Brennweitenvergleich für Weitwinkelobjektive 10 mm bis 24 mm
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Brennweitenvergleich 10 bis 24 mm Brennweite (Vollformat)

Lohnt sich ein Ultraweitwinkelobjektiv? Und wie stark sind die Unterschiede zwischen 10, 18 und 24 mm (am Vollformat)? Genau das verraten wir dir hier in unserem Brennweitenvergleich. Wir zeigen dir die verschiedenen Brennweiten - angefangen bei unglaublichen 10 mm bis hin zu 24 mm.

Du wirst staunen, wie groß die Unterschiede zwischen den verschiedenen Brennweiten wirklich sind. Viel Spaß mit unserem großen Weitwinkelvergleich.

Aktualisiert am 20.08.2022

 

Für wen lohnt sich ein (Ultra)-Weitwinkelobjektiv?

„Ich nenne es das Biest“, sagte mir einmal ein Fotokursteilnehmer. Das Biest – er meinte damit das Ultraweitwinkelobjektiv. Der extreme Bildwinkel ermöglicht einzigartige Landschaftsaufnahmen (Tipps für einzigartige Landschaftsfotos). Allerdings benötigt man eine Menge Übung, will man mit dem Weitwinkelobjektiv tolle Bilder schießen.

Mit einem Ultraweitwinkelobjektiv gelingt es dir, scheinbar unwichtige Details in den Fokus des Betrachters zu rücken und dem Foto eine völlig neue Wirkung zu verleihen. Gegenstände im Vordergrund erscheinen riesig, während im Hintergrund imposante Berge plötzlich ganz klein wirken.

Schon ein paar Millimeter bei der Brennweite machen einen immensen Unterschied. Mit den 24 mm Brennweite eines leichten Weitwinkelobjektivs wirst du nie solche Resultate erzielen wie mit einem Ultraweitwinkelobjektiv mit 14 mm, 12 mm oder gar 10 mm.

Bei den Angaben hier beziehe ich mich hier immer auf das Vollformat wie bei der Sony Alpha-7-Reihe oder der Canon-5er-Reihe.

10 mm Brennweite am Vollformat ohne Fisheye-Effekt? Du hast richtig gelesen. Canon und Sony bieten für ihre Vollformatkameras „nur“ Ultraweitwinkelobjektive mit bis zu 11 bzw. 12 mm Brennweite an. Nikon-Fotografen müssen mit 14 mm Brennweite am Vollformat Vorlieb nehmen.

Der chinesische Hersteller Laowa bietet mit dem 10-18 mm f/4,5-5,6 ein 10-mm-Ultraweitwinkelobjektiv für Nikon Z und Sony E (Vollformat) mit einem riesigen Bildwinkel von 130° an. Umgerechnet auf eine APS-C-Kamera entspricht das etwa 6 mm Brennweite.

Noch extremer ist nur das Laowa 9 mm f/5,6 FF RL (für Nikon Z, Sony E, Leica L/Panasonic L, Leica M) mit unglaublichen 9 mm Brennweite am Vollformat (ohne Fisheye-Effekt) und einem Bildwinkel von 135°.

*Werbelink / Bilder von der Amazon Product Advertising API

📸 Tipp: In unserem großen Online-Fotokurs lernst du in wenigen Wochen, wie du wirklich grandiose Fotos schießt.

Brennweite 10 mm

Eine Brennweite von 10 mm am Vollformat ist extrem. Es gibt nicht sehr viele Motive, die sich mit dieser Brennweite richtig gut in Szene setzen lassen. Findest du aber ein solches Fotomotiv, wirst du garantiert mit einzigartigen Bildern belohnt.

10 mm Brennweite am Vollformat
10 mm Brennweite am Vollformat sind schon sehr extrem – funktionieren bei bestimmten Motiven aber sehr gut

Brennweite 14mm

14mm Weitwinkelobjektiv
Mit 14mm am Weitwinkelobjektiv bekommt man ein immenses Sichtfeld auf den Sensor

Brennweite 15mm

15mm Weitwinkelobjektiv
15mm

Brennweite 16mm

16mm Weitwinkelobjektiv
16mm

Brennweite 17mm

17mm Weitwinkelobjektiv
17mm

Brennweite 18mm

18mm Weitwinkelobjektiv
18mm

Brennweite 19mm

19mm Weitwinkelobjektiv
19mm

Brennweite 20mm

20mm Weitwinkelobjektiv
20mm

Brennweite 21mm

21mm Weitwinkelobjektiv
21mm

Brennweite 22mm

22mm Weitwinkelobjektiv
22mm

Brennweite 23mm

23mm Weitwinkelobjektiv
23mm

Brennweite 24mm

24mm Weitwinkelobjektiv
24mm

Alle Brennweiten von 14mm bis 24mm im Überblick

Brennweitenvergleich Weitwinkelobjektiv
Noch einmal alle Brennweiten von 14mm bis 24mm im Vergleich

Extreme Unterschiede bei der Brennweite

Wie du siehst, ist der Unterschied zwischen 10, 14, 18 und 24 mm Brennweite am Vollformat gewaltig. Wer mit so einer extremen Brennweite arbeitet, sollte sich in jedem Fall einen markanten Vordergrund suchen. Wenn du dich jetzt fragst, ob du ein kleines Vermögen für ein Weitwinkelobjektiv ausgeben musst, kann ich dich beruhigen. Die günstigsten Gläser etwa für Canon fangen bei gut 200 Euro an. Bei Nikon geht es erst bei etwa 700 Euro los.

Aber es gibt natürlich auch Drittanbieter wie Sigma, Tamron und Tokina, die deutlich günstigere Objektive im Angebot haben. Eine Übersicht über die gängigen Weitwinkelobjektive findest du hier bei uns im Blog. Wenn du dann immer noch nicht genug hast: Empfehlungen zu Stativen, Stativköpfen, Kamerarucksäcken und Filtern haben wir hier zusammengetragen.

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6 Kommentare

  • - Da Sepp

    Tolle Arbeit! Leider gibt es da ein paar Fallstricke die so nicht gleich offensichtlich werden.

    Ich stehe vor der Entscheidung 16 oder 17mm oder reichen weiter 24mm. Meine Tendenz bevor ich auf Euren Beitrag gestoßen bin 16-35 und alles wird gut. Ich habe mehrere Videos, Blogs und Objektivsimulatoren durchlaufen und für mich stand am Ende 16mm müssen sein.

    Dann nun Dein Beitrag hier + meine Frau am Kaffeetisch und die 16mm (die Brennweite) bekommen ??? . Ich habe mir 16 – 17 – 20 und 24mm zum Vergleich als Kollage zusammengesetzt und meiner Frau mit der Frage gezeigt „Welches Bild gefällt Dir am besten?“ Antwort kam schnell „Das Dunklere!“ (20mm) Ups 😮 Okay. Hell und dunkel mal weglassen. “ Wieder fiel bei ihr die Wahl auf 20mm. Warum? Da ist kein Punkt (Stein re.) im Wasser oder wie bei 16mm li. noch ein Baum oder so am Felsen oben. Wieder waren ganz andere Dinge entscheidend wie die Brennweite 16 – 17 – 20mm oder oder oder. Danach habe ich Sie an verschiede Objektivsimulatoren gesetzt und auch hier kam es einfach auf das vorgegebene Bild an.

    Nichts gegen Eure tolle Arbeit hier, ich persönlich finde Hochformart bei Landschaften auch eher schwer um die Frage der Brennweite zu beurteilen. Aber eins weiß ist wieder deutlich geworden „Nicht wie viel“, sondern wie und was auf einem Bild ist zählt.

    Zu Euren Bilder zurück. Wäre die Helligkeit gleich, der Stein im Meer und der Baum am Felsen wegretuschiert, wäre das Ergebnis ein Anderes gewesen.

    Generell tendiere ich aber auch eher zu einem Zoombereich von 16-35mm für die Landschaftsfotografie. Mehr kann man beschneiden. Fehlendes aber nicht zurückholen.

    Ich lese immer gerne was von Euch. Danke und immer gut Licht.

    • - Florian

      Hallo Da Sepp,

      danke für dein Feedback!

      16 mm oder 17 mm sind wirklich nicht(!) entscheidend. 16 mm oder 24 mm machen aber einen gewaltigen Unterschied.

      Natürlich kommt es aufs Motiv an. Es gibt Situationen, da müssen es eher 24 mm sein, in anderen Situationen kommen die 16 mm besser.

      Das hier ist ja nur ein Beispiel von vielen, um zu zeigen, wie sich der Bildausschnitt ändert.

      Viele Grüße
      Florian

  • - ST

    Hallo Florian,

    genau nach so einer Gegenüberstellung habe ich gesucht! Danke dafür!
    Habe ein Walimex 14mm an der EOS 5DIII und bin seit Wochen hin- und hergerissen, ob ich mir ein Haida-Filter-System dafür kaufe, oder ob ich auf ein Canon 17-40mm mit Filtergewinde gehe. Denn ND-Schraubfilter habe ich bereits.
    Auf Grund deiner Vergleichsfotos wirds jetzt das neue Objektiv, denn mit den 3mm Differenz kann ich glaub ich leben :-)
    VG aus Bayern
    ST

  • - Tim

    Hey, extrem Cooler Beitrag, sehr hilfreich und Aufschlussreich, ich habe auch lange gehadert ob ich mir wirklich ein Weitwinkeliges Objektiv zulegen sollte, bis heute habe ich es nicht bereut. Weiter So

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