Das Edelweiß steht für die Aktion "Saubere Natur"
HomeAllerlei

#WalkInTrashOut – Aktion saubere Natur

Unter dem Hashtag #WalkInTrashOut wollen wir mit unseren ganzen Outdoor-Blogger-Kollegen etwas ganz Besonderes ins Leben rufen!

Wir wollen dich dazu ermutigen, nicht nur deinen eigenen Müll mit von einer Wanderung, mit vom Strand oder aus dem Wald wieder mit nach Hause zu nehmen und zu entsorgen. Wir wollen, dass du unserem und dem Beispiel vieler anderen folgst und auf deiner Tour auch Müll, der achtlos in die Natur geworfen wurde, einpackst und mitnimmst.

Aktualisiert am 11.03.2022

Schockierender Fakt: So lange überdauert Müll in der Natur

Es kommt natürlich auch immer darauf an, wo sich der Müll befindet. In bestimmten Regionen der Erde – etwa auf Island – verrottet der Abfall fast überhaupt nicht. Da können etwa eine Zigarettenkippe oder sogar ein Taschentuch Jahrzehnte lang rumliegen. Wenn du nun aber meinst, etwa nach 50 Jahren ist der Styroporbecher weg – da irrst du leider. Der Kunststoff ist nicht einfach weg. Vielmehr dringt er als Mikroplastik in die Nahrungskette ein.

Pack’s ein!

Unser schöner blauer Planet vermüllt. Einst ein Paradies, wird die Erde heute zugrunde gerichtet. Ein einzelner kann nicht viel tun – aber viele einzelne können doch etwas bewirken! Darum ist diese Aktion so wichtig. Wir wollen dich davon überzeugen, bei #WalkInTrashOut (#WalkinTrashOut bei Instagram) mitzumachen. Unter diesem Hashtag kannst du auch bei Instagram anderen zeigen: Mir ist unsere Umwelt nicht egal!

So lange liegt Müll in der Natur
#WalkInTrashOut: So lange liegt Müll in der Natur: Eine Bananenschale liegt bis zu drei Jahre rum. Eine Platikflasche überdauert 1000 Jahre, bis sie sich zersetzt. Danach ist das Plastik aber nicht weg – man sieht es nur nicht mehr – Bildnachweis Baum mit Plastik: © rangizzz/ Fotolia

Bist du eine Umweltsau?

Warum werfen Menschen im Wald, auf dem Berg, auf dem Schiff, am Strand oder auch in der Stadt achtlos ihren Müll weg? Gut, manchmal fällt unbemerkt etwas aus der Tasche. Meist wird der Müll aber ganz bewusst in die Natur geworfen. Das ist leider unsere traurige Erfahrung. Was bewegt die Menschen dazu? Sind sie einfach nur faul? Schaffen sie es nicht mehr, die Verpackung ihres Riegels in den Rucksack zurückzustopfen? Oder ist es gar mutwillig? Egal, welche Beweggründe die Umweltsau hat: Je mehr Leute wir mit unserer Begeisterung für eine saubere Natur erreichen und für weniger Müll auf unserer Erde sensibilisieren können, desto besser.

Abfall liegt Tausende Jahre in der Natur

Vielleicht wissen viele aber auch einfach nicht, was sie anrichten. Wusstest du, dass eine Bananenschale bis zu drei Jahre in der Natur liegt, bevor sie abgebaut ist? Noch dazu sind Bananenschalen oft gespritzt – das ist Gift für die Tier- und Pflanzenwelt. Eine achtlos weggeworfene Bananenschale ist aber bei Weitem nicht das Schlimmste. Ein Kaugummi überdauert schon fünf Jahre in der Natur.

#WalkInTrashOut – Müll hat in der Natur nichts zu suchen

Zigarettenkippen sind toxischer Plastikmüll, der unsere schöne Erde zerstört

Bis eine Zigarettenkippe abgebaut ist, vergehen im Schnitt geschlagene sieben Jahre. Bei ungünstigen Bedingungen kann eine Zigarettenkippe sogar mehrere Jahrzehnte in der Natur überdauern. Aber nicht nur das: Zigarettenkippen sind echte Giftcocktails mit Inhaltsstoffen wie Cadmium, Quecksilber, Kupfer, Arsen, Nickel und Blei. Hinzu kommen verschiedene Pflanzenschutzmittel und Nicotin – ein hochwirksames Gift, das Pflanzen und Kleinlebewesen tötet. Aber auch für Kleinkinder können Zigarettenkippen tödlich sein! Du siehst also: Eine achtlos weggeschnippte Zigarettenkippe kann großen Schaden anrichten. Vielleicht denkst du bei deinem nächsten Zug an der Zigarette daran.

Daher unsere Bitte: Wenn du schon rauchst, nimm deine Kippen mit und entsorge sie in der Mülltonne. Zigarettenkippen haben nichts auf dem Boden oder gar im Wasser zu suchen!!! Einen sehr informativen Artikel zum Thema Zigarettenkippen findest du auf der Website des WWF.

Die Filter sehen zwar aus wie Watte, tatsächlich bestehen sie meistens aus dem Kunststoff Celluloseacetat. Es dauert Jahrzehnte, bis sie sich zersetzen. Im Salzwasser dauert es noch länger, bis zu mehreren hundert Jahren. Sie sind laut einer aktuellen amerikanischen Studie ‘Worst Contaminant Of Our Oceans’. Fische, Schildkröten und andere Meereslebewesen verwechseln kleine im Wasser befindliche Partikel mit Nahrung, was zu „Verstopfung im Verdauungsapparat mit möglicher Todesfolge oder zum Verhungern mit gefülltem Magen führen kann„, heißt es in der Antwort der Bunderegierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen zu Umweltverschmutzungen durch Zigarettenkippen.

WWF

Nach mir die Sintflut? Echt jetzt?

Ein anderes großes Problem sind Plastik-, Alu- und Glasverpackungen, die Tausende Jahre in der Natur überdauern. Eine Plastikflasche ist im Schnitt erst nach 1000 Jahren verschwunden. Das Plastik ist aber nicht weg – es ist nur so klein, dass du es nicht mehr siehst. Das Mikroplastik schleicht sich dafür in die Nahrungskette des Menschen ein. Eine achtlos weggeworfene Plastikflasche ist also noch im Jahr 2120 am Strand, im Wald oder auf dem Berg zu finden. Heißt: Was du heute wegwirfst, sammeln vielleicht eines Tages deine Ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-ur-Enkel auf! Echt jetzt, willst du das?

Werde auch du Teil von etwas Großem – von #WalkInTrashOut

Hilf uns, die Aktion #WalkInTrashOut bekannt zu machen und beteilige dich! Es ist so einfach! Nimm nicht nur deinen Müll wieder mit, sondern auch das, was du auf deiner Wanderung oder deiner Reise neben dem Weg findest. Pack es ein und entsorge es in der Mülltonne – da wo es hingehört. Wir werden übrigens immer wieder von Menschen angesprochen und gelobt, wenn wir fremden Müll einsammeln. Müll geht uns alle an. Teile deine Erfahrung auf deinem Blog, auf Facebook oder auf Instagram unter dem #WalkInTrashOut.

Nutze für deine Müll-Erlebnisse bei Instagram den Hashtag → #WalkinTrashOut

Eingesammelter Müll auf einer Bergtour
Auf der → Wanderung auf den Brünnstein haben wir einiges an Müll gefunden – und eingesammelt

Weitere spannende Artikel zu diesem wichtigen Thema

Wir hoffen, dich ein wenig für das Thema Müll sensibilisiert zu haben und vielleicht entsorgst du auf deiner nächsten Wanderung oder Reise ja nicht nur deinen eigenen Müll. Es würde uns sehr freuen.

Artikel teilen

14 Kommentare

  • - Bernd

    Hallo!
    Es ist sehr gut, daß Ihr das leidige Thema mal aufgreift und gründlich analysiert. Aber klar, Ihr seit Fotographen und habt den Blick für’s Detail ;-) Für mich gilt, daß ich möglichst wenig Müll (Verpackungen etc.) überhaupt in die Natur trage und dann natürlich alle Plasteteile und was unverrottbar ist, auch zurücknehme. Was verrotten kann, wird eingegraben/ überdeckt, so daß es nicht störend in der Gegend rumliegt. Ich kann immer gar nicht verstehen, wie so einige Menschen „die Natur bewundern gehen“ und dann ihren Müll verbreiten. Leider wissen nur wenige über die Giftanteile und die Plastik-Bestandteile in Zigaretten-kippen Bescheid. Das sollte viel öfter erläutert werden.
    Liebe Grüße! Bernd

  • - Edi

    Hallo,

    wir praktizieren sowas schon seit einiger Zeit auf unseren Reisen.
    Wir haben immer unseren eigenen Müllbeutel dabei und lassen nie etwas zurück.
    Und wie schon geschrieben, packen wir auch kleinen Müll der schon rumlag mit ein.
    Man braucht nicht gleich Latex-Handschuh im Gepäck haben um fremden Müll mit zunehmen,
    meißtens reicht ein kleiner Stock/Zweig der in der Nähe zu finden ist oder sein eh schon benutztes
    Taschentuch um fremden Müll anzupacken.

    Ich muß dazu aber auch sagen, dass der meißte Müll nicht auf unseren Wandertouren zu sehen war, sondern leider meißt an Straßen, Städten/Dörfern und Küsten und leider auch im Meer.

    Es ist wichtig die Leute vor Ort zu sensibilisieren !
    Zum Beispiel ist es in „Lerapetra“ Sitte die Mülltonnen direkt am Pier aufzustellen. So flog Stunde für Stunde immer mehr Müll, vor allem Plastiktüten ins Meer. kein schöner Anblick.
    In Frankreich, in der Nähe der Cote d‘ Azur warf eine Einheimische ihren Müll aus dem Fenster auf die Straße. Wir brachten den Plastikmüll zurück zur Einheimischen, weil wir dachten der Wind hätte es rausgeweht. Aber denkste das war volle Absicht, die Dame hat uns nur dämlich angeglotzt, was wollt ihr deutschen Spinner denn jetzt.

    • - Florian

      Hi Edi,

      sehr cool! Ja, das ist wirklich sehr wichtig, die Leute zu sensibilisieren. Wie kann man denn seinen Müll aus dem Fenster werfen? Also das ist ja sowas von daneben!

      Macht weiter so!

      Liebe Grüße
      Florian

  • - Sabine von Ferngeweht

    Eure Aktion habe ich noch gar nicht gesehen – klasse! Bei mir vor der Haustür im Wald gehe ich schon alle paar Monate mal mit dem Müllsack durch (ist zum Glück nie richtig viel). Aber jetzt werde ich das auch mal auf andere Gegenden ausweiten. Danke für den Anstoß!

  • - Tabea

    Es ist so traurig, dass man mit so einen Beitrag erst einmal aufrütteln muss. Ich verstehe es nicht, dass vielen Menschen ihre eigene Umwelt so gleichgültig ist. Immerhin tut es nicht weh, z. B. eine Flasche, die man mit hingenommen hat, leer wieder zurückzunehmen, oder? Wenn ich bedenke, wie viel Müll wir regelmäßig aus dem Buschwerk rund um unsere Pferdekoppel sammeln… Da werden komplette Müllsäcke entsorgt :-(
    Ich finde es super, dass Ihr mit diesem Beitrag auf das wichtige Thema aufmerksam macht. Super interessant fand ich, wie lange es doch dauert, bis einige Stoffe nicht mehr sichtbar sind.

    Viele liebe Grüße,

    Tabea

    • - Florian

      Hallo Tabea,

      es ist sicher eine Minderheit, die ihren Müll achtlos in die Natur wirft. Aber das reicht ja schon. Wir verstehen auch nicht, wo verdammt nochmal das Problem liegt, wenigstens seinen Müll wieder mitzunehmen. Menschen sind komisch.

      Liebe Grüße
      Flo

    • - Biggi

      Liebe Tabea, danke für deinen lieben Kommentar. Und ja, es ist echt übel, dass der Mensch z.B. zum Genießen an die Isar/Fluss geht und dann seinen Müll dort liegen lässt. Man denkt offenbar, dass das dann schon jemand wegräumt. Aber dann im Urlaub nölen, wenn Dreck am Strand liegt. Tja, wo kommt der denn her? Toll, dass ihr bei euch auch aufräumt. Es braucht mehr Leute von deinem Schlag. LG und ein tolles Weekend, Biggi

  • - Birgit Westermann

    Eure Initiative ist klasse! Unser Müll gehört nicht in die Natur, die sich nicht wehren kann!
    Ich gebe zu, dass ich als Raucherin auch früher oft die Kippen einfach weggeworfen hab, aber ich bin ja ein lernfähiges Wesen, hab einen verschließbaren Aschenbecher. Das mit den Bananenschalen wusste ich nicht, obwohl ich selber noch nie eine weggeworfen habe, aber man muss wirklich anfangen, vorausschauend zu denken!

    • - Florian

      Hallo Birgit,

      ja, das ist echt absolut wichtig. Der Mensch richtet die Erde in wenigen Jahren zugrunde. Es ist einfach nur traurig.

      Viele Grüße
      Florian

  • - Kristin

    Super Artikel zum Wach-Rütteln!
    Ich hoffe sehr, dass wir mit unserer #WalkInTrashOut Aktion viele zum Müllsammeln und einem bewußteren Umgang mit der Natur bewegen können!
    Liebe Grüße in den Süden
    Kristin

Deine Meinung ist uns wichtig

Hast du Fragen oder Anregungen? Dann hinterlasse hier einen Kommentar – wir antworten so schnell wie möglich


*Pflichtfelder

Das könnte dich auch interessieren

Tipps für nachhaltiges Reisen

Nachhaltig reisen – 8 wichtige Tipps, die du beachten musst

Artikel lesen
Infos zum Müll sammeln beim Wandern und mehr

5 Tipps für Zero-Waste: Müll sammeln beim Wandern & Co.

Artikel lesen