Sehenswürdigkeiten Skopelos – Von Mamma-Mia bis zur Postkarten-Chora

↻ 19. Juni 2026
Blick auf die Häuser und Hügel von Skopelos-Stadt in der Abenddämmerung

Bei deiner Ankunft auf Skopelos erwartet dich genau das, was du dir von Griechenland erhoffst: weiße Häuser mit roten Ziegeldächern, die sich einem Hügel hinaufstapeln, eine herausgeputzte Promenade und ein Hafen voller Leben. Die Chora ist quirlig, bunt und spektakulär. Dahinter aber wartet eine andere Welt. 80 Prozent der Inselfläche sind bewaldet. Wer den Hauptort hinter sich lässt, findet ruhige Badebuchten, attraktive Wanderwege und ursprüngliche Fischerdörfer.
Seit Mamma Mia! 2008 hier gedreht wurde, hat sich Skopelos von seinem Schattendasein befreit.

Ich zeige dir die schönsten Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps.

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Skopelos auf einen Blick: Fakten, Anreise & Tipps

Lage: Skopelos liegt in der Inselgruppe der Sporaden im nördlichen Ägäischen Meer – östlich von Skiathos, westlich von Alonnisos und rund 95 Kilometer südöstlich von Thessaloniki. Von den 24 Inseln der Sporaden sind nur vier bewohnt: Skopelos, Skiathos, Alonnisos und Skyros.

Must-See: Skopelos-Stadt (Chora) · Agios Ioannis Kastri (Mamma-Mia-Kapelle) · Glossa · Strände Kastani, Panormos, Hovolo und Velanio · Klöster am Berg Palouki · Fischerhafen Agnontas

Zeitbedarf: Minimum 3 Tage; ideal 5 Tage für Chora, Klöster, Glossa, Agios Ioannis Kastri, die schönsten Strände und einen ruhigen Tag ohne Plan.

Fortbewegung: Linienbusse zwischen Skopelos-Stadt, Glossa und den wichtigsten Stränden; Ausflugsboote und Wassertaxis zu abgelegenen Buchten; Mietwagen oder Roller als beste Alternative für Flexibilität. Motorboote ohne Lizenz mietbar ab rund 50 Euro für den halben Tag (Mastrale Rent a Boat, Agnontas).

Anreise: Ausschließlich per Fähre – Skopelos hat keinen eigenen Flughafen. Nächster Flughafen in Skiathos, von dort dauert die Überfahrt mit Schnellfähren wie Seajets rund 15 Minuten. Ab Volos auf dem Festland: rund 3 Stunden. Fährtickets am besten über Ferryhopper (Website) buchen.

Beste Reisezeit: Mitte Mai bis Ende Juni + September bis Mitte Oktober: grün, warm, kaum Betrieb, ideale Bedingungen zum Wandern und Erkunden der Insel. September – warmes Wasser, ruhigere Atmosphäre, entspanntere Strände. Juli und August solltest du meiden: Die begrenzten Kapazitäten werden dann gern von griechischen Familien genutzt.

Tagesbudget: Gute Unterkünfte ab 70 bis 90 Euro pro Nacht je nach Saison. Allgemein liegen die Kosten für Essen und Ausgehen etwas höher als auf anderen Inseln in der Ägäis.

1. Skopelos-Stadt (Chora) – Das schönste Postkartenmotiv der Sporaden

Der Hauptort der Insel zieht die Blicke mit seinen strahlend weißen Häuser und den rotbraunen Ziegeldächern rund um die dicht bebauten Hügel sofort auf sich. Skopelos-Stadt, von den Einheimischen schlicht Chora genannt, ist mit rund 3.000 Einwohnern der größte Ort und zugleich beliebteste Ort der Insel.

Dein Rundgang beginnt am Wasser und führt dich zunächst 70 Treppenstufen aufwärts zur Panagitsa tou Pyrgou. Die strahlend weiße Kirche am Ende des Hafens stammt aus dem 17. Jahrhundert und gilt als das bedeutendste der über 120 Gotteshäuser der Stadt.

Weiter aufwärts erreichst du die venezianischen Burg aus dem 13. Jahrhundert, die auf den Ruinen einer antiken Akropolis thront. Von hier aus genießt du mit den schönsten Blick auf den Hafen.

Zwei Häuser in den Gassen unterhalb der Burg lohnen einen Abstecher. Das Folkloremuseum Nikolaidis, untergebracht in einem Herrenhaus von 1795, das die Familie Nikolaidis 1991 der Gemeinde vermachte, zeigt Stickereien, Trachten, Keramik und kunstvoll gefertigte Schiffsmodelle. Öffnungszeiten April bis September: täglich 8:00 bis 15:00 Uhr und 18:30 bis 23:00 Uhr, an Wochenenden 10:30 bis 14:00 Uhr und 18:30 bis 23:00 Uhr. Eintritt: 3 Euro pro Person.

Das benachbarte Herrenhaus Vakratsa, das ehemalige Wohnhaus eines bekannten Inselarztes, ist mit traditionellen Möbeln, handgefertigtem Kunsthandwerk und medizinischen Geräten aus vergangenen Jahrhunderten ausgestattet. Öffnungszeiten April bis September: täglich 11:00 bis 15:00 Uhr und 18:00 bis 22:00 Uhr. Eintritt: 2 Euro pro Person.

Zu den beliebtesten Ecken von Skopelos zählt die großzügig angelegte Promenade. Hier wartet dich ein echtes Wohlfühl-Ambiente, aber auch ein riesiges Angebot an Gastronomie und Ausflugsbooten – von Halbtages- und Ganztagestouren zu den Mamma-Mia-Drehorten (Agios Ioannis Kastri, Kastani-Strand) bis zu den unzugänglichen Buchten und Felsformationen an der West- und Südküste sowie zu den Nachbarinseln Alonnisos und Skiathos. In den schicken engen Gassen der Altstadt direkt hinter dem Hafen laden kleine Shops und Souvenirläden zum Bummel ein.

Natürlich hat die beliebte Altstadt auch kulinarisch einiges zu bieten. Zum Frühstück & Brunch empfehle ich das kleine Liquid Earth, das To Kafasi sowie das beliebte Kanela. Mit der besten Lage inmitten der Ruinen der venezianischen Burg punktet das Anatoli, das dem bekannten Rebetiko-Musiker Giorgos Xintaris gehört. Wer auf überlange Wartezeiten verzichten und kulinarisch etwas höher greifen möchte, steigt die Treppen hinab zur Castello Taverna: ein großzügiges Open-Air-Restaurant auf einer steingepflasterten Terrasse mit Live-Bouzouki-Musik und einer Küche, die Gegrilltes, Meeresfrüchte und Vegetarisches hochwertig zubereitet. Für spätere Stunden bietet die Donkee Skopelos Bar die passende Bühne. Sie befindet sich direkt oberhalb der Panagitsa tou Pyrgou im Kastro-Viertel. Von der Veranda öffnet sich ein wunderbarer Blick auf die Ägäis. Geöffnet täglich 11:00 bis 03:00 Uhr, keine Reservierung nötig. Auf der gegenüberliegenden Seite des Hafens verwöhnt Minno Restaurant seine Gäste mit gehobener Küche und Top-Ambiente, meine Empfehlung für Fine-Dining aus Skopelos.

Mein Tipp: Plane einen Besuch bei der Spira Bar am Hafen ein: Sie gehört der lokalen Skopelos-Brauerei und zapft handgebrautes Bier, das du nirgendwo sonst bekommst. Sudkessel und Bierbank direkt an der Ägäis – wo gibt es das sonst noch!?

2. Glossa und Loutraki – Das Bergdorf und sein Hafen

250 Meter hoch, auf einem Hügel im Nordwesten der Insel: Glossa ist das schönste Dorf, das die meisten Skopelos-Besucher nie sehen. Mit rund 1.200 Einwohnern ist es die zweitgrößte Siedlung – und deutlich ruhiger als Chora. Enge Gassen, zweistöckige Häuser mit Holzbalkonen und Eisengeländern, Bougainvillea über den Eingängen, immer wieder Durchblicke aufs Meer. Die Häuser zeigen mazedonische Einflüsse, und die gesamte Region birgt archäologisches Gewicht: antike Türme, Anlegemauern und Gebäude aus verschiedensten Epochen. In Platonas nördlich von Glossa liegt beim Kloster Agios Taxiarchis ein frühchristlicher Tempel aus dem Jahr 672 n. Chr. – der älteste auf der gesamten Insel.

Im Ortszentrum betreibt die Glossiotisa, eine landwirtschaftliche Frauengenossenschaft, einen kleinen Laden mit handgemachten Produkten: Avgato, ein dunkles Pflaumenmus mit leicht rauchigem Ton, Hamalia aus Mandeln, Honig aus den eigenen Imkereien der Region. Alles authentisch, nichts für die Touristenmasse. Kombiniere den Besuch mit dem Strand Perivoliou an der Nordostküste – eine blau-grüne Bucht mit Kieselsteinen und beeindruckenden Felsen, auf beiden Seiten dichter Pinienwald. Danach fährst du bei Sonnenuntergang nach Glossa hinauf: Die Insel am Horizont ist Skiathos. Im Agnanti erwartet dich eine legendäre Terrasse und griechische Küche mit moderner Ausrichtung – Reservierung empfohlen.

Loutraki – der Hafen unten am Meer

Vier Kurven die Bergstraße hinunter, und die Welt wird ruhiger. Loutraki, der Hafen von Glossa, ist eines dieser kleinen griechischen Dörfer, die sich selbst treu geblieben sind: gepflegt, überschaubar, ohne Ambitionen auf mehr. Ein kurzer Pier, weiß gestrichene Häuser direkt am Wasser, Fischerboote, die im türkisfarbenen Wasser schaukeln.

Der Hafen ist Anlaufstelle der Fähren, die zwischen Skopelos, Skiathos und Alonnisos pendeln – wer im Norden der Insel wohnt, fährt von hier aus weiter, nicht von Skopelos-Stadt. Direkt am Wasser reihen sich einfache Apartments aneinander – keine großen Hotels, sondern kleine Vermieter mit Meerblick-Terrassen.

Ein ruhiger Spaziergang entlang des Kais führt zur christlich-orthodoxen Kirche Agios Nikolaos – eine weiß getünchte Kapelle, die direkt an der Hafenmauer sitzt. Nur wenige Meter weiter erinnert das Marinedenkmal an Seeleute, die nie mehr nach Hause zurückkehrten. Umrahmt wird der Ort von nautischen Instrumenten, einem schweren Anker und Schiffsketten. Einst bauten Handwerker hier Holzboote, mittlerweile schaukeln Segelboote und Kaikis in den Wellen. Am Rande des Naturstrandes lockt das Lokal Petrino mit einer vielseitigen Karte vor allem am Abend zahlreiche Gäste an.

Mein Tipp: Im Laden der Glossiotisa findest du das Avgato – dunkles Pflaumenmus mit leicht rauchigem Ton, das beste Mitbringsel der Insel. Einen Abstecher wert ist außerdem die Antoniou Family Olive Oil-Mühle am Rand von Glossa: Kaltgepresstes Olivenöl zum Verkosten.

Lust auf mehr Sporaden-Feeling? Hier findest du die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Alonnisos

3. Neo Klima – Dorfidylle zwischen Wald und Meer

Neo Klima entführt dich in ein anderes Skopelos. Direkt unterhalb des Waldes am Berg Delfi, 18 Kilometer von Chora entfernt und unmittelbar am Meer gelegen, ist das Dorf mit seinen rund 500 Einwohnern offiziell erst 1981 entstanden – nach der Zerstörung von Palio Klima durch die Erdbeben von 1965. Die alten Bewohner verließen ihr Dorf wegen der Erdrutsche und siedelten sich näher am Wasser an. Was dabei entstand, wirkt heute wie ein Ort, den der Massentourismus noch nicht ganz gefunden hat. Genau das ist der Reiz.

Entlang der gesamten Ortschaft erstreckt sich der Elios Beach: teils Kiesel, teils Sand, direkt erlebbar, kein Gedränge. Wenige Meter südlich liegt der sehenswerte Hovolo-Strand (siehe Abschnitt zu den Stränden auf Skopelos). Ausflugsboote starten von Neo Klima aus in alle Richtungen, ausgezeichnete Lokale und günstige Unterkünfte gibt es ebenfalls.

Allen voran dieses hier: Das O’Vaggelis läuft seit 1986 unter demselben Wirt und seiner Frau Litzia – in den mehr als sechs Meter hohen Räumen einer ehemaligen Dorfbäckerei. Frischer Fisch von befreundeten Fischern, saftig-würziges Lamm, eine cremige Taramosalata, die den Vergleich mit allem auf der Insel nicht zu scheuen braucht. Das ist kein Touristenlokal. Das ist griechische Küche, wie sie sein soll.

Einen noch besseren Blick auf den herrlich nostalgischen Fischerhafen bieten die Lokale Oasis und O’Tasos – sehr gute Speisen und freundlicher Service inklusive.

Mein Tipp: Für den Zugang zum Hovolo-Strand benötigt es Trittsicherheit. Um an den schmalen Sandkiesstreifen direkt am Steilfels zu gelangen, musst du über unwegsame Steine im knietiefen Wasser klettern. Sorge für deine eigene Verpflegung und Sonnenschirm, denn der Strand liegt von Mittag bis Sonnenuntergang voll in der Sonne.

4. Die schönsten Strände von Skopelos

Über 60 Strände zieht sich um Skopelos herum – die meisten aus feinen Kieselsteinen, einige mit Sand, alle mit einem Wasser, das je nach Tageszeit und Lichteinfall zwischen Türkis, Smaragd und Azurblau wechselt. Das Besondere: Pinien reichen hier teils direkt ans Ufer. Eine Kombination, die du an kaum einem anderen Ort der Ägäis in dieser Dichte findest.

Kastani – Der Mamma-Mia-Strand der Westküste

Kastani ist der bekannteste Strand der Insel – seit hier 2008 Szenen für Mamma Mia! gedreht wurden. Eine wunderschöne Bucht mit feinen Kieselsteinen, leichtem Sandanteil und einem der besten Sonnenuntergänge der Westküste. Die Beachbar vermietet Liegen und ist tagsüber gut besucht. Trotzdem: Das Wasser und die Lage rechtfertigen den Andrang vollständig.

Panormos – Der vielseitigste Strand der Insel

Eine Bucht weiter nördlich liegt Panormos – größer, vielseitiger, mit mehr Auswahl. Langer Kieselstrand, mehrere Tavernen, Beachbars. Das Linarakia direkt am Wasser lohnt für Meeresfrüchte. Die Kraken Beach Bar nebenan ist die beste Adresse für Sonnenuntergangs-Cocktails auf der gesamten Insel – das ist keine Übertreibung, das ist Konsens unter allen, die Skopelos kennen.

Milia – Mit Blick auf die Insel Dasia

Milia, wieder eine Bucht weiter, überzeugt mit einem wunderschönen Blick auf die vorgelagerte Insel Dasia. Ruhiger als Panormos, feiner im Kiesel, ohne den Beachbar-Betrieb der Nachbarbucht. Hier buchst du beim Kayaking Skopelos direkt am Strand Tagesausflüge und mehrtägige Expeditionen zu abgelegenen Buchten, Meereshöhlen und unbewohnten Inseln – ab rund 60 Euro pro Person, einer der besten Skopelos Geheimtipps für alle, die das Wasser abseits der Liegestühle erleben wollen.

Amarandos – Drei Pinien auf weißem Fels

Einer der bekanntesten Strände der Insel, der Strand von Amarandos, besticht durch drei markante Pinien, die dank Mamma Mia! weltweite Berühmtheit erlangten. Sie thronen auf einem weißen Felsen über der Ägäis – eine Kombination aus Bäumen an einem scheinbar unmöglichen Ort und dem Blau des Meeres darunter, die sich ins Gedächtnis brennt. Der Strand liegt an der Ostküste, rund 10 Kilometer von Skopelos-Stadt und 21 Kilometer vom Dorf Glossa entfernt. Das Wasser ist kristallklar, die kleinen Felsbuchten daneben laden zum Schnorcheln ein.

Stafilos – Der familienfreundlichste Strand der Insel

Stafilos an der Südküste ist der Hauptstadt am nächsten – der erste Strand, den man beim Verlassen von Chora erreicht. Eine wunderschöne, mit Pinien bewachsene Bucht mit Sandstrand und klarem Wasser. Gut ausgestattet: Strandbar, Rettungsschwimmer, Busanbindung von Chora. Seinen Namen trägt der Strand von König Stafylos, dem mythologischen ersten Bewohner der Insel und Sohn von Dionysos und Ariadne – dem die Legende nach die Entwicklung des Weinbaus auf Skopelos zu verdanken ist. Wer mit dem Bus kommt: Die Haltestelle liegt rund 500 Meter oberhalb, dann zu Fuß hinunter.

Velanio – Freiheit, FKK und römische Geschichte

Überquere den Strand von Stafilos und folge dem Pfad den Hügel hinauf – nach wenigen Minuten erreichst du Velanio. Wilder, ruhiger, mit einem eigenen Charakter. Velanio ist der einzige offiziell ausgewiesene FKK-Strand der Insel. Auf der rechten Seite des Strandes liegt eine wunderschöne Höhle, an deren Rand Wasser von den Felsen tropft – ein Hinweis auf Bäder aus römischer Zeit, „Valaneion“ auf Altgriechisch. Besonderheit: Wenn die Sonne untergeht und kaum noch Badegäste da sind, kommen frei weidende Ziegen an den Strand, um Wasser aus dem Meer zu trinken. Künftig ohne Liegen-Service und Strandbar – was dem Strand seinen unberührten Charakter dauerhaft bewahrt.

Hovolo – Drei Buchten hinter weißen Klippen

Hovolo liegt 19 Kilometer westlich von Chora an der Westküste, direkt unterhalb der Hauptstraße zwischen Kastani und Neo Klima. Drei wunderschöne Buchten, jede mit ihrem eigenen Charakter – umgeben von großen weißen Klippen, in deren Felswänden Kiefern wurzeln. Das Wasser ist türkisfarben und kristallklar, der Sand weiß. Der Telegraph zählte Hovolo zu den 17 schönsten Stränden Griechenlands. Keine Infrastruktur. Keine Liegestühle. Kein Schatten, außer dem der Felsen. Von Mittag bis Sonnenuntergang liegt der Strand vollständig in der Sonne. Zu Fuß erreichbar über einen anspruchsvollen Pfad von der Hauptstraße – bei Flut verschwinden einzelne Strandabschnitte, sodass man stellenweise durch das Wasser waten muss.

Spilia – Die Höhlenbucht unterhalb von Agios Ioannis

Den kleinen, aber außergewöhnlichen Strand Spilia sieht man zum ersten Mal von der Küstenstraße, die hinunter zur Felsenkapelle Agios Ioannis Kastri führt. Der Anblick stoppt dich. Wie kommt man nun dorthin? Kurz vor der Kapelle liegt die Kirche der Jungfrau Maria – von dort beginnt ein Feldweg, auf dem man das Auto abstellt und zu Fuß weitergeht. Am ersten unbefestigten Weg rechts abbiegen, am Ende des Weges trifft man auf den Pfad zur Bucht mit der namensgebenden Höhle. Spilia hat keine Liegestühle, keine Bar, keine Infrastruktur. Pinienbewachsene Landschaft, türkisfarbenes Wasser, absolute Ruhe.

Perivoliou – Für echte Stille

Perivoliou im Nordosten ist eine zauberhafte blau-grüne Bucht mit feinen Kieselsteinen und beeindruckenden Felsen, auf beiden Seiten der Zufahrtsstraße dichter Wald. Ruhig, kaum besucht, ohne Massenandrang. Glysteri an der Nordküste ist noch abgeschiedener. Limnonari an der Südküste liegt in einer geschützten Bucht und hat zwei Strandtavernen, die am Abend besonders ruhig sind – ideal für alle, die nach dem Schwimmen nicht weit zum Essen laufen wollen.

Mein Tipp: Pack Badeschuhe ein – Kieselstrände sind für empfindliche Füße eine echte Herausforderung. Fahr für ruhigere Buchten wie Perivoliou oder Hovolo früh los, bevor die Tagesboote aus Skiathos ankommen. Hovolo unbedingt mit Wasservorrat, Proviant und Sonnenschutz angehen – der Strand bietet keine Versorgung, dafür ein Naturerlebnis, das auf Skopelos seinesgleichen sucht. Wer die Insel vom Wasser aus erkunden will: Beim Kayaking Skopelos am Milia-Strand buchst du Tagesausflüge und mehrtägige Touren zu abgelegenen Buchten und Meereshöhlen – ab rund 60 Euro pro Person.

5. Die Klöster am Berg Palouki – Post-byzantinische Stille im Pinienwald

Skopelos hat mehr religiöse Bauten pro Einwohner als nahezu jede andere griechische Insel – über 350 Kirchen und Kapellen für eine Gemeinde von kaum 5.000 Menschen, davon allein rund 40 Klöster auf der gesamten Insel. Die bedeutendsten stehen auf dem 546 Meter hohen Berg Palouki im Südosten, gegenüber von Chora, erreichbar über einen markierten Wanderpfad vom östlichen Ende des Chora-Hafens oder per Auto über eine kurvenreiche Waldstraße – Teile davon Schotterweg, aber ohne Weiteres fahrbar. Die Klöster öffnen täglich morgens von 8 bis 13 Uhr und abends von 17 bis 19 UhrEintritt frei, Spende erbeten. 

Das Moni Evangelismou tis Theotokou ist das der Hauptstadt am nächsten gelegene Kloster. Es ist der Verkündigung der Jungfrau Maria geweiht und feiert seinen Namenstag am 25. März. Von der Klosterterrasse bietet sich der weiteste Panoramablick aller Palouki-Klöster über die Ägäis. Wer nur ein Kloster besucht, fährt hierher – der Aufwand ist gering, der Ausblick außergewöhnlich.

Iera Moni Sotiros liegt rund 7 Kilometer von Skopelos-Stadt entfernt und ist das älteste bekannte Kloster der Insel, erbaut zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Die Architektur der Hauptkirche erinnert stark an die Klöster des Berges Athos – kein Zufall, denn die Baumeister orientierten sich bewusst an diesem Vorbild. Das Äußere des Klosters ist farblich ungewöhnlich: weiß und tiefrot gestrichen, mit einem kleinen Innenhof voller Bäume und Pflanzen.

Die Ikonen in der Hauptkirche datieren zurück ins 16. Jahrhundert. Das Kloster feiert die Verklärung Christi am 6. August: An diesem Tag werden traditionell die Weinreben gesegnet, und die Einheimischen kosten die ersten Trauben der Saison – wer an diesem Datum auf der Insel ist, bekommt sie geteilt.

Moni Agia Varvara ist das älteste Kloster auf dem Berg Palouki, entstanden im frühen 15. Jahrhundert, und bewahrt in seiner Hauptkirche Fresken aus derselben. Die Wegführung vom Sotiros-Kloster hierher führt über einen Schotterweg, der in einen Waldpfad übergeht – wer per Auto fährt, parkt am Ende der asphaltierten Straße und geht die letzten Meter zu Fuß.

Keine 300 Meter von Agia Varvara entfernt liegt das Moni Timiou Prodromou, und es ist das lebendigste der Palouki-Klöster. Gegründet 1612 von Hieromonk Symeon. Bis 1920 war es ein Männerkloster, seither wird es von Nonnen geführt.

Das Herzstück des Klosters ist die kunstvoll geschnitzte vergoldete Holzikonostase von 1721. Im Kloster betreibt der Mönch Theothosis, der seit 2020 hier lebt, eine Keramikwerkstatt – seine Arbeiten sind im kleinen Klosterladen erhältlich, neben handgemachten Seifen und Honig und Olivenöl aus der eigenen Produktion der Nonnen. Das Kloster feiert seinen Namenstag am 24. Juni.

Mein Tipp: Starte die Klosterwanderung vom östlichen Hafen von Chora über den markierten Pfad – hin und zurück rund drei Stunden durch Pinienwald. Wer nicht wandern möchte, fährt mit dem Auto direkt zum Iera Moni Sotiros und kombiniert die übrigen Klöster per Fahrzeug – alle liegen auf derselben Route. 

6. Agnontas – Der schönste Fischerhafen der Insel

Mitten im dichten Pinienwald öffnet sich eine kleine, perfekte Bucht: Agnontas. Fischerboote. Yachten auf Ankerplätzen. Mehrere Tavernen direkt am Wasser. Ein kurzer Pier, an dem Segler am Wochenende anlegen. Agnontas ist der beliebtesten Orte auf Skopelos und dient gleichzeitig als geschützter Ausweichhafen für Fähren. Sein Name stammt vom Läufer Agnonta (oder Agnon), der 596 v. Chr. als Olympiasieger von den Wettkämpfen zurückkehrte. 

Der flache Strand, die leichte Erreichbarkeit und die Gastronomie ziehen vor allem einheimische Familien an. Ein Blick auf die Gastronomie: Das Korali hat sich auf Meeresfrüchte spezialisiert und genießt den Ruf als eines der besten Fischrestaurant der Insel. Das Pavlos daneben ist traditioneller, mit einem Meeresfrüchte-Meze.

Wer die Küste weiter erkundet, findet an der Halbinsel Amarantos Cape jenes Motiv, das zu den meistfotografierten Skopelos Sehenswürdigkeiten überhaupt zählt: drei Kiefern auf einem Felskopf über türkisfarbenem Wasser, kurz im Mamma-Mia-Film zu sehen, als Sophie mit ihren drei möglichen Vätern auf einem Segelboot unterwegs ist. Mit Mastrale Rent a Boat mietest du direkt am Pier ein kleines Motorboot ohne Führerschein und erkundest die sonst unzugänglichen Buchten und Felswände der Südküste auf eigene Faust.

7. Agios Ioannis Kastri – Die Kapelle über dem Meer

Kein anderer Ort auf Skopelos hat mehr Menschen in Bewegung gesetzt als diese winzige Kapelle. Agios Ioannis Kastri thront auf einem Felskegel rund 100 Meter über dem Meer, im Nordwesten der Insel, kurz vor Glossa. Hier drehte ein Filmteam 2008 die Hochzeitsszene von Mamma Mia!, einer Komödie mit Top-Stars wie Meryl Streep, Colin Firth, Stellan Skarsgard und Pierce Brosnan, den ich persönlich auf einer meiner Lieblingsinseln getroffen habe: Hier findest du die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Lipsi.

Der Aufstieg über die 202 in den Fels gehauenen Stufen zählt zum Pflichtprogramm für Touristen. Die Kapelle selbst ist winzig. Für die Hochzeitsszene baute das Studio in London eine maßstabsgetreue, größere Nachbildung des Innenraums. Das Original fasst vielleicht zehn Menschen gleichzeitig: Eintritt frei.

Mein Tipp: Starte den Aufstieg eine Stunde vor Sonnenuntergang. Das Licht auf dem Fels ist dann am dramatischsten, und die meisten Tagesbesucher sind bereits weg. Kombiniere den Besuch mit einem Abstecher zum nahen Glossa.

8. Wandern auf Skopelos – Trails durch Pinienwald und Geschichte

Skopelos ist gemeinsam mit Alonnisos die am dichtesten bewachsene Insel der Ägäis. Kiefern von Küste zu Küste, dazwischen uralte Pflasterpfade und Maultiertrassen (sogenannte Kalderimi). Jahrzehntelang verfielen diese Wege. Ohne laufende Pflege überwuchsen sie, wurden von Traktoren plattgewalzt oder schlicht vergessen. Die Britin Heather Parsons rettete das Netz: Die Autorin zweier Wanderführer über Skopelos begann damit, alte Routen zu erforschen, zu kartieren und freizulegen – erst allein mit Schere und Säge, später mit einem festen Stamm an Freiwilligen unter dem Dach der NGO Skopelos Trails. Ihr Wanderführer „Skopelos Trails“ ist heute an der Hafenbucht im Kiosk, bei Juices & Books und im Schreibwarenladen neben dem Postamt erhältlich. Für ernsthafte Wanderer: Pflichtlektüre vor der Abreise.

Das Ergebnis dieser Arbeit ist ein Netz aus 18 ausgeschilderten Routen mit einer Gesamtlänge von über 100 Kilometern, das die Insel von Küste zu Küste durchzieht. Markierungen sind rot-weiß, an den Kreuzungen stehen Kiosks mit Wegweisern. Die Wege führen durch Natura-2000-Schutzgebiete, vorbei an Klöstern, durch Schluchten, über Berggipfel und hinunter zu Stränden, die nur zu Fuß erreichbar sind. Frühling und Herbst sind die besten Jahreszeiten – die Temperaturen stimmen, das Licht ist weich, und du teilst den Weg mit niemandem.

Die wichtigsten Routen im Überblick

Route 1 – Chora zum Berg Palouki (Klöster-Route): Die meistgelaufene Route der Insel. Start am östlichen Ende des Chora-Hafens, über restaurierte Kalderimi-Abschnitte hinauf in den Klostergürtel des Berg Palouki. Unterwegs: vier Klöster, Panoramablick auf Chora und die Ägäis. Hin und zurück rund 3 Stunden, mittelschwer. Viel Schatten im Pinienwald, auch im Sommer gut machbar.

Route 2 – Chora nach Stafylos und Velanio: Eine 5-Kilometer-Route ab Chora, die auf beiden schönen Südküsten-Stränden endet. Ideal als Halbtagstour mit Badepause am Ziel. Einfach bis mittelschwer.

Route 3 – Keramoti-Schlucht: Rund 4,5 Kilometer entlang eines kleinen Flusses durch eine Schlucht im Inselinneren. Kaum bekannt, kaum besucht. Der Weg folgt dem Wasser durch einen lichten Pinien-Platanen-Mischwald – einer der ruhigsten Pfade der Insel.

Route 4 – Chora nach Agnontas: Durch dichten Forst und eine kurze Schlucht, von Chora direkt zum schönsten Fischerhafen der Insel. Rund 4 Kilometer, endet am Hafen von Agnontas mit Fischrestaurant und Aussicht. Mittelschwer.

Wer die Insel abseits der Hauptstraße sehen will, ohne zu wandern, bucht die Night Ride von Skopelos Cycling in Chora: ein geführter Abendausflug per Mountainbike durch ein Flussbett, über Waldwege, mit Blick auf den Sonnenuntergang über Agnontas. Mäßig schwierig, kleine Gruppen, buchbar direkt im Laden nahe der Post. 

Mein Tipp: Starte die Palio-Klima-Tour frühmorgens, bevor die Hitze einsetzt – am Gipfel kann es windstill und brennend heiß werden. Pack mindestens 1,5 Liter Wasser pro Person ein, Sonnencreme, feste Schuhe und einen kleinen Proviant.

9. Geheimtipps Skopelos: Was die meisten Reisenden nie sehen

Skopelos birgt ein paar kleine, aber feine Geheimnisse. Eines davon ist das Grab des Staphylos, vier Kilometer südöstlich von Chora. Die mykenische Grabanlage aus dem 14. Jahrhundert v. Chr. deuten Archäologen als wahren Schatz. Heute ruhen die Überreste allerdings im Museum von Volos auf dem Festland.

Hoch oben auf dem Berg Karia liegen die Sendoukia: vier Gräber, direkt aus dem Fels geschlagen, die Deckplatten von Grabräubern zur Seite geschoben. Die Einheimischen nennen sie Piratengräber und erzählen von Schätzen, die noch im Boden schlummern. Archäologen vermuten eher die Familiengräber eines prähistorischen Anführers. Wer hier oben steht, blickt frei über das Meer bis hinüber zu den Konturen von Skiathos. Auf Google Maps zu finden unter „Sendoukia Skopelos“, rund 20 Minuten Aufstieg vom Schotterweg-Abzweig.

Kurz hinter Stafilos findest du Drakontoschisma: ein Felskegel mit einer kleinen Kapelle, dahinter ein ungesicherter Abgrund. Der Felsstrand darunter ist nur vom Meer aus erreichbar. Die Legende besagt, dass ein Drache hier vor rund 800 Jahren alle Bewohner der Insel tötete, bis der Heilige Riginos ihn verfolgte – und der Drache aus Angst genau von diesem Fels ins Meer sprang. Den Bruch im Stein nennen die Einheimischen bis heute Drakontoschisma.

In der Chora neben dem Café To Kafasi wartet eines der wenigen spezialisierten Fotografie-Zentren auf griechischen Inseln: Ausstellungen, Workshops, Seminare für ein Publikum, das mehr sucht als Strand. Und: Rodios Pottery am Hafen ist seit den frühen 1900er Jahren in Familienbesitz – das schwarze Töpfergeschirr entsteht durch eine besondere Brenntechnik und ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal der Insel. Frag im Laden von Rodios Pottery nach Magda, der Urenkelin des Gründers – sie erklärt, wie die schwarze Farbe durch eine besondere Brenntechnik.

10. Essen auf Skopelos – Pflaumen, Käsepie und Rofos Stifado

Skopelos hat eine sehr eigene Küche. Das wichtigste Inselprodukt ist die Pflaume – Skopelos exportierte seine Trockenpflaumen einst in großem Maßstab in die ganze Welt. Der kommerzielle Anbau ist geschrumpft, aber auf Speisekarten und in Delikatessläden taucht sie oft auf: Etwa als Avgato, in langsam geschmortem Schweinefleisch oder im Rofos Stifado, einem Zackenbarschtopf mit Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten, Olivenöl und Pflaumen, das zu den echtesten Spezialitäten der Insel zählt.

Die mit Abstand bekannteste Skopelos-Spezialität ist der Strifti-Käsepie – zu einem Strudel gedreht, mit Ziegenfrischkäse gefüllt, goldbraun gebacken. Beste Adresse: Mihalis in Chora, spezialisiert auf lokale Pites. Walnusskuchen mit Eis, Hamalia, Rozedes und Löffelbonbons in Erdbeere, Bergamotte und Rose gibt es in der Skopelitissa, dem traditionellen Süßwarenladen in Chora. Das Gästehaus Fasolaki oberhalb von Chora bietet dreistündige Kochkurse.

Konkrete Empfehlungen: Das O’Vaggelis in Neo Klima seit 1986, mit frischem Fisch von befreundeten Fischern und üppigen Grillgerichten in einer ehemaligen Dorfbäckerei. Das Anatoli nahe der venezianischen Burg, das dem bekannten Rebetiko-Musiker Giorgos Xintaris gehört und gutes Essen mit Live-Volksmusik verbindet. To Rodi in Chora, mit einem großen Granatapfelbaum im Innenhof. Die lokale Mikro-Brauerei Spira am Kai mit mehreren Craftbeer-Sorten, die unter Kennern hohes Ansehen genießen. Und die Mercurius Cocktailbar – seit Juli 1997 der beliebteste Treffpunkt auf der Insel, mit Blick auf den Hafen.

Meine Geheimtipps: Zu den besten Orten für Gaumengenuss abseits der Hotspots zählen zwei unscheinbare Fischgeschäfte mit angeschlossenen Mini-Lokalen direkt an der Ringstraße. Herausragend ist das Ladengeschäft Die Frische (Google Maps), aus dem Griechischen übersetzt, sowie in der Nachbarschaft das MAK Fish (Google Maps). Mitten in der Chora wartet das familiengeführte Azan mit einem gänzlich anderen Konzept auf. Hier wählst du die Speisen direkt in der Küche selbst aus. Top-Tipp für authentische griechische Küche! Ebenfalls bei Einheimischen sehr beliebt sind die Karydia Ouzeri und das Restaurant Dougia, beide liegen nebeneinander etwa 200 Meter vom Stadtstrand entfernt.

Wo du auf Skopelos sehr gut übernachtest

Skopelos hat heute fast 600 Unterkünfte – von einfachen Zimmern über Ferienwohnungen in restaurierten Bauernhäusern bis hin zu Fünf-Sterne-Häusern. Das ist viel für eine Insel mit weniger als 5.000 ständigen Einwohnern. Im Sommer dreht sich auf Skopelos alles um den Strand: Schau dir Unterkünfte in Stafylos oder Agnontas an. Beide Orte haben herrliche Bademöglichkeiten und liegen maximal acht Minuten per Auto von Chora entfernt – du schläfst ruhiger und hast das Meer direkt vor der Tür.

Das Adrina Grand in Panormos ist das neueste Fünf-Sterne-Haus der Adrina-Gruppe – gebaut zwischen dem Adrina Resort & Spa und dem Adrina Beach, mit großzügig geschnittenen Suiten, Poolvillen und Panoramablick auf die gesamte Bucht. Die Strände Milia und Kastani sind fußläufig erreichbar, die Häfen von Glossa und Skopelos-Stadt jeweils rund 13 Kilometer entfernt. Bewertung auf Booking.com: 9,0. Eigenes Restaurant, 24-Stunden-Rezeption, kostenfreies WLAN und Concierge-Service. Wer auf Skopelos das komplette Hotelpaket sucht – Lage, Ausstattung, Service – kommt hier am nächsten dran.

Das Panormos Beach Hotel bietet inmitten von Pinienhügeln, direkt an der Bucht von Panormos, einen unkomplizierten Inselcharme, den teure Häuser oft nicht haben. Offiziell zwei Sterne – in der Praxis deutlich mehr. Große Zimmer mit Blick auf die Ägäis, Pool mit Liegestühlen, freundliches englischsprachiges Personal, das die Insel kennt. Sieben Nächte mit Frühstücksbuffet kosten rund 950 Euro – ein faires Angebot für diese Lage. Wer Skopelos ohne großes Hotelbudget erleben will, ohne auf Komfort zu verzichten, ist hier richtig.

Das Skopelos Holidays Hotel & Spa liegt direkt am Hafen von Chora und ist die beste Adresse für alle, die mitten im Geschehen übernachten wollen – und trotzdem Abstand vom Alltag suchen. Spa, Gym, Kinder-Pool und Außenpool auf demselben Gelände, mehrsprachiges Personal, das Ausflüge und Bootstouren direkt vor Ort organisiert. Haustiere willkommen. Die Lage am Hafen bedeutet: morgens ein Kaffee mit Blick auf die Fähren, abends zu Fuß in die Gassen von Chora. Transfer vom Flughafen Skiathos auf Anfrage buchbar – das vereinfacht die Anreise erheblich.

Das Thea Home Hotel liegt rund 800 Meter vom Hafen von Chora entfernt und punktet mit einer ruhigen Lage oberhalb der Stadt, einem saisonalen Außenpool und kostenfreiem Parkplatz – auf einer Insel, auf der Parken im Hochsommer zur Geduldsprobe werden kann. Zehn Gehminuten bis zum Fotografischen Zentrum und zum Folkloremuseum, Meerblick vom Balkon, persönliche Atmosphäre. Frühstück inklusive, gute Wertung auf Booking.com. Ideal für Paare und Alleinreisende, die Chora als Basis nutzen und die Insel per Mietwagen erkunden wollen.

Hilfreiche Tipps für deinen Skopelos-Urlaub

Anreise

Skopelos hat keinen eigenen Flughafen. Die Insel ist ausschließlich per Fähre erreichbar. Der schnellste Weg: Direktflug nach Skiathos, von dort mit der Schnellfähre Seajets in rund 15 Minuten nach Skopelos-Stadt oder rund 30 Minuten nach Loutraki im Norden. Ab Volos auf dem Festland dauert die Fährüberfahrt rund 3 Stunden, ab Thessaloniki zunächst per Bus oder Mietwagen nach Volos, dann weiter mit der Fähre.

Beste Reisezeit

Mai und Juni sind ideal: Die Insel ist tiefgrün, warm und kaum besucht – perfekte Bedingungen zum Wandern, Erkunden und Stranden ohne Gedränge. September ist die zweite Spitzenzeit: warmes Wasser, ruhigerer Wind, entspanntere Atmosphäre und günstigere Preise als im Hochsommer. Juli und August sind voll – nicht überwältigend im Vergleich zu Mykonos, aber spürbar. Griechische Familien entdecken die Insel zunehmend für sich, was ihr gut steht. Wer Stille sucht, kommt lieber früher oder später in der Saison. Panormos und viele kleinere Unterkünfte schließen Mitte Oktober.

Fortbewegung auf der Insel

Das öffentliche Busnetz verbindet Skopelos-Stadt, Glossa/Loutraki und die wichtigsten Strände entlang der Hauptstraße – zuverlässig, günstig (ab rund 2 Euro pro Fahrt), aber nicht flexibel. Ein Mietwagen oder Roller ist die beste Option für alle, die die Insel wirklich erkunden wollen – Schotterstraßen zu abgelegenen Stränden und Klöstern sind ohne eigenes Fahrzeug kaum erreichbar. Mietwagen ab rund 35 Euro pro Tag, Roller ab 20 EuroMotorboote ohne Führerschein gibt es bei Mastrale Rent a Boat in Agnontas ab rund 50 Euro für den halben Tag – die einzige Möglichkeit, die wirklich abgeschiedenen Buchten der Süd- und Westküste zu erreichen. Ausflugsboote ab Chora-Hafen bringen dich zur Mamma-Mia-Kapelle, nach Alonnisos und zu unzugänglichen Buchten – Programm und Preise direkt am Pier erfragen.

Tagesbudget

Skopelos ist für die Sporaden angenehm fair bepreist. Gute Unterkünfte ab 70–90 Euro pro Nacht je nach Saison. Als Paar mit Frühstück, Mittagessen am Strand, Abendessen in einer Taverne und einem kleinen Ausflug kommt man mit rund 150–160 Euro pro Tag gut durch. Mietwagen oder Roller kommen dazu. Wer selbst kocht oder auf günstige Tavernen setzt, kommt deutlich günstiger weg.

Kleiderordnung für Klöster und Kirchen

Über 350 Kirchen und Kapellen auf der Insel – die meisten stehen offen, Eintritt ist frei. Für die Klöster am Berg Palouki gilt: Schultern und Knie bedecken, kein kurzer Rock, kein Tanktop. Ein leichtes Wrap-Tuch im Rucksack löst das Problem. Öffnungszeiten der Palouki-Klöster: täglich 8:00–13:00 Uhr und 17:00–19:00 Uhr.

Praktische Hinweise

Pack Badeschuhe ein – die Kieselstrände der Insel sind für empfindliche Füße ohne Schutz eine echte Herausforderung. Für abgelegene Strände wie Hovolo oder Perivoliou immer Wasser, Sonnenschutz und Proviant mitnehmen, da es dort keine Infrastruktur gibt. Den Wanderführer „Skopelos Trails“ von Skopelos-Legende Heather Parsons gibt es am Kiosk am alten Hafen und bei Juices & Books in Chora. Das Rembetiko-Festival im Hafen von Chora findet 2026 vom 7. bis 10. Juli statt – griechischer Blues, Bouzouki-Seminare und Konzerte unter freiem Himmel.

❓ FAQ – Häufige Fragen zu Skopelos

❓ Wie komme ich nach Skopelos?

Die Insel ist ausschließlich per Fähre erreichbar. Der nächste Flughafen liegt auf Skiathos – von dort dauert die Überfahrt mit einer Schnellfähre rund 15 Minuten. Ab Athen oder Thessaloniki fährst du zunächst nach Volos und von dort weiter mit der Fähre.

❓ Was hat Skopelos mit Mamma Mia zu tun?

2008 drehte das Filmteam die meisten Außenaufnahmen für Mamma Mia! auf Skopelos. Die Hochzeitskapelle Agios Ioannis Kastri und der Strand Kastani sind die bekanntesten Drehorte. Der Innenraum der winzigen Kapelle war für die Hochzeitsszene zu klein – das Studio ließ ihn in London als Nachbau neu errichten.

❓ Welche Strände sind die schönsten auf Skopelos?

Kastani für Mamma-Mia-Flair und Sonnenuntergang. Panormos für Länge, Auswahl und die beste Beachbar der Insel. Hovolo für Einsamkeit und wilde Landschaft. Velanio für Freiheit und FKK. Perivoliou für absolute Stille. Limnonari für entspannte Abende mit Strandtaverne.

❓ Kann ich auf Skopelos ein Boot mieten?

Ja, es gibt zahlreiche Anbieter in den Häfen der Chora, Loutraki, Agnontas und Neo Klima. Bei Mastrale Rent a Boat in Agnontas mietest du ein kleines Motorboot ohne Führerschein – Preise in der Nebensaison ab rund 50 Euro (+ Sprit) für den halben Tag. Damit erreichst du Buchten und Felswände, die von der Straße aus unsichtbar bleiben.

❓ Benötige ich auf Skopelos ein Mietauto?

Nicht unbedingt. Nahezu alle bekannten Strände und Orte sind dank eines fast vorbildlichen öffentlichen Busnetz (Website) miteinander verknüpft. Vom Hafen aus besteht zudem die Möglichkeit eines Taxi-Transfers mit Festpreisen (50 Euro bis zum Endpunkt in Loutraki). Für mehr Flexibilität lohnt hingegen ein Leihfahrzeug (Tipp: MagiCars).

❓ Wann ist die beste Reisezeit?

Mai und Juni sowie September und Oktober: Warmes Wasser, kaum Besucher, entspannte Atmosphäre in den Tavernen. Den Hochsommer meidet man besser, wenn Ruhe das Ziel ist; griechische Familien entdecken Alonnisos zunehmend für sich, was im Juli und vor allem August spürbar wird.

❓ Wie viele Tage sollte ich für Skopelos einplanen?

Mindestens drei Tage. Mit fünf Tagen hast du Zeit für Chora, die Klöster, Glossa, Agios Ioannis Kastri, die schönsten Strände und noch einen ruhigen Tag ohne Programm.

Mein Fazit zu Skopelos

Skopelos ist für mich der perfekte Allrounder. Eine quicklebendige Hauptstadt mit vielen Touristen hier, viel Ruhe, und Pinienwälder bis ans Meer dort. Ob Cocktailservice am Strand, sehenswerte Wanderrouten im Hinterland oder stille Klöster auf den Hügeln – die Sporadeninsel bedient scheinbar alle Geschmäcker mühelos. Vielleicht ist es gerade die Mixtur aus Trubel, Entschleunigung und Genuss, die Skopelos so spannend macht. Wer kommt, wird ganz sicher nicht enttäuscht sein.

Mein Feelgood-Faktor: 85 von 100!

Ausgewählte Reiseführer für deinen Urlaub auf Skopelos:

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Autor:in
Steffen Eidam ist renommierter Journalist und versierter Europa-Reiseexperte.

Mit über 70 besuchten Inseln gilt er als einer der profiliertesten Griechenland-Kenner. Gerne ist er auch in London, Südosteuropa und im Baltikum unterwegs.

Hier findest du alle Artikel von Steffen Eidam.
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