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Glymur: Wanderung zu Islands zweithöchsten Wasserfall [mit Karte]

Mit 196 Metern Fallhöhe gilt der Glymur am Ende des Fjordes Hvalfjörður als zweithöchster Wasserfall Islands. Bis zum Jahr 2011 war der Glymur offiziell sogar der höchste Wasserfall der schönen Vulkaninsel. Der neue höchste Wasserfall ist der nur schwer zugängliche Morsárfoss am Gletscher Morsárjökull. Damit ist der Glymur auch heute noch der höchste für Besucher leicht zu Fuß zu erreichende Wasserfall Islands.

Die Wanderung zum Glymur ist traumhaft schön und mit etwas Trittsicherheit auch für Anfänger zu schaffen. Festes Schuhwerk in Form von guten Wanderschuhen ist sehr zu empfehlen.

Hier findest du einen ausführlichen Tourenbericht mit allen Infos und tollen Bildern zu dieser spektakulären Wanderung auf Island. Und hier verraten wir dir die Top-Sehenswürdigkeiten auf Island.

Aktualisiert am 02.03.2022

Zusammenfassung

Tourdaten (Rundweg)

Die Karte zur Glymur-Wanderung

Du kannst dir den GPS-Track als GPX-Datei kostenlos herunterladen (blauer Pfeil rechts oberhalb der Karte)

Start am Wanderparkplatz Botnsá

Von der Hauptstadt Reykjavík brauchst du rund eine Stunde zum Wanderparkplatz Botnsá im Nirgendwo (Google Maps). Von hier startet die traumhaft schöne und überaus spektakuläre Wanderung zu Islands zweithöchsten Wasserfall Glymur (Google Maps). Auf dem großen Parkplatz herrscht bei gutem Wetter immer Hochbetrieb. Der Wanderweg ist nicht zu übersehen und beginnt direkt am Ende des großen Parkplatzes.

Die erste Hürde: ein Baumstamm

Der Trail führt anfangs völlig problemlos durch flaches Gelände. Nach 300 Metern geht links ein Weg ab. Du folgst dem Wanderweg aber immer geradeaus und ignorierst auch die kommenden drei Abzweigungen (die dich zur Nordseite des Wasserfalls bringen würden, dazu aber später mehr).

Nach einer halben Stunde (1,3 Kilometer) macht der Weg einen Linksknick und führt dich in eine kleine Grotte – ein toller Fotospot. Der Weg führt dich nun hinab zum Fluss Botnsá, der am Wasserfall Glymur in die Tiefe stürzt. Hier bekommst du schon einen Eindruck von der Macht des Wassers. Ein nur mit einem Seil gesicherter Baumstamm führt über den Fluss. Für einige Wanderer ist hier schon Schluss. Ein wenig Mut gehört schon dazu, über den Stamm zu balancieren. Führt der Fluss zu viel Wasser, etwa nach starken Regenfällen, ist hier sicher Schluss.

Eine Höhle auf dem Wanderweg zum Glymur
Der Wanderweg führt direkt durch diese Grotte
Flo balanciert auf einem Baumstamm über einem Fluss
Bald gilt es, den Fluss über diesen Baumstamm zu queren

Seilversicherte Wegstücke

Nach der Flussquerung geht es nun oberhalb des Flusses, aber immer mit sicherem Abstand zur Schlucht, relativ steil nach oben. Einige Stellen des Wanderweges sind sogar mit einem Seil gesichert. Aber keine Sorge, das Seil ist wirklich nur eine Hilfe für völlig unerfahrene Wanderer. Eine echte Gefahr droht hier unserer Meinung nach nicht. Auf der Tour sehen wir allerdings immer wieder Wanderer mit Sneakern und Flipflops, für die die Tour der reine Horror zu sein scheint. Ein wenig Kletterei gehört auf dem Weg zum Glymur (und zurück) eben doch dazu. Umso wichtiger sind feste Wanderschuhe!

Eine Kletterstelle auf dem Weg zum Glymur
Diese leichte Kletterstelle ist mit Seilen entschärft

Fantastische Blicke auf den Glymur

Nach etwa 45 Minuten (1,8 Kilometer) erreichst du einen ersten tollen Aussichtspunkt mit einem atemberaubenden Blick auf den Fluss und in die Schlucht mit dem tosenden Wasserfall am Ende. Der Weg führt nun stetig ansteigend immer weiter in Richtung Glymur. Ausgesetzte oder gefährliche Stellen gibt es nicht. Du wanderst immer in sicherem Abstand zum Abgrund. Du kannst aber natürlich ganz nah an die Abbruchkante rangehen. Dabei solltest du größte Vorsicht walten lassen.

Der Blick in die Schlucht des Flusses Botnsá
Tief unter dir rauscht der Fluss Botnsá in Richtung Meer
Biggi auf dem Wanderweg zum Glymur
Der Weg ist nicht zu verfehlen
Blick von oben auf den Fluss Botnsá
Auf der Wanderung genießen wir tolle Tiefblicke
Der Blick auf den Wasserfall Glymur
Hier scheint der Glymur schon in greifbarer Nähe
Biggi auf einem schmalen Wanderweg am Glymur
Dieser schmale Weg führt zu einem Aussichtspunkt. Aber keine Sorge: Das ist nicht der gemütliche Hauptweg, du kannst diese Stelle auslassen!
Der Blick zurück über die Landschaft mit der Schlucht des Botnsá
Der Blick zurück – ist das nicht eine tolle Landschaft?
Der Blick auf den Wanderweg zum Glymur
Hier erkennst du gut den Wegverlauf

Das Ziel

Nach etwa einer bis eineinhalb Stunden (knapp drei Kilometer) stehst du quasi direkt gegenüber vom Wasserfall. Viele Wanderer legen hier eine längere Rast ein und genießen den Ausblick. Der eisige Wind kann hier oben richtig brutal sein. Trotz Sonnenschein sind winddichte Outdoor-Klamotten Pflicht auf der Wanderung.

Der Blick auf den Wasserfall Glymur
Der Glymur stürzt fast 200 Meter in die Tiefe und ist Islands zweithöchster Wasserfall

Der Rückweg

Je nach Wasserstand gibt es nun zwei Möglichkeiten, abzusteigen. Etwas oberhalb des Wasserfalls kannst du den Fluss furten, also durchqueren. Auf der anderen Seite der Schlucht führt ein leichter Wanderweg zurück (du erinnerst dich an den Abzweig vor der Grotte, den du beim Aufstieg nicht nehmen solltest). Führt der Fluss aber zu viel Wasser, solltest du auf eine Querung verzichten. Dann bleibt dir nur der Abstieg auf dem gleichen Weg, den du hinauf gewandert bist.

Warum solltest du dich an die hier vorgestellte Variante halten und die Tour nicht anders herum laufen? Führt der Fluss viel Wasser, wäre dir der Weg zu den schönen Aussichtspunkten auf den Wasserfall ja versperrt.

Das musst du über die Wanderung zum Glymur wissen

Die Wanderung zum Glymur ist traumhaft schön und ist mit der richtigen Ausrüstung und etwas Trittsicherheit auch für Anfänger machbar, zumal die Rundtour mit gut sechs Kilometern und nur knapp 300 Höhenmetern auch nicht besonders lang ist. Voraussetzung sind feste Wanderschuhe. Zudem solltest du eine dicke Jacke im Wanderrucksack dabei haben und nur bei gutem Wetter loslaufen. Bei Nässe oder gar Schnee raten wir von dieser vermeintlich einfachen Tour ab.

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