Dänemark – Tag 3 – Hvide Sande, Lyngvig Fyr und Stauning Whisky

Rund um Hvide Sande

Der Fischerort Hvide Sande inmitten einer spektakulären Dünenlandschaft

Sonne satt – das verspricht zumindest die Wetter-App. Lange vor Sonnenaufgang machen wir uns zu Fuß auf den Weg zum Henne Strand. Vom Hotel sind es nur ein paar Minuten am Fluss entlang. Schon aus der Ferne hören wir das Meeresrauschen – und bald stehen wir inmitten der prächtigen Sanddünen. Am Himmel ziehen große Wolkenbänder entlang, nach Regen schaut es aber tatsächlich nicht aus. Wir genießen einfach die Einsamkeit und Ruhe in den Dünen und lassen alles auf uns wirken. Einfach den Kopf ausschalten – nirgends gelingt das besser als in dieser wundervollen Landschaft, die sich jeden Tag ein wenig wandelt.

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Magischer Sonnenaufgang in den Dünen

Die Sonne lässt auf sich warten. Zunächst muss der riesige Feuerball die dichten Wolken am Horizont überwinden. Gespannt warten wir auf die ersten Sonnenstrahlen. Dann plötzlich geschieht es. Von einer Sekunde auf die andere erstrahlt die Landschaft im schönsten Licht. Das Gras bewegt sich sanft im Wind. Rings um uns herum leuchtet alles in den schönsten Farbtönen. Dazu das beruhigende Meeresrauschen. Was könnte es schöneres geben, als hier am Strand zu stehen und diesen magischen Moment zu genießen?

Dämmerung Henne Strand

Sanfte Farben und Wolken am Henne Strand

Dünen Henne Strand mit Haus

Blick von den Dünen

Henne Strand

Die Sonne lässt die Dünen am Henne Strand erstrahlen

Morgenlicht Henne Strand

Das Gras leuchtet im Licht

Sonnenaufgang Henne Strand

Am Himmel ziehen immer wieder dunkle Wolken entlang. Die Sonne lässt sich davon nicht beeindrucken

Henne Strand

Dänemark ist eigentlich ein einziger langer Strand

Wissenswertes, Reiseführer und Literatur zu Dänemark

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Zwischenstopp am Vester Havn bei Nymindegab

Unsere Reise führt uns weiter nach Norden. Unser Tagesziel ist die Kleinstadt Ringkøbing, wunderschön gelegen am Ringkøbing-Fjord. Auf dem Weg nach Norden machen wir zunächst Halt am Vester Havn (Westhafen) bei Nymindegab (GPS: N 55 49.116, E 8 11.058 Google Maps), ein ehemaliges Fischerdorf in der Kommune Varde südlich des Ringkøbingfjords. Die Seen in der Gegend sind für Angler ein Hotspot. Ein Highlight ist der alte Hafen in der Nähe der Örtchens, in dem heute noch einige alte Boote liegen und der einen Blick in längst vergangene Zeiten gewährt.  Vom Parkplatz an dem kleinen Hafen führt ein Trampelpfad durch Schilf und Gestrüpp. Nach zehn Minuten stehen wir auf einem Steg mit Anglern, von dem aus man einen tollen Blick auf den kleinen See hat. Auf dem Wasser sind einige kleine Bötchen mit Anglern an Bord unterwegs. Einfach eine tolle Idylle.

Fischerboote im Vester Havn

Im Vester Havn können alte Fischerboote bewundert werden

Vester Havn

Ja, der Westhafen ist ein echtes Idyll

Vester Havn Gebäude

Zu bewundern gibt es auch einige alte Gebäude

Angler auf See bei Nymindegab

Die Seen rund um Nymindegab sind ein beliebtes Ziel für Angler

Hvide Sande

Die Hafenstadt Hvide Sande (GPS: N 56 00.267, E 8 07.746 Google Maps) zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Region. Direkt am Besucherzentrum geht es einen Hügel zu zwei alten Bunkern auf einer Düne, dem Troldbjerg, hinauf. Es ist unser erster Kontakt mit den Wehranlagen von Hitlers Atlantikwall, die während des Zweiten Weltkriegs von dänischen Arbeitern auf Befehl der Wehrmacht gebaut wurden. Rund 7000 massive Betonunterstände wurden damals an den dänischen Küsten gebaut. Einige wurden nach dem Krieg gesprengt, die meisten aber werden langsam von Sand und Meer verschlungen. Tausende der Betonklötze sind heute frei zugänglich. Einige werden als Museum genutzt, andere Monumente des Hitler-Wahns versanden langsam am Strand. Das Inventar ist längst weggeschafft. In den Bunkern ist es dunkel und viele Wände sind mit Graffitis beschmiert. An den Decken kommt brauner Rost der Stahlstreben im Beton zum Vorschein. Anders als in Belgien oder den Niederlanden haben die Dänen die stummen Zeitzeugen – einst gegen Angreifer aus dem Westen errichtet – nicht abgerissen.

Bunker Hvide Sande

Einer der Bunker in Hvide Sande

Tür im Bunker

Diese Bunkertür ist total verrostet

Wir lassen Bunker und finstere deutsche Geschichte hinter uns und laufen hinab zu Strand und Hafen. Die Nordsonne mag nicht so recht wärmen, dick eingepackt ist es aber ein Genuss, an dem unendlichen Sandstrand entlang zu Spazieren. Hvide Sande ist aber nicht nur wegen des Strandes so bekannt. In der historischen Innenstadt reihen sich ursprünglich erhaltene Fischimbisse aneinander. Die Menschen sitzen dick eingemummelt im Freien in der Sonne und genießen die frische Meeresluft und ihr Fischbrötchen. Ja, wer in der Gegend unterwegs ist, sollte unbedingt in Hvide Sande Stopp machen. Wir schlendern noch ein wenig durch die Gassen, bevor wir in Richtung Lyngvig Fyr aufbrechen.

Strand Hvide Sande

Unendlicher Sandstrand bei Hvide Sande

Hafen Hvide Sande

Auch der kleine Hafen von Hvide Sande lohnt einen Besuch

Fischgeschäft

Wir schlendern durch die Straßen. Überall gibt es leckeren Fisch

Auslage Fischgeschäft

Die Auslage in einem der Fischgeschäfte

Die Sanddünen rund um den Lyngvig Fyr

Der Leuchtturm  Lyngvig Fyr (GPS: N 56 02.990, E 8 06.226 Google Maps) liegt mit dem Auto nur ein paar Minuten nördlich von Hvide Sande, wunderschön gelegen in den Sanddünen. Schon am Parkplatz wird klar: Lyngvig Fyr ist offenbar eine der Top-Sehenswürdigkeiten an der Westküste Jütlands. Der Leuchtturm liegt quasi direkt am Parkplatz. Bevor wir uns aber auf den Weg zur Aussichtsplattform machen, spazieren wir gemütlich in Richtung Küste. Der Wind bläst bestimmt mit 70, 80 Stundenkilometern und treibt uns den feinen Sand in die Augen. Eingepackt in unsere Daunenjacken erreichen wir bald die imposanten Dünen am Meer und blicken hinab auf den unendlichen Strand. Wir machen es uns an einer windgeschützten Stelle gemütlich und saugen diesen Moment und die imposante Landschaft auf. Die Luft ist herrlich frisch und duftet nach Meer.

Lyngvig Fyr

Schon vom Parkplatz bietet sich mit dem Lyngvig Fyr ein tolles Fotomotiv

Lyngvig Fyr

Wir wandern einmal komplett um den Leuchtturm herum

Dünen

Auf den Dünen am Meer machen wir eine kurze Rast, um den Ausblick zu genießen

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Museumsshop Lyngvig Fyr

Der kleine Museumsshop

Museumsshop Lyngvig Fyr

Im Inneren ist es absolut urig

Die Besteigung des Lyngvig Fyr

Die Eintrittskarten – genauer gesagt sind es Eintrittsmünzen – zum 38 Meter hohen Lyngvig Fyr gibt es in dem kleinen Museum direkt am Leuchtturm. Wer mag, kann in dem Museum auch allerlei Souvenirs kaufen oder bei einem leckeren Stück Kuchen eine Tasse Kaffee oder einen Tee trinken. 228 Stufen, 79 davon auf der Holztreppe, die am Fuß der Düne hinauf zum Eingang führt, sind es bis zur Aussichtsplattform des Lyngvig Fyr. Schon die Wendeltreppe nach oben verschlägt uns den Atem. Von unten schaut die Treppe aus wie ein blaues Schneckenhaus. Ein absolut geniales Fotomotiv, das auch so machen Postkarte ziert. Nach ein paar Minuten erreichen wir die kleine Lucke, die oben ins Freie führt. Der Wind ist hier noch stärker als in den Dünen. Der Wind ist so stark, dass man sich regelrecht hineinlegen kann. Eine dicke Jacke ist bei diesen Verhältnissen unerlässlich, andernfalls wird das Ausflug auf den Lyngvig Fyr sehr kurz. Der Blick über die unendliche Dünenlandschaft, die Nordsee und den Ringkøbing-Fjord ist unvergleichlich. Wir bleiben eine ganze Weile oben und lassen uns den Wind um die Nase wehen. Der Eintritt kostet übrigens 50 Kronen (Stand: Oktober 2017) und loht in jedem Fall. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren müssen nichts zahlen, weshalb der Leuchtturm auch bei Familien sehr beliebt ist.

Treppenhaus im Lyngvig Fyr

Das Treppenhaus im Lyngvig Fyr ist ein tolles Fotomotiv

Aussichtsplattform Lyngvig Fyr

Biggi blickt vom Leuchtturm

Aussicht Lyngvig Fyr

Die Aussicht ist grandios

Stauning Whisky

Ein weiteres Highlight auf unserer Dänemark-Rundreise ist die Besichtigung der Whiskybrennerei  Stauning Whisky in Stauning bei Ringkøbing-Skjern. Julie Vesterby, die Frau eines der neun Gründer der Brennerei, nimmt uns mit auf eine kleine Privatführung. 2005 als Hobby ins Leben gerufen, ist Stauning Whisky heute echten Kennern ein fester Begriff. Jim Murray, Herausgeber der Whisky Bible, schwärmt regelrecht vom dänischen Whisky aus Stauning. Inzwischen ist sogar der britische Spirituosenriese Diageo bei Stauning Whisky investiert. Rund um die Brennerei wird eifrig an einer neuen Produktionsanlage gebaut. Bis dort der erste Whisky entsteht, vergeht aber noch etwas Zeit. Solange wird in den Gebäuden eines alten Bauernhofs produziert. Der Prozess – hier in der Kurzfassung – sieht für einen Laien recht simpel aus. In der automatisierten Trennmälzerei – die Maschinen sind zum Teil Eigenkonstruktionen – wird Getreide befeuchtet und so zum Keimen gebracht. Im nächsten Schritt wird das Malz getrocknet. Dann wird das Getreide zu Schrot gemahlen und mit Wasser vermischt. Dann folgen Gärung und Destillation. Aus großen Brennblasen tröpfelt der Alkohol. Das ist nicht zu überriechen. Letztendlich lagert das Destillat noch einige Jahre in Holzfässern, die dem Whisky seinen unverwechselbaren Geschmack verleihen.

Das Lager mit den Fässern entspricht so ziemlich genau dem, was man sich unter einer Whiskybrennerei vorstellt. Natürlich dürfen wir den Stauning Whisky auch probieren. Wir sind gespannt – und sehr überrascht. Trotz des selbst für einen Whisky hohen Alkoholgehalts von über 50 Prozent ist der Whisky extrem mild. In der Brennerei gibt es für Besucher für rund 50 Euro kleine Flaschen (0,25l) mit dem edlen Getränk, die Destillery Edition, zu kaufen. Wir nehmen gleich zwei Flaschen mit. Übrigens ist es ziemlich schwierig oder fast unmöglich, an Stauning Whisky zu kommen. Von jeder Sorte gab es früher nur wenige hundert Flaschen pro Jahrgang, inzwischen werden immerhin wenige tausend Flaschen produziert. Die sind aber auch immer sofort ausverkauft. Mit der neuen Produktionsanlage soll die Fertigung massiv steigen. Geplant sind 900.000 Liter pro Jahr.

Getreide

Getreide – der Grundstein jedes Whiskys

Produktionsanlage Stauning Whisky

Wir schauen uns die Produktionsanlagen an

Kessel zur Destillierung

Hier in diesen Kesseln wird der edle Whisky destilliert

Whisky Destillerie

Purer Alkohol

Whisky Destillerie

Besonders spannend sind Details wie dieses Messinstrument

Stauning Whisky Deckel

Stauning Whisky ist jedem echten Kenner ein Begriff

Werkzeug auf Whisky-Fass

Werkzeug in der Lagerhalle

Stauning Whisky Flasche

Trotz seiner 50 Prozent Alkoholgehalt ist der Stauning Whisky sehr mild

Sonnenuntergang am Leuchtturm Lyngvig Fyr

Am Abend stehen wir noch einmal am Leuchtturm Lyngvig Fyr. Wir wandern durch die Dünen auf der Suche nach dem besten Blick auf das imposante Bauwerk. Der Leuchtturm ist eigentlich von jeder Seite ein tolles Fotomotiv. Besonders gut gefällt uns ein Platz auf einer Düne südlich des Leuchtturms. Gespannt warten wir auf den Sonnenuntergang, während der Wind unerbittlich pfeift und dicke Wolken am Horizont fast jede Chance auf einen schönen Sonnenuntergang nehmen. Doch dann geschieht das Wunder:  Die Sonne spitzt für einen kurzen Augenblick durch die bedrohliche Wolkenfestung und lässt die Landschaft und den Leuchtturm in den schönsten Farben erstrahlen.

Manfrotto Element und Nikon D810

Ohne Stativ und Filter geht hier heute Abend nichts

Lyngvig Fyr

Der Leuchtturm Lyngvig Fyr im Abendlicht

Lyngvig Fyr Sonnenuntergang

Die untergehende Sonne verwandelt die Landschaft rund um dem Leuchtturm für Sekunden in ein Farbenmeer

Nützliche Links

Unsere Dänemark-Reise im Überblick

Tag 1 Henne | Tag 2 Filsø-See, Kærgård und der Nationalpark Wattenmeer | Tag 3 Hvide Sande, Lyngvig Fyr und Stauning Whisky | Tag 4 Ringkøbing, Søndervig und Bagges Dæmning | Tag 5 Mønsted Kalkgruber und Slettestrand | Tag 6 Thorup Strand und Rad-Tour zu den Svinklovene | Tag 7 Der Leuchtturm von Rubjerg Knude | Tag 8 Råbjerg Mile, Radtour durch Skagen und Grenen | Tag 9 Christiansfeld, Haderslev und Schloss Gråsten

 

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