Kreta – Tag 6 – Wanderung durch die Aradena-Schlucht

Die Aradena-Schlucht ist ein Highlight auf Kreta

Durch die Aradena-Schlucht führt ein atemberaubender Wanderweg

Das Fotoshooting am Morgen fällt wieder einmal ins Wasser. Der Himmel ist trist und grau – atemberaubende Fotos sind da kaum möglich. Immerhin können wir so etwas länger schlafen, schließlich steht uns heute eine anstrengende Wanderung durch die Aradena-Schlucht bevor. Wir brechen am frühen Vormittag auf in Richtung Anopolis (GPS: N 35 13.089, E 24 05.124 Google Maps), einem kleinen Bergdorf der Gemeinde Sfakia im Südwesten Kretas. Die Küstenstraße ist wirklich traumhaft und schon wegen der Autofahrt einen Abstecher wert. Immer wieder erhaschen wir atemberaubende Blicke auf die Küste und das Meer, aber auch immer wieder auf die schroffen Berge in dieser eher abgelegenen Region. Übrigens: Wer die ganze Wanderung durch die Aradena-Schlucht als Video sehen will, wird am Ende des Beitrags fündig.

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Fahrt durch die Weißen Berge

Straße in den Weißen Bergen

Blick auf die Weißen Berge

Feuer am Wegesrand

Feuer am Wegesrand

Chora Sfakion

Wir nähern uns Chora Sfakion

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Unterkunft in Anopolis

In Anopolis werden wir schon erwartet. Ich hatte vor unserer Kreta-Reise mit Nikos und seiner Familie, die ein Gästehaus und eine Taverne in Anopolis betreiben, Kontakt aufgenommen. Leider waren da schon alle Zimmer vergeben und wir werden in einer neuen Unterkunft eines Bekannten untergebracht. Nikos und die  Anopoli Rooms werden in den kommenden Tagen aber immer wieder unsere Anlaufstelle.
Anopoli Rooms

Die Anopoli Rooms

Wanderung durch die Aradena-Schlucht

Der Tag ist noch jung und wir brechen zur Wanderung durch die Aradena-Schlucht auf. Das Auto parken wir nur wenige Minuten entfernt (GPS: N 35 13.376, E 24 03.712 Google Maps) in Aradena an einem kleinen Kiosk, an dem ein paar Einheimische den wunderschönen Tag genießen. Wir entscheiden uns, nicht durch die Aradena-Schlucht abzusteigen, sondern wählen für den Weg hinunter zum Meer und zum Ausgang der Aradena-Schlucht eine Variante an der Küste. Wir starten also an der langen mit Holzbrettern beplankten Brücke. Jedes mal, wenn hier ein Auto drüber fährt, meint man, ein riesiger Fels stürzt in die Tiefe. Besonders stark ist dieser Effekt in der Aradena-Schlucht direkt unter dem Koloss aus Stahl und Holz.
Stahlbrücke über die Aradena-Schlucht

Die Stahlbrücke über die Aradena-Schlucht: Hier beginnt unsere Wanderung

Beginn der Wanderung

Wir folgen zunächst völlig unspektakulär der asphaltierten Straße. Das geht eine ganze Weile so, bis endlich ein schroffer Wanderweg abzweigt. Der Blick auf die Küste ist von hier oben absolut spektalulär. An einige Stellen ist der schmale Pfad leicht ausgesetzt, an anderen Stellen ist der Weg durch feines Geröllsehr rutschig. Trittsicherheit sollte man hier also unbedingt mitbringen.
Aradena-Schlucht von oben

Der Blick in die Aradena-Schlucht

Dragon Lily

Die Dragon Lily wächst hier überall

Blick auf die Weißen Berge

Wir genießen eine fantastische Aussicht auf die Weißen Berge

Wanderweg an der Küste

Hier an der Küste führt uns der Weg nun zum Meer

Abstieg zum Meer

Der Abstieg zum Meer

Ausgang der Aradena-Schlucht

Hier erhaschen wir einen Blick in die Schlucht

Blick auf Lykos und Finix

Von hier oben sehen wir Lykos und Finix

Eine wohlverdiente Pause am Marmara-Strand

Nach rund vier Kilometern erreichen wir Livaniana (GPS: N 35 12.379, E 24 03.542 Google Maps). Wir lassen den kleinen Ort aber links liegen und machen uns auf einem Küstenpfad auf den Weg in Richtung Marmara-Strand (GPS: N 35 11.804, E 24 03.490 Google Maps).
Farbenprächtige Häuser in Livaniana

Farbenprächtige Häuser gibt es auch in Livaniana

Weißer Marmor

Der Marmara-Strand heißt so, weil er mitten in einem Meer von weißem Marmor liegt. Direkt über dem Strand befindet sich eine kleine Taverne mit einer wunderbaren schattigen Terasse. Hier lohnt es sich, einen Stopp einzulegen und einen frischen Orangensaft oder eine kalte Cola zu trinken und dem Treiben am Strand zuzuschauen.
Wegweiser Marmara Beach

Der Wegweiser zeigt Richtung Marmara Beach

Ziege am Meer

Diese Ziege protestiert laustark gegen unsere Anwesenheit

Küstenblick

Der Blick auf die Küste ist atemberaubend

Restaurant am Marmara Beach

Es lohnt sich, vor der Wanderung durch die Aradena-Schlucht noch eine Pause einzulegen

Der Marmara Beach

Der Marmara Beach – ein Paradies auf Erden

Die Aradena-Schlucht

Jetzt wird es ernst: wir folgen dem völlig ausgetrockenten Flussbett und dringen schnell tiefer in die Aradena-Schlucht ein. Die Felswände ragen schon am Anfang steil in die Höhe. Überall blühen Blumen und hier und da treffen wir auf Ziegen, die am Wegesrand grasen.
Aradena-Schlucht mit Wanderin

Schon auf den ersten Metern in der Aradena-Schlucht fallen die Wände steil ab

Wanderweg Aradena-Schlucht

Große Teile der Aradena-Schlucht liegen zum Glück im Schatten

Vorbei an toten Ziegen

Auch einige Ziegankadaver finden wir in der Schlucht – Opfer von allzu halsbrecherischen Kraxeleien im Fels. Wir folgen immer der Markierung in Richtung Aradena. Verlaufen kann man sich eigentlich nicht, doch aufpassen sollte man schon. Auf der Wanderung durch die Aradena-Schlucht gehen zwei Wanderwege mit anderen Zielen ab. Ein GPS-Gerät* hilft sehr dabei, auf Kurs zu bleiben.
Felsen in der Aradena-Schlucht

An dieser Stelle müssen riesige Felsen überwunden werden

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Steile Felswände in der Aradena-Schlucht

Der Blick zurück in die Aradena-Schlucht

Wanderweg zwischen Felsen

Wir suchen den Weg zwischen den Felsen

Florian in der Aradena-Schlucht

Hier ist der Wanderweg schön zu sehen. Aber nicht immer ist es so eindeutig

Wanderer auf Felsen

Auch einige Höhenmeter sind zu überwinden

Wanderin in der Aradena-Schlucht

Auf Kreta ist es schon im Frühjahr verdammt heiß – leichte Kleidung und viel Wasser da sehr zu empfehlen

Ziegenskelett

Diese Ziege hatte weniger Glück beim Klettern und ist abgestürzt

Wanderweg Aradena-Schlucht

Wir nähern uns der Stelle mit den hohen Stahlleitern. Diese können aber auch umgangen werden

Tolle Wanderung mit leichter Kletterei

Relativ leichte Kletterstellen lassen sich umgehen – mehr Spaß macht es aber, den direkten Weg zu nehmen und ein wenig rumzukraxeln. Erst kurz vor Ende der Wanderung stoßen wir schließlich auf die Schlüsselstelle. Zwei Stahlleitern führen uns eine meterhohe Felswand nach oben, die ohne Hilfsmittel nicht zu bewältigen wäre. Wer hier nach oben will, sollte schwindelfrei sein und darf keine Höhenangst haben. Die Leitern sind schnell überwunden. In dem felsigen Gelände müssen wir aber noch an einigen Stellen die Hände zur Hilfe nehmen und immer nach der besten Route Ausschau halten. Wer sich die Leitern nicht zutraut, kann diese Stelle auch umgehen. Früher war das noch nicht möglich. Heute führt ein schmaler Pfad hoch in der Felswand um die Schlüsselstelle.
Stahlleitern in der Aradena-Schlucht

Zwei Leitern führen diese Felswand nach oben

Schlüsselstelle Aradena-Schlucht

Die Schlüsselstelle von oben

Biggi überwindet die Schlüsselstelle

Biggi meistert die Schlüsselstelle mit einem Lächeln

Klettern in der Aradena-Schlucht

Die Kraxelei geht noch weiter – ein fest montiertes Seil hilft beim Aufstieg

Brücke über die Aradena-Schlucht

Die Brücke über die Schlucht – bald geht es an den Aufstieg zum Parkplatz

Große Felsen in der Aradena-Schlucht

Auch auf den letzten Metern muss noch ein wenig gekraxelt werden

Florian vor Felswänden

Zugegeben, ein wenig fertig bin ich ja schon von der Wanderung

Alter Wanderstiefen

Wer diesen alten Wanderstiefel wohl verloren hat?

Biggi zeigt den Weg aus der Aradena-Schlucht

Aufgepasst: Hier geht es jetzt links nach oben

Muliweg in die Aradena-Schlucht

Der Muliweg in die Aradena-Schlucht: Früher war das die einzige Möglichkeit, die Schlucht zu überwinden

Die Ruinenstadt Aradena

Oben angekommen geht es nun noch durch Aradena. Das Dorf besteht zum Großteil nur noch aus Ruinen – hier und da lebt aber tatsächlich noch jemand. Es lohnt sich, ein wenig durch den Ort zu schlendern. Überall finden wir verfallene Ruinen.

Ruinen in Aradena

Überall verfallene Häuser…

Ruinenstadt Aradena

Diese Ruine ist besonders eindrucksvoll

Das Video zur Wanderung durch die Aradena-Schlucht

Tourdaten Aradena-Schlucht

Datum: April 2016
Gesamtweglänge: 12,6 Kilometer
Höhenmeter: 750 Meter
Reine Gehzeit: 6:30 Stunden

Die GPS-Daten als Download

Abendshooting am Strand von Chora Sfakion

Nach der langen und schweißtreibenden Wanderung durch die Aradena-Schlcht haben wir aber noch nicht genug. Am Abend brechen wir auf zum Fotografieren. Bald stehen wir am Strand von Chora Sfakion, direkt am Lybischen Meer gelegen. Hier gibt es ein paar schöne Felsen, die als Vordergrund dienen. Mitten im Meer ragen auch noch ein paar Felsen raus. Die dichten Wolken lassen der Sonne allerdings keine Chance.
Blaue Stunde Chora Sfakion

Blaue Stunde an der Küste von Chora Sfakion

Abendessen in der Taverne der Anopoli Rooms

Zum Abendessen sind wir in der Taverne der Anopoli Rooms. Hier gibt es köstliche griechische Spezialitäten – selbst für Vegetarier – zu einem unschlagbar günstigen Preis. Zudem kommt man leicht mit Nikos und seiner Familie und anderen Gästen – die meisten sind zum Wandern hier – ins Gespräch.

Nützliche Links und GPS-Koordinaten im Überblick

  • Anopolis ist der Ausgangspunkt für viele Wanderungen in den Weißen Bergen (GPS: N 35 13.089, E 24 05.124 Google Maps)
  • Die Anopoli Rooms – unser Top-Tipp zum Übernachten und Essen in Anopolis
  • Wanderparkplatz Aradena-Schlucht (GPS: N 35 13.376, E 24 03.712 Google Maps)
  • Der Marmara-Beach (GPS: N 35 11.804, E 24 03.490 Google Maps) gehört zu den schönsten Stränden auf Kreta

Die besten Reiseführer & Co für deine Kreta-Reise

Unsere Kreta-Reise im Überblick

Tag 1 Der erste Eindruck | Tag 2 Wanderung auf den Psiloritis (2456m) | Tag 3 Knossos und Heraklion | Tag 4 Der Palmenstrand Preveli Beach | Tag 5 Wanderung um das Kap Kako Mouri bei Plakias | Tag 6 Wanderung durch die Aradena-Schlucht | Tag 7 Wanderung auf den Pachnes (2456m) | Tag 8 Wanderung durch die Imbros-Schlucht | Tag 9 Rund um Chania | Tag 10 Wanderung durch die Samaria-Schlucht | Tag 11 Der Strand von Elafonisi

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