Deutschlands zehn höchste Berge im Überblick
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Deutschlands zehn höchste Berge im Überblick [mit Karte]

Deutschlands bekanntester und höchster Berg ist die Zugspitze. Mit 2962 Metern ist der Gipfel der Zugspitze das Dach Deutschlands. Um die Zugspitze zu erklimmen, gibt es mehrere Varianten.

Die einfachste ist eine der drei Bergbahnen. Aber natürlich lässt sich die Zugspitze auch erwandern. Wie du zu Fuß auf die Zugspitze kommst, verraten wir dir gleich.

Doch welche Berge folgen der Zugspitze auf den Rängen zwei, drei, vier und dahinter? Wir stellen dir in diesem Artikel Deutschlands zehn höchste Berge vor. Deutschlands höchste Berge liegen übrigens ohne Ausnahme in Bayern.

Aktualisiert am 17.08.2022

Liste der zehn höchsten Berge in Deutschland

Biggi mit Wander-Outfit auf dem Weg zur Zugspitze
Hier waren wir auf dem Weg zur Zugspitze, Deutschlands höchsten Berg. Wir stellen dir nun Deutschlands zehn höchste Berge im Detail vor

Das sind Deutschlands zehn höchste Berge (entsprechend den zehn höchsten Hauptgipfeln der deutschen Alpen):

  1. Zugspitze 2.962 m
  2. Hochwanner 2.744 m
  3. Watzmann 2.713 m
  4. Leutascher Dreitorspitze 2.682 m
  5. Hochkalter 2.607 m
  6. Biberkopf 2.599 m
  7. Großer Hundstod 2.593 m
  8. Hochvogel 2.592 m
  9. Östliche Karwendelspitze 2.538 m
  10. Hocheisspitze 2.523 m

Der höchste Berg außerhalb von Bayern ist der Feldberg in Baden-Württemberg mit 1493 Metern. Doch dazu am Ende des Artikels mehr.

Karte: Deutschlands zehn höchste Berge im Überblick

Auf unserer interaktiven Karte findest du Deutschlands zehn höchste Berge auf einen Blick.

Deutschlands Top-10-Berge

Im Folgenden stellen wir dir Deutschlands zehn höchste Berge im Detail vor. Einige der höchsten Berge kannst du auf dem sogenannten „Normalweg“ (was nicht bedeutet, dass dieser einfach ist) relativ leicht besteigen, andere stellen an den Bergwanderer bzw. den Bergsteiger sehr hohe Anforderungen.

Den Gipfel der Zugspitze erreichst du übrigens ganz gemütlich mit der Bergbahn. Die anderen Gipfel sind nur nach langen und zum Teil sehr anspruchsvollen Bergtouren zu erreichen.

Unser Tipp: Hier stellen wir dir die Top-Sehenswürdigkeiten in den Bayerischen Alpen vor.

1. Zugspitze (2962 m) – Deutschlands höchster Berg

Die Zugspitze (2962 Meter) im Wettersteingebirge bei Garmisch-Partenkirchen ist Deutschlands höchster Berg. Der einfachste (und längste) Wanderweg auf den Gipfel der Zugspitze führt durch die schöne Partnachklamm und durch das Reintal. Sehr beliebt sind auch die Wanderung über das sogenannte Gatterl und die Route (inklusive leichter Kletterei) über das Tiroler Schneekar mit dem Stopselzieher-Klettersteig.

Menschen am Gipfel der Zugspitze
Jeder, der mit der Bergbahn auf Deutschlands höchsten Berg fährt, will natürlich auf dem Gipfel der Zugspitze stehen. Hier entstehen tagsüber leider regelmäßig lange Staus. Obwohl der Weg kurz ist, sind feste Schuhe ein Muss!

Hier stellen wir dir alle sechs Touren auf die Zugspitze vor. Einige Touren wie der Jubiläumsgrat sind Profis vorbehalten. Andere Wanderungen auf die Zugspitze sind bei guter Planung und der Zuhilfenahme einer Seilbahn auch von Anfängern zu bewältigen.

Vom Gipfel der Zugspitze hast du einen grandiosen Blick ins Alpenvorland und auf den Alpenhauptkamm. Die Aussicht ist grandios.

Im Münchner Haus (Website) kannst du auf der Zugspitze übernachten. Wenn am Abend die letzte Bergbahn uns Tal gefahren ist und es leer wird, erlebst du am Zugspitz-Gipfel eine unvergessliche Zeit.

Die Zugspitze wurde übrigens offiziel erstmals am 27. August 1820 bestiegen. Damals machten sich Josef Naus (Vermessungsingenieur der bayerischen Armee), der Bergführer Johann Georg Tauschl und Naus’ Messgehilfe und Offiziersbursche Maier auf den Weg, Deutschlands höchsten Berg zu erkunden.

Die Zugspitze hatte einst drei Gipfel. Der Mittelgipfel musste 1930 einer Seilbahn-Bergstation weichen. Der 2964 Meter hohe Westgipfel wurde 1938 von der Wehrmacht gesprengt, um hier eine (nie errichtete) Flugleistelle zu bauen. Einzig der 2962 Meter hohe Ostgipfel mit dem markanten Kreuz ist heute noch erhalten.  

Jubiläumsgrat
Der Blick von der Zugspitze in Richtung Jubiläumsgrat. Der Zugspitz-Gipfel gehört für uns definitiv zu den Top-Fotospots in Bayern

Tipp: Wenn du dir die Wanderung auf Deutschlands höchsten Berg nicht zutraust, findest du hier viele traumhaft schöne Wanderungen rund um Garmisch-Partenkirchen, die auch von Anfängern zu schaffen sind.

2. Hochwanner (2874 m)

Okay, die Zugspitze kennst du jetzt. Aber was ist eigentlich Deutschlands zweithöchster Berg? Die Nummer zwei auf der Liste der zehn höchsten Berge Deutschlands ist der Hochwanner mit 2744 Metern (hier findest du alle Infos zur Wanderung auf den Hochwanner).

Hochwanner Gipfelkreuz
Das Gipfelkreuz des Hochwanners, Deutschlands zweithöchster Berg

Zwar gibt es im Wettersteingebirge noch höhere Gipfel wie den Schneefernerkopf mit 2874 Metern. Der Schneefernerkopf zählt aufgrund der geringen Schartenhöhe aber nicht als eigenständiger Berg und ist – entgegen der Meinung einiger Bergsteiger – eben nicht Deutschlands zweithöchster Berg.

Den Gipfel des Hochwanner, von dem aus du einen fantastischen Blick auf die Zugspitze genießt, erreichst du am besten von der österreichischen Seite aus. Ein angenehmer Wanderweg führt bis über die Baumgrenze. Erst ab hier wird es anspruchsvoller. Nach einem steilen Aufstieg über eine Wiese und ein Geröllfeld gilt es, einen Kamin in leichter Kletterei zu überwinden. Kletterhilfen sind hier keine angebracht.

Ist diese Stelle überwunden, führt der Weg in gerölligem Gelände steil in Richtung Gipfel des Hochwanner. Die letzten Höhenmeter zum Gipfel sind noch einmal deutlich anspruchsvoller und erfordern Orientierungssinn im Gelände.

3. Watzmann (2713 m)

Mit 2713 Metern folgt auf Platz drei der höchsten Berge Deutschlands der Watzmann in den Berchtesgadener Alpen. Der Watzmann im Berchtesgadener Land ist neben der Zugspitze der bekannteste Berg in den deutschen Alpen. Der Watzmann ist Deutschlands höchster Berg, der komplett in Deutschland liegt. Die Zugspitze und der Hochwanner liegen zur Hälfte in Österreich.

Blick auf die Watzmann-Mittelspitze
Die Watzmann-Überschreitung ist ein echtes Highlight, aber erfahrenen Bergwanderern vorbehalten

Der Watzmann hat noch einen Superlativ zu bieten: Die Ostwand ist mit 1800 Metern die höchste Wand der Ostalpen – und eine der tödlichsten. Seit der Erstbesteigung im Jahr 1881 durch Johann Grill kamen auf der Kletterroute mehr als 120 Menschen ums Leben.

Die Watzmannsage

Zudem ranken sich einige Mythen um dem Watzmann. Der Sage nach herrschte in dem Land vor langer, langer Zeit der grausame König Watze (auch Wazemann genannt). Mit seinem Ross tötete König Waze eines Tages eine Bauernfamilie. Die Bäuerin wünschte König Watze und seiner Familie, dass sie zu Stein erstarren sollen – was auch geschah. Seitdem thronen König Watze und seine Familie (die Nebengipfel Kleiner Watzmann bzw. Watzmannfrau und Watzmannkinder) als imposanter Berg über dem Land.

Tipp: Erfahrene Bergwanderer wagen sich an die Watzmann-Überschreitung. Das Gros der Bergsteiger plant für diese Tour zwei Tage ein mit Übernachtung im Watzmannhaus (Website). Die Watzmann-Überschreitung ist lang und sehr anspruchsvoll. Hier verraten wir dir einige tolle Wanderungen im Berchtesgadener Land für Anfänger und für Familien.

4. Leutascher Dreitorspitze (2682 m)

Mit 2682 Metern ist die Leutascher Dreitorspitze (auch als Karlspitze bezeichnet) im Wettersteingebirge Deutschlands vierthöchster Berg. Wanderer bzw. Bergsteiger müssen ungesicherte Kletterstellen im 2. Grad meistern, um den Gipfel zu erklimmen. Die Tour ist lang und herausfordernd.

In der Regel wird die Wanderung auf die Leutascher Dreitorspitze auf zwei Tage mit Übernachtung in der 2366 Meter hoch gelegenem Meilerhütte (Website) aufgeteilt.

Blick auf die Leutascher Dreitorspitze
Die Leutascher Dreitorspitze ist Deutschlands vierthöchster Berg

5. Hochkalter (2607 m)

Der Hochkalter in den Berchtesgadener Alpen ragt 2607 Meter in den Himmel und schafft es auf Rang 5 der höchsten Berge in Deutschland. Die Tour ist lang und anspruchsvoll. Der Normalweg über den „Schönen Fleck“ führt zum Teil ausgesetzt über einen langen Gratanstieg. Für den Abstieg bietet sich die Variante durch das Ofental an.

6. Biberkopf (2599 m)

Der Biberkopf (alle Infos zur Wanderung auf den Biberkopf) in den Allgäuer Alpen steht mit 2599 Metern auf Rang 6 der höchsten Berge Deutschlands. Der einfachste Zustieg erfolgt von österreichischer Seite aus. Hier ist schon weit unter dem Gipfel eine ausgesetzte Stelle zu überwinden.

Der Zustieg ab Oberstdorf in Deutschland ist lang und schweißtreibend. Die letzte Passage zum Gipfel erfolgt immer in leichter Kletterei.

Flo am Gipfel des Biberkopfs, den sechsthöchsten Berg Deutschlands
Der Biberkopf ist Deutschlands sechsthöchster Berg. Du bewegst dich hier lange Zeit im alpinen Gelände

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7. Großer Hundstod (2593 m)

Der Große Hundstod in den Berchtesgadener Alpen schafft es mit 2593 Metern auf Rang 7 der höchsten Berge Deutschlands. Auf den Gipfel führt ein markierter Bergweg, der allerdings Trittsicherheit und Schwindelfreiheit (es gilt, ausgesetzte Stellen zu meistern) erfordert. Als Zwischenstation bietet sich das Ingolstädter Haus (Website) an.

8. Hochvogel (2592 m)

Rang 8 der höchsten Berge Deutschlands geht an den Hochvogel mit 2592 Metern in den Allgäuer Alpen. Vor dem Gipfelerfolg warten einige leichte Klettersteller im 1. Grad auf die BesteigerInnen.

Der Hochvogel schafft es übrigens immer wieder in die Medien. Ein großer Riss am Gipfel deutet auf einen gewaltigen Felssturz hin, der hier früher oder später passieren wird. Seit 2014 ist daher die Aufstiegsroute auf der österreichischen Seite gesperrt.

Der Blick auf den Hochvogel im Winter
Der Hochvogel ist ein imposanter Berg in den Allgäuer Alpen. Geologen rechnen hier bald mit einem massiven Bergsturz

9. Östliche Karwendelspitze (2538 m)

Die Östliche Karwendelspitze liegt mit einer Höhe von 2538 Metern auf Rang 9 der höchsten Berge in Deutschland. Im oberen Bereich gibt es immer wieder leichte Kletterstellen zu überwinden. Die Tour ist lang und sollte auf zwei Tage aufgeteilt werden mit Übernachtung im Karwendelhaus (Website).

10. Hocheisspitze (2523 m)

Rang 10 der höchsten Berge Deutschlands geht an die Hocheisspitze mit 2523 Metern in den Berchtesgadener Alpen. Der Normalweg ist nicht markiert und führt über das Hocheiskar in leichter Kletterei (Schwierigkeit I) auf den Gipfel.

Die höchsten Berge aller 16 Bundesländer

Zugspitze, Hochwanner und (König) Watzmann sind dir jetzt also ein Begriff. Doch was sind die höchsten Gipfel der anderen Bundesländer? Das verraten wir dir natürlich auch.

  1. Bayern: Zugspitze (2962 Meter)
  2. Baden-Württemberg: Feldberg (1493 Meter)
  3. Sachsen: Fichtelberg (1215 Meter)
  4. Sachsen-Anhalt: Brocken (1141 Meter)
  5. Thüringen: Großer Beerberg (983 Meter)
  6. Niedersachsen: Wurmberg (971 Meter)
  7. Hessen: Wasserkuppe (950 Meter)
  8. Nordrhein-Westfalen: Langenberg (843 Meter)
  9. Rheinland-Pfalz: Erbeskopf (816 Meter)
  10. Saarland: Dollberg (695 Meter)
  11. Brandenburg: Kutschenberg (201 Meter)
  12. Mecklenburg-Vorpommern: Helpter Berge (179 Meter)
  13. Schleswig-Holstein: Bungsberg (167 Meter)
  14. Berlin: Arkenberge (121 Meter)
  15. Hamburg: Hasselbrack (116 Meter)
  16. Bremen: Friedehorstpark (33 Meter)

Deutschlands höchste Berge in der Vergangenheit

Die Zugspitze war übrigens nicht immer Deutschlands höchster Berg. Bis zum Jahr 1918 hatte der 5895 Meter hohe Kibo im Kilimandscharo-Massiv im heutigen Tansania (damals Deutsch-Ostafrika) den Titel höchster Berg im Deutschen Kaiserreich inne. Zwischen 1938 und 1945 war der 3798 Meter hohe Großglockner – heute Österreichs höchster Berg – der höchste Berg im Großdeutschen Reich. In der DDR (1949 bis 1990) lag der Fichtelberg in Sachsen mit 1215 Metern auf Rang 1.  

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