Astypalea Sehenswürdigkeiten: Chora, Festung & Museum

↻ 29. August 2026
Das sind die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Astypalea

The Guardian hat 2026 unter 50 Reisezielen weltweit eine griechische Insel auf Platz eins gewählt: Astypalea. Gewürdigt wird genau das, was auf Santorin oder Mykonos längst verschwunden ist, echte Ruhe fernab der Touristenmassen. Acht restaurierte Windmühlen krönen die Chora, eine venezianische Festung wacht seit über 600 Jahren über den Hafen, und rundherum warten attraktive Sandstrände.

Ich zeige dir die 12 schönsten Sehenswürdigkeiten inklusive hilfreicher Tipps für deine Reise.

Astypalea auf einen Blick: Fakten, Anreise & Reisetipps

Lage: Zwischen Kykladen und Dodekanes, südliche Ägäis.

Must-See: Chora mit venezianischer Festung, eine der schönsten Ortschaften Griechenlands.

Besonderheit: Vorreiter für Nachhaltigkeit, seit 2025 offiziell klimaneutrale Mobilität dank Sonnenenergie und Verbrenner-Verbot.

Geheimtipp: Kirche Panagia Portaitissa und das Archäologische Museum direkt unterhalb der Festung

Beste Reisezeit: Juni bis September für warme Wassertemperaturen, Mai und Oktober ideal für Wanderungen

1. Chora – Das malerische Herzstück der Insel

Die Hauptstadt Chora zählt zu den schönsten in der gesamten Ägäis. Sie gliedert sich in den Hafenbezirk Pera Gialos am Meer und die Oberstadt, die sich den Hang hinaufzieht. Kykladische Häuser kleben wie weiße Würfel am Berg, die venezianische Festung krönt dabei majestätisch den höchsten Punkt.

Acht Windmühlen prägen den zentralen Dorfplatz. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts mahlten sie das Getreide der Insel zu Mehl, ihr Standort auf dem Bergkamm nutzt bis heute den beständigen Wind, für den Astypalea unter den Ägäis-Inseln bekannt ist. Sieben der Bauwerke sind restauriert. Du findest darin unter anderem eine Bibliothek, ein kleines Heimatmuseum und die Touristeninformation.

Zwischen den steilen Gassen wechseln sich Kirchen mit blauen Kuppeln und blühende Bougainvillea ab. Neben der spektakulären Optik fällt vor allem eines auf: Die Chora ist bewohnt und lebendig und erinnert nicht wie andernorts an ein Freilichtmuseum. Einen Blick wert sind die Katsika Boutique mit Kleidung im Ziegenmotiv und der Souvenirladen Riza Astypalaia, beide zwischen den Windmühlen und dem Kastro-Viertel. Fürs Essen und Trinken findest du eine Auswahl unter Sehenswürdigkeit 9.

Praktische Tipps für deinen Chora-Besuch: Der Ortskern ist verkehrsberuhigt, durch die engen Gassen passen nur Motorräder. Parken kannst du auf dem Gemeindeparkplatz zwischen der Patisserie Zaphora und dem Asty Market, von dort erreichst du in wenigen Minuten die Windmühlen und das Gassengewirr dahinter. Einen weiten Blick über Windmühlen und Chora bietet die Treppe hinter der Buka Cocktail Bar. Wer im oberen Teil von Chora übernachtet, wohnt ruhig, findet dort aber kaum Restaurants oder Geschäfte.

Mein Fototipp: Besuche die Chora am frühen Morgen oder bei Sonnenuntergang, wenn das warme Licht die weißen Häuser zum Leuchten bringt.

2. Pera Gialos – Der Alte Hafen von Astypalea

Rund um den Hafen von Pera Gialos warten tolle Fotomotive auf deine Entdeckung.

Pera Gialos ist das Einfallstor der Insel, sofern du nicht zu den wenigen Gästen zählst, die mit dem Flugzeug anreisen. Die Umgebung rund um den Alten Hafen, mittlerweile kommen die meisten Fähren im abgelegenen Neuen Hafen mitten im Nirgendwo an, ist eine Augenweide. Wie in einem Guss ziehen sich von hier aus die strahlend weißen Häuser den Hang hinauf und verschmelzen mit der Chora zu einem postkartentauglichen Ensemble.

Zu Pera Gialos zählt neben dem Anleger und dem Yachthafen auch ein gepflegter Kieselstrand. Obwohl es an der Küste Astypaleas schönere Strände gibt, ist Pera Gialos eine gute Wahl für ein kurzes, entspannendes Bad im Meer. Die Bucht liegt meist windstill, das macht sie besonders für Familien zum idealen Badeplatz.

Neben einem vielfältigen gastronomischen Angebot (siehe Sehenswürdigkeit 9) findest du auch etliche kleine Läden mit Handgefertigtem wie etwa den Koursaros Store (Google Maps) in zweiter Reihe an der Marina.

Hier findest du mehr über die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Folegandros

3. Venezianische Festung – Wächter über der Ägäis

130 Meter über dem Meer ruht die Burgruine auf den Fundamenten der antiken Akropolis aus dem 8. Jahrhundert vor Christus. Die Geschichte der Chora reicht bis ins Jahr 1207 zurück, als der Herzog von Naxos die Insel dem venezianischen Grafen Giovanni Querini als Lehen übergab. Im 14. Jahrhundert legten türkische Piraten die Burg in Schutt und Asche. Erst 1413 siedelten neue Bewohner aus Mykonos und Tinos über und ließen die Festung in ihrer heutigen Form wiederaufbauen.

Rund 300 Jahre blieb die Burg Sitz der Querini, bis die Osmanen unter dem berüchtigten Piraten Barbarossa die Insel 1537 eroberten. Über die Jahrhunderte lebte hier der Großteil der Inselbevölkerung hinter den schützenden Mauern, erreichbar nur durch einen einzigen, niedrigen Tordurchgang auf der Südwestseite. Das Erdbeben von 1956, das weite Teile der südlichen Ägäis erschütterte, ließ die meisten Häuser im Inneren einstürzen und beendete die durchgehende Besiedlung der Burg endgültig.

Heute sind nur noch zwei Kirchen erhalten: Panagia tou Kastrou mit ihrer hellblauen Kuppel, 1853 aus Baumaterial ehemaliger Querini-Wohnhäuser errichtet, und Agios Georgios aus dem Jahr 1790. Beide Bauten kannst du kostenlos zu jeder Zeit besichtigen. Der Aufstieg ist steil, aber die 360-Grad-Aussicht über Insel und Meer entschädigt für die Anstrengung. Besonders lohnt sich der Sonnenaufgang von der Festung aus, wenn die ersten Strahlen die Ägäis zum Glitzern bringen.

4. Panagia Portaitissa – Kirchen-Highlight der Ägäis

Direkt unterhalb der Festung, am Fuß des Kastro-Hügels, erwartet dich eine der eindrucksvollsten Kirchen der gesamten Ägäis. Die Kirche Panagia Portaitissa befindet sich unterhalb der Festung von Chora und fällt mit ihrem weißen Schiff, blauen Dach und dem dreistöckigen Glockenturm sofort ins Auge, sie gilt als eine der schönsten Kirchen der Ägäis. Errichtet wurde sie im 18. Jahrhundert von dem Mönch Anthimos, der trotz seiner Sehbehinderung mehrere Kirchen gründete, der Bau dauerte neun Jahre.

Architektonisch verschmelzen hier zwei Welten, der Stil weist sowohl ägäische als auch neoklassizistische Elemente auf. Im Inneren solltest du dir unbedingt Zeit nehmen für die holzgeschnitzte Ikonostase sowie eine versilberte Ikone der Jungfrau Maria, die zu den Highlights der Kirche zählen. Manche Einheimische berichten von wundersamen Ereignissen rund um die Kirche, was ihr einen besonderen spirituellen Ruf in der Region verleiht.

Mein Tipp: Kombiniere den Besuch mit dem Aufstieg zur Festung, beide liegen nur wenige Gehminuten auseinander und lassen sich perfekt in einem Spaziergang verbinden.

5. Agios Konstantinos – Strand mit Naturjacuzzi

Die Anfahrt zum Agios Konstantinos (Google Maps) führt dich über mehrere mühsame Kilometer Schotterpiste. Aber der Weg zu dieser Sehenswürdigkeit lohnt sich auf jeden Fall. Denn: Auf der linken Seite des Strandes, markiert durch eine blaue Boje, steigen Blasen vom Meeresgrund auf – ein natürlicher Jacuzzi-Effekt. Das Wasser ist nicht heiß, aber das Blubbern verleiht ein faszinierendes Gefühl.

Als Highlight on top findest du direkt daneben auf einer Anhöhe die malerische, gleichnamige Kirche. Von hier hast du einen perfekten Blick auf die Festung, eine echte Postkartenansicht.

Das ist längst nicht alles: Unter schattigen Tamarisken wartet hier neben der Strandtaverne Aerino (eher durchschnittlich) die coole Al Mare Beach Bar (Google Maps) auf dich. Ab dem späten Nachmittag legen hier DJs auf und verleihen dem abgeschiedene Beach einen Hauch von Clubbing-Atmosphäre. Trotz all der musikalischen Vibes geht es am Agios Konstantinos immer entspannt zu. Womöglich liegt es auch am gechillten Publikum, das größtenteils aus Einheimischen aller Altersklassen besteht.

6. Maltezana – Authentisches Fischerdorf

Das Dorf Maltezana, auch Analipsi genannt, liegt rund acht Kilometer von Chora entfernt und ist mit etwa 150 Einwohnern die zweitgrößte Siedlung der Insel. Im kleinen Hafen liegen die bunten Boote der verbliebenen Fischer, die hier noch täglich ihren Fang anlanden.

Von den zwei Tavernen und zwei Kafenia im Ortskern rund um die Agios-Dimitrios-Kirche hebe ich neben dem Marino (siehe Sehenswürdigkeit Nummer 9) besonders das 7Asteria (Google Maps) hervor, das auf einer Anhöhe mit herrlichem Blick auf die Bucht liegt. Im Almyra (Google Maps) isst du auf der Gartenterrasse, im To Rodino (Google Maps) stehen traditionelle Inselgerichte auf der Karte.

In der Nähe des naturbelassenen Strands findest du die ehemaligen römischen Bäder von Talara mit einem beeindruckenden Bodenmosaik aus dem 4. Jahrhundert. Am Strand von Maltezana kannst du am Meeresgrund die Überreste antiker Ruinen entdecken. Allerdings hört sich das spektakulärer an, als es ist. Von der versunkenen Siedlung sind heute nur noch Steinquader übrig.

7. Livadia Beach – Entspannung mit Panoramablick

Nur zehn Gehminuten von Chora entfernt liegt Livadia (Google Maps) in einer geschützten Bucht. Der organisierte Strand bietet Liegen und Sonnenschirme. Das Besondere: der fantastische Blick auf die Festung von Chora. Bei Sonnenuntergang verwandelt sich das Meer in einen Spiegel aus Gold und Orange.

Der Ort ist bei Seglern beliebt als Ankerplatz, was für eine lebendige Atmosphäre sorgt. Für Familien ideal: flach abfallender Einstieg und ruhiges Wasser. Direkt am Strand findest du gleich mehrere Tavernen. Mein persönlicher Favorit ist mit Abstand das Restaurant Para thin alos (Google Maps). Hier darfst du dich auf hervorragende Speisen in üppigen Portionen freuen – den aufmerksamen Service und das Geräusch der Wellen gibt es on top.

Mein Tipp: Früh am Morgen hast du den Strand oft für dich allein und kannst den Sonnenaufgang über der Festung erleben.

8. Archäologisches Museum – Astypaleas Geschichte zum Anfassen

Wer hinter die pittoreske Fassade der Insel blicken will, findet im Ortskern von Pera Gialos die passende Antwort. Das Archäologische Museum im unscheinbaren Flachbau wurde im September 1998 eröffnet.

Das eigentliche Highlight der Sammlung ist der Kinderfriedhof von Kylindra am Westhang der Chora: Archäologen haben dort rund 3.000 Kindergräber freigelegt, die zwischen dem 8. Jahrhundert vor Christus und dem 1. Jahrhundert nach Christus angelegt wurden, es gilt als der einzige bekannte Säuglingsfriedhof dieser Größenordnung weltweit. Die Ausgrabungsstätte selbst ist wegen laufender Arbeiten nicht zugänglich, ein Teil der Grabgefäße und Grabbeigaben ist aber im Museum ausgestellt.

Daneben zeigt die Sammlung Tongefäße, Schmuck sowie Bronze- und Steinwerkzeuge aus mykenischen Kammergräbern der Fundorte Armenochori und Syngairo, die den Wohlstand der Insel bereits in der späten Bronzezeit belegen. Zu den weiteren Exponaten zählen ein Silbermünzschatz sowie eine beschriftete Weihbasis für eine monumentale Apollo-Statue aus dem 4. Jahrhundert vor Christus.

Geöffnet täglich außer Dienstag von 08:30 bis 15:30 Uhr, Eintritt: 5 Euro.

Mein Tipp: Plane für den Museumsbesuch nicht mehr als 30 bis 45 Minuten ein, die Sammlung ist übersichtlich, aber sehr informativ kuratiert.

9. Kulinarische Höhepunkte auf Astypalea

Astypaleas Gastronomie-Szene überrascht mit authentischen Lokalen und spektakulären Aussichten. Akti Restaurant am Hafen Pera Gialos gilt als absolute Nummer eins für frische Meeresfrüchte – hier speist du mit Blick auf die beleuchtete Festung. Ebenfalls am Hafen überzeugt Antikastro mit traditioneller griechischer Küche und herrlichem Meerblick. Die Castro Bar versteckt sich malerisch in den Gassen der Chora unterhalb der Burg und serviert kreative Cocktails auf einer traumhaften Terrasse.

Die Taverne To Stenaki toy Koukla (Google Maps) bei den Windmühlen überzeugt mit hausgemachten Makarounes (lokale Pasta) und typischen Inselgerichten. Für entspannte Abende empfiehlt sich die Athelas Cocktail Bar mit ihrer stilvollen Atmosphäre und perfekt gemixten Drinks. Salis Kafeneio Mezedopoleio (Google Maps) lockt mit vielseitigen Mezedes und gemütlicher Kafenio-Atmosphäre. Im Fischerdorf Maltezana wartet Marinos (Google Maps) mit köstlichen Kuchen und dem besten Kaffee der Insel auf.

Mein Geheimtipp: Im hintersten Winkel von Astypalea, im winzigen Dorf Vathy mit gerade mal 15 Einwohnern, findest du ein gastronomisches Juwel direkt an der idyllischen Marina: die Taverna Galini. Hier hat die über 70-jährige Wirtin Maria das Sagen – und das macht es selbst für griechische Verhältnisse besonders. Sie verkörpert echter Gastfreundschaft und eine Zubereitung nach überlieferten Rezepten. Auf den Tisch kommt das, was vorrätig ist. Eine Speisekarte wirst du hier nicht finden, dafür aber herzliche Gastfreundschaft und einen Exkurs in die griechische Sprache.

Mein Tipp: Die Taverne ist meist nur in der Saison geöffnet – ein Anruf vorab ist empfehlenswert.

10. Bootstour nach Koutsomitis & Kounoupa

Diese unbewohnten Eilande vor Astypaleas Küste sind nur per Bootstour erreichbar und gelten als Höhepunkt jeder Astypalea-Reise. Kounoupa besticht durch einen Doppelstrand in der Inselmitte – türkisfarbenes Wasser umspült beide Seiten. Koutsomitis ist kleiner, aber das Meer hier ist so klar, dass du den Grund in zehn Metern Tiefe erkennst.

Die Boote ankern meist etwas entfernt, sodass du ins Nass springen und zur Insel schwimmen musst. Tagestouren (50 Euro inklusive Mittagessen) starten um 11 Uhr im Hafen Pera Gialos und dauern sieben Stunden. Drei Stopps sind inklusive: Die Felsformation Red Rock, Koutsomitis und Kounoupa. Unbedingt Schnorchelausrüstung mitbringen – die Unterwasserwelt ist spektakulär!

11. Kaminakia Beach – Top-Strand am Ende der Welt

Die 45-minütige Fahrt über holprige Schotterpisten führt durch eine marsähnliche Landschaft zu einem der schönsten Strände der Insel. Kaminakia liegt in einer geschützten Bucht zwischen hohen Klippen – ein natürlicher Windschutz. Das kristallklare Wasser schimmert in allen Blautönen, der Strand besteht aus einer Mischung aus Sand und Kieseln.

Die Taverne Linda’s (Google Maps) serviert ausgezeichnete Meeresfrüchte mit selbst angebautem Gemüse in urigem Ambiente. Schattenspendende Tamariskenbäume machen einen ganzen Tag am Strand möglich. Achtung: Die letzten 20 Minuten der Anfahrt sind nur mit dem Auto oder für Mutige mit dem Roller zu bewältigen. Alternativ erreichst du Kaminakia per Bootsausflug.

12. Plakes Beach – Versteckt im Fels

Plakes befindet sich auf einem schmalen Landstreifen in der Nähe von Maltezana (siehe Sehenswürdigkeit 5). Die kleine, geschützte Bucht besticht durch steile Felsen und einen Kiesstrand mit glasklarem, türkis- und azurblauem Wasser. Besonders auffällig sind die flachen Steinplatten, die dem Strand seinen Namen geben.

Da Plakes sehr klein und nicht touristisch erschlossen ist, eignet er sich bestens für Ruhesuchende, die der Hektik entkommen möchten. Wer morgens oder außerhalb der Hauptsaison kommt, kann hier ungestört entspannen, erst ab 15 Uhr geht es hier lebendiger zu.

Zum Strand gelangt man mit dem Auto oder einem Roller. Ein Pluspunkt: Der Regionalbus (KTEL) hält direkt an der Straße oberhalb der Bucht. Von hier aus führt dich ein Feldweg in wenigen Minuten zur Badestelle. Das Schnorcheln ist dank der Unterwasserlandschaft mit Felsen und zahlreichen Fischen besonders schön.

Praktische Reisetipps für Astypalea

Anreise

Die Anreise nach Astypalea erfordert Planung. Per Flug: Sky Express fliegt sechsmal wöchentlich von Athen zum kleinen Airport (40 Minuten Flugzeit). Tickets solltest du frühzeitig buchen. Per Fähre: Blue Star Ferries verbindet Piräus täglich mit Astypalea (9 bis 10 Stunden). Die günstigsten Tickets sind Deck-Plätze ohne reservierten Sitzplatz. Komfortabler sind Liegesitze oder Kabinen für die Nachtfahrt. Alternative Routen führen über Paros (4 bis 5 Stunden) oder andere Kykladen-Inseln. Hier findest du mehr Tipps über Reisen mit Fähren in Griechenland.

Fortbewegung vor Ort

Mietwagen oder Roller sind unerlässlich. Viele Straßen sind unbefestigte Schotterpisten, besonders zu den schönsten Stränden. Roller sind bei Einheimischen und Touristen sehr beliebt. Es gibt zwei Buslinien, aber mit eingeschränktem Fahrplan. Besonderheit: Astypalea testet ein innovatives E-Car-Sharing-System (AstyMove App) – eine umweltfreundliche Alternative. Die Preise für Mietwagen liegen bei 50 bis 60 Euro pro Tag, Roller sind deutlich günstiger.

Unterkünfte

Große Hotelketten suchst du auf der Insel vergeblich – zum Glück! Stattdessen findest du charmante Boutique-Hotels, familiengeführte Pensionen und gemütliche Wohnungen. Die wohl beste Adresse ist das Vithos Aparthotel (hier Preise checken*) direkt am Hafen. Die Apartments erstrecken sich über mehrere großzügige Räume. Von den zwei Balkonen hast du einen Traumblick auf die Burg und die Marina.

Weitere Top-Empfehlungen: Das Astypalaia Hotel Palace (hier Preise checken*) glänzt mit Panoramablick über Hafen und Burg, Marina’s Deluxe Studios (hier Preise checken*) liegt mitten im alten Hafenviertel und überzeugt mit liebevollem Interieur. Anatoli Luxury Studios (hier Preise checken*) verfügt über Outdoor-Whirlpools. Wer lieber am Wasser liegt, Meerblick und ein üppiges Frühstücksbuffet genießt findet im Hotel Castillio (hier Preise checken*) in Analipsi eine komfortable Alternative mit direktem Strandzugang. Wichtig: In der Hochsaison (Juli/August) mindestens zwei Monate im Voraus buchen. Die meisten Unterkünfte befinden sich in Chora oder Livadi.

Reisezeit und -dauer

Beste Reisezeit: Juni bis September für warme Wassertemperaturen (23 bis 28 Grad). Mai und Oktober sind ideal für Wanderungen und Sightseeing. Mindest-Aufenthaltsdauer: Fünf Tage, um die wichtigsten Highlights entspannt zu erkunden. Eine Woche ermöglicht auch Ausflüge zu abgelegenen Stränden und Wanderungen. Insider-Tipp: April/Mai oder September/Oktober bieten ein angenehmes Klima und weniger Touristen.

❓ FAQ – Häufige Fragen zu Astypalea

❓ Wie kommt man am besten nach Astypalea?

Per Inlandsflug ab Athen mit Sky Express in rund 40 Minuten oder per Fähre ab Piräus mit Blue Star Ferries in 9 bis 10 Stunden. Alternativ bestehen Fährverbindungen über Kos, Kalymnos oder Paros.

❓ Welche Sehenswürdigkeit auf Astypalea darf man nicht verpassen?

Die Chora mit ihrer venezianischen Festung ist das absolute Muss, ergänzt durch die Kirche Panagia Portaitissa und das Archäologische Museum mit dem Kinderfriedhof von Kylindra direkt nebenan.

❓ Was kostet eine Bootstour zu Koutsomitis und Kounoupa?

Die siebenstündige Tagestour ab Pera Gialos kostet etwa 50 Euro inklusive Mittagessen und beinhaltet drei Stopps: Red Rock, Koutsomitis und Kounoupa.

❓ Braucht man auf Astypalea einen Mietwagen?

Jein. Ein Mietwagen oder ein Roller bzw. Squad ist praktisch unerlässlich. Viele der schönsten Strände wie Agios Konstantinos oder Kaminakia sind nur über Schotterpisten erreichbar, der Busverkehr fährt mit eingeschränktem Fahrplan.

❓ Warum wurde Astypalea 2026 vom Guardian ausgezeichnet?

Das Magazin würdigte die Insel als Top-Ziel in der Kategorie Strandurlaub, mit besonderem Fokus auf Erholung fernab des Massentourismus, ein Status, den Astypalea sich durch begrenzte Bettenzahl und strenge Bauauflagen bislang bewahrt hat.

❓ Wann ist die beste Reisezeit für Astypalea?

Juni bis September bieten die wärmsten Wassertemperaturen zwischen 23 und 28 Grad. Mai und Oktober eignen sich besser für Wanderungen und Sightseeing ohne Menschenmassen.

❓ Ist Astypalea auch für Familien geeignet?

Ja, Strände wie Pera Gialos oder Livadia Beach mit flach abfallendem Einstieg und ruhigem Wasser eignen sich gut für Familien mit Kindern.

Mein Fazit

Astypalea eignet sich perfekt für jene, die das authentische Griechenland abseits der Touristenmassen suchen. Die Schmetterlingsinsel vereint die Architektur der Kykladen mit dem Charme der Dodekanes, bietet spektakuläre Landschaften und herzliche Gastfreundschaft. Ja, die Anreise ist aufwendig und die Infrastruktur begrenzt – aber genau das macht den Reiz aus. Aufgrund der besonderen Topographie gibt es allerdings keine typischen Dörfer im Hinterland – das ist der einzige Wermutstropfen. Mein Feelgood-Faktor: 85 von 100!

Astypalea-Reiseführer

Das waren also die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Astypalea. Für noch mehr Tipps empfehle ich dir folgende Reiseführer:

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Autor:in
Steffen Eidam ist renommierter Journalist und versierter Europa-Reiseexperte.

Mit über 70 besuchten Inseln gilt er als einer der profiliertesten Griechenland-Kenner. Gerne ist er auch in London, Südosteuropa und im Baltikum unterwegs.

Hier findest du alle Artikel von Steffen Eidam.
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