Santorini Sehenswürdigkeiten: Wo 3 Millionen Menschen dasselbe Foto machen

↻ 2. Juni 2026
Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Santorini

Santorini gibt Antworten auf viele Fragen. Es ist die spektakulärste, bekannteste, meistfotografierte und touristischste Insel Griechenlands. Die ikonischen Bilder von an Klippen hängenden Häusern, Pools und Restaurants schaffen eine atemberaubende Kulisse und haben Santorini zur Berühmtheit gemacht. Doch der Glanz hat seine Schattenseiten: 3,4 Millionen Urlauber überrannten das kleine Eiland im Jahr 2024.

In meinem Artikel zeige ich dir einige der schönsten Sehenswürdigkeiten und gebe dir nützliche Tipps.

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Santorini auf einen Blick: Sehenswürdigkeiten, Reisetipps & Reisezeit

Santorini ist gemeinsam mit Mykonos die bekannteste Kykladeninsel. Atemberaubende Caldera-Kulisse, ikonische Klippendörfern und vulkanische Strände stehen einem riesigen Problem mit Overtourism gegenüber.

Wie lange? Zwei Tage reichen für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, ein dritter Tag sollte du für die Strände dazugebucht werden

Beste Reisezeit: So früh oder so spät wie möglich in der Saison: Im April oder November kannst du zwar nicht baden, aber immerhin sind dann die Orte an den Kraterrändern noch nicht hoffnungslos überfüllt.

Top-Highlights: Oia mit seinen blauen Kuppeln, die Kraterwanderung von Fira nach Oia und die Ausgrabungsstätte Akrotiri.

Fotospot-Tipp: Oia vor 9 Uhr morgens, dann gehören dir die Gassen fast allein.

Budget: Mindestens 180 Euro pro Person und Tag. Santorini ist mit Mykonos die teuerste Insel Griechenlands

Übernachtungs-Tipp: Imerovigli statt Oia: gleiche Caldera-Aussicht, weniger Trubel, günstigere Preise.

Insider-Tipps: Seit 2025 gilt ein tägliches Besucher-Limit von 8.000 Personen. Trotz der Eintrittsgebühr von 20 Euro für Tagestouristen sind Restaurants und Sunset-Spots restlos überlaufen. Buche daher mehrere Wochen im Voraus.

1. Bilderbuchort Oia

Wer an Santorini denkt, denkt an Oia. Kein anderer Ort auf der Insel verkörpert das kykladische Postkartenidyll so konsequent: weiß getünchte Häuser, blaue Kuppeln, enge Gassen voller Bougainvillea – und im Hintergrund die tiefblaue Ägäis. Kein Wunder, dass sich das 660-Einwohner-Dorf zur meistfotografierten Destination Griechenlands entwickelt hat.

Das Labyrinth aus verschlungenen Treppen und historischen Gemäuern beherbergt einige der bekanntesten Fotospots auf Santorini: die Blue Domes, die Kirche Panagia Akathistos und den Uhrenturm stehen auf jeder Bucket-Liste – und sind entsprechend belagert. Von Ende April bis Oktober herrscht tagsüber Ausnahmezustand in den Gassen. Kreuzfahrtschiffe spülen täglich Tausende Tagesgäste in den Ort, strengere Richtlinien seit 2024 konnten das Bild bislang kaum verändern.

Trotzdem: Oia lohnt sich. Wer früh aufsteht, erlebt es sogar fast allein. Vor 9 Uhr morgens gehören dir die Gassen nahezu für dich, das Licht ist weich, die Atmosphäre magisch. Am Abend lockt die Londsa-Burg am südlichen Ortsende mit einem der besten Sonnenuntergänge der Insel und direkt unterhalb liegt der malerische Hafen der Ammoudi Bay, beide absolute Pflichtprogrammpunkte.

Mein Tipp: Bereite dich auf den Sundowner in Oia vor. Reserviere mehrere Tage vorher einen Platz in einem der Restaurants und Bars wie dem KooKoo Rooftop entlang Blickachse gen Westen.

2. Santorini Sonnenuntergang: Die besten Spots

Wenn der späte Nachmittag anbricht und sich die Sonne dem Horizont nähert, beginnt am vorderen Kraterrand auf Santorini die tägliche Pilgerreise. Touristen strömen in jede Gasse und noch so kleine Nische. Was dann passiert, gleicht einem Silvesterfeuerwerk: Je näher der Moment rückt, desto ausgelassener die Stimmung – bis der Countdown in anhaltenden Applaus und Jubel übergeht.

Einer der berühmtesten Spots ist zweifellos die Londsa-Burg im Süden von Oia. Die venezianische Ruine bietet einen nahezu unverbauten Blick nach Westen und somit eines der besten Fotomotive der Insel. Plane mindestens 90 Minuten Vorlaufzeit ein. Mehr dazu im eigenen Abschnitt weiter unten.

Wer dem Trubel ausweichen will, hat starke Alternativen: Imerovigli am höchsten Punkt der Caldera bietet einen mindestens ebenso spektakulären Blick – mit einem Bruchteil der Menschenmassen. Auch in Fira lohnt sich der Abend: Der Aussichtspunkt bei der Kirche Agios Stylianos überrascht immer wieder mit einem ruhigeren, fast intimen Sonnenuntergang.

Möchtest du den Sundowner mit einem Restaurantbesuch verbinden, ist das Santorini Sunsets in Oia erste Wahl. Hier genießt du mediterrane Küche, eine erlesene Weinkarte, aber auch eine Mindestverzehrgebühr, die je nach Saison auf über 100 Euro pro Gast steigt. Wem das egal ist, sollte unbedingt mehrere Tage im Voraus reservieren. Wer lieber mit einem Glas Champagner anstößt, steuert das Oia Sparkling Sunset unweit der fotogenen Windmühlen an. Auch hier: rechtzeitig reservieren.

3. Fira – das pulsierende Herz der Insel

Fira, griechisch auch Thira genannt, ist die lebhafteste Ortschaft Santorinis. Hoch oben auf den Klippen der Caldera bietet sie eine der beeindruckendsten Stadtansichten Griechenlands. Rund 1.500 Einwohner leben im endlosen Panorama aus weißen Häusern, hoch über dem tiefblauem Meer.

Das absolute Fotomotiv der Stadt sind die 3 Glocken von Fira – die katholische Kirche Koimisi Tis Theotokou mit ihrem strahlend blauen Kuppeldach und dem markanten Glockenturm. Sie gilt als das Wahrzeichen Santorinis schlechthin und ist eines der meistfotografierten Motive der Kykladen. Folge in Fira einfach der Hauptstraße bergauf – nach etwa 20 Minuten stehst du davor.

Ein weiteres Highlight: die Seilbahn hinunter zum Alten Hafen. Drei Minuten, 12 Euro hin und zurück: so viel sollte dir der atemberaubende Ausblick wert sein. Wer den Abstieg lieber sportlich angeht, nimmt die Karavolades-Treppe – 588 Stufen, die sich serpentinenartig die Steilwand hinunterschlängeln und das wohl ungewöhnlichste Erlebnis in Fira bieten. Plane deinen Hafenbesuch außerhalb der Kreuzfahrt-Stoßzeiten, sonst ist kaum ein Durchkommen.

Für Kulturinteressierte lohnt das Prähistorische Museum: täglich außer Dienstag, 08:30 bis 15:30 Uhr, Eintritt 3 Euro. Das Archäologische Museum direkt daneben kannst du dagegen getrost auslassen – wenig Substanz für den Aufwand. Mein Gastro-Tipp bleibt das Esperisma Bar Restaurant mit seiner Panorama-Terrasse: Küche und Ambiente überdurchschnittlich, die Preise leider auch.

Geheimtipp: Wer Firas Trubel zu viel wird, flüchtet einen Kilometer weiter nach Firostefani. Gleiche Caldera-Aussicht, aber deutlich weniger Touristen.

4. Imerovigli – der ruhige Balkon der Ägäis

Imerovigli liegt am höchsten Punkt der Caldera und trägt seinen Beinamen „Balkon der Ägäis“ zu Recht – der Ausblick von hier oben übertrifft selbst Oia. Trotzdem bleibt das Dorf erstaunlich ruhig. Die Kreuzfahrttouristen folgen ihren Guides lieber in Richtung Oia und Fira.

Das Wahrzeichen des Ortes ist der Skaros Rock – ein mächtiger Felsen, der spektakulär aus den Klippen in die Caldera hinausragt. Der Aufstieg ist kurz, aber fordernd: 1,4 Kilometer95 Höhenmeter, und das unter der griechischen Sommersonne. Festes Schuhwerk ist Pflicht, ausreichend Wasser ebenfalls. Auf dem Weg begegnen dir die gut erhaltenen Ruinen einer byzantinischen Burg – ein oft übersehenes Highlight, das Geschichte und Aussicht auf einen Schlag verbindet. Oben angekommen wirst du für jede Mühe belohnt.

Für Übernachtungsgäste ist Imerovigli außerdem die klügere Wahl gegenüber Oia: gleiche Caldera-Aussicht,

5. Kraterwanderung: Von Fira nach Oia

Die schönste Art, Santorini zu erleben? Zu Fuß. Die rund 10 Kilometer lange Wanderung von Fira nach Oia entlang des Kraterrands gehört zu den eindrucksvollsten Küstenwanderungen Europas – mit Blick auf die tiefblaue Caldera, weiße Klippendörfer und die rauchenden Vulkaninseln in der Ferne.

Du startest direkt am nördlichen Ortsausgang von Fira, wo der Pfad gut ausgeschildert beginnt. Nach guten drei Stunden erreichst du Oia. Unterwegs passierst du Firostefani und Imerovigli, beide mit herrlichen Aussichtspunkten und kleinen Cafés für eine Pause. Technisch anspruchsvoll ist die Route nicht, da einige Abschnitte aber unbefestigt sind, brauchst du festes Schuhwerk. Dazu: Sonnenschutz, Mütze und ausreichend Wasser – Schatten gibt es auf der Strecke so gut wie keinen.

Wichtig: Plane die Wanderung für Mai, Juni oder September, denn im Juli und August sind die Temperaturen für diese Route brutal. Brich außerdem früh auf, idealerweise kurz nach Sonnenaufgang. Das Licht ist dann am schönsten, die Hitze noch erträglich.

Mein Tipp: Geh die Strecke von Fira nach Oia – so läufst du größtenteils bergab. Den Rückweg sparst du dir, die Busse zwischen Fira und Oia fahren im 30-Minuten-Takt. Auf eine geführte Tour kannst du angesichts der gut markierten Route getrost verzichten.

6. Ammoudi Bay – der (fast) versteckte Hafen unter Oia

Direkt unterhalb von Oia liegt Ammoudi Bay – ein kleiner Fischerhafen, der einen fast morbiden Charme ausstrahlt. Tiefroter Fels, klares türkisblaues Wasser, ein paar Boote, die sanft im Wellengang schaukeln. Tagsüber zieht es die Besucher vor allem in die Fischrestaurants direkt am Wasser.

Am Fuße der Steilwand haben sich einige hochwertige Fischrestaurants angesiedelt. Mein Tipp: die Taverna Barbounaki – frischer Fisch, gute Preise für Santorini-Verhältnisse, unschlagbare Lage direkt am Wasser. Der naturbelassene Felsstrand eignet sich natürlich auch zum Schwimmen und Schnorcheln, die Wasserqualität ist ausgezeichnet. Wagemutige springen von den Felsen ins Meer. Allerdings herrscht hier auch ein reger Bootsverkehr: Augen auf beim Badevergnügen.

Den Abstieg von Oia schaffst du über rund 290 Stufen in etwa 15 Minuten – einfach der Londsa-Burg folgen und den ausgeschilderten Weg hinunter nehmen. Für den Rückweg stehen zwar Esel bereit, ich würde aus Gründen des Tierwohls aber darauf verzichten. Mit dem Mietwagen anzureisen lohnt sich ebenfalls nicht: Die enge Straße bietet kaum Parkplätze oder Wendemöglichkeiten.

Mein Tipp: Am Abend ist es hier ruhiger als oben in Oia. Der Hafen füllt sich mit Segelyachten und taucht im Sonnenuntergangslicht in warme Orange- und Rottöne – eines der stimmungsvollsten Motive der ganzen Insel.

7. Londsa-Burg – bestes Fotomotiv in Oia

Die Londsa-Burg am südlichen Ortsende von Oia ist eine venezianische Festungsruine aus dem 15. Jahrhundert. Mit ihrer 360-Grad-Rundumsicht diente sie einst als wichtiger Beobachtungsposten – heute ist sie einer der meistfotografierten Spots der ganzen Insel. An klaren Tagen reicht der Blick bis zu den Nachbarinseln Naxos und Ios.

Das Besondere: Die alten Gemäuer im Vordergrund, die Caldera dahinter, die Sonne am Horizont – genau das sind die Bilder, die von Influencern in die Welt getragen werden und weltweit Sehnsüchte nach Santorini wecken.

Positiv: Der Eintritt ist kostenlos, der Andrang zum Sonnenuntergang entsprechend groß. Wer die Burg als Fotospot nutzen will, kommt am besten am frühen Morgen oder außerhalb der Hauptsaison. Direkt von hier aus führt der Weg hinunter zur Ammoudi Bay.

8. Bootstour nach Nea Kameni – auf dem aktiven Vulkan

Mitten in der Caldera liegt Nea Kameni – eine fast kreisrunde, pechschwarze Vulkaninsel, die noch heute aktiv ist. Ein Ausflug hierher ist eines der ungewöhnlichsten Erlebnisse auf Santorini: schwarze Lavafelder, Schwefelgeruch in der Luft, und unter deinen Füßen brodelt es noch immer.

Ab dem Hafen von Fira oder Kamari dauert die Überfahrt rund eine Stunde. Nach der Ankunft am kleinen Pier führt ein gut markierter Schotterweg etwa einen Kilometer bis zum Rand des 130 Meter hohen Vulkankraters – dort kannst du den immer noch aktiven Schwefelquellen gefährlich nah kommen. Die meisten Touren kombinieren den Inselbesuch mit einem Bad in den heißen Quellen bei Palea Kameni: Das schwefelhaltige Wasser hat rund 35 Grad und färbt das Meer ringsum gelblich-grün. Für Griechenland-Neulinge ist das gewöhnungsbedürftig, aber dennoch ein Erlebnis. Für die rund sechsstündige Tour werden je nach Anbieter ab 25 Euro aufgerufen.

Mein Tipp: In der Hochsaison Touren mindestens zwei bis drei Tage im Voraus buchen, denn die Boote sind schnell ausgebucht und Spontanbuchungen am Hafen oft deutlich teurer.

9. Akrotiri – Pompej der Ägäis

Wer Geschichte hautnah erleben will, kommt an Akrotiri nicht vorbei. Die bronzezeitliche Ausgrabungsstätte im Südwesten der Insel gilt als eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Griechenlands – und wird deshalb auch gern als „Pompej der Ägäis“ bezeichnet. Um 1500 v. Chr. wurde die blühende Minoer-Stadt durch einen gewaltigen Vulkanausbruch verschüttet und blieb so gut erhalten wie kaum eine andere Stätte dieser Epoche.

Heute kannst du die Ruinen unter einem modernen Schutzdach begehen, während direkt nebenan noch aktiv gegraben wird. Öffnungszeiten: täglich außer Montag, 08:00 bis 20:00 Uhr (Hauptsaison). Eintritt: 12 Euro. Plane mindestens eineinhalb Stunden ein.

Mein Tipp: Komm früh morgens, wenn die Anlage dann noch angenehm kühl und deutlich weniger besucht ist als am Nachmittag.

10. Red Beach – der spektakulärste Strand Santorinis

Santorini ist nicht für seine Strände bekannt – und trotzdem solltest du dir den Red Beach (griechisch: Kokkini Paralia) nicht entgehen lassen. Die dramatischen rotschwarzen Felsformationen aus vulkanischem Gestein, die steil ins türkisfarbene Meer abfallen, machen diesen Strand zu einem der ungewöhnlichsten der ganzen Ägäis. Nur wenige Minuten vom Eingang zu Akrotiri entfernt, lässt er sich perfekt mit einem Besuch der Ausgrabungsstätte kombinieren.

Der Strand selbst ist klein und bietet kaum Schatten, es empfiehlt sich daher Sonnenschirm und Wasser mitzubringen. Außerdem: In manchen Bereichen besteht Steinschlaggefahr, offizielle Absperrungen unbedingt beachten. Die Anreise funktioniert am besten mit dem Mietwagen oder per Boot ab Akrotiri.

Nützliche Tipps für deinen Aufenthalt

Anreise

Der Flughafen Santorini (JTR/Thira) liegt im östlichen Teil der Insel und wird in der Saison von zahlreichen europäischen Städten direkt angeflogen – aus Deutschland unter anderem von Frankfurt, München und Berlin. Wer flexibel ist, bucht über Athen um: Die Inlandsflüge mit Aegean Airlines oder Sky Express dauern nur 45 Minuten.

Alternativ erreichst du Santorini per Fähre ab Athen (Hafen Piräus): Die reguläre Fähre braucht rund acht Stunden, die Schnellfähre etwa fünf – je nach Saison und Anbieter. Buchungen über Ferryscanner (Website) oder Ferryhopper (Website) sind empfehlenswert.

Fortbewegung

Ohne eigenes Fahrzeug bleibst du auf die Hauptrouten beschränkt. Die öffentlichen Busse verbinden Fira mit Oia, Kamari, Perissa und Akrotiri – zuverlässig, günstig, aber in der Hochsaison rappelvoll. Fira ist der zentrale Knotenpunkt für alle Linien.

Ein Mietwagen oder Quad ist die deutlich komfortablere Wahl. Damit erreichst du auch abgelegene Strände, Dörfer im Inselinneren und versteckte Aussichtspunkte. Direkt bei der Ankunft buchen – in der Hochsaison sind Fahrzeuge schnell vergriffen. Für schmale Bergstraßen empfiehlt sich ein kleineres Fahrzeug.

Übernachtung

Die Unterkunftswahl entscheidet stark über das Santorini-Erlebnis. Die legendären Höhlenwohnungen direkt an der Caldera in Oia und Fira sind traumhaft – und entsprechend teuer. Wer ein realistisches Budget hat, schaut sich in Imerovigli um: gleicher Panoramablick, spürbar günstigere Preise.

Wer auf Strandnähe setzt, übernachtet in Kamari oder Perissa auf der windgeschützten Ostseite der Insel – dort bekommst du für dasselbe Geld deutlich mehr. In der Hochsaison mindestens zwei bis drei Monate im Voraus buchen. Meine konkreten Empfehlungen in Oia sind Katikies Villa, Andronis Luxury Suites und Canaves Oia.

Beste Reisezeit und -dauer

Die Hauptreisezeit erstreckt sich von Mai bis Anfang Oktober. Wenn du den Massen entkommen möchtest und etwas günstigere Preise suchst, dann könnte die Nebensaison im April oder ab Mitte Oktober, besser später, eine gute Option für dich sein. Außerhalb dieser Phasen würde ich von einem Besuch absehen, da diese Zeit als Ruhephase für Einheimische, Flora und Fauna dient. Natürlich eignet sich Santorini bestens für ein Inselhüpfen auf den Kykladen (mehr Infos findest du hier). Mehr als zwei bis drei Tage solltest du aber nicht einplanen.

❓ FAQ – Die häufigsten Fragen zu Santorini

❓ Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Santorini?

Sarakiniko, Kleftiko, die frühchristlichen Katakomben bei Trypiti, das venezianische Kastro in Plaka, die Syrmata in Klima und die Industrieruinen in Paliorema gehören zu den absoluten Highlights. Dazu kommen über 70 Strände, die in Farbe, Charakter und Zugänglichkeit kaum unterschiedlicher sein könnten.

❓ Wie teuer ist ein Urlaub auf Santorini?

Plane mindestens 180 Euro pro Person und Tag ein. Große Sprünge sind dann aber nicht möglich. Santorini ist die teuerste griechische Insel – wer spart, reist in der Nebensaison und meidet Unterkünfte direkt an der Caldera.

❓ Wie viele Tage brauche ich für Santorini?

Zwei Tage reichen für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Wer auch Akrotiri, den Red Beach und abgelegene Strände erkunden will, plant drei bis vier Tage ein.

❓ Wo übernachtet man am besten auf Santorini?

Imerovigli ist die clevere Alternative zu Oia: gleicher Caldera-Blick, deutlich günstigere Preise, weniger Trubel. Wer ein großes Budget hat, ist in Oia direkt am besten aufgehoben. Aber auch lohnt es sich nach Schnäppchen Ausschau zu halten. Ich habe auch schon in einer spektakulären Höhlenwohnung für 120 pro Nacht eingecheckt – einem Bruchteil vom regulären Preis.

❓ Braucht man auf Santorini einen Mietwagen?

Das hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Wer die wichtigsten Dörfer besuchen möchte, kommt zu Fuß oder mit dem Inselbus hin. Für Strandliebhaber lohnt sich hingegen ein Mietwagen.

❓ Ist der Sonnenuntergang in Oia wirklich so besonders?

Nein. Hier wird ein künstlicher Hype aufgebaut. Vor allem in Oia am Kraterrand herrscht allabendlich Ausnahmezustand in völlig überfüllten Gassen am Abend. Es gibt unzählige Orte in Griechenland, die ein schöneres Ambiente zum Sundowner bieten.

❓ Ist Santorini trotz Overtourism noch einen Besuch wert?

Ja. Mit der richtigen Vorbereitung hat die Insel ihre Reize. Früh aufstehen, Restaurants im Voraus reservieren, Nebensaison bevorzugen. Seit 2025 gilt ein Tagesbesucher-Limit von 8.000 Personen.

Mein Fazit: Schön, teuer, überfüllt – und trotzdem unvergleichlich

Santorini besitzt eine fast magische Aura, die vor allem in den Caldera-Orten Oia, Imerovigli und Fira zur Geltung kommt. Sei dir im Klaren, dass die berühmte Postkartenidylle nur auf den Schnappschüssen existiert. Vor Ort wirst du die schönsten Plätze mit unzähligen anderen Touristen teilen, die sich in allen möglichen Varianten inszenieren wollen. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, sollte bei seiner Reise auf eine geschickte Planung achten. Für Familien und Pauschalurlauber eignet sich Santorini hingegen weniger. Die Feriendörfer an der Ost- und Südküste und deren Strände sind von durchschnittlicher Qualität. Mein Feelgood-Faktor: 65 von 100!

Santorini-Reiseführer

*Werbelink / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Autor:in
Steffen Eidam ist renommierter Journalist und versierter Europa-Reiseexperte.

Mit über 70 besuchten Inseln gilt er als einer der profiliertesten Griechenland-Kenner. Gerne ist er auch in London, Südosteuropa und im Baltikum unterwegs.

Hier findest du alle Artikel von Steffen Eidam.
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