Kurz und knapp: Unberührt, vielseitig & sehenswert
Kalabrien liegt ganz unten in Italien und auch die Übernachtungszahlen stagnieren deutlich unter anderen Regionen des Landes. Eine herausfordernde Topographie mit grünen Steilhängen, weißen Granitfelsen, tiefen Höhlen und feinsandiger Strände verleiht der Region ein unvergleichliches Flair. Du findest hier spektakuläre Küstenorte wie Tropea, Scilla und Pizzo, dazu Aussichtspunkte am Capo Vaticano und Bergdörfer wie Gerace. Reggio Calabria überzeugt dank Hafen, Bars und Museen, Bagnara Calabra mit echtem Alltagsleben zwischen Meer und Hügeln. Im Hinterland warten einsame Bergdörfer inmitten üppiger Nationalparks. Die schönsten Strände liegen an der Costa Viola. Du bewegst dich am besten mit dem Auto und planst genug Zeit für Abstecher in die Umgebung ein.
1. Scilla – Postkartenmotiv an der Costa Viola


Scilla verzaubert mit seiner dramatischen Lage zwischen steilen Felsen und azurblauem Meer. Das Highlight ist das Fischerviertel Chianalea, wo einfache, Häuser mit lehmfarbenen Anstrichen direkt auf den Klippen kleben. und kleine Boote vor den Türen schaukeln.
In Scilla erwartet dich ein wunderbarer Sandstrand mit Blick auf eine imposante Felsformation. Auf dieser thront das Castello Ruffo, das heute ein kleines Museum über Schwertfischerei (Eintritt 3 Euro) beherbergt. Von der Burgmauer hast du einen spektakulären Panoramablick auf die Straße von Messina.
Der Hauptstrand Marina Grande ist breit und bietet auch im Sommer ruhige Ecken. Besonders atmosphärisch wird es abends, wenn die Fischer mit ihren Booten zurückkehren und der Duft von gegrilltem Fisch aus den Trattorien strömt.
Mein Tipp: Das zweifellos beste Panorama und zugleich vorzügliche Speisen bietet das Ristorante da Michele. Von der Terrasse auf dem Sentiero dell’Aquila, dem Berg oberhalb von Scilla, hast du den Stromboli im Blick und liebevoll zubereitete Antipasti auf dem Teller. Von Pasta über Fleisch bis hin zu den verspielten Desserts – hier stimmt einfach alles.
LESETIPP: Lust auf noch mehr Süditalien? Dann schaue dir die schönsten Sehenswürdigkeiten auf den Liparischen Inseln an.
2. Tropea – die berühmte „Perle Kalabriens“



Tropea dehnt sich spektakulär auf mächtigen Sandsteinklippen aus und gilt auch deshalb als der Postkartenort schlechthin. Die drei Aussichtsbalkone Largo Migliarese, Largo Galluppi und Largo Duomo bieten traumhafte Panoramen auf das berühmte Santuario di Santa Maria dell’Isola, das auf einem separaten Felsen im Meer steht.
Die normannische Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert birgt eine Schwarze Madonna und mehrere Kunstschätze. Im Diözesanmuseum nebenan entdeckst du antike Silberschätze und religiöse Reliquien. Durch die Altstadt führt die Corso Vittorio Emanuele mit ihren Palästen und Boutiquen. Werfe einen Blick in das Palazzo Santa Chiara, das für wechselnde Veranstaltungen genutzt wird.
Was wäre ein Urlaub in Süditalien, ohne einen Besuch beim Markt. Neben dem täglichen Verkauf von Lebensmitteln findet jeden Samstag nahe der Kirche Chiesa della Santissima ein großes Treiben statt.
Und klar: Tropea verspricht Badespaß pur an gleich mehreren Beaches. Den Hauptstrand erreichst du über eine steile Treppe oder via Aufzug am Largo Migliarese. Am Lido Aretusa (westlicher Abschnitt) stehen auch viele Parkplätze zur Verfügung. Ein Spektakel sondergleichen verspricht vor allem ein Bad in den Grotten, allen voran der Grotta del Palombaro. Der vermeintlich beste Fotospot erwartet dich am Affaccio del Corso mit Traumblick auf den Rotonda Beach.
Mein Tipp: Die vermeintlich beste Granita (halbgefrorene Süßspeise, oft im Brioche serviert) der Stadt gibt es im U Limunaru. Für Meeresfrüchte empfehle ich das La Conchiglia da Patea im alten Zentrum. Für ausgezeichnete kalabrische Küche und seine Lage in einem offenen Kellergewölbe wird das La Dispensa by boca mit der herzlichen Gastgeberin Adriana gerühmt.
3. Pizzo – Tartufo-Hotspot von Weltformat


Das charmante Pizzo liegt nicht nur malerisch auf einem Tuffsteinfelsen, nein, es ist berühmt als Geburtsstätte des Tartufo-Eises. Von der Gelateria Dante am weitläufigen Hauptplatz Piazza della Reppubblica bahnte sich diese Spezialität aus Schokolade und Haselnuss im Jahr 1952 ihren Weg in die Welt. Heute wetteifern etliche Meister auf höchstem Niveau um die Gunst der Kundschaft. Das Eismachen und -essen ist eine Religion in Pizzo: Gelati hier, Gelati da, Gelati überall. Ganz oben in der Gunst steht seit drei Generationen die Familie Di Iorgi mit ihrer unwiderstehlichen Eisdiele Ercole (Google Maps).
Dem ganzen Eis-Glamour zum Trotz hat sich das Städtchen seinen mediterranen Charme erhalten. Zu sehen gibt es hier unter anderem das Castello Murat mit dem integrierten Museum. Der ehemalige König von Neapel (und Schwager Napoleons) wurde hier im Jahr 1815 hingerichtet. Deine Tour sollte auch die Kirche San Giorgio einschließen mit ihrem wunderschönen Holzkreuz aus dem 16. Jahrhundert.
Mein Tipp: Die Kirche von Piedigrotta wurde von Fischern im 17. Jahrhundert in den Fels geschlagen. Vor Ort kannst du die Stein-Skulpturen bewundern und anschließend in der kleinen, etwas abgelegenen Bucht ein Bad nehmen.
4. Capo Vaticano – Spektakuläre Steilküste

Capo Vaticano erstreckt sich über sieben Kilometer zwischen Tropea und Nicotera und bietet die dramatischste Küstenlandschaft Kalabriens. Der Leuchtturm Faro di Capo Vaticano aus dem Jahr 1885 markiert den südwestlichsten Punkt und gewährt bei klarer Sicht Blicke bis zum zu den Liparischen Inseln mit dem Vulkan Stromboli.
Mit der Praia di Fuoco findest du grandiose Buchten, die alle über recht steile Pfade erreichbar sind. Das Felsformationen-Labyrinth zwischen Formicoli und Baia di Riaci lockt vor allem Schnorchler an.
Wenn es um kulinarische Erlebnisse geht, dann verrate ich dir ein Geheimnis: Im Da zia Concetta (Google Maps) erlebst du kalabresische Gastfreundschaft in Wohnzimmer-Atmosphäre wie nirgendwo anders. Die geselligen Wirte Concetta und Fortunato zaubern in ihrem Privatrestaurant traditionelle Gerichte aus eigenem Anbau in einer einzigartig, urigen Umgebung.
Mein Tipp: Von Santa Maria starten täglich Boote zu den versteckten Grotten und Buchten (25 Euro/Person, 3 Stunden Dauer). Kapitän Antonio kennt jeden Winkel und zeigt dir Höhlen, die nur vom Wasser aus zugänglich sind.

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5. Gerace – Mittelalterliche Festung mit Panoramablick


Das 500-Meter hochgelegene Gerace darf sich als etwas Besonderes bezeichnen: Das Bergdorf zählt zu den „Borghi piu belli d’Italia“, also Orten von herausragendem historischen und künstlerischen Interesse. Das normannische Städtchen entstand im 10. Jahrhundert, als viele Menschen aus Angst vor Sarazenen-Überfällen hierher flüchteten. Heute leben etwa 2.600 Menschen zwischen den mittelalterlichen Mauern.
Unbedingt besuchen solltest du die imposante Kathedrale Santa Maria Assunta, die größte ihrer Art in Süditalien. Sie wurde zum „Architektonischen Kulturgut“ von nationalem Interesse erklärt und 2018 vom Papst zur Basilika Minor erhoben. Das Gotteshaus birgt auch eine sehenswerte Krypta mit 26 Säulen aus der Kaiserzeit und dem eingegliederten Diözesanmuseum.
Für einen atemberaubenden Panoramablick auf den Nationalpark Aspromonte bedarf es einen kleinen Aufstieg zur Burg. Zwar hat ein Erdbeben 1783 der strategisch wichtigen Wehranlage (sowohl Griechen, Römer, Byzantiner und Normannen nutzten sie) schwer zugesetzt, die Überreste des zylindrischen Turms sind immer noch vorhanden. Die gute Nachricht: Nach Aushändigung der orangefarbenen Flagge als eines der schönsten Dörfer Italiens an Gerace, hat die Region Kalabrien einen Finanzplan für die Wiederherstellung auf den Weg gebracht.
Wer Geschmack an Gerace gefunden hat, dem sei eine Stärkung im A Squella empfohlen. Hier erwarten dich regionale Gerichte, Top-Weine und ein uriges Ambiente.
Mein Tipp: Der antike Pilgerweg „Sentiero dell’Abate“ führt in zwei Stunden hinunter nach Locri zu den griechischen Tempelruinen – eine moderate Wanderung mit historischem Tiefgang.
6. Reggio Calabria – An der Straße von Messina

Reggio ist Kalabriens Hauptstadt (rund 170.000 Einwohner) und überrascht mit süditalienischem Flair, Kultur und der längsten Meerpromenade Italiens. Das absolute Highlight sind die weltberühmten „Bronzi di Riace“ im Archäologischen Museum. Diese zwei perfekt erhaltenen griechischen Kriegerstatuen aus dem 5. Jahrhundert v. Chr., wurden 1972 vor der Küste von Reggio entdeckt.
Weiterhin sehenswert ist das Lungomare Falcomata, eine zwei Kilometer lange Uferstraße mit typisch mediterraner Ausstrahlung. Jugendstil-Palazzi, Palmen und der ständige Blick auf Sizilien machen den Spaziergang unvergesslich. Ein weiteres Muss ist der Dom mit der Madonna della Consolazione, Kalabriens Schutzpatronin.
Für authentisches Streetfood besuche den Mercato di Piazza del Popolo: hier gibt es unter anderem die typischen Pesce Spada-Panini und frittierte Stockfischbällchen.
Mein Tipp: Von Reggio setzen regelmäßig Fähren nach Messina über. Die Fahrtzeit beträgt gut eine halbe Stunde bei günstigen Ticketpreisen um 5 Euro. Daneben verkehren auch Boote in Richtung Stromboli, Lipari und Vulcano. Hier erfährst du mehr Details zu den schönsten Sehenswürdigkeiten auf den Liparischen Inseln.
7. Nicotera – Fast verlassener Küstenort

Nicotera verkörpert das entspannte Kalabrien fernab der Touristenströme. Das historische Zentrum besteht aus einem Irrgarten an schmalen Gassen, Treppen und Hinterhöfen auf einem Hügel über dem Tyrrhenischen Meer.
Ganz anders präsentiert sich Nicotera Marina, nämlich als moderner Badeort direkt an der Küste. Diese Zweiteilung macht den besonderen Charme aus: oben Geschichte und Panorama, unten Strand und Dolce Vita.
Das normannische Castello Ruffo aus dem 11. Jahrhundert beherbergt heute das Museo Civico mit archäologischen Funden aus der Magna Graecia und wechselnden Kunstausstellungen (Eintritt 3 Euro).
Von der Piazza Municipio genießt du einen sehenswerten Rundblick über die Piana di Gioia Tauro bis zu den Äolischen Inseln. Die im Inneren eher schlichte Konkathedrale Santa Maria Assunta (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Gotteshaus in Gerace) bietet von der Aussichtsterrasse das wohl schönste Panorama im Ort.
Mein Tipp: Im Medi57 trifft man sich bei hochklassigen Weinen und exquisitem Essen. Im Herzen der Altstadt begleitet Gastgeber und Kenner Rocco jedem Gast ein außergewöhnliches kulinarisches Erlebnis.
8. Bagnara Calabra – Von Grün bis Azurblau

Der Badeort Bagnara Calabra an der Costa Viola breitet sich spektakulär zwischen terrassierten Hängen und dem tiefblauen Meer. Hier pulsiert noch das echte süditalienische Leben: Fischerboote dümpeln im kleinen Hafen, Die Wäsche baumelt an Leinen zwischen den Häusern und am Abend versammeln sich Einheimische im historischen Marinella-Viertel.
Bagnara ist seit Jahrhunderten bekannt für seinen Fischfang. Der Schwert- und Thunfischfischerei wird auch heute noch nachgegangen. Davon zeugen die vielen Feluca-Boote mit ihren charakteristischen hohen Masten im Hafen.
In erhabener Position zwischen Meer und Berg wacht der charakteristische Torre Ruggiero aus dem 15. Jahrhundert über die Bucht. Zu den Attraktionen zählen auch die beiden Kirchen der Madonna del Carmelo: Eine befindet sich in der Altstadt und die andere in Ceramida. Dieser Ortsteil ist vor allem für sein Keramikhandwerk bekannt.
Der Name Costa Viola entsteht durch ein faszinierendes Lichtspiel: Bei Sonnenuntergang reflektieren die Schieferablagerungen am Meeresgrund das Licht und lassen das Wasser in violetten Schimmertönen leuchten.
Mein Tipp: Das Ristorante Pastificio Statiola oberhalb des Ortes erreichst du über einen schmalen Pfad am Friedhof vorbei. Hier stand einst eine Thunfischfabrik – heute genießt du Meeresfrüchte vom Feinsten bei einem der spektakulärsten Sonnenuntergänge an der Costa Viola.
9. Schönste Strände in Kalabrien

Kalabriens Strände zählen zu den spektakulärsten Italiens und bieten eine beeindruckende Vielfalt. Die Perlen liegen entlang der Tyrrhenischen Küste, speziell an der Costa degli Dei, der „Küste der Götter“. Dieser 55 Kilometer lange Abschnitt ist bekannt für türkisfarbenes Wasser, imposante Klippen und herrliche Sandstrände, die weniger überlaufen sind als andere Teile Italiens.
Zu den Highlights zählt Capo Vaticano mit versteckten Buchten wie Praia di Fuoco, deren rötlicher Sand vulkanischen Ursprungs ist, und Grotticelle mit kristallklarem Wasser zwischen weißen Felsen. Santa Maria mit seinem flachen Zugang und mehreren Lokalen am Meer eignet sich perfekt für Familien.
Sehr lebendig geht es an den fast karibischen Stränden in Tropea mit feinem weißen Sand zu. Du erreichst das Meer über die steile Scalinata del Porto oder bequem mit dem Aufzug am Largo Migliarese. Teilweise stehen auch Parkplätze an den Beaches zur Verfügung.
Mein Tipp: Der Strand von Michelino bei Parghelia ist nur unter Einheimischen bekannt. Folge einfach der schmalen Straße hinter der Kirche San Nicola bergab.
10. Nationalparks – Grünes Herz Kalabriens
Kalabrien überrascht als eine der grünsten Regionen Italiens mit drei großartigen Nationalparks, dem Pollino, dem Aspromonte und der Sila. Ersterer gilt mit einer Fläche von 1.925 Quadratkilometer als Italiens größtes Schutzgebiet. Hier wachsen die seltenen unter anderem Loricato-Kiefern, bis zu 1.200 Jahre alte Baumriesen, die nur in diesem Gebiet vorkommen. Der Monte Pollino (2.248 Meter) bietet bei klarer Sicht herrliche Panoramablicke.
Das fotogene Bergdorf Santa Domenica di Talao grüßt mit phantastischen Meerblicken und den wilden Pollino-Gipfeln im Hintergrund. Am Lao-Fluss ruht das verschlafene Papasidero. Hingegen klebt Morano Calabro dramatisch an einem Berghang – völlig zurecht zählt es zu Italiens schönsten Orten. Von der alten Burg schweift der Blick über endlose Gebirgsketten. Civita thront 450 Meter über der Raganello-Schlucht. Die berühmte Teufelsbrücke überspannt spektakulär den tiefen Canyon.
Der wilde Aspromonte birgt das Bergdorf Pentedattilo, dessen Ruinen wie versteinerte Finger aus dem Fels ragen. Die Amendolea-Schlucht mit ihren byzantinischen Klosterruinen ist ein mystischer Ort für Wanderungen.
In der Baita dei Pini in Lorica serviert Michele hausgemachte Steinpilz-Pasta und Wild aus eigenem Jagdgebiet. Das rustikale Bergrestaurant ist ein Geheimtipp unter italienischen Wanderern.
Die Sila-Hochebene wirkt mit ihren drei Seen Cecita, Arvo und Ampollino fast skandinavisch. In Camigliatello Silano kannst du im Winter tatsächlich Ski fahren – Kalabriens bestgehütetes Geheimnis. Das Besucherzentrum „Cupone“ zeigt die einheimische Fauna mit Wölfen, Wildkatzen und dem seltenen Sila-Pferd.
Mein Tipp: Der Wanderpfad „Sentiero del Brigante“ führt in 20 Etappen durch alle drei Parks – perfekt für mehrtägige Trekkingabenteuer mit Übernachtung in zertifizierten Unterkünften entlang der 140 Kilometer langen Route mit seinen rund 8.000 rot-weißen Wegmarkierungen. Der offizielle Startpunkt befindet sich in der Piazza Mangeruca in Gambarie.
Praktische Reisetipps
Anreise
Am schnellsten nach Kalabrien kommst du mit dem Flugzeug. Die Airports in Lamezia Terme und Reggio Calabria werden von vielen europäischen Ländern angeflogen. Von Lamezia erreichst du Tropea und Capo Vaticano in zwei Stunden, von Reggio aus benötigst du die Hälfte der Zeit bis zur Costa Viola.
Fortbewegung vor Ort
Ein Mietwagen ist dein Schlüssel zu Kalabriens Vielfalt. Viele der schönsten Ecken in Kalabrien erreichst du nur per Auto bequem. Ein Mietwagen direkt am Flughafen ist daher fast unverzichtbar für maximale Flexibilität. Die Straßen sind meist gut, in Bergregionen teilweise kurvenreich und schmal.
Mit Bahn und Bus kommst du zu den größeren Küstenorten. Züge fahren entlang beider Küsten, Busse verbinden das Hinterland. Du brauchst mehr Zeit und bist weniger flexibel, aber es funktioniert für die Hauptsehenswürdigkeiten. Wenn du genügend Zeit mitbringst, stellt diese Art der Anreise eine entspannte Option dar. Bei Trainline (Website) kannst du dir bequem deine Route zusammenstellen.
Beste Reisezeit und Reisedauer
Mai, Juni, September und Anfang Oktober sind für mich optimal. Das Meer ist angenehm warm, die Temperaturen moderat und es geht insgesamt ruhiger zu als im Hochsommer. Du kannst problemlos wandern, Städte erkunden und baden. Juli und August bedeuten Hitze, volle Strände und hohe Preise – aber perfekte Bedingungen für reinen Badeurlaub.
Für eine erste Kalabrien-Reise plane mindestens zehn Tage ein. So schaffst du entspannt die wichtigsten Siedlungen an der Küste und einen Abstecher ins Hinterland obendrauf. Eine Woche reicht für zwei bis drei Standorte. Länger als zwei Wochen lohnen sich, um auch abgelegene Nationalpark-Ecken zu erkunden.
Tipps für deinen Aufenthalt
Pack leichte Kleidung, eine dünne Jacke für Abende und Bergtouren, feste Schuhe für Stadtbummel und einfache Wanderungen. Badesachen sind zwischen Mai und Oktober fast obligatorisch. Für Nationalpark-Ausflüge sind Wanderschuhe und ein kleiner Rucksack sinnvoll. Preislich liegt Kalabrien übrigens deutlich unter der Toskana oder der Amalfiküste.
Wo am besten übernachten?

Unterkünfte reichen von einfachen B&Bs über Agriturismi bis zu Hotels am Meer. Je näher an Hotspots wie Tropea, desto höher sind in der Regel die Preise.
Wenn du in Scilla übernachten möchtest, bieten sich die Il Casato Deluxe Rooms (hier Preise checken*) an.
Wunderschöne Ausblicke auf Tropea garantiert das Le Tolde del Corallone (hier Preise checken*).
Eine Top-Lage in der Altstadt gepaart mit Meerblick findest du in der Casa Angelieri in Pizzo (hier Preise checken*).
Stilvolle Zimmer unweit des Strandes in Reggio Calabria warten im Hotel Medinblu (hier Preise checken*) auf dich.
Eingebettet in eine grüne Oase am Meer verspricht das Agriturismo Cally Cally (hier Preise checken*) in Nicotera Marina ein besonderes Wohlfühlerlebnis.
Mein Fazit

Kalabrien ist wie eine „ungeschminkte Schönheit“: natürlich, unaufdringlich und reizvoll. Du kannst morgens durch die Gassen eines Fischerdorfs schlendern, mittags in einer einsamen Bucht schwimmen und abends in einem alten Bergdorf die besondere Atmosphäre erleben. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der südlichsten Ecke Italiens lassen sich perfekt im Rahmen einer Rundreise verbinden. Wenn du dir Zeit nimmst, entfaltet Kalabrien seine wahre Aura: Ein unerwarteter Ausblick, ein Gespräch auf dem Wochenmarkt, ein Gläschen Rotwein aufs Haus. Mein Feelgood-Faktor: 85 von 100!
Kalabrien-Reiseführer
Das waren also die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Kalabrien. Für noch mehr Tipps empfehle ich dir folgende Reiseführer:
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