Seceda Rundwanderung ab Col Raiser: 520 Höhenmeter zum Top-Fotospot der Dolomiten

↻ 30. Mai 2026
Alle Infos zur Seceda- Rundwanderung

Der Gipfel der 2.519 Meter hohen Seceda gehört zu den bekanntesten Fotomotiven in den Dolomiten. Dank der Seceda-Bergbahn musst du nicht einmal besonders fit sein, um diesen tollen Fotospot in Szene zu setzen.

Aber das ist doch langweilig, oder? Wir nehmen dich mit auf eine tolle Rundwanderung zum Seceda-Gipfel. Keine Sorge: Auch diese Tour gehört zu den leichten Wanderungen im Grödnertal in den Dolomiten.

Bei uns findest du alle Infos zur Seceda-Rundwanderung inkl. GPS-Track zum Download.

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Zusammenfassung Seceda-Rundwanderung

Schwierigkeit Leichte Bergwanderung

Zeitangabe Gehzeit: 4 bis 5 Stunden

Weglänge Weglänge 11,5 Kilometer

Aufstieg Aufstieg 520 Höhenmeter

Abstieg Abstieg 520 Höhenmeter

Parkplatz Parkplatz an der Col Raiser Bergbahn in St. Christina in Gröden (Google Maps)

Start der Wanderung an der Col Raiser Bergbahn

Die Wanderung startet am kostenpflichtigen Parkplatz der Col Raiser Bergbahn. Von der Talstation bringt dich die Umlaufbahn in wenigen Minuten auf 2.106 Meter Höhe. Damit befinden wir uns nur rund 400 Höhenmeter unterhalb des Seceda-Gipfels.

Der Vorteil: Zum einen ist die Col Raiser Bergbahn deutlich günstiger als die Seceda-Bahn. Zum anderen wanderst du durch eine grandiose Berglandschaft. Dieses Feeling fehlt dir, wenn du mit der Bergbahn direkt zum Seceda-Gipfel hinauffährst.

Blick auf den Langkofel

Schon von der Bergstation Col Raiser hast du einen grandiosen Blick auf den Langkofel, der 3.181 Meter in den ist Himmel ragt. Der erste kulinarische Stopp auf der Genusswanderung über die Col Raiser Alm ist an der Malga Odles Hütte direkt an der Bergstation der Seilbahn möglich. Wir sind aber früh dran und wandern weiter auf breiten Wegen in Richtung Seceda-Gipfel.

Viele Wege führen zum Ziel

Es gibt hier oben viele Wege, die zum Seceda-Gipfel führen. Wir entscheiden uns für den breiten Weg Nummer 4A. Hier gibt es immer wieder spannende Fotomotive mit Blick in Richtung Geislerspitzen. Besonders beeindruckend ist auch der Blick zum Langkofel. Die Wege sind allesamt einfach zu gehen, ziehen mitunter aber recht steil an. Ein wenig Wadenschmalz ist also definitiv nötig.

Über die Fermeda-Hütte zum Seceda-Gipfel

Nach einer halben Stunde erreichen wir die Fermeda-Hütte. Etwa zehn Minuten später biegen wir an einem Wegweiser nach rechts ab in Richtung Baita Daniel Hütte. Du siehst: Auf der Seceda-Rundwanderung muss niemand hungern oder dursten. Der Weg führt nun recht steil nach oben in Richtung der Bergstation der Seceda-Seilbahn, die du bereits aus der Ferne siehst.

Für die rund 300 Höhenmeter zur Seceda-Bergstation musst du etwa 45 bis 60 Minuten einplanen. Von hier ist es dann aber nicht mehr weit zum Seda-Gipfel mit dem Kreuz. Schon vom großen Gipfelplateu genießt du einen traumhaften Blick auf die Geislerspitzen. Zu den Betriebszeiten der Bergbahn ist immer einiges los. Aber keine Sorge, der spektakuläre Blick auf die Geislerspitzen ist frei – da rennt dir niemand ins Bild.

Eine noch bessere Sicht auf einen der bekanntesten Fotospots der Dolomiten hast du, wenn du hinter dem Gipfelkreuz wieder ein Stück absteigst. Hier ist Trittsicherheit nötig!

Abstieg zur Pieralongia Hütte über die Panascharte

Vom Seceda-Gipfel wandern wir nun auf dem offiziellen breiten Wanderweg in Richtung Osten, also in Richtung der Geislerspitzen. An der Panascharte – hier gibt es noch ein tolles Fotomotiv – halten wir uns rechs und steigen relativ steil ab.

Unser nächstes Ziel ist die Pieralongia Hütte. Wir wandern auf schmalen, aber einfachen Bergpfaden. Nach einer knappen Stunde – gemessen ab dem Seceda-Gipfel – erreichen wir die urigen Almhütten. Hier wird noch alles selbstgemacht. Einen besseren Ort für eine Rast mit einer leckeren Brotzeit könnte es nicht geben.

Etwas Kletterei auf den Pieralongia

Direkt vor uns liegen einige imposante Felsen. Mit etwas Wagemut und Trittsicherheit lässt sich sogar der 2.297 Meter hohe „Gipfel“ des Pieralongia erklimmen. Der Pfad hinauf ist aber nur sehr sporadisch zu erkennen und ein falscher Schritt ist hier tödlich! Rauf geht es relativ einfach – der Abstieg erfordert aber Konzentration. Von der Spitze des Felsens zum Boden sind es sicher 50 Höhenmeter oder mehr. Einen Sturz kann man kaum überleben.

Auf zur Regensburger Hütte

Nach diesem kleinen Abstecher wandern wir weiter in Richtung Talschluss. An einer Gabelung nehmen wir den Abzweig zur Regensburger Hütte auf 2.040 Metern. Du könntest die Runde sogar noch ausweiten, aber am Himmel machen sich bedrohliche Wolken breit. Über einfache Wege steigen wir sanft zur Regensburger Hütte ab. Von der Terrasse der Hütte hast du ebenfalls eine grandiose Rundumsicht.

Der Rückweg zur Bergstation Col Raiser

Zur Bergstation Col Raiser ist es nun noch etwa eine Stunde. Es gibt mehrere Wege. Wir entscheiden uns für den Weg mit der Nummer 1, der noch einmal ordentlich anzieht. Dafür haben wir einen tollen Ausblick. Den kurzen Abstecher zur UNESCO Welterbeterrasse sparen wir uns – diesen Blick haben wir immerhin seit Stunden genossen. Wenn du aber nur einen kurzen Ausflug in die Berge machen willst ohne große Mühen, nimmst du von der Bergstation Col Raiser den direkten Weg zur Welterbeterrasse.

Das musst du über die Seceda-Rundwanderung wissen

Trotz der Col Raiser Bergbahn sind auf der hier beschrieben Rundwanderung gut elf Kilometer und 520 Höhenmeter zu überwinden. Für eine Bergtour ist das aber nicht besonders viel. Wenn du allerdings nie in den Bergen unterwegs bist, dürftest du auf der Tour schon ordentlich ins Schwitzen kommen.

Der Lohn der Mühe sind traumhafte Ausblicke und atemberaubende Fotomotive. Mach unbedingt Rast in der Pieralongia Hütte und genieße die Atmosphäre. Die hier vorgestellten Wege sind allesamt leicht zu gehen. Es gibt keine Hindernisse oder absturzgefährdete stellen. Wie gesagt, lediglich etwas Kondition solltest du für diese tolle Tour haben. Und natürlich gehört ein Wettercheck (achte auf gemeldete Gewitter) in den Dolomiten zum Standard.

Interaktive Karte zur Wanderung + GPS-Track

Hier findest du die Karte zur Seceda-Rundwanderung. Hier kannst du außerdem den GPS-Track zur Seceda-Wanderung downloaden.

Wanderführer für die Dolomiten

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Autor:in
Florian Westermann ist Reisejournalist, Buchautor (u. a. Dumont) und preisgekrönter Profi-Fotograf.

2010 gründete er den Foto- und Reiseblog Phototravellers.de, auf dem er seine Expertise in über 400 Artikeln zu den Themen Reisen, Wandern, Outdoor und Fotografie teilt.

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