Folegandros auf einen Blick
Lage: Kykladen, zwischen Milos und Santorini, rund 200 Kilometer südlich von Athen.
Must-See: Chora mit Kastro-Viertel, Panagia-Kirche, Folkloremuseum Ano Meria, Chrysospilia-Höhle, Leuchtturm Aspropounta, Strände Katergo, Agali, Agios Nikolaos
Zeitbedarf: Minimum 3 Tage; ideal 5 Tage für Chora, Wanderungen, Strände und Ano Meria ohne Hetze
Fortbewegung: Linienbus (Karavostassis–Chora–Agali), Wassertaxis zu abgelegenen Stränden, Mietquad oder -auto empfohlen für Ano Meria und Nordküste
Anreise: Nur per Fähre – kein Flughafen auf der Insel. Ab Santorini: 50 Min. bis 3 Stunden. Ab Piräus/Athen: 4 bis 9 Stunden je nach Verbindung.
Beste Reisezeit: Mai/Juni: grün, blühend, angenehme Temperaturen, wenige Besucher. September, Oktober: wärmstes Wasser, ruhigerer Meltemi. Juli/August: lebhafter, aber immer noch weit ruhiger als Mykonos oder Santorini
Tagesbudget: Ab 80 bis 100 Euro (einfache Unterkunft, Taverne, Bus). Mittelklasse: 150 bis 220 Euro (Boutique-Hotel, zwei Restaurantbesuche, Bootsticket). Komfort: 300 Euro und mehr (Suiten mit Meerblick, Fine Dining)
1. Chora – die Hauptstadt, die auf der Kante lebt


Zweihundert Meter über dem Meer, direkt an der Kante einer senkrecht abfallenden Klippe – und das seit dem 13. Jahrhundert. Die Venezianer unter Marco Sanudo legten die Siedlung 1212 als lebendige Festung an, und die Grundstruktur hat sich bis heute erhalten: keine Autos, keine breiten Straßen, nur verwinkelte Gassen, rosafarbene Bougainvillea und das Klappern von Backgammon-Steinen aus irgendeinem Café.
Was die Chora so weit über andere Kykladenhauptstädte hebt, ist ihre dreiteilige Platzanlage: Piatsa, Dounavides und Kontarini liegen hintereinander, beschattet von riesigen Platanen, gesäumt von Tavernen und kleinen Cafés. Bieg an einer beliebigen Ecke ab – das tiefblaue Meer, 200 Meter unter dir, überrascht dich jedes Mal neu. Internationale Reisemagazine haben die Chora mehrfach zu den bemerkenswertesten Dörfern Europas gezählt.
Die Chora lohnt auch als kleiner Kosmos lokaler Kunst. In der Ladenwerkstatt Toomuchsun auf dem Chora-Platz verwandelt Malerin Sabrina Textilien in Kunstwerke – auf Wunsch auch nach deinen Vorstellungen. Die Galerie von Andreas Bonatsos zeigt eine breite Palette seines Designs sowie Arbeiten anderer Inselkünstler. Für kulinarische Mitbringsel lohnt sich Youpi Folegandros, nur wenige Schritte vom Aquarius entfernt: Inselprodukte, Honig, und nach Auskunft der Einheimischen sogar lokaler Raki – einer der besseren Folegandros Geheimtipps, wenn du jemanden mit was Besonderem nach Hause überraschen willst.
Mein Tipp: Fotografiere die blauen Holztüren und die weiße Architektur am späten Vormittag – dann flutet die Sonne die engen Gassen optimal. Wer menschenleere Aufnahmen will, kommt zum Sonnenaufgang. Setz dich danach auf einen der drei Plätze und bestell einen griechischen Kaffee. Abends ist der Pounda-Platz Pflicht: Die Sonnenuntergänge hier zählen zu den spektakulärsten der gesamten Ägäis.
2. Kastro – Piraten, Venezianer, Wacholderdächer

Inmitten der Chora liegt das Kastro – ein mittelalterlicher Festungskern, der nicht zum Freilichtmuseum verkommen ist, sondern noch bewohnt wird. Die Venezianer begannen die Bauarbeiten um 1215, wenige Jahre nach dem Vierten Kreuzzug. Die Lage war strategisches Kalkül: direkt am Rand der Klippe, schwer einnehmbar vom Meer. Die Häuser stehen Wand an Wand und bilden nach außen eine geschlossene Festungsmauer – früher Schutz vor Piraten, heute eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Siedlungsstrukturen der Kykladen.
Was dich beim Durchqueren trifft: Die Außenwände blieben ursprünglich unbemalt, damit sie vom Meer aus schwerer erkennbar waren. Eine stille Taktik, die im krassen Widerspruch zum Weiß steht, das heute das Bild der Kykladen prägt. Kleine Außentreppen führen zu bunten Holzbalkonen, die über die schmalen Wege ragen. Die Dächer der Häuser bestanden aus einheimischem Wacholderbaumholz. Die Kirchen Eleousa, Pantanassa und Agia Sofia bewahren Ikonostasen aus der mittelalterlichen kretischen Malschule. Fast selbstverständlich: Das gesamte Kastro steht unter Denkmalschutz.
Wenn du fertig bist, kehr in die kleine Bar Lotzia ein. Janni führt sie seit Jahren, keine englische Speisekarte, kein Touristenbetrieb. Du sitzt neben den einzigen Menschen, die hier täglich sitzen. Einer der Folegandros Geheimtipps, den du ohne Ortskenntnis schlicht nicht findest.
Mein Tipp: Geh durch das Kastro zweimal – tagsüber für die Architektur, abends wenn die Häuser im warmen Licht leuchten und das Meer darunter ins Schwarzblaue kippt. Steuere dabei die Taxiarchis-Kirche an: Sie liegt versteckt im Inneren des Kastros, wird von den meisten übersprungen und hat eine Ikonostase, die zu den ältesten der Insel gehört.
Hier findest du meine Übersicht über die schönsten Inseln der Kykladen
3. Ano Meria – 90 Ziegen, eine Ölpresse, endlose Ausblicke

Im Norden der Insel wird es ländlich – und das auf eine Art, die du selten noch findest. Ano Meria ist kein Dorf im klassischen Sinne, sondern eine Ansammlung von Bauernhöfen, sogenannten Themonies, die über die Hügel verstreut sind, umgeben von Trockenmauern, Zisternen und Weinbergen. Die Siedlung hat ihren landwirtschaftlichen Charakter bis heute bewahrt. Manche Franzosen, die sich hier seit Jahren Häuser auf den Hügelkuppen gebaut haben, nennen Ano Meria scherzhaft das „16ième“ – nach dem noblen Pariser Arrondissement. Was sie meinen: Abgeschiedenheit mit Haltung.
Das Ökologische und Folkloremuseum befindet sich in einem erhaltenen Gehöft aus dem 17. Jahrhundert mit Mauern aus Trockenmauerwerk ohne Mörtel, Räumen für Ölpresse, Backofen und Tierpferch. Es zeigt, wie autark das Leben hier einmal war: ein alter Webstuhl, Körbe, Trachten, ein Miniatur-Weinberg, eine primitive Weinpresse. Der Schornstein – ein bodenloser Tonkrug – ist eines jener Details, bei denen man stehen bleibt und zweimal hinschaut. Im Innenhof, dem einstigen Dreschplatz, öffnet sich ein Panoramablick über die gesamte Insel. Führung inklusive, Eintritt frei.
Im Zentrum liegt Irinis Platz. Das Kafeneio ist seit Generationen in Familienhand und wird mittlerweile von Enkelin Irini geführt. Hier gibt es noch die Gerichte der Großmutter. Setz dich hin. Bestell Matsata: die handgemachte, dick geschnittene Pasta der Insel, klassisch mit Ziege oder Hahn serviert.
Folkloremuseum: Eintritt frei (Spende erbeten) · ca. 10. Juli bis 10. September, täglich 17:00 bis 20:00 Uhr · Führung inklusive · Öffnungszeiten saisonal variabel
Mein Tipp: Leg nach dem Museum einen Stopp beim Café Chrysospilia ein. Deren Honigprodukte und hausgemachte Marmeladen aus lokaler Produktion sind sonst nur schwer zu bekommen. Und einer meiner liebsten Insidertipps für die Mittagspause: die Taverne Maragoudiko. Das Skepastí – ein Schmorgericht, das dort serviert wird, steht heute nur noch selten auf den Speisekarten der Restaurants.
Aus dem Nähkästchen …
Folegandros wird heute vielerorts als Geheimtipp angepriesen – das lässt mich schmunzeln. Denn der Condé Nast Traveller, eines der einflussreichsten Reisemagazine der Welt, hat die kleine Kykladeninsel bereits im Dezember 2004 auf den Radar gesetzt. Adam Sachs‘ Artikel „Griechenlands bestgehütetes Geheimnis“ lüftete damals eben jenes – und löste prompt einen Tourismus- und Bauboom aus, der die Insel bis heute prägt. Über 20 Jahre später sieht das gleiche Magazin Folegandros „langsam, aber sicher im Fokus der internationalen High Society“. Von einem Geheimtipp also keine Spur mehr.
Keine Frage, auf Folegandros tut sich Wegweisendes. Der Neubau eines Umspannwerks, das umweltschädliche Dieselgeneratoren ablöst. Ein neues Kanalleitungssystem, das flächendeckend installiert wird. Ein Meeresschutzgebiet vor der Küste, dazu neue Sportanlagen. Vieles davon trägt die Handschrift von „Theo“ Papadopoulos, dem Bürgermeister, der nach über 20 Jahren Amtszeit seines Vorgängers frischen Wind in die Gemeinde bringt.

Wie steht er zum Tourismus auf „seiner“ Insel? Er und die rund 500 Bewohner täten alles, um Folegandros attraktiver zu machen – aber immer mit Augenmaß. Nicht alles lasse sich beeinflussen. Etwa den Bau eines Luxusresorts im abgelegenen Süden: eine Entscheidung der griechischen Regierung, die ausländische Investoren mit Förderprogrammen ins Land holt. „Wir wurden nicht gefragt.“ Vielleicht hätte man das tun sollen – und dabei erfahren, dass der Standort wegen der starken Winde schlicht ungeeignet ist. Für die Betreiber dürfte die Rendite ohnehin wichtiger sein als dieser Umstand.
Das eigentliche Projekt, an dem Theo und die Bewohner gemeinsam arbeiten, ist ein anderes. Folegandros soll sich als Reiseziel für Qualitätstourismus etablieren: mit besserer Gastronomie, persönlicherem Service und Unterkünften, die ihren Preis rechtfertigen. Wer hier übernachtet, zahlt mehr als auf vielen anderen griechischen Inseln. Bewusst. Die Insel richtet sich nicht an Pauschalreisende. Sie richtet sich an Menschen, die den Unterschied schätzen.
Die Besucherzahl hält sich dabei stabil bei etwa 50.000 pro Saison – nicht trotz dieser Haltung, sondern wegen ihr. „Zwischen vielen Gästen und uns Einheimischen haben sich Freundschaften entwickelt“, erklärt mir das Gemeindeoberhaupt und lädt mich fast beiläufig zu einem Angelausflug auf sein Boot ein. Vielleicht ist es genau diese gelebte Filoxenia – das Schließen von Freundschaften mit Fremden –, die Folegandros zu einem der persönlichsten Reiseziele in Griechenland macht.
4. Hafen Karavostassis – Hier beginnt alles

Karavostassis. Der einzige Hafen der Insel liegt 3 Kilometer südöstlich der Chora – weiß getünchte Häuser, Fischerboote, Yachten und ein Tempo, das nichts mit Piräus gemein hat. In der Nebensaison legt die Fähre aus Athen zwei- bis dreimal wöchentlich an, im Sommer mehrmals täglich – und jedes Mal, wenn sie anlegt, läuft der Hafen kurz über, um danach wieder in Stille zu fallen.
Direkt am Hafen liegt die Bucht Kochlidia mit einem langen Kieselstrand, beschattet von Seekiefern und mit außergewöhnlich klarem Wasser. Die familiengeführte Taverne Da Capo von Petros serviert traditionelle Küche und einige ungewöhnliche Gerichte – auch abends. Für einen Stopp beim Warten auf die Fähre: To Zirma, wo Manolis mit kleiner Küche mehr hergibt, als die Größe des Lokals vermuten lässt – einer der verlässlichsten Insidertipps direkt am Hafen. Drei Gehminuten von der Bushaltestelle entfernt liegt Vardia Beach, eine kleine Bucht mit goldenem Sand – perfekt für ein erstes Bad direkt nach der Ankunft.
Hafen: Zugang jederzeit · Bus Karavostassis–Chora: erste Abfahrt 07:55 Uhr, letzte 23:10 Uhr (Nebensaison) · Ticket 2 Euro
Mein Tipp: Fotografiere beim Anlegen der Fähre sofort alle Bus- und Bootsfahrpläne, die im Hafen aushängen – auf dem Handy gespeichert, helfen sie dir die nächsten Tage. Setz dich danach zu Da Capo oder To Zirma direkt ans Wasser und beobachte das Ein- und Auslaufen der Fischerboote. Entschleunigung ab Minute eins.
5. Panagia – Artemis-Tempel, Piratenlegende, Ägäis-Panorama


Ein weißer, zickzackförmiger Pfad führt vom Pounda-Platz hinauf zur Kirche der Jungfrau Maria. Rund 15 Minuten zu Fuß, bergauf, mit jedem Schritt mehr Panorama. Oben steht die Panagia auf einem Felsvorsprung unmittelbar über dem Meer – Mauer, Glockenturm, und dahinter direkt die Ägäis.
Das genaue Baujahr kennt niemand. Die Kirche wurde auf den Ruinen eines antiken Tempels der Göttin Artemis Selasforos und Apollon Prostatirios errichtet. Eine Marmortafel im Innenhof hält fest, dass sie 1687 renoviert wurde; ihre heutige Form entstand nach Bauarbeiten zwischen 1816 und 1821. Wer genau hinschaut, findet noch altgriechische Inschriften und Sockelreste – Überbleibsel des Tempels, der hier Jahrhunderte früher stand. Die einschiffige Basilika trägt mehrere Kuppeln, der Glockenturm ist bereits von der Chora aus zu sehen.
Die silberverzierte Ikone der Jungfrau Maria gilt als wundertätig. 1790, so überliefert es die Insel, näherten sich 18 Boote algerischer Piraten der Küste. Die Bevölkerung suchte Schutz in der Kirche. Ein plötzlich aufkommender Nordwind versank die gesamte Flotte. Seitdem gilt die Panagia als Schutzpatronin von Folegandros – es ist Brauch, die Ikone an Ostern in jeden Haushalt der Insel zu bringen. Am 15. August, Maria Himmelfahrt, findet hier das größte Fest der Insel statt.
Eintritt: frei · Kircheninneres: täglich ab 18:00 Uhr bis Sonnenuntergang · Sommerzeiten können variieren
Mein Tipp: Komm zum Sonnenuntergang und starte früh genug für einen gemächlichen Aufstieg. Die letzten Meter vor der Kirche öffnen den Blick über die gesamte Südwestküste – nimm dir die Zeit dafür, bevor du durch die Kirchentür gehst.
6. Die schönsten Strände – Kies, Smaragd und kein Sonnenschirm in Sicht

Folegandros ist kein Massen-Badeziel. Die meisten Strände sind nur zu Fuß oder per Boot erreichbar – das filtert. Kein Strandverkäufer, keine Plastikliegen, keine Beschallung. Du bringst mit, was du brauchst. Und du trägst es auch wieder weg.
Katergo Beach im Südosten ist der spektakulärste: feiner Kies, smaragdgrünes Wasser, null Infrastruktur. Zwei Wege führen hin. Entweder du wanderst vom Dorf Livadi aus – rund 30 Minuten über einen anspruchsvollen, teils steilen Pfad ohne Schatten. Oder du nimmst das Boot von Karavostassis: Die Stella Express III legt täglich ab, erstes Boot 11:15 Uhr, Hin- und Rückfahrt 14 Euro, Tickets an Bord bar. Die Überfahrt dauert 10 Minuten und beinhaltet einen Fotostopp an der Giorgitsis-Höhle. Erstes Boot zurück: 11:30 Uhr, dann stündlich – zwischen 15:15 und 17:00 Uhr klafft eine zweistündige Lücke im Fahrplan. Einplanen. Wer vor den Wassertaxis am Strand ist, hat ihn noch fast für sich: Um 10:20 Uhr ist die Ruhe noch vollständig. Wichtig: Sonnenschutz, Wasser, Proviant. Hier gibt es buchstäblich nichts außer Natur.
Agali Beach ist der zugänglichste Strand der Insel und für Familien am besten geeignet: weicher goldener Sand, türkisfarbenes Wasser, Strandtavernen direkt am Wasser. Mit dem Linienbus aus der Chora erreichst du Agali in 10 Minuten (Ticket 2,50 Euro), erste Abfahrt 9:30 Uhr, danach fast stündlich, letzter Bus zurück 19:30 Uhr. Alternativ wanderst du in rund 45 Minuten über den Weg A1 hinunter – sanft bergab, ständiger Meerblick, du landest direkt am Sand. Von Agali aus erreichst du in 15 bis 20 Minuten zu Fuß den Agios Nikolaos Beach – ruhig, teils beschattet von Seekiefern, auf dem linken Abschnitt FKK-Tradition. Die Taverne Agios Nikolaos direkt am Strand serviert exzellenten Fisch; das Papalagi auf dem Hügel, von Paris und seiner Familie geführt, bietet eine der schönsten Terrassen der Insel – Tisch reservieren. Der Schwertfisch direkt vom Grill ist ein Kapitel für sich.
Galifos liegt 10 Gehminuten von Agali entfernt, rechts vom Strand den Pfad hoch und wieder runter. Kleiner Kieselstrand, kein Strom, keine Liegen, eine urige Pension für alle, die wirklich abschalten wollen. Das Wasser ist tief und kühl. Wer alternative Atmosphäre sucht und keine Steckdose braucht: hier.
Livadaki Beach erreichst du per Wassertaxi von Agali – die Island Spirit fährt um 11:00, 13:00 und 15:00 Uhr ab, einfache Fahrt 8 Euro, Hin und zurück 14 Euro. Überfahrt rund 15 Minuten, optionaler Stopp am Agios Nikolaos Beach. Zurück: 11:20, 13:20 und 15:20 Uhr. Erste Abfahrt nehmen, Vormittag in Livadaki verbringen, zum Mittagessen weiter nach Agios Nikolaos. Hinter dem Strand spenden einige Bäume Schatten – ansonsten gilt: mehr Sonnenschutz als nötig, mehr Wasser als geplant.
Agios Georgios im Nordwesten ist für Abenteurer: Sand und Kies, von Ano Meria 45 Minuten zu Fuß über einen Maultierpfad, der an der Taverne Maria beginnt – oder mit eigenem Fahrzeug über eine unbefestigte Straße. Der Strand liegt direkt dem Meltemi ausgesetzt; an Nordwindtagen kann die See rau werden. Verpflegung gibt es keine, einige Bäume spenden Schatten. Dafür bist du hier fast immer allein.
Ampeli im äußersten Norden: weißer Kiesel, tiefe Bucht, kein Schatten, keine Infrastruktur, kein Empfang. Vom Busbahnhof Ano Meria 45 Minuten zu Fuß dem links von der Hauptstraße ausgeschilderten Maultierpfad folgend – oder mit eigenem Fahrzeug bis zum Asphaltende, dann noch 20 Minuten zu Fuß. Einer der echten Folegandros Geheimtipps: Wer hier ankommt, hat den Strand meistens für sich.
Vardia Beach nahe dem Hafen eignet sich für ein erstes Bad nach der Fähre oder den letzten Sprung vor der Abfahrt – drei Minuten zu Fuß vom Hafen. (Mehr im Hafenabschnitt.)
Bootstickets Katergo: 14 Euro Hin/Rück, bar an Bord · Bus nach Agali: 2,50 Euro · Wassertaxi Livadaki: 8 Euro einfach / 14 Euro Hin-Rück
Mein Tipp: Informiere dich vor Strandtagen über die Meltemi-Windlage – nördliche Strände wie Agios Georgios können bei starkem Wind ungenießbar sein, während Agali und Agios Nikolaos in der Bucht geschützt liegen. Starte Bootsfahrten früh, bevor die Wassertaxis anlaufen. Auf keinem unbewirtschafteten Strand gibt es Trinkwasser – bring mindestens doppelt so viel mit, wie du für nötig hältst.
7. Zu Fuß durch Folegandros – Hirtensteige, Geisterdorf, Steilküsten


Sechs markierte Hauptrouten durchziehen die Insel und bilden ein zusammenhängendes Wegenetz von über 30 Kilometern. Die Strecken sind bestens ausgeschildert und verbinden die großen Einheiten der Insel: Chora, Hafen Karavostassis, Agali-Bucht und Ano Meria. Viele dieser Pfade sind die originalen Hirten- und Verbindungswege, auf denen sich die Bewohner seit Jahrhunderten zwischen den Siedlungen bewegt haben – du läufst buchstäblich in alten Spuren.
Route 1 – Chora nach Agali: Der klassische Einstieg. Der Weg beginnt im Westen der Chora und folgt alten Verbindungswegen zur Westküste und zur Agali-Bucht. Sanft bergab, terrassierte Hügel, Trockenmauern, mit jedem Höhenmeter ein breiteres Panorama über die Bucht darunter. Du landest direkt am Sand und nimmst den Bus zurück. Gehzeit: 45 Minuten bis 1 Stunde | Schwierigkeit: leicht | Ideal für den ersten Wandertag.
Route 2 – Weg des ländlichen Lebens: Ano Meria bis Agali: Route 2 ist die umfangreichste der sechs – und der Startpunkt in Ano Meria ist klein genug, dass du ihn ohne genaue Angaben verpasst. Sie beginnt im Viertel Agios Ioannis Eleimonas: links die Kapelle Agios Ioannis Chrysostomos, rechts das Folkloremuseum. Der Weg führt bergab mit Panorama über den südöstlichen Teil der Insel, weiter zur Kreuzung bei Giorgis t’Aga, wo alte Bauernhäuser zwischen Trockenmauern stehen – dann durch das verlassene Bauerndorf Marmaro. Der Abzweig kostet rund 30 Minuten extra. Nimm ihn. Häuser, Zisternen, Trockenmauern – alles noch da, nur die Menschen fehlen. Heute gleicht der Ort einer Geisterkulisse. Von Marmaro führt der Weg hinunter zum Strand Agios Nikolaos: Sand, klares Wasser, Schatten der Tamariskenbäume – die beste Schwimmpause auf einer Wanderung, die du auf Folegandros machen kannst. Die letzte Etappe folgt dem Meer entlang zum kleinen Galifos Beach und schließlich zur Kapelle Agia Marina bei Agali. Gesamtdauer: 2,5 bis 3,5 Stunden, je nach Tempo und Badeaufenthalt.

Route 3 – Rundtour Leuchtturm Aspropounta: Startpunkt sind die Windmühlen von Ano Meria. Von dort geht es südlich in Richtung der Themonies – die verstreuten kleinen Höfe, die das traditionelle Bild des Nordens prägen. Nach rund 30 Minuten nimmst du eine Abzweigung hinauf zur Kirche Agia Fotini. Nach einer weiteren halben Stunde bergab erreichst du den Leuchtturm Aspropounta. Von hier führt der Pfad hinunter zum Livadaki-Strand – eine kleine geschützte Bucht, ideal für eine Schwimmpause. Zurück nach Ano Meria: Halt bei der Kapelle Panagia Nisiotissa auf dem Hügel, dann weiter zur Kapelle Taxiarchi am westlichen Rand des Dorfes. Die Hauptstraße bringt dich zurück zu den Windmühlen. Gesamtdauer: rund 3 Stunden.
Mein Tipp: Starte entweder vor 9 Uhr oder nach 17 Uhr. Trage festes Schuhwerk, denn der Untergrund aus Kalkstein und altem Pflaster ist uneben. Lade dir vor dem Start eine Offline-Karte herunter – auf den abgelegenen Routen in Richtung Ampeli und Agios Georgios gibt es mitunter nur schwachen oder gar keinen Mobilempfang.
8. Chrysospilia – Höhle mit Jahrtausende alten Inschriften

Die Chrysospilia – die Goldene Höhle – liegt 30 Meter über dem Meeresspiegel an der Nordostküste, direkt in die Steilküste gehauen. Kein Weg führt von Land aus sicher hin, kein Schild weist sie aus. Der Zugang unterliegt der Aufsicht des griechischen Archäologischen Service – und zählt damit zu den Folegandros Geheimtipps, die nur mit etwas Planung erreichbar sind.
Die Höhle besteht aus zwei Hauptkammern, verbunden durch einen Korridor. Die erste Kammer ist rund 100 Meter lang und 50 Meter breit: Hier wurden eine Zisterne aus römischer Zeit und ein menschliches Skelett gefunden, der Boden ist mit Muscheln übersät. Was die Chrysospilia auszeichnet: In ihre Wände sind über 400 Namen und Inschriften aus dem 4. Jahrhundert vor Christus geritzt. Die Höhle erstreckt sich 300 Meter tief ins Gestein.
Der sicherste Zugang erfolgt vom Meer aus – viele Bootsausflüge legen bei ruhiger See hier einen Fotostopp ein. Für eine Innenbesichtigung muss vorab eine Genehmigung bei der örtlichen Hafenbehörde eingeholt werden. Den Kletterpfad entlang der Felsen solltest du meiden: Er ist zu gefährlich.
Mein Tipp: Frag Tavernenbesitzer in der Chora nach dem aktuellen Zugangsstatus – sie wissen meist zuverlässig, wann und wie die Höhle zugänglich ist.
9. Leuchtturm Aspropounta – Weißer Turm, schwarze Felsen, Solarstrom seit 1986

Von Ano Meria führt ein Wanderweg zum Leuchtturm Aspropounta – rund 60 Minuten durch eine fast menschenleere Landschaft, Meeresrauschen und Wind als einzige Begleitung. Der Leuchtturm entstand 1919 und nahm im November 1921 seinen Betrieb auf. Er steht 58 Meter über dem Meer, der weiße Turm misst 11 Meter Höhe, seine Reichweite beträgt 17 Seemeilen. Betrieben zuerst mit einer Dochtlampe, dann mit einem Erdöl-Dampf-Mechanismus – seit 1986 läuft er auf Solarenergie.
Geschichte auch hier. Und sie ist nicht idyllisch: Deutsche Truppen zerstörten den Leuchtturm 1941. Erst 1945 öffnete er wieder.
Von Livadaki aus ist er in rund 15 Minuten zu Fuß erreichbar, von Ano Meria über Route 5 in einer Stunde. Der weiße Turm vor den schroffen schwarzen Felsen ist ein Motiv für Foto-Puristen. Auf dem Weg hinab zur Livadaki-Bucht liegt ein einsamer Kieselstrand – ideal für eine Schwimmpause, bevor die Rundwanderung zurück zur Kapelle Panagia Nisiotissa führt.
Eintritt: frei · Zugang: von Ano Meria (ca. 60 Min.) oder von Livadaki (ca. 15 Min.) · Kein öffentlicher Verkehr
Mein Tipp: Plane die Wanderung in Richtung Nachmittag und kombiniere Leuchtturm und Livadaki-Strand zu einer halbtägigen Rundtour ab den Windmühlen von Ano Meria.
10. Gastronomie auf Folegandros – Zwischen Tradition und Interpretation

Das gastronomische Angebot in den Gassen der Chora ist groß. Tavernen mit traditionell zubereiteter heimischer Küche verlieren hier wie überall an Boden – Fusionsküche und Neuinterpretationen haben auch Folegandros erreicht. Einige Lokale halten dagegen.
Frischen Fisch bekommst du im Zefiros Anemos am Dorfrand – bekannt für die Astako Makaronada, Spaghetti mit Hummer, und für Fisch, der direkt am Tisch zubereitet wird. Für Ouzo, Tsipouro und Mezedes empfehle ich To Koupi und das Lotzia am Hintereingang des Kastros – beide ohne Touristenbetrieb, beide mit echten Mezedes. Das Eva’s Garden, beim Verlassen der Chora in Richtung Ano Meria, serviert griechische Küche mit modernem Akzent; direkt gegenüber liegt Belegra Aegean Tastes im selben Stil. Den schönsten Innenhof hat das Pounta am Rand des Kastros: Platanen, Bücherregal, kleine Nischen zwischen Stein und Grün. Das Frühstück hier ist ein Ereignis. Für den kleinen Hunger: Kanela Coffee & Bakery bietet täglich frische Backwaren, süß und herzhaft, mit Sitzen im Freien.
Am Strand von Agali führt O Psaromilígkas ein Farmrestaurant – die Produkte stammen vom eigenen Hof in Ano Meria. Vasiliki kocht mit ihrer Familie in der Küche, der Blick auf die Bucht ist in keinen Preis eingerechnet. Ein Trend, den ich kritisch sehe: Immer mehr Lokale nennen ihre Küche „neu-interpretiert griechisch“ und verlieren dabei die Gerichte ihrer Vorfahren aus den Augen. To Pardalo am Kochlidia Beach ist eine seltene Ausnahme: Giannis, alias „Famous Johnny„, erkennbar am verdrehten Schnurrbart, serviert Schmorgerichte vom Lamm und Rind, traditionelle Mezedes und Oktopus von allererster Güte. Die alte Schule. Auch das Zephyros im hinteren Teil der Chora sowie das The Homemade (ehemals To Spitiko) halten sie: sehr gutes Essen nach alter Machart.
Abends läuft im Astarti ausschließlich griechische Musik. Im Aquarius am letzten Platz vor dem Ortsausgang bestimmt Wirt Apostolis das Programm – vor allem Rockmusik. Den besten Blick auf den Sonnenuntergang bietet die Terrassenbar im Anemomilos, linksseitig auf dem Weg hinauf zur Panagia.
Mein Tipp: Probiere Koufeto – die traditionelle Süßspeise aus Quitten, Honig und Mandeln, auf Folegandros klassisch bei Hochzeiten gereicht. Und frag nach Kaltsounia: mit Käse gefüllte Teigstücke, oft mit Honig beträufelt.
11. Meine Hotelempfehlungen für Folegandros – Boutique statt Kette

Die Unterkünfte auf Folegandros spiegeln den Charakter der Insel. Keine Hochhausketten. Stattdessen familiengeführte Boutique-Hotels, Suiten mit Meerblick und Studios, die mehr Persönlichkeit haben als manches Fünf-Sterne-Haus auf größeren Inseln.
Das Ampelos Hotel in der Chora führen Theo und seine Frau Areti – mit einer Herzlichkeit, die nicht gelernt, sondern gewachsen ist. Die Lage oberhalb der Chora gibt einen Panoramablick, der morgens und abends ein anderer ist. Traditionelle Architektur, ein Innenhof mit blühenden Beeten, Pool. Die Familie blickt auf eine lange Geschichte auf der Insel zurück – frag beim Frühstück danach. Ein Hotel, das du nicht buchst, weil eine Plattform es empfiehlt, sondern weil dich jemand hinschickt.
Das Anemomilos Boutique Hotel klebt am höchsten Punkt direkt an der Steilklippe – 17 Studios und Suiten, wenige Gehminuten zum Hauptort, direkt nebenan beginnt der Zickzackpfad zur Panagia. Seit 1993 familiengeführt. Gründer Dimitris Patelis, ehemaliger Bauunternehmer, verliebte sich bei seinem ersten Besuch in die Insel und baute das Hotel darum herum. Sonnenaufgang im Bademantel inklusive, wenn du früh genug aufstehst.
Für Pool-Lifestyle und Strandnähe: das Anemi Hotel & Spa in Karavostassis – 5 Sterne, minimalistisches Design mit kykladischen Elementen, wenige Schritte vom Hafen. Das Polikandia Hotel in der Chora ist bei Reisenden konstant top-bewertet: klassische Kykladenarchitektur, Pool mit Bougainvillea-Rahmen, direkt am Eingang zur Chora. Das Vrahos Boutique Hotel liegt direkt an der Bucht von Karavostassis – 20 Meter vom Strand, mit Outdoor-Whirlpool und Café-Bar mit Meerblick. Das Blue Sand Boutique Hotel hoch über Agali: direkter Meerblick, weniger Betrieb als die Hotels in der Chora.
Mein Tipp: Buche spätestens bis Februar für den Sommer – die besten Häuser füllen sich schnell, und die Insel hat schlicht nicht viele Betten. Flexible Reisende kommen im Mai oder September: Preise tiefer, Qualität identisch.
12. Anreise & praktische Tipps – Per Fähre rein, per Fähre raus

Folegandros hat keinen Flughafen. Zum Glück – denn das ist der einzige strukturelle Schutz, den die Insel gegen Massentourismus hat. Fliege zunächst nach Santorini oder Athen, dann per Fähre weiter. Ab Santorini schafft Seajets die Überfahrt in rund 50 Minuten, Maistros Santorini braucht 1 Stunde 45 Minuten, Zante Ferries rund 3 Stunden 5 Minuten. Ab Piräus (Athen) plane 4 bis 9 Stunden ein, je nach Verbindung. Auch Mykonos und Milos sind gute Ausgangspunkte für das Hopping in die südlichen Kykladen.
Auf der Insel verbindet ein Linienbus Karavostassis mit der Chora und Agali: erste Abfahrt im Hafen um 07:55 Uhr, letzte um 23:10 Uhr (Nebensaison: 19:10 Uhr), Ticket 2 Euro, direkt beim Fahrer. Für abgelegene Wanderausgangspunkte in Ano Meria und die stillsten Strände empfehle ich ein Mietauto oder Quad.
Mai und Juni sind die besten Monate für Fotoreisende: Die Insel ist noch grün, Blumen blühen, das Licht ist weich. September/Oktober bringt das wärmste Meerwasser und einen abflauenden Meltemi. Im Hochsommer (Juli/August) kommen mehr Besucher, die Plätze in der Chora füllen sich – ein Überangebot wie auf Santorini oder Mykonos entsteht trotzdem nicht.
Mein Tipp: Kombiniere Folegandros mit der kleinen Nachbarinsel Sikinos – in Fährdistanz erreichbar, mit einer mittelalterlichen Kastro-Chora, die noch stiller ist als Folegandros. Buch Fähren frühzeitig, vor allem für Sommer-Verbindungen ab Santorini – die schnellen Seajets-Tickets gehen zuerst weg.
Wenn dir Folegandros gefällt, wirf auch einen Blick auf die Sehenswürdigkeiten auf Sikinos. Die kleine Nachbarinsel ist ein zeitloses Refugium für Reisende, die Stille und Ursprünglichkeit suchen.
❓ FAQ – Häufige Fragen zum Inselhüpfen auf Folegandros
❓ Wie komme ich nach Folegandros?
Nur per Fähre. Der nächste Flughafen ist Santorini (50 Min. mit Seajets), alternativ Athen/Piräus (4 bis 9 Stunden je nach Verbindung). Fährtickets am besten frühzeitig über Ferryscanner oder Ferryhopper buchen, besonders für die Hauptsaison.
❓ Wie viele Tage sollte ich auf Folegandros einplanen?
Drei Tage sind das Minimum, um Chora, Strände und ein bis zwei Wanderrouten zu erleben. Fünf Tage sind ideal, um auch Ano Meria, den Leuchtturm und die abgelegeneren Buchten in Ruhe zu erkunden – ohne das Gefühl, gehetzt zu sein.
❓ Brauche ich ein Auto oder Motorrad auf Folegandros?
Nicht zwingend. Bus und Wassertaxis bringen dich zu den meisten Hauptzielen. Für Strände und Wanderausgangspunkte in Ano Meria (Ampeli, Agios Georgios) empfiehlt sich ein Mietquad oder -auto. Das gibt dir eine Freiheit, die kein Fahrplan ersetzen kann.
❓ Wann ist die beste Reisezeit für Folegandros?
Mai und Juni für Fotografen und Wanderer: Die Insel ist grün, die Temperaturen angenehm, die Massen noch nicht da. September für das wärmste Wasser und entspannte Strände. Juli und August sind lebhafter als der Rest des Jahres – aber immer noch ruhiger als jede andere bekannte Kykladeninsel.
❓ Gibt es auf Folegandros Geldautomaten?
Ja, in der Chora und im Hafen. Die Anzahl ist begrenzt – heb vor der Abreise genug Bargeld ab. Viele Tavernen und kleinere Läden akzeptieren keine Kreditkarten.
❓ Sind die Wanderwege auf Folegandros gut markiert?
Ja. Das Netz aus sechs Hauptrouten ist durchgehend rot-weiß markiert und als Selbstläufer angelegt. Für abgelegene Pfade Richtung Ampeli oder Agios Georgios empfiehlt sich eine Offline-Karte (AllTrails oder Wikiloc) als Backup.
❓ Welche lokalen Spezialitäten sollte ich probieren?
Matsata (handgemachte Pasta, klassisch mit Ziege oder Hahn), Kaltsounia (käsegefüllte Teigtaschen mit Honig), Koufeto (Süßspeise aus Quitten, Honig und Mandeln, traditionell bei Hochzeiten) und Fava (cremiges Erbsenpüree mit Zwiebeln und Kapern).
Mein Fazit zu Folegandros

Folegandros schützt sich selbst. Keine Landebahn, kein Kreuzfahrtterminal, keine Straßen für mehr als ein paar Dutzend Autos. Was bleibt, ist das, wofür Reisende kommen: die Chora am Rand der Klippen, das Blau der Ägäis, die Stille zwischen den Wanderwegen.
Diese Insel macht aus dem, was andere als Mangel verkaufen würden, ihr stärkstes Argument. Abgeschiedenheit. Begrenztes Angebot. Eine Chora, die keine Touristenfalle ist, weil sie sich nicht als eine versteht. Die schönsten Folegandros Sehenswürdigkeiten, von der Panagia bis zur Chrysospilia, vom Leuchtturm bis zur stillen Bucht im Norden, haben kein Kassenhäuschen davor.
Mein Feelgood-Faktor: 92 von 100!







