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Golden Circle Island: 6 unvergessliche Sehenswürdigkeiten

Island steht bei vielen Urlaubern weit oben auf der Wunschliste. Die Vulkaninsel im Atlantik lockt mit lavaspuckenden Vulkanen, heißen Quellen, tosenden Wasserfällen und steilen Klippen: Kurzum: Islands Landschaft ist einzigartig.

Im Sommer wird es niemals dunkel und in den dunkleren Monaten kannst du mit etwas Glück Polarlichter am Himmel tanzen sehen. Island ist aber auch extrem teuer und auch das raue Klima ist nicht jedermanns Sache.

Um Island aber zumindest ein wenig zu erleben, empfehlen wir dir den sogenannten „Golden Circle“. Auf Isländisch heißt die Route übrigens Gullni hringurinn, was übersetzt soviel bedeutet wie der goldene Ring oder die goldene Rundfahrt.

Aktualisiert am 04.04.2022

Der Ursprung des Golden Circle

Der Begriff Golden Circle hat keinen geschichtsträchtigen Ursprung. Die Idee der goldenen Rundfahrt entstand wohl eines Tages in einer Werbeagentur. Es gibt auch keine feste Route und auch keine festgelegten Stopps auf dem Golden Circle. Grob gesagt ist die Route im Süden der Insel etwa 300 Kilometer lang und an einem Tag zu schaffen.

Mit einigen Stopps und kleinen Wanderungen kannst du aber auch zwei oder drei Tage für den Golden Circle brauchen. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf der Golden-Circle-Route sind der Nationalpark Þingvellir, das Geothermalgebiet Haukadalur und der „Goldene“ Wasserfall Gullfoss. Bist du länger auf Island? Dann findest du hier die Top-Sehenswürdigkeiten auf Island.

Stopover und Mietwagen

Um Island im Schnelldurchlauf zu erleben, bietet sich ein Stopover an. Wenn du mit Icelandair in die USA oder nach Kanada fliegst, kannst du bis zu sieben Nächte auf Island verbringen – und das ohne Aufpreis.

Diese Möglichkeit nutzen natürlich viele, weshalb gerade der Inselsüden zur Hauptsaison zum Teil extrem überlaufen ist. Willst du weniger Trubel, solltest du in der Nebensaison reisen.

Aber auch dann kann es auf dem Golden Circle sehr voll werden. Aber sei Gewiss: Die Landschaft, die dich erwartet, ist absolut atemberaubend. Unsere Mietwagen suchen wir übrigens immer bei Billiger-Mietwagen*. Wir empfehlen für Island dringend einen Mietwagen.

Es gibt natürlich auch ein gut ausgebautes Busnetz (hier bekommst du etwa das Ticket vom Flughafen zum Hotel und retour*) und auch organisierte Ausflüge, auf denen du dich um nichts kümmern musst. Hier bist du aber natürlich nicht flexibel – für uns wäre das nichts. Wenn dir das trotzdem lieber ist: Hier etwa kannst du eine der organisierten „Golden Circle“-Touren* ab der Hauptstadt Reykjavik erleben.

Beginn deiner Reise am Flughafen Keflavík

Deine Island-Rundreise beginnt in der Regel am Flughafen Keflavík. Von hier erreichst du Islands Hauptstadt Reykjavík in einer Dreiviertelstunde mit dem Auto. Die Alternative ist der Flughafenbus. Einen halben Tag solltest du mindestens einkalkulieren, um Reykjavík zumindest in wenig zu erkunden. Zu den Top-Sehenswürdigkeiten in Reykjavík gehören das Perlan – ein futuristischer Bau auf am Rande der Stadt -, die Kirche Hallgrímskirkja, die Haupteinkaufsstrasse Laugavegur und das Konzerthaus Harpa.

Hallgrímskirkja
Die Hallgrímskirkja ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten in Reykjavík

Empfehlenswerte Island-Reiseführer & Literatur

Stopp 1: Der Nationalpark Þingvellir

Rund 50 Kilometer von Reykjavík entfernt liegt der Nationalpark Þingvellir (Thingvellir). Das landschaftliche Highlight ist der Öxarárfoss. Vom Parkplatz erreichst du den schönen Wasserfall zu Fuß in wenigen Minuten über einen gut ausgebauten Weg, der sogar für Rollstuhlfahrer geeignet ist. Mit 20 Metern ist der Öxarárfoss bei Weitem nicht der größte oder spektakulärste Wasserfall Islands – sehr schön anzusehen ist er aber in jedem Falle.

In der Almannagjá (Allmänner-Schlucht) kannst du übrigens das Auseinanderdriften der eurasischen Platte im Osten und der amerikanischen im Westen hautnah erleben.

Ein ganz besonderes Highlight ist das klare Gletscherwasser der Silfra-Spalte. Hier kannst du schnorcheln und tauchen*.

Auch kulturell ist der Nationalpark extrem wichtig. Im Jahr 930 fand hier eine erste parlamentsartige Versammlung statt. Am 17. Juni 1944 wurde in Þingvellir die Republik Island ausgerufen.

Öxarárfoss
Der Öxarárfoss gehört zu den Top-Highlights auf der sogenannten „Golden Circle“-Route
Taucher im Nationalpark Þingvellir
Tauchen auf Island? Kein Problem im Nationalpark Þingvellir – Foto: Thomei08/ Wikipedia

Stopp 2: Der Brúarfoss

Das nächste Ziel des Golden Circle ist das Geothermalgebiet Haukadalur, mit dem Auto etwa 60 Kilometer vom Nationalpark Þingvellir gelegen. Auf dem Weg dorthin bietet sich ein Stopp am Brúarfoss an. Um den Wasserfall zu erreichen, musst du etwa eine Stunde Fußweg pro Richtung einplanen.

Die leichte Wanderung zum Brúarfoss lohnt in jedem Falle. Wenn du schon auf dem Weg bist, mach auch noch einen Abstecher zum nahe gelegenen Midfoss, der von den meisten Besuchern links liegen gelassen wird.

Brúarfoss
Der Brúarfoss ist nicht der größte, aber einer der schönsten Wasserfälle auf Island
Midfoss
Der nahe gelegene Midfoss wird nur selten besucht

Stopp 3: Das Geothermalgebiet Haukadalur

Das Geothermalgebiet Haukadalur ist wieder ein klassischer Stopp auf der „Golden Circle“-Route. Entsprechend voll ist es hier. Aber das Gebiet ist auch wirklich traumhaft schön.

Schon an der Straße steigt dir der faulige Schwefelgeruch in die Nase. Überall blubbert, brodelt und dampft es. In der Ferne siehst du plötzlich eine Fontäne in den Himmel schießen. Das ist der Geysir Strokkur, der etwa alle zehn Minuten ausbricht.

Dann gibt es hier noch den Großen Geysir, der nach einer langen Phase der Inaktivität wieder aktiv ist. Der Große Geysir ist übrigens der Namensgeber für alle Geysire auf der Welt. Die Ausbrüche sind aber selten und nicht vorhersehbar.

Im Jahr 1845 erreichte der Geysi eine Höhe von 170 Metern. Die heutigen Ausbrüche erreichen aber nur noch zehn Meter. Jedes Erdbeben kann das aber, wie in der Vergangenheit immer wieder passiert, ändern.

Strokkur Ausbruch
Der Strokkur im Heißwassertal Haukadalur. Der Geysir schießt alle paar Minuten eine riesige Wasserfontäne in den Himmel. Im direkten Umfeld befinden sich noch viele heiße Quellen und überall stinkt es fürchterlich nach faulen Eiern

Stopp 4: Der Gullfoss

Die dritte klassische Sehenswürdigkeit auf der „Golden Circle“-Route ist das namensgebende Gullfoss (Goldener Wasserfall), nicht weit entfernt vom Geothermalgebiet Haukadalur.

Über zwei Stufen – eine elf Meter hoch, die andere 21 Meter – rauscht das Wasser des Flusses Hvítá auf einer Breite von 229 Metern in die Tiefe.

Rings um den Gullfoss gibt es große Parkplätze. Ein gut ausgebauter Weg führt direkt bis an den Wasserfall. Die Gischt ist so stark, dass du in jedem Falle klatschnass wirst, wenn du direkt am Wasserfall stehst.

Gullfoss
Der Gullfoss ist überwältigend. Zwei Wasserfälle stürzen mit ohrenbetäubenden Getöse in die Tiefe. Der Gullfoss gehört mit Nationalpark Þingvellir und dem Thermalgebiet Haukadalur zum sogenannten “Golden Circle” und zu den Top- Sehenswürdigkeiten auf Island

Stopp 5: Die Secret Lagoon

Vom Gullfoss bietet es sich an, über die Südroute zurück nach Reykjavíkzu fahren. Auf dem Weg kannst du etwa an der Secret Lagoon Stopp (Gamla Laugin) machen. Die Gamla Laugin ist ein großes Thermalbad ähnlich der Blauen Lagune in der Nähe von Reykjavík, aber nicht so luxuriös und auch nicht so überlaufen. Zudem ist der Eintritt deutlich günstiger. Tickets kannst du hier vorab buchen*.

Stopp 6: Der Kratsersee Kerið

Ein lohnender Stopp auf dem Golden Circle ist auch der Kratsersee Kerið. Der Krater ist 55 Meter tief. Der See misst etwa 270 mal 170 Meter und ist ein beliebtes Ausflugsziel in der Region.

Der Kratsersee Kerið
Der Kratsersee Kerið – Foto: Brad Weber/ Wikipedia

Der Golden Circle

Der Golden Circle verschafft dir in kurzer Zeit einen kleinen Eindruck davon, was die Menschen an Island so fasziniert. Die Rundtour ist ideal für alle, die nur ein oder zwei Tage auf der Atlantikinsel zur Verfügung haben. Gerade zur Hauptsaison kann es an den Sehenswürdigkeiten am Golden Circle aber extrem voll werden.

Im Winter sind die Sehenswürdigkeiten auch toll anzusehen. Allerdings kann das Wetter im Winter extrem rau werden. Straßen etwa können durch Schnee unpassierbar werden. Mit etwas Glück erlebst du dafür das Tanzen der Polarlichter am Himmel. So oder so: Island ist ein ganz besonderes Reiseziel.

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