Der Weg zum perfekten Foto: Profi-Tipps für Einsteiger in die Fotografie

Profi-Tipps für Einsteiger in die Fotografie

So gelingt dir das perfekte Foto

Du hast dir deine erste Kamera gekauft, weißt aber nicht so recht, worauf du als Anfänger alles achten musst? Das macht gar nichts. Jeder noch so berühmte Fotograf stand irgendwann einmal genau da, wo du jetzt stehst. Klar, Übung macht den Meister. Mit jedem Foto wirst du besser – und nur aus Fehlern lernst du. Das gilt in allen Bereichen des Lebens – natürlich auch in der Fotografie. Wir wollten es aber noch genauer wissen und haben Fotografen gefragt: Was ist der wichtigste Tipp für Einsteiger in die Fotografie. Bei der Gelegenheit haben wir auch gleich nach der Fotoausrüstung und Filtern gefragt. Eines vorweg: Es muss nicht unbedingt die 5000-Euro-Kamera sein, um wirklich tolle Fotos zu schießen. Selbst mit modernen Smartphones kannst du heute schon tolle Bilder machen. Aber natürlich bieten → DSLRs und DSLMs noch deutlich mehr Möglichkeiten. Und nun viel Spaß mit den besten Profi-Tipps für Einsteiger in die Fotografie.

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Foto-Fachbegriffe

In dem Artikel kommen einige Fachbegriffe vor, die wir dir hier vorab kurz erklären:

  • ND Filter (Neutral Density Filter): Neutraldichtefilter oder Graufilter sind abgedunkelte Glas- oder Kunststoffscheiben, die vor das Objektiv geschraubt oder gesteckt werden. Mit Hilfe eines Graufilters kannst du die Belichtungszeit verlängern.
  • GND Filter (Neutral Density Graduated Filter): Gemeint ist damit ein Grauverlauffilter, mit dem du nur einen bestimmten Teil eines Fotos abdunkeln kannst – in der Regel den Himmel.
  • Polfilter: Der Polarisationsfilter wird heute in der Regel dazu genutzt, um Spiegelungen auf nicht metallischen Oberflächen (etwa Wasser oder Glas) aus dem Foto zu bekommen.
  • HDR: Diese Abkürzung steht für “High Dynamic Range”. Gemeint sind Bilder mit einem hohen Dynamikumfang, die durch eine Mehrfachbelichtung und anschließende Verrechnung durch Software (teils bereits in der Kamera) entstehen. HDRI steht übrigens für High Dynamic Range Image und meint das gleiche.

Foto-Tipps für Einsteiger von Kai Behrmann (Artofcreativephotography.com)

Friseur auf Kuba

Friseur auf Kuba – Kai Behrmann

Was ist der wichtigste Tipp für Einsteiger in die Fotografie?

Der größte Fehler, den Einsteiger aus meiner Sicht machen können, ist zu glauben, das teure Kameras automatisch bessere Fotos machen. Ein angehender Koch kocht auch nicht besser, nur weil er Edelstahltöpfe statt verbeulter Pfannen benutzt. Auf die Zutaten und deren Zusammenstellung kommt es an. Genauso ist es in der Fotografie. Bevor man viel Geld in die Ausrüstung steckt und dann hinterher möglicherweise enttäuscht über die Ergebnisse ist, sollte man sich genau überlegen, warum man eigentlich fotografieren möchte. Elliott Erwitt hat das treffend beschrieben: “All the technique in the world doesn’t compensate for the inability to notice.” Die Kamera ist letztlich nur das Werkzeug. Der eigentliche Schlüssel zu packenden Bilder ist aber, einen Blick für spannende Motive zu entwickeln. Das kann man sogar ohne Kamera tun, indem man sein inneres Auge benutzt und sich in vorstellt, wie man eine Situation fotografisch umsetzen würde. Oder man beobachtet unterschiedliche Lichtverhältnisse, analysiert Gesten von Menschen etc. Das fotografische Sehen kann man auf vielerlei Weise schulen. Auch durch das Studium anderer Künstler –  nicht nur Fotografen. Ich finde es zum Beispiel spannend, in Museen zu gehen und mir bei Bildern, die mir gefallen, folgende Fragen zu stellen: Warum sprechen sie mich an? Welche Techniken hat der Künstler benutzt, um den Effekt zu erzielen? Die Antworten kann man dann wiederum in seine Fotografie einfließen lassen.

Welche Filter nutzt du und warum?

Da ich meist Street Photography und Reportage-Fotografie mache, spielen Filter für mich keine Rolle.

Mit welcher Fotoausrüstung bist du unterwegs?

Ich halte es bei der Ausrüstung sehr minimalistisch. Vor drei Jahren bin ich auf Systemkameras umgestiegen und fotografiere seitdem mit einer Fuji X-Pro1. Mittlerweile ist das Modell zwar weit überholt, aber noch möchte ich mich nicht davon trennen – auch wenn der Autofokus nicht der flotteste ist. Dazu benutze ich das Fujinon XF 18mm F2 R Objektiv. Ich bin ein großer Freund von kurzen Festbrennweiten. Natürlich verpasse ich dadurch einige Aufnahmen. Doch das stört mich nicht. Die Vorteile überwiegen. Durch die selbstauferlegte Beschränkung habe ich das Gefühl, dass sich mein fotografischer Blick stärker entwickelt. Die Kamera ist zur Verlängerung meines Sehens geworden. Ich muss nicht mehr lange überlegen und mehrfach ansetzen, um die richtige Perspektive für ein Foto zu finden. Das Zoomen mit den Füßen ist ein weiterer positiver Effekt. Ich bin gezwungen, nah an meine Motive heranzugehen. Diese Nähe und Intimität spiegelt sich wiederum in den Bildern wider. Was ist sonst noch wichtig? Bequeme Schuhe, da ich beim Fotografieren viel laufe.

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Foto-Tipps für Einsteiger von Maik Major (Bergpixel.de)

Sonnenaufgang in den Alpen

Sonnenaufgang in den Alpen – Maik Major

Was ist der wichtigste Tipp für Einsteiger in die Fotografie?

Lass dich inspirieren aber sei du selbst! Ich gehe jetzt einfach mal von mir aus. Kaum hatte ich meine erste DSLR in der Hand schaute ich mir die Bilder anderer Fotografen bewusster an. Wie fotografiert er was, welchen Bildausschnitt verwendet er und wie baut er das Bild auf. Beim Vergleich mehrerer Fotografen fiel mir immer wieder auf, dass der goldene Schnitt und der gedrittelte Horizont das Bild interessanter wirken lassen. Also versuchte ich dies ebenfalls umzusetzen. Später versuchte ich diese (eigentlich festgeschriebenen Regeln) bewusst zu brechen und bei manchen Bildern landete das Motiv oder der Horizont bewusst in der Mitte. Deshalb mein Tipp: Lerne das Fotografieren nach den Regeln und versuche später deinen eigenen Bildausschnitt zu finden. So hebst du dich von der Masse ab.

Welche Filter nutzt du und warum?

Ich benutze mehrere Grau- und Verlaufsfilter. Die Gründe dafür sind wahrscheinlich dieselben wie bei allen anderen Fotografen auch. Mit den Graufiltern möchte ich die Belichtungszeit des Bildes künstlich verlängern um etwas das Wasser glatt zu zeichnen oder die Wolken verschwimmen zu lassen. Der Verlaufsfilter ist für mich das Hilfsmittel um die starken Kontraste zwischen dem hellen Himmel und dem dunklen Vordergrund auszugleichen.

Mit welcher Fotoausrüstung bist du unterwegs?

Wenn ich bewusst zum Fotografieren fahre, bin ich mit meiner Canon 80D unterwegs und verwende hauptsächlich weitwinklige Objektive wie das Tokina 11-16 oder das Canon 15-85. Auf meinen Wanderungen wurde die schwere Spiegelreflexkamera inzwischen durch die kleine Canon M6 mit dem 15-45 mm Objektiv ersetzt. Da die Aufnahmen meistens bei hellen Lichtverhältnissen entstehen, ist die kleine DSLM perfekt für mich in diesem Bereich.

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Foto-Tipps für Einsteiger von Torsten Mühlbacher ( Clickpix.eu)

Spiegelung im Bergsee

Die perfekte Spiegelung im Bergsee – Torsten Mühlbacher

Was ist der wichtigste Tipp für Einsteiger in die Fotografie?

Kamera in die Hand nehmen und fotografieren. Am besten raus in die Natur und das Gefühl bzw. das Auge für die Fotografie schulen. Durch die digitale Fotografie fällt das Lernen um einiges leichter als damals mit der analogen. Man sieht sofort wenn ein Bild nichts geworden ist…schon ergibt sich ein Lerneffekt: einfach ein paar Einstellungen ändern und nochmals probieren. Nach einiger Zeit kann man dann die richtigen Einstellungen sehr gut einschätzen und die Fotografie macht dann einfach nur Spaß.

Welche Filter nutzt du und warum?

Aktuell verwende ich eigentlich sehr wenig Filter. Ab und zu nutze ich ND Filter für zum Beispiel Langzeitbelichtungen bei Wasser – um den schönen Nebeleffekt bei Wasser zu erreichen – oder ein einen ND-Verlaufsfilter. Diesen verwende ich bei Sonnenauf- und Untergängen um die richtige Belichtung zu gewährleisten. Polfilter verwende ich zurzeit so gut wie nie.

Mit welcher Fotoausrüstung bist du unterwegs?

Privat bin ich meistens mit einer kleinen Systemkamera unterwegs. Hier hat sich seit einiger Zeit das Fuji X-System sehr empfohlen. Die Kamera und Objektive sind klein und handlich, perfekt für Reisen oder Wanderungen in den Bergen. Beruflich bin ich meistens mit Vollformat-Kameras von Sony und Canon am Weg. Dazu noch gute Optiken um das Bild so perfekt wie möglich zu machen.

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Foto-Tipps für Einsteiger von Christian Hubo ( Feel4Nature.com)

Person im Nebel

Mystische Stimmung auf der Reise von Kanada nach Alaska – Christian Hubo

Was ist der wichtigste Tipp für Einsteiger in die Fotografie?

Fotografiere so viel wie möglich und beschäftige Dich Anfangs nicht zu viel mit der Technik. Gerade Anfänger folgen immer noch dem Irrglauben, dass die Qualität der Kamera ausschlaggebend für die Qualität der Bilder ist, doch entscheidend ist vor allem das Thema Bildaufbau, Perspektiven und natürlich die Kreativität. Einsteiger sollten sich einfach ständig ausprobieren, welches Themengebiet der Fotografie ihnen wirklich liegt und woran sie Freude haben, bevor sie damit beginnen teure Ausrüstung zu kaufen – auch mit einem guten Smartphone kann man heute in die Fotografie starten.

Welche Filter nutzt du und warum?

Ich nutze eigentlich nur Graufilter für Langzeitbelichtungen und Polfilter – alle anderen Filter lassen sich aus meiner persönlichen Sicht auch in der Postproduktion simulieren, wenn das Ausgangsbild als HDR genügend Bildinformationen und einen hohen Dynamikumfang besitzt. Aber das ist letzten Endes sicherlich Geschmacksache.

Mit welcher Fotoausrüstung bist du unterwegs?

Ich fotografiere mit der Sony A99, Sony A7R II, Sony A6000 und mit einem iPhone 8 Plus. Dazu nutze ich verschiedene Objektive von Sigma für die Landschafts- und Wildlife Fotografie. Im Laufe der letzten Jahre versuche ich aber immer mehr mit möglichst wenig Ausrüstung zurechtzukommen und fotografiere somit auf Wanderungen & Co. immer mehr nur mit dem iPhone oder der kleinen APS-C Kamera Sony A6000.

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Foto-Tipps für Einsteiger von Florian Blümm ( Flocutus.de)

Markt in Bangkok

Ein Markt in Bangkok zur Blauen Stunde – Florian Blümm

Was ist der wichtigste Tipp für Einsteiger in die Fotografie?

Viele Einsteiger fühlen sich von Kameratechnik und einer riesigen Auswahl an Kameras, Zubehör und Objektiven erschlagen. Technik und Kamera sind aber gar nicht so wichtig. Als Einsteiger solltest du auf Motiv, Licht und Bildgestaltung achten. Das lernst du am besten, wenn du so oft Fotos wie möglich machst und rigoros aussortierst.

Welche Filter nutzt du und warum?

Meine Kamera hat einen eingebauten 3x-ND-Filter, der im grellen Sonnenlicht nützlich ist. Ich nutze für Langzeitbelichtungen am Tag wie für Wasserfälle und Wellen einen simulierten ND-Filter über einen Median Stack. Ich würde auch einen Polfilter mitnehmen, aber das ist an einer Profikompakten zu umständlich und frickelig.

Mit welcher Fotoausrüstung bist du unterwegs?

Meine Kamera ist seit gut 3 Jahren die 300 Gramm leichte Profi-Kompaktkamera Canon G7X. Die Edelkompakte ist als Reisekamera ideal, außer auf Safari. Mein einziges Zubehör ist ein vielseitiges Mini-Gorillapod mit Magnetfüßen. Bis vor kurzem hatte ich noch eine Sony E-Mount Systemkamera mit mehreren Objektiven als Zweitkamera. Aber die ist einfach zu groß und zu schwer und kann nur selten ihre Vorteile ausspielen.

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Foto-Tipps für Einsteiger von Martin Hülle (Martin-Huelle.de)

Langzeitaufnahme am Meer

Eine Langzeitaufnahme am Meer – Martin Hülle

Was ist der wichtigste Tipp für Einsteiger in die Fotografie?

Sobald Du die Grundlagen der Fotografie verstanden hast und an dem Punkt bist, Dich fotografisch weiterentwickeln zu wollen, ist mein wichtigster Rat, sich ein Langzeitprojekt vorzunehmen. Konsequent über eine lange Zeit ein Thema zu verfolgen, sich damit zu beschäftigen und zu versuchen, es fotografisch umzusetzen, kann viel verändern. Bei mir hat sich durch ein derartiges Projekt der fotografische Blick weiterentwickelt und ich habe es geschafft, schneller auf den Punkt zu kommen und das zu zeigen, was mir wichtig ist. Daher kann ich nur dazu raten, sich ein Fotoprojekt vorzunehmen und es beharrlich zu verfolgen. Das bringt mehr als eine neue Kamera.

Welche Filter nutzt du und warum?

Die einzigen Filter, die ich benutze, sind ab und an ND Filter von B+W für Langzeitbelichtungen von Flüssen, Wasserfällen oder dem Meer. Hier kommt vor allem ein 1000x-Filter zum Einsatz, um die gewünschten langen Belichtungszeiten zu erzielen. Aber die meisten Bilder mache ich filterlos, was auch mehr zu meinem reportagenhaften Stil der Landschaftsfotografie passt.

Mit welcher Fotoausrüstung bist du unterwegs?

Ich nutze das Fujifilm X System, bei dem ich gemerkt habe, mit dessen Kameras und Objektiven meine fotografischen Ziele am schnellsten und einfachsten zu erreichen. Ich mag den analogen Charakter des Systems, der mich meine Ideen und Vorstellungen ideal umsetzen lässt. Am liebsten nutze ich momentan die X-Pro2 mit diversen Festbrennweiten. 16, 23 und 56mm reichen da aus, um eine Reise nach meinen Wünschen zu dokumentieren, denn weniger ist auch hier meist mehr.

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Foto-Tipps für Einsteiger von Marc Arzt ( Reisezoom.com)

Langzeitbelichtung am Potsdamer Platz

Langzeitbelichtung am Potsdamer Platz in Berlin – Marc Arzt

Was ist der wichtigste Tipp für Einsteiger in die Fotografie?

Da gibt es tatsächlich nur eine Antwort: Spaß haben! In der Fotografie gibt es kein richtig und kein falsch, wir alle machen es in erste Linie, weil wir Spaß daran haben. Und jeder, der damit anfängt sollte auf keinen Fall den Spaß an der Fotografie verlieren. Wer Spaß hat, wird automatisch besser, da er sich gern weiterbildet und experimentiert.

Welche Filter nutzt du und warum?

Ich habe einfache Aufschraubfilter von Haida und Hoya. Am häufigsten verwende ich meine ND-Filter (0.9, 1.8, 3) für klassische Langzeitaufnahmen, um Wolkenstreifen zu erzeugen oder Wasser glatt zu ziehen. Selten setze ich auch einen Polfilter ein, in der Regel bleibt der aber im Rucksack, weil ich zu faul bin, das Ding auszupacken :D

Mit welcher Fotoausrüstung bist du unterwegs?

Die letzten Monate versuche ich, meine Ausrüstung zu verkleinern, deshalb ändert sich das gerade oft. Meine Minimalausstattung ist tatsächlich nur ein Samsung Galaxy S7 mit dem LensCover und zwei Vorsatzlinsen. Ich konnte es lange auch nicht glauben, aber Smartphones liefern zwischenzeitlich erstaunlich gute Qualität. Ich habe mir sogar einen Filterhalter dafür besorgt! :)
Ganz neu und meine aktuelle Hauptkamera ist eine Canon EOS M6 mit dem Kit-Objektiv und dem 22mm Pancake. Da mir für die Canon aber noch ein Weitwinkel fehlt, ist oft auch eine Sony a5100 mit dem 12mm Walimex Pro dabei. Als Stativ nutze ich meist die billigsten Gorillapod-Nachbauten, die halten meine kleinen Kameras problemlos. Je nach Platz im Rucksack kommt aber auch ein Rollei Compact Traveller No. 1 oder sogar ein Rollei Rock Solid Beta mit.

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Foto-Tipps für Einsteiger von Thomas Güttler (Geschäftsführer Rollei)

Eisberg

The Black Sea an the Iceberg – Thomas Güttler

Was ist der wichtigste Tipp für Einsteiger in die Fotografie?

Das A und O ist, dass man die Ausrüstung, die man sich zulegt, auch wirklich beherrscht und weiß, welche bildlichen Möglichkeiten man mit seinem Equipment umsetzen kann. Das bedeutet natürlich erst einmal, dass man die Grundbegriffe der Fotografie erlernen muss. Tutorials im Internet und Fachmagazine können einem da schon sehr weiterhelfen. Bevor man sich dann eine Kamera kauft, sollte man sich im Vorfeld mit der Bedienung auseinandersetzten, um zu sehen, ob man damit auch zurechtkommt.

Welche Filter nutzt du und warum?

Da ich mich sehr für Landschaftsfotografie und das Spiel mit der Sonne und den Lichtverhältnissen begeistere, kommen bei mir meistens ND 8, ND 64 und / oder Soft-GND 8 und 16 Filter zum Einsatz. Die ND Filter um die Belichtungszeit zu verlängern und die Soft-GND Filter um zu helle Bereiche im Himmel oder am Boden abzudunkeln und eine gleichmäßige Belichtung zu erzielen.

Mit welcher Fotoausrüstung bist du unterwegs?

Nachdem ich auch andere Kameramarken ausprobiert habe, begleiten mich heute eine Fuji GFX-50 mit einem Weitwinkel- und einem ein Zoom-Objektiv von Fuji auf meinen Fotoreisen. Damit habe ich schon in Wüstengegenden gearbeitet und im Februar sogar bei Minus 26 Grad in einer Gletscherhöhle in der Schweiz – immer mit tollen Bildergebnissen.

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Foto-Tipps für Einsteiger von Torsten Hartmann (T.H. Photography‏)

Dämmerung in Neuseeland

Dämmerung in Neuseeland – Torsten Hartmann

Was ist der wichtigste Tipp für Einsteiger in die Fotografie?

Rückblickend auf meine eigenen Anfänge kann ich sagen: Wer das Fotografieren ernsthaft erlernen möchte, sollte auf jeden Fall ausreichend Geduld und Leidenschaft für das Thema mitbringen. Gerade am Anfang gilt es erstmal viel auszuprobieren, zu lernen und die Kamera zu verstehen. Dabei ist zunächst das Verständnis des Zusammenhangs von Blende, Belichtungszeit und ISO besonders wichtig, um möglichst früh den Automatikmodus zu verlassen. Denn erst so macht die Fotografie meiner Meinung nach richtig Spaß und man kann sich dem Finden des eigenen Foto-Stil widmen.

Welche Filter nutzt du und warum?

Ich nutze einen Polfilter sowie mehrere Graufilter/Grauverlaufsfilter in verschiedenen Stärken. Meiner Meinung nach gehören diese Filter in die Fototasche eines jeden Fotografen. Warum? Einerseits lassen sich damit Effekte erzielen, welche sich auch im Zeitalter der Digitalfotografie nicht oder nur schwer mit einem Bildbearbeitungsprogramm nachträglich erzielen lassen (zum Beispiel Spiegelungen mit dem Polfilter entfernen oder die Weichzeichnung von Wasser mit einem Graufilter). Außerdem bin ich immer gewillt, schon bei der Aufnahme ein möglichst gutes Ergebnis zu erhalten, da in der Nachbearbeitung am Computer die reale Aufnahmesituation meist nicht mehr präsent ist

Mit welcher Fotoausrüstung bist du unterwegs?

Aktuell begleitet mich eine Nikon D7200 mit dem Nikkor 16-85 mm 1:3,5–5,6G ED VR als Immerdrauf-Objektiv. Dazu habe ich ein paar weitere Objektive (Festbrennweite, Zoom, UWW), von denen ich häufig und gerne das Sigma 10-20 F3,5 EX DC HSM in der Landschaftsfotografie einsetzte. Als Stativ hat sich bei mir das Sirui N-3204X Carbon-Stativ bewährt. Als Filtersystem nutze ich derzeit das NiSi V5-PRO 100mm System inklusive Polarisationsfilter sowie NiSi Filtern unterschiedlicher Stärke und Anwendungszwecke. Für lange Wandertouren habe ich noch eine Sony Alpha 6000 als leichten und kompakten Begleiter, ohne dabei auf eine sehr gute Bildqualität und vielfältige fotografische Möglichkeiten verzichten zu müssen. An der Sony nutze ich noch mein gutes altes Haida 100mm Filterhalter-System mit Filtern.

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4 replies
  1. Florian says:

    Cool geworden, danke für die Einladung zum Mitmachen.

    Interessant zu sehen, wie sich die Ratschläge für Anfänger fast 50:50 in 2 Gruppen einteilen lassen:
    1. Erst Technik, Komposition usw. lernen und dann fotografieren
    2. Viel fotografieren, ausprobieren und erst bei Bedarf die “Regeln” lernen

    Ist wahrscheinlich jeweils autobiographisch ;)

    Reply
  2. THphotography says:

    Hallo,
    tolle Idee und wirklich klasse geworden :-).
    Ich schließe mich an, sehr interessant, wie unterschiedlich da die Meinungen sind. Letztlich sicher auch bei jedem Anfänger individuell anders.
    Danke das ich dabei sein durfte, das Format hat mir super gefallen.
    VG Torsten

    Reply

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