Die schönsten Sehenswürdigkeiten in der Wachau
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Wachau Sehenswürdigkeiten: 13 schöne Orte, die du sehen musst

Es gibt viele schöne Orte zu sehen im UNESCO Weltkulturerbe Wachau in Niederösterreich. Zu den Highlights gehören neben der Donau der Welterbesteig, alte Burgruinen und schöne Klöster.

Wir stellen dir hier die schönsten Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele in der Wachau vor. Du wirst von der Wachau begeistert sein - versprochen!

Aktualisiert am 04.04.2022

Unsere Top-10-Sehenswürdigkeiten in der Wachau

  1. Wandern auf dem Welterbesteig
  2. Stift Melk
  3. Donauradweg
  4. Dürnstein
  5. Burgruine Dürnstein
  6. Donau und Donauschifffart
  7. Burgruine Aggstein
  8. Krems
  9. Stift Göttweig
  10. Die Weinkeller in der Wachau

Weinreben gefolgt von Burgruinen – das ist die Wachau

Die Burgruine Dürnstein ist eine Top-Sehenswürdigkeit
Auf der Burgruine Dürnstein war König Richtard Löwenherz gefangen

Bereits als wir in die Region Wachau hineinfahren, könnten wir an jeder Ecke anhalten. Wir kommen aus den Ah’s und Oh’s gar nicht mehr heraus. Grüne Hänge, bepflanzt mit Weinreben, wechseln sich mit spektakulären Ausblicken, wilden Burgruinen und einem malerischen Bild ab, durch das sich die blaue Donau schlängelt. Welch eine Landschaft!

Ich kann nicht anders und lasse gleich mal „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss im Auto laufen. Zu sanften Walzerklängen haben wir die Fenster heruntergelassen. Es ist traumhaft warm draußen, die Vögel zwitschern und es riecht nach frischem Gras.

Kein Wunder, die Winzer sind schwer beschäftigt an den Hängen zu arbeiten und Gras zu mähen. Ich entführe dich heute in eine der schönsten Regionen Niederösterreichs und zeige dir triftige Gründe auf, warum du die Wachau mit ihren Sehenswürdigkeiten unbedingt besuchen musst.

1. Wandern auf dem Welterbesteig

14 Etappen und 180 Kilometer – das ist der Welterbesteig in der Wachau, der durch das Kremstal führt. Wenn du die gesamte Strecke laufen möchtest, solltest du 14 Tage für den Weitwanderweg einplanen. Wenn nicht sogar mehr.

Denn die Wachau musst du erkunden, eintauchen und kulinarisch genießen. Schnell durchwandern wäre fatal für dieses grandiose Ausflugsziel. In einer Woche kannst du das Südufer der Donau erwandern, in der nächsten Woche das Nordufer.

Natürlich könntest du es dir auch für zwei Reisen aufteilen. Wir geben dir nun einen kleinen Einblick in eine von 14 Etappen dieser grandiosen Sehenswürdigkeit.

Eine Smaragdeidechse
Die Smaragdeidechse lebt am liebsten an Weinhängen

Uns hat am besten die Etappe 1 von Krems nach Dürnstein gefallen. Wein und Weinhänge wird die ganze Strecke unser Motto bleiben. Und traumhafte Aussichten. Vorbei geht es am Franzosendenkmal, vielen Weinhängen bis hin zur Burgruine Dürnstein und dann in den Ort.

Alle weiteren Informationen zum Welterbesteig und zu den Etppen erfährst du in unserem Extra-Artikel über den Welterbesteig.

Der HIrschwandsteig auf dem Welterbesteig
Wenn du diesen kleinen Abstecher zur HIrschwand noch machst, wirst du mit dem spektakulären Ausblick belohnt
Blick auf Dürnstein
Von der Burgruine Dürnstein aus hast du einen tollen Blick auf die Stadt Dürnstein mit dem markanten, blauen Turm

2. Stift Melk

Das Stift Melk gibt es seit 900 Jahren. Seither ist es ein aktives Kloster der Benediktiner. Heute sind 30 Mönche im Kloster aktiv.

Beeindruckend sind der Marmorsaal (allerdings bestehen nur die Türstöcke aus Marmor, der Rest ist Stuck), die Bibliothek sowie die Kirche des Stifts. Damals wollten die Mönche den Menschen den Himmel zeigen. So imposant ist auch die Kirche ausgestattet – mit goldenen Verzierungen. Allerdings wurden in der Kirche lediglich 3,5 Kilo Gold verarbeitet – es sieht in der Tat nach mehr Gold aus.

Übrigens reicht die Wachau – grob gesagt – vom Stift Göttweig bis zum Stift Melk. Beide Stifte zählen zu den Top-Sehenswürdigkeiten der Wachau. Ein Stift erhält diesen Titel, wenn es „gestiftet“ wurde. Meist schenkten Adlige den Mönchen das Kloster.

Im Gegenzug erwartete der Adel, wann immer sie das Stift besuchten, dort mit ihren riesigen Gefolgschaften – das konnten oft 300 Personen sein – kaiserlich beherbergt zu werden. Oft nächtigten die Herrscher nicht im Stift. Wenn sie jedoch kamen, kostete das die Mönche einiges an Geld.

Alles weitere rund um das Stift Melk erfährst du in unserem extra Artikel.

Das Stift Melk
Ein anderer Blick auf das Stift Melk von der Terrasse des Restaurants zur Post
Marmorsaal im Stift Melk
Der Marmorsaal im Stift Melk besteht leider fast nicht aus Marmor. Dennoch, das Deckenfresko ist äußerst beeindruckend
Bibliothek Stift Melk
Noch ein Grund, warum sich eine Führung im Stift Melk auf jeden Fall lohnt, ist die Bibliothek. Die Bilder zeigen schon wie atemberaubend diese Räume sind

3. Donauradweg

Der Donauradweg ist einer der beliebtesten Radwege Europas und zählt somit zu den Sehenswürdigkeiten der Region. Auf 330 Kilometern top ausgebauten Wegen führt der Donauradweg in Österreich von Passau bis Wien. Du kommst vorbei an der Schlögener Donauschlinge natürlich am UNESCO-Weltkulturerbe Wachau sowie an den Städten Wien, Linz und Passau.

Die oben schon aufgeführten Klöster, Stifte, Burgen und Ruinen sind weitere Highlights. Die Wege sind super ausgebaut und top ausgeschildert. An der Strecke befinden sich 50 ADFC-bett+bike-Betriebe. Natürlich gibt es überall Radservice- und Verleihstellen. Natürlich kannst du dir auch E-Bikes ausleihen. Wir waren mit dem E-Bike bereits auf Bayerns Wasserradelweg oder am Wilden Kaiser unterwegs.

Donauradweg Schild
Der Donauradweg ist einer der beliebtesten Radwege Europas

Lesenswerte Wachau-Reiseführer

Ich liebe es Bücher über die Region zu lesen, in der ich mich gerade befinde. Außerdem ist es lehrreich, wenn ich Informationen bereits im Vorfeld weiß und dann nochmals vor Augen geführt bekomme, beispielsweise bei Führungen.

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Und dann habe ich auch noch einen Buch-Tipp für dich. Wenn du eh gerade bei einem Marillen-Schnaps oder einem Gespritzten Marillen Nektar am Abend da sitzt, würde der Krimi Faule Marillen: Ein Wachau-Krimi* ganz gut passen, oder?

4. Die Stadt Dürnstein

Die wunderschöne Altstadt von Dürnstein mit ihren Sehenswürdigkeiten solltest du dir auf gar keinen Fall entgehen lassen. Von der Burgruine oben hast du ja bereits einen tollen Blick auf die Stadt. Du kannst dort am Donauufer flanieren und den sogenannten Malerwinkel begutachten.

Hier bauten viele Landschaftsmaler ihre Staffeleien auf. Gerade in der Romantik hielten sich hier viele Künstler auf. Dürnstein war bereits in der Romantik eine Ikone für Ruhesuchende und ist es heute noch. Im Jahr 2000 wurde Dürnstein zum Weltkulturerbe erklärt.

Das Traunergassl führt dich in den Hof des Augustiner-Chorherrenstiftes. Du solltest dir auf jeden Fall eine Stunde, wenn nicht sogar eineinhalb Stunden für das Stift einplanen. Nimm dir auf jeden Fall den Audio-Guide. Hier erfährst du wertvolle Informationen zum Stift. Augustiner-Chorherren aus Böhmen errichteten 1410 das Kloster Dürnstein.

Blick auf Dürnstein
Von der anderen Seite der Donau aus hast du einen wunderschönen Blick auf die Stadt Dürnstein

Erst später wurde es barockisiert. Der blaue Turm sieht natürlich beeindruckend aus. Er trägt die Farben des Himmels und ist ein Wahrzeichen der Wachau. Auch die Kirche solltest du dir ansehen. In ihr sind die Reliquien der Heiligen Clemens und Forstinus aufgebaut.

Noch ein paar weitere Infos zur Stadt: 1311 wurde sie zur Stadt ernannt. Sie war früher Mautstelle. 1347 wurde Dürnstein erstmals urkundlich als Stadt erwähnt. Gründer der Oberburg ist Hadmar II. von Kuenring. Erwähnt ist er ab 1157. Er stand im Namen der Babenberger.

Kirche Augustiner Chorherrenstift
Die Kirche des Augustiner Chorherrenstifts ist pompös. An den Seiten sind Reliquien aufgebarrt

5. Burgruine Dürnstein

Die Burgruine Dürnstein hat ebenfalls eine sehr spannende Geschichte. So soll laut diversen Legenden der englische König Richard Löwenherz hier gefangen gehalten worden sein. Kurz erzählt: Grund war der, dass er sich den Zorn des Babenberger Herzog Leopold V. zuzog, weil er diesen beleidigte.

Als König Richard Löwenherz über Landwege über Österreich vom dritten Kreuzzug getarnt zurückkehren musste, wurde er erkannt und festgenommen. 1193 wird die Burg in diesem Zusammenhang erstmalig erwähnt. Derjenige, der für den Babenberger den König festhielt, war der Gründer der Oberburg, Hadmar II. von Kuenring.

Das Ende vom Lied war, dass für die Freilassung Richard Löwenherz 100.000 Mark Silber bezahlt werden mussten. Das sind etwa 23 Tonnen Silber. Kaiser Heinrich VI. verwendete seinen Anteil für den Kampf um Sizilien. Herzog Leopold V. investierte 50.000 Mark in die Münze Österreich und gründete die Wiener Neustadt. Hadmar II. von Kuenring investierte sein Geld in den Ausbau von Dürnstein. Zum Glück, denn heute noch können wir diese tolle Sehenswürdigkeit besuchen.

Noch mehr Schlösser in der Wachau findest du bei unseren Blogger-Kollegen von Travelexperience.

Die Burgruine Dürnstein
Die Burgruine Dürnstein wurde gesprengt. Daher ist von ihr nicht mehr allzuviel übrig
Burgruine Dürnstein
Auf der Burgruine Dürnstein war König Richtard Löwenherz gefangen

6. Die schöne Donau und Donauschifffart

Johann Strauss hat nicht umsonst im Spätherbst 1866 und Winter 1866/67 das Stück „An der schönen blauen Donau“ komponiert. Und ich habe dann auch gleich den Donauwalzer im Auto angemacht, als wir in die Wachau gefahren sind.

Die Donau hat eine wunderschöne Anziehung. Als wir da waren, führte sie ein etwas mehr Wasser als sonst, war also nicht sonderlich blau. Dafür jedoch sehr schön. Vom Welterbesteig, aber auch von den Burgen und Städten an beiden Seiten hast du immer die Donau im Blick.

Um in der Wachau von der einen auf die andere Seite zu kommen, gibt es nur zwei Brücken, an den jeweiligen Enden der Region. Ansonsten findest du zwischen Melk und Mautern keinen Übergang. Wenn du in der Mitte übersetzen möchtest, dann bringt dich die Auto-Fähre in Spitz oder Weißenbergen hinüber.

In Dürnstein kannst du nur mit dem Fahrrad übersetzen. Bei Voranmeldung ist auch eine Fahrt mit dem Wassertaxi möglich. Wir sahen auch Kajaks und natürlich richtige Donauschiffe.

Wenn du Zeit hast, solltest du auf jeden Fall eine Bootsfahrt mit einem der großen Schiffe unternehmen. Die Brandner Schifffahrt und die DDSG fahren dich auf der Donau die ganze Wachau entlang. Zwischen Krems und Melk halten die Schiffe in Dürnstein, Weißenkirchen und in Spitz.

⭐ Tipp: Fahr mit dem Boot nach Spitz und nehme dein Fahrrad mit. Dann kannst du den Donauradweg zurück nach Krems nehmen.

Donauschifffahrt
Eine Schiffahrt auf der Donau bietet dir eine neue Perspektive auf die zwei Seiten der Donau

7. Burgruine Aggstein

Die Burgruine Aggstein ist eines der Highlights in der Wachau. Sie ist eine recht gut erhaltene Burgruine, die sehr erhaben auf einem Hügel thront. Der Wachturm dieser Sehenswürdigkeit sowie die alte Küche und die Taverne sind noch gut erhalten. In der uralten Küche wird heute immer noch gekocht.

Burgruine Aggstein
Die Burgruine Aggstein in ihrer vollen Pracht

Die Durchreiche ist immer noch unverändert wie vor tausenden von Jahren. Sogar die Kapelle in der Burg ist noch gut erhalten. Natürlich gehört auch eine recht unangenehme Geschichte zu der Burg. Das sogenannte Rosengärtlein.

Das hat den charmanten Namen daher, dass früher der Raubritter Schreck vom Wald hier seine Gefangenen rausgestellt wurden. Das Rosengärtlein ist ein kleines Plateau ohne Geländer. Die Gefangenen konnten sich selbst aussuchen, ob sie sich den Berg hinunterstürzen wollten, oder auf der Plattform stehen und verdursten wollten. Die Verurteilten standen wie Rosen-Ranken an der Mauer. Daher kommt der Name. Makaber, oder?

Der Blick von der Burg Aggstein
Von der Burg Aggstein hast du einen ebenfalls sehr schönen Blick auf die Donau

Im Winter findet hier übrigens ein traumhaft schöner Adventsmarkt statt. An drei Novemberwochenenden kannst du den ganzen Weg hinauf zur Burg und in der Burg an Buden entlangbummeln. Diese Burgruine ist eine wunderschöne Sehenswürdigkeit.

Burgruine Aggstein
Wir bekamen in der Burgruine Aggstein eine super Führung. Es lohnt sich – du erfährst viel Wissenswertes

8. Die Stadt Krems

Die Doppelstadt Krems-Stein ist eine Kunst- und Universitätsstadt. Beide Altstädte zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe Wachau. Was du in Krems auf jeden Fall machen solltest? Nun, du musst durch das Steiner Tor laufen. Von dieser Sehenswürdigkeit aus führen dich die Straßen bereits zu den Highlights der Stadt. Zum Beispiel solltest du dir die Deckenfresken in der Stadtpfarrkirche anschauen. Sie wurden vom Kremser Schmidt entworfen. Die älteste Kirche ist die spätgotische Piaristenkriche mit der Piaristenstiege. Sie gilt als kleine Schwester des Wiener Stephansdoms.

Auch das Museum Krems lohnt einen Besuch. Es befindet sich in einer alten Kirche, der Dominikanerkirche. Dort ist die Fanny vom Galgenberg ausgestellt. Sie ist 32.000 Jahre alt und das älteste Kunstwerk Österreichs. Auch die Gozzoburg – der früherer Stadtpalast – lohnt einen Abstecher.

Direkt ins Auge sticht die neue Landesgalerie Niederösterreich in der Kunstmeile Krems. Das futuristische Gebäude wird nicht von allen Bürgern geschätzt. Es sieht aber richtig toll und beeindruckend aus. Zumal es sich auch um moderne Kunst im Inneren dreht.

Zudem sind Bestände der Landessammlungen Niederösterreich und spannende Privatsammlungen ausgestellt. Dazu handelt sich viel um Themen- und Personenausstellungen. Architektonisch ist es definitiv ein Blickfang. Direkt daneben steht das Karikaturmuseum Krems. Das ist ebenfalls ein Muss.

9. Stift Göttweig

Das Stift Göttweig hat uns wahrlich überrascht. Nicht nur, dass es sehr imposant aussieht, wie es auf dem Hügel thront. Auch die Gesinnung des Stifts ist sehr modern. Hier passiert wahnsinnig viel. Pater Pius zum Beispiel unterhält den zweit größten geistlichen Instagram-Account. Es finden Konzerte im Klosterhof statt sowie Theateraufführungen und Events wie Klassik unter Sternen oder eine Sunset Lounge.

Stift Göttweig Kirche
Die Kirche des Stifts sieht auch von außen sehr beeindruckend aus. Die Türme wirken von weitem schlossähnlich

Du kannst die Kirche des Klosters kostenlos täglich von 5:30 Uhr bis 19:30 Uhr besuchen. Das Museum kostet Eintritt. Am besten jedoch solltest du eine Führung machen. Dann erfährst du nämlich sehr viel über das Kloster und seine Sehenswürdigkeiten.

Heute kannst du auf Göttweig nicht nur tolle Konzerte erleben, sondern auch Exerzitien dort machen. Alle Infos rund um das Kloster Göttweig erfährst du in unserem Extra-Artikel.

Kirche im Stift Göttweig
Die Kirche im Stift Göttweig ist blau-weiß gestaltet – wie der Himmel
Stift Göttweig Kaisertreppe
Die Kaiserstiege im Stift Göttweig ist riesig. Die Büsten und Figuren stehen für Jahreszeiten. Die Kaiser-Räume und auch die Bibliothek sehen toll aus. Letztere kann jedoch nicht besucht werden

10. Die schönsten Weinkeller in der Wachau

Der Weinanbau mit den dazugehörigen Weinkellern an der Donau blickt auf eine lange Geschichte zurück. Etwa zweitausend Jahre lang wird dort schon Wein angebaut. Die Kelten und Illyrer sollen schon Wein gekeltert haben. Mit der römischen Besetzung wurde das Weingut noch weiter kultiviert.

Im Mittelalter könnten bereits die bayrischen Bistümer und Klöster die ersten Terrassenanlagen in der Wachau gehabt haben. Damals erreichte der Weinanbau ein Hoch und war weit über die Grenzen Österreichs bekannt. Seither ist Wein ein Kulturgut der Wachau. Kein Wunder: auch das Klima in der Wachau ist besonders, hier gedeiht der Wein besonders gut.

Heute wächst in der Wachau Wein mit unterschiedlichen Rebsorten auf einer Fläche von 1.390 Hektar. Von der Wachau bis Wien gedeiht vor allem der weiße Wein in den Weinbaugebieten. Im Osten, in Carnuntum, reift auch der kräftige Rotwein. Was du in der Wachau auf gar keinen Fall verpassen solltest, ist ein traditioneller Heuriger.

Die hervorragenden Tropfen kann man besonders authentisch bei den Kellergassenfesten sowie bei den traditionellen Heurigen erleben. Zwischen Mai und September steht der Genuss unter freiem Himmel hier an der Donau im Mittelpunkt und ist eine Sehenswürdigkeit, die du nicht verpassen solltest.

Diese Weinkeller musst du unbedingt in der Wachau sehen:

Alle genauen Infos über die Weinkeller in der Wachau findest du in unserem extra Artikel.

Heuriger in der Wachau
Das ist die vegetarische Form eines Heurigen
Domäne Wachau
Der Shop der Domäne Wachau
Domäne Wachau Weinfässer
Diese riesigen Weinfässer stehen im Keller der Domäne Wachau
Unter der Linde
Hier, unter dieser Linde, kannst du in Ruhe abendessen. Strom suchst du vergebens

11. Marillenernte und -blüte in der Wachau

Seit 2006 ist es offiziell: Die Wachau ist die Genussregion Wachauer Marille. Zwischen März und April stehen 100.000 Marillenbäume in weißer Blüte. Die Blüte ist weiß mit einem zartrosa Inneren. Natürlich sind dann die Foto-Touristen unterwegs. Wenn du ganz genau wissen möchtest, wann der beste Zeitpunkt für die Foto-Tour ist, dann kannst du das auf www.wachau.at via Webcam verfolgen.

Richtig schön ist es aber auch zur Ernte. Auf rund 170 Hektar stehen die Obstbäume. Am größten ist die Dichte in Rossatz-Arnsdorf. Hier wirst du also auf jeden Fall fündig. Diese Sehenswürdigkeit solltest du dir nicht entgehen lassen.

Entweder solltest du in die Wachau zur Blüte- oder zur Erntezeit fahren. Wir haben den Marillen Nektar getestet und sind einfach nur begeistert. Pur, als Gespritzter, als Spritz mit Alkohol oder als Schnaps – die Marille schmeckt fabelhaft. Von Marmelade oder Marillenschiffchen beim Bäcker will ich gar nicht sprechen.

Marillenbaum
Dieser Marillenbaum trägt schon Früchte. Die Ernte erfolgt im Juli

12. Burgruine Hinterhaus

Fast tausend Jahre ist die Burgruine Hinterhaus alt. Das sieht man ihr auch an. Erhobenen Hauptes thront sie in der Nähe des höchsten Hügels an der Donau, dem Jauerling. Erwähnt wurde die Top-Sehenswürdigkeit erstmals 1243. Wie du merkst, sind alle Burgen hier recht alt in der Wachau. Die Burgruine Hinterhaus kannst du kostenlos besuchen. Du musst etwa 5 Minuten den Hügel hinauflaufen. Schilder weisen dir den Weg.

Der Wanderweg zur Ruine
Dieser kleine Wanderweg führt zur Burgruine Hinterhaus
Der Ausblick von der Burgruine HInterhaus
Der Ausblick von der Burgruine Hinterhaus auf die Donau ist echt schön

Dort auf der Ruine Hinterhaus herrschten die Ritter von Spitz. Sie standen unter dem Hause Kuenringer, das die Burgruine Dürnstein inne hatte. Die Ritter von Spitz waren wohl im 13. und 14. Jahrhundert auf der Burg aktiv. 

Noch ein kleiner Tipp: Die Ruine liegt in der Nähe des sogenannten Tausendeimerbergs. Wie der Name schon sagt, bringt dieser Weinberg eine bestimmte Erntemenge – also 1000 Eimer – ein. Ob das heute auch noch der Fall ist, kannst du dir ja selbst herausfinden. Wenn du zur Erntezeit den Winzern über die Schultern schaust.

Burgruine Hinterhaus
Die Burgruine Hinterhaus kannst du ohne Eintritt besuchen und von ihr ist auch noch viel erhalten

13. Schloss Schönbühel

Leider kannst du das Schloss Schönbühel nicht besichtigen. Es ist in privatem Besitz. Doch es gibt ein paar richtig gute Fotospots, von wo aus du das Schloss schön ablichten kannst. Wir empfehlen dir den Seitenarm der Donau, genauer den Bereich Nebenarmsystem Grimsing, zu nehmen.

Mal davon abgesehen, dass du dort super schöne Spaziergänge unternehmen und die Flora und Fauna beobachten kannst, hast du von dort an der Donau den besten Blick und das schönste Motiv auf Schloss Schönbühel. Natürlich kannst du auch eine Bootstour unternehmen. Dann kommst du dieser schönen Sehenswürdigkeit richtig nah.

Schloss Schönbühel von der Donau
Das Schloss Schönbühel kannst du leider nicht besichtigen. Dafür haben wir diesen Fotospot für dich erkundet

Kulinarische Highlights in der Wacheu genießen

Dass es in Niederösterreich einfach nur himmlisch schmeckt, hatten wir erwartet. Dass es aber so lecker werden würde, das hatten wir nicht gedacht. Viele Gasthäuser sind mit Gault-Millau-Hauben ausgezeichnet. Du musst unbedingt die tollen Weine in Niederösterreich und aus der Region Wachau testen.

Was du unbedingt in der Wachau testen musst, sind die echten Marillenknödel mit Kartoffelteig. Ebenfalls bekannt ist das Wachauer Laberl der Backstube von Franz Schmidt in Dürnstein. 1905 wurde es dem französischen Baguette nachempfunden. Das Original hat am Boden ein S wie Schmidt graviert.

Besonders empfehlenswert sind in unseren Augen die Lokale:

Wo in der Wachau übernachten?

Zentral im Universitätsbezirk und in der Nähe der Kunstmeile Krems befindet sich das moderne Arte Hotel Krems*. Die Lage ist perfekt. Direkt hinter dem Hotel beginnt nämlich der Welterbesteig. Auch sonst ist die Anbindung an Krems super. Das Hotel liegt direkt an der Kunsthalle und ist stylisch eingerichtet. Das Frühstücksbuffet ist sehr lecker und vielseitig. Die Zimmer sind sehr schön. Zudem hat das Hotel einen Fitnessraum und eine kleine Sauna.

In Dürnstein kannst du im ad vineas*, dem Gästehaus des Nikolaihof übernachten. Du wirst auf komfortablen Zimmer mit Naturbadeteich und Saunahaus auf jeden Fall die Idylle genießen können.

Das Hotel Richard Löwenherz* in Dürnstein ist nicht nur nach dem bekannten König benannt. Dort speist es sich auch königlich im preisgekrönte Gourmetrestaurant mit Blick auf die Donau. Das Hotel hat einen großen Pool.

Am anderen Ende der Wachau, in Spitz, ist der Gasthof Goldenes Schiff* sehr beliebt. Dort bekommst du kostenfreie Fahrräder, kannst im Garten entspannen und im Restaurant die Wachauer Küche kosten. Wie du siehst bietet die Wachau tolle Unterkünfte für Touristen.

Wichtige Termine und Feste in der Wachau

Tipp: Bei Janine von Gepackt & Los! findest du eine Route für eine Rundreise durch das Burgenland und durch Niederösterreich.

Jetzt hoffe ich, dass du genauso wie ich Lust auf Urlaub in der Wachau mit ihren unglaublich schönen Sehenswürdigkeiten hast. Dort gibt es super viel auf Ausflügen zu entdecken. Ich empfehle dir eine Woche, damit du genügend Zeit hast die Gegend zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden.

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4 Kommentare

  • - Klein Angelika

    Liebe Biggi, ich bin geboren in der Wachau und vermisse Berichte über Weißenkirchen. Der schöne Winzerort bietet nicht nur urige Heurige, sondern auch viele interessante Höfe und Spazierwege . Also nochmal herkommen . LG Angelika

  • - Martina

    Hallo ihr beiden,
    vielen Dank für diesen tollen Bericht. An die Wachau habe ich auch wunderschöne Erinnerungen. Wir waren vor gefühlten Ewigkeiten auf dem Donau-Radweg unterwegs. Die ganze Tour war toll, aber die Wachau war schon ein besonderes Highlight. Ganz begeistert war ich dort übrigens auch von den leckeren Marillenknödeln :-)
    Liebe Grüße
    Martina

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