Alle Infos zur Anreise und Wanderung zu den Havasu Falls im Grand Canyon
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Havasu Falls (Havasupai): Infos zu Anreise & Wanderung

Die Havasu Falls im Havasu Canyon, einem Seitenarm des Grand Canyon (South Rim), gelten als die schönsten Wasserfälle der USA, wenn nicht sogar von ganz Nordamerika. Das hat sich "dank" Instagram natürlich weltweit herumgesprochen. Wer um die Jahrtausendwende unterwegs zu den traumhaft schönen Wasserfällen war, konnte das noch spontan machen.

Aktualisiert am 06.06.2022

Havasupai: Das musst du wissen

Das geht heute leider längst nicht mehr. Ohne Beschränkungen würde dieses kleine Paradies sicher auch in kürzester Zeit völlig zerstört werden. Wer die Havasu Falls sehen will, muss seine Reise sehr lange im Voraus planen. Tagesausflüge sind nicht erlaubt. Man benötigt also zwingend eine Reservierung, entweder für die Lodge (ein kleines Hotel) am Dorfrand oder für den Campingplatz. Zudem sind die Preise für Eintritt und Übernachtung in den vergangenen Jahren massiv gestiegen.

Was du tun musst, um die Havasu Falls mit eigenen Augen zu sehen, verraten wir dir in diesem Artikel. Zudem findest du einen ausführlichen Wanderbericht und viele nützliche (Preis)-Infos und Tipps zu Anreise (zu Fuß, mit dem Esel/ Pferd oder mit dem Hubschrauber), Reservierung und Übernachtungsmöglichkeiten.

Zudem findest du am Ende unseres Ratgebers zahlreiche Tipps, wie du die Havasu Falls mit der Kamera fotografisch perfekt in Szene setzt. Übrigens: Drohnen sind im Havasu Canyon verboten. Das Gewicht kannst du dir auf der Wanderung also sparen.

Die Entfernungen zu den Havasu Falls

Vom Parkplatz am Hualapai Hilltop bis zur Supai Lodge sind es rund 13 Kilometer Wegstrecke. Bis zu den Havasu Falls (Campingplatz) bis du 16 Kilometer unterwegs. Die Mooney Falls sind noch einmal einen Kilometer entfernt. Von hier sind es weitere drei Kilometer zu den Beaver Falls. Willst du alle Wasserfälle sehen, summiert sich der Rundtrip auf rund 40 Kilometer. Hinzu kommen etwa 800 Höhenmeter.

Unser Ziel: die Havasu Falls

Bevor es hier im Text mit vielen Infos und einem Wanderbericht weitergeht, wollen wir dir aber gerne einmal zeigen, worum es geht:

Die Havasu Falls im Morgenlicht
Sind die Havasu Falls im Morgenlicht nicht einfach ein Traum? Kein Wunder also, dass der Besucherandrang enorm ist

Die Reservierung in Havasupai

Übernachten in der Lodge (Hotel)

Wie erwähnt sind Tagesausflüge zu den Havasu Falls nicht erlaubt. Das ist mehr als verständlich. Immerhin ist der Rundtrip vom Parkplatz zu den Mooney Falls und zurück rund 34 Kilometer lang, zudem sind rund 800 Höhenmeter im Abstieg und im Aufstieg zu überwinden. Bei den hohen Temperaturen im Sommer ist das eine echte Herausforderung, selbst für fitte Wanderer.

Also: Wenn du die Havasu Falls sehen und erleben willst, benötigst du eine Reservierung. Reservierungen für die kleine einfache Lodge nahe Supai können auch im Jahr 2020 nur telefonisch getätigt werden unter +1 (928) 448-2111 oder +1 (928) 448-2201 (Website der Lodge). Buchbar sind die Zimmer für das Folgejahr ab dem 1. Juni. Schnell sein lohnt sich, die Zimmer sind in der Regel für die gesamte Saison in kürzester Zeit vergeben. Die Rezeption hat von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr (Arizona-Zeit) geöffnet.

Das kostet die Lodge in Supai

Übernachten auf dem Campingplatz

Neben der Lodge in Supai gibt es einen recht großen Campingplatz zwischen den Havasu Falls und den Mooney Falls mit rund 300 Plätzen im Havasu Canyon. Es ist in dem Sinne kein richtiger Campingplatz, sondern ein Gebiet in dem Canyon, in dem du dein Zelt aufschlagen darfst. Feste Stellplätze gibt es nicht. Mit etwas Glück findest du sogar einen schönen Platz direkt am Havasu Creek.

Auch hier gilt: Schnell sein lohnt sich. Die Plätze sind immer lange im Voraus ausgebucht. Die Zeltplätze für die Saison (Februar bis November) müssen online reserviert werden unter havasupaireservations.com. Buchbar sind die Zeltplätze für das laufende Jahr immer ab dem 1. Februar 8:00 Uhr (Arizona-Zeit).

Sind alle Reservierungen vergeben, bleibt noch das Prinzip Glück. Hin und wieder kommt es vor, dass Buchungen abgesagt und wieder ins System gestellt werden. Deswegen lohnt es sich immer (auch sehr spontan), einen Blick auf den Kalender zu werfen oder einfach anzurufen (aber nur für die Übernachtung im Hotel – Anfragen zum Campingplatz werden telefonisch nicht beantwortet).

Wir sind 2014 übrigens noch ohne Reservierung zu den Havasu Falls gewandert. Das solltest du heute nicht mehr machen.

Das kostet der Campingplatz im Havasu Canyon

Unter der Woche kostet die Reservierung für den Zeltplatz 100 Dollar pro Nacht und pro Person. An den Wochenenden (Freitag, Samstag, Sonntag) kostet die Reservierung für den Zeltplatz 125 Dollar pro Nacht und pro Person. Der Eintrittspreis und alle Gebühren sind im Preis bereits enthalten.

Du musst immer drei Nächte buchen. Das Abenteuer Havasu Falls kostet dich auf dem Campingplatz also zwischen 300 Dollar und 375 Dollar pro Person.

Zahlen musst du bereits bei der Reservierung mit deiner Kreditkarte (hier findest du die beste Reise-Kreditkarte). Kommt dir etwas dazwischen, ist das Geld weg. Buchungen sind nicht rückerstattbar und nicht auf andere Personen übertragbar. Beim „Check-in“ in Supai werden die Ausweise kontrolliert.

Mit dem Hubschrauber nach Supai

Um schnell und komfortabel nach Supai zu gelangen, bleibt einzig der Hubschrauber, der zahlungskräftigere Touristen in dieses kleine Paradies auf Erden und zurück fliegt. Der kurze Flug von rund zehn Minuten kostet pro Richtung und Person 85 Dollar (Stand: November 2019). Reservieren kann man nicht und es gilt das First-Come-First-Served-Prinzip ohne Garantie auf Mitnahme. Mitunter kann es sehr lange dauern, bis man an der Reihe ist, zumal die Bewohner des Reservats immer Vorrang haben.

Der Betreiber Airwest Helicopters (Website) verspricht, alle Passagiere von Supai zurück zum Hualapai Hilltop Trailhead zu befördern. Zumindest solange es hell ist und das Wetter (und vor allem der Wind) mitspielt. Der Hubschrauber fliegt allerdings nicht jeden Tag.

Die Betriebszeiten des Helikopters sind:

15. März bis 15 Oktober:

16. Oktober bis 14 März:

Aber auch auf diese Angaben solltest du dich nicht zu sehr verlassen. Wir selbst haben es nicht ausprobiert und auf unserer Wanderung nicht einen Hubschrauber am Himmel gesehen. Ich würde sagen: Mit etwas Glück kann man mit dem Hubschrauber fliegen. Die Tour würde ich davon aber nicht abhängig machen!

Mit dem Pferd oder Muli nach Supai

Eine andere Möglichkeit, zu den Havasu Falls zu gelangen, ist das Pferd oder der Muli. Wer ein eigenes Pferd besitzt, kann einfach so losreiten. Aber wohl nur die wenigsten Touristen werden ihr eigenes Pferd dabei haben.

Die Havasupai bietet Touren mit ihren Pferden und Mulis an. Du benötigst in jedem Falle eine Reservierung für die Lodge oder den Campingplatz und musst die Tour vorab reservieren. Ansprechpartner ist die Lodge oder das Touristenbüro in Supai.

Du kannst auch einen Mulitransport für dein Gepäck buchen. Das ist allerdings kein billiger Spaß. Der Gepäckservice kostet 400 Dollar. Ein Muli kann maximal vier Taschen mit einem Gesamtgewicht von 58 Kilo transportieren. Du musst vorab reservieren. Hier findest du mehr Infos.

Empfehlenswerte Reiseführer

Liebst du den Südwesten der USA auch so wie wir? Dann tauche noch tiefer in diese atemberaubende Landschaft ein. Sehr zu empfehlen sind unter anderem folgende Reiseführer.

Der Weg zu den Havasu Falls – ein Wanderbericht

Vor der Wanderung

Heute machen wir uns auf, dieses einmalige Naturspektakel mit eigenen Augen zu erleben. Der Weg in den Havasu Canyon ist lang und beschwerlich. Um nicht in die größte Mittagshitze zu geraten, brechen wir sehr früh auf. Es wird langsam hell am Horizont, da stehen wir abmarschbereit mit Rucksack, Verpflegung für zwei Tage und unserem Zelt am Hualapai Hilltop Trailhead.

Übernachtet haben wir wie viele andere im Auto auf dem großen Parkplatz am Trailhead. Das spart uns eine lange Anfahrt. Der nächste Ort ist Peach Springs (hier gibt es auch zwei Motels, das Grand Canyon Caverns Inn* und die Hualapai Lodge*), etwa eineinhalb Stunden mit dem Auto entfernt. In Richtung Seligman an der Route 66, ähnlich weit entfernt, gibt es noch den Grand Canyon Caverns Campground (Google Maps) und die Grand Canyon Caverns. Hier gibt es neben normalen Zimmern die Möglichkeit, für 900 Dollar (!!!) pro Nacht in einer riesigen Höhle zu übernachten. Im rund zwei Stunden vom Trailhead entfernten Seligman gibt es weitere Motels*.

Bevor du aufbrichst, solltest du unbedingt den Wetterbericht checken. Der Havasu Canyon wird regelmäßig überflutet. Bei angekündigten Unwettern solltest du von einer Wanderung zu den Havasu Falls absehen. Zudem wird der Canyon bei Temperaturen über 115 Grad Fahrenheit (46 Grad Celsius) gesperrt. Von Juni bis August kann das Thermometer solche Temperaturen durchaus erreichen. Von Juli bis Mitte September gibt es außerdem ein erhöhtes Risiko von gefährlichen Sturzfluten (Flashfloods).

Die beste Reisezeit gibt es also nicht. Du kannst zu jeder Jahreszeit Glück oder Pech haben. Wenn du einen freien Platz in der Lodge oder auf dem Zeltplatz ergatterst, greif zu!

Wir brechen auf zu den Havasu Falls

Wir sind heute die ersten, die sich auf den Weg in das abgelegene Reservat der Havasupai (oder Havsuwʼ Baaja) und zu den magischen und inzwischen weltbekannten Havasu-Wasserfällen machen. Aber kurz nach uns starten schon die nächsten Wanderer mit schweren Rucksäcken. Der Trail ist überraschend breit und nicht zu verfehlen. Kondition und ein wenig Trittsicherheit solltest du für die Wanderung mitbringen, aber viel mehr ist nicht nötig. Nach wenigen Minuten kommen uns schon die ersten Wanderer aus dem Canyon entgegen. Auch sie wollten die brutale Mittagshitze meiden und sind offenbar schon in der Nacht aufgebrochen. Insbesondere der finale Aufstieg auf dem Rückweg bietet keinerlei Schatten und zehrt in der Hitze mit schwerem Gepäck enorm an den Kräften.

Der Trail führt zunächst über Schotter und loses Geröll teilweise recht steil hinab in den Canyon. Inzwischen ist es hell und die ersten Sonnenstrahlen lassen die umliegenden Canyonwände leuchten. Wir begegnen immer mehr Wanderern. Sie alle haben die magischen Havasu Falls schon gesehen. Etwas neidisch sind wir ja schon. Wenn alles gutgeht, stehen aber auch wir heute Abend an den Wasserfällen. Meile für Meile kämpfen wir uns durch den Canyon. Zu verfehlen ist der Weg nicht. Die vielen Wanderer, die sich Tag für Tag auf den Weg in den Havasu Canyon und zurück machen, haben den Weg breit ausgetreten. Wir passieren einige Male Indianer mit Pferden. Diese bringen Waren oder Gepäck nach Supai, dem kleinen Hauptort der Havasupai-Indianer, oder transportieren in der anderen Richtung Abfall und Gepäck aus dem Canyon ab. Eine Straße gibt es hier nicht.

Wanderweg
Der Wanderweg zu den Havasu Falls ist breit und nicht zu verfehlen
Wanderweg im Canyon
Die Canyonwände rücken immer enger zusammen
Pferde im Canyon
Hier kommt uns ein Indianer mit seinen bepackten Pferden entgegen

Es ist ein großartiges Gefühl, diese Landschaft sehen und erleben zu dürfen. Wir machen aber kaum Pause, um noch einen guten Zeltplatz zu bekommen und die schönen Wasserfälle länger bei Tageslicht genießen zu können.

Supai

Der Wanderweg zieht sich Meile um Meile durch den Canyon, die Felswände werden immer höher. Für die 13 Kilometer nach Supai brauchen wir knapp drei Stunden. Hier müssen wir uns im Havasupai Tourist Office registrieren. Wir sind schon sehr gespannt was passiert, denn wir haben überhaupt keine Reservierung. Die Dame hinter dem Tresen ist davon nicht besonders angetan und schimpft ein wenig. Für eine Nacht dürfen wir aber bleiben – und das ohne Strafgebühr!

Achtung: Unser Wanderbericht stammt aus dem Jahr 2014. Damals konntest du noch spontan zu den Havasu Falls wandern und gegen eine Art Strafgebühr eine Nacht auf dem Campingplatz bleiben.

Heute wirst du ohne Reservierung wieder zurückgeschickt! Zumindest ist das die offizielle Regelung. Ob das dann vor Ort auch wirklich so gehandhabt wird, wissen wir leider nicht. Weil: was macht man mit Leuten, die am Ende ihrer Kräfte sind? Das Risiko, noch vor den Wasserfällen umkehren zu müssen, ist in jedem Falle gegeben.

Hast du keine Reservierung, check den Kalender für den Campingplatz unter havasupaireservations.com oder ruf für die (sündhaft teure) Hotel-Übernachtung unter +1 (928) 448-2111 oder +1 (928) 448-2201 an. Handyempfang hast du aber nur in Peach Springs oder in Seligman.

Mit unseren Armbändchen und dem Permit für den Campingplatz (das müssen wir außen am Zelt anbringen) machen wir uns auf. Zu den Wasserfällen ist es schließlich noch ein ganzes Stück. Wir laufen durch Supai und blicken uns neugierig um. Der kleine Ort ist ziemlich schmucklos und nicht besonders einladend. Ausgetrocknete Felder, Holzzäune und ein paar einfache Hütten. Immerhin wachsen einige prächtige Bäume und spenden den Pferden etwas Schatten.

Armbänder
Bei der Registrierung bekommen wir diese Armbänder. So kann jeder sofort sehen, ob wir uns auch legal im Havasu Canyon aufhalten
Supai
Wir lassen Supai hinter uns

Fifty Foot Falls und Lower Navajo Falls

Nach einer weiteren knappen Stunde erreichen wir die ersten Wasserfälle, die Fifty Foot Falls und die Lower Navajo Falls. Die lange Wanderung hat sich definitiv gelohnt! Wir sind jetzt schon überwältigt. Das Wasser ist wirklich so türkis, wie man es von den Fotos kennt. Wir machen einen ersten Stopp am Wasser und genießen diesen unvergesslichen Moment, bevor wir am Ufer des Havasu Creek weiter flussabwärts wandern. Wir sind inmitten einer Oase des Lebens. Am Flussufer wachsen satt grüne Büsche und Bäume, es ist herrlich.

Fifty Foot Falls und Lower Navajo Falls
Wir erreichen die ersten Wasserfälle, die Fifty Foot Falls (oben) und die Lower Navajo Falls
Die Navajo Falls im Morgenlicht
Die Navajo Falls im Morgenlicht

Die Havasu Falls & der Campingplatz

Bald erreichen wir die imposanten Havasu Falls, deren Wasser etwa 30 Meter in die Tiefe stürzt. Es ist ein unglaubliches Erlebnis, hier oben zu stehen. Am Fuße der Havasu Falls schlagen wir unser Zelt direkt am Wasser auf.

Der Campingplatz verfügt übrigens über sanitäre Anlagen und Frischwasser zum Abfüllen (Wasser gibt es am Eingang zum Campground), das aus dem Havasu Creek gespeist wird. Das Wasser kannst du trinken. Wir empfehlen trotzdem, das Wasser zu kochen oder anderweitig aufzubereiten, etwa mit einem Wasseraufbereiter*. Auf dem Campingplatz kannst du dein Zelt aufbauen, wo es dir gefällt. Du kannst auch einfach in einer Hängematte übernachten. Genügend Bäume gibt es. Du kannst auch auf die andere Seite des Havasu Creek wechseln und dort campen – es gibt kleine Brücken.

Havasu Falls
Die Havasu Falls sind der bekannteste Wasserfall im Havasu Canyon. Am Nachmittag ist das Licht aber natürlich absolut ungeeignet für tolle Fotos
Havasu Falls
Die Havasu Falls im Licht der Morgendämmerung. Das schaut schon anders aus als am Nachmittag

Die Mooney Falls

Nicht weit entfernt liegen die Mooney Falls. Um zum Fuße der Mooney Falls zu gelangen, klettern wir einen steilen Steig nach unten. Gesichert ist der Weg mit dicken Stahlketten, außerdem sind einige Holzleitern zu überwinden. Wer viel in den Bergen unterwegs ist, hat keine Probleme. Viele Besucher kommen aber an ihre Grenzen. Wichtig ist auf alle Fälle gutes Schuhwerk. Die Pools am Fuße der Mooney Falls laden zum Baden ein. Deshalb die Badesachen nicht vergessen.

Leitern bei den Mooney Falls
Wer zum Fuß der Mooney Falls will, muss über diese Leitern nach unten – und natürlich wieder nach oben
Mooney Falls
Die Mooney Falls sind nicht weniger beeindruckend als die Havasu Falls
Kaskaden unterhalb der Mooney Falls
Hier bei den Kaskaden unterhalb der Mooney Falls kannst du super baden
Blick von oben auf die Mooney Falls
Blick von oben auf die Mooney Falls. Das Foto entstand am Abend

Wir kehren erst in der Nacht zu unserem Zelt zurück. Inzwischen sind wir umlagert von anderen Zelten. Von Ruhe kann keine Rede sein. Ohrstöpsel sind definitiv eine gute Empfehlung.

Die Beaver Falls

Von den Mooney Falls sind es noch einmal rund drei Kilometer zu den Beaver Falls. Leider haben wir am nächsten Tag nicht mehr die Zeit für diesen Abstecher, nachdem wir ewig an den Havasu Falls fotografieren. Wir müssen ja leider heute schon wieder zurück. Die Beaver Falls sind aber auf alle Fälle auch eine Empfehlung, wenn du mindestens zwei Nächte im Havasu Canyon verbringst.

Beaver Falls
Die Beaver Falls haben wir leider nicht mehr geschafft – Foto: Gonzo fan2007, Beaver falls, CC BY-SA 3.0

Der Rückweg

Gegen Mittag treten wir schließlich den Rückweg an. Der Wanderweg liegt anfangs noch lange im Schatten, die letzten Kilometer müssen wir aber in der prallen Sonne bewältigen. Besonders der Aufstieg aus dem Canyon ist am Nachmittag bei weit über 30 Grad brutal. Mit unseren schweren Rucksäcken müssen wir immer wieder kurz pausieren. Am Auto angekommen gibt es einen kleinen Snack. Wir fackeln aber nicht lange und machen uns auf den Weg zum Valley of Fire – vor uns liegen immerhin sechs Stunden Autofahrt, zum Teil über die alte Route 66. Zahlreiche Schilder an der Straße erinnern an die einst glorreichen Zeiten dieser legendären Straße.

Eine große Bitte

Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, leider hält sich nicht immer nicht jeder dran. Du bist Gast bei den Havasupai, verhalte dich auch dementsprechend! Drohnen, Drogen und Alkohol sind nicht ohne Grund in dem Reservat streng verboten. Achte die Natur und mache nichts kaputt und kritzel nicht sinnlos deinen Namen in Bäume oder auf Steine. Chipsverpackungen, Kippen oder Zigarettenschachteln haben nichts in der Natur zu suchen! Nimm deinen Müll wieder mit und entsorge ihn in der nächsten Stadt. Dafür sind wir dir sehr dankbar!

Alle Infos für deine Wanderung zu den Havasu Falls im Überblick

Foto-Tipps für die Havasu Falls

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6 Kommentare

  • - Matthias Krause

    Hallo Ihr!
    Ich war mit meiner Frau 1998 dort, schon eine Weile her. Wir haben uns damals im Morgengrauen aufgemacht, sind an der „Wache“ in Supai vorbeigeschlichen und bis zu den Mooney- Falls gekommen. Rückweg am selben Tag, anfangs 20 Minuten laufen, 5 Minuten Pause. Beim Endaufstieg war dann das Verhältnis 5/20!
    Gezahlt haben wir gar nichts. Aber mir war damals schon klar, dass wir dieses ganz besondere Stück Erde nur ein einziges Mal im Leben sehen werden. Schön, wieder einmal etwas darüber zu lesen und schön, dass die Erinnerungen wieder hervorgeholt werden.
    Grüße von Matthias aus Erfurt

    • - Florian

      Hallo Matthias,

      ja, so wie 1998 wird wohl niemand mehr diesen schönen Ort erleben.

      Schade eigentlich, aber das ist der Lauf der Dinge. Glücklich kann sich schätzen, wer die Welt noch ohne Instagram und Co erkunden durfte (auch wenn wir natürlich auch Teil davon sind).

      Viele Grüße
      Florian

  • - Katrin

    Jetzt muss ich hier doch noch was schreiben, auch wenn der Beitrag schon zwei Jahre alt ist. Viel verändert hat sich im Canyon und Havasupai seitdem offenbar nicht ;) Ich freue mich, dass ich hier auch mal ein paar Bilder der Mooney Falls sehe…so weit haben wir es ja leider nicht geschafft. Die Wanderung war auf jeden Fall burner anstrengend und ich bin happy, Leidensgenossen gefunden zu haben.
    Eure Bilder und Berichte von den Lofoten haben uns übrigens ernsthaft den letzten Anstoß gegeben, endlich selbst zu den Lofoten zu reisen (kein Spaß, im Februar ist es soweit!).

    Viele Grüße, Katrin

    • - Florian Westermann

      Hi Katrin,

      ja, die Wanderung hat es in sich, vor allem wegen der brutalen Hitze. Wir haben uns ja schwer bepackt erst gegen Mittag auf den Rückweg gemacht. Obwohl ich wirklich viel in den Bergen unterwegs bin und auch Touren von 18 Stunden keine Seltenheit sind, habe ich beim finalen Aufstieg echt gekämpft. So in der prallen Sonne ohne Schatten, das ist krass. Biggi hat das nichts ausgemacht, ich war fix und fertig.

      Jepp, die Lofoten sind der Hammer. Ich will auf alle Fälle mal wieder im Sommer für zwei bis drei Wochen hin mit dem Zelt

      Viele Grüße
      Florian

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