Kurz und knapp: Historische Altstadt, Promenade & Sehenswürdigkeiten
Die Geschichte Brindisis reicht weit zurück. Als südlichster Endpunkt der Via Appia war diese apulische Küstenstadt über Jahrhunderte das wichtigste Tor Roms nach Osten. Die bewegte Vergangenheit als Knotenpunkt wichtiger Handelsrouten hat ihre Spuren hinterlassen. Zu den wichtigsten Highlights zählen neben der bildschönen Altstadt, die antiken Brunnen und Säulen, das Castello Svevo, der Dom und die Tempelritter-Kirche.
Über einen Stadtstrand verfügt Brindisi nicht, aber wer einen Tag auf dem Wasser einplant, kann zu den benachbarten Buchten in der Nähe des Flughafens ausweichen wie der sechs Kilometer entfernten Spiaggia di Sciaia II. Dass Brindisi im touristischen Schatten von Orten wie Alberobello, Ostuni oder Lecce verweilt, tut ihr sehr gut. Auch, weil die Preise spürbar unter denen der bekannten Nachbarziele liegen.
1. Historische Altstadt – Kein Dekor, nur echt Brindisi


Die Stadtverwaltung hat in den vergangenen Jahren spürbar in Pflege und öffentliche Räume investiert. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Und überhaupt: Brindisi verzichtet gänzlich auf künstlichen Glamour und große Gesten. Genau das verleiht ihr den unvergleichlichen Charme.
Ein guter Startpunkt auf deiner Entdeckungstour ist die Piazza della Vittoria direkt am Hafenbecken. Meerblick, reizvolle Cafés, das ruhige Hin und Her einer süditalienischen Kleinstadt. Von hier führt die Via Duomo ins Zentrum, vorbei an alten Palazzi und kleinen Läden bis zur Piazza del Duomo mit der fotogenen Kathedrale.
Plane einen Stopp in der Bar Design in der Via Marche ein. Hier trifft sich halb Brindisi trifft sich in Andrea‘s Bar: morgens zum Cappuccino und hausgemachter Patisserie und am frühen Abend zum Aperitivo della Casa.
Auf dem Weg zur Uferpromenade passierst du die Piazza Cairoli mit der Fontana delle Ancore. Die vier steinernen Anker, aus denen Wasser fließt, stehen für Brindisis jahrhundertelange Verbindung zum Meer. Weiter bummelst du auf dem Corso Garibaldi mit seinen kleinen Bäckereien, Lokalen und Läden, deren Preise weit unter dem Landesdurchschnitt liegen.
Du wirst irgendwann unweigerlich den Corso Umberto I kreuzen, der alle wichtigen Straßen und Gassen verbindet. Im historischen Zentrum hängt alles zusammen. Beeindruckende Plätze treffen auf altehrwürdige Fassaden, Skulpturen wie die Büste von Mahatma Gandhi an der Piazza Vittorio Emanuele II erwecken Aufmerksamkeit und dazwischen herrscht die pure Lebensfreude Süditaliens.
Mein Tipp: Verschaffe dir am Vormittag einen guten Überblick in dieser Reihenfolge: Piazza Vittoria, Via Duomo, Piazza del Duomo, Piazza Cairoli und abschließend den Corso Garibaldi. Abends lässt du dich durch die dezent beleuchteten Gassen treiben, wenn die Einheimischen das Dolce Vita in ihrer Stadt zelebrieren.
2. Lungomare – Brindisis wunderschöne Palmenallee

Die neu gestaltete Uferpromenade Lungomare Regina Margherita ist einer der schönsten Plätze in Brindisi. Breit, gepflegt, mit offenem Blick auf das Wasser: Hier wird geangelt, gegessen, diskutiert und flaniert.
Der Bodenbelag zeigt Sorgfalt: Steinstreifen in unterschiedlichen Mustern mit dunklem Vulkangestein und hellem Kalkstein. Ruhebänke aus Marmor, diverse Skulpturen und eine fotogene Palmenallee führen vom Hafenbüro bis an das nördliche Ende im Viertel Le Sciabiche, dessen Name vom arabischen Wort für Fischernetz abstammt.
Von der Promenade gelangt man direkt zu mehreren Highlights in Brindisi. Die Scalinata Virgilio, eine breite Treppenanlage benannt nach dem Dichter Vergil, führt hinauf zu den römischen Säulen. Nicht weit entfernt offenbart die Piazza Santa Teresa einen stimmungsvollen Ausblick auf den Hafen. Die Fontana Vittorio Emanuele III. findest du am Übergang zwischen Promenade und Treppenanlage.
Mein Tipp: Fang die Promenade am frühen Abend an der Piazza Vittoria an und laufe in Richtung Norden bis Le Sciabiche. Diese Strecke dauert zu Fuß knapp 20 Minuten. Unterwegs findest du zahlreiche gute Lokale und Eisdielen. Von den Stufen der Scalinata Virgilio hast du den besten Blick auf das Treiben.
3. Piazza del Duomo – Ein Platz, vier Epochen

An der Piazza del Duomo bündelt sich die Geschichte der Stadt. Dom, Bischofspalast, Archäologisches Museum und ein eleganter Barockpalazzo aus dem 18. Jahrhundert, alles auf einem Platz.
Die Basilica di San Giovanni Battista geht auf normannische Ursprünge zurück. Papst Urban II. weihte den Vorhof im Jahr 1089. Nach dem schweren Erdbeben 1743 wurde das Gebäude vollständig neu errichtet. Dabei blieb bis heute der mittelalterliche Grundriss erhalten. Am Abend sorgt die dezente Beleuchtung für ein herausragendes Lichtspiel – der perfekte Rahmen für ein Erinnerungsfoto.
Links vom Dom wartet das Archäologische Museum Francesco Ribezzo mit Bronzestatuen, Steinschnitzereien und kunstvoll verziertem Keramikgeschirr aus Ausgrabungen der Region.
Rechts stehen Bischofspalast und der frühere Palazzo del Seminario aus dem Jahr 1720. Auf dem zweiten Balkon stehen acht Steinfiguren, die Ethik, Theologie, Mathematik, Philosophie, Rechtswissenschaft, Poesie und Rhetorik darstellen.
Mein Tipp: Plane für das Archäologische Museum etwa eine Stunde ein. Nimm dir auch Zeit für den Innenhof (kostenlos). Am frühen Vormittag ist die Piazza fast menschenleer und somit bestens für tolle Schnappschüsse geeignet.
4. Seemannsdenkmal – Mahnmal von nationalem Rang


Vom Meer aus ist es weithin sichtbar, von der Uferpromenade ohnehin: das riesige steinerne Ruder des Monumento al Marinaio d’Italia. 1932 errichtet, erinnert das Denkmal an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Seeleute Italiens.
Der Bau besteht aus Beton, außen mit Carparo-Stein verkleidet, demselben Material, das viele historische Gebäude der Stadt prägt. Zu beiden Seiten des Ruders stehen Kanonen, die von österreichisch-ungarischen U-Booten stammen. Am Fuß der Eingangsrampe liegen die Anker der Saida, eines österreichischen Leichten Kreuzers aus dem Ersten Weltkrieg.
Im Inneren befindet sich eine kleine Kirche. Die darunter liegende Krypta birgt die Statue der Muttergottes, Stern des Meeres, umgeben von Ampullen mit Wasser aus allen Ozeanen, in denen italienische Kriegsschiffe versanken. Auch die Originalglocke des Schlachtschiffs Benedetto Brin, das 1915 im Hafen sank, ist dort zu sehen.
Hinweis: Der Turmaufstieg ist für weite Teile des Jahres 2026 wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Krypta und Außenanlagen sind zugänglich. Öffnungszeiten: täglich außer mittwochs von 10:00 bis 16:40 Uhr. Eintritt: Erwachsene 3 Euro, Jugendliche von 11 bis 18 Jahren 1 Euro, Kinder bis 10 Jahre frei.
Mein Tipp: Nimm das Wassertaxi (siehe Sehenswürdigkeit 9) ab der Piazza Vittorio Emanuele II. Dich erwartet die beste Perspektive auf das Denkmal vom Meer aus.
5. Römische Säulen – Endpunkt der Via Appia

Zwei schlanke korinthische Säulen auf einer breiten Treppenanlage, dahinter das Meer. Das ist das symbolische Ende der Via Appia und eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Brindisi überhaupt. Das Bauwerk entstand im ersten Jahrhundert nach Christus und haben Kriege, Erdbeben und Jahrhunderte überdauert.
Ursprünglich standen hier drei Säulen. Eine gelangte im Mittelalter nach Lecce, wo sie an einen Bürgermeister erinnert, dem die Stadt ihre Rettung vor einer Pestepidemie verdankt.
Die Treppenanlage verdient eigene Aufmerksamkeit: fast feierlich in ihrer Breite, mit weitem Blick auf das Wasser. Oben angekommen eröffnet sich das Hafenpanorama in seiner vollen Pracht: Fähren, Möwen, Fischerboote und das Meer.
6. Piazza Santa Teresa – Schönheit und Panoramablick

Kaum jemand steuert diesen Platz absichtlich an. Dabei ist die Piazza Santa Teresa einer der schönsten Plätze in Brindisi, mit Blick auf den natürlichen Hafen, alten Bäumen und einer angenehmen Brise vom Meer.
Die gleichnamige Kirche stammt aus dem Jahr 1697 und steht für barocke Sakralarchitektur in typisch süditalienischer Ausführung. Außen eine verzierte Steinfassade, innen Gemälde und Skulpturen. Das angrenzende Kloster der Unbeschuhten Karmelitinnen beherbergt heute das Staatsarchiv der Stadt.
Auf dem Platz dominiert ein Kriegerdenkmal für die rund 500 Brindisiner, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind. Die Rückseite nennt die Namen der Schlachtfelder. Bildhauer Edgardo Simone schuf das Werk in den 1930er Jahren. Den Platz erreichst du über eine Treppe neben der Fontana Vittorio Emanuele III.
Mein Tipp: Kombiniere den Besuch mit der Uferpromenade und den römischen Säulen. Alle drei liegen fußläufig beieinander und lassen sich in einem Spaziergang von knapp zwei Stunden verbinden.
7. Castello Svevo – Stauferburg in der Bucht

Diese Festung beeindruckt allein durch ihre Lage. Kaiser Friedrich II. (Barbarossa) ließ das Castello Svevo im 13. Jahrhundert errichten, auf einer kleinen Halbinsel, die auf drei Seiten vom Wasser umgeben ist.
Das Kastell entstand als Teil eines apulischen Küstenverteidigungsnetzes gegen Angriffe vom Meer. Auf den Wehrgängen reicht der Blick weit über die Adria. An besonders klaren Tagen siehst du von hier aus sogar die albanische Küste.
Im Inneren unterstreichen mittelalterliche Waffensysteme, Schiffsmodelle und eine kompakte Ausstellung zur Stadtgeschichte die Bedeutung der Burg. Im Sommer bietet der Innenhof mit seinen Zitronenbäumen und Laubengängen die ideale Kulisse für Konzerte und Kulturveranstaltungen.
Mein Tipp: Für deine Führung durch das Castello Svevo solltest du dich vorab anmelden (Website). Alternativ verschaffst du dir im Rahmen eines ebenfalls kostenlosen Rundgangs um die Burgmauern einen Eindruck über die Anlage: Geöffnet samstags und jeden zweiten Sonntag.
8. Vier Kirchen, hundert Geschichten

Die Gotteshäuser Brindisis sind kein Pflichtprogramm, das man im Vorbeigehen abhakt. Wer sich Zeit nimmt, findet hier einige der eindrücklichsten Sehenswürdigkeiten der ganzen Stadt.
Mit der Kirche San Benedetto findest du eine der bedeutendsten mittelalterlichen Sakralbauten. Das unter normannischer Herrschaft im späten 11. Jahrhundert erbaute Gebäude besteht aus drei Schiffen mit Säulen und figürlichen Kapitellen, einige davon mit Tierdarstellungen als Verweise auf die vier Evangelisten. Das Portal an der Seite zeigt Jagdszenen und kämpfende Ritter, Symbol für den Triumph des Guten. Der angrenzende mittelalterliche Kreuzgang ist ebenfalls sehenswert. Eintritt frei, Öffnungszeiten: 09:00 bis 13:00 Uhr und 16:30 bis 19:00 Uhr.
Die Kirche San Pietro degli Schiavoni liegt zwischen altem Bauernviertel und ehemaligem Fischerdorf. Außen schlicht, überraschen innen barocke Altäre, bemerkenswerte Gemälde und ein Kirchenschiff mit verzierten Holzbalken. Das Hauptmerkmal ist die Figur der Madonna del Terremoto. Der Legende nach fand man die Figur mit ausgestreckten Armen am Eingang. Seitdem werden der Madonna Brautkleider geschenkt, die je nach Jahreszeit wechseln. Öffnungszeiten: montags 15:00 bis 19:00 Uhr, dienstags bis sonntags 08:30 bis 13:30 Uhr.
Die Kirche Santa Maria di Casale wurde 1284 von Fürst Filippo I. von Tarent erbaut. Die Fassade kombiniert weißen Stein aus dem nahen Dorf Carovigno mit lokalem Tuffstein und erzeugt Muster, die je nach Lichteinfall zwischen Zickzack und Schachbrett wechseln. Innen warten rund 1.300 Fresken, größtenteils von Rinaldo aus Tarent. Ein Kreuzgang mit Arkaden aus dem 16. Jahrhundert schließt das Ensemble ab.
San Giovanni al Sepolcro ist das überraschendste unter den sakralen Highlights. Die achteckige Kirche aus dem 12. Jahrhundert entstand nach einem Entwurf der Tempelritter, als bewusste Anlehnung an das Heilige Grab in Jerusalem. Byzantinische Kuppeln, normannische Bögen, orientalische Proportionen: alles auf kleinstem Raum einer süditalienischen Hafenstadt. Innen ist es dunkel, alt und völlig unverstellt. Freskenreste an den Wänden, gedämpftes Licht durch schmale Schlitze, ein Geruch, den nur sehr alte Gemäuer haben. Wenn tagsüber Sonnenstrahlen durch die Öffnungen fallen, zeigen die verbliebenen Malereien kurz, wie prachtvoll dieser Raum einmal gewesen sein muss.
Mein Tipp: Wenn du nur eine dieser vier Kirchen besuchen kannst, geh zu San Giovanni al Sepolcro. Santa Maria di Casale liegt gut drei Kilometer vom Zentrum entfernt; nimm dir dafür ein Taxi oder den Mietwagen, der Fußweg ist lang und unattraktiv.
9. Hafenrundfahrt – Mit dem Katamaran um die Bucht

Brindisi hat eine ungewöhnliche Ergänzung zum Stadtbus: Ein Katamaran verbindet vier Anlegestellen im Binnenhafen miteinander. Kein Touristenboot, sondern echter städtischer Nahverkehr, vollständig ins Streckennetz der Stadt integriert.
Die Tickets (Single: 1,20 Euro) sind identisch mit denen der Busse. Wer keines hat, zahlt an Bord, bar oder per Karte. In den Wintermonaten legt das Boot täglich zwischen 09:00 bis 24:00 Uhr, im Sommer ist die Frequenz noch höher.
Mit etwas Planung lässt sich die Fahrt sinnvoll mit Besichtigungen verbinden. Vorzugsweise steigst du an der Haltestelle Villaggio dei Pescatori aus. Dort spazierst du entlang der schönen Promenade zum Monumento al Marinaio (Seemannsdenkmal).
Von dort aus eröffnet sich das Postkarten-Panorama auf die schicke Promenade und die dahinterliegende Altstadt. Nach deiner Besichtigung läufst du in entgegengesetzter Richtung zurück zur Haltestelle.
Insidertipp: Gehe am Villagio dei Pescatori von Bord und laufe entlang der Promenade in westlicher Richtung. Während deines Spaziergangs unterhalb der alten Prachtvillen bietet sich dir ein herrlicher Blick auf die gegenüberliegende Promenade mit dem Castello Svevo. Nach gut einem Kilometer erreichst du die Vistamare Petit Lounge Bar. Die Freisitze am Wasser sind der In-Treff für Einheimische und ab dem späten Nachmittag restlos ausgebucht.
10. Palazzo Granafei-Nervegna – Ein wahrer Marmor-Schatz

Dieser Palazzo aus dem Jahr 1565 birgt einen unerwarteten Fund: das originale Kapitell einer der beiden römischen Hafensäulen.
Das Bauwerk aus weißem Marmor ist für sich ein Highlight. Meereswesen, Fabelwesen, der Gott Neptun, fein gemeißelt, mit einer Detailgenauigkeit, die man von außen nie ahnte.
Heute finden im Renaissancepalazzo, der einst den Familien Granafei und Nervegna gehörte, Kunstausstellungen statt. Zu sehen sind zudem archäologische Funde aus der Römerzeit.
Im Erdgeschoss gibt es einen kleinen Shop mit der angeschlossenen Caffetteria Letteraria Nervegna. Verbinde die Besichtigung mit einem Drink im Vorgarten des Palazzos. Der von Bäumen gesäumte Garten im historischen Zentrum gegenüber dem Teatro Verdi darf getrost zu den schönsten Plätzen in Brindisi gezählt werden.
Tourtipp – Ausflug zu den Inseln vor der Küste
Von Brindisi aus legen regelmäßig Boote in Richtung der vorgelagerten Inseln ab. Nur wenige Minuten trennen die Stadt von Sant’Andrea, wo ein Besuch des Castello Alfonsino di Brindisi zum Pflichtprogramm zählt. Die mittelalterliche Burg wurde bis Mitte der 80er-Jahre vom Militär genutzt, später wurde es dank Ausgrabungen wiederentdeckt. Nach einer geführten Besichtigung bietet sich ein Fotostopp beim alten Leuchtturm an. Du kannst die Isola Sant’Andrea auch bequem mit dem Stadtbus erreichen.
Hilfreiche Tipps für deinen Aufenthalt

Anreise
Brindisi verfügt über einen eigenen Flughafen (IATA: BDS), der von einigen deutschen Städten direkt angeflogen wird, unter anderem mit Ryanair und Wizz Air, saisonal auch mit weiteren Anbietern. Alternativ landest du am größeren Airport in Bari (IATA: BRI) und steigst dort in den Zug. Für die rund 90-minütige Fahrt nach Brindisi ruft Trenitalia (Website) weniger als 12 Euro ab. Noch günstiger geht es mit dem Flixbus, der Städte wie Neapel, Bari, Lecce und Brindisi miteinander verbindet.
Fortbewegung
Altstadt und Hafen lassen sich vollständig zu Fuß erkunden. Ein Auto in der Innenstadt ist eher hinderlich, Parkplätze sind knapp, Gassen eng. Für Ausflüge ins Umland nach Lecce, Ostuni oder ins Valle d’Itria ist ein Mietwagen sinnvoll. Anbieter findest du am Flughafen und rund um den Hauptbahnhof.
Meine Gastro-Favoriten

In einer Seitengasse unweit der Promenade wartet mit der Locanda del Porto (Google Maps) ein echtes Gastro-Highlight auf dich. Die Tische im Gewölbekeller sind zurecht fast immer belegt, auch zu später Stunde wird hier noch fürstlich gespeist. Vor allem Fisch und Meeresfrüchte stehen bei den Gästen hoch im Kurs. Das zuvorkommende Personal weiß auch in Sachen Wein bestens Bescheid.
Geheimtipp: Das Romano Artigiani del Gusto 1983 (Google Maps) liegt etwas abseits der Altstadt an der Piazza Raffaello. Das sollte dich aber nicht von einem Besuch beim landesweit bekannten und prämierten Pizzaiolo Christian Romano abhalten. Seine Pizza gilt als das Nonplusultra in der Zunft. Die Karte ist riesig (sogar beim Teig darfst du wählen) und das Ambiente im Garten herrlich.
Auf eine stimmungsvolle Atmosphäre unter Einheimischen darfst du dich in der Birreria Mamm‘Anna (Google Maps) freuen. Vom Sandwich über frittierte Vorspeisen bis hin zu Pasta und Pizza landet hier einfache, aber leckere Hausmannskost auf den Tellern. Das Lokal ist sehr oft ausgebucht, daher lohnt eine Reservierung.
Wesentlich dezenter geht es im Pantagruele (Google Maps) zu. Die schlichte Eleganz der Einrichtung spiegelt sich auch auf den Tellern wider: Heimische Zutaten, regionale Weine, allesamt meisterhaft zubereitet: Das Restaurant wurde mehrmals mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.
Fischliebhaber sind im Fao 37 (Google Maps) gut aufgehoben: rohe Meeresfrüchte, Pasta mit Herzmuscheln, Austern und vieles mehr warten auf deine Verköstigung.
In unmittelbarer Nachbarschaft am Marktplatz fühlen sich Fleischfreunde wie im Paradies. In der Bracerie Escosazio (Google Maps) wählst du an der Auslage am Eingang deine Favoriten per Augenschau aus: vom Hähnchen bis zum Angus wird hier alles auf den Punkt zubereitet.
Übernachtungstipps

Ich empfehle Unterkünfte in der Altstadt oder in Hafennähe. So sind alle wichtigen Sehenswürdigkeiten in Brindisi zu Fuß erreichbar.
Das Afrodite Suite Room (hier Preise checken*) ist ein modernes B&B in bester Lage und mit luxuriöser Ausstattung. Dir gehört das komplette Ferienhaus inklusive Whirlpool allein.
Im Executive Inn Boutique Hotel (hier Preise checken*) darfst du dich neben einem sehr guten Frühstück auch auf eine günstige Lage in unmittelbarer Näher vieler Sehenswürdigkeiten freuen. Die Ausstattung ist stylish, modern und der Service sehr aufmerksam.
DasVerso Oriente (hier Preise checken*) kann mit der besten Lage in der Stadt aufwarten. Zentral am Lungomare gelegen verfügen alle Zimmer über einen herrlichen Blick auf den Hafen und das Meer. Die Zimmer sind großzügig konzipiert, kostenlose Snacks und Getränke werden täglich bereitgestellt.
Das Hotel Orientale (hier Preise checken*) ist der Platzhirsch am Hafen nur wenige Gehminuten vom historischen Zentrum entfernt. Gut ausgestattete Zimmer, freundliches Personal, faire Preise. Kein Luxus, aber alles, was du für einen aktiven Städtetrip brauchst. Ab ca. 65 Euro pro Nacht.
Beste Reisezeit
Frühling (April bis Juni) und früher Herbst (September, Oktober) sind die angenehmsten Monate: Temperaturen zwischen 20 und 27 Grad, wenig Betrieb, günstigere Preise. Im Hochsommer steigt das Thermometer oft über 35 Grad, und durch Fährpassagiere nach Griechenland wird es merklich voller.
Mein Fazit

Brindisi braucht keinen Hype, um zu überzeugen. Die Stadt hält, was andere versprechen: echte Geschichte ohne Museumskulisse, ein lebendiger Hafen, eine bildschöne Promenade, hervorragende Gastronomie zu günstigen Preisen und eine Atmosphäre, die weder aufgesetzt noch beliebig ist. Römische Säulen, Stauferburg, Tempelritterarchitektur, mittelalterliche Fresken und Adria-Panorama, ohne Warteschlangen. Plane mindestens zwei, besser vier Tage ein, lass die Fähre mal Fähre sein und genieße die einzigartige Atmosphäre dieser authentischen Stadt. Mein Feelgood-Faktor: 90 von 100!
Brindisi-Reiseführer
Das waren also die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Brindisi. Für noch mehr Tipps empfehle ich dir folgende Reiseführer:
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