Fliegen in der Business Class von Icelandair

Icelandair bietet übrigens für Reisende in die USA und nach Kanada einen Stop-over von bis zu sieben Tagen in Island ohne Aufpreis an (der sogenannte „Icelandair Stopover Pass“). So kannst du Land und Leute kennenlernen, ohne mehr für das Flugticket zu zahlen.
Schon drei Tage reichen aus, um ein paar Highlights auf Island – etwa den sogenannten Golden Circle – zu erleben. Auch innerhalb Islands kannst du in die entlegenen Ecken der Insel mit dem Flieger kommen und sparst somit enorm viel Zeit. Du musst also keine langen Strecken mit dem Mietwagen fahren, sondern kannst bequem in alle Regionen der Insel fliegen.
Ich zeige dir nun, wie ein Flug von München aus in der Business Class bei Icelandair ist und warum ich eigentlich nie mehr Economy fliegen will. Das bleibt aber natürlich ein unbezahlbarer Traum.
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Mit der Business Saga Class nach Island
Für mich war der Hinflug mit Icelandair ein tolles Erlebnis. Bereits am Check-in-Schalter wurden wir persönlich mit dem Namen angesprochen und konnten an der langen Schlange vor der Gepäckaufgabe vorbeilaufen.
Das war schon ein gutes Gefühl und spart auf jeden Fall viel Zeit. Im Flieger habe ich den Service von Icelandair genossen. Es hat Spaß gemacht. Pro Seite sind zwei große Business-Class-Sitze installiert. Auch für große Menschen gibt es genug Beinfreiheit. Für Paare schafft die Business Class durch die Zweiteilung eine schöne Privatsphäre.
Mit der Business Class auf Langstreckenflügen ist die Business Saga Class aber nicht vergleichbar. Hier werden ja Einzelsitze verbaut, in denen man sich meist komplett hinlegen kann. Für einen Flug von drei bis vier Stunden ist Icelandairs Business Saga Class aber mehr als ausreichend bequem.
Direkt am Sitz erhielt jeder Gast eine Flasche Island-Wasser, eine Decke, ein Kissen sowie (sehr gute und bequeme) Kopfhörer.
Mein Tipp: In der Economy-Klasse musst du selbst deine Kopfhörer mitbringen. Auf dem Rückflug konnte ich somit das Entertainment-System der Airline leider nicht mehr genießen, weil ich kein extra Geld für Kopfhörer ausgeben wollte. Also immer Kopfhörer einpacken. Außer du fliegst Business Class.
Gut gefallen hat mir ebenfalls, dass die Business Class von der Economy Class getrennt ist. Bedeutet: es laufen nicht erst alle Passagiere an dir vorbei. Du sitzt in der Businessklasse wie in einem eigenen Kokon und wirst dort super vom Personal betreut. Die Crew war aufmerksam und super nett. Ein kleines Highlight war die Flugzeug-Innenraum-Beleuchtung im Polarlicht-Modus. Zudem hatte die Business Class eine eigene Garderobe für Jacken und Mäntel, was wir ebenfalls toll fanden.
Folgenden Komfort bietet die Business Saga Premium Class

- 2x Gepäckstücke (bis 32 kg)
- 1x Handgepäck bis 10 kg (2x im Flex Tarif) und ein kleiner persönlicher Gegenstand
- Priority Boarding
- Priority Check-in
- Sitzplatzreservierung
- Bequeme Sitze in der Zweier-Reihe
- Kostenloser Gate-to-Gate WLAN Zugang für zwei Geräte
- Bordentertainment
- Lounge Zugang
- Saga Punkte sammeln


Ordentliches Entertainment-System

An Bord von Icelandair findest du ein solides Entertainment-System. Du kannst aus 210 Filmen und Serien wählen. Mehr als ausreichend für vier Stunden Flug. Allerdings habe ich keine Filme oder Serien auf Deutsch gefunden.
Und bevor man das System nutzen kann, läuft ein längerer Werbefilm (etwa fünf Minuten). Die Spots sind aber ganz interesant und zeigen, was man auf Island alles machen kann.
Die Aktualität der Filme war bunt gemischt. Das Angebot reicht von Klassikern bis hin zu aktuellen Kinofilmen. Ich empfand es als gute Mischung. Auch WIFI wird an Bord angeboten. Passagiere der Business Saga Class können bis zu zwei Geräte kostenlos verbinden.
Wir haben uns das Angebot des Entertainment-Systems genau angeschaut und waren vor allem davon sehr begeistert, dass es eigens produzierte Dokumentationen über Island gibt.
So kann man sich noch im Flugzeug auf das Land einstimmen und wertvolle Tipps abgreifen. Die Videos sind schön aufbereitet und machen Lust auf Island. Auch für Kinder steht eine ausreichende Auswahl an Filmen zur Verfügung. Die Bordcomputer waren einfach zu bedienen, der Touch-Screen funktionierte tadellos. Auch die Musikauswahl bot eine gute Auswahl.


Menü und Drinks

Icelandair bietet in der Business Class für die Passagiere zwei Menüs an. Wer mehr Auswahlmöglichkeiten (etwa vegetarische Gerichte) möchte, muss online vorbestellen. Du wählst online ein Gericht deiner Wahl, das dann während des Fluges serviert wird. Die Getränkekarte an Bord war reichhaltig. Vom Champagner, über diverse Gins und Whiskeys war alles dabei. Natürlich haben wir uns zum Start in den Urlaub ein Gläschen genehmigt. Dazu gab es kleine Salzbrezeln.
Das Menü wurde uns auf einem Tablet mit Serviette gereicht. Wir wählten Fisch, wobei mir dieses Gericht ehrlich gesagt nicht so zusagte. Flo hat es aber sehr gut geschmeckt. Als Dessert gab es einen kleinen Käsekuchen. So stilvoll habe ich in der Luft jedenfalls noch nie gegessen und es war ein tolles Erlebnis.
Icelandair-Lounge

Am Flughafen in München kann man die Icelandair-Lounge nutzen. Beim Check-In in München erhielten wir dazu leider keinen Hinweis. Daher können wir über die Lounge in München nichts berichten.
Über die Business-Lounge am Flughafen Keflavik auf Island können wir leider auch nichts sagen, da wir leider nur ein One-Way-Ticket für die Business Class hatten und so auf dem Rückflug natürlich keinen Zutritt hatten. Die Lounge soll aber sehr schön sein, was man so liest.
Mein persönliches Fazit zur Icelandair Business Saga Class
Mein Flug in der Business Saga Class von Icelandair war wirklich angenehm. Ich habe es sehr zu schätzen gewusst, dass ich meine Koffer ohne Wartezeit aufgeben konnte. Im Flugzeug haben mir die Beinfreiheit, der angenehme Sitzkomfort und der zuvorkommende Service gefallen. Natürlich war auch das eine oder andere Gläschen Prossecco toll.
Auf dem Rückflug in der Economy Class wurde nur einmalig ein Getränk ausgegeben. Hier solltest du dich mit genügend Flüssigkeit für vier Stunden Flug eindecken. Das Essen kostet in der Economy ebenfalls.
Jetzt aber die Frage der Fragen: Lohnt sich die Business Saga Class? In der Hauptsaison musst du bei sehr frühzeitiger Buchung für den Hin- und Rückflug nach Island ab Deutschland mit etwa 900 bis 1000 Euro rechnen. In der Economy Class gibt’s das Ticket für rund 350 Euro. Ob dir der Luxus den Aufpreis Wert ist, musst du ganz alleine entscheiden.
Für wen Geld keine Rolle spielt, kann sich den Luxus und den Komfort in der Business Saga Class ohne Bedenken leisten. Natürlich hat eine „richtige“ Business Class, die auf Langstreckenflügen zum Einsatz kommt, noch ein ganz anderes Niveau. Aber für den recht kurzen Flug nach Island kann ich das Produkt guten Gewissens empfehlen.
Island-Reiseführer
*Werbelink / Bilder von der Amazon Product Advertising API
„Ich durfte fliegen“ – so als Nachwuchs Bloggerin habe ich seit ein paar Monaten einen Blog mit meinem Freund online. Musst du das nicht als Werbung markieren, wenn du sowas machst? Ich glaube, gelesen zu haben dass man angeklagt werden kann, wenn man nicht dazu schreibt, ob man eingeladen wurde?
Grüße
Tina
Hallo Tina,
wenn der Artikel in Auftrag gegeben wird, musst du das natürlich kennzeichnen. Das war hier aber nicht der Fall und wir hatten auch keinen Kontakt mit Icelandair – daher ist es ein reiner Erfahrungsbericht. Natürlich „darf“ man auch fliegen, wenn man alles selbst zahlt.
Viele Grüße
Florian
Kann ich beim Flug Muc-Sea roundtrip ein Kombi ticket (bussiness mit Economy premium ) buchen?
wie läuft es mit einem stop over in Island?
mfg
Sever heinz
Das „Land“ steckt ja schon im Namen der Insel, daher sagt man „in“ Island. „Auf Island“ ist grundsätzlich falsch. Viele Grüße von einem Isländer.
Hallo Stefan,
also laut Duden (Band 9, „Richtiges und gutes Deutsch“) kann „bei Inselnamen, die zugleich Ländernamen sind, […] auf oder in stehen“ .-)
Viele Grüße
Florian
Ich war noch nie „auf“ Island, sondern in Island.
Ist ja nicht wie Mallorca.
Man geht ja auch nicht „auf“ England oder Irland.
Hi Carsten,
kommt drauf an. Wenn man die Insel meint und nicht das Land, schaut die Sache schon wieder anders aus.
Viele Grüße
Florian