Reisetipps für deinen Urlaub in Frankreich

Tipps für deinen Urlaub in Frankreich

Frankreich für Anfänger

La France, wie die Einwohner Frankreichs ihre Republik nennen, besteht aus dem Mutterland im Westen Europas sowie aus einigen Überseeinseln und Überseegebieten in verschiedenen Erdteilen. Flächenmäßig betrachtet ist es das größte Land Westeuropas. Neben Deutschland zählen Belgien, Luxemburg, Italien, die Schweiz, Spanien sowie die Zwergstaaten Andorra und Monaco zu den angrenzenden Ländern. Ferner gehört die viertgrößte Mittelmeerinsel Korsika (zu den → Top-Sehenswürdigkeiten auf Korsika) zu Frankreich. Sie liegt südöstlich des Landes und westlich von → Italien. Unsere aktuellsten Frankreich-Reisetipps findest du übrigens am Ende der Seite.

Frankreich setzt sich aus 96 Départements auf europäischem Boden sowie aus fünf in Übersee zusammen. Diese wiederum sind seit 2016 in 18 Regionen zusammengefasst. Fünf davon liegen – resultierend aus der französischen Kolonialzeit – in Übersee. Es sind die Karibikinsel Martinique, die ebenfalls in der Karibik liegende Inselgruppe Guadeloupe, Französisch-Guayana in Südamerika sowie im Indischen Ozean die Insel Réunion und das Inselchen Mayotte. Ferner gehören verschiedene Überseegebiete im Südpazifik, im Atlantik vor Neufundland und in der Karibik zu Frankreich. Die bekanntesten sind Neukaledonien und Französisch-Polynesien.

Frankreich ist ein landschaftlich sowie kulturell sehr abwechslungsreiches Land: Neben hohen Bergen in den Alpen mit dem 4810 Meter hohen Mont Blanc sowie in den Pyrenäen mit mehreren 3000ern findet man in der Auvergne ein hügeliges Vulkangebiet. Bei der französischen Jura und den Vogesen handelt es sich eher um ein Mittelgebirge. Besonders geprägt ist das Land von Wasser: Glasklare Flüsse unterschiedlichster Größe und Seen durchziehen die Republik. Hinzu kommen die beiden sehr unterschiedlichen Meere: Der eher raue Atlantik im Westen, der mit dem Ärmelkanal, welcher Frankreich vom Britischen Königreich trennt, in die Nordsee übergeht, sowie das ruhige, im Süden liegende Mittelmeer mit der berühmten Côte d’Azur. Insgesamt kann das Mutterland Frankreich rund 5500 km Küstenlinie sein Eigen nennen.

Besonders beeindruckend ist die umfassende Geschichte des Landes. So zeugen beispielsweise Dolmen und Menhire in der Bretagne nebst beeindruckenden Wandmalereien in der Höhle von Lascaux von einer sehr langen Vergangenheit, in der das heutige Frankreich bereits besiedelt war. Vercingetorix, Napoléon und den Sonnenkönig Louis XIV kennt jeder als bekannte Herrscher, und die Französische Revolution von 1789 bis 1799 ist auch in deutschen Geschichtsbüchern vertreten. Während der beiden Weltkriege – wobei der erste der „Grande Guerre“ genannt wird – spielte Frankreich eine tragende Rolle. Heute haben sich die beiden Nationen Frankreich und Deutschland vollkommen ausgesöhnt und es bestehen zahlreiche Städtepartnerschaften.

Frankreich ist weltweit für seine Mode, gutes Essen, Kunst und Musik sowie vorzüglichen Wein und Champagner bekannt. Die Hauptstadt Paris gilt als Stadt der Liebe und der Verliebten. Die Franzosen wissen zu leben und zu feiern, sie pflegen zahlreiche Traditionen und verfügen über eine Flut von kulturellen Stätten und Denkmälern. Frankreich ist eine stolze aber offene und herzliche Nation, in der Gastfreundschaft ganz oben an steht.Das sind alles Gründe für einen Urlaub in diesem Lande.

Urlaub im Land der Vielfältigkeit

Alljährlich kommen rund ums Jahr zahlreiche Besucher aus aller Welt nach Frankreich, um hier ihren Urlaub zu verbringen. Neben Übernachtungen im Hotel oder in einer Ferienwohnung wird hier besonders Camping favorisiert. Kaum ein anderes Land kann mit derartig vielen und schön gelegenen Campingplätzen sowie Wohnmobil-Stellplätzen aufwarten.

Was aber kann man während seiner Ferien in unserem französischen Nachbarstaat tun und erleben? Diese Frage ist nicht ganz so leicht zu beantworten, denn das Land birgt unzählige Möglichkeiten für Menschen, die dort ihre Ferien verbringen möchten.

Zunächst einmal kann man sich natürlich an den zahlreichen Stränden sonnen sowie im Meer baden oder anderen Wassersportarten nachgehen. Besonders beliebt ist zurzeit das Kitesurfen wie etwa in Boulogne-sur-Mer im Nord-Pas-de-Calais. Wellness steht auch hierzulande hoch im Kurs. Bereits Napoléon III wusste eines der schönsten und bekanntesten Thermalbäder Frankreichs – Vichy in der Auvergne – zu schätzen. Wandern geht in ganz Frankreich. Hierfür existiert ein sehr umfangreiches Fernwanderwegenetz, die Grande Randonnées – abgekürzt GR -, das sich quer durchs Land zieht und vorbei an den schönsten Gegenden führt. Zwei bekannte und beliebte Wanderwege sind der Jakobsweg sowie der rund 250 km lange Stevensonweg – die GR 70 -, den der berühmte englische Schriftsteller Robert L. Stevenson mit seiner Eselin beschritt.

Pferdeliebhaber finden ihren idealen Urlaub unter anderem in der Camargue, wo sie auf die berühmten weißen Camargue-Pferde stoßen. Die vielen fischreichen, glasklaren Flüsse des Landes lassen jedes Anglerherz höher schlagen. Zudem laden sie zum Kanu- und Kajakfahren ein. Erleichtert wird es dadurch, dass es sehr preisgünstige Angelkarten sowie jede Menge Kanuverleihe mit Rückholservice gibt.

Familien mit Kindern finden nicht nur am Meer den idealen Familienurlaub, beim Camping etwa sorgen abwechslungsreiche Animationsprogramme dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Große Vergnügungsparks wie das berühmte Disneyland Paris sind der Freizeitspaß für die ganze Familie.
Nicht zuletzt kann man natürlich auch in Frankreich in den Bergen seinen Skiurlaub verbringen. Zahlreiche Pisten und Loipe, wie etwa um Val d’Isère herum sorgen dafür, dass Freunde des Wintersports voll auf ihre Kosten kommen.

Wer sich kulturell bilden möchte, unternimmt am besten eine Rundreise, bei der zahlreiche Museen – allen voran der berühmte Louvre in Paris –, bekannte historische Stätten – wie die Megalithanlage mit 1099 Menhiren bei Carnac in der Bretagne – oder beeindruckende Bauwerke und Schlösser – wie die Klosterinsel Mont-St-Michel oder das Schloss von Versailles – zu bestaunen sind.

Das musst du einfach in Frankreich gesehen haben!

Im Prinzip ist ganz Frankreich eine Reise wert, es gibt jedoch Dinge, die gehören diesbezüglich beinahe schon zur Allgemeinbildung. Wir sprechen hier jedoch ausschließlich vom europäischen Teil Frankreichs.

Die wohl meist besuchtesten Regionen sind die Bretagne im Norden, die Provence-Alpes-Côte d’Azur im Süden sowie der Elsass in der Region Grand Est, der direkt an Deutschland grenzt.

Urlaub in der Bretagne ist allein schon wegen der wunderschönen, verschiedenartigen Küstenabschnitte ein ganz besonderes Highlight. Die côte de granit rose – die Rosa Granitküste -, die Smaragdküste bei St-Malo und natürlich die wunderschönen Caps, wie das Cap Fréhel, sind absolute Favoriten der bretonischen Küste. Denkt man an die Bretagne, so denkt man natürlich an Dolmen, Menhire und Mystik. Ein ganz besonderes Muss sind die Alignements de Carnac, die weltgrößte Megalithkultur-Stätte mit nahezu 3.000 aufgestellten Steinen. Weitere Zeitzeugen der Region sind die vielen Calvairs. Sie finden sich häufig in umfriedeten Pfarrbezirken und entstammen dem Mittelalter. Zu diesen Pfarrbezirken gehören nebst dem Calvair – dem Kalvarienberg – noch ein Friedhof, ein Beinhaus, ein Eingang in Form eines Triumphtors sowie natürlich die Kirche. Die Faszination dieser Stätten macht die sakrale Kunst aus, wie etwa in Saint-Thégonnec zu sehen.

Ferien in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur sind gleichbedeutend mit dem Wandeln auf den Spuren zahlreicher Künstler, mit der Begegnung unvergesslicher Naturschönheiten, mit Sonne, Strand und Meer sowie bezaubernden Städten und Örtchen nebst zahlreicher Weltkulturstätten.
Wunderschöne Städte wie der einstige Papstsitz Avignon oder die Weltstadt Marseilles – das Tor zu Afrika als älteste Stadt Frankreichs -, Aix-en-Provence, Nizza, Cannes und St-Tropez warten ebenso auf den Besuch Interessierter wie kleinere Orte, beispielsweise das Künstlerdorf Saint-Paul de Vence oder Saintes-Maries-de-la-Mer mit der Schwarzen Madonna. Zahlreiche Zeitzeugen wissen auch hier in der Region von einer langen und bewegten Vergangenheit zu berichten. Künstler wie van Gogh ließen sich hier nieder. Heute noch kann man sein Wohnhaus in Arles – nebst der berühmten Stierkampfarena aus dem Jahre 75 v. Chr. – und das Psychiatrische Krankenhaus in Saint-Rémy-de-Provence sowie einige seiner vielen Motive entdecken. Besondere Ausgrabungsstätten finden sich in Vaison-la-Romaine unterhalb des knapp 2.000 Meter hohen Mont Ventoux wieder.

Schlösser und Burgen sind ebenfalls in rauen Mengen zu finden. Empfehlenswert sind da vor allem Les Baux-de-Provence und Gordes. In erster Linie punktet die Region jedoch mit ihrer außergewöhnlich schönen Landschaft. Vor allem die Lavendelfelder hinterlassen einen bleibenden Eindruck für alle Sinne: lavendelfarbene Flächen all über all, duftendes Lavendelöl, schmackhafte Gerichte mit Lavendel verfeinert sowie das Zirpen der Zikaden. Auch die Naturschönheiten der Camargue mit ihren weißen Pferden, den wilden Stieren und vor allem den rosa Flamingos sind weit über die Grenzen Europas bekannt. Weniger bekannt, jedoch nicht minder schön sind die Îles d’Hyères mit ihrer Blütenpracht, die verschiedenen Gebirgsmassive wie das Massif de Calanques mit atemberaubenden Blicken aufs strahlend blaue Meer oder das Massif des Maures Montagne de Luberon und der wunderschöne Ort Fontaine de Vaucluse mit der mächtigen Quelle der Sorgue. Atemberaubende Blicke gestatten auch die Schluchten wie etwa die bekannten Gorges du Verdon und die Gorges de l’Ardèche – an der Grenze zu Okzitanien – sowie die weniger bekannte Gorges de la Nesque. Tropfsteinhöhlen, wie die Aven d’Orgnac, gehören ebenso zu den Naturschönheiten wie der gesamte Höhenzug der Cevennen.

Ein ganz besonderes Erlebnis ist der Besuch des 1.912 Meter hohen Mont Ventoux, dem höchsten Berg der Provence, der bereits von Weitem zu erkennen ist und so aussieht, als wäre er ganzjährig mit Schnee bedeckt. Was da so weiß ist, sind jedoch die kahlen, mondlandschaftlichen Felsen, auf denen gar nichts mehr wächst. Zuvor passiert man unterschiedliche Vegetations- und Klimazonen, beginnend mit mediterraner Landschaft, die von Olivenbäumen und Weinreben geprägt ist, anschließend unterschiedliche Wälder und gigantische Mohnfelder – so man in der richtigen Jahreszeit da ist -, bis hoch zur kahlen Mondlandschaft. Drei Straßen führen zum Gipfel. Ganz Sportliche fahren die Strecke mit dem Rad.

Das Elsass beeindruckt alljährlich rund ums Jahr Touristen aus aller Welt mit seinen kulinarischen Angeboten wie auch den Weinfeldern und den idyllischen kleinen Dörfchen. Kaysersberg, Geburtsort Albert Schweitzers, klappernde Störche in Munster, Bootsfahrten in der Europastadt Strasbourg, Colmar (zu den → Top-Sehenswürdigkeiten in Colmar), Obernai und wie sie alle heißen, sind ebenso lohnende Ziele wie der 1.424 m hohe Grand Ballon.

Aber auch weniger frequentierte Regionen Frankreichs sollten besucht werden: Die noch gut erhaltene mittelalterliche Festungsstadt La Cité de Carcassonne, die Weinregion um Bordeaux herum, das kulinarisch exponierte Périgord, die Krönungsstadt der französischen Könige – Reims – mit seiner wunderschönen Kathedrale, das Loiretal mit den zahlreichen Schlössern, die Normandie sowie die Somme-Region mit den weniger rühmlichen Gedenkstätten der beiden Weltkriege, die Klosterinsel Mont-Saint-Michel, die beeindruckenden Pyrenäen, das Barockschloss des Sonnenkönigs Louis XIV in Versailles und natürlich die französische Hauptstadt Paris selber mit dem bekannten Louvre und dem Eiffelturm, dem Wahrzeichen Frankreichs, all das ist ein Muss.

Alles in allem wäre eine Rundreise an mindestens 365 Tagen im Jahr nötig, um all die Schönheiten und Sehenswürdigkeiten der Republik kennen zu lernen.

Übernachten in Frankreich, aber wo?

Unser Nachbarland bietet für seine Gäste eine große Anzahl an sehr unterschiedlichen Unterbringungsmöglichkeiten. Während der Saison sowie in den ausgesprochenen Touristenregionen ist eine Vorbestellung in der Regel anzuraten, ansonsten findet der Reisende immer eine Bleibe für eine Nacht oder länger.

Wer hohe Ansprüche stellt, findet sich in einem Hotel mit vielen Sternen gut aufgehoben. Aber auch ein kleineres Hotel weiß zu bewirten. Ansonsten gibt es übers Land verteilt zahlreiche Möglichkeiten in Form von einer Ferienwohnung, einem Ferienhauses oder einer Bleibe in den Gîtes d’étape, einer Unterkunftsart, die häufig Wanderern, Pilgern oder Rundreisenden angeboten wird. Extrem beliebt ist Camping. Vom Camping Municipal, der meist einfacheren Variante, über den 5-Sterne-Campingplatz mit viel Luxus bis hin zu den immer häufiger angebotenen Wohnmobilstellplätzen findet sich für jeden in unmittelbarer Nähe der Sehenswürdigkeiten oder inmitten wilder Natur das Passende. Wer Wander- oder Skiurlaub in den Alpen plant, der findet eine gemütliche Hütte oder andere Unterbringungsmöglichkeiten.

Und so kommt man ans Ziel

Je nach eigenem Wohnort liegt Frankreich direkt vor der Haustür. Die meisten der Urlauber reisen mit dem eigenen Auto oder mit dem Flugzeug an.

…mit dem eigenen Auto

Diese Form der Anreise birgt einige Vorteile: Man ist vor Ort mobil und erreicht Sehenswürdigkeiten, die weiter vom Feriendomizil liegen ohne größere Probleme, man kann mitnehmen, was das Auto so an Gewicht zulässt, und man kann vor allem während der Fahrt Zwischenstopps einlegen und sich schon unterwegs ansehen, was Freude bereitet.

Wer es eilig hat, bewegt sich auf dem weit verzweigten Autobahnnetz des Landes fort. Jedoch sind die meisten Autobahnen mautpflichtig. Ausnahmen bilden die in der Bretagne sowie die Ringstraßen um größere Städte. Auch die neue A75 sowie die A35 im Elsass sind mautfrei. Einige Autobahnabschnitte setzen einen Pauschalbetrag fest, auf den meisten jedoch wird es nach gefahrenen Kilometern sowie nach Größe des Fahrzeuges bezahlt. Achtung: Wohnmobile, vor allem größere, kosten ebenso wie Gespanne mehr.

Die Gebühren werden an den Mautstationen der Autobahnen mittels Bargeld oder Kreditkarte bezahlt. Wer sich häufiger im Land aufhält, schließt sich dem Télépéage-System an, wobei monatlich abgebucht wird.

Man reist entweder über Belgien ins Nord-Pas-de-Calais oder über die Ardennen ins Département Champagne-Ardenne ein. Die A1 sowie die A2 sind hierbei ausschlaggebend. Eine andere Möglichkeit ist die Strecke über Luxemburg, wo zunächst erst einmal kostengünstiger als bei uns oder in Frankreich getankt werden kann. Bei dieser Alternative bewegt man sich bis Metz über die mautfreie A3. Wer direkt von Deutschland aus einreisen mag, kommt in Lothringen oder im Elsass ins Land. Schweizer Urlauber gelangen direkt in die Region Franche-Comte oder ins Département Haute-Savoie in ihr französisches Nachbarland.

Schöner und kostengünstiger – jedoch nicht unbedingt schneller – kommt man voran, wenn man die Autobahnen meidet und die gut ausgebauten, teils ebenfalls vierspurigen Routes Nationales (RN) nutzt. Einige Menschen sehen es als Nachteil, weil hierbei viele Ortschaften und Kreisverkehre zu passieren sind. Man kann dies jedoch auch als Vorteil sehen: Der Besuch des ein oder anderen interessanten Ortes als Zwischenstopp sowie der Genuss der wunderschönen Landschaft sorgen für erstes Urlaubsfeeling.

…mit dem Flugzeug

Der Vorteil eines Fliegers ist eindeutig die Zeiteinsparung. So erreicht man sein Ziel teilweise in ein bis maximal eineinhalb Stunden. Nachteil ist: Nicht immer gelangt man auf direktem Wege an sein Urlaubsziel. Selbst wenn kein Umsteigen nötig ist, vor Ort ist ein Weitertransport mit einem anderen Verkehrsmittel – etwa zur Ferienwohnung – notwendig, will man nicht auf dem Flughafengelände bleiben.

Die meisten deutschen Flughäfen bieten tägliche Flüge nach Paris an. Dabei werden in erster Linie der Flughafen Roissy /Charles de Gaulle angeflogen, welcher 26 Kilometer von Paris entfernt liegt. Von den großen deutschen Flughäfen aus werden ferner Nizza, Marseille, Bordeaux, Toulouse oder Lyon nonstop angeflogen. Von Hahn aus geht es zudem direkt nach Montpellier.

In der Schweiz starten die meisten Flüge von Zürich, Basel oder Genf aus. Österreicher fliegen ab Wien; jedoch muss bei einigen Angeboten ein Zwischenstopp eingeplant werden.

…mit der Bahn

Wer auf die französische Bahn hofft, merkt beim Studieren der Fahrpläne sehr schnell, dass dieses Eisenbahnnetz keineswegs so häufig, so regelmäßig und so weitreichend zu benutzen ist wie bei uns. Hochgeschwindigkeitszüge, also der TGV und der ICE aber auch Eurostar und Thalys, müssen zuvor reserviert werden. Das geht auch online von Deutschland aus.

Übrigens besitzt die Landeshauptstadt 6 Bahnhöfe, die nicht unbedingt direkt nebeneinander liegen, sowie drei TGV-Umsteigebahnhöfe. Da ist es ratsam, sich Zeit zu nehmen und sich gut orientieren zu können. Sprachkenntnisse sind von enormem Vorteil. Am besten jedoch ist es, man meidet das Umsteigen in Paris.

Die beliebtesten Strecken von Deutschland aus sind die Verbindungen von Köln, München, Berlin und Frankfurt nach Paris. Eine Verbindung Frankfurt-Marseilles existiert ebenfalls. Zwischenstationen sind teilweise möglich; Umsteigen in Paris ist zeitraubend und nervtötend.
Österreicher können vom Wiener Hauptbahnhof aus abfahren, müssen jedoch in der Regel in Straßburg umsteigen. Für die Reise nach Südfrankreich bietet es sich an, über Italien nach Venedig und von dort aus nach Nizza zu fahren. Dabei ist die Reisedauer recht hoch. Von der Schweiz aus starten Züge mit Ziel Südfrankreich in mehreren Orten.

…mit dem Bus

Das Netz der Busstrecken innerhalb des Landes ist gut ausgebaut, teilweise ist auf die Metro umzusteigen. Wer von Deutschland aus mit dem Bus anreisen möchte, findet ein immer größer werdendes Angebot an Fernbussen, die in einigen deutschen Städten ihren Startpunkt haben.

…mit dem Schiff

Die wenigsten Frankreichurlauber reisen wohl mit dem Schiff an, dennoch ist es rein theoretisch möglich, da es in vielen Orten entlang der Küste kleinere und größere Häfen, auch mit Anlegestellen für Yachten, gibt. Zudem verfügt Frankreich über etliche schiffbare Flüsse und Kanäle, wie etwa den Canal du Midi, den Canal de la Marne à la Saône, die Rhône oder Le Rhin, den Rhein.

Wann ist die beste Reisezeit?

Frankreich ist immer und überall eine Reise wert. Wann jedoch – klimatisch betrachtet – die ideale Reisezeit ist, hängt ganz von den Vorlieben und Wünschen ab.

In den Französischen Alpen gibt es kurze, warme Sommer sowie für Freunde des Wintersports kalte Winter mit Schneesicherheit in einigen Skigebieten. Frühling und Herbst sind für Wanderfreunde bestens geeignet. Auch in den Pyrenäen kann man sicher sein, dass es in einigen Ecken Schnee und Frost gibt und man Skiurlaub machen kann. Im Sommer hingegen wird es hier auch schon mal recht warm, wobei jedoch ein erfrischendes Lüftchen für Abkühlung sorgt. Nebel und früh hinter den Bergen verschwindende Sonne lassen vor allem auf den Pässen und in den Tälern selbst im Sommer die Tage kürzer erscheinen.

In der Bretagne herrscht ein eher feuchtes Klima und es ist selbst im Sommer mit Regenschauern zu rechnen. Gleiches gilt für die Normandie und das Nord-Pas-de-Calais. Selbst bei hohen Temperaturen im Sommer gerät man aufgrund eines vorhandenen Windes keineswegs ins extreme Schwitzen. Die Winter dort sind eher mild, und es gibt selten Temperaturen unter 0°C.

Im Rhônetal sowie an der Loire ist es häufig sehr mild und sonnig. In den Regionen entlang des Mittelmeers herrschen heiße Sommer und milde bis warme Winter vor. Es regnet eher selten. Wenn es jedoch regnet, kommt es häufig zu kurzfristigen Überschwemmungen, da das Wasser nur sehr schlecht abfließen kann.

Die Temperaturen im restlichen Inland sind mit denen in Deutschland vergleichbar.

Frankreich ist bekannt und gefürchtet für seine unterschiedlichen Windarten. Allen voran stehen der im Süden vorkommende Mistral, die Tramontana und der Scirocco an. Mistral und Tramontana trieben angeblich schon van Gogh in den Wahnsinn. Sie kommen jahreszeitenunabhängig von Nordwesten, sind kalt und trocken und wehen häufig tage- oder gar wochenlang ohne Unterbrechung. Dabei täuschen sie mit wolkenlosem Himmel. Besonders unangenehm ist vor allem im Sommer der starke Temperaturabfall. Während der Mistral sich eher in der Provence austobt, kommt der Tramontana über die Pyrenäen und trifft vorwiegend das Roussillon und einen Teil des Languedoc mit seiner geballten Kraft. Hier ist auf Autobahnen oder über Brücken besondere Vorsicht geboten.

Der Scirocco hingegen ist ein aus der Sahara kommender, sehr heißer Wind, der besonders die nördliche Mittelmeerküste heimsucht und am häufigsten im Frühling sowie im Herbst auftritt. Neben der Hitze ist vor allem der mitgebrachte rote Wüstensand, der teilweise bis in den Norden des Landes weitergeweht wird, eine Plage.

Feste und Feiertage

Die Franzosen wissen zu feiern, wobei die meisten Festivitäten von gutem Essen, viel Wein, Tanz und Musik begleitet sind. Dank ihrer großen Gastfreundschaft sind Besucher herzlichst eingeladen.

Zunächst einmal gibt es die üblichen mehr oder weniger christlichen Feiertage wie Weihnachten – mit nur dem 1. Feiertag –, Neujahr und Ostern. Hinzu kommen le Jour de l’Ascension – Christi Himmelfahrt -, Assomption – Maria Himmelfahrt -, Toussaint – Allerheiligen – und le Lundi de Pentecôte, der Pfingstmontag. Ferner wird auch hier der 1. Mai als Feiertag angesehen.

Nationale Feiertage sind der 8. Mai, la Fête de la Victoire, wo der 1945 stattgefundenen Kapitulation von Nazi-Deutschland gedacht wird, sowie der 11. November, der dem Waffenstillstand von Rethondes im Jahre 1918 gewidmet ist. Der wichtigste Feiertag ist das Fête nationale, das am 14 Juli mit Feuerwerken im ganzen Land sowie großen Feierlichkeiten begangen wird. Es ist der Jahrestag des Sturms auf die Bastille 1789.

Zudem gibt es eine Unmenge an lokalen Festen, die nicht selten irgendeinem Namenspatron, einem Heiligen oder einer lokalen Besonderheit zu verdanken sind. Im Nord-Pas-de-Calais etwa gibt es diverse Feste, bei denen die Gayants – überlebensgroße Puppen – eine Rolle spielen. Im Juni findet vor der Île de Noirmoutier ein ganz besonderes Spektakel statt: In einem „Rennen gegen das Meer“ versuchen zweieinhalb Stunden nach dem Wassertiefststand Männer wie Frauen und Kinder die sonst bei Flut mit Meerwasser bedeckte, 4,5 Kilometer lange Passage du Gois trockenen Fußes zu durchqueren und vom Festland auf die Insel zu gelangen. Küstenorte – vorwiegend am Atlantik – begehen Feste und Märkte, die den Austern, den Fischern etc. gewidmet sind. Folklore-, Kirchenmusik-, Jazz- und Mittelalter-Festivals sind in ganz Frankreich zu finden. In Billom, in der Auvergne, wird im August sogar ein Knoblauchfest ausgetragen.

Wie man sieht, einen Grund zum Feiern findet sich eben immer.

Kulinarische Highlights

Mit den kulinarischen Genüssen ist es wie mit den Festen: Man kann sie gar nicht alle aufzählen. Die „Cuisine française“ – die französische Küche – ist weit über die europäischen Grenzen hinweg bekannt. Sie gereicht von einfachen, deftigen Gerichten über exquisite, ausgefallene, kunstvoll arrangierte Speisen. Essen steht in Frankreich ganz oben auf der Liste des täglichen Lebens.

Ein richtiges französisches Essen besteht aus mehreren Gängen und dauert Stunden. Als Getränk werden mehrheitlich Wein und Wasser geordert. Baguette und Käse, wobei man behauptet, dass es mehr als 400 verschiedene Käsesorten gibt, dürfen bei keiner Mahlzeit fehlen.
Selbstverständlich wird in Frankreich mit vielen Kräutern gekocht.

Hier einige typische Gerichte und Getränke: Das Coq au Vin – ein Geflügelgericht in Wein – gilt beinahe als das Nationalgericht. Besonders in Küstennähe stehen natürlich Fisch und Meeresfrüchte auf den Speiseplänen. Besonders bekannt und beliebt sind die Austern im bretonischen Cancale oder im Küstenabschnitt von Marennes-Oléron in der Region Poitou-Charentes. Am Mittelmeer gelten Seeigel als ganz besondere Spezialität. Die bekannte Bouillabaisse, ein Fischeintopf, ist nicht nur in seiner Ursprungsstadt Marseille beliebt.

Im idyllischen Nyons, in der Region Auvergne-Rhône-Alpes, ist man auf – vorwiegend schwarze -Oliven und die daraus entstehenden Produkte wie Olivenöl, Olivenpaste, Olivenbrot etc. spezialisiert. In der Normandie herrschen Gerichte vor, deren Grundlage der Apfel ist, wie etwa die Apfeltarte (ein flacher Apfelkuchen) und der Cidre (eine Art Apfelwein). Jeder kennt die Crêpes und Galettes aus der Bretagne mit ihren unterschiedlichen Füllungen. Das Périgord ist eine ganz besondere kulinarisch wertvolle Landschaft. Hier gibt es Trüffel, die umstrittene Foie gras – die Enten- oder Gänsestopfleber – sowie konservierte Gänseteile und Esskastanien. Das Languedoc im Süden wartet mit dem kräftigen Weißen-Bohnen-Eintopf, dem Cassoulet, auf. Auch in der Auvergne findet man zahlreiche unterschiedliche Eintöpfe und Gratins. Eine der Spezialitäten ist die Truffade, eine Komposition aus frischem Cantal-Ziegenkäse und Kartoffeln. Den Weg bis in die Restaurants Amerikas haben die grünen Linsen von der Gegend um Le-Puy-en-Velay gefunden. Gepökeltes Schweinefleisch mit grünen Linsen gilt nicht nur in der Auvergne als Delikatesse. Das Bresse-Huhn aus dem Département Vosges liefert um Lyon herum zahlreiche leckere Gerichte. Weinbergschnecken werden in unterschiedlichen Regionen gern gegessen. Im Elsass kocht man viel mit Sauerkraut – dem Choucroute –, und es gibt den typischen Flammkuchen sowie vereinzelt noch Pferdefleisch.

Als Getränke werden vorwiegend Weine aus den französischen Weinanbaugebieten gereicht. Zudem gibt es Cognac aus der gleichnamigen Stadt, den als Aperitif getrunkenen Pineau des Charentes, den Champagner oder den Cidre. Natürlich steht stets eine Karaffe mit Wasser auf dem Tisch. Das kann entweder aus der Leitung, aus einer der örtlichen Quellen oder aus der Auvergne in Form von Mineralwasser sein. Zum Abschluss oder zwischendurch wird ein kleiner café noir getrunken.

Länderinfos Frankreich

  • Staatsform: Republik
  • Fläche: 643.801 km² (inklusive Überseeinseln)
  • Einwohner: 67 Millionen
  • Einwohner pro km²: 103
  • Hauptstadt: Paris (2,2 Millionen Einwohner)
  • Nationalgerichte: Coq au Vin (Geflügel), Bouillabaisse (Fleischsuppe) und vieles mehr