Datensicherung für Fotografen – Backup für Fotos und Filme

Datensicherung – das müssen Fotografen wissen

So sicherst du Fotos und Filme richtig

Speicherkarten und Festplatten können immer gewaltigere Daten aufnehmen. Für Fotografen ist das Fluch und Segen zugleich. Selbst für lange Fotoreisen reicht – in der Theorie – oft eine einzige Speicherkarte aus. Wer nur im JPG-Format Fotos schießt, bekommt auf eine Speicherkarte mit 256GB leicht 15.000 bis 20.000 Fotos. Selbst wer seine Fotos zusätzlich im RAW-Format speichert – wozu ich dringend rate -, hat Platz für rund 5000 bis 10.000 Bilder – auf einer einzigen Speicherkarte wohlgemerkt. Soviel zur Theorie. Was aber, wenn diese eine Speicherkarte auf der Reise oder beim Hochzeitsshooting den Geist aufgibt, verloren geht oder geklaut wird? Das ist alles schon vorgekommen. Für Hobbyfotografen mag der Verlust – finanziell – verkraftbar sein. Für Profifotografen, die einen Auftrag haben, kann der Verlust des Datenträgers finanziell sehr schmerzhaft werden. Die Wut des Brautpaares, das keine Fotos vom wohl wichtigsten Tag im Leben hat, ist einem jedenfalls sicher. Profifotografen sollten bei Auftragsarbeiten immer dafür sorgen, dass die Bilder bei der Aufnahme auf zwei Datenträgern gesichert werden. Profi-Kameras wie die Canon 5D oder die Nikon D810 haben zwei Kartenslots, um Fotografen bei der Datensicherung schon während der Aufnahme zu unterstützen. Wer nicht die Möglichkeit hat, die Fotos schon während der Aufnahme zweifach zu sichern, sollte von bezahlten Auftragsarbeiten wie Hochzeiten absehen. Bei Situationen und Bildern, die sich jederzeit nachstellen lassen, kann man das Risiko natürlich eingehen.

Datensicherung zuhause

Im nächsten Schritt landen die Fotos zuhause auf der Computer-Festplatte. Wer hier sorglos mit seinen Fotos umgeht, kann auf einen Schlag alle Dateien der vergangenen Jahre verlieren. Festplatten sind nicht für die Ewigkeit gebaut. En technischer Defekt kann immer auftreten. Oberste Pflicht für jeden Fotografen ist daher mindestens eine zweite Festplatte, die die erste Festplatte eins zu eins spiegelt. Fällt eine der Festplatten aus, sin die Daten auf der zweiten Festplatte vorhanden und können problemlos gerettet werden. Eine zweite Festplatte im Computer ist eine Möglichkeit, seine Daten zumindest rudimentär zu sichern. Das geschieht über eine sogenannte RAID 1 (Spieglung). Die Kapazität des Systems ist natürlich höchstens so groß wie die kleinste beteiligte Festplatte.

Risiko Computervirus

Jetzt gibt es aber Defekte und Ereignisse, die diese Datensicherung obsolet machen. Ein Computervirus kann das ganze System zerstören – inklusive beider Festplatten mit den wertvollen Daten. Immer öfter machen auch Computerschädlinge die Runde, die Daten verschlüsseln. Betroffene sollen in der Regel einen Betrag X zahlen, um wieder an die Daten zu kommen. Meist klappt das aber nicht. Dass sind nicht nur die Daten futsch, sondern auch noch das Geld für den vermeintlichen Freischaltschlüssel. Neben Computerviren drohen technische Defekte wie ein Kurzschluss, der ebenfalls beide Festplatten zerstören kann.

Eine andere Möglichkeit der Datensicherung ist eine externe Festplatte, die man natürlich regelmäßig updaten muss. Gibt die Festplatte im Computer den Geist auf, liege die Daten immer noch auf einer externen Festplatte. Aus Erfahrung kann ich aber sagen, dass externe Festplatten überhaupt nicht für die Ewigkeit gebaut sind. Selbst wenn die Festplatten ungenutzt rumliegen, droht Datenverlust. Eine Datensicherung, die auf zwei Festplatten im Computer oder auf externe Festplatten setzt, kann ich nicht empfehlen.

Im Laufe der Jahre haben sich auch bei uns einige externe Festplatten angesammelt. Zur Datensicherung taugen die handlichen Laufwerke aber nicht.

Datensicherung per DAS

Ich persönlich setze auf ein DAS-System (Direct Attached Storage) zur Datensicherung – genauer gesagt auf die Drobo 5Dt. Die Drobo wird per USB-Kabel oder Thunderbolt mit dem Computer (Windows oder Mac) verbunden und am Computer als eigenständiges Laufwerk angezeigt. Alle meine Bilder speichere ich auf dem DAS. Eine Alternative wäre natürlich ein NAS-System (Network Attached Storage, englisch für netzgebundener Speicher) mit Netzwerkanschluss.

Drobo 5Dt

Auf der Drobo 5Dt haben wir alle unsere Fotos gesichert

Die Drobo 5Dt verfügt über fünf Einschubschächte für Festplatten oder SSD-Speicher. Um als Datensicherungssystem zu arbeiten, müssen mindestens zwei Festplatten oder SSD-Speicher eingeschoben werden. Das ist übrigens ganz einfach. Die Speichermedien werden in einen leeren Schacht der Drobo geschoben und können ebenso wieder im Handumdrehen entfernt werden. Schrauben ist nicht nötig. Die Drobo spiegelt die erste Festplatte automatisch auf der zweiten und sorgt auch dafür, dass die Daten nicht ewig ungenutzt rumliegen. Hier droht sonst Datenverlust. Stattdessen schreibt das System die Daten regelmäßig um. Um Datenverlust durch einen Stromausfall zu vermeiden, hat die Dobo einen internen Akku verbaut. Heißt: Auch wenn der Strom ausfallen sollte und die Drobo gerade Daten verschiebt, sind eure Daten sicher. Und sollte der Speicherlatz einmal knapp werden, schiebt man einfach eine dritte, vierte oder fünfte Festplatte in das DAS-System. Natürlich kann man auch alte Festplatten ersetzen und durch größere Festplatten ersetzen. Übrigens: Wem die doppelte Datensicherung nicht genug ist, kann die Daten auf der Drobo 5Dt auch dreifach sichern. Datenverlust durch einen technischen Fehler ist damit so gut wie ausgeschlossen.

Drobo DRDR5A21-T 5DT Turbo 5 Bay Desktop-NAS-Gehäuse
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Drobo 5Dt DRDR5A31-T

So geht ihr wirklich auf Nummer sicher

Wer wirklich auf Nummer sicher gehen will, lagert seine Daten nicht nur an einem Ort. Feuer, Überschwemmung, Einbruch – solche Risiken bestehen immer und da hilft auch kein NAS-System. Um eine 100-prozentige Datensicherung zu betreiben, müssen die Fotos und Filme an einem zweiten Ort gelagert oder gespeichert werden. Wie schon geschrieben eigenen sich externe Festplatten nur bedingt, da hier bei längerer Lagerung Datenverlust droht. Selbstgebrannte CDs halten kaum älter als zehn Jahre. DVDs sagt man bei optimalen Lagerbedingungen immerhin eine Lebensdauer von 30 Jahren voraus, Bluerays sollen es sogar auf 50 Jahre bringen. Genau kann man das aber natürlich noch nicht sagen, da es diese Medien noch nicht solange gibt. Speicherchips gehen schätzungsweise nach spätestens 30 Jahren kaputt.

Datensicherung in der Cloud

Eine Alternative, seine Daten fernab von zuhause zusätzlich zu sichern, ist die Cloud. Wer keine Unmengen an Fotos und Filmen hat, kommt womöglich mit den kostenlosen Angeboten von Google, Amazon und Co zurecht. Dass ihr eure Daten damit natürlich in fremde Hände gebt, ist die Kehrseite der Medaille. Auch wer große Bild- und Filmbibliotheken besitzt, kann nicht auf die kostenlosen Angebote der Cloud-Anbieter setzen. Wer mehrere Terrabyte bei Google speichern will, zahlt Unsummen. Ich nutze seit Jahren den Service von Livedrive*. Livedrive mit Sitz in London ist übrigens seit 2008 am Markt, zählt über eine Million Kunden und gehört zum börsengelisteten US-Cloud-Anbieter J2 Global. Wer seine Daten bei Livedrive spiegelt, zahlt 72 Euro im Jahr (Stand: Juni 2017) pro Computer.

Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr 500 Gigabyte, zwei Terrabyte oder zehn Terrabyte Daten in der Cloud ablegt. Das Speichervolumen ist unbegrenzt und die Server stehen alle in Europa. Will man verloren gegangene Daten wiederherstellen, reicht ein Klick im Kontrollpanel von Livedrive. Kosten für die Wiederherstellung fallen nicht an (darauf sollte man bei der Wahl des Cloud-Anbieters durchaus achten). Technisch habe ich mein System so konfiguriert, dass Livedrive die Daten auf der Drobo automatisch in die Cloud lädt. Dazu ist es wichtig, der Drobo in den Systemeinstellungen einen festen Laufwerksbuchstaben zuzuteilen. Man kann die Drobo übrigens auch nur bei Bedarf einschalten. Das System ist in wenigen Sekunden einsatzbereit und verbindet sich dann automatisch mit Livedrive. Übrigens: Wer Livedrive erst einmal testen will, kann das 14 Tage kostenfrei und ohne Verpflichtungen tun. Hier kommst du direkt zur Anmeldung zum Livedrive-Cloud-Speicher*.

Fazit

Datensicherung – nicht nur für Fotografen – ist in der heutigen Datenflut ein wichtiges Thema und darf auf keinen Fall unterschätzt werden. Wer wirklich an seinen Fotos und Filmen hängt, kommt an einem ordentlichen DAS-System wie der Drobo 5Dt oder einem NAS und einem Cloud-Speicher nicht vorbei. So abgesichert kann aber nichts mehr passieren – die Daten sind perfekt gesichert.

Datensicherung im Kurzüberblick

  • bei der Aufnahme die Fotos in der Kamera auf zwei Speicherkarten sichern
  • die Daten zuhause auf einem DAS wie der Drobo 5Dt sichen
  • zusätzlich einen Cloud-Speicher wie Livedrive* abonnieren

 

 

Deine Meinung ist uns wichtig

Wie sicherst du deine Daten auf dem Computer? Nutzt du auch ein DAS oder NAS oder hast du einen ganz anderen Weg für dich gefunden? Hinterlass doch einen kurzen Kommentar – wir freuen uns sehr darüber 🙂

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