Mykonos Sehenswürdigkeiten: Glamour, Windmühlen & was sich wirklich lohnt

↻ 29. Mai 2026
Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Mykonos

Mykonos steht für Glamour und Tamtam. Der mondäne Partyhotspot zieht scharenweise Stars und Sternchen an – und in ihrem Schlepptau massig Kreuzfahrtreisende und Touristen, die die kleine Kykladeninsel aus allen Nähten platzen lassen.

Trotzdem umgibt Mykonos ein Mythos. Die zehn besten Sehenswürdigkeiten umfassen die meistfotografierten Häuserzeile der Kykladen und einen lohnenswerten Mühlenberg.

Ich zeige dir die genauen Uhrzeiten, die richtigen Spots und ein paar echte Geheimtipps, die in keinem Hochglanzprospekt stehen.

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Mykonos auf einen Blick

Lage: Mykonos gehört zur Inselgruppe der Kykladen, umfasst rund 86 Quadratkilometer und hat 10.200 Einwohner.

Anreise:  In der Saison fliegen mehrere Airlines direkt nach Mykonos (JMK); günstiger ist der Flug nach Athen und weiter per Fähre.

Fährverbindungen: Die schnellste Verbindung fährt ab Rafina (näher am Athener Flughafen) mit SeaJets in rund einer Stunde und 50 Minuten nach Mykonos – Tickets ab 38 Euro.

Beste Reisezeit: Mai, Juni sowie September und Oktober – wer einen halbwegs ruhigen Eindruck von der Kykladeninsel bekommen möchte, sollte die Nebensaison wählen.

Mobilität: Der KTEL-Bus fährt ab Fabrika für rund zwei Euro zu den Stränden; für die Insel selbst lohnt sich ein ATV oder Mietwagen.

Mindestaufenthalt: Ein bis zwei Tage reichen für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten – wer Delos und Beach-Clubbing einplant, sollte drei Tage einkalkulieren.

Insider-Tipp: Übernachte in Ano Mera statt in Mykonos-Stadt – das Dorf im Inselinneren ist spürbar günstiger, deutlich ruhiger und per Bus in wenigen Minuten an der Chora.

1. Little Venice: Balkone über dem Meer

Little Venice gehört zu absoluten Highlights unter den Mykonos Sehenswürdigkeiten. Im südwestlichen Teil der Chora reihen sich zweistöckige Häuser direkt am Wasser aneinander, ihre bunten Balkone hängen buchstäblich über dem Meer. Bei starkem Wellengang bekommen die Gäste an den Außenterrassen nasse Schuhe, was hier eher Applaus als Häme auslöst.

Die Häuser entstanden im venezianischen Stil und dienten laut Überlieferung als Warenumschlagplatz – auch für Schmuggler, die hier ihre Ladungen an Land brachten. Heute sitzen in denselben Mauern Bars, Galerien und Restaurants, und der Blick nach Westen auf die untergehende Sonne über der Ägäis ist geblieben.

Zum Sonnenuntergang wird es voll. Wer einen Platz im Katerina’s (Google Maps) oder Caprice (Google Maps) direkt am Wasser will, reserviert am besten länger vorher. Alternativ: Setz dich an die Steinmauer davor – kostenlos, ohne Mindestverzehr, mit demselben Blick auf die Windmühlen.

Mein Tipp: Die schönsten Fotos von Little Venice machst du nicht von dort, sondern von der Promenade in Richtung Windmühlen – morgens gegen 07:00 Uhr, wenn die Gassen noch leer sind und das Licht weich ist.

2. Chora: Die Altstadt, wenn sie noch dir gehört

Die Chora ist das, was die meisten mit „Mykonos“ meinen: enge, verwinkelte Gassen, schneeweißen Häuser mit bunten Fensterläden, Bougainvillea an den Fassaden. Typisch kykladisch – und im Hochsommer so voll, dass du kaum vorwärtskommst.

Das Straßenlabyrinth soll laut Überlieferung bewusst so angelegt worden sein, um Piraten zu verwirren. Heute verirren sich Touristen zwischen Designer-Boutiquen, Kunstgalerien und Souvenirläden. Die Matogianni-Straße ist die Hauptschlagader: internationale Marken, lokale Geschäfte, und zu Stoßzeiten kaum ein Vorankommen.

Zwei konkrete Spots lohnen sich besonders: Am Goumenio-Platz gruppieren sich Cafés um einen kleinen Brunnen – ruhiger als die Hauptgassen und ein gutes Fotomotiv. Die Happiness-Boutique hat eine Installation aus bunten Regenschirmen über der Gasse, die regelmäßig in den Feeds auftaucht.

Mein Tipp: Komm zwischen 07:00 und 09:00 Uhr oder ab 18:00 Uhr. Zu diesen Zeiten haben die Kreuzfahrtschiffe noch nicht an- oder schon wieder abgelegt. Du hast die Gassen und viele schöne Fotomotive fast allein für dich. Der einzige Mykonos Geheimtipp, der für die Chora wirklich zieht: Sei früher da als alle anderen.

Kato Mili: Um 06:30 Uhr allein am Wahrzeichen

Die Kato Mili, übersetzt „untere Mühlen“, sind das Wahrzeichen von Mykonos und unter den meistfotografierten Sehenswürdigkeiten überhaupt. Sechs restaurierte Windmühlen, erbaut zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert, thronen auf einer kleinen Landzunge südlich der Chora. Weiß, rund, mit kegelförmigen Strohdächern, bekannt als Postkartenmotiv.

Der Standort auf dem Hügel folgt der Logik des Windes: Der Meltemi, der im Sommer konstant über die Ägäis fegt, trifft hier mit voller Kraft auf die Rotoren. In dieser exponierten Lage eröffnet sich ein Bilderbuch-Panorama mit Blick auf die Bucht, den Hafen und Little Venice. An klaren Tagen reicht der Blick sogar bis zu den Nachbarinseln.

Zum Sonnenuntergang stehst du hier mit hundert anderen, daher bietet es sich an am Morgen zu kommen. Um 06:30 Uhr bist du meist allein, und das Licht der aufgehenden Sonne verleiht den weißen Fassaden eine angenehme Wärme.

Mein Tipp: Den schönsten Blick auf die Kato Mili hast du nicht von oben, sondern von der Promenade in Little Venice – mit dem Meer im Hintergrund und den Mühlen auf dem Hügel.

4. Paradise & Co.: Was dich wirklich erwartet

Mykonos-Beach-Clubs sind eine eigene Kategorie. Kein Strand mit Musik im Hintergrund, sondern choreografierte Erlebniswelten mit Dresscode-Empfehlung, Mindestbestellwert und einem gewissen Promi-Faktor. Wer das will, bekommt es am Paradise Beach, wo das Tropicana regelmäßig Prominenz anzieht, oder am Paraga Beach mit Kalua und Scorpios. Letzteres gilt als einer der bekanntesten Clubs der Insel – und macht abends weiter, wenn anderswo längst Schluss ist.

Am Super Paradise und Psarou Beach läuft dieselbe Formel: Luxusliegen, laute Musik, teurer Rosé. Wer einen ruhigeren Strandtag sucht, fährt zum Kalo Livadi. Dort erwartet dich goldener Sand, türkisblaues Wasser und deutlich weniger Gedränge.

Per KTEL-Bus ab Fabrika kommst du für rund zwei Euro zu den meisten Strandhotspots, manche in etwa 15 Minuten. Kurz getaktet, preisgünstig, und in der Hochsaison deutlich stressfreier als ein Taxi, das du ohnehin kaum bekommst.

Mein Tipp: Reserviere früh! Tische und Liegen sind an den namhaften Clubs ab frühem Nachmittag vergriffen. Die Tagesmiete für ein Single-Sunbed beginnt bei rund 25 Euro, an manchen Stränden ein Vielfaches davon. Wer das nicht zahlen will, stellt sein Handtuch einfach dahinter auf den freien Sandstreifen. Den gibt es meist noch.

5. Alter Hafen: Fischer, Fang und frischer Kaffee

Der Alte Hafen ist morgens der ruhigste Ort auf der ganzen Insel. Fischerboote, Yachten und Ausflugsschiffe teilen sich das Hafenbecken, entlang der Promenade reihen sich Tavernen, Cafés und kleine Läden. Die Fischer landen ihren Fang an, die ersten Shops bereiten sich zur Öffnung vor.

Ein paar Stunden später starten von hier aus die Ausflugsboote zur Insel Delos – der bedeutendsten archäologischen Stätte der Kykladen und UNESCO-Welterbe. Wer einen ganzen Tag einplant, bekommt Tempelruinen, antike Mosaike und deutlich weniger Gedränge als in Mykonos-Stadt.

Und dann ist da noch Petros der Pelikan, eine Art Kultfigur auf Mykonos. Laut Überlieferung strandete in den 1950er-Jahren ein verletzter Pelikan auf der Insel, wurde von einem Fischer gesundgepflegt und blieb 30 Jahre lang. Seitdem trägt immer ein Pelikan den Namen Petros und gilt als inoffizielles Maskottchen der Insel. Am ehesten triffst du ihn rund um die Niko’s Taverna an.

Mein Tipp: Die Semeli Bar direkt am Wasser ist der richtige Ort für einen Drink mit Hafenblick: nah am Wasser, aber ohne Hochglanz-Atmosphäre.

6. Paraportiani: Fünf Kapellen, ein Meisterwerk

Die Paraportiani-Kirche ist eine der Mykonos Sehenswürdigkeiten, die auf Fotos kleiner wirkt als im Original – und im Original seltsam größer als erwartet. Sie liegt im Stadtteil Kastro, direkt an den Überresten der mittelalterlichen Stadtmauer, und sieht aus, als hätte jemand fünf verschiedene Gebäude so lange zusammengedrückt, bis sie eins wurden. Genau das ist passiert. Fünf Kapellen, über mehrere Jahrhunderte hinweg errichtet und miteinander verwachsen, bilden heute ein einziges organisches Gebilde: weiß, rund, fast skulptural.

Der Name bedeutet „Nebenpforte“ – ein Verweis auf ihre Lage neben dem Eingang einer mittelalterlichen Burg. Die ältesten Teile des Ensembles stammen laut unterschiedlichen Quellen aus dem 14. oder 15. Jahrhundert; wann genau welche Kapelle hinzukam, lässt sich heute kaum mehr rekonstruieren.

Die Kirche ist meist geschlossen. Ikonen und Fresken im Inneren siehst du also selten. Was bleibt, ist die Außenansicht – und die reicht. Die abgerundeten Formen, die strahlend weiße Fassade, die Art, wie das Gebäude mit dem Felsen darunter verschmilzt: Das fotografiert sich von selbst. Steh früh morgens davor, wenn das Licht weich ist und die Gasse noch leer.

7. Bonis-Windmühle: Kostenlos, ruhig, mit Panorama

Die Bonis-Windmühle auf dem Hügel am Stadtrand der Chora ist das Gegenprogramm zur Kato Mili: kein Gedränge, kein Eintritt, dafür ein Panorama auf die Bucht, das man von unten kaum erwartet.

Die Mühle stammt aus dem 16. Jahrhundert, trägt den Namen ihres letzten Besitzers George Bonis, und ist heute Teil eines kleinen Freilichtmuseums. Du siehst das dreistöckige, zylindrische Gebäude mit Schilfdach, eine Tenne, einen alten Backofen, einen Taubenschlag und das Müllerhaus – alles beisammen auf einem Hügel, der etwa zehn Gehminuten vom Alten Hafen entfernt liegt.

Die Ausstellung im Inneren zeigt, wie Weizen hier zu Mehl und schließlich zu Brot wurde: Alte Werkzeuge, Maschinen, Geräte aus der vorindustriellen Landwirtschaft, kein Museum-Hochglanz. Das ist einer jener Mykonos Geheimtipps, die nicht in jedem Reiseführer auftauchen. Jedes Jahr am zweiten Sonntag im September findet hier ein Erntedankfest statt. Wer zufällig zur richtigen Zeit auf der Insel ist, sollte vorbeischauen.

Die Mühle ist laut Originalangaben von Juni bis Oktober täglich zwischen 17:00 und 21:00 Uhr zugänglich – Eintritt frei. Aktuelle Öffnungszeiten am besten vor Ort oder beim Tourismusbüro bestätigen.

Mein Tipp: Geh rauf, auch wenn dich die Mühle selbst nicht interessiert. Von oben siehst du die Bucht, die Stadt und bei klarem Wetter die Nachbarinseln – ohne Menschenmassen, ohne Warteschlange.

8. Sonnenuntergang: Wo das Licht am schönsten fällt

Den Sonnenuntergang auf Mykonos planlos anzugehen ist ein Fehler. Die Meerterrassen in Little Venice und die Lokale am Alten Hafen sind beliebt bei allen Touristen. Ohne Reservierung bekommst du nur mit Glück einen Platz. Dazu verlangen viele der beliebtesten Lokale einen Mindestverzehr von 80 Euro oder mehr pro Person. Das ist auf Mykonos die Regel, keine Ausnahme.

Einer der besten Ausblicke wartet in der 180° Sunset Bar: kurzer Aufstieg von der Altstadt, und du verstehst sofort, warum der Name so gewählt wurde. Wer lieber direkt am Meer sitzt, mit Blick auf die Windmühlen, ist im Nice and Easy besser aufgehoben.

Für den Abend: Die Bar Negrita hat Kultstatus und zählt gleichzeitig zu den beliebtesten Fotospots der Insel. Direkt daneben liegt Kastro’s mit moderner griechischer Küche, Dachterrasse und Plätzen in der Gasse zum Meer hin. Beides gut, aber voll. Reserviere mindestens einen Tag vorher.

Mein Tipp: Wer keinen Mindestverzehr zahlen will, setzt sich auf die Mauer vor den Lokalen in Little Venice: kostenlos, freie Sicht auf die untergehende Sonne und die Windmühlen. Einer jener Mykonos Geheimtipps, der so offensichtlich ist, dass ihn fast niemand nutzt.

9. Agios Nikolaos – die blaue Kuppel am Hafen

Die Agios Nikolaos-Kirche liegt unübersehbar in exponierter Lage im Zentrum des Alten Hafens. Das kleine, weiß getünchte Gotteshaus mit der blauen Kuppel, ist dem Heiligen Nikolaus gewidmet – dem Schutzpatron der Seefahrer, Fischer und Reisenden.

Ihr Inneres ist schlicht gestaltet, mit Ikonen der Jungfrau Maria und der Apostel. Kerzen stehen bereit, falls du eine anzünden möchtest. Besonders faszinierend ist die Legende, dass der Heilige Nikolaus die Insel um 500 n. Chr. besucht haben soll, um seinen Namenstag zu feiern. Noch heute gedenken die Einheimischen seiner jedes Jahr am 6. Dezember mit einer Prozession entlang der Küste und einem großen Fest.

Mein Tipp: Besuche die Kirche am frühen Morgen. Zu dieser Zeit ist es ruhig, und du kannst das Leben der Inselbewohner beobachten. Direkt am Alten Hafen findet ein kleiner Markt statt, wo Blumen, Obst, Gemüse und frischer Fisch verkauft werden. Mit ein wenig Glück begegnet dir das berühmte Maskottchen von Mykonos, der Pelikan Petros II., der hier regelmäßig flaniert und sich mittlerweile an die vielen Besucher gewöhnt hat.

10. Archäologisches Museum: Für alle, die mehr wollen als Windmühlen

Das Archäologische Museum von Mykonos liegt etwas versteckt auf einer Anhöhe nahe dem Alten Hafen – wenige Gehminuten von der Promenade entfernt, aber kaum beschildert. An heißen Tagen ist das ein Argument für sich: Die klimatisierten Ausstellungsräume sind ein echter Kontrast zur Mittagshitze draußen.

In sechs Räumen siehst du Fundstücke aus Mykonos, Delos und Rineia – antike Keramiken, Grabbeigaben, Statuen, Schmuck. Der bekannteste Fund ist der Pithos von Mykonos: eine große Vase aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. mit detailreichen Reliefs, die Szenen aus dem Untergang Trojas zeigen – darunter eine der ältesten bekannten Darstellungen des Trojanischen Pferdes. Für ein so kleines Haus ist das ein ungewöhnlich gewichtiges Exponat.

Laut Originalangaben ist das Museum täglich außer Dienstag von 09:00 bis 16:00 Uhr geöffnet, Eintritt 2 Euro. Öffnungszeiten auf griechischen Inseln ändern sich saisonal – kurz vorher prüfen lohnt sich.

Mein Tipp: Eine Stunde reicht. Den Pithos anschauen, die Keramiken überfliegen, wieder raus. Als einer der ruhigsten Spots unter den Mykonos Sehenswürdigkeiten lohnt er sich – nicht trotz seiner Kleinheit, sondern wegen ihr.

Alles, was du vor deinem Aufenthalt wissen musst

Anreise

Mykonos hat zwar einen internationalen Flughafen (Code: JMK), das Gros der Besucher kommt aber mit der Fähre – via Athen oder von den umliegenden Kykladen. Erster Anlaufpunkt ist der Neue Hafen (New Port) im Stadtteil Tourlos, den nahezu alle Fähren und Kreuzfahrtschiffe anlaufen.

Der Transfer von dort in die Altstadt braucht einen Plan. Taxis stehen nur begrenzt zur Verfügung, die Shuttlebusse fahren lediglich im 60-Minuten-Takt. Zu Fuß brauchst du etwa 40 Minuten – auf einem unbefestigten Seitenstreifen entlang einer vielbefahrenen Zubringerstraße. Ich rate nach Selbstversuch davon ab.

Die sicherere Lösung: der Seabus (Website). Das kleine Boot pendelt alle 30 Minuten zwischen dem Neuen Hafen und dem Zentrum, kostet 2 Euro pro Person und ist die stressgünstigste Art, auf der Insel anzukommen.

Fortbewegung

Ein Taxi auf Mykonos zu bekommen ist in der Hochsaison eine Geduldsprobe. Die Insel vergibt laut Berichten nur rund 40 Beförderungslizenzen – bei einer Nachfrage von bis zu 60.000 Besuchern täglich in Spitzenzeiten ein krasses Missverhältnis. Einplanen, nicht drauf verlassen.

Die beste Alternative ist der KTEL-Bus. Die wichtigsten Haltestellen liegen auf dem Parkplatz nahe dem Archäologischen Museum – dort kommen auch die Wassertaxis an – sowie auf dem Fabrika-Gelände südlich der Altstadt. Von Fabrika aus kommst du mit dem Bus günstig und direkt zu den meisten Stränden.

Beste Reisezeit und -dauer

Mykonos im Juli und August ist laut, bunt und konsequent überfüllt – gleichzeitig ist es die toleranteste Partymeile der Ägäis, bei der queeren Community ebenso beliebt wie bei Partytouristen aus aller Welt. Wer das will, ist hier richtig.

Wer eine entspanntere Version der Insel erleben möchte, reist in der Nebensaison – bevorzugt April, Mai sowie September und Oktober. Weniger Gedränge, günstigere Preise, dieselben Sehenswürdigkeiten. Für einen vollständigen Überblick über die wichtigsten Mykonos Sehenswürdigkeiten reichen ein bis zwei Tage aus. Wer Delos einplant oder einfach länger am Strand liegen will, kalkuliert drei Tage.

Gastro-Tipps für Mykonos

Kastros Restaurant (Google Maps): Traditionelle griechische Küche in familärer Atmosphäre. Probiere die Moussaka und den gegrillten Oktopus.

M-eating (Google Maps): Modern-griechische Fusionsküche mit kreativ angerichteten Gerichten. Das Restaurant liegt versteckt in einer Seitengasse der Matoyianni.

To Maereio (Google Maps): Authentische Taverne am Rande der Altstadt mit fairen Preisen und ehrlichem Essen. Bei Einheimischen sehr beliebt.

Fokos Taverna (Google Maps): Direkt am gleichnamigen, abgelegenen Strand im Norden. Fantastischer frischer Fisch und entspannte Atmosphäre fernab des Trubels.

Philotimo Restaurant (Google Maps): Etwas oberhalb von Little Venice mit spektakulärem Panoramablick. Komm zum Sonnenuntergang für Cocktails, Speisen und unvergessliche Ausblicke.

Unterkünfte

Für Luxus-Liebhaber: Das Cavo Tagoo (hier Preise checken*) bietet Designer-Suiten mit privatem Pool und direktem Meerblick.

Für Paare: Das Semeli Hotel (hier Preise checken*) liegt zentral mit Pool und herrlicher Aussicht auf die Ägäis.

Für Budget-Reisende: Das Manto Hotel (hier Preise checken*) bietet saubere, einfache Zimmer mitten in der Altstadt zu fairen Preisen.

Für Strandliebhaber: Das Kamari Hotel (hier Preise checken*) am Platis Gialos Beach kombiniert Strandlage mit Nähe zur Stadt.

❓ FAQ – Die häufigsten Fragen zu Milos

❓ Wie kommt man von Athen nach Mykonos?

Per Fähre von Rafina (schnellste Verbindung, ca. 2 Stunden) oder Piraeus (ca. 2 Std. 40 Min. mit Schnellfähre von SeaJets). In der Saison gibt es auch Direktflüge nach Mykonos (JMK).

❓ Ist Mykonos LGBTQ+-freundlich?

Ja. Mykonos gilt als eine der LGBTQ+-freundlichsten Inseln Griechenlands und zieht jährlich viele queere Reisende an – das Angebot an Bars, Clubs und Stränden spiegelt das wider.

❓ Wie viele Tage brauche ich für Mykonos?

Ein bis zwei Tage reichen für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten – Kato Mili, Little Venice, Paraportiani, Alter Hafen. Wer einen Ausflug nach Delos einplant oder mehrere Strände sehen möchte, sollte drei Tage kalkulieren.

❓ Brauche ich unbedingt einen Mietwagen?

Nicht zwingend. Mit dem KTEL-Bus ab Fabrika zu den Stränden (ca. 2 Euro), mit dem Seabus zwischen Neuem Hafen und Altstadt, oder per ATV-Verleih für die Insel. Taxis sind selten und teuer und demnach nicht als zuverlässige Option einzuplanen.

❓ Wann ist die beste Reisezeit für Mykonos?

Mai, Juni sowie September und Oktober. In der Hochsaison (Juli/August) ist die Insel überfüllt und deutlich teurer. Wer Ruhe und günstigere Preise sucht, meidet diese Monate.

❓ Kann man Mykonos als Tagesausflug besuchen?

Ja, besonders von Paros (ca. 35 Minuten per Fähre) oder Santorini (ca. 45 Minuten) aus. In einem langen Tag bekommst du die wichtigsten Spots der Insel.

❓ Lohnt sich ein Ausflug zur Insel Delos?

Ja. Delos ist UNESCO-Welterbe und die bedeutendste archäologische Stätte der Kykladen. Die Boote starten täglich vom Alten Hafen in Mykonos-Stadt. Ein halber bis ganzer Tag ist ideal – und deutlich ruhiger als Mykonos-Stadt selbst.

Mein Fazit

Mykonos polarisiert. Die Windmühlen, Little Venice, die Paraportiani – die Mykonos Sehenswürdigkeiten sind real und lohnend. Das Nachtleben ist legendär. Trotzdem bleibt nach einem Tag auf der Insel das Gefühl, eine sehr gut inszenierte Kulisse besucht zu haben.

Was fehlt: das Ursprüngliche. Die Taverne, die keine Speisekarte führt, der improvisierte Alltag, der Bauer auf seinem Esel. Danach musst du auf Mykonos lange suchen. Allgegenwärtig sind hingegen extreme Preise, verstopfte Gassen und eine Atmosphäre, die mehr nach Bühnenbild als nach Insel riecht. Das sind genau die Schattenseiten, die kein Hochglanzprospekt zeigt. Wer das weiß und trotzdem kommt, wird gut bedient. Mehr als zwei Tage braucht es dafür nicht.

Mein Feelgood-Faktor: 60 von 100!

*Werbelink / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Autor:in
Steffen Eidam ist renommierter Journalist und versierter Europa-Reiseexperte.

Mit über 70 besuchten Inseln gilt er als einer der profiliertesten Griechenland-Kenner. Gerne ist er auch in London, Südosteuropa und im Baltikum unterwegs.

Hier findest du alle Artikel von Steffen Eidam.
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