Reisefotografie – Tipps zum Fotografieren auf Reisen

Tipps zum Thema Reisefotografie

Reisefotografie par excellence: Mit diesen Tipps machst du garantiert bessere Fotos im Urlaub

Die nächste Reise kommt bestimmt – und was gibt es schöneres, als tolle Fotos mit nach Hause zu bringen. Mit ein paar einfachen Tricks kann jeder bessere Bilder im Urlaub schießen und Freunde und Verwandte bei der abendlichen Foto-Show beeindrucken. Das Thema Reisefotografie ist extrem vielfältig. Landschaften, Menschen, Tiere – für verschiedene Motive benötigt man natürlich vollkommen unterschiedliches Equipment. Während der Landschaftsfotograf immer ein Ultraweitwinkelobjektiv in seiner Kameratasche haben sollte, kommen Tierfotografen an einem starken Teleobjektiv nicht vorbei. Im Idealfall hat man neben einer lichtstarken Normalbrennweite für Portraits und Streetfotografie auch ein Weitwinkelobjektiv und ein Telezoom dabei. Auf längeren Reisen ist es aber oft gar nicht möglich, die gesamte Kameraausrüstung mitzuschleppen – das gilt insbesondere dann, wenn man viel zu Fuß unterwegs ist und die schwere Ausrüstung per Muskelkraft transportiert.

Übrigens: Wenn du deinen Blick für richtig gute Landschaftsfotos vor deiner Reise noch schärfen willst, empfehlen wir dir unser eBook 101 Fotografien und die Geschichte dahinter“. Hier zeigen wir dir an über 100 konkreten Fotos, worauf es bei guten Landschaftsfotos ankommt und welche Einstellungen du an deiner Kamera genau verwenden musst.

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Die richtige Fotoausrüstung auf Reisen

Man sollte sich im Vorfeld darüber im Klaren sein, welche Art von Fotos man hauptsächlich auf der Reise machen wird. In einem Nationalpark in Namibia, wo der Fokus auf Löwen, Elefanten und anderen Wildtieren liegt, darf ein starkes Telezoom im Kamerarucksack nicht fehlen. Geht es aber etwa in den Südwesten der USA mit seinen atemberaubenden Landschaften, sollte an erster Stelle das Weitwinkelobjektiv in den Rucksack wandern. Stehen aber Tiere, Menschen und Landschaften im Fokus und muss man sich aus Platz- und Gewichtsgründen dennoch für nur ein Objektiv entscheiden, ist die erste Wahl ein starkes Zoomobjektiv, das einen möglichst großen Brennweitenbereich abdeckt. Ein solches Objektiv ist aber immer ein Kompromiss und geht einher mit einer schlechteren Bildqualität im Vergleich zu einem Objektiv mit einem kleineren Brennweitenbereich oder gar einer Festbrennweite.

Immerhin gibt es die Möglichkeit, die Brennweite deutlich zu verlängern. Mit Hilfe sogenannter Extender wird aus einem leichten Tele schon ein Objektiv mit einer ordentlichen Brennweite. Extender sind handlich und verlängern die maximale Brennweite in der Regel um den Faktor 1,4 oder 2.0. Aus einer Brennweite von beispielsweise 100mm werden im Handumdrehen 140mm oder gar 200mm. Für wirklich gute Wildlife-Fotos ist aber auch das in der Regel zu wenig – hier sollten Fotografen mindestens über eine Brennweite von 400mm (Kleinbild-Format) verfügen.

Was auf keinen Fall im Kamerarucksack fehlen darf, ist ein gutes Reise-Stativ. Für kleine Kameras gibt es schon recht gute Stative für um die 25 Euro – nach oben gibt es fast keine Grenze.  Eine Übersicht über empfehlenswerte Reise-Stative findest du hier.

Systemkameras erweitern den Spielraum auf Reisen

Durch den Siegeszug der spiegellosen Systemkameras (DSLM) wie etwa der  Sony Alpha 6000 haben Reisefotografen inzwischen aber deutlich mehr Spielraum bei der Ausrüstung. Hier findest du unsere umfassende Kamera-Kaufberatung. Dank der geschrumpften Kameragehäuse und Objektive passt vielleicht auch noch das eine oder andere Glas mehr in den Rucksack, ohne das dieser zu schwer wird. Bei der Bildqualität muss man dabei keine Abstriche machen. In den Spitzenmodellen von Sony und Co, die allerdings teilweise mehrere tausend Euro kosten, sind hochauflösende Vollformatsensoren verbaut, die es mit jeder Spiegelreflexkamera aufnehmen können. Bei DSLMs mit Vollformatsensoren schwindet der Größen- und Gewichtsvorteil im Vergleich zu DSLRs allerdings dramatisch. Gute Objektive sind groß und schwer. Das gilt auch für spiegellose Kamerasysteme.

Sony Alpha 6000

Die Sony Alpha 6000 ist extrem leicht und handlich. Natürlich lassen sich auf das Sony 15-50mm auch Filter schrauben

Reisefotografie: Ist das Smartphone erlaubt?

Es gibt natürlich auch Puristen, die nur mit einer Kompaktkamera oder dem Smartphone auf Weltreise gehen. Das  Smartphone hat den Vorteil, dass man sich unauffällig bewegen kann und das Gerät immer schnell zur Hand hat. Bei der Qualität muss man dann natürlich Abstriche machen. Zumal man wegen der überragenden Bildqualität immer im RAW-Format fotografieren sollte – und das geht in der Regel nur mit einer Spiegelreflex- oder Systemkamera. In den Einstellungen sollte man zwar auch das stark komprimierte JPEG-Format aktivieren, hier genügt aber in der Regel eine mittlere Qualität, um die Bilder schnell und einfach etwa bei Facebook hochzuladen.

Smartphone-Stativ

Mit einem Mini-Stativ und einem Fernauslöser sind mit dem Smartphone auch tolle Selfies möglich

Akkus und Speicherkarten nicht vergessen

Neben der Kamera und den Objektiven gehören natürlich ausreichend Speicherkarten und Ersatz-Akkus in den Kamerarucksack. Wer auch bei ungünstigen Lichtbedingungen fotografieren will oder sehr lange Brennweiten benutzt, kommt auch an einem – möglichst kompakten – Stativ nicht vorbei. Statt Aluminium sollte das Stativ aus Carbon gefertigt sein. Stative aus Carbon sind leichter und deutlich steifer – ihr werdet den Unterschied spüren. Ein Vermögen muss ein gutes Reise-Stativ aber nicht zwangsläufig kosten.

Kameraausrüstung

Ein Teil meiner Kameraausrüstung. Natürlich muss man je nach Reiseziel und Fortbewegungsmittel Abstriche machen

Sicherheit auf Reisen

Neben den technischen Aspekten gibt es jede Menge andere Dinge, die ihr beim Fotografieren auf Reisen beachten solltet. Gerade in Regionen, in denen die Sicherheitslage nicht mit der in Westeuropa zu vergleichen ist, sollte man sich möglichst unauffällig bewegen. Die dicke Kamera um den Hals lädt Diebe und Räuber geradezu ein. Solltet ihr dennoch einmal in eine kritische Situation geraten, spielt nicht den Helden und leistet keinen Widerstand. Materielle Dinge sind zu ersetzen, die eigene Gesundheit oder gar das Leben nicht. Sinnvoll ist es auch, immer ein paar Geldscheine griffbereit zu haben, vielleicht sogar in einem extra dafür präparierten Geldbeutel. Hier finden auch abgelaufene Kreditkarten Platz. Räuber wollen schnell verschwinden und sind in der Regel nicht auf einen längeren Konflikt aus.

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Volle Speicherkarten sollten abseits der Kameraausrüstung sicher verwahrt werden, im Idealfall im Hotelsafe. In jedem Falle solltet ihr euch genau umsehen, bevor ihr ans Werk geht. Kommt euch etwas komisch vor, weil euch etwa ein paar finstere Typen beobachten, sucht lieber das Weite. Da die Kameraausrüstung leicht einen mittleren vierstelligen Betrag ausmachen kann, sollte man eine Fotoversicherung abschließen. Die Versicherung sollte nicht nur bei Raub oder Diebstahl zahlen, sondern auch, wenn etwa die Kamera runterfällt und kaputtgeht. Das lässt einen deutlich entspannter Reisen.

Caracas

Caracas führt die Liste der gefährlichsten Städte der Welt an. Hier sollte man sich immer sehr unauffällig bewegen (Foto: Wikipedia)

Der Safe für unterwegs

Um seine Ausrüstung unterwegs zu sichern, haben wir uns eine Tasche von Pacsafe angeschafft. Die Taschen sind mit einem Drahtgitter durchzogen und werden mit einem kleinen Nummernschloss mit einem Stahlkabel befestigt, zum Beispiel am Gestänge der Autositze. Mit einem Messer ist es unmöglich, das Stahlkabel zu durchtrennen oder einen Schlitz in die Tasche zu machen. Klar, wenn die Diebe mit einem kleinen Bolzenschneider anrücken, hat auch das Pacsafe keine Chance. Aber welcher Dieb, wenn er nicht gerade Fahrradschlösser knackt, ist mit einem Bolzenschneider unterwegs? Die Pacsafe-Taschen sind nicht ganz billig, aber definitiv eine gute Investition, um seine Ausrüstung auf Reisen effektiv vor Langfingern zu schützen. Die Pacsafe-Taschen sind auch super für Hostels, die über keinen Safe verfügen. Es gibt ganz verschiedene Größen. Wir haben den Pacsafe Travelsafe* mit 12 Litern Volumen. Da passen auch locker die dicke DSLR und die Objektive rein, wenn man mal wandert und das ganze Kamerazeug nicht mitschleppen will.

Pacsafe-Tasche

Hier waren wir mit dem Pacsafe-Tresor auf Korsika unterwegs

Reisefotografie: Menschen fotografieren

Kaum etwas ist spannender, als fremde Kulturen zu entdecken und abzulichten. Aber nicht überall stößt das auf Gegenliebe. Geht freundlich auf die Menschen zu und fragt, ob ihr ein Foto schießen dürft. Das gleiche gilt ja schließlich auch in Deutschland. Kaum einer mag es, ungefragt abgelichtet zu werden. Das man die Persönlichkeitsrecht nicht verletzten sollte und Portraits ohne schriftliche Einwilligung ohnehin nicht kommerziell verwendet werden dürfen, versteht sich von selbst.

Schreiner in Nepal

Wer freundlich fragt, darf auch Menschen etwa bei der Arbeit fotografieren

Selfies auf Reisen

Schöne Selfies von euch und den schönsten Orten der Welt gehören einfach zum Reisen. Vergesst im Foto-Rausch nicht, wenigstens ein Bild von euch in atemberaubender Kulisse zu schießen. Die Smartphone-Kamera reicht völlig aus, um ein tolles Erinnerungsfoto zu schießen. Ihr ärgert euch später, wenn ihr zwar tolle Landschaften fotografiert habt, ihr aber auf keinem einzigen Foto zu sehen seid.

Biggi und Flo auf Island

Ein Selfie auf Island. Solche Fotos sind mehr für den privaten Gebrauch, aber immer unheimlich witzig und eine tolle Erinnerung

Lass deine Fotos entwickeln

Jeder Urlaub geht einmal zu Ende. Sucht nach der Reise die schönsten Bilder aus und lasst sie entwickeln. Oft landen die geschossenen Fotos einfach auf der Festplatte und werden nie mehr angeschaut – das ist doch schade. Neben einigen großformatigen Landschaftsfotos haben wir in unserer Wohnung auch einige Collagen mit den schönsten Fotos unserer Reisen. Das kostet nicht die Welt und ist eine tolle Erinnerung. Übrigens: Bei Pixum bekommt ihr mit  diesem Gutschein* 50 Fotoabzüge geschenkt.

Nützliche Literatur zum Thema Reisen & Fotografie

 

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