Die Kamera des iPhone 14 Pro im Test
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iPhone 14 Pro Test: Das musst du über die Kamera wissen

Die Kamera vom Apple iPhone 14 Pro (Max) bringt viele Verbesserungen mit. Doch wie schlägt sich die Kamera des Luxus-Smartphones im Alltag eines Fotografen? Ich habe die iPhone-Kamera einem ausführlichen Test unterzogen.

Bei uns findest du alle wichtigen Infos zu Sensorgröße, Megapixel, Foto- und Videoqualität und vieles mehr.

Und nun viel Spaß mit meinem iPhone-14-Pro-Kamera-Test.

Aktualisiert am 30.01.2024
Die Reiseblogger Biggi Bauer und Florian Westermann

Die Brennweiten der iPhone-14-Pro-Kamera

Ein Foto vom Hintersee, aufgenommen mit dem iPhone 14 Pro
Wie gut ist die iPhone-14-Pro-Kamera? Das wird mein Test zeigen

Zum ersten Mal in der Geschichte bringt die Pro-Version vom iPhone vier nutzbare Brennweiten mit. Die Vorgängermodelle iPhone 13 Pro und iPhone 12 Pro haben dagegen nur drei nutzbare Brennweiten (den digitalen Zoom nicht berücksichtigt).

Auf der Rückseite des Edel-Smartphones befinden sich aber nach wie vor drei Kameralinsen. Wenn du dich fragst, wie Apple das macht: Die Hauptkamera vom iPhone löst erstmals mit 48 Megapixel aus. Um die vierte nutzbare Brennweite bereitzustellen, nutzt Apple den hochauflösenden Sensor der Weitwinkel-Hauptkamera (1x) für einen verlustfreien digitalen Zoom.

Im Vergleich mit dem Vorgängermodell hat Apple die Blendenöffnungen von Weit- und Ultraweitwinkel auf f/1.78 (von f/1.5) respektive f/2.2 (von f/1.8) verkleinert. Ob sich die kleinere Blendenöffnung negativ auf die Bildqualität auswirkt, werde ich in diesem Kamera-Test klären.

Übrigens spielt es keine Rolle, ob du dich für das kleine iPhone Pro oder das große iPhone Pro Max entscheidest. Die Max-Variante hat ein größeres Display und einen stärkeren Akku – die Kamerasysteme sind aber identisch. Der Unterschied zwischen iPhone 14 und iPhone 14 Pro ist allerdings gewaltig.

Hier findest du übrigens meinen Kameratest zum iPhone 15 Pro Max.

Neue Hauptkamera mit 48 Megapixel Auflösung

Die wichtigste Neuerung beim iPhone 14 Pro (Max) ist der hochauflösende 48-Megapixel-Sensor der Weitwinkel-Hauptkamera (1x). 48 Megapixel brauchen aber auch gehörig Platz, um sinnvoll genutzt zu werden. Im Vergleich zum Vorgängermodell ist der Bildsensor der Hauptkamera um 65 Prozent gewachsen. Das Herzstück der iPhone-14-Pro-Kamera ist ein 1/1,28-Zoll-Sensor. Das merkt man auch am Kamerabuckel, der noch einmal größer geworden ist.

Sonnenaufgang am Hintersee mit Bergblick, fotografiert mit der Hauptkamera vom iPhone 14 Pro
Die Hauptkamera vom iPhone 14 Pro löst mit maximal 48 Megapixel auf. Die Fotos begeistern mit zahlreichen Details

Trotz des größeren Bildsensors messen die Pixel der Hauptkamera nur noch 1,22 μm (Micrometer). Die Pixel der Hauptkamera vom iPhone 13 Pro (Max) messen 1,9 μm.

Um diesen Nachteil auszugleichen (kleine Pixel führen zu einem höheren Bildrauschen), setzt Apple erstmals das sogenannte „Pixel Binning“ ein. Hier fasst das iPhone 14 Pro vier Pixel zu einem größeren Pixel zusammen. Der „Quad-Pixel“ misst 2,44 μm. Damit reduziert sich die Auflösung aber auf zwölf Megapixel.

Bei der Hauptkamera kommt eine Bildstabilisierung mit Sensorverschiebung (das kennt man schon aus dem iPhone 13 Pro Max und insbesondere aus teuren Profi-DSLMs) zum Einsatz.

Apple nutzt den hochauflösenden Sensor der Hauptkamera auch für die vierte Brennweite (2x). Hier handelt es sich um einen verlustfreien digitalen Zoom. Um die vierte Brennweite zu ermöglichen, nimmt der hochauflösende 48-Megapixel-Sensor der Hauptkamera Bilder mit „nur“ zwölf Megapixel auf. Beim direkten Vergleich mit dem iPhone 13 Pro (Max) – hier muss man für den gleichen Bildausschnitt digital zoomen – ist der verlustfreie 2-fach-Zoom des iPhone 14 Pro weit überlegen.

Beim Ultraweitwinkelobjektiv (0,5x), das auch für den Makro-Modus zum Einsatz kommt, und beim Teleobjektiv (3x) gab es im Vergleich zum Vorgängermodell keine größeren technologischen Veränderungen.

Die Kamera-Brennweiten im Vergleich

Das iPhone 14 Pro (Max) verfügt über vier nutzbare Brennweiten in der Standard-Kamera-App. Neben einer Ultraweitwinkelbrennweite (0,5x) und einer Weitwinkelbrennweite (1x) stehen dir zwei Telebrennweiten (2x, 3x) zur Verfügung.

Übrigens solltest du beim Fotografieren mit dem iPhone nur die vorgegebenen Brennweiten der Kamera-App nutzen. Nur so erzielst du die bestmögliche Bildqualität. Hier findest du noch mehr Tipps zum Fotografieren mit dem iPhone.

Hier zeige ich dir den Unterschied der Kameralinsen. Alle Bilder entstanden vom gleichen Standpunkt aus. Du kannst die Fotos auch vergrößern – einfach anklicken.

Die Kirche St. Sebastian im Berchtesgadener Land, aufgenommen mit dem iPhone Pro 14 (0,5x)
Dieses Foto entstand mit der Ultraweitwinkellinse des iPhone Pro 14 (0,5x)
Die Kirche St. Sebastian im Berchtesgadener Land, aufgenommen mit dem iPhone Pro 14 (1x)
Bei diesem Foto kam die hochauflösende Hautkamera (1x) mit 48 Megapixel zum Einsatz (aufgenommen im Format Apple ProRaw)
Die Kirche St. Sebastian im Berchtesgadener Land, aufgenommen mit dem iPhone Pro 14 (2x)
Die Brennweite 2x entspricht etwa dem gewohnten Sehfeld des Menschen
Die Kirche St. Sebastian im Berchtesgadener Land, aufgenommen mit dem iPhone Pro 14 (3x)
Für dieses Foto habe ich die Telelinse (3x) benutzt

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Das iPhone 14 Pro (Max) im Kamera-Test (inkl. Testbilder)

Ein Halloween-Kürbis am Hintersee, fotografiert mit der Ultraweitwinkelkamera (0,5x) vom iPhone 14 Pro
Schon bei Dämmerlicht zaubert die iPhone-Kamera – hier die Ultraweitwinkellinse (0,5x) – eindrucksvolle Fotos

Aber wie schlägt sich die Kamera des iPhone 14 (Max) im Test? Das verrate ich dir hier. Beachte, dass die Bilder fürs Internet stark komprimiert sind. Zur besseren Beurteilung der Testbilder (im JPG-Format) kannst du einige der hier präsentierten Fotos für den privaten Gebrauch (bitte Copyright beachten) in voller Auflösung kostenlos downloaden (54 MB).

Bei Tageslicht macht die iPhone-Kamera überragende Bilder. Spannend wird es bei schwierigen Lichtbedingungen, auf die ich mich in diesem Test konzentriere.

Tipp: Egal ob du mit dem Smartphone oder mit einer DSLM/ DSLR fotografierst: mit unserem Online-Fotokurs lernst du ganz einfach fotografieren!

Die Funktionen der iPhone-Kamera-App

Zunächst einmal bekommst du hier einen Überblick über die Grundfunktionen der Kamera-App vom iPhone.

Das Ultraweitwinkelobjektiv (0,5x)

Das Ultraweitwinkelobjektiv vom iPhone 14 Pro (0,5x) ist das perfekte Werkzeug für beeindruckende Landschaftsbilder. Wie schon beim Vorgänger löst die Kamera mit zwölf Megapixel aus.

Die Felsen am Hintersee am Morgen, fotografiert mit dem Ultraweitwinkel des iPhone 14 Pro
Das Ultraweitwinkel vom iPhone 14 Pro eignet sich hervorragend für atemberaubende Landschaftsfotos
Felsen am Abend im Chiemsee, fotografiert mit dem Ultraweitwinkel (0,5x) des iPhone 14 Pro
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort gelingen mit der iPhone-14-Pro-Kamera tolle Fotos

Die etwas weiter geschlossene Blende von f/2.2 (beim Vorgänger f/1.8) spielt meiner Meinung nach keine entscheidende Rolle. Selbst bei Dämmerlicht gelingen mit der Ultraweitwinkelkamera (13 mm Kleinbildäquivalent) tolle Landschaftsfotos.

Steine im Wasser am Hintersee, fotografiert mit der Ultraweitwinkelkamera (0,5x) vom iPhone 14 Pro
Das Ultraweitwinkelobjektiv vom iPhone 14 Pro liefert auch mit zwölf Megapixel Auflösung detailreiche Fotos

Makroaufnahmen

Die Ultraweitwinkelkamera ist auch zuständig für die Makros. Näherst du dich mit der Kameralinse einem kleinen Objekt, wechselt die Kamera unmerkbar in den Makro-Modus. Das gelingt sogar bei wenig Umgebungslicht, etwa am Abend im Wald, sehr gut.

Eine Nahaufnahme von einem Pilz, fotografiert mit dem iPhone 14 Pro
Selbst bei schwierigen Lichtbedingungen (ISO 1600) gelingen mit dem iPhone 14 Pro tolle Nahaufnahmen

Die 48-Megapixel-Hauptkamera (1x, 2x)

Der 48-Megapixel-Sensor (8064 x 6048 Pixel) der iPhone-14-Pro-Hauptkamera (1x) eröffnet Fotografen eine völlig neue Ära. Die Bilder sind in der höchsten Auflösung extrem detailreich. Außerdem kannst du deine Fotos ohne Probleme beschneiden.

Ein Bild vom Deutschen Museum am Abend in München, aufgenommen mit der Hauptkamera des iPhone 14 Pro
Dieses Foto habe ich mit der Hauptkamera (1x) vom iPhone 14 Pro aufgenommen. Das Bild wurde als Apple ProRaw in voller Auflösung (48MP) gespeichert und anschließend mit Adobe Lightroom entwickelt. Am Ausschnitt vom Dach erkennst du, wie viele Details die Kamera selbst bei schwierigen Lichtbedingungen liefert
Ein Bild vom Deutschen Museum am Abend in München, aufgenommen mit der Hauptkamera des iPhone 14 Pro
Bei diesem Bild handelt es sich um die gleiche (!) Aufnahme. Ich habe das Foto lediglich beschnitten, was dank der hohen Auflösung der iPhone-Kamera kein Problem darstellt

Standardmäßig nimmt die Hauptkamera (Einstellung 1x) Fotos mit zwölf Megapixel auf. Willst du mit dem iPhone 14 Pro Bilder in voller Auflösung aufnehmen, musst du die Raw-Funktion einmalig in den Einstellungen einschalten (Einstellungen > Kamera > Formate > „Apple ProRaw“ aktivieren und die Auflösung auf 48 MP stellen) und dann jedes Mal beim Fotografieren in der Kamera-App die „Raw-Funktion“ aktivieren.

Es ist allerdings keine gute Idee, in Zukunft alle Fotos in voller Auflösung im ProRaw-Format aufzunehmen:

Nutze die volle Auflösung des 48-Megapixel-Sensors also nur in speziellen Situationen. Etwa dann, wenn du das Bild später beschneiden („croppen“) oder großformatig ausdrucken willst und nur, wenn genügend Licht bei der Aufnahme vorhanden ist.

Ein Halloween-Kürbis am Hintersee, fotografiert mit der Weitwinkelkamera (1x) vom iPhone 14 Pro
Dieses Foto entstand ebenfalls mit der Hauptkamera vom iPhone 14 Pro in einer Auflösung von 48 Megapixel. Am Baum erkennst du gut die vielen Details

Für die meisten Situationen genügt die altbekannte Standardauflösung von zwölf Megapixel. Aufnahmen mit geringerer Auflösung haben außerdem einen Vorteil bei Situationen, in denen wenig Licht zur Verfügung steht. Das ProRaw-Format kannst du natürlich auch mit zwölf Megapixel Auflösung nutzen (Einstellungen > Kamera > Formate > Apple ProRaw auf 12 MP stellen).

Übrigens nutzt nur die Hauptkamera (1x) auf Wunsch die volle Auflösung von 48 Megapixel. Alle anderen Brennweiten sind auf 12 Megapixel limitiert – egal welche Einstellung du für Apple ProRaw wählst.

Die Hauptkamera ist beim iPhone 14 Pro auch für die neu hinzugekommene Brennweite 2x zuständig. Die Einstellung 2x entspricht einer Brennweite von 48 mm im Kleinbildformat und damit etwa dem gewohnten Sichtfeld des Menschen. Bei der Brennweite 2x handelt es sich zwar um einen digitalen Zoom. Dank der hohen Auflösung des Bildsensors ist dieser aber verlustfrei.

Die Häuser am Hintersee, fotografiert mit der Hauptkamera (2x) vom iPhone 14 Pro
Dieses Bild entstand mit dem 2-fach- Zoom der Hauptkamera. Das Foto wurde als ProRaw mit 12 Megapixel aufgenommen. Die iPhone-Kamera leistet ganze Arbeit. Dass es sich hier um einen digitalen Zoom handelt, ist nicht zu erkennen

Für mich ist die neue Brennweite eines der Top-Features vom iPhone 14 Pro. Beim Vorgängermodell war mir der Sprung zwischen den verschiedenen Linsen/ Brennweiten oft zu stark. Mit der neuen Brennweite von umgerechnet 48 mm eröffnen sich dir völlig neue Perspektiven, die ich bisher bitter vermisst hatte.

Das Teleobjektiv (3x)

Die vierte Brennweite vom iPhone 14 Pro entspricht 77 mm am Kleinbildformat, also einer leichten Telebrennweite. Aufnahmen mit der 3x-Kamera lösen mit 12 Megapixel auf.

Ein Baum auf einem Felsen am Hintersee am Morgen, fotografiert mit dem Tele (3x) des iPhone 14 Pro
Die vierte Brennweite vom iPhone 14 Pro entspricht 77 mm am Kleinbildformat und vervollständigt das sehr gute Kamerasystem des Edel-Smartphones

Mit der 3-fach-Linse holst du weit entfernte Motive relativ nah heran. Für einen Städtetrip oder die Landschaftsfotografie ist die Linse ideal. Die Bildqualität der Linse ist auch bei schwierigen Lichtbedingungen überzeugend.

Der Sonnenaufgang am Hintersee, fotografiert mit dem Tele (3x) des iPhone 14 Pro
Mit der leichten Telebrennweite gelingen dir mit dem iPhone 14 Pro tolle Landschaftsfotos

Willst du Tiere in freier Wildbahn fotografieren, etwa in Südafrika, greifst du aber lieber zu einer DSLM/ DSLR mit einem starken Teleobjektiv. Hier findest du meine ausführliche Kamera-Kaufberatung.

Langzeitbelichtungen mit dem iPhone 14 Pro (Max)

Wie auch bei älteren iPhones kannst du mit dem iPhone 14 Pro Langzeitbelichtungen anfertigen.

Eine Langzeitbelichtung am Abend in München mit Blick über die Isar, fotografiert mit dem iPhone 14 Pro
Das iPhone 14 Pro kann auch Langzeitbelichtungen aus der Hand. Fürs Web sind die Aufnahmen völlig ausreichend

Um eine Langzeitbelichtung mit dem iPhone anzufertigen, wählst du in der Kamera-App die Funktion „Foto“ und aktivierst die Live-Funktion oben rechts im Display (jetzt stehen dir aber keine ProRaw-Aufnahmen mehr zur Verfügung).

Dabei spielt es keine Rolle, welche Kameralinse bzw. Brennweite du nutzt. Die Live-Funktion mit der Langzeitbelichtung steht dir sogar bei der Frontkamera zur Verfügung.

Löst du aus, musst du einen Moment still halten. Danach öffnest du das fertige Foto und tippst oben links auf „Live“. Hier wählst du „Langzeitbelichtung“. Das iPhone erstellt nun eine Langzeitbelichtung. Das funktioniert sogar bei Aufnahmen aus der Hand. Ohne Handystativ darfst du aber keine 100-prozentige Schärfe erwarten. Für Instagram und Co reicht das aber alle Male! Eine leichte Unschärfe wird erst beim zoomen ins Bild sichtbar.

Langzeitbelichtungen stehen nicht im ProRaw-Format zur Verfügung und haben auch nur eine Auflösung von 2048 x 1536 Pixel (3,1 Megapixel). Hier sind Kameras, egal ob DSLR oder DSLM, weit überlegen.

Low Light: Nachtaufnahmen mit dem iPhone 14 Pro

Eine Nachtaufnahme in München, fotografiert mit dem iPhone 14 Pro
Auf einem nächtlichen Streifzug durch München. Die Hauptkamera (1x) des iPhone 14 Pro erfasst im Nachtmodus sogar Sterne in der Stadt – und das aus der Hand ohne Stativ

Kann man mit dem iPhone Sterne fotografieren? Wie das Foto beweist: Ja, mit dem iPhone 14 Pro ist das kein Problem. Nachtaufnahmen bei wenig Licht sind eine der großen Stärken der iPhone-14-Pro-Kamera. Hier macht sich der deutlich gewachsene Bildsensor bemerkbar.

Der Nachtmodus aktiviert sich bei Dunkelheit automatisch. Allerdings hast du die Möglichkeit, den Nachtmodus vor der Aufnahme zu deaktivieren (oben links in der Kamera-App).

Ist der Nachtmodus aktiviert, stehen dir für alle Brennweiten nur zwölf Megapixel Auflösung zur Verfügung. Willst du ein Bild mit der vollen Auflösung (48 MP) der Hauptkamera aufnehmen, musst du eventuell den Nachtmodus manuell deaktivieren.

Um übermäßiges Bildrauschen zu vermeiden, aktiviert das iPhone im Nachtmodus für die Hauptkamera (1x) das „Pixel Binning“ und fasst vier Pixel zu einem größeren Pixel zusammen, das mehr Licht aufnehmen kann als ein Einzelpixel. Davon profitiert die Bildqualität bei Dunkelheit – und das spürbar.

Eine beleuchtete Unterführung bei Nacht, aufgenimmen mit der Hauptkamera vom iPhone 14 Pro
Das Bild entstand mit der Hauptkamera (1x). Ich bin begeistert vom geringen Bildrauschen, den Details und den Farben
Ein buntes Graffiti in einer Unterführung, aufgenommen mit dem iPhone Pro 14
Als dieses Foto entstand, war es ziemlich düster. Hier sieht man im Detail eigentlich keinen großen Unterschied mehr zu einer herkömmlichen Kamera

Fotografierst du bei wenig Licht im ProRaw-Modus, solltest du die Auflösung der Hauptkamera in den Kamera-Einstellungen manuell von 48 auf zwölf Megapixel reduzieren. So nimmt das iPhone Bilder – unabhängig vom Nachtmodus – mit einer Auflösung von zwölf Megapixel auf, was der Bildqualität zugutekommt.

Achtung, wir waren zum Testen zu Halloween unterwegs – bitte nicht erschrecken 😏.

Ein Halloween-Skelett bei Dimmerlicht, fotografiert mit dem iPhone 14 Pro
Bei Low Light spielt das iPhone 14 Pro seine Stärken voll aus
Eine Halloween-Aufführung, fotografiert mit dem iPhone 14 Pro
Selbst bei extrem schwierigen Lichtbedingungen – hier Dunkelheit, Nebel und Gegenlicht – kann sich die Bildqualität der Kamera sehen lassen

Porträts mit dem iPhone 14 Pro (Max)

Mit der Porträt-Funktion der Kamera-App gelingen dir tolle Fotos von Menschen. Das funktioniert sogar in ziemlich dunklen Räumen.

Wir haben die Low-Light-Qualität der Kamera auf einer Halloween-Show ausführlich getestet und sind von den Resultaten absolut begeistert. Selbst bei schwierigsten Lichtbedingungen und Dunkelheit gelingen brillante Fotos und Porträts, auf denen man extrem viele Details erkennt.

Biggi mit Halloween-Kostüm, fotografiert bei Dunkelheit mit dem iPhone 14 Pro
Bei dieser Aufnahme war es verdammt dunkel. Das Foto entstand mit der Porträt-Funktion der Kamera-App. Gut zu sehen ist der unscharfe Hintergrund, den man nachträglich auch verändern kann
Biggi mit Halloween-Kostüm, fotografiert bei Dunkelheit mit dem iPhone 14 Pro
Auch wenn du mit der Porträt-Funktion fotografierst, steht dir später das Original-Bild zur Verfügung (hier ist der Hintergrund scharf abgelichtet). Das Foto kam so aus dem Handy und wurde nicht weiter bearbeitet

Bei Tageslicht hat die iPhone-Kamera leichtes Spiel. Hier gelingen dir mit der Porträt-Funktion jederzeit tolle Porträts. Aber selbst bei extrem schwierigen Lichtbedingungen leistet die Kamera ganze Arbeit. So mancher Party-Fotograf mit einer DSLM oder DSLR dürfte sich bei diesen Bildern verwundert die Augen reiben.

Hier findest du übrigens unsere Tipps für die Portraitfotografie.

Die Panoramafunktion

Panoramen fertigt das iPhone mit der entsprechenden Funktion in der Kamera-App an. Die Panoramen gelingen sehr gut aus der Hand. Die maximale Größe der iPhone-Panoramen liegt bei sagenhaften 63 Megabyte.

Tipp: Mit dem iPhone kannst du auch Hochkant-Panoramen anfertigen. Dazu hältst du das Smartphone einfach quer und führst es bei der Aufnahme von unten nach oben (oder umgekehrt).

Die Frontkamera

Die Frontkamera löst mit zwölf Megapixel aus und verfügt über alle Funktionen, die auch die Hauptkamera auf der Rückseite des Smartphones mitbringt. In der Regel nutzt man die Frontkamera – Apple nennt sie TrueDepth Kamera – für Selfies.

Problem Lensflares

Das Problem mit den Lensflares/ Geisterlichter, die auftreten, wenn grelles Licht bei Dunkelheit in die Kameralinse fällt, besteht auch beim iPhone 14 Pro.

Je nach Blickwinkel treten zwar noch Lensflares auf. Insgesamt finde ich die Lensflares aber nicht mehr so störend wie noch beim Vorgängermodell. Das Problem haben natürlich auch andere Smartphones – die Physik lässt sich eben nicht austricksen. Wer mit dem Smartphone fotografiert, wird in bestimmten Situationen wohl mit den Geisterlichtern leben müssen.

Apple ProRaw

Nutzer der Pro-Modelle können Fotos im Bildformat Apple ProRaw aufnehmen. Eine DSLR oder DSLR speichert eine Raw-Datei ohne algorithmische Veränderungen. Die Raw-Datei muss im Anschluss mit einer Bildbearbeitungssoftware entwickelt werden. Apple Pro Raw ist eine Weiterentwicklung des klassischen Raw-Formats.

Das ProRaw-Format beinhaltet Apples Algorithmen zur Bildbearbeitung wie Deep Fusion (für bessere Texturen und Details bei wenig Licht) und SmartHDR (um hohe Helligkeitsunterschiede darzustellen). Das hat zur Folge, dass du Fotos im ProRaw-Format bei der Postprodukion anders entwickelst als herkömmliche Raws aus deiner Kamera. Auch die gewohnten Presets funktionieren in der Regel nicht oder schlecht.

Zudem verfügen ProRaw-Aufnahmen über eine Farbtiefe von 12 Bit. So stehen 4096 Helligkeitsstufen von Rot, Grün und Blau zur Verfügung. Beim Jpeg- oder HEIC-Format mit 8 Bit stehen nur 256 verschiedene Helligkeitsstufen von Rot, Grün und Blau (mit denen sich 16,8 Millionen Farben darstellen lassen) zur Verfügung.

Allerdings haben die meisten Computermonitore nur eine Farbtiefe von 8 Bit. Auch beim Druck spielen die 12 Bit keine Rolle. Deutlich sichtbar werden die Unterschiede zwischen 8 und 12 Bit auf teuren Bildschirmen wie dem Apple Pro Display XDR.

Fotografierst du oft bei schwierigen Lichtbedingungen, ist das ProRaw-Format ein enormer Zugewinn bei der Postproduktion. Du kannst die Fotos ganz nach deinen Wünschen ohne Einschränkungen entwickeln.

Weitere iPhone-Tipps

Wie groß kannst du deine iPhone-Fotos ausdrucken?

Die Hauptkamera des iPhone 14 Pro löst mit bis zu 48 Megapixel (8064 x 6048 Pixel) auf. Bei einer ausgezeichneten Druckqualität von 300 dpi („dots per inch“; etwa für Fotos in Magazinen) kannst du eine Druckgröße von maximal 68 x 51 cm realisieren.

Die übrigen Linsen lösen mit zwölf Megapixel (4032 x 3024 Pixel) auf. Bei 300 dpi erreichst du damit eine Druckgröße von maximal 34 x 26 cm.

Verringerst du die Druckqualität von 300 dpi auf 150 dpi, kannst du die Bilder sogar doppelt so groß ausdrucken.

Das iPhone 14 Pro (Max) im Video-Test

Die Kamera vom iPhone 14 Pro ist noch einmal deutlich leistungsstärker als beim Vorgängermodell. Die ohnehin schon sehr gute Videoqualität wurde weiter gesteigert. Wir etwa filmen alle unsere Videos ausschließlich mit der iPhone-Kamera.

Alle Kameralinsen filmen in 4K. Dabei stehen 24, 30 oder 60 Bilder pro Sekunde zur Verfügung. Neben der normalen Video-Funktion verfügt das iPhone 14 Pro außerdem über einen Kino-Modus und einen Action-Modus.

Die besten Videoaufnahmen aus der Hand entstehen übrigens mit der sehr gut stabilisierten Hauptkamera (1x). Aber auch die anderen Kameralinsen werden gut stabilisiert – selbst ohne den Action-Modus. In den Kamera-Einstellungen (Einstellungen > Kamera > Video aufnehmen) gibt es übrigens die Funktion „Verbesserte Stabilisierung„. Durch geringfügiges Zoomen im Video- und Kino-Modus erzielt das iPhone hier eine noch bessere Stabilisierung. Im Vergleich zum iPhone 13 Pro ist die Videostabilisierung auf ein völlig neues Niveau geklettert!

Profi-Filmer freuen sich über die Möglichkeit, Videos im Format Apple ProRes zu filmen. ProRes eignet sich perfekt für die professionelle Videonachbearbeitung. Das iPhone 14 Pro unterstützt ProRes mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde (fps) in 4K und mit bis zu 60 fps in HD.

Beachte, dass eine Minute 10-Bit HDR ProRes ungefähr 1,7 Gigabyte Speicher für HD und ungefähr sechs Gigabyte Speicher für 4K (30 fps) verbraucht. Zum Vergleich: Ohne Apple ProRes speicherst du in 4K (30 fps) nur etwa 170 Megabyte Daten pro Minute. Filmst du in ProRes, solltest du unbedingt zum iPhone mit einem Terrabyte (1TB) Speicher greifen.

Folgendes Video etwa haben wir mit dem iPhone 14 Pro gefilmt (aktiviere unbedingt 4K, um dir ein besseres Bild der Videofunktion zu machen). Hier kommst du übrigens zu unserem Youtube-Kanal.

Der Kino-Modus

Der Kino-Modus wurde bereits mit dem iPhone 13 Pro eingeführt. Beim Kino-Modus erkennt die Kamera automatisch das Hauptmotiv im Video und stellt darauf scharf. Sogar ein Wechsel des Motivs erfolgt KI-gesteuert vollautomatisch. Das iPhone 14 Pro filmt im Kino-Modus aber anders als der Vorgängermodell endlich in 4K (mit maximal 30 Bildern pro Sekunde).

Der Action-Modus

Der Action-Modus ist neben dem hochauflösenden Bildsensor und der vierten Brennweite das dritte Top-Feature des Geräts.

Im Action-Modus (maximal 2,8K mit 60 Bildern pro Sekunde) gleicht das iPhone Bewegungen perfekt aus. Ich bin absolut begeistert, was das Smartphone im Action-Modus leistet. Ein Gimbal ist mit dem Action-Modus definitiv nicht mehr nötig. Egal ob du rennst oder springst: Videos, die du im Action-Modus aufnimmst, sind absolut ruhig.

Bei Dunkelheit funktioniert der Action-Modus übrigens nicht. In den Einstellungen kannst du aber die Funktion „Weniger Licht“ aktivieren. Dann arbeitet der Action-Modus etwa bei Dämmerlicht oder in einem dunklen Wald mit einer geringeren Stabilisation (Einstellungen > Kamera > Video aufnehmen > Aktionsmodus „Weniger Licht“ aktivieren).

Der Zeitlupen-Modus

Der Zeitlupen-Modus (Slo-Mo) vervollständigt die Video-Funktionen vom iPhone 14 Pro. Aufnahmen sind hier in HD mit 240 oder 120 Bildern pro Sekunde möglich.

Testfazit: Wie gut ist die Kamera des iPhone 14 Pro (Max)?

Die iPhone-14-Pro-Kamera ist in einigen Bereichen im Vergleich zum Vorgängermodell noch einmal ein deutlicher Sprung nach vorne.

Lohnt sich das Upgrade vom iPhone 13 Pro auf das iPhone 14 Pro? Das kommt auf deine Ansprüche an. Das iPhone 13 Pro ist bereits mit einer sehr guten Kamera ausgestattet. Mein Test hat mir aber gezeigt, dass die Kamera vom iPhone 14 Pro in einigen Bereichen weit überlegen ist. Kommt es dir auf die bestmögliche Bildqualität – gerade bei Dunkelheit – und Flexibilität an, führt kein Weg an einem Upgrade vorbei.

Ersetzt das iPhone 14 Pro eine herkömmliche Kamera? Für mich persönlich bleibt das iPhone eine tolle Zweitkamera, die ich immer dabei habe. Mit dem iPhone 14 Pro kannst du herausragende Bilder schießen, wenn du den Blick fürs Motiv hast – siehe hier im Test.

Im direkten Vergleich mit einer DSLR oder DSLM gewinnt die Kamera mit Wechselobjektiv. Daran ändert auch der 48-Megapixel-Bildsensor vom iPhone 14 Pro nichts. Allerdings bin ich auch ein Foto-Freak. Ich lege sehr viel Wert auf Details in meinen Fotos, einen hohen Dynamikumfang und die Möglichkeit, für jeden Einsatzzweck das passende Objektiv nutzen zu können.

Für 95 Prozent der Anwender ist das iPhone 14 Pro die ideale Kamera. Die übrigen fünf Prozent sehen es wie ich und nutzen das Smartphone als – für seine Größe – extrem leistungsfähige Zweit- oder Drittkamera. Schließlich macht nicht die Kamera, sondern die Person hinter der Kamera die Bilder.

Hier findest du übrigens unsere Tipps zum Thema „Fotografieren lernen für Anfänger“ und hier unseren Online-Fotokurs.

Android-Alternativen zum iPhone 14 Pro

Die Kamera des iPhone 14 Pro gehört aktuell zu den besten Smartphone-Kameras der Welt. Auch im Android-Lager gibt es überaus potente Kamerasysteme. Die größten Herausforderer sind das Huawei Mate 50 Pro, das Google Pixel 7 Pro, das Honor Magic4 Ultimate und das Huawei P50 Pro.

Das kostet das iPhone 14 Pro (Max)

Und das kosten das iPhone 14 Pro und iPhone 14 Pro Max (UVP).

iPhone 14 ProiPhone 14 Pro Max
128 GB1299 €bestellen*128 GB1449 €bestellen*
256 GB1429 €bestellen*256 GB1579 €bestellen*
512 GB1689 €bestellen*512 GB1839 €bestellen*
1 TB1949 €bestellen*1 TB2099 €bestellen*

Zubehör fürs iPhone 14 Pro (Max)

iPhone 14 ProiPhone 14 Pro Max
Silikon Case mit MagSafebestellen*Silikon Case mit MagSafebestellen*
Leder Case mit MagSafebestellen*Leder Case mit MagSafebestellen*
Clear Case mit MagSafe ​​​​​​​bestellen*Clear Case mit MagSafe ​​​​​​​bestellen*
Displayschutzbestellen*Displayschutzbestellen*
MagSafe Ladegerätbestellen*MagSafe Ladegerätbestellen*
Apple 20W USB‑C Power Adapterbestellen*Apple 20W USB‑C Power Adapterbestellen*

FAQ zur iPhone-14-Pro-Kamera

Welche Auflösung hat das iPhone 14 Pro (Max)?

Die Hauptkamera vom iPhone 14 Pro besitzt eine maximale Auflösung von 48 Megapixel (8064 x 6048 Pixel). Die anderen Kameras besitzen eine Auflösung von zwölf Megapixel (4032 x 3024 Pixel).

Welche Brennweiten hat das iPhone 14 Pro (Max)?

Aufs Kleinbildformat (KB) umgerechnet verfügt die Kamera des iPhone 14 Pro (Max) über die Brennweiten 13 mm, 24 mm, 48 mm und 77 mm.

Kann man mit dem iPhone Sterne fotografieren?

Mit der Hauptkamera vom iPhone 14 Pro kannst du ohne Probleme den Sternenhimmel fotografieren – selbst aus der Hand.
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36 Kommentare

  • Cooler Bericht. Kannte das Live Feature noch gar nicht. Das funktioniert allerdings auch auf älteren Geraten.
    Und auch Sterne Fotografieren Funktioniert sehr eindrucksvoll gut mit dem kleinen iPhone Mini 13.

    • Hallo Ll,

      ja, die Live-Funktion ist nichts Neues und gibt es auch auf älteren iPhones. Aber natürlich wird die Kamera der Geräte immer besser.

      Viele Grüße
      Florian

  • Hallo Florian,
    Danke für den ausführlichen Bericht! Ich möchte bald nach Südafrika fliegen und überlege, mir für die Reise das iPhone 14 Pro zu kaufen. Du hast erwähnt, dass du das generell nicht empfehlen würdest, um Tiere in freier Wildbahn zu fotografieren. Ich möchte mir allerdings keine Kamera kaufen, sondern nur mein Handy mitnehmen. Aktuell habe ich ein iPhone 11. Meinst du, dass sich das iPhone 14 Pro lohnt, um Tiere auch auf etwas weitere Entfernungen, zum Teil auch in der Dämmerung, zu fotografieren, oder gibt es dabei keinen großen Unterschied zum iPhone 11? LG

    • Hallo Finnja,

      das kommt ganz auf deine Ansprüche an. Wenn dir ein paar Erinnerungsfotos reichen, tut es sicher auch das iPhone 11. Hast du denn die Pro-Version? Denn nur die hat ja eine Telelinse. Ohne die werden viele Tiere halt nur sehr klein auf dem Bild abgelichtet.

      Das iPhone 14 Pro ist im Bereich der Kamera schon ein deutlicher Schritt nach vorne. Ich finde den Unterschied bei der Bildqualität immens. Auch hier müsstest du natürlich die Pro-Version kaufen.

      Aber wie gesagt, das Handy kann gerade im Bereich Wildlife keine Kamera mit entsprechendem Objektiv ersetzen. Eine passende Kamera mit Objektiv ist aber natürlich nicht billig, umständlich zu transportieren und erfordert noch dazu eine Menge Übung, bevor man damit halbwegs brauchbare Bilder hinbekommt. Hier geht es nicht nur um Technik (da kann man sich schnell einlesen), sondern besonders um Bildaufbau, Licht etc.

      Viele Grüße
      Florian

  • Hallo, ich habe gerade mit großem Interesse euer Bericht über das iPhone 14pro gelesen. SUPER! Leider seid ihr aber nicht auf die Tonaufnahme eingegangen, mit der ich so meine Probleme habe.
    Ich filme viele Live-Musik-Events, bei denen ich auch immer während einer Aufnahme rein- und rauszoome. Das funktioniert mit dem 14pro bei gesperrtem Kamerawechsel echt super. Der Stereoton ist hierbei recht gut, ändert sich aber beim zoomen, was sich dann im Gesamtfilm nicht gut anhört. Und wenn ich die Stereoaufnahme ausschalte, ist der Ton recht flach, um nicht zu sagen sehr schlecht. Also überhaupt kein Vergleich zur Stereoaufnahme.
    Habt ihr damit auch schon Erfahrungen gesammelt? Gibt es vielleicht eine Abhilfe?
    Vielen Dank schon mal für euer Feedback.
    LG Andreas

    • Hallo Andreas,

      dazu kann ich leider nichts sagen. Wir nutzen das iPhone auch für unsere Youtube-Videos und finden den Ton echt super (dafür, dass es sich hier um ein Smartphone handelt). Den digitalen Zoom nutzen wir überhaupt nicht. Oder meinst du die verschiedenen Kameralinsen? Da wir unsere Videos größtenteils nachvertonen, ist uns aber auch hier nichts aufgefallen.

      Für besseren Sound (wenn man selbst in die Kamera spricht) sorgt bei uns ein externes Mikrofon.

      Viele Grüße
      Florian

  • Hallo Florian, dein Bericht über das iphone 14 pro ist spitze, vielen lieben Dank dafür! Ich bin begeisterte Hobby-Handy-Fotografin und mache sehr viele Sonnenauf- und untergangsfotos. Im Moment noch mit meinem Xiaomi Redmi 9 pro Handy. Seit längerer Zeit überlege ich nun schon, ein neues Handy zu kaufen, doch die Entscheidung fällt mir sichtlich schwer. Zum einen auf Grund des hohen Preises, zum anderen, bin ich mir nicht sicher, ob ich auf ein iphone umsteigen möchte. Die alternativen Android-Handys, die du erwähnt hast, hast du diese evtl. auch ausprobiert oder hast du diese Info von Testberichten?
    Meine größte Angst ist, wenn ich nun in ein iphone 14 pro investiere und ich dann nicht glücklich bin mit den Fotos!
    Vielleicht kannst du mich ein bisschen verstehen und mir noch einen ausschlaggebenden Tip geben :-)
    Vielen Dank Nikola

    • Hallo Nikola,

      es spielt keine soooo große Rolle, für welchen Handy-Hersteller du dich entscheidest, solange du ein Top-Model wählst.

      Ein Gerät für 1.000 oder 1.500 Euro hat einfach bei der Kamera ganz andere Reserven als ein Gerät für 300 oder 400 Euro.

      Ich rate auf alle Fälle zu einem Smartphone mit drei verschiedenen Kamera-Linsen. Erst damit macht die Handy-Fotografie für mich Sinn.

      Viele Grüße
      Florian

  • Danke für den ausführlichen Text.
    Besteht beim iPhone 14 Pro weiterhin das häßliche Probleme grüner Lichtpunkte auf den Fotos, zB wenn die Sonne scheint oder bei Straßenlaternen?

    • Hallo Philipp,

      das Poblem mit den Lensflares gibt es noch. Dabei hat die 0.5er-Linse die geringsten Probleme damit.

      Viele Grüße
      Florian

  • Hallo Florian, vielen Dank für die interessanten Beiträge. Ich habe seit vielen Jahren nun ein IPhone 14 Pro und werde das Smartphone als Hauptkamera verwenden. Habt Ihr Empfehlungen für Kamera-Drittanbieter-Apps. Die Handhabung und RAW-Entwicklung möchte ich mit abdecken (Halide, ProCamera, ProCam8, Hydra2, … . Vielen Dank für Eure Erfahrungen.
    Rainer

    • Hallo Rainer,

      du meinst ein iPhone? Das iPhone 14 ist ja erst seit Ende 2022 auf dem Markt.

      Ich nutze ehrlich gesagt meist die Standard-App. Cool ist ansonsten die App ProCam.

      Viele Grüße
      Florian

  • Vielen Dank für den informativen Artikel. Nun seid ihr mir natürlich keinen „Support“ schuldig, aber ich wäre für einen Tipp arg dankbar. Ich filme Vlogs, und dabei oft Landschaftsaufnahmen. Jetzt ist mir auf 4k bei 30 fps mit meiner neuen iPhone 14 Pro Kamera aufgefallen, dass „panning“ (also langsam über die Landschaft schweifen) das Video sehr unscharf wirken lässt. Ich frage mich, ob ich dafür Action Modus brauche, oder was kann ich sonst ändern, um das schärfer aussehen zu lassen?

  • Leider kann ich die Euphorie bezüglich der Kamera nicht teilen. Ich mache hauptsächlich Bilder im Innen, Foodfotografie zum Beispiel. Hier hüpft die Linse hin und her. Die Ergebnisse sind grausig. Mein 12 er hat da zuverlässig scharfe Bilder geliefert. Vom 14pro bin ich in diesem Bereich absolut entteuscht. Habt ihr da vielleicht auch einen Test?
    Ganz liebe Grüße
    Maren

    • Hallo Maren,

      bei Food hast du Recht, da springt die Kamera leider immer zwischen scharf und unscharf. Ich mag den Hintergrund gerne unscharf. Da würde ich es aber begrüßen, wenn man das manuell einstellen könnte.

      Abhilfe habe ich da leider auch nicht.

      Viele Grüße
      Florian

  • Hi Florian,
    Ich frage mich ob Dir bei deinen Tests folgendes aufgefallen ist: schiesse ich Bilder im Live Modus, werden sie scheinbar vom iPhone automatisch nachbearbeitet und meinem Empfinden nach zu stark aufgehellt. Weiße Stellen werden noch weißer. Das sieht in den meisten Fällen extrem unnatürlich aus.
    Vielleicht hab auch nur ich dieses Problem :(
    Deaktiviere ich den Live Modus manuell bei den Bildern bekommen sie die originalen Helligkeitswerte und sehen ganz ok aus. Das nervt aber total. Wie bekomme ich das in den Griff?

    Hast du Tipps für mich, wie ich die iPhone Kamera konfigurieren kann? Quasi ein Satz standardsettings :)

    Auch würde mich interessieren ob es ein gutes Standardsetting gibt für Werte wie Kontrast bei Bildern. Ich bin kein fotoprofi und will auch keiner werden, aber vielleicht gibt es ja mit wenigen Kniffen etwas um aus einem Bild nochmal etwas mehr rauszuholen :)

    Danke vorab für deine Hilfe!
    Gruß Thomas

    • Hallo Thomas,

      zunächst würde ich die Live-Funktion nur dann aktivieren, wenn du sie benötigst. Live-Bilder kannst du ja nicht als RAW abspeichern und zudem benötigen die viel Speicherplatz.

      Wenn die Live-Funktion bei dir immer aktiviert sein sollte, kannst du das in den Einstellungen ändern.

      Ansonsten kannst du nicht wahnsinnig viel einstellen in der Kamera-App.

      Viele Grüße
      Florian

  • Vielen Dank für die schnelle Antwort. Leider habe ich bisher nicht herausgefunden, wie ich z. B. die 30 Sekunden Langzeitbelichtung einstellen kann 🤔
    Viele Grüße Evi

    • Hallo Evi,

      vergiss das mit dem manuellen Modus. Ich habe den Kommentar auf dem Handy beantwortet und übersehen, dass es um das IPhone geht.

      Aber auch hier kannst du bis zu 30 Sekunden belichten. Wenn es dunkel ist, startet das Gerät automatisch den Nachtmodus. Wenn das iPhone auf einem Stativ befestigt ist, kannst du im Nachtmodus bis zu 30 Sekunden belichten. Den Regler für die Belichtungszeit kannst du nämlich manuell einstellen. Dazu klickst du oben neben der eingestellten Belichtungszeit im Nachtmodus auf den Pfeil. Unten öffnet sich dann ein neues Menü. Und hier kannst du die Belichtungszeit verändern.

      Viele Grüße
      Florian

  • Vielen Dank für den Beitrag, ich finde ihn super und er hat mir sehr geholfen beim Fotographieren. Ich hab noch eine Frage zur Langzeitbelichtung. Wie muß ich die Einstellung vornehmen um beispielsweise ein Gewitter aufzunehmen? nur allein mit der live-Funktion geht das doch bestimmt nicht. Viele Grüße Evi

    • Hi Evi,

      am besten lange belichten, um möglichst viele Blitze einzufangen.

      Also im manuellen Modus arbeiten. Versuch es mal mit einer Belichtungszeit von 30 Sekunden. Am Tag brauchst du dafür einen ND-Filter.

      Viele Grüße
      Florian

  • Danke für den ausführlichen Test. Hilft mir bei meiner Entscheidung enorm. Ich bin einer von denen, der es gern leicht hat auf den Reisen und nicht haufenweise Kamera-Equipment mitschleppen möchte. Daher liegt meine Priorität klar auf Foto & Video beim iPhone. Bislang verwende ich noch ein 11 Pro, mit dem ich eigentlich auch sehr zufrieden bin. Allerdings hat sich seither, insbesondere im Hinblick auf Video & Foto, einiges getan. Und so beschäftigte ich mich nun mit dem 14 Pro. Ist das Problem mit den Lensflare im Vergleich zum 11er deutlich besser geworden? Weil das stört mich in der Tat sehr. Nahezu alle Aufnahmen bei LowLight sind davon gekennzeichnet und enttarnen die Videos dann sofort als iPhone Videos. Ich muss einer meiner Vorredner diesbezüglich Recht geben: das scheint wohl ein iPhone eigenes Thema zu sein. Viele andere meiner Bekannten mit unterschiedlichsten Smartphones haben dieses Problem nicht.

    Was das Thema „jetzt kann ich dank Action-Modus auf Gimbal verzichten“ anbelangt: da der Action-Mode nur 2,8K bei gutem Licht kann, führt auch weiterhin kein Weg am Gimbal vorbei. Aber für spontane, ungeplante Shootings sehr gut, wenn man auf notfalls auf die Stabilisierung in 2,8k zurückgreifen kann. Man schleppt den Gimbal ja dann doch nicht immer mit sich rum ;-)

    Beste Grüße,
    Stan

    • Hi Stan,

      den Vergleich mit dem 11er kann ich leider nicht mehr machen, da ich schon lange kein 11er mehr habe. Je nach Linse und Winkel ist das Problem stärker oder weniger stark vorhanden.

      Mit dem Gimbal hast du natürlich recht in Bezug auf 4K. Allerdings ist auch die normale Stabilisierung ohne den Action-Mode sehr sehr gut!

      Im direkten Vergleich mit dem 11er ist das 14er eine deutliche Verbesserung.

      Viele Grüße
      Florian

  • Hi Flo,

    Toller Test aus Fotografen-Sicht, danke dafür! Ich denke, dass man mit dem iPhone 14 Pro langsam eine „richtige“ Kamera daheim lassen kann, selbst wenn man einigermassen „ambitionierte“ Fotos machen will.

    Ich hätte zwei Fragen und Anmerkungen im Detail:
    – Nimmst du beim Fotografien in RAW die Apple Camera App oder Lightroom Mobile oder was anderes? Von der Bildqualität dürfte es keinen Unterschied geben, mir gefällt die LR Mobile App leicht besser und der Workflow ist einfacher, wenn man die DNGs eh in LR weiter entwickeln will
    – Du schreibst, dass im Action-Modus ein Gimbal nicht mehr nötig sei. Ist ein DJI Osmo Mobile 6 oder so trotzdem für andere Video-Modi sinnvoll? Ich finde hauptsächlich das Handling beim Schwenken etc. mit einem Gimbal besser, selbst wenn das Video ähnlich gut stabilisiert wird

    • Hallo,

      ich hab schon lieber immer die Kamera dabei. Aber als kompakte Kamera, die immer dabei ist, ist das iPhone unschlagbar.

      Für das RAW nutze ich die Apple-App.

      Mit dem Gimbal erzielst du sicher noch bessere Ergebnisse, zumal der Action-Modus bisher nicht in 4K funktioniert (das hebt sich Apple sicher für das iPhone 15 auf). Für uns ist ein Gimbal aber zu umständlich.

      Viele Grüße
      Florian

  • Hallo zusammen,
    der Beitrag hat mir sehr geholfen mein neues iphone 14pro kennenzulernen!
    Gerne möchte ich noch wissen: wie fotografiere ich in der Antarktis?

    Mit freundlichen Grüßen und „Prost Neujahr“
    wünscht Eva Zehner aus der Pfalz

  • Sehr ausführlicher Bericht. Was mich aber sehr stört ist, dass das Problem der Spiegelungen/Geisterbilder in allen Berichten heruntergespielt wird. Es wird auch immer behauptet, dass das ja „normal“ sei und dies bei anderen Smartphones auch der Fall wäre. Aber nein! Das ist eben nicht „normal“ und das Herumgehüpfe der Lichtquellen im Bild beim Filmen und Fotografieren gibt es so nur in den iPhones ab Version 11. Dass dies offensichtlich etwas mit der Anordnung und Konstruktion des Kamerasystems zu tun hat ist Fakt. Also bitte hört endlich auf diesen Fehler als notwendig gegeben zu beschreiben. Ich habe weiß Gott viele Vergleiche mit anderen Top-Smartphones gemacht.

    • Hallo Nadja,

      nein, damit habe ich keine Probleme. Es kann aber sein, wenn die Sonne ganz nah außerhalb des Bildrandes steht, dass quasi die Lichtstrahlen der Sonne zu sehen sind. Das könnte den Effekt eventell erklären. Das ist halt der Nachteil bei Smartphone-Kameras, wenn es da, anders als bei Kameras mit Wechselobjektiv, keine Streulichtblende gibt.

      Viele Grüße
      Florian

  • Hallo,
    vielen Dank für den ausführlichen Test, den ich gespannt verfolgt habe. Bei mir ist es das Gegenteil von Ihren Testergebnissen. Nachdem Kauf eines iPhone 14 Pro Max mit 1TB ist mir zuerst gar nicht aufgefallen, wie schlecht diese Kamera ist. Bei den ersten Fotos denkt man noch „Oh das liegt sicher an mir selbst“. Nein die Wahrheit ist, das diese Kamera tatsächlich völlig übersteuert, meistens die Körner der Raufasertapete fokussiert und nicht das Objekt welches man einfangen möchte. Entsprechend „Grainy / Körnig“ sind die Aufnahmen. Obendrein ist permanent im Umkreis eine „Blurry“ Unschärfe zu sehen und eine falsch berechnete Tiefenschärfe wo keine sein dürfte. iOS ist 16.1 und das iPhone ist 40 Tage alt. Ich hasse das Ding über alles und es hat jetzt einige schöne Momente meines Lebens völlig ruiniert, weil die Aufnahmen so schlecht sind. Mein XS Max hat deutlich bessere Aufnahmen gemacht und war immer fehlerfrei. Die Front Cam vom 14 Pro Max ist ebenfalls sehr schlecht. Bei dunklem Licht, werden Gesichter grundsätzlich blaustichig oder hart rotstichig. Obendrein stimmt auch hier die Fokussierung nicht und der Hintergrund wird vermatscht bis „blurry“. Es gibt mittlerweile sehr viele Menschen die meine Erfahrung teilen und das Netz häuft sich mit Fehlermeldungen. Der Autofokus funktioniert so gut wie nie, oder er schärft übertrieben körnig die Tapete, Holzmaserungen, Textilien und Muster etc. das sind furchtbare Fotos die ich damit mache. Ich würde mein iPhone sofort wieder gegen das alte XS Max eintauschen, wenn es möglich wäre. Die 2.500 Euro mit Apple Care+ und Ledercase bereue ich jeden Tag. Das war mal mein Eindruck, falls es jemanden interessiert und ich versichere das diese Angaben der Wahrheit entsprechen. Der Apple Support verspricht Nachbesserung durch Updates. Aber soviel Zeit habe ich nicht, denn die Kamera wird täglich benötigt.

    • Hallo Tom,

      spannende Einschätzung. Kann ich nicht nachvollziehen, ich fotografiere aber auch meist draußen und weniger innen (daher habe ich keinen Tapeten-Vergleich). Und wie du an den Fotos siehst, funktioniert mein iPhone 14 Pro draußen sehr gut.

      Auch mit der Frontkamera habe ich keine Probleme. Die Fotos sind scharf (wo sie scharf sein sollen) und auch der Weißabgleich passt.

      Und ein Tipp für den Fokus, falls es hier mal Probleme geben sollte. Den kannst du manuell einstellen und sogar feststellen. Hier findest du noch mehr Fototipps fürs iPhone.

      Viele Grüße
      Florian

  • Die Entwicklung der Handkameras im letzten Jahrzehnt ist wirklich schon Wahnsinn. Von der Leistungsfähigkeit der Prozessoren mal ganz zu schweigen. Die Freistellen Funktion unter iOS zeigt welches Potential die Geräte haben.
    Danke für deinen Beitrag
    Pascal

    • Hallo Pascal,

      absolut, die Entwicklung der letzten Jahre war rasant. Mal sehen, was die kleinen Kameras in fünf Jahren alles können.

      Viele Grüße
      Florian

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