Island auf einen Blick: Sehenswürdigkeiten & Reisetipps
Top-5-Highlights: Jökulsárlón (Gletscherlagune), Skógafoss (Wasserfall), Seljalandsfoss (Wasserfall), Reynisfjara Beach (Lavastrand) und Landmannalaugar (Buntes Hochland).
Empfohlene Reisedauer: Mindestens 5–7 Tage für den Süden & Golden Circle, 14–21 Tage für die komplette Ringstraße.
Beste Reisezeit: Die Monate Mai bis September. Vom Spätsommer bis ins Frühjahr gibt es Polarlichter. Von Mitte April bis Ende August kannst du Puffins sehen. Im Juni und Juli blühen die Lupinen. Für das Hochland solltest du zwischen Mitte/Ende Juni bis Anfang September kommen.
Unser Tipp: Miete dir einen Camper (besser noch einen Allrad-Camper*) oder Mietwagen, um die spektakulärsten Fotospots frühmorgens flexibel vor den Tourbussen zu besuchen.
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1. Jökulsárlón & Diamond Beach – Die magische Gletscherlagune mit Eisbergen



Die Gletscherlagune Jökulsárlón im Süden von Island ist einer der schönsten Orte, den ich je gesehen habe. Wir haben hier im Sommer die ganze „Nacht“ bis zum Sonnenaufgang fotografiert. Die Lagune liegt an der Ringstraße und ist auf jeder Island-Rundreise ein Pflichtstopp.
Die Lagune entstand durch das Abschmelzen des Gletschers Vatnajökull, mit rund 7.700 Quadratkilometern der größte Gletscher Europas. Durch den Klimawandel wächst die Lagune stetig: Heute misst sie rund 18 Quadratkilometer und ist stellenweise über 280 Meter tief.
Eisberge in allen Blautönen treiben durch den Gletschersee, der sein Gesicht von Minute zu Minute ändert. Durch die Verbindung zum Atlantik werden immer wieder gigantische Eisberge in die raue See gerissen. Halte auch Ausschau nach Robben, die immer wieder aus dem eisigen Wasser rausschauen.
Vom Parkplatz erreichst du das Ufer der Lagune in wenigen Minuten. Empfehlenswert ist eine Fahrt mit dem Schlauchboot (Zodiac) oder dem Amphibienfahrzeug auf dem See. Die Touren kannst du direkt am Parkplatz buchen. Außerdem kannst du dich vor Ort oder im Voraus einer geführten Tour zu einer Eishöhle* (nur von Mitte Oktober bis März) anschließen.
Nur einen Steinwurf von der Gletscherlagune entfernt liegt einer der surrealsten Strände der Welt: der Diamond Beach – oder auf Deutsch: der Diamantenstrand. Hier treibt das Eis der Lagune durch den Ausfluss in den Atlantik und landet als funkelnde Eisblöcke auf dem schwarzen Lavastrand. Je nach Jahreszeit, Witterung und Gezeiten kann es passieren, dass kaum Eis am Strand liegt. An anderen Tagen findest du hier LKW-große Eisbrocken, die im Sonnenlicht wie Diamanten funkeln.
Bitte sei am Diamond Beach auf der Hut vor den Wellen des Atlantiks. Die Brandung kann hier ohne Vorwarnung sehr stark und gefährlich sein!
Kostenpflichtige Parkplätze gibt es auf beiden Seiten des Ausflusses der Gletscherlagune. Im Prinzip spielt es keine Rolle, auf welcher Seite du parkst. Solange die Eisbrocken am schwarzen Lavastrand liegen, bieten beide Seiten spektakuläre Motive.
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2. Skógafoss – Der donnernde 60-Meter-Bilderbuch-Wasserfall im Süden


Meine Top-Sehenswürdigkeit Nummer 2 ist der Wasserfall Skógafoss. Mit einer Fallhöhe von über 60 Metern und einer Breite von rund 25 Metern ist er einer der mächtigsten Wasserfälle der Insel. Am rechten Rand des Wasserfalls führen Stufen nach oben zu mehreren Aussichtsplattformen. Von hier erwartet dich ein spektakulärer Blick in die Tiefe. Keine Sorge: Alles ist bestens gesichert.
Nach einer isländischen Saga versteckte übrigens einst einer der ersten Einwanderer namens Þrasi eine Kiste mit Gold hinter dem Wasserfall. Nun, wir haben leider nichts gefunden – aber die Suche hat Spaß gemacht! 😄
Foto-Tipp: Bei Sonnenschein bildet sich am Skógafoss ein wunderschöner Regenbogen in der Gischt, eines der bekanntesten Fotomotive Islands. Am besten kommst du früh am Morgen, wenn das Licht optimal ist und noch nicht viel Betrieb herrscht. Für Langzeitbelichtungen des Wasserfalls empfehle ich ein Reisestativ und einen ND-Filter.
Hier beginnt außerdem eine der schönsten Wanderungen der Region: Folgst du dem Wanderweg neben dem Fluss Skógá, erreichst du einige weitere Wasserfälle wie den Fosstorfoss, den Steinbogafoss und den Fremri Felsfoss. Nach etwa drei Kilometern ändert sich die Landschaft dramatisch und wird sehr karg und ursprünglich – zumindest bis hierhin solltest du wandern.
Wer noch mehr Ausdauer hat, kann den berühmten Fimmvörðuháls-Wanderweg je nach Gutdünken weiterlaufen, der an der Fimmvörðuháls-Hütte (15 Kilometer) vorbei zu den Kratern Magni und Móði (18 Kilometer) und weiter zur Básar-Hütte (25 Kilometer) führt. Von hier geht es theoretisch auf dem Laugavegur-Trekkingweg weiter bis nach Landmannalaugar (3 bis 5 Tage).
Direkt am Skógafoss liegt einer der bekanntesten Campingplätze der Insel. Der Vorteil: Du übernachtest fast direkt am Wasserfall. Allerdings ist der Platz groß, karg und mitunter sehr laut, vor allem in der Hochsaison.
Tipp: Ganz in der Nähe befindet sich der Wasserfall Kvernufoss, fast noch ein Geheimtipp. Anders als der touristisch sehr stark frequentierte Skógafoss ist hier meist deutlich weniger los – und du kannst sogar hinter den Wasserfall gehen!
3. Seljalandsfoss – Der spektakuläre Wasserfall, hinter den du gehen kannst

Der 60 Meter hohe Seljalandsfoss im Süden von Island ist nicht nur wegen seiner Fallhöhe einen Besuch, sondern vor allem wegen eines ganz besonderen Erlebnisses: Ein Weg führt hinter den Wasserfall, sodass du ihn buchstäblich von innen bestaunen kannst. Regenklamotten sind zu empfehlen, wenn du in der Gischt des Wasserfalls nicht klatschnass werden möchtest. Der Seljalandsfoss liegt unterhalb des Gletschers Eyjafjallajökull. Das ist der berühmte Vulkan, dessen Ausbruch im Jahr 2010 den europäischen Luftraum für mehrere Tage lahmlegte.
Vom Parkplatz sind es nur ein paar Minuten zum Wasserfall. Am besten kommst du früh am Morgen oder am Abend, wenn die untergehende Sonne den Wasserfall im schönsten goldenen Licht anstrahlt und deutlich weniger Besucher vor Ort sind.
Foto-Tipp: Die besten Aufnahmen gelingen dir am Abend mit Blick aus der Höhle hinter dem Wasserfall nach draußen. Hier brauchst du ein Ultraweitwinkelobjektiv und ein robustes Reisestativ.
Geheimtipp – Gljúfrabúi: Besuche auch den nahe gelegenen Gljúfrabúi. Er liegt nur wenige Gehminuten vom Seljalandsfoss entfernt und ist einer der schönsten versteckten Wasserfälle Islands. Um den Spot zu erreichen, musst du durch eine schmale Felsschlucht waten. Im Inneren der halboffenen Schlucht stürzt der Wasserfall in einem Kessel in die Tiefe, während das Licht durch die Felsöffnung hereinbricht. Ein magischer Ort, den viele Besucher übersehen. Wasserdichte Schuhe sind empfehlenswert.
Beide Wasserfälle teilen sich denselben kostenpflichtigen Parkplatz an der Ringstraße (Route 1). Vom Parkplatz zum Seljalandsfoss sind es nur wenige Minuten zu Fuß, der Gljúfrabúi liegt ca. 800 Meter weiter nördlich. Plane für beide Wasserfälle ein bis zwei Stunden ein.
Noch mehr abgefahrene Orte, Sehenswürdigkeiten und Insider-Tipps wie die Hochlandstraße Kaldadalsvegur, den Kratersee Kerið, die Höhle Loftsalahellir oder den Wasserfall Glymur verraten wir dir in unserem Island-Reiseführer, den du hier für nur 9,95 Euro (inkl. Mwst.) kaufen kannst. In unserem E-Book zeigen wir dir auf über 200 Seiten mehr als 100 Highlights und Geheimtipps auf der Vulkaninsel – alle selbst bereist und erlebt 😊.
4. Reynisfjara Beach – Gewaltige Basaltsäulen & schwarzer Lavasand bei Vík



Der Reynisfjara Beach bei Vík ist eines der meistfotografierten Highlights Islands. Der endlose schwarze Lavastrand mit den steilen Basaltklippen und den imposanten Felsnadeln im Meer – bekannt als Reynisdrangar – machen diesen Ort zu etwas ganz Besonderem. Kein Wunder, dass er regelmäßig zu einem der schönsten Strände der Welt gezählt wird.
Hinter den Reynisdrangar-Felsen steckt übrigens eine isländische Sage: Den Überlieferungen zufolge sollen die markanten Felsnadeln einst Trolle gewesen sein, die beim Versuch, ein Segelschiff an Land zu ziehen, vom Morgenlicht überrascht und zu Stein verwandelt wurden.
Sicherheitshinweis: Direkt am Strand ist Vorsicht geboten! Du musst hier zu jeder Zeit – auch bei ruhigem Meer – mit riesigen Wellen rechnen (so genannten „Sneaker-Waves“), die wie aus dem Nichts an den Strand schmettern und dich im schlimmsten Fall ins Meer reißen. Es gab hier bereits Todesfälle. Inzwischen wurde ein Warnsystem installiert. Achte auf die Signale und halte Abstand zum Meer!
Hinweis: Nach einem Sturm im Februar 2026 sind die Höhle Halsanefshellir sowie der direkte Zugang zu den riesigen Lavafelsen im Meer nicht mehr zugänglich. Große Teile des Strandes wurden komplett weggespült.
Im Örtchen Vík lohnt sich ein Besuch der Icelandic Lava Show (Ticket kaufen*). Bei der Show bekommst du glühende Lava zu sehen. Ein Erlebnis, das besonders Kindern ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Im selben Gebäude kannst du außerdem das Abenteuer Zip Lining über die Grafargil-Schlucht buchen (Ticket kaufen*). Und wer nach all den Abenteuern Hunger hat: Im Restaurant The Soup Company gibt es leckere Suppen zu einem fairen Preis – und du bekommst sogar kostenlos Nachschlag!
Sehenswert ist auch der endlos lange schwarze Lavastrand von Vík selbst. Von hier blickst du von der anderen Seite auf die Basaltfelsen des Reynisfjara Beach und hast eine völlig andere, nicht minder beeindruckenden Sicht auf die Reynisdrangar-Felsen.
Tipp: In den milderen Monaten, etwa von Mitte April bis Ende August, nisten auf den Klippen rund um Reynisfjara und Vík tausende Papageitaucher (auch Papageientaucher oder Puffins). Mit etwas Geduld und Glück kannst du die niedlichen Vögel mit den bunten Schnäbeln aus nächster Nähe beobachten. Für Fotos lohnt sich ein Teleobjektiv.
5. Landmannalaugar – Bunte Rhyolithberge & heiße Quellen im Hochland



Im Hochlandtal Landmannalaugar erwarten dich bunte Berge und eine heiße Quelle, in der du kostenlos Baden kannst – ein tolles Erlebnis mitten in der isländischen Wildnis. Das Badehaus mit Umkleiden und Toiletten ist kostenpflichtig. Fast direkt neben der heißen Quelle gibt es einen Campingplatz für Allrad-Fahrzeuge (hier kannst du einen Allrad-Camper mieten*).
Was Landmannalaugar so besonders macht, ist die Farbenpracht: graublau schimmernder Pechstein, rötliche Quarzvorkommen, Schwefelausfällungen und pechschwarze Lava wechseln sich ab. Besonders spektakulär sind die umliegenden Vulkane Bláhnjúkur und Brennisteinsalda und das Obsidian-Lavafeld, bekannt als Laugahraun. Ein Naturwunder, das du so nirgendwo sonst auf der Welt findest.
Vom Parkplatz aus gibt es eine beliebte Rundwanderung durch das Gebiet. Für die knapp fünf Kilometer lange Strecke brauchst du zwei bis drei Stunden. Die Rundtour ist nicht besonders schwierig und bei gutem Wetter eigentlich für jeden machbar, festes Schuhwerk ist aber ein Muss. Wer mehr Ausdauer mitbringt, sollte zumindest einen Teil des berühmten Laugavegur-Trekkingwegs in Angriff nehmen, der in Landmannalaugar beginnt und zu den schönsten Fernwanderwegen Islands zählt.
Tipp: Landmannalaugar ist nur von Mitte/Ende Juni bis Anfang September zugänglich. Außerhalb dieser Zeit sind die F-Straßen im Hochland gesperrt.
Ohne Allradfahrzeug bleibt dir der Weg auf eigene Faust nach Landmannalaugar leider versperrt. Die einfachste Anreisemöglichkeit führt über die F208 aus dem Norden. Wie auf allen F-Straßen ist ein Allradfahrzeug vorgeschrieben. Auf der nördlichen F208 gibt es keine Furten, weshalb die Anfahrt bei gutem Wetter mit jedem Miet-SUV mit Allrad problemlos zu meistern ist. Mit einem normalen Mietfahrzeug solltest du aber auf keinen Fall die Flussquerung kurz vor dem Ziel wagen!
Bei unserem ersten Besuch haben wir uns einer geführten Tour mit einem Superjeep* (ab Reykjavík) angeschlossen. Neben Landmannalaugar steuerst du auf der Tour weitere Sehenswürdigkeiten im Hochland an, etwa den Kratersee Bláhylur.
6. Stuðlagil Canyon – Das Naturwunder mit den mächtigen Basaltsäulen im Osten



Der Stuðlagil Canyon im Osten der Vulkaninsel ist nicht von dieser Welt. Dich erwarten bis zu 30 Meter hohe Basaltsäulen, die senkrecht und in perfekten geometrischen Mustern in den Himmel ragen, während dazwischen der türkisfarbene Fluss Jökulsá á Brú hindurchfließt. Besonders außergewöhnlich sind die teils waagerechten Basaltsäulen – ein weltweit einzigartiges geologisches Phänomen!
Interessant ist auch, wie der Stuðlagil Canyon überhaupt erst „entdeckt“ wurde: Seit jeher war die Schlucht der natürliche Weg des Jökulsá á Brú (auch bekannt als Jökulsá á Dal oder Jökla). Erst als das Wasser mit Inbetriebnahme des umstrittenen Wasserkraftwerks Kárahnjúkarvirkjun Anfang der 2000er Jahre um bis zu acht Meter sank, wurden die zuvor unbekannten Basaltsäulen sichtbar.
Es gibt zwei Zufahrten: Vom Parkplatz auf der Südseite des Flusses wanderst du gut zwei Kilometer durch eine atemberaubende Landschaft bis zum Canyon. Von hier kommst du mit etwas Klettergeschick auch direkt in den Canyon hinein. Von der Nordseite gelangst du hingegen nur zu einer Aussichtsplattform über dem Canyon, aber nicht in den Canyon selbst.
Wichtiger Hinweis zur Reisezeit: Der Stuðlagil Canyon ist nur bei niedrigem Wasserstand zugänglich. Am besten besuchst du ihn von Juli bis September. Im Frühjahr und nach starken Regenfällen kann der Wasserstand so hoch sein, dass du nicht direkt in den Canyon kannst.
Aktuell: Derzeit finden im Gebiet Bauarbeiten statt. Hier soll ein neuer Rundweg entstehen, der über Brücken auch den Fluss quert und vermutlich noch viel mehr Besucher anlockt.
7. Strokkur & Haukadalur – Der Geysir auf dem Golden Circle, der alle 10 Minuten ausbricht

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf dem Golden Circle – eine der beliebtesten Rundfahrten in Island, die du an einem Tag ab Reykjavík schaffst – ist das Geysir-Geothermalgebiet im Haukadalur-Tal. Es stinkt hier wegen des Schwefels fürchterlich nach faulen Eiern. Aber das gehört dazu und macht das Erlebnis noch unvergesslicher (diesen Geruch vergisst du nie wieder).
Der Star ist der Geysir Strokkur („Butterfass“): Etwa alle fünf bis zehn Minuten schießt er eine Wasserfontäne von 15 bis 20 Metern, andere Quellen sagen sogar 35 Meter (wir haben nicht nachgemessen), in den Himmel.
Nur einen Steinwurf entfernt befindet sich der Große Geysir, der Namensgeber für alle Geysire der Welt. Er wurde bereits im 13. Jahrhundert beschrieben und ist der älteste bekannte Geysir der Welt. Mitte des 19. Jahrhunderts schoss seine Fontäne bis zu 170 Meter in den Himmel. Diese Höhe erreicht der Große Geysir heute nicht mehr und die Ausbrüche sind selten und unvorhersehbar. Wir selbst haben ihn auf allen unseren Island-Reisen noch nie gesehen.
Neben dem Geysir-Spektakel kannst du im Haukadalur-Tal auch wandern, etwa auf einen nahegelegenen Hügel mit einem tollen Panoramablick über das Geothermalgebiet. Von oben siehst du die dampfenden Fumarolen und blubbernden Schlammtöpfe aus der Vogelperspektive.
Foto-Tipp: Um das perfekte Bild vom Strokkur-Ausbruch zu machen, empfehle ich dir den Serienbild-Modus deiner Kamera und eine kurze Belichtungszeit (1/1000 Sekunde). Der Geysir kündigt seinen Ausbruch Sekunden vorher an, wenn sich eine große Wasserblase an der Oberfläche bildet.
Tipp: Komm früh morgens, bevor die Reisebusse eintreffen. Dann hast du das Geothermalgebiet fast für dich alleine und kannst in Ruhe auf den nächsten Strokkur-Ausbruch warten. Am Parkplatz gibt es ein Besucherzentrum mit Restaurant und Souvenirshop, falls du eine Pause auf dem Golden Circle brauchst.
Tipp für deine Reiseplanung: Das Haukadalur-Tal lässt sich perfekt mit den anderen Highlights am Golden Circle kombinieren – dem Gullfoss und dem Þingvellir-Nationalpark. Die gesamte Route lässt sich bequem an einem Tag ab Reykjavík fahren.
8. Gullfoss – Der gewaltige zweistufige Wasserfall am Golden Circle

Der Gullfoss – auf Deutsch „Goldener Wasserfall“ – ist einer der bekanntesten Wasserfälle Islands und ein weiteres Highlight auf dem Golden Circle. Das Wasser des Flusses Hvítá stürzt hier in zwei Stufen – mit 11 und 21 Metern Höhe – in eine bis zu 70 Meter tiefe Schlucht und erzeugt dabei einen ohrenbetäubenden Lärm sowie gigantische Gischtfahnen. Bei Sonnenschein bildet sich in der Gischt ein Regenbogen, eines der schönsten Fotomotive Islands.
Aber woher kommt eigentlich das „Gold“ im Namen? Eine Erklärung ist, dass das Wasser des Flusses Hvítá bei bestimmten Lichtverhältnissen golden schimmert. Eine andere Theorie besagt, dass ein reicher Bauer sein Gold einst im Wasserfall versenkte – ähnlich der Legende am Skógafoss. Mehr über den Bauern Gýgur vom Hof Gýgjarhóll erfährst du bei unserem Blogger-Kollegen Uli.
Der Gullfoss hat auch eine bewegende Geschichte: Anfang des 20. Jahrhunderts plante ein britischer Investor, den Wasserfall für ein Wasserkraftwerk zu nutzen. Die Isländerin Sigríður Tómasdóttir, Tochter des damaligen Landbesitzers, kämpfte entschlossen gegen dieses Vorhaben. Sie soll sogar gedroht haben, sich in den Wasserfall zu stürzen. Ihr Einsatz trug maßgeblich dazu bei, dass der Plan scheiterte. Heute gilt Sigríður als eine der ersten Umweltschützerinnen Islands. Eine Büste vor Ort erinnert an ihren Einsatz.
Vom kostenpflichtigen Parkplatz führt ein gut ausgebauter Weg zum Wasserfall. Regenklamotten und ein Regenschutz für die Kamera gehören in den Rucksack. Auf der Aussichtsplattform am Wasserfall wirst du andernfalls klatschnass. Es gibt übrigens zwei Aussichtsplattformen: eine auf der oberen Ebene mit Blick über den gesamten Wasserfall und eine auf der unteren Ebene, von der aus du die Wucht der Wassermassen hautnah spürst.
9. Stokksnes & Vestrahorn – Islands dramatischster Fotospot an der Südostküste



Die Landzunge Stokksnes an der Südostküste Islands war lange ein Geheimtipp. Durch die Flut beeindruckender Bilder auf Instagram ist die Landzunge inzwischen zu einer der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Insel geworden.
Die Kombination aus dem Bergmassiv Klifatindur (847 Meter) mit dem markanten Vestrahorn (686 Meter) im Osten und dem ihm vorgelagerten Brunnhorn (435 Meter), dem schwarzen Lavastrand und dem oft dramatischen isländischen Himmel ergibt Fotomotive, die ihresgleichen suchen.
Es macht einfach Spaß, an den schwarzen Lavastränden entlang zu wandern, den Vögeln zuzuschauen und die Atmosphäre dieses Ortes aufzusaugen. Bitte achte dabei auf die Natur: Tritt keine Pflanzen kaputt und hinterlasse keinen Müll. Nur so bleibt Stokksnes auch für zukünftige Besucher ein unvergessliches Erlebnis.
Der Eintritt beträgt rund sieben Euro pro Person. Außerhalb der Öffnungszeiten des Viking Cafe gibt es einen Ticket-Automaten, der die Schranke öffnet. Das bedeutet: Du kannst Stokksnes auch mitten in der Nacht besuchen und in aller Ruhe Polarlichter jagen.
Auf dem Gelände befindet sich außerdem ein einst für eine Filmproduktion nachgebautes Wikingerdorf samt Wikingerschiff. Für Kinder ist das ein großer Spaß, für Erwachsene aber kein Muss.
Hinweis für erprobte Wanderer: Unterhalb des Vestrahorns führt ein Wanderweg an der Küste entlang. Wenn du das Brunnhorn hinter dir gelassen hast, kannst du das Vestrahorn von hinten erklimmen (mehr oder weniger weglos). Der Abstieg führt dann sehr steil durch Geröll zurück zum Wikinger-Dorf (ca. 7 Stunden; zur Tour).
Foto-Tipp: Das klassische Stokksnes-Motiv ist das Vestrahorn mit der Spiegelung im nassen Sand. Du kannst aber auch eine der vielen Sanddünen als Vordergrund einbauen.
10. Kirkjufell & Kirkjufellsfoss – Islands ikonischer Berg auf der Halbinsel Snæfellsnes

Der Berg Kirkjufell mit dem Wasserfall Kirkjufellsfoss im Norden der Halbinsel Snæfellsnes ist eine der eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten und einer meiner Lieblings-Fotospots in Island.
Der Kirkjufell ragt 463 Meter in den Himmel und ist eines der meistfotografierten Motive des Landes. In Game of Thrones war er als „Arrowhead Mountain“ zu sehen Seither hat sich der einstige Insider-Tipp zum Hotspot entwickelt. Besonders spektakulär ist der Kirkjufell als Polarlicht-Kulisse: Wenn die grünen Lichter über dem Gipfel tanzen, entstehen einmalige Fotos!
Den besten Blick auf den Kirkjufell hast du vom nahe gelegenen Wasserfall Kirkjufellsfoss. Vom kostenpflichtigen Parkplatz aus sind es nur ein paar Minuten Fußweg zu den Wasserfällen. Tagsüber ist hier die Hölle los. Besser, du kommst früh am Morgen oder am Abend, wenn das weiche Licht den Berg in seinen schönsten Farben erstrahlen lässt.
Der Gipfel des Kirkjufells ist zwar zu Fuß erreichbar, der Aufstieg ist aber erfahrenen Bergwanderern mit der richtigen Ausrüstung vorbehalten. Die Wege sind kaum zu erkennen, steil, schmal und ausgesetzt. Es gab hier bereits mehrere tödliche Abstürze.
Für das perfekte Foto mit dem Wasserfall Kirkjufellsfoss im Vordergrund empfehle ich dir ein Ultraweitwinkelobjektiv sowie in den Morgen- und Abendstunden ein leichtes Reisestativ.
11. Fjaðrárgljúfur Canyon – Die verwunschene, moosbewachsene Felsenschlucht

Der Fjaðrárgljúfur Canyon ist eine der beeindruckendsten Natursehenswürdigkeiten Islands und auch als „Justin Bieber Canyon“ bekannt. 2015 drehte der berühmte Popstar auf der Insel das Musikvideo zu seinem Song „I’ll Show You“ unter anderem in dieser Schlucht. Auch in der weltbekannten TV-Serie Game of Thrones ist der Canyon zu sehen. Inzwischen zählt der einstige Geheimtipp zu den meistbesuchten Ausflugszielen im Süden von Island.
Die Schlucht ist rund zwei Kilometer lang und bis zu 100 Meter tief. Sie entstand vor rund 9.000 Jahren durch Gletscherschmelzwasser nach der letzten Eiszeit. Der Fluss Fjaðrá schlängelt sich durch den Canyon und verleiht ihm seinen ganz besonderen Charakter. Die mächtigen, moosbedeckten Felswände und das türkisfarbene Wasser tief unten erschaffen eine Atmosphäre, die ihresgleichen sucht.
Vom kostenpflichtigen Parkplatz (mit WC-Anlage) führt ein gut ausgebauter Wanderweg oberhalb der Schlucht entlang. Nach rund einem Kilometer erreichst du eine Aussichtsplattform mit einem traumhaften Blick in den Canyon. Hier stürzen auch zwei Wasserfälle in die Tiefe.
Hinweis: Der Fjaðrárgljúfur Canyon kann im Frühjahr zur Vogelbrutzeit gesperrt werden und im Winter ist der Wanderweg wegen Eis und Schnee meist nicht zugänglich. Der Massentourismus nach dem Bieber-Video hat der empfindlichen Vegetation rund um den Canyon stark zugesetzt.
12. Dettifoss & Selfoss – Europas mächtigster Wasserfall im Norden Islands


Der Dettifoss darf auf meiner Liste der Must Sees nicht fehlen: Mit einem durchschnittlichen Wasservolumen von rund 193 Kubikmetern pro Sekunde ist er der mächtigste Wasserfall Europas. Mit Getöse stürzt er 44 Meter in die Tiefe. Der Name Dettifoss bedeutet übrigens „stürzender Wasserfall“.
Vielleicht kennst du den Dettifoss aus dem Science-Fiction-Film „Prometheus – Dunkle Zeichen“ von Ridley Scott (2012). Die eindrucksvolle Eröffnungsszene wurde hier gedreht. Seitdem hat der ohnehin beeindruckende Wasserfall noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.
Wasserscheu solltest du nicht sein: Durch die Gischt wird jeder pitschnass, der in die Nähe des Wasserfalls kommt. Regenklamotten sind Pflicht und vergiss den Regenschutz für deine Kamera nicht! Bei Sonnenschein belohnt dich der Dettifoss mit einem wunderschönen Regenbogen in der Gischt.
Anreise: Du erreichst den Dettifoss sowohl von der Ostseite (Straße 864, unbefestigt) als auch von der Westseite (Straße 862, asphaltiert). Die Westseite bietet den direkteren Zugang zum Wasserfall. Von der Ostseite hast du einen anderen, teils dramatischeren Blickwinkel. Die Straße ist etwas schroff, aber in der Regel mit jedem normalen Mietwagen zu meistern.
Tipp: Mach einen kurzen Abstecher zum nahe gelegenen Selfoss. Den gut ausgebauten Wanderweg kannst du nicht verfehlen. Mit nur zehn Metern Fallhöhe ist der Selfoss im Vergleich zum Dettifoss zwar ein Winzling, aber ein beeindruckender – vor allem wegen seiner ungewöhnlich breiten Wasserkaskaden. Wer noch mehr Wasserfälle sehen möchte, macht einen Abstecher zum Hafragilsfoss, der nur wenige Kilometer flussabwärts liegt (Zufahrt über eine Schotterpiste).
13. Þingvellir-Nationalpark – Wo Geschichte und Erdspalten aufeinandertreffen



Der 237 Quadratkilometer große Nationalpark Þingvellir (Thingvellir) gehört zum bereits erwähnten Golden Circle. Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Þingvellir-Nationalpark solltest du drei bis vier Stunden einplanen.
Þingvellir ist in doppelter Hinsicht einzigartig. Zum einen liegt das Gebiet auf dem Grabenbruch zwischen der amerikanischen und der eurasischen tektonischen Platte. Die beiden Kontinente driften jährlich um ein bis drei Zentimeter auseinander. Zum anderen tagte hier einst das Alþing (Althing). Das frühe isländische Parlament existierte zwischen 930 bis zu seiner Auflösung durch die Dänen im Jahre 1798. Seit 2004 zählt Þingvellir zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Zu den Highlights des Nationalparks gehört der Wasserfall Öxararfoss. Dank einer Rampe können sogar Rollstuhlfahrer dieses Naturwunder bestaunen. Sehenswert sind auch die vielen Spalten und Schluchten, die durch das Auseinanderdriften der Kontinentalplatten entstanden und mit Wanderwegen erschlossen sind.
Folgst du dem Wanderweg vom Öxararfoss nach links, erreichst du eine Aussichtsplattform am Þingvellir-Parkplatz 1. Von hier oben hast du einen spektakulären Blick über die Landschaft und auf die 1859 erbaute Þingvallakirkja (Thingvellir-Kirche). Direkt daneben befindet sich die Sommerresidenz des isländischen Premierministers.
Auf deiner Wanderung wirst du die Ruinen einiger Steinhäuser entdecken, in denen einst die Mitglieder des Alþings tagten. Im Jahr 1944 wurde hier die Republik Island ausgerufen. Þingvellir ist also nicht nur geologisch, sondern auch politisch ein Ort von welthistorischer Bedeutung.
Im Nationalpark liegt außerdem der Þingvallavatn, der größte natürliche See Islands. An seinem Nordufer wartet das nächste Highlight: Im Silfra Rift, einer mächtigen Erdspalte, kannst du zwischen zwei Kontinenten schnorcheln oder tauchen. Das Wasser ist, gefiltert durch jahrzehntelange Versickerung durch das Lavagestein, so klar, dass du bis zu 100 Meter weit siehst. Hier kannst du einen Tauchgang* und hier das Schnorchel-Abenteuer* buchen.
14. Blaue Lagune (Bláa Lónið) – Das berühmte Geothermalbad & Alternativen

Die Blaue Lagune (Bláa Lónið) ist vielleicht die bekannteste Sehenswürdigkeit der Vulkaninsel. Das Thermal-Freibad auf der Halbinsel Reykjanes, rund 50 Kilometer von Reykjavík entfernt und in unmittelbarer Nähe des internationalen Flughafens Keflavík, eignet sich perfekt als erster oder letzter Stopp einer Island-Rundreise.
Bekannt ist die Blaue Lagune für ihr leuchtend blau gefärbtes Wasser – verantwortlich dafür ist die hohe Konzentration Kieselsäure im mineralreichen Thermalwasser – und die schroffen Lavafelsen. Das Wasser hat eine Badetemperatur von rund 37 bis 42°C und soll der Haut durch seine einzigartige Mineralzusammensetzung besonders guttun.
Wichtig: Du solltest die Blaue Lagune unbedingt im Voraus online buchen. Spontane Besuche ohne Reservierung sind wegen des hohen Besucherandrangs meist nicht möglich. Ein Besuch der ganzjährig geöffneten Lagune ist definitiv ein Highlight, allerdings ist der Eintritt sehr teuer: Das günstigste Ticket kostet etwa 88 Euro pro Person. Der Zugang zum Retreat Spa kostet etwa 580 Euro (für bis zu zwei Personen). Spezielle Luxus-Pakete mit Zugang zur Lava Cove kosten sogar rund 1.000 Euro pro Person. Tickets kannst du auf der offiziellen Website der Blauen Lagune buchen.
Alternativen zur Blauen Lagune
Die Blaue Lagune ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Wenn du Islands Geothermalbäder abseits des Massentourismus erleben möchtest, gibt es einige Alternativen:
Sehr zu empfehlen ist die Secret Lagoon bei Flúðir, Islands ältestes Thermalbad (hier Tickets kaufen*). Die Sky Lagoon in Reykjavík ist die modernste Alternative mit einem spektakulären Infinity-Pool mit Meerblick über den Atlantik. Ein Geheimtipp ist der Hvammsvik Hot Spring in Hvammsvík.
Das Mývatn Nature Bath im Norden Islands bietet ein ähnliches Geothermalbad-Erlebnis in einer ursprünglicheren und ruhigeren Umgebung. Im Osten ist das Vök Baths ein Tipp.
Wenn du überhaupt kein Geld ausgeben willst, empfehle ich dir den heißen Fluss im Reykjadalur bei Hveragerði. Eine wunderschöne Wanderung (4,5 Kilometer pro Richtung) führt dich durch ein dampfendes Geothermalgebiet zu einem Bach mit warmem Quellwasser, in dem du ein Bad nehmen kannst. Und natürlich ist auch die heiße Quelle in Landmannalaugar (siehe Sehenswürdigkeit 5) ein Erlebnis.
Wer Ruhe und Einsamkeit will, besucht einen der heißen Naturpools in Island, die es auf der Insel überall gibt.
15. Háifoss & Granni – Zwei Giganten stürzen in die Tiefe

Ein weiteres spektakuläres Naturwunder ist der mächtige Háifoss, mit 122 Metern Fallhöhe nach dem Morsárfoss und dem Glymur der dritthöchste Wasserfall Islands. Das Wasser des Flusses Fossá í Þjórsárdal stürzt hier über eine steile Felsklippe in eine dramatische Schlucht.
Direkt daneben stürzt der Granni-Wasserfall (auf Deutsch „Nachbar“) mit 102 Metern Fallhöhe in denselben Canyon. Beide Wasserfälle gleichzeitig im Blick zu haben ist ein Erlebnis, das du so kein zweites Mal in Island findest.
Vom Parkplatz an der Straße 332 aus brauchst du nur wenige Minuten zu Fuß bis an die Klippe mit der grandiosen Aussicht. Die Straße ist zwar schroff, aber in der Regel ist kein Allradfahrzeug nötig.
Sicherheitshinweis: An der Abbruchkante ist Vorsicht geboten, besonders bei starkem Wind, der hier oben an der Klippe unerwartet heftig sein kann. Halte ausreichend Abstand zur Kante und pass besonders auf Kinder auf!
Wer mehr als den Blick von oben möchte, kann den anspruchsvollen Wanderweg hinunter in den Canyon wagen. Von unten wirken die beiden Wasserfälle noch gewaltiger. Plane dafür zwei bis drei Stunden ein, trage festes Schuhwerk und achte auf Steinschlag!
16. Goðafoss – Der hufeisenförmige „Wasserfall der Götter“ im Norden

Der Goðafoss (auf Deutsch „Wasserfall der Götter“) liegt direkt an der Ringstraße im Norden und ist für mich persönlich einer der schönsten Orte der Insel. Entsprechend viel Betrieb herrscht hier.
Hinter dem Namen steckt eine der spannendsten Sagen Islands: Im Jahr 1000 n. Chr. wurde auf vom Þingvellir-Parlament beschlossen, dass Island das Christentum als offizielle Religion annehmen sollte. Der Gesetzessprecher Þorgeir Ljósvetningagoði, der zuvor überzeugter Anhänger der nordischen Götter war, akzeptierte diese Entscheidung und warf daraufhin die letzten heidnischen Götterbilder in den Wasserfall. Seitdem trägt er den Namen „Wasserfall der Götter“.
Mit „nur“ zwölf Metern Fallhöhe klingt der Goðafoss auf dem Papier zunächst wenig spektakulär – das gilt aber nur, bis du das erste Mal davor stehst. Denn der Wasserfall ist 158 Meter breit und entfaltet eine Wucht und Schönheit, die dich sofort in den Bann zieht. Um den gesamten Wasserfall auf ein Foto zu bekommen, solltest du ein Weitwinkelobjektiv einpacken – und selbst dann wird es eng.
Auf beiden Seiten des Flusses führen Wege zum Wasserfall. Wenn du die Zeit hast, lohnt es sich, dieses Naturwunder von beiden Seiten zu erkunden. Folgst du dem linken Weg, kannst du sogar hinunter zum Wasser. Das eröffnet eine völlig neue Perspektive.
17. Mývatn-See – Brodelnde Schlammtöpfe, Pseudokrater & Vulkanlandschaften

Auch der Mývatn-See im Norden von Island ist ein beliebtes Ziel. Die Landschaft rund um den See vereint Vulkankrater, Lavaformationen, heiße Quellen und eine einzigartige Tierwelt auf engstem Raum.
Der Name Mývatn bedeutet „Mückensee“ – und das ist wörtlich zu nehmen. In dem Gebiet gibt es unfassbar viele Mücken. Immerhin handelt es sich um harmlose Zuckmücken, die dir im Sommer allerdings den letzten Nerv rauben. Nur bei Wind bleiben die Plagegeister am Boden. Ein feines Netz über dem Kopf ist empfehlenswert.
Im Nordosten des Mückensees liegt das Dorf Reykjahlíð, der ideale Ausgangspunkt für Tagesausflüge in die nähere Umgebung. Highlights rund um den Mývatn gibt es einige:
In der Badehöhle Grjótagjá leuchtet das Wasser in einem unwirklichen Blauton, die Wassertemperatur liegt bei etwa 45 Grad. Aufgrund von Steinschlaggefahr ist das Baden aber verboten. Der Anblick alleine ist aber schon den Besuch wert. Übrigens kennen viele die Höhle aus Game of Thrones, in der sie Schauplatz für eine Liebesszene zwischen Jon Snow und Ygritte war. Seitdem ist sie ein Pilgerpunkt für Fans.
Das Lavafeld von Dimmuborgir ist ein weiteres Highlight. Dich erwartet ein Labyrinth aus bizarren, bis zu mehrere Meter hohen Lavaformationen, das wie eine andere Welt wirkt. Laut der isländischen Mythologie ist das Gebiet Heimat von Elfen und Trollen. Besonders spektakulär ist die Kirkjan-Höhle, ein natürlicher Lavabogen, der zu den bekanntesten Fotomotiven der Region zählt.
Die Pseudokrater von Skútustaðir am Südufer lohnen ebenfalls einen Besuch. Diese kleinen, kegelförmigen Hügel sehen zwar aus wie Vulkankrater, entstanden aber durch einen anderen geologischen Prozess: Heiße Lava fließt über feuchten Boden, das explosionsartig verdampfende Wasser durchbricht die Lavadecke und schafft solche Formationen.
Wer sportlicher unterwegs ist, sollte den Aufstieg auf den Tephra-Krater Hverfjall, Teil des Vulkansystems der Krafla, nicht verpassen. Von oben hast du einen atemberaubenden Panoramablick über den Mývatn-See und die umliegende Vulkanlandschaft.
Und last but not least: Wie schon erwähnt sind die Mývatn Nature Baths eine der besten Alternativen zur Blauen Lagune (siehe Sehenswürdigkeit 14).
Der Mývatn-See ist außerdem eines der bedeutendsten Vogelschutzgebiete Islands. Mit 13 nistenden Entenarten ist er ein Paradies für Vogelbeobachter. Bring am besten ein Fernglas und Teleobjektiv mit!
18. Kap Bjargtangar & Látrabjarg – Papageitaucher an den Klippen der Westfjorde

Das Kap Bjargtangar mit den Klippen von Látrabjarg auf den Westfjorden ist nicht nur der westlichste Punkt Islands, sondern gilt gleichzeitig als der zweitwestlichste Punkt Europas – und ist damit schon allein geografisch ein besonderes Reiseziel.
Für Natur- und Tierliebhaber ist das Kap mit dem Leuchtturm Bjargtangar jedoch aus einem anderen Grund ein Muss: Hier brüten im Sommer hunderttausende Seevögel in den mehrere hundert Meter steil abfallenden Klippen, darunter Papageitaucher, Möwen, Lummen und Tordalken.
Der Höhepunkt sind für mich die Papageitaucher mit ihren leuchtend bunten Schnäbeln. Puffins sind übrigens hervorragende Schwimmer und können bis zu 60 Meter tief tauchen. An Land wirken sie mit ihrem watschelnden Gang fast ein wenig tollpatschig.
Beste Reisezeit: Die Papageitaucher sind von Mitte April bis Ende August an den Klippen von Látrabjarg zu beobachten. Den Rest des Jahres verbringen sie auf dem offenen Meer.
Wer ernsthaft an Tierfotografie interessiert ist, lässt den Rummel am Parkplatz hinter sich und folgt für 15 bis 20 Minuten dem Wanderweg entlang der Klippen. Abseits der Menschenmassen kannst du mit dem Teleobjektiv (mindestens 300 mm) spektakuläre Puffin-Fotos schießen. Die Vögel sind erstaunlich zutraulich und lassen sich aus nächster Nähe fotografieren. Übrigens sind die Morgenstunden ideal, da die Puffins dann besonders aktiv sind und das weiche Licht wunderschöne Aufnahmen ermöglicht.
Lage und Tipp zur Reiseplanung: Die Westfjorde sind eine der abgelegensten Regionen Islands. Die Anreise ist mit einem normalen Mietwagen möglich, erfordert aber Zeit und Planung. Wer die Westfjorde besucht, sollte mindestens zwei bis drei Tage einplanen. Die Region hat neben dem Kap Bjargtangar noch viele weitere Highlights zu bieten.
19. Reykjavík – Die bunten Straßen & Kultur-Highlights der nördlichsten Hauptstadt



Islands Hauptstadt Reykjavík wartet mit einer ganzen Reihe an Sehenswürdigkeiten auf. Plane mindestens einen halben bis ganzen Tag ein, um die Stadt zu erkunden.
Zu den bekanntesten Attraktionen gehört die Kirche Hallgrímskirkja, deren futuristische Fassade an die Basaltsäulen Islands erinnert. Den Turm kannst du sogar betreten und mit dem Aufzug bis ganz nach oben fahren. Von oben hast du einen atemberaubenden Blick über die Stadt.
Weitere Highlights sind die Haupteinkaufsstraße Laugavegur, das Konzerthaus Harpa am alten Hafen – ein beeindruckendes Glasgebäude, das du auch von innen bestaunen kannst, und bei dem sich auch der Besuch einer Vorstellung lohnt –, die bunte Regenbogenstraße und die Skulptur Sun Voyager am Meer.
Schau in das Icelandic Punk Museum, das in einer ehemaligen öffentlichen Toilette residiert – skurriler geht’s kaum! Und wenn du durch die Stadt schlenderst: Die Hotdog-Stände von Bæjarins Beztu Pylsur sind legendär. Hier hat sogar schon Bill Clinton gespeist. Übrigens siehst du in der Stadt überall Graffiti, falls dich urbane Kunst interessiert.
Etwas außerhalb befindet sich das Perlan Museum (Ticket kaufen*). Im Perlan (Wonders of Iceland) kannst du durch einen echten Eistunnel laufen und dich über die Naturwunder des Landes informieren. Vom Dach des ehemaligen Warmwasserspeichers hast du einen tollen Panoramablick auf die Hauptstadt. Und für verregnete Tage empfehle ich die Northern Lights Planetarium Show im Perlan (Ticket kaufen*).
Gut & günstig kommst du in Reykjavík im Hótel Múli* unter. Ein schönes Mittelklassehotel ist das Room With a View Hotel*. Willst du mehr Komfort, übernachtest du im Alda Hotel Reykjavík* oder im Sand Hotel by Keahotels*.
20. Halbinsel Snæfellsnes – Island im Kleinformat

Die Halbinsel Snæfellsnes im Westen Islands wird oft als „Island im Kleinformat“ bezeichnet. Auf einer vergleichsweise kleinen Fläche vereint sie fast alle Naturwunder, die das Land ausmacht: Gletscher, Vulkane, schwarze Strände, weiße Sandstrände, Lavahöhlen, Felstürme und heiße Quellen. Wer nur wenig Zeit hat, aber möglichst viel sehen möchte, sollte die Halbinsel Snæfellsnes auf keinen Fall auslassen. Plane dafür mindestens einen vollen Tag ein, besser zwei!
Der Snæfellsjökull-Nationalpark
Das Herzstück der Halbinsel ist der Snæfellsjökull-Nationalpark mit dem 1.446 Meter hohen Stratovulkan Snæfellsjökull, der majestätisch über die Halbinsel wacht. Der Gletscher auf dem Gipfel des Vulkans ist weltberühmt: Jules Verne ließ seine Helden in seinem Roman „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ (1864) genau hier in die Tiefe steigen.
Eines der Highlights im Nationalpark ist die erst seit 2011 für Besucher geöffnete Lavahöhle Vatnshellir. Im Rahmen einer geführten Gruppentour steigst du bis zu 32 Meter in die Tiefe und entdeckst mit deiner Stirnlampe bizarre Felsformationen und faszinierende Farbspiele. Dich erwartet eine Welt der absoluten Finsternis und Stille. Hier kannst du die Tour buchen*.
Einen Stopp solltest du auch am Krater Saxholl einplanen: Vom Rand des 109 Meter hohen Kraters hast du einen traumhaften Panoramablick über die Halbinsel und den Gletscher. Der Aufstieg dauert nur zehn bis fünfzehn Minuten und ist dank eines ausgebauten Weges mit Treppen für jeden machbar.
Arnarstapi & der Steinbogen Gatklettur
Nicht verpassen solltest du außerdem die schroffe Basaltküste beim Örtchen Arnarstapi im Süden der Halbinsel. Das bekannteste Highlight ist der Steinbogen Gatklettur (auch bekannt als „Hellnar Arch“), ein Basaltbogen im Meer. Es gibt aber noch viel mehr zu sehen: Dich erwarten faszinierende Tiefblicke auf die tosende See und weitere beeindruckende Basaltformationen.
21. Hvítserkur – Der versteinerte Troll an Islands Nordwestküste

Der Basaltfelsen Hvítserkur an der Nordwestküste ist eines der skurrilsten Fotomotive der Vulkaninsel. Der 15 Meter hohe Fels ragt dramatisch aus dem Meer und erinnert je nach Blickwinkel an ein trinkendes Nashorn, einen Elefanten oder eben, ganz nach isländischer Tradition, an einen versteinerten Troll.
Der Legende nach war der Felsen einst ein lebendiger Troll, der versuchte, die Glocken eines Klosters zu zerstören. Doch er wurde vom Morgenlicht überrascht und zu Stein verwandelt.
Der Hvítserkur ist auch Nistplatz zahlreicher Vogelarten wie Dreizehenmöwen und Eissturmvögel. Mit etwas Glück siehst du außerdem Robben, die in der Bucht unterwegs sind. Ach ja, im Jahre 1990 war der Hvítserkur auf einer isländischen Briefmarke abgebildet.
Vom Parkplatz wanderst du hinunter zum Strand. Zieh unbedingt feste Schuhe an und keine Flip-Flops! Der Abstieg über feinen Schotter ist nicht zu unterschätzen.
Foto-Tipp: Das klassische Hvítserkur-Foto entsteht bei Ebbe, wenn sich der Fels im nassen Sand spiegelt. Die Sonnenaufgangsstunden bieten das schönste Licht und tauchen den Fels in goldene Farben. Bei Flut hingegen wirkt der Hvítserkur besonders dramatisch, da er dann direkt aus dem Wasser zu ragen scheint.
Tipp zur Reiseplanung: Der Hvítserkur liegt auf der Vatnsnes-Halbinsel im Nordwesten Islands. Er liegt etwas abseits der Ringstraße und erfordert einen Umweg von etwa 30 Minuten pro Richtung, die sich aber lohnen!
22. Flugzeugwrack Sólheimasandur – Die verlassene DC-47 im schwarzen Sand

Am schwarzen Lavastrand von Sólheimasandur liegt eines der meistfotografierten Motive in Island: ein altes Flugzeugwrack mitten in einer unwirtlichen, kargen Steinwüste. Von der Hauptstraße aus ist die Stelle nicht zu sehen. Weltberühmt wurde das Wrack durch ein Musikvideo von Justin Bieber. Seitdem pilgern Touristen aus aller Welt hierher.
Die Geschichte: Die Douglas C-47 Skytrain der United States Navy ging am 24. November 1973 an dem Strand zu Boden. Die Crew überlebte den Absturz unverletzt. Die unwirtliche Szenerie mit dem Flugzeug in dieser postapokalyptischen Landschaft erinnert jedenfalls an einen Endzeitfilm, in dem in jeder Sekunde eine Horde Zombies über einen herfallen kann.
Vom kostenpflichtigen Parkplatz folgst du einer öden Schotterpiste – für Pkw gesperrt – rund eine Stunde (ca. vier Kilometer) zu dem Flugzeug. Alternativ kannst du für 3.200 Isländische Kronen (rund 22 Euro) den Shuttle-Bus nehmen (mein Tipp). Die Wanderung durch die karge Steinwüste ist sehr monoton und bei schlechtem Wetter sogar lebensgefährlich (am 16. Januar 2020 starben zwei junge chinesische Touristen in unmittelbarer Nähe des Flugzeuges in einem Sturm)!
Aktuelle Info: Inzwischen wurde das originale, stark ramponierte Wrack gegen ein neues, aufgefrischtes Exemplar ausgetauscht. Meine Meinung: Für viele Reisende ist das nach wie vor ein spannender Ort. Aber wer das Original kennt, findet den Austausch doch ernüchternd. Ein bisschen Touristen-Nepp ist das schon, wenn man bedenkt, dass die Patina und Geschichte des echten Wracks nun Geschichte sind.
23. Lavahöhle Raufarhólshellir – Abstieg in die bunte Unterwelt aus Basalt

Neben Eishöhlen kannst du in Island einige spektakuläre Lavahöhlen besuchen. Eine der beliebtesten ist der Lavatunnel Raufarhólshellir, nur 40 Minuten mit dem Auto von Reykjavík entfernt. Ich bin sicher, du hast nie zuvor etwas Vergleichbares gesehen.
Vom Eingang läufst du im Rahmen einer geführten Tour zunächst durch einen riesige, halboffene Röhre, die einst von heißer Lava geformt wurde. Schon bald geht es in die Dunkelheit. Ein unvergessliches Abenteuer, auch für Familien mit Kindern. Spannende Infos liefert der Guide. Und natürlich kommen auch Fotografen voll auf ihre Kosten.
Tickets für dieses kleine Island-Abenteuer solltest du unbedingt einige Tage im Voraus buchen*!
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🗺️ Karte mit den wichtigsten Highlights in Island
Auf der interaktiven Karte findest du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Island im Überblick:
❓ Häufig gestellte Fragen zu Island
❓ Was sind die bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Island?
Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Island zählen die Blaue Lagune, die Gletscherlagune Jökulsárlón, der Golden Circle mit Þingvellir, Strokkur-Geysir und Gullfoss sowie die Wasserfälle Skógafoss und Seljalandsfoss an der Südküste. Auch der Berg Kirkjufell auf der Halbinsel Snæfellsnes und das Hochlandtal Landmannalaugar gehören zu den Highlights jeder Island-Rundreise.
❓ Wie viele Tage brauche ich, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Island zu sehen?
Um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Island zu sehen, solltest du mindestens zwei Wochen einplanen. Für eine vollständige Rundreise entlang der Ringstraße inklusive Abstechern ins Hochland und auf die Halbinsel Snæfellsnes sind drei bis vier Wochen ideal. Wer nur wenig Zeit hat, kann mit dem Golden Circle und der Südküste in fünf bis sieben Tagen die wichtigsten Highlights abdecken.
❓ Wann ist die beste Reisezeit für Island?
Die beste Reisezeit für Island ist von Mitte Mai bis Ende September. In diesen Monaten sind die meisten Sehenswürdigkeiten zugänglich, die Temperaturen angenehm und die Tage sehr lang – im Hochsommer gibt es sogar die berühmte Mitternachtssonne. Wer Polarlichter sehen möchte, sollte zwischen September und April reisen. Dann sind jedoch die F-Straßen ins Hochland gesperrt.
❓ Welche Sehenswürdigkeiten in Island kann man kostenlos besuchen?
Die meisten Natursehenswürdigkeiten in Island sind kostenlos zu besuchen – darunter die Wasserfälle Skógafoss, Seljalandsfoss, Goðafoss und Dettifoss, der Reynisfjara Beach, der Þingvellir-Nationalpark sowie das Hochlandtal Landmannalaugar. Für Parkplätze wird an vielen Orten jedoch eine Gebühr erhoben. Kostenpflichtige Highlights sind unter anderem die Blaue Lagune, die Mývatn Nature Baths und die Lavahöhle Vatnshellir.
❓ Brauche ich für Island Sehenswürdigkeiten ein Allradfahrzeug?
Für die Sehenswürdigkeiten entlang der Ringstraße und der Südküste reicht ein normaler Mietwagen aus. Für Ausflüge ins Hochland – zum Beispiel nach Landmannalaugar – ist jedoch ein Allradfahrzeug vorgeschrieben, da die sogenannten F-Straßen nur mit Allrad befahren werden dürfen. Wer kein Allradfahrzeug mieten möchte, kann alternativ geführte Superjeep-Touren buchen.
❓ Wo kann man in Island am besten Papageitaucher beobachten?
Gute Orte zur Beobachtung von Papageitauchern (Puffins) in Island sind zum Beispiel das Kap Bjargtangar mit den Vogelklippen Látrabjarg auf den Westfjorden sowie die Klippen rund um Vík und Reynisfjara an der Südküste. Die beste Zeit für die Beobachtung ist von Mitte April bis Ende August, wenn die Vögel zum Brüten an die Küste kommen.
❓ Kann man in Island das ganze Jahr über reisen?
Ja, Island ist grundsätzlich das ganze Jahr über ein lohnenswertes Reiseziel. Im Sommer locken lange Tage, Mitternachtssonne und das Hochland. Im Winter sind die Chancen auf Polarlichter am größten, die Straßen ins Hochland sind jedoch gesperrt und das Wetter kann extrem ungemütlich werden. Frühling und Herbst bietet ein gutes Gleichgewicht aus angenehmen Temperaturen, weniger Touristen und möglichen Polarlicht-Sichtungen.
❓ Was sollte man bei einem Besuch unbedingt beachten?
Bei einer Reise nach Island gibt es einige Hinweise zu beachten: Halte dich immer an die markierten Wege und betrete keine gesperrten Gebiete. Sei besonders vorsichtig an Klippen und Stränden – unerwartet große Wellen können lebensgefährlich sein, wie am Reynisfjara Beach. Respektiere die empfindliche isländische Natur und hinterlasse keinen Müll. Buche beliebte Attraktionen wie die Blaue Lagune unbedingt im Voraus. Und last but not least: Das Wetter in Island kann sich sehr schnell ändern – ziehe immer wetterfeste Kleidung an!
❓ Welche Sehenswürdigkeiten eignen sich besonders für Fotografen?
Island ist ein Paradies für Fotografen! Die besten Fotospots sind der Berg Kirkjufell mit dem Wasserfall Kirkjufellsfoss, die Landzunge Stokksnes mit dem Vestrahorn im Hintergrund, die Gletscherlagune Jökulsárlón bei Sonnenaufgang, der Reynisfjara Beach mit dem dramatischen Kontrast aus schwarzem Sand und weißen Wellen sowie das Hochlandtal Landmannalaugar mit seinen bunten Bergen. Für Polarlichter-Fotografie empfehle ich meinen ausführlichen Polarlicht-Fotografie-Guide.
❓ Gibt es in Island Sehenswürdigkeiten, die man vorbuchen muss?
Ja – einige der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Island müssen zwingend im Voraus gebucht werden. Dazu gehören vor allem die Blaue Lagune, Eishöhlen-Touren an der Gletscherlagune Jökulsárlón (in der Regel von Mitte Oktober bis März), die Lavahöhle Vatnshellir auf der Halbinsel Snæfellsnes sowie Schnorchel- und Tauchtouren im Silfra Rift im Þingvellir-Nationalpark. Für beliebte geführte Touren wie den Superjeep nach Landmannalaugar empfiehlt sich ebenfalls eine frühzeitige Buchung, besonders in der Hochsaison.
🇮🇸 Island-Reiseführer
Das waren also die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Island. Wer die Vulkaninsel systematisch erkunden möchte, dem empfehle ich einen guten Reiseführer als Begleiter – entweder unseren eigenen Island-Reiseführer oder hier die aktuellen Bestseller:
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hey, wir wollen Urlaub in Island machen… wenn wir eine Tour mit einem Superjeep ins Hochland buchen, so wie ihr das gemacht habt, hat man dann Zeit um dort auch eine Wanderung zu machen? Bei Youtube hattet ihr von einer Wanderung in dem Gebiet Landmannalaugar erzählt, so 5 km lang. Liebe Grüße!
Hallo,
wir hatten Zeit, die bekannte (kurze) Rundwanderung zu machen. Aber es war schon recht knapp! Trödeln darf man nicht. Da hätten wir uns tatsächlich 1 bis 2 Stunden mehr gewünscht.
Viele Grüße
Florian
Hallo Ihr beiden Photo Travellers,
hatte vor etwa einem viertel Jahr ein richtig gutes Photo vom Hvitserkur gesehen, kann es aber jetzt auf eurer Seite bzw. in euerem Shop nicht mehr finden, hätte dieses Photo gerne auf Leinwand.
Ist das Bild auf Leinwand in den Maßen 90cm breit und 70cm hoch noch zu bestellen?
Beste Grüße
Michael Götz
Hallo Michael,
schau mal, ich habe dir hier ein paar Bilder hochgeladen, die du nach deinen Wünschen bestellen kannst: https://www.pictrs.com/phototravellers/3506105/island?l=de
Viele Grüße
Florian
Hallo zusammen
Super Zusammenfassung! Habt ihr auch ein Seite, wo ihr angebt, wie lange man wo bleiben sollte?
Liebe Grüsse Ben
Hallo Ben,
nein, das haben wir nicht. Es kommt ja aber auch sehr auf die persönlichen Vorlieben und auch das Wetter an.
Viele Grüße
Florian
Hallo, wir finden die Web- Site super. Zu meinem 60. Geb. fahren wir Anfang Mai 2023 auf diese schöne Insel (war immer ein Traum von uns, nach Schottland und Irland). Die Tipps zu den Sehenswürdigkeiten und den Maps Links sind einfach super. Ich berichte dann mal.
LG Fam. Herrmann
Sehr gute und kompakte Infos und hervorragende Fotos, sehr praktische Links. Da wir das meiste schon selbst erlebt haben, kann ich sagen, dass die Beschreibungen ins Schwarze treffen. Lass aber doch bitte die Superlative, die so gut wie bei jeder Sehenswürdigkeit auftauchen, weg (absolutes Hightlight, ein Muss…). Die Fotos und der Text reichen völlig aus.
Hallo Roland,
ein wenig Suchmaschinenoptimierung muss leider auch sein, sonst hättest du den Artikel überhaupt nicht gefunden .-)
Viele Grüße
Florian
SUPER – SUPER…!
Danke für diese wunderbaren Fotos und den Infos dazu!
Wenn Ihr wieder Life-Vorträge in Oberösterreich hält, last es mich Wissen.
Danke und noch eine wunderbare „Entdecker“ Zeit wünscht Euch Josef Fattinger aus Gmunden
Hallo Josef,
wir haben noch nie live über Island berichtet, aber kann ja noch kommen .-)
Viele Grüße
Florian
Da mein Schwiegersohn mit ende Oktober hinfliegen will, habe ich ich mich umgeschaut im netz und eure Seite gefunden, und spreche euch meine Hochachtung aus
lg
Hallo Peter,
vielen lieben Dank :-)
Viele Grüße
Florian
Hey ihr, wir haben im Sommer 10 Tage island mit Camper und 6 Tage mit Mietwagen gebucht. Meine Vorfreude ist durch Eure Seite noch größer geworden. Tolle Hinweise was man sich anschauen soll. Lg
Hallo Mandy,
das freut uns sehr, das wird eine unvergessliche Reise.
Viele Grüße
Florian
Hallo
Schöne und Interessante Website
Ich möchte gerne im Mai nach Island reisen
Ist es zu diesen Jahreszeit problematisch , was verpasse ich zu diesen Jahreszeit ?
Hallo Samuel,
im Mai kann es noch sehr kalt sein und im Hochland kann noch viel Schnee liegen. Und natürlich gibt es vermutlich keine Polarlichter mehr, da müsstest du im Winter nach Island. Auf der anderen Seite ist es im Mai noch nicht so voll an den Hotspots.
Viele Grüße
Florian
Hallo liebe Phototravellers, das ist wirklich eine schöne und anschauliche Übersicht zu einem Reiseziel, das auch immer noch auf unserer Liste der Ziele steht, wo wir gerne hin wollen. Vielen! Dank dafür! Und die Fotos sind wirklich umwerfend und sehr inspirierend! 😊 Liebe Grüße, Birgit und Manu
Hallo ihr zwei,
Island würde euch sehr gefallen, da gibt es wirklich viel zu entdecken :-)
Viele Grüße
Florian
Hallo ! Großes Kompliment für diese Seite ! Es macht nicht nur Spaß so präzise und schöne Informationen zu lesen sondern auch die Foto-Tipps sind einmalig ! Ich werde Eure Seite als Grundlage und Fundament für meine diesjährige Islandreise nutzen ! Danke !
Hermann
Hi Hermann,
das freut uns sehr! Viel Spaß auf Island
Viele Grüße
Florian
Eine hervorragende Website die ihr hier geschaffen habt. Ich habe mich hier mittlerweile mehrere Stunden mit euren interessanten Fototipps, sehenswerten Fotos von vielen Plätzen auf der Welt wo ich teilweise auch schon war oder jetzt Island wo es 2020 hin geht beschäftigt. Vielen Dank dafür!
Hallo Thomas,
das freut uns wirklich sehr! Das motiviert, genau so weiterzumachen :-)
Ganz viele Grüße
Florian
Hallo Flo,
ich komme auf sieben von zehn! Das ist doch eine ganz gute Quote :-)
Was mir nochbesonders gefallen hat, sind das Gebiet rund um den Mývatn, mit Námafjall, dem blauen See und dem Hverfjall. Und die heißen Quellen Den Seljalandsfoss finde ich immer noch sensationell. Und natürlich diese weiten, menschenleeren Landschaften in Ostisland.
Den Kirkjufell haben wir leider nur im Dauerregen gesehen. Sehr schade!
Viele Grüße
Uli
Hi Uli,
ja, das ist schon eine super Quote :-) Wobei uns natürlich auch noch gaaanz viel fehlt auf Island, aber in zwei Wochen ist einfach nicht mehr zu schaffen. Das Land ist ja nicht ganz klein .-)
Menschenleer ist immer schön, auf Island muss man da aber echt schon recht weit reisen für – halt nach Ostisland .-)
Viele Grüße
Flo
Danke für die wunderschönen Fotos. Im August 2010 war ich das erste Mal dort. In 2017 werde ich 75 und dann fliege ich da nochmal hin. Das habe ich mir ganz fest vorgenommen.
Hallo Christel,
das freut mich und ich wünsche 2017 ganz viel Spaß auf Island! Das ist doch mal ein wirklich tolles Geburtstagsgeschenk :-)
Liebe Grüße
Florian
Tolle Zusammenfassung. Da kriege ich ja gleich Lust auf Island. Wahnsinns Bilder
Danke und ja, Island ist wirklich immer eine Reise wert, auch wenn es an einigen Orten inzwischen leider sehr überlaufen ist