Deutschlands schönste Reiseziele: 20 Regionen, die dich verzaubern werden

↻ 19. Juni 2026
Der Königssee im Berchtesgadener Land gehört zu den schönsten Urlaubsregionen in Deutschland

Du willst raus und die Welt entdecken? Das größte Abenteuer wartet manchmal direkt vor der Haustür. Deutschland gehört zu den schönsten Reiseländern Europas.

Vergiss Jetlag und überfüllte Terminals. Wir nehmen dich mit auf eine Reise zu den schönsten Urlaubsregionen in Deutschland – von den rauen, nebelverhangenen Gipfeln der Alpen im Süden bis zu den endlosen, windgepeitschten Sandstränden der Nordsee und Ostsee.

In diesem Guide zeigen wir dir unsere Highlights für 2026. Dieser Artikel ist unsere persönliche Liebeserklärung an die Vielfalt unserer Heimat. Wir verraten dir nicht nur die bekannten Postkartenmotive, sondern auch echte Naturwunder abseits der ausgetretenen Pfade. Egal, ob du Inspirationen für deinen nächsten Sommerurlaub suchst, einen Kurztrip übers Wochenende planst oder als Naturfotograf unvergessliche Motive finden willst – hier wirst du fündig.

Alle Tipps basieren auf unseren Rad- und Roadtrips quer durch alle 16 Bundesländer und sind ergänzt mit exklusiven Insights aus unserem DUMONT-Reiseführer „Foto-Eskapaden in Deutschland“.

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Deutschlands schönste Reiseziele: Regionen, Reisezeit & Reisetipps

Deutschland ist ein Reiseland, das dich mit seiner schieren Vielfalt überwältigt. Unsere Reise-Highlights sind:

Norddeutschland: Ostseeinseln & Ostseebäder · Nordseeinseln · Mecklenburgische Seenplatte · Lüneburger Heide

Ostdeutschland & Mitte: Harz · Spreewald · Sächsische Schweiz · Thüringer Wald

Westdeutschland & Südwesten: Eifel & Vulkaneifel · Moseltal · Rhein-Region · Pfälzerwald

Süddeutschland: Berchtesgadener Land · Zugspitz-Region · Allgäu · Chiemgau · Bayerischer Wald · Fränkische Schweiz · Schwarzwald · Bodensee-Region

Tipp: Nutze das Deutschlandticket für unbegrenzte Fahrten im Nah- und Regionalverkehr. Für ländliche Regionen wie das Berchtesgadener Land, den Schwarzwald oder den Thüringer Wald empfiehlt sich das eigene Auto oder ein Mietwagen. So bist du maximal flexibel und erreichst auch die schönsten Fotospots abseits der Touristenpfade.

1. Berchtesgadener Land – Die schönste Region Deutschlands?

Für uns steht fest: Das Berchtesgadener Land im Südosten Bayerns ist die schönste Region Deutschlands. Zumindest ein verdammt heißer Anwärter auf den Thron. Warum? Hier treffen tiefblaue Gebirgsseen auf senkrecht aufragende Felswände und uralte Nationalpark-Wälder grenzen an mächtige Gipfel (die Gletscher sind leider Vergangenheit). Touristen aus aller Welt pilgern genau deshalb hierher.

Das unangefochtene Herzstück bleibt der Königssee am Fuße des 2.713 Meter hohen Watzmanns. Mit dem Boot erreichst du die malerische Wallfahrtskirche St. Bartholomä in rund 35 Minuten (trittsichere Wanderer ohne Höhenangst nehmen für den Rückweg den Rinnkendlsteig). Nach rund einer Stunde kommt die Anlagestelle Salet. Von hier läufst du in wenigen Minuten zum Obersee, einem der schönsten Fotomotive im Berchtesgadener Land. Ebenfalls ein Muss: der märchenhafte Hintersee, der bei Gegenlicht und Morgennebel wie gemalt wirkt.

Wandere von Schönau unbedingt hinauf zum Malerwinkel (zu erreichen ganz ohne Boot). Von dort gelingt dir das perfekte Postkartenmotiv – Königssee und St. Bartholomä vor der mächtigen Watzmann-Ostwand. Du suchst Nervenkitzel? Dann erkunde die tosende Almbachklamm oder das Klausbachtal mit der Klausbachtaler Hängebrücke im Nationalpark Berchtesgaden. Hier tauchst du in eine der letzten echten Wildnisregionen Deutschlands ein, die du in keinem anderen deutschen Nationalpark so finden wirst.

Familien kommen übrigens genauso auf ihre Kosten: Die leichten Wanderungen im Berchtesgadener Land sind ideal für Kinder, und der Königssee-Ausflug per Schiff begeistert Jung und Alt gleichermaßen.

Beste Reisezeit: Meide die Hauptsaison im Hochsommer, um den Menschenmassen zu entgehen. Der Mai (aber Achtung, oben in den Bergen liegt dann noch Schnee!) und der goldene Oktober sind die besten Reisezeiten. Wanderstiefel nicht vergessen.

Als idealen Ausgangspunkt empfehlen wir das traditionelle Alpenhotel Beslhof (Preise checken*) – gemütlich, authentisch und strategisch perfekt gelegen für die Wanderung, die wir auch in unserem DUMONT-Reiseführer „Foto-Eskapaden in Deutschland“ (bei Amazon bestellen*) ausführlich beschreiben.

Sehenswürdigkeiten im Berchtesgadener Land & Bergtouren im Berchtesgadener Land

2. Der Harz – Mystische Wälder und wilde Natur im Herzen Deutschlands

Wenn du dich fragst, wo es in Deutschland am schönsten ist, führt kein Weg am Harz vorbei. Gelegen im geschichtsträchtigen Grenzgebiet von Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Thüringen, zieht dieses sagenumwobene Mittelgebirge jeden Naturbegeisterten sofort in seinen Bann. Endlose Nadelwälder wechseln sich ab mit tiefen Tälern, Mooren und mächtigen Felsformationen – und der Nationalpark Harz schützt das Herzstück dieser einzigartigen Wildnis.

Ein kulturelles Highlight ist die historische Altstadt von Quedlinburg: Mit ihren kopfsteingepflasterten Gassen und weit über 2.000 bunten Fachwerkhäusern zählt sie zu den größten Flächendenkmälern Deutschlands. Man fühlt sich sofort in ein anderes Jahrhundert zurückversetzt.

Du willst mehr Wildnis? Erkunde die bizarre Teufelsmauer bei Thale oder den mystischen Hexentanzplatz – für Landschaftsfotografen ein Eldorado. Das eigentliche Highlight bleibt aber der Brocken: Mit knapp 1.141 Metern ist er der höchste Berg im Harz und in ganz Norddeutschland. Den Gipfel erreichst du seit 1899 mit der historischen Brockenbahn. Im Winter, wenn der Gipfel im Schnee versinkt und Nebelschwaden durch die kahlen Bäume ziehen, ist das eine Reise, die du so schnell nicht vergisst.

Unweit des Brockens wartet die Rappbodetalsperre mit gleich drei Superlativen: Deutschlands zweitlängste Seilhängebrücke (die 485 Meter lange Titan RT), die höchste Staumauer des Landes und Europas längste Doppelseilrutsche – alles an einem einzigen Ort. Perfekt für einen Familienausflug oder Adrenalinjunkies.

Übrigens: Die Harzer Wandernadel ist ein einzigartiges Stempelsystem mit 222 Stationen quer durch die Region. Wanderkönig oder Wanderkaiser werden – das motiviert Groß und Klein gleichermaßen und macht den Harz zu einem der beliebtesten Familienreiseziele in Norddeutschland.

Im Süden des Harzes erwartet dich noch eine weitere Besonderheit: Das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz erstreckt sich über rund 300 Quadratkilometer mit einer beeindruckenden Gipskarstlandschaft, Buchenwäldern und Streuobstwiesen – eine der unbekanntesten Naturschönheiten Deutschlands.

Als Ausgangspunkt für deine Erkennungstouren durch den Harz empfehlen wir das Romantik Hotel am Brühl (Preise checken*) in Quedlinburg, mitten im UNESCO-Welterbe und strategisch perfekt für alle Highlights.

Sehenswürdigkeiten im Harz

3. Bodensee-Region – Südliches Flair und Seeblick zwischen drei Ländern

Eine der beliebtesten Urlaubsregionen im Süden Deutschlands ist der Bodensee, flächenmäßig der drittgrößte See Mitteleuropas. Was ihn so besonders macht? Der Bodensee liegt gleichzeitig in Deutschland, Österreich und der Schweiz. So weit im Süden des Landes hat der See einen fast mediterranen Charakter.

Zwei Highlights im Bodensee sind die Insel Reichenau – UNESCO-Welterbe mit romanischen Kirchen und üppigen Gemüsegärten – und die bezaubernde Blumeninsel Mainau, auf der im Frühjahr über eine Million Tulpen, Narzissen und Hyazinthen, im Sommer zehntausende Rosen und im Herbst dann die Dahlien blühen. Lohnenswert ist auch ein Besuch im Pfahlbaumuseum Unteruhldingen: Das Museum zeigt originalgetreu rekonstruierte Pfahlbausiedlungen aus der Steinzeit und Bronze­zeit direkt auf dem See – ebenfalls UNESCO-Welterbe und ein Erlebnis, das Kinder wie Erwachsene gleichermaßen fesselt.

Sehenswerte Städte auf der deutschen Seite des Bodensees sind Lindau mit seiner pittoresken Hafenpromenade, das mittelalterliche Meersburg mit Deutschlands ältester bewohnter Burg, und natürlich Konstanz, die größte Stadt direkt am Seeufer. Durch die hübschen Altstädte zu schlendern, in einem Café am Wasser zu sitzen und den Blick auf die Alpen zu genießen – das ist Italien-Feeling, ohne Deutschland zu verlassen.

Du bist gerne aktiv im Urlaub? Der legendäre Bodensee-Radweg führt auf rund 265 Kilometern einmal rund um den gesamten Bodensee, durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Der Radweg zählt zu den schönsten Radtouren Europas, Etappe für Etappe.

Beste Reisezeit: Im Frühling blüht die gesamte Region in sattem Weiß und Rosa (Obstblüte), im Sommer entspannst du dich in den Strandbädern, im Herbst findet die Weinlese statt und zum Jahresende hin kannst du die Weihnachtsmärkte direkt am Seeufer besuchen. Der Bodensee ist also zu jeder Jahreszeit eine Reise wert.

Rund um den Bodensee findest du unzählige schöne Unterkünfte. Sehr zu empfehlen ist etwa das HARBR Hotel Konstanz (Preise checken*).

Sehenswürdigkeiten am Bodensee & die schönsten Seen in Baden-Württemberg

4. Spreewald – Kahnfahrten, Gurken und das Venedig Brandenburgs

Der Spreewald, südlich von Berlin in Brandenburg, hat uns bei unserem ersten Besuch schlichtweg umgehauen. Auf dich wartet eine in Mitteleuropa einmalige Landschaft: ein 1.575 Kilometer langes Netz aus natürlichen und künstlichen Wasserläufen, Feuchtwiesen, kleinen Äckern und naturnahen Niederungswäldern. Die UNESCO hat den Spreewald schon 1990 zum Biosphärenreservat ernannt.

Das Herzstück der Region ist Lübbenau, die Kahnfahrtstadt, von der aus du direkt ins Wasserlabyrint eintauchen kannst. Lass dich per Stechkahn durch enge, schattige Kanäle fahren. Alternativ mietest du dir ein Kanu oder Kajak und paddelst auf eigene Faust durch die Wasseradern des Spreewalds. Noch idyllischer geht es im kleinen Dorf Lehde zu. Das Wasserdorf wird oft als das „Venedig Brandenburgs“ bezeichnet und spült mit seiner Stille jeden Großstadtstress sofort weg. Von Lübbenau aus kannst du übrigens gemütlich nach Lehde wandern.

Ein kulturelles Highlight, das den Spreewald von allen anderen Regionen Deutschlands unterscheidet: Hier lebt das slawische Minderheitenvolk der Sorben und Wenden mit eigener Sprache, Tracht und Tradition. Zweisprachige Ortsschilder und bunte Volksfeste erinnern daran, dass dieser Teil Brandenburgs eine ganz eigene kulturelle Seele hat.

Und dann sind da noch die Spreewaldgurken, mit EU-geschützter geografischer Herkunftsbezeichnung das kulinarische Aushängeschild der Region. Kauf sie unbedingt frisch direkt in einem der Hofläden. Bessere bekommst du nirgendwo.

Beste Reisezeit: Im Frühling blühen die Wiesen entlang der Kanäle, im Herbst färbt sich der Wald in satten Rottönen – beide Jahreszeiten sind für Fotografen und Naturliebhaber gleichermaßen traumhaft. Im Sommer ist der Spreewald beliebter Kurztrip-Tipp für Berliner, also lieber unter der Woche anreisen.

Als Ausgangspunkt für deine Spreewald-Erkundung empfehlen wir das Marstall Lübbenau (Preise checken*), untergebracht in einem Nebengebäude des Schloss‘ Lübbenau.

5. Sächsische Schweiz – Felsenwelt, Basteibrücke und magische Sonnenaufgänge

Stell dir vor, du stehst bei Sonnenaufgang auf einem Felsen, der schon seit Jahrtausenden hier in den Himmel ragt. Goldenes Licht kriecht über bizarre Felstürme, Nebelschwaden hängen in den Schluchten. Da fragst du dich unweigerlich, ob du wirklich noch in Deutschland bist.

Für uns gehört der Nationalpark Sächsische Schweiz zu den außergewöhnlichsten Orten in Deutschland. Für Landschaftsfotografen ist die Sächsische Schweiz ein Paradies. Die Region hat einst Caspar David Friedrich und andere Romantiker zu ihren berühmtesten Gemälden inspiriert.

Das Wahrzeichen ist die Basteibrücke, ein Brückenbauwerk aus Sandstein aus dem Jahr 1851, das in schwindelerregender Höhe über dem Elbtal thront und einen atemberaubenden Panoramablick freigibt. Komm früh am Morgen, wenn der Morgennebel noch in den Tälern liegt und die ersten Sonnenstrahlen die Felsen in ein rötliches Orange tauchen. Dann hast du den Spot noch fast für dich allein. Weitere beeindruckende Felsformationen des Elbsandsteingebirges sind etwa der Lilienstein, Gohrisch, Papststein und der mächtige Königstein.

Apropos Königstein: Die Festung Königstein, hoch oben auf dem gleichnamigen Tafelberg, ist eine der am besten erhaltenen Festungsanlagen Europas. Die Geschichte reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Der Besuch der Festung lässt sich wunderbar mit einer Wanderung durch die umliegenden Felsgebiete kombinieren. Im Winter findet hier außerdem einer der schönsten Weihnachtsmärkte in Sachsen statt.

Wanderbegeisterte kommen auf dem Malerweg auf ihre Kosten. Der Malerweg gilt als einer der schönsten Fernwanderwege Deutschlands. Auf 112 Kilometern führt er durch das Herz der Sächsischen Schweiz. Kletterern bietet die Region übrigens mehr als 1.100 Gipfel. Damit ist die Sächsische Schweiz auch eines der bedeutendsten Klettergebiete Europas.

Beste Reisezeit: Der Frühling und der Herbst sind unschlagbar. Die Laubfärbung im Oktober verwandelt die gesamte Felslandschaft in ein Meer aus Rot und Gold. Im Winter liegt mitunter Schnee auf den Felstürmen – absolut magisch für Fotografen.

Übrigens ist Dresden nur rund eine Stunde entfernt. Wer möchte, kann von dort eine klassische Elbe-Dampferfahrt in Richtung Sächsische Schweiz unternehmen – eines der romantischsten Reiseerlebnisse in ganz Ostdeutschland.

Für deine Unterkunft empfehlen wir Hotels direkt in Bad Schandau oder Pirna, ideal gelegen zwischen den wichtigsten Wanderzielen. Ein Tipp ist das Hotel zur Mühle (Preis checken*) in Bad Schandau. Hier übernachtest du in historischen Mauern. Zum Frühstück wird frisches Brot aus der Schmilk’schen Mühle serviert.

Sehenswürdigkeiten in der Sächsischen Schweiz


Buch-Cover Dumont Reiseführer "Foto-Eskapaden in Deutschland"

Unser erstes Buch: Foto-Eskapaden in Deutschland

Nach 16 Jahren Reiseblog ist es soweit: Im Juni 2026 kam unser Buch „Foto-Eskapaden in Deutschland“ (DUMONT) in den Handel. 30 fotografische Abenteuer quer durch die Republik, mit GPS-Tracks, Karten und 10 spannenden Foto-Challenges. Kurz gesagt: der perfekte Begleiter für alle, die Deutschland mit offenen Augen und Kamera neu entdecken wollen.


6. Fränkische Schweiz – Höhlen, Burgen und die höchste Brauereidichte der Welt

Wer die Fränkische Schweiz nicht kennt, hat eine der schönsten Regionen Bayerns verpasst. Gelegen im Dreieck zwischen Bamberg, Bayreuth und Nürnberg, überrascht die Mittelgebirgslandschaft mit einer extrem hohen Dichte an Highlights. Bizarre Felsformationen, tiefe Höhlen, verwunschene Burgruinen und urige Fachwerkdörfer, alles auf engstem Raum vereint.

Das malerischste Dorf der Region ist Tüchersfeld: Fachwerkhäuser schmiegen sich hier an mächtige Felsblöcke. Der Anblick ist unwirklich schön und bei Fotografen ein absoluter Lieblingsspot. Ebenfalls einen Abstecher wert sind Pottenstein mit der Burg hoch über dem Ort und das beschauliche Gößweinstein mit seiner barocken Wallfahrtskirche.

Unter der Erde ist es nicht minder spektakulär: Die Teufelshöhle bei Pottenstein, die Binghöhle und die Sophienhöhle ganz in der Nähe der Burg Rabenstein, eine der schönsten Burganlagen der Region, machen die Fränkische Schweiz zu einem echten Höhlen-Eldorado. Nicht nur für Familien mit Kindern sind diese Unterwelten ein Erlebnis.

Kletterer aus ganz Europa zieht es in die Fränkische Schweiz: Mit rund 1.000 Kletterfelsen und über 10.000 Kletterrouten aller Schwierigkeitsgrade ist sie eines der bedeutendsten Klettergebiete Europas. Wanderer folgen dem malerischen Ailsbachtal oder dem Wiesenttal, beides klassische Traumrouten durch das fränkische Karstgebirge.

Und jetzt das absolute Alleinstellungsmerkmal der Region: Die Fränkische Schweiz hat mit über 70 Brauereien auf einer Fläche von über 2.300 Quadratkilometern die höchste Brauereidichte der Welt. Nach einer anstrengenden Wanderung kehrst du am Abend in einer urigen Gasthausbrauerei ein, trinkst ein kühles Kellerbier und genießt die umliegenden Felsen und Wälder.

Beste Reisezeit: Frühling (Kirsch- und Apfelblüte verwandeln die Region in ein Blütenmeer) und Herbst (goldene Wälder, Biergartenzeit) sind unschlagbar. Im Sommer empfehlen sich frühe Starts, um der sommerlichen Hitze zu entgehen. Im Winter ist die Region besonders nach Neuschnee sehenswert.

Im Hotel Schwan (Preise checken*) genießt du einen tollen Blick auf die Burg Pottenstein und das Schwimmbad nebenan ist kostenlos für Gäste. Zu empfehlen ist auch der selbstgemachte Kuchen.

Sehenswürdigkeiten in der Fränkischen Schweiz

7. Ostseeinseln & Ostseebäder – Kreidefelsen, weißer Sand und Bäderarchitektur

Wusstest du, dass du für einen traumhaften Strandurlaub gar nicht in den Süden fahren musst? Die deutsche Ostseeküste in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ist schöner, als viele ahnen. Und das sagen wir nach unzähligen Reisen auch an weit entfernte Küsten.

Die größte und bekannteste deutsche Ostseeinsel ist Rügen mit den sagenhaften Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund mit den alten Buchenwäldern, die als UNESCO-Welterbe geschützt sind. Die weißen Steilküsten, die über dem türkisfarbenen Meer aufragen, zählen zu den dramatischsten Naturkulissen Deutschlands. Caspar David Friedrich verewigte sie einst auf seinen berühmten Gemälden. Daneben hat Rügen auch echtes Open-Air-Theater zu bieten: Hier finden alljährlich die berühmten Störtebeker Festspiele statt. Mehr Informationen zu diesem Event findest du bei unserer Kollegin Cornelia auf ihrem Reiseblog SilverTravellers.

Neben Rügen lohnt sich etwa ein Besuch auf Usedom mit dem mondänen Seebad Heringsdorf und auf der autofreien Insel Hiddensee, einem der letzten echten Ruhepole Deutschlands, auf dem weder Autos noch der Alltagsstress ankommen.

Entlang der gesamten Küste erwarten dich die klassischen Ostseebäder mit ihrer charakteristischen weißen Bäderarchitektur aus dem 19. Jahrhundert: Das Ostseebad Binz auf Rügen, das Ostseebad Sellin mit seiner legendären Seebrücke und das Ostseebad Zinnowitz auf Usedom sind die bekanntesten Vertreter. Insgesamt 65 Orte in Mecklenburg-Vorpommern tragen den offiziellen Titel Kurort, Seebad oder Erholungsort – alle mit exzellenter Luft- und Wasserqualität sowie autofreien Strandpromenaden.

In Schleswig-Holstein wartet Fehmarn, nach Rügen und Usedom die drittgrößte Insel Deutschlands. Fehmarn vereint Dünenlandschaft mit Steilküsten. Natürlich kommst du auch an Lübeck nicht vorbei. Die Altstadt der einstigen „Königin der Hanse“ zählt seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Nur rund 20 Kilometer entfernt von Lübeck wartet mit der Gemeinde Timmendorfer Strand eines der elegantesten Seebäder Deutschlands: feiner Sandstrand, eine moderne Seebrücke, eine belebte Strandpromenade mit gehobener Gastronomie und eine entspannte Atmosphäre machen den Ort zum perfekten Kurztrip-Ziel an der Ostsee. Timmendorf wird auch als die „Côte d’Azur des Nordens“ oder „Nizza des Nordens“ bezeichnet.

Beste Reisezeit: Juni bis August für den klassischen Strandurlaub, Mai und September für ruhigere Atmosphäre und angenehmere Preise. Im Winter verwandeln sich die Ostseebäder in melancholisch-romantische Kulissen – perfekt für alle, die Erholung ohne Menschenmassen wollen. Dann sei dir aber ein Spa-Hotel mit Pool und Sauna ans Herz gelegt.

An der endlos langen deutschen Ostseeküste und auf den Inseln natürlich gibt’s unzählige Pensionen, Ferienwohnungen und Hotels. Wenn du ein ganz besonderes Erlebnis suchst (und Geld keine Rolle spielt), schau dir das Weissenhaus Private Nature Luxury Resort (Preis checken*) zwischen Timmendorf und Kiel an.

8. Nordseeinseln – Wattenmeer, Sylt und wilde Naturkulissen im Norden

Die deutschen Nordseeinseln – aufgeteilt in die Nordfriesischen Inseln in Schleswig-Holstein und die Ostfriesischen Inseln in Niedersachsen – gehören natürlich auch zu den schönsten Urlaubszielen des Landes. Hier pfeift der Wind, das Meer riecht nach Salz und Freiheit, und die Landschaft hat eine raue Schönheit, die man sonst vergebens sucht.

Das bekannteste Naturwunder der Region ist das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer, das größte zusammenhängende Wattgebiet der Welt. Bei Ebbe kommt schier endloser Meeresboden zum Vorschein, der von Krabben, Wattwürmern und unzähligen Vogelarten bevölkert wird. Wenn du hier Urlaub machst, ist eine Wattwanderung, am besten mit einem erfahrenen Wattführer, ein Muss.

Unter allen Nordseeinseln ist Sylt das bekannteste Reiseziel. Dich erwarten Champagner im Strandkorb, das weltberühmte Rote Kliff und endlose Dünenlandschaften am Lister Ellenbogen im äußersten Norden der Insel. Sylt ist gleichzeitig Jetset-Destination und wildes Naturparadies. Wer es ruhiger mag, findet auf Föhr (der „grünen Insel“) oder auf Amrum mit seinen spektakulären Dünen Erholung.

Auch die Ostfriesischen Inseln wie Norderney, Borkum oder Langeoog verzaubern mit süßen Örtchen, langen Stränden und einer entspannten Atmosphäre.

Ein besonderes Erlebnis sind die Halligen. Das sind winzige Schwemmlandinseln ohne schützenden Deich, die bei schweren Sturmfluten bis auf die Warften (erhöhte Siedlungshügel) überflutet werden. Wer die Nordsee in ihrer wildesten, ursprünglichsten Form erleben will, besucht eine der zehn deutschen Halligen.

Ein Highlight für Tagesausflügler ist die Hochseeinsel Helgoland, per Fähre oder Flugzeug zu erreichen und bekannt für ihre roten Sandsteinfelsen, die steile Küste und den mehrwertsteuer- und zollfreien Einkauf. Die meisten Besucher kommen nur für einen Tag, es lohnen sich aber auch zwei oder drei Tage.

Beste Reisezeit: Mai bis September für Strandurlaub und Wattwanderungen. Im Herbst und Winter zeigt die Nordsee ihr raues Gesicht. Das ist für Sturmurlauber und Naturfotografen die aufregendste Zeit.

Für deine Unterkunft auf den Inseln empfehlen wir eine frühzeitige Buchung. Besonders Sylt und Norderney sind in der Hochsaison schnell ausgebucht. Auf Sylt können wir etwa das Strandhotel Sylt Wenningstedt (Preis checken*) empfehlen. Auf Norderney ist das Hotel Jann von Norderney (Preis checken*) ein guter Tipp.

9. Allgäu – Neuschwanstein, Oberstdorf und Käse mit Alpenblick

Das Allgäu ist eine der vielseitigsten Urlaubsregionen Deutschlands. Hier bekommst du bayerische Bergwelt, imposante Königsschlösser, urige Almhütten und internationale Skigebiete auf einmal. Wir sind immer wieder aufs Neue begeistert, wenn wir in diese Region kommen.

Das absolute Aushängeschild ist Schloss Neuschwanstein bei Füssen. Das märchenhafte Traumschloss von König Ludwig II. zieht jährlich über 1,4 Millionen Besucher an und hat einst Walt Disney inspiriert. Der Blick von der Marienbrücke über die Schlucht auf das weiß leuchtende Schloss ist das bekannteste Fotomotiv. Kombiniere den Besuch unbedingt mit einem Abstecher zum nahe gelegenen Schloss Hohenschwangau, in dem Ludwig II. aufwuchs. Auch die Stadt Füssen, als romantische Seele Bayerns bekannt, mit ihrer Altstadt lohnt einen Abstecher.

Wanderbegeisterte zieht es nach Oberstdorf, das Wanderparadies im Allgäu schlechthin. Die bekanntesten Gipfel sind das Nebelhorn (2.224 m) und das Fellhorn (2.038 m). Im Winter verwandelt sich das Allgäu in eine der beliebtesten Skiregionen Deutschlands. Oberstdorf, Sonthofen und das nahe gelegene Kleinwalsertal in Österreich locken dann Skifahrer aus ganz Europa an.

Aber auch abseits der Berge hat das Allgäu einiges zu bieten: Die Breitachklamm bei Oberstdorf ist die tiefste Felsenschlucht Mitteleuropas, die Buchenegger Wasserfälle sind ein aufregendes Wanderziel für die ganze Familie und der Große Alpsee bei Immenstadt lädt im Sommer zum Baden ein. Dazu warten Städte wie Kempten – eine der ältesten Städte Deutschlands – und Memmingen mit ihren historischen Ortskernen.

Für alle Foodies ist der Allgäuer Käse ein Muss. Die Region ist eine der bedeutendsten Käse- und Milchwirtschaftsregionen Europas. Ein Emmentaler oder Bergkäse direkt vom Hof oder auf einer Berghütte ist Urlaub für die Seele.

Beste Reisezeit: Im Frühling blühen die Almwiesen in sattem Grün, im Sommer laden Seen und Berge zu Wanderungen ein, im Herbst liegt goldenes Licht über den Allgäuer Bergen und im Winter lockt Pulverschnee auf den Pisten. Das Allgäu ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert.

Als Ausgangspunkt für deine Erkundungen empfehlen wir Hotels direkt in Füssen oder Oberstdorf, perfekt gelegen für alle Highlights. In Füssen ist das Hotel Christine (Preis checken*) zu empfehlen. In Oberstdorf ist das Alpenhof Oberstdorf Hotel & Spa (Preis checken*) ein Tipp.

Sehenswürdigkeiten im Allgäu

10. Bayerischer Wald – Urwälder, Glaskunst und Bären im ältesten Nationalpark Deutschlands

Der Bayerische Wald ist ein Reiseziel, das viele unterschätzen. Der Nationalpark Bayerischer Wald ist nicht nur der älteste Nationalpark Deutschlands (gegründet 1970), sondern auch die Heimat eines der letzten echten Urwälder Mitteleuropas. Abgestorbene Bäume bleiben hier einfach stehen, Moose wuchern, und die Natur macht, was sie will.

Der höchste Gipfel der Region ist der Große Arber (1.456 m), ein Muss zu jeder Jahreszeit. Im Winter kannst du hier Skifahren und die sogenannten Arbermandl sehen, also bizarr verschneite Bergfichten und Latschen. Im Sommer bieten sich herrliche Wanderungen an. Am Fuße des Berges liegt der Große Arbersee mit dem beliebten Arberseehaus. Wenn du tiefer in den Nationalpark eintauchen willst, wanderst du hinauf zum Lusen oder zum Großen Rachel.

Familien kommen im Tier-Freigelände im Nationalparkzentrum Lusen auf ihre Kosten: Im weitläufigen Tierfreigelände leben Luchse, Wölfe und Braunbären in naturnahen Gehegen. Ein Highlight ist auch der Baumwipfelpfad Bayerischer Wald, der in schwindelerregender Höhe durch die Baumkronen führt und in einer hölzernen Ei-Konstruktion gipfelt.

Kulturell sind der Bayerische Wald und die Umgebung ebenfalls ein Schatz: Die Glasstraße verbindet auf 250 Kilometern die bedeutendsten Zentren der jahrhundertealten Glasmacherkunst, von Waldsassen im Norden im Oberpfälzer Wald bis nach Passau im Süden. Das Glasmuseum Frauenau und das Historische Besucherbergwerk Silberberg in Bodenmais sind ein Tipp für alle, die mehr als nur Natur suchen.

Unser Ausflugstipp: Am südlichen Ende der Glasstraße bietet sich Passau als Tagesziel an. Die Drei-Flüsse-Stadt, wo Inn, Ilz und Donau aufeinandertreffen, gehört zu den schönsten Städten in Bayern. Die barocke Altstadt auf der schmalen Landzunge ist ein architektonisches Erlebnis.

Beste Reisezeit: Frühling und Sommer für Wanderungen und Entspannung, der Herbst für die goldene Laubfärbung im Urwald – ein Fotomotiv der Extraklasse – und der Winter für Skispaß am Großen Arber oder Schneeschuhwandern im Nationalpark.

Als ideale Ausgangspunkte empfehlen sich Unterkünfte in Bodenmais, Zwiesel oder Grafenau. In Röhrnbach, im Süden des Bayerischen Waldes, erwartet dich im Wellness- & Sporthotel Jagdhof (Preis checken*) ein unvergesslicher Aufenthalt.

Sehenswürdigkeiten im Bayerischen Wald

11. Schwarzwald – Deutschlands größtes Mittelgebirge mit Wasserfällen, Seen und Baden-Baden

Der Schwarzwald ist nicht nur eine der schönsten Urlaubsregionen Deutschlands, sondern auch eine der meistbesuchten. Du darfst dich auf eine Kombination aus wilder Natur, süßen Kleinstädten, mondänen Kurorten und einer Küche, die etwa mit der Schwarzwälder Kirschtorte weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist.

Das Herzstück ist der Nationalpark Schwarzwald, der erste Nationalpark in Baden-Württemberg und ein echtes Wildnisparadies. Karseen schimmern im dichten Fichtenwald, im Herbst hallen die tiefen Brunftrufe des Rotwildes durch die Täler und wenn du viel Glück hast, begegnest du sogar einem der scheuen Luchse, die hier wieder heimisch sind.

Eines der spektakulärsten Naturwunder der Region sind die Triberger Wasserfälle. Mit 163 Metern Fallhöhe über mehrere Stufen gehören sie zu den höchsten Wasserfällen Deutschlands außerhalb der Alpen. Ebenfalls ein Tipp: der Titisee, der bekannteste natürliche See im Schwarzwald, umrahmt von dunklen Tannenwäldern und mit einer einladenden Uferpromenade.

Der Schluchsee wiederum ist als größter See des Schwarzwaldes im Sommer ideal zum Schwimmen und Paddeln. Der mystische Mummelsee hoch oben an der Schwarzwald-Hochstraße und die malerischen Allerheiligen-Wasserfälle mit den Ruinen des gleichnamigen Klosters sind weitere Highlights, die du nicht verpassen solltest.

Kulturell glänzt der Schwarzwald mit dem Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof bei Gutach. Das älteste Freilichtmuseum Baden-Württembergs zeigt historische Bauernhöfe aus vier Jahrhunderten und gibt einen Einblick in das frühere Leben der Menschen. Für Familien mit Kindern ist der Europa-Park in Rust ein unvergessliches Highlight.

Zwei Städte, die du unbedingt sehen solltest: Freiburg im Breisgau – die sonnenverwöhnte Universitätsstadt mit ihrem gotischen Münster und dem einzigartigen Bächle-System – und Baden-Baden, der elegante Weltkurort mit seinen legendären Thermen, dem prächtigen Kurhaus und einem Flair, das an die Belle Époque erinnert. Baden-Baden wird übrigens auch als „Sommerhauptstadt Europas“ bezeichnet.

Foto-Tipp: Die Allerheiligen-Wasserfälle im Morgennebel, der Titisee bei Sonnenuntergang oder die nebelverhangenen Täler entlang der Schwarzwald-Hochstraße – der Schwarzwald ist ein Paradies für Landschaftsfotografen.

Beste Reisezeit: Der Frühling für die Obstblüte und satte Wiesen, der Sommer für Seen und Wanderungen, der Herbst für die Hirschbrunft und goldene Laubfärbung sowie der Winter für verschneite Tannen und Langlauf. Der Schwarzwald ist ganzjährig eine Reise wert.

Wir persönliche lieben ja den Titisee. Eine der schönsten Unterkünfte ist hier das Parkhotel Adler (Preis checken*) in Hinterzarten. Wenn du wegen dem Europa-Park in der Region Urlaub machst, schau dir doch einmal das (leider sündhaft teure) Burghotel Castillo Alcazar (Preis checken*) an.

Sehenswürdigkeiten im Schwarzwald

12. Mecklenburgische Seenplatte – 1.117 Seen, Hausboote und der dunkelste Himmel Deutschlands

Mecklenburg-Vorpommern ist nicht nur eines der schönsten, sondern auch eines der wasserreichsten Bundesländer Deutschlands. Die Region trägt auch den liebevollen Spitznamen „die größte Badewanne Deutschlands“.

Abseits der Küsten ist die Mecklenburgische Seenplatte sehr beliebt, auch „Land der 1.000 Seen“ genannt. Tatsächlich zählt man hier 1.117 natürliche Stillgewässer, die durch ein dichtes Netz aus Flüssen und Kanälen miteinander verbunden sind. Das macht die Region zum größten vernetzten Wassersportrevier Europas.

Der bekannteste See ist die Müritz, der größte See, der vollständig innerhalb Deutschlands liegt. Sie bildet das Zentrum des Müritz-Nationalparks, dem größten Wald-Nationalpark der Bundesrepublik. Hier brüten Seeadler, Fischadler und Kraniche. Ein Paradies für Vogelbeobachter und Naturfotografen. Als Ausgangsbasis bietet sich die Stadt Waren (Müritz) an, mit ihrem historischen Altstadtkern am Seeufer.

Wenn du die Region erkunden willst, hast du die Qual der Wahl: Hausboot fahren und in aller Ruhe von See zu See schippern, per Kajak oder Kanu durch enge Wasserläufe paddeln oder auf den ausgedehnten Radwegen entlang der Seeufer strampeln.

Einen Tagesausflug wert ist Schwerin: Die Landeshauptstadt beeindruckt mit dem Schweriner Schloss, das auch als „Neuschwanstein des Nordens“ bezeichnet wird und seit 2024 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Ein weiterer Grund für eine Reise an die Mecklenburgische Seenplatte: In kaum einer anderen Region Deutschlands gibt es so dunkle Nächte. Der Sternenhimmel erstrahlt hier in einer Brillanz, die in den meisten Teilen Deutschlands längst verloren gegangen ist. Für Astrofotografen ist das ein Traum.

Foto-Tipp: Die Sonnenuntergänge über der spiegelglatten Müritz gehören zu den schönsten Naturmotiven in ganz Norddeutschland.

Beste Reisezeit: Der Frühling und der Spätsommer für Zugvögel und die Kranichrast, der Sommer für Wassersport und Badespaß, der Herbst für die goldene Stimmung über den Seen und der Winter für einsame Spaziergänge und glasklare Sternennächte.

Die Mecklenburgische Seenplatte ist riesig. Ein guter Ausgangspunkt für Erkundungen ist Waren (Müritz). Eine Top-Unterkunft ist hier das Hotel Kleines Meer (Preise checken*).

13. Eifel & Vulkaneifel – Maarseen, Burgen und die Grüne Hölle

In der Eifel – ein Mittelgebirge in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen – erwarten dich tiefe Wälder, wunderschöne Fachwerkbauten, verwunschene Burgen, uralte Römerstraßen und der Nationalpark Eifel als eines der eindrucksvollsten Schutzgebiete Deutschlands.

Zu den bekanntesten Attraktionen gehören die sagenhafte Burg Eltz – eine der besterhaltenen mittelalterlichen Burganlagen Deutschlands, die noch heute im Familienbesitz ist –, die Ruinen der Manderscheider Burgen, der Laacher See und der Rursee. Märchenhafte Orte wie Monschau mit seiner historischen Tuchmacherei und Bad Münstereifel runden das Bild ab.

Besonders beeindruckt hat uns die Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Das Highlight sind hier die Maarseen – mit Wasser gefüllte Mulden vulkanischen Ursprungs, von denen der jüngste vor gerade einmal knapp 11.000 Jahren entstanden ist. Außergewöhnlich ist auch der Windsborner Kratersee. Das ist ein mit Regenwasser gefüllter, echter Vulkankrater, der als der einzige ständig wassergefüllte Kratersee nördlich der Alpen gilt. Abgefahren, oder?

Motorsportfans kommen am Nürburgring auf ihre Kosten. Die berühmte Rennstrecke wird auch „die Grüne Hölle“ genannt. Selbst wenn du kein Motorsportfan bist, ist es ein Erlebnis, die legendäre Nordschleife zu fahren (es gibt „Renn-Taxis“) oder bei einem Rennen zuzuschauen. Wanderfreunden sei der 313 Kilometer lange Eifelsteig, der in 15 Tagesetappen von Aachen nach Trier führt, ans Herz gelegt. Auf der Mehrtagestour erwarten dich spektakulären Aussichten auf Maarseen, Täler und Burgruinen.

Beste Reisezeit: Der Frühling für die Narzissenblüte in den Tälern, der Sommer für Wassersport am Rursee, der Herbst für die goldene Laubfärbung der tiefen Wälder und der Winter für verschneite Burgruinen und einsame Wanderungen.

Direkt am Meerfelder Maar in der Vulkaneifel können wir dir das NaturPurHotel Maarblick (Preis checken*) ans Herz legen.

Sehenswürdigkeiten in der Eifel

14. Zugspitz-Region – Auf Deutschlands höchstem Gipfel mit Blick über vier Länder

Wusstest du, dass Deutschlands zehn höchste Berge allesamt in Bayern liegen? An der Spitze thront die Zugspitze, mit 2.962 Metern Deutschlands höchster Berg und das Highlight der gesamten Region rund um Garmisch-Partenkirchen.

Den Gipfel bzw. das Gipfel-Plateau erreichst du per Zahnradbahn, per Seilbahn oder zu Fuß, was konditionsstarken Bergwanderern ein unvergessliches Abenteuer beschert. Oben angekommen erwartet dich bei gutem Wetter ein Panorama mit Gipfeln in vier Ländern: Deutschland, Österreich, die Schweiz und Italien. Direkt auf dem Westgipfel markiert das berühmte goldene Kreuz den höchsten Punkt Deutschlands.

Weniger anspruchsvoll, aber ebenfalls beeindruckend ist die AlpspiX-Aussichtsplattform am Osterfelderkopf mit dem schwindelerregenden Blick ins Höllental. Wer Klammen liebt, darf die Partnachklamm nicht verpassen: Eine der tiefsten Klammen Bayerns, durch die du auf gesicherten Stegen und durch in den Fels gehauene Tunnel wanderst. Im Winter, wenn die Wände vereist sind und riesige Eiszapfen von den Felswänden hängen, ist die Klamm ein besonders außergewöhnliches Erlebnis.

Ein Naturjuwel ist auch der Eibsee. Du kannst den kristallklaren Bergsee am Fuße der Zugspitze, der mit seinem türkisfarbenen Wasser und der mächtigen Bergkulisse im Hintergrund zu den meistfotografierten Motiven Deutschlands gehört, gemütlich in rund 1,5 Stunden zu Fuß umrunden.

Im Winter verwandelt sich die Region rund um Garmisch-Partenkirchen in eines der bekanntesten Wintersportgebiete Deutschlands. Einst Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1936, ist die Region noch heute ein Mekka für Skifahrer aus ganz Europa.

Foto-Tipp: Der Eibsee bei Sonnenaufgang ist einer der besten Fotospots in ganz Deutschland – goldenes Licht, Nebelschleier über dem Wasser, die Zugspitze im Hintergrund. Stativ nicht vergessen!

Beste Reisezeit: Der Sommer (Juni–September) für Wanderungen und ein Bad im Eibsee, der Winter (Dezember–März) für Skispaß und die vereiste Partnachklamm.

Das Graseck – mountain hideaway & health care (Preis checken*) ist eines der besten und bekanntesten Hotels der Region. Leider nicht billig, aber unvergesslich.

Wanderungen rund um Garmisch-Partenkirchen

15. Moseltal – Riesling, Römer und romantische Burgen an Deutschlands schönster Weinstraße

Das Moseltal hat uns von der ersten Minute an in seinen Bann gezogen. Die Mosel schlängelt sich in Deutschland auf rund 230 Kilometern in engen Schleifen durch ein Tal, dessen steile Hänge mit Weinreben bedeckt sind, an dessen Ufern mittelalterliche Burgen thronen und in dessen Örtchen die Zeit scheinbar stehengeblieben ist.

Untrennbar mit der Mosel verbunden ist die Weinkultur. Die Mosel ist eine der bedeutendsten Riesling-Anbaugebiete der Welt. Wenn du die steilsten Weinberge Europas suchst, dann bist du hier richtig. In den kleinen Weingütern zwischen Bernkastel-Kues, Traben-Trarbach und Cochem kannst du direkt beim Winzer verkosten. Besonders im Herbst, wenn die Weinlese beginnt und die Hänge in leuchtendem Gold und Rot erstrahlen, ist das Moseltal atemberaubend schön.

Das bekannteste Wahrzeichen der Region ist die Reichsburg Cochem. Genauso eindrucksvoll ist die Moselschleife Bremm, eine der eindrucksvollsten Flusskurven Deutschlands, die du am besten vom Calmont-Steig aus überblickst – Europas steilstem Weinbergpfad, oft sogar als Klettersteig bezeichnet. Auch das pittoreske Bernkastel-Kues mit seinem mittelalterlichen Marktplatz und den Fachwerkhäusern ist ein absolutes Juwel.

Ein Muss ist ein Abstecher nach Trier. Die älteste Stadt Deutschlands (oder eine der ältesten) wurde vor über 2.000 Jahren als Augusta Treverorum von den Römern gegründet. Die Porta Nigra, das schwarze römische Stadttor, das mächtige Amphitheater und die Kaiserthermen zählen zum UNESCO-Welterbe und machen Trier zu einem der bedeutendsten historischen Reiseziele Europas. Am nördlichen Ende der Mosel liegt Koblenz mit dem Deutschen Eck, wo die Mosel in den Rhein fließt.

Für alle, die gerne aktiv unterwegs sind: Der Mosel-Radweg führt auf 248 Kilometern vom Dreiländereck in Perl bis zur Mündung in den Rhein in Koblenz. Der Radweg ist größtenteils flach, wunderschön und begeistert an jeder Biegung mit neuen Ausblicken auf Burgen, Weinberge und das glitzernde Wasser.

Beste Reisezeit: Der Frühling für die erste Weinblüte und leere Straßen, der Sommer für Radtouren und Weinfeste sowie der Herbst (September/Oktober) für die goldene Weinlese – die schönste Zeit überhaupt an der Mosel.

Für eine Erkundung des Moseltals bietet sich Cochem als Stützpunkt an. Eine ganz außergewöhnliche Unterkunft ist hier das Hotel Altes Winzerhaus (Preis checken*).

Sehenswürdigkeiten an der Mosel

16. Das Chiemgau – Bayerisches Meer, Märchenschlösser und alpine Einsamkeit

Das Chiemgau ist unser persönlicher Geheimtipp unter den bayerischen Urlaubsregionen. Im Vergleich mit dem Allgäu, dem Berchtesgadener Land oder der Zugspitz-Region sind die Chiemgauer Alpen weniger überlaufen. Wer hier abseits der Bergbahnen wandert, findet noch echte Einsamkeit in einer Bergwelt, die sich nicht hinter den berühmteren Nachbarn verstecken muss.

Besonders beliebt ist der Chiemsee, mit einer Fläche von rund 80 Quadratkilometern Bayerns größter See und liebevoll „Bayerisches Meer“ genannt. Die Herreninsel ist die Heimat von Schloss Herrenchiemsee, einem der prunkvollsten Königsschlösser König Ludwigs II. Inspiriert vom Versailler Schloss bei Paris, ließ er hier ab 1878 ein Denkmal errichten, dessen prachtvoller Spiegelsaal das französische Original in der Länge sogar übertrifft.

Auf der Fraueninsel erwartet dich ein ganz anderes Erlebnis: Die Insel mit ihrem mittelalterlichen Benediktinerinnenkloster, den kleinen Fischerhäusern und den idyllischen Gärten strahlt eine Ursprünglichkeit aus, die man so in Deutschland kaum noch findet. Tipp: Unbedingt ein frisch geräuchertes Chiemsee-Renken-Brötchen bei den Inselfischern probieren. Im Winter ist der Weihnachtsmarkt auf der Fraueninsel ein Highlight.

Outdoor-Fans werden die Chiemgauer Alpen lieben. Das bekannteste Ziel ist sicher die Kampenwand (1.669 m) mit ihrem riesigen Gipfelkreuz, der gleichnamigen Seilbahn und dem Panoramablick über den Chiemsee. Weitere beliebte Bergtouren führen etwa auf die Chiemgauer Hochplatte (1.587 m), auf den Geigelstein (1.808 m) und auf die Hochries (1.569 m).

Beste Reisezeit: Der Frühling für frische Almwiesen und erste Wanderungen, der Sommer für Badespaß im Chiemsee und Bootsfahrten zu den Inseln, der Herbst für die goldene Laubfärbung an den Berghängen und der Winter für Langlauf und Skispaß im Chiemgau.

Als Stützpunkt für deinen Chiemgau-Urlaub empfehlen wir Hotels in Prien am Chiemsee oder Aschau im Chiemgau. In Prien ist das Hotel Schlossblick Chiemsee (Preis checken*) ein Tipp. In Aschau gehört das Boutique Hotel Residenz Winkler (Preis checken*) zu den besten Unterkünften.

17. Pfälzerwald – Deutschlands größter Wald, Felsenmeer und die Deutsche Weinstraße

Wow. Der Pfälzerwald hat uns schlichtweg umgehauen. Als größtes zusammenhängendes Waldgebiet Deutschlands nimmt er ein ganzes Drittel der Pfalz ein und beeindruckt mit einer Natur, die wilder und ursprünglicher ist, als viele erwarten.

Der Naturpark Pfälzerwald (offiziell zusammen mit dem französischen Naturpark Nordvogesen das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen) verzaubert mit sattem Grün, bizarren Sandsteinformationen und einer Dichte an Sagen und Burgruinen. Klettern, Wandern, Mountainbiken: die Möglichkeiten sind so vielfältig wie die Landschaft selbst.

Ein eigenes Kapitel ist das Dahner Felsland rund um die Stadt Dahn im Südpfälzer Wald: Hier ragen riesige Buntsandsteinfelsen in den Himmel, und die Kletterrouten gehören zu den schönsten und anspruchsvollsten in ganz Südwestdeutschland. Wer klettert, kommt hier irgendwann hin – garantiert.

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Urlaubsregion gehören der markante Teufelstisch, die Altschloss-Felsen, der Hühnerstein, die Geiersteine, die Burgruine Drachenfels und die Reichsburg Trifels, einst Aufbewahrungsort der Reichsinsignien und zeitweilig Gefängnis des englischen Königs Richard Löwenherz.

Am östlichen Rand des Pfälzerwaldes verläuft die Deutsche Weinstraße, die auf 85 Kilometern durch eines der bedeutendsten Weinanbaugebiete Deutschlands führt. Zwischen Bockenheim im Norden und Schweigen-Rechtenbach an der französischen Grenze im Süden reihen sich Weingüter, Winzerdörfer und Straußwirtschaften aneinander.

Sehenswert ist auch das Hambacher Schloss bei Neustadt an der Weinstraße: Hier fand 1832 das Hambacher Fest statt, die erste große demokratische Massenkundgebung in der deutschen Geschichte. Das restaurierte Schloss ist heute ein Museum mit herrlichem Blick über die Weinebene.

Beste Reisezeit: Der Frühling für die Waldblüte und erste Wanderungen, der Sommer für Klettern und Radfahren, der Herbst für die Weinlese an der Deutschen Weinstraße – eine der schönsten Jahreszeiten in der gesamten Pfalz – und der Winter für stille Waldwanderungen und dampfende Glühweinpavillons in den Winzerdörfern.

Wenn du im Dahner Felsland ein ganz außergewöhnliches Übernachtungs-Erlebnis suchst, bist du im (sehr teuren) Pfalzblick Wald Spa Resort (Preis checken*) genau richtig.

Sehenswürdigkeiten im Pfälzerweld

18. Rhein-Region – UNESCO-Welterbe, Loreley und Burgen über der verkehrsreichsten Wasserstraße der Welt

Der Rhein ist nicht nur die verkehrsreichste Wasserstraße der Welt – er ist auch eine der romantischsten Reiseregionen Deutschlands. Die Rhein-Region zieht seit Jahrhunderten Dichter, Maler und Reisende aus aller Welt in ihren Bann.

Das Obere Mittelrheintal zwischen Bingen/Rüdesheim und Koblenz zählt seit 2002 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Auf nur 67 Kilometern reihen sich hier über 40 Burgen und Burgruinen aneinander, die Hänge sind mit Weinreben bedeckt und malerische Städtchen schmiegen sich ans Ufer.

Der legendäre Loreley-Felsen bei St. Goarshausen, das Niederwalddenkmal bei Rüdesheim und die Rheinschleife Boppard, einer der schönsten Aussichtspunkte in der Region, dürfen auf keiner Reise fehlen. Am nördlichen Tor des Tals bei Koblenz thront Schloss Stolzenfels, eine der schönsten neugotischen Burganlagen des Landes.

Plane unbedingt einen Abstecher nach Bacharach mit der gut erhaltenen Stadtmauer, den mittelalterlichen Gassen und der Burg Stahleck (heute eine Jugendherberge) ein. Das lebhafte Rüdesheim am Rhein mit der Drosselgasse und ihren mit Geschäften, Kneipen und Restaurants zieht Touristen aus aller Welt an, insbesondere aus Asien. Wer weiter nördlich zum Drachenfels bei Königswinter aufsteigt, wird mit einem atemberaubenden Panoramablick auf Schloss Drachenburg und über das Rheintal belohnt und kann hier mit der dienstältesten Zahnradbahn Deutschlands fahren.

Die Rheinschifffahrt ist die klassische Art, die Region zu erleben: Auf Schiffen der Weißen Flotte gleitest du zwischen Weinbergen und Burgen dahin und siehst die Loreley vom Wasser aus.

Wer Wein liebt, muss den Rheingau erkunden, eine der edelsten Weinregionen Deutschlands, bekannt für ihren Riesling und Spätburgunder, die auf den sonnenreichen Hängen zwischen Rüdesheim und Wiesbaden gedeihen.

Unser Tipp: Wenn du dem Flusslauf weiter nach Norden folgst, solltest du dir einen Abstecher nach Köln mit dem weltberühmten Kölner Dom nicht entgehen lassen.

Beste Reisezeit: Der Frühling für die Kirschblüte und erste Weinausflüge, der Sommer für Rheinschifffahrten und Weinfeste, der Herbst für die Weinlese im Rheingau und der Winter für die Weihnachtsmärkte in Köln und Rüdesheim.

Entlang des gesamten Rheins findest du auf beiden Uferseiten unzählige schöne Pensionen und Hotels. Eine der außergewöhnlichsten Übernachtungsmöglichkeiten ist aber das (leider sündhaft teure) Burghotel auf Schönburg (Preis checken*).

Sehenswürdigkeiten in der Rhein-Region

19. Lüneburger Heide – Violettes Blütenmeer, Heidschnucken und Kutschfahrten

Die Lüneburger Heide in Niedersachsen ist eines dieser Reiseziele, das man einmal gesehen haben muss. Wenn im August und September (Faustformel 08.08. bis 09.09.) Millionen von Heidekrautblüten aufgehen und die gesamte Landschaft in ein violettes Meer tauchen, ist das ein Naturschauspiel, das in Mitteleuropa seinesgleichen sucht. Das zentrale Naturschutzgebiet Lüneburger Heide umfasst rund 234 Quadratkilometer und schützt damit die größte zusammenhängende Flachlandheide Mitteleuropas.

Der Wilseder Berg ist mit 169 Metern der höchste Punkt der norddeutschen Tiefebene und Etappenziel vieler Wanderrouten durch die Heide. Der Totengrund, eine kesselförmige Mulde mit tiefviolettem Heidekraut und uralten Wacholdern, zählt zu den meistfotografierten Naturmotiven Norddeutschlands.

Das tierische Maskottchen der Region sind die Heidschnucken. Diese typischen, graubraunen Schafe halten die Heide seit Jahrhunderten durch Beweidung offen, indem sie junge Bäume verbeißen. Eine Schnuckenherde, die in der Morgensonne durch die lila Flächen zieht, ist das wohl eindrucksvollste Bild dieser in Europa einzigartigen Kulturlandschaft.

Als nördliches Tor zur Heide bietet sich die Hansestadt Lüneburg an, eine der besterhaltenen mittelalterlichen Städte Norddeutschlands. Die schiefen Backsteinhäuser im historischen Stadtkern, die sich durch den jahrhundertelangen Salzabbau im Untergrund gesenkt haben, begeistern. Das südliche Tor ist die Residenzstadt Celle, mit über 400 restaurierten Fachwerkhäusern und dem prachtvollen Celler Schloss eine der schönsten Städte Deutschlands.

Für Familien mit Kindern lohnt ein Besuch im Heide Park Resort bei Soltau, einer der größten Freizeitparks in Deutschland mit spektakulären Achterbahnen.

Foto-Tipp: Die Heideblüte im August und September ist das Naturereignis des Jahres. Komm in den frühen Morgenstunden, wenn noch der Tau auf den Blüten liegt und leichter Nebel durch die Heideflächen zieht. Der Totengrund bei Sonnenaufgang ist das Motiv, um das dich jeder Fotograf beneiden wird.

Beste Reisezeit: Anfang August bis Anfang September für die Heideblüte – das ist die absolute Hochsaison. Der Frühling und der Herbst sind ruhiger und ideal für Radtouren. Im Winter liegt die Heide oft unter Frost – herrlich melancholisch und menschenleer.

Für deine Reise empfehlen wir Hotels in den historischen Städten Lüneburg und Celle oder inmitten der Natur in typischen Heidedörfern wie Undeloh oder Schneverdingen. In Lüneburg ist das einzigartig – Das kleine Hotel im Wasserviertel (Preis checken*) eine ganz außergewöhnliche Unterkunft. In Celle können wir das Hotel St. Georg Garni (Preis checken*) empfehlen.

20. Thüringer Wald – Rennsteig, Wartburg und das grüne Herz Deutschlands

Der Thüringer Wald ist eines der bestgehüteten Geheimnisse unter Deutschlands schönsten Urlaubsregionen – und das, obwohl er seit Jahrhunderten als das „grüne Herz Deutschlands“ bekannt ist. Dichte Fichtenwälder, sanfte Kammlagen, urige Hütten und eine der berühmtesten Wanderrouten Deutschlands.

Wer gerne zu Fuß unterwegs ist, kommt am legendären Rennsteig nicht vorbei. Der historische Kammweg auf dem Hauptkamm des Thüringer Waldes führt in exakt 169,3 Kilometern von Hörschel bei Eisenach bis nach Blankenstein an der Saale. Der älteste und bekannteste Weitwanderweg Deutschlands wurde bereits im Mittelalter als Grenz- und Handelsweg genutzt. Der höchste Punkt des Thüringer Waldes ist der Große Beerberg mit 982 Metern. Besonders schön ist der Blick im Winter über die verschneite Landschaft.

Im Winter verwandelt sich der Thüringer Wald rund um Oberhof in eines der bedeutendsten Wintersportzentren des Landes. Oberhof ist nicht nur eine beliebte Ski- und Rodeldestination, sondern auch Austragungsort des jährlichen Biathlon-Weltcups. Langlauf, Skiwandern und Rodeltouren machen die Region im Winter zum perfekten Urlaubsziel für alle, die gerne an der frischen Luft unterwegs sind.

Das kulturelle Highlight im Thüringer Wald ist die Wartburg bei Eisenach – UNESCO-Weltkulturerbe und eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler Deutschlands. Hier übersetzte Martin Luther zwischen 1521 und 1522 das Neue Testament ins Deutsche. Das war ein historischer Moment, der die deutsche Sprache und Kultur für immer prägte. Die Burg selbst thront über dem Eisenacher Tal. Eisenach selbst – Geburtsstadt von Johann Sebastian Bach – ist zudem ein wunderbarer Ausgangspunkt für Erkundungen in der Region.

Auch kulinarisch hat der Thüringer Wald einiges zu bieten. Die Thüringer Bratwurst, traditionell über Holzkohle gegrillt und ohne Schnickschnack im Born-Senf-Brötchen serviert, gilt vielen als die beste Bratwurst Deutschlands. Dazu Thüringer Klöße, Rostbrätel und ein frisch gezapftes Bier in einer der urigen Waldschenken entlang des Rennsteigs. Urlauberherz, was willst du mehr.

Beste Reisezeit: Der Frühling für erste Wanderungen und blühende Waldlichtungen, der Sommer für ausgiebige Rennsteig-Touren, der Herbst für die schönste Laubfärbung und der Winter für Biathlon-Stimmung, Langlauf und Skispaß rund um Oberhof.

Als idealen Ausgangspunkt für deine Reise empfehlen wir Hotels in Eisenach (perfekt für Kultur und den Rennsteig-Start) oder Oberhof (mitten im sportlichen Zentrum des Waldes). In Eisenach ist das Boutique-Hotel Villa Anna (Preis checken*) unser Tipp. In Oberhof ist das Vergissmeinnicht (Preis checken*) eine gute Wahl.

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❓ Häufige Fragen zu Deutschlands schönsten Reisezielen

❓ Welche ist die schönste Region Deutschlands?

Eine objektive Antwort ist schwer – denn Deutschland bietet eine unfassbare Vielfalt. Für uns persönlich ist das Berchtesgadener Land die schönste Region Deutschlands: tiefblaue Gebirgsseen, der majestätische Watzmann und eine Bergwelt, die ihresgleichen sucht. Doch auch die Sächsische Schweiz mit ihren bizarren Felsformationen, das romantische Moseltal mit seinen Weinbergen und die raue Schönheit der Nordseeinseln machen es schwer, sich auf eine einzige Region festzulegen. Am Ende hängt es davon ab, was du suchst – Berge, Meer, Weinkultur oder Wildnis.

❓ Wo ist es in Deutschland am schönsten?

Deutschland überrascht in allen Himmelsrichtungen: Im Süden begeistern die Bayerischen Alpen mit Zugspitze, Königssee und Neuschwanstein. Im Norden locken die Kreidefelsen auf Rügen, die Ostseebäder und die Nordseeinseln. Im Westen verzaubern das Moseltal und das Rheintal mit seinen Burgen und Weinbergen, im Osten fasziniert die Sächsische Schweiz mit ihren Felsformationen. Kurzum: Deutschland ist in jeder Ecke schön – je nachdem, welche Landschaft dein Herz höher schlagen lässt.

❓ Was ist das schönste Bundesland Deutschlands?

Bayern führt die meisten Rankings an – mit den Alpen, dem Berchtesgadener Land, dem Allgäu, dem Bayerischen Wald und Städten wie München, Bamberg und Regensburg ist es schlicht unschlagbar vielseitig. Dicht dahinter folgen Baden-Württemberg (Schwarzwald, Bodensee) und Rheinland-Pfalz (Moseltal, Eifel, Pfälzerwald). Wer den Norden liebt, stimmt für Mecklenburg-Vorpommern mit Rügen, den Kreidefelsen und der Mecklenburgischen Seenplatte. Die Schönheit Deutschlands liegt eben darin, dass es kein eindeutig schönstes Bundesland gibt.

❓ Wo kann man mit Kindern schön Urlaub in Deutschland machen?

Deutschland bietet fantastische Reiseziele für Familien mit Kindern. Besonders empfehlenswert sind der Bayerische Wald mit Bären im Wildtiergehege und dem Baumwipfelpfad, das Berchtesgadener Land mit dem Königssee und zahlreichen Kletterparks, die Lüneburger Heide mit dem Heidepark Soltau und Kutschfahrten sowie der Spreewald mit Kahntouren. Auch die Nordseeinseln mit Wattwanderungen und die Fränkische Schweiz mit Tropfsteinhöhlen sind bei Familien beliebt. Für einen Kurztrip lohnt sich außerdem der Harz mit der Harzer Wandernadel und der Rappbodetalsperre.

❓ Brauche ich für Island Sehenswürdigkeiten ein Allradfahrzeug?

Für die Sehenswürdigkeiten entlang der Ringstraße und der Südküste reicht ein normaler Mietwagen aus. Für Ausflüge ins Hochland – zum Beispiel nach Landmannalaugar – ist jedoch ein Allradfahrzeug vorgeschrieben, da die sogenannten F-Straßen nur mit Allrad befahren werden dürfen. Wer kein Allradfahrzeug mieten möchte, kann alternativ geführte Superjeep-Touren buchen.

❓ Welche schönen Reiseziele in Deutschland eignen sich für einen Kurztrip?

Für ein verlängertes Wochenende empfehlen wir besonders: die Sächsische Schweiz (ideal ab Dresden, 2–3 Tage), den Spreewald (perfekter Tagesausflug oder Kurztrip ab Berlin), das Moseltal (2–3 Tage Weinkultur und Burgen), die Fränkische Schweiz (ab Nürnberg oder Bamberg) und die Eifel (ab Köln oder Bonn ideal erreichbar). Auch der Harz eignet sich perfekt für 2–3 Tage – mit Brockenbahn, Rappbodetalsperre und Quedlinburg hast du mehr als genug zu entdecken.

❓ Wo in Deutschland kann man im Sommer am schönsten Urlaub machen?

Im Sommer sind die Ostseeinseln (Rügen, Usedom, Fehmarn) mit langen Sandstränden und warmen Wassertemperaturen besonders beliebt. Naturliebhaber zieht es an die Bayerischen Seen – Königssee, Eibsee und Chiemsee bieten atemberaubende Bergpanoramen. Der Bodensee trumpft mit mediterranem Flair und Wassersport auf, während die Mecklenburgische Seenplatte mit Hausbootferien und 1.117 Seen punktet. Für Weinliebhaber ist der Sommer am Rhein oder an der Mosel unschlagbar – Weinfeste, Burgen und laue Abende direkt am Fluss.

Deutschlands schönste Regionen – dein nächstes Abenteuer wartet

Von den schneebedeckten Gipfeln des Berchtesgadener Landes bis zu den violetten Heideflächen der Lüneburger Heide, von den bizarren Felsen der Sächsischen Schweiz bis zu den Weinbergen des Moseltals – Deutschland ist ein Reiseland, das dich ein Leben lang beschäftigen kann. Und das Beste? Du brauchst keinen Langstreckenflug und kein teures Hotel am anderen Ende der Welt.

Wir hoffen, dieser Guide hat dir genauso viel Freude bereitet wie uns das Bereisen dieser 20 außergewöhnlichen Regionen. Hast du einen persönlichen Favoriten? Oder vermisst du eine Region, die deiner Meinung nach auf diese Liste gehört? Schreib es uns in die Kommentare – wir freuen uns immer über Tipps aus erster Hand!

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Autor:in
Florian Westermann ist Reisejournalist, Buchautor (u. a. Dumont) und preisgekrönter Profi-Fotograf.

2010 gründete er den Foto- und Reiseblog Phototravellers.de, auf dem er seine Expertise in über 400 Artikeln zu den Themen Reisen, Wandern, Outdoor und Fotografie teilt.

Hier findest du alle Artikel von Florian Westermann.
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