehenswürdigkeiten im Hinterland zählt außerdem das Kloster Theoktistis nahe des Weilers Pigi. Vor allem die byzantinischen Fresken prägen sich ein, ebenso wie die darüberliegende Kapelle Theoskapasti, die in einer Höhle erbaut wurde und aufgrund ihres spektakulärem Äußeren als „Pilz“ betitelt wird.
Wer von stimmungsvollen Bergdörfern noch nicht genug hat, der sollte sich Profitis Ilias (ein Dorf, nicht wie üblich ein Berg) ansehen. Afianes Wines keltert hier hochwertige Tropfen und öffnet regelmäßig zu Verköstigungen. In unmittelbarer Umgebung lohnt ein Besuch der gleichnamigen griechisch-orthodoxen Kapelle. Für Aktivurlauber bietet sich zudem eine Wanderung zum naheliegenden Stausee mit herrlichen Fotomotiven an.
Deinen Rundgang durch das uralte Dorf solltest du mit einem Besuch im traditionellen Gasthaus Charidemos abschließen, das für seine deftigen Fleischgerichte vom Grill gerühmt wird. Alternativ erfüllt das Filitsa neben heimischen Klassikern auch vegetarische Wünsche.
8. Die schönsten Strände

Ikaria bietet überraschend gute Strände für eine so bergige Insel. Messakti Beach bei Armenistis ist der bekannteste: ein langer Küstenstreifen mit klarem Wasser, Bars und Liegenverleih. Die Bucht ist offen, Wellen können kräftig sein – Surfer lieben es. Du findest aber auch ruhigere Ecken zum Schwimmen.
Direkt daneben liegt Livadi Beach, etwas geschützter und grüner durch einen kleinen Fluss, der ins Meer mündet. Hier ist das Wasser meist ruhiger, ideal für entspannte Badetage. Eine einfache Strandbar versorgt dich mit Snacks und Getränken.
Faros Beach im Osten, nahe des Flughafens, fällt flach ab – gut für Familien mit Kindern. Mehrere Tavernen liegen direkt am Strand, manche spezialisiert auf frischen Fisch. Der Strand ist sandig und meist gut besucht, aber nicht überfüllt.
Den Seychelles Beach an der Südküste erreichst du entweder über einen steilen Pfad oder mit dem Boot. Natürlich ist der Name kein Zufall: Die herrliche Bucht gleicht einer Fototapete und besticht durch helle Felsen, weißen Kies und türkisfarbenes Wasser. Am Strand gibt es keine Infrastruktur.
Der Geheimtipp im Süden heißt Xilosirtis Beach. Das türkisblaue Wasser wird sanft tiefer, während die schroffe Berglandschaft im Hintergrund eine dramatische Kulisse bildet. Hier findest du pure Natur ohne touristische Einrichtungen. Der Strand liegt praktisch vor der Haustür des gleichnamigen Dörfchens. Für das leibliche Wohl sorgen zwei kleine Bars in Wassernähe.
9. Gialiskari – Postkartentaugliches Fischerdorf

Nur wenige Minuten östlich von Armenistis liegt Gialiskari, ein Bilderbuch-Dorf mit kleinem Hafen. Die weiß-blaue Kapelle Analipsi am Ende der Mole ist das Postkartenmotiv schlechthin. Fischerboote schaukeln im Wasser, dahinter ragen die grünen Berge auf.
Die Siedlung selbst besteht aus einer Handvoll Häuser, mehreren Lokalen und einer kleinen Mole. Egal ob du für einen Zwischenstopp oder länger hier verweilst, verpasse auf keinen Fall eine Einkehr in der Gastronomie am Meer. Direkt am Wasser zwischen kleinen Booten erfreut das Kialaris (Google Maps) vor allem die Gaumen von Fischliebhabern. Hausgemachter Wein und eine familiäre Atmosphäre machen den Besuch zum Vergnügen. Reserviere unbedingt vorher.
In Gialiskari sitzt du am Hafen, hörst die Wellen, siehst alte Fischer ihre Netze flicken. Das ist Ikaria in Reinform: unaufgeregt, authentisch, zeitlos.
10. Therma und Lefkada – Sprudelnde Wellness

Eine Hauptattraktion auf Ikaria findest du wenige Kilometer östlich der Hauptstadt Agion Kyrikos: Therma ist seit der Antike für seine heißen Quellen bekannt. Im ehemaligen Kurort entdeckst du mehrere, teils in die Jahre gekommene Badehäuser, eine heiße Meeresgrotte und ein öffentliches Becken direkt am Strand. Das eisenhaltige Wasser färbt die Steine hier rötlichbraun und ergibt ein seltenes Fotomotiv. Außerhalb der Saison ist der Ort fast menschenleer und wirkt ein wenig trostlos. Ab Mitte Juni bis weit in den Oktober hinein blüht der Kurort dann richtig auf. An Unterkünfte ist in dieser Periode nur schwer heranzukommen.
Neben Therma gibt es weitere heiße Quellen auf Ikaria. Bei Agios Kirykos und Lefkada sprudelt ebenfalls Wasser direkt am Meer aus den Felsen. Du parkst dein Fahrzeug idealerweise am Straßenrand in Richtung Agios Kyrikos. Eine kleine Tafel mit der Aufschrift „Hot Mineral Springs“ weißt dir den Weg zum Strand hinunter zu den Naturbecken, in denen sich Thermal- und Meerwasser mischen. Die Temperatur variiert je nach Tide und Jahreszeit.
Meine Restaurant-Empfehlungen

Die ikarische Küche kommt ohne viel Schnickschnack aus. Dafür schmeckst du in jedem Gericht die Intensität der Insel: frisches Gemüse, Wildkräuter aus den Bergen, Hülsenfrüchte, Ziegenkäse und Fisch direkt aus dem Meer. Genauso, wie es die Insulaner seit Generationen kochen.
In Xilosirtis warten mit dem Arodou (Google Maps) und Fanis Tavern (Google Maps) zwei der besten griechischen Lokale der Insel auf dich. Beide sind familiengeführt, bieten Meerblick und hervorragende einheimische Küche.
Direkt am Hafen von Armenistis liegt Paskalia (Google Maps), ein familiär geführtes Lokal mit Seele. Die gegrillten Calamari sind ein Traum, dazu regionale Gemüsegerichte, die nach Meer und Sonne schmecken. Die Portionen sind großzügig, die Preise fair.
Wenn du das authentische Dorfleben erkunden möchtest, führt kein Weg an Plakoura (Google Maps) in Christos Raches vorbei. Die Taverne liegt unter schattenspendenden Platanen. Abends treffen sich hier Einheimische und Reisende, bestellen Mezedes und lassen den Tag in geselliger Runde ausklingen.
Bei Einheimische unglaublich beliebt ist das Stou Paschalia (Google Maps) in Kampos. Kein Wunder, angesichts der vielseitigen Auswahl, der großen Portionen und der kleinen Preise.
Sehr familiär geht es im Katafygi tis gefsis (Google Maps) in Evdilos zu. Es gibt keine Speisekarte, dafür aber wechselnde Tagesgerichte auf höchstem Niveau. Früh kommen, Platz und Speisen sind begrenzt.
Anna’s Fish Tavern (Google Maps) oberhalb der Bucht von Nas ist bekannt für ausgezeichneten Fisch und traditionelle Gerichte. Der Sonnenuntergang von der Terrasse hat sich längst herumgesprochen – komm früh, um einen Platz zu ergattern.
Geheimtipp: Selbst unter Insidern ist das Café-Restaurant Partheni (Google Maps) kaum bekannt. Auf der urigen Veranda über der gleichnamigen Mini-Bucht ist die Auswahl begrenzt, dafür immer frisch und von bester Qualität. Genuss und Ruhe pur!
Hilfreiche Tipps
Anreise
Du erreichst Ikaria am schnellsten mit dem Flugzeug über Athen (Olympic Air, Sky Express). Der Flughafen liegt bei Faros, etwa 15 Kilometer vom Haupthafen in Agios Kirykos entfernt. Von hier aus verkehren viele Fähren unter anderem nach Piräus (etwa 7 bis 10 Stunden) und anderen Inseln der Nord- und Ostägäis. Mit Evdilos findest du einen zweiten Port auf Ikaria. Kurzum: Fliegen spart Zeit, die Fährfahrt bietet aber mehr Atmosphäre. Für das optimale Inselhopping kombiniere ich ausnahmslos beides.
Mein Tipp: Sollte Ikaria das letzte Ziel auf deiner Griechenlandreise sein, dann rate ich zum Flug mit Olympic Air. Du gibst dein Gepäck in Ikaria auf und steigst in Athen in den Flieger der Muttergesellschaft Aegean Air – deine Koffer werden automatisch weitergeleitet. Die Airlines sind bestens vernetzt mit vielen deutschen Städten.
Fortbewegung
Ein Mietwagen ist auf Ikaria quasi unverzichtbar. Busse verbinden zwar Hauptorte wie Agios Kirykos, Evdilos und Armenistis, fahren aber unregelmäßig. Abgelegene Strände, Bergdörfer und spontane Stopps sind nur mit Auto machbar. Buche am besten über günstige lokale Vermieter in Armenistis, Agios Kirykos oder direkt am Flughafen. Tankstellen findest du in größeren Orten, aber nicht an jeder Ecke.
Wo auf Ikaria übernachten?

Ikaria ist eine zerklüftete Insel mit vielen kurvenreichen Straßen. Es benötigt seine Zeit, um die einzelnen Orte anzusteuern. Die Auswahl der Unterkunft ist daher auch eine logistische Frage. Wer seinen Aufenthalt im Ferienort Armenistis plant, dem empfehle ich einen Aufenthalt im Erofili Beach Hotel (hier Preise checken*). Das sehr gute Frühstück wird hier auf der großen Veranda oberhalb der Bucht mit eigenem Zugang serviert. Alle Zimmer bieten außerdem einen Top-Meerblick. Auch das Cavos Bay Hotel (hier Preise checken*). überzeugt mit bester Lage am Wasser und eigenem Pool. Ein ganzes Haus im traditionellen Stil erwartet dich oberhalb von Agios Kyrigos. Im Ikarian Traditional House (hier Preise checken*) darfst du dich auf uriges Ambiente und einen Traumausblick freuen. Für Naturliebhaber mit Stil eignet sich das Ikarion Gi (hier Preise checken*) in der herrlichen Natur des Bergdorfs Manganitis. Das alte Bauernhaus ist gut ausgestattet und verfügt über einen prächtigen Innenhof. Wer eine außergewöhnliche Unterkunft mit Blick auf die Ägäis sucht, wird auch bei den schönen Sunset Apartments (hier Preise checken*) in Evdilos fündig.
Beste Reisezeit
Mai bis Juni und September bis Oktober sind ideal. Im Frühling blüht die Insel, Temperaturen liegen bei angenehmen 20 bis 25 Grad, perfekt für Wanderungen. Das Meer lockt ab Ende Mai zum Baden. Juli und August sind heiß (oft über 30 Grad), die Strände voller, aber Ikaria bleibt selbst dann noch ruhiger als die meisten anderen Nachbarn. Im Herbst ist das Wasser am wärmsten, die Tage meist stabil. Zwischen November und März schließen viele Unterkünfte und Tavernen, Fähren fallen wetterbedingt häufiger aus.
Mein Fazit

Ikaria ist keine Insel für Eilige. Du brauchst Zeit, um den Rhythmus zu verstehen: späte Nächte, lange Siestas, ausgelassene Feste. Hier erlebst du hautnah, wie ein stressfreies Leben aussehen kann. Die Insel gibt dir keine To-do-Liste mit – du bestimmst dein Tempo selbst. Die ausgelassene Freude am Feiern ist hier keine bloße Folklore, sondern gelebte Tradition. Mein Feelgood-Faktor: 85 von 100 Punkten!
Ikaria-Reiseführer
Das waren also die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Ikaria. Für noch mehr Tipps empfehle ich dir folgende Reiseführer:
*Werbelink / Bilder von der Amazon Product Advertising API







