Dänemark – Tag 7 – Der Leuchtturm von Rubjerg Knude

Die Düne Rubjerg Knude und der Leuchtturm

Rubjerg Knude –  ein Top-Ausflugsziel

Heute Morgen steht die Heidemühle (Lyngmøllen) bei Grønnestrand (GPS: N 57 08.455, E 9 16.940 Google Maps) auf unserem Programm. Der Blick aus dem Fenster lässt zwar nichts Gutes erahnen, trotzdem wagen wir einen Versuch. Die Heidemühle – Dänemarks einzige noch existierende, mit Heidekraut bekleidete Mühle und über 100 Jahre alt – ist schließlich ein lohnenden Fotomotiv. Wie befürchtet spielt das Wetter zunächst nicht mit. Der Himmel ist stark bedeckt und der Wind bläst unerbittlich. Die Chancen auf einen tollen Sonnenaufgang sind recht gering, aber wir harren aus – und werden belohnt. Für wenige Minuten färbt sich der Himmel glutrot – ein atemberaubendes Naturschauspiel. Die Heidemühle wurde übrigens 1886 als Hofmühle des Hofes Grønnestrand vom damaligen Besitzer Johan Kasper Sørensen aus Treibholz gebaut. 1986 wurde die Heidemühle unter Denkmalschutz gestellt und 1989 liebevoll restauriert.

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Sonnenaufgang über der Heidemühle

Heidemühle Lyngmøllen

Die Heidemühle (Lyngmøllen) in der Morgendämmerung

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Drachensteigen am Strand von Grønnestrand

Bevor wir uns auf den Weg zum Thorup Strand machen, lassen wir unseren Drachen am Strand von Grønnestrand fliegen. Wie lang ist das eigentlich her, dass wir einen Drachen haben steigen lassen? Jahrzehnte. Aber die vielen Menschen am Strand, die wir in den vergangenen Tagen in Dänemark mit ihren Drachen gesehen haben, machen uns Lust auf dieses Erlebnis, das wohl jeden an seine Kindheit erinnert. Zu so früher Stunde sind wir ganz alleine am Strand. Das ist auch gut so – ohne Übung ist es nämlich gar nicht so einfach, den Drachen überhaupt in die Luft zu bekommen. Die ersten Versuche scheitern kläglich. Dann aber gelingt es – unser Drachen hebt ab. Waghalsige Flugmanöver enden zwar noch mit einem Absturz, aber immerhin, der Drache steht in der Luft. Auch bei Biggi klappt es nach ein paar Anlaufschwierigkeiten gut. Einen Absturz überlebt unser Drachen dann aber nicht. Eine Stange ist gebrochen und eine andere verschollen. Schade, es war ein kurzer Spaß, aber es war absolut genial. Vielleicht kaufen wir in den kommenden Tagen ja noch einen Drachen und heben erneut ab.

Drachensteigen in Dänemark am Strand

Ein absolutes Muss in Dänemark: Einen Drachen steigen lassen

Løkken

Unsere Reise führt uns heute weiter in den Norden. Auf dem Weg machen wir Halt in Løkken (GPS: N 57 22.250, E 9 42.542 Google Maps). Der kleine Ort ist bekannt für seine schöne Altstadt und seinen feinen Badestrand (gut, das trifft ja auf halb Dänemark zu). In Løkken gibt es auch ein traditionsreiches Badehotel, das 1895 eröffnet wurde. Außerdem stehen von Mai bis Oktober auf rund zweieinhalb Kilometern Länge 485 weißen Badehäuschen am Strand, die sich aber alle in Privatbesitz befinden. Wer kein Badehäuschen sein eigen nennt, kann in der Sauna am Strand entspannen. Sehr eindrucksvoll sind auch die alten Bunker des Atlantikwalls in und um Løkken. Von den Dünen verschaffen wir uns einen ersten Eindruck. Vom heftigen Regen am Morgen ist nicht mehr viel zu sehen – stattdessen haben wir schönstes Herbstwetter an der Nordsee mit viel Wind und Sonne, gemischt mit ein paar Schauern. Wir schlendern ein wenig am Strand entlang, begutachten die Fischkutter und schauen in die alten Bunker. Natürlich lassen wir auch die lange Strandmole nicht aus, die weit ins Meer hinein führt.

Innenstadt Løkken

Die Innenstadt von Løkken ist sehr ursprünglich geblieben

Kanone

Eine alte Kanone in den Dünen

Strand von Løkken

Der Strand lädt zu einem langen Spaziergang ein. In der Ferne erkennt man die Küstenbatterie Furreby und den Leuchtturm von Rubjerg Knude

Fischkutter am Strand von Løkken

Am Strand liegen ein paar Fischkutter

Mole in Løkken

Die Mole am Strand führt weit ins Meer

Strand von Løkken

Unendliche Weite

Fischerboote am Strand von Løkken

Fischerboote am Strand von Løkken

Sauna am Strand von Løkken

Eine von zwei Saunas

Die Bunker von Furreby

Etwas weiter nördlich, aber auch noch in Løkken, liegt die Küstenbatterie Furreby (GPS: N 57 22.808, E 9 43.062 Google Maps). Zu bestaunen gibt es gut ein Dutzend riesiger Weltkriegsbunker, die so langsam im Meer versinken. Insgesamt gibt es noch mehr Bunker in der Gegend, viele davon sind aber in den Dünen versteckt. Die Anlage wurde 1941 zusammen mit der Batterie in Kettrup Bjerge etwas südlich von Løkken zur Verteidigung der Jammerbucht angelegt. Von den Dünen hat man eine super Sicht über die gesamte Anlage. Wir steigen hinab zum Strand und schauen uns die düsteren Zeugen des Zweiten Weltkrieges an. Natürlich kann man auch einen Blick in die Bunker werfen. Über die alten Treppen kommt man zum Teil auch auf die Dächer der Betonklötze. Viel Zeit haben wir aber leider nicht, Løkken und die Bunker noch weiter anzusehen. Unsere Reise führt uns heute noch weiter bis nach Skagen (wird übrigens Skäääääääyhn ausgesprochen) ganz im Norden Dänemarks.

Bunkerbatterie Furreby bei Løkken

Die Bunkerbatterie Furreby bei Løkken

Bunker bei Furreby

Die Bunker bei Furreby versinken langsam im Meer

Bunker im Meer

Stumme Zeugen der Vergangenheit

Bunker

Hier liegt ein Bunker neben dem anderen

Bunker mit Graffiti

Graffiti-Künstler nutzen die grauen Betonwände für ihre Werke

Løkken Beachbar

Die “Løkken Beachbar” ist keine echte Bar, sondern ein Sammelsurium aus Treibgut

Løkken Beachbar

Bilder der Beachbar soll man in der entsprechenden Facebook-Gruppe hochladen

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Bunker bei Furreby

Hinter der Klippe enden die Bunker

Der Leuchtturm von Rubjerg Knude

Nächster Stopp auf dem Weg in den Norden ist die Rubjerg Knude (GPS: N 57 26.931, E 9 46.467 Google Maps), eine riesige Wanderdüne zwischen Lønstrup und Løkken. Der Parkplatz ist am frühen Nachmittag gerammelt voll – und 90 Prozent der Autos haben ein deutsches Kennzeichen. Das Highlight von Rubjerg Knude ist natürlich der alte Leuchtturm, der ins Meer zu stürzen droht. Vom Parkplatz geht es auf einem breiten Weg rund einen Kilometer gemütlich in Richtung Rubjerg Knude. Schon bald erhaschen wir den ersten Blick aus der Ferne auf den Leuchtturm – ein faszinierendes Bild. Mit uns sind unzählige Besucher auf dem Weg. Nach … Minuten stehen wir am Fuße einer großen Düne. Der Leuchtturm ist nicht mehr weit entfernt. Wir erklimmen aber erst die Düne, um uns einen Überblick zu verschaffen. Der tiefe Sand macht das Vorankommen ganz schön anstrengend, aber es lohnt sich. Vom “Gipfel” genießen wir einen tollen Blick auf die riesige Rubjerg Knude und natürlich auf den im Dezember 1900 eingeweihten Leuchtturm. Der Wind hat die tollsten Muster im Sand geschaffen. Natürlich lassen wir es uns nicht nehmen, auf den 23 Meter hohen Leuchtturm zu steigen. Lange wird das Bauwerk wohl nicht mehr stehen, wenn nicht wieder gegen den fortschreitenden Küstenschwund eingeschritten wird. Die Gebäude, die einst um den Leuchtturm standen, wurden im Laufe der Jahre vom Sand eingeschlossen und inzwischen abgerissen. Davon zeugen nur noch ein paar Backsteine, die wild um den Leuchtturm verteilt liegen. Es wäre wirklich schade um diese tolle Sehenswürdigkeit – aber das ist wohl der Lauf der Zeit. Vom Leuchtturm haben wir noch einmal einen fantastischen Blick auf die Rubjerg Knude. Wüsste wir es nicht besser, könnte man meinen, mitten in der Wüste zu stehen.

Rubjerg Knude mit Leuchtturm

Die Wanderdüne Rubjerg Knude mit dem bekannten Leuchtturm

Rubjerg Knude

Die Düne wandert etwa 20 Meter im Jahr

Rubjerg Knude Rubjerg Knude

Der Leuchtturm hinter der gewaltigen Sanddüne

Blick über die Sanddüne Rubjerg Knude

Die Düne ist wirklich gewaltig

Rubjerg Knude Leuchtturm

Der Leuchtturm war lange gesperrt, ist aber wieder zugänglich

Blick auf Rubjerg Knude

Blick auf die Düne Rubjerg Knude vom Leuchtturm

Blick auf den Leuchtturm

Blick auf den Leuchtturm

Top-Tipp Keramikcafé Møllehuset

Auf unserer Fahrt nach Skagen fahren wir plötzlich an dieser tollen alten Windmühle vorbei. Draußen in der Sonne sitzen Leute bei Kaffee und Kuchen. Da lassen wir uns nicht zwei Mal bitten und machen Stopp. Wir suchen ein freies Plätzchen und bestellen Brunsviger? Brunsviger schmeckt wie Dampfnudel, überzogen mit braunem Zucker. Biggi ist ganz außer sich. In ihrem Reiseaufzeichnungen notiert sie: “Bester Kuchen ever”. Wer selbst backen will, das ist ganz einfach. Zunächst wird der Teig in einer dafür passenden Form oder auf dem Blech gebacken. Nach kurzer Zeit verteilt man an verschiedenen Stellen eine Mischung aus Zucker und Butter über den Teig. Ich gebe zu, das der Kuchen wirklich extrem lecker ist. Auch der Kaffee verdient Lob. Ganz toll ist auch die Einrichtung des  Keramikcafé Møllehuset (GPS: N 57 27.562, E 9 49.393 Google Maps) – und natürlich die alte Vennebjerg-Mühle, vor der ein paar Schafe grasen. (Besichtigen kann man die Mühle jeden Mittwoch von 13 Uhr bis 16 Uhr in den Monaten Juni bis August). Wer in der Gegend der Rubjerg Knude ist, sollte unbedingt einen Stopp in dem Café einplanen. Die Google-Rezessionen bestätigen unsere Einschätzung: 4,7 Sterne bei 70 Bewertungen. Wem das Essen hier nicht schmeckt, ist wirklich selber schuld. Die Inhaberin Kerstin hält mit dem Café übrigens an der langen Familientradition fest – schon ihr Vater, Großvater und Urgroßvater waren Bäcker.

Vennebjerg-Mühle

Die Vennebjerg-Mühle ist ein tolles Fotomotiv

Keramikcafé Møllehuset

Das Keramikcafé Møllehuset mit der Mühle im Hintergrund

Inneneinrichtung Keramikcafé Møllehuset

Das Café ist toll eingerichtet

Kaffee und Kuchen im Keramikcafé Møllehuset

Kaffee und Kuchen im Keramikcafé Møllehuset. Im Vordergrund der Brunsviger

Skagen – Top of Denmark

Am Abend erreichen wir Skagen, die nördlichste Stadt Dänemarks. Einen schönen Fotospot finden wir in den Dünen von Grenen mit Blick auf den Leuchtturm Skagen Grå Fyr (der “Graue Leuchtturm”) (GPS: N 57 44.128, E 10 37.810 Google Maps). Der 1858 gebaute Leuchtturm ist mit 46 Metern der zweithöchste in ganz Dänemark und ein super Fotomotiv. Wer mag, kann den Leuchtturm, der noch immer in Betrieb ist, auch besteigen. Dazu gilt es, 210 Stufen zu überwinden. Die Aussicht von der Plattform über die Dünen muss fantastisch sein – leider sind wir dafür heute zu spät dran. Mindestens genauso beeindrucken ist es, den Sonnenuntergang aus der Ferne mit Blick auf den Leuchtturm zu genießen.

Skagen Leuchtturm

Der Skagen Grå Fyr im Licht der untergehenden Sonne

Vollmond über dem Meer

Kurz nach Sonnenuntergang steigt der Vollmond auf

Nützliche Links

Unsere Dänemark-Reise im Überblick

Tag 1 Henne | Tag 2 Filsø-See, Kærgård und der Nationalpark Wattenmeer | Tag 3 Hvide Sande, Lyngvig Fyr und Stauning Whisky | Tag 4 Ringkøbing, Søndervig und Bagges Dæmning | Tag 5 Mønsted Kalkgruber und Slettestrand | Tag 6 Thorup Strand und Rad-Tour zu den Svinklovene | Tag 7 Der Leuchtturm von Rubjerg Knude | Tag 8 Råbjerg Mile, Radtour durch Skagen und Grenen | Tag 9 Christiansfeld, Haderslev und Schloss Gråsten

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