Thailands schönste Inseln: 8 Traumziele zwischen Party, Palmen und Stille

↻ 23. April 2026
Die schönsten Inseln in Thailand

Thailand zieht. Rund 35 Millionen Touristen im Jahr zählt das Land in Südostasien – und ein Großteil davon ist nicht wegen der Tempel nach Bangkok geflogen. Die wollen ans Wasser. An die Strände. Auf die Inseln.

Verständlich. Im Süden Thailands verteilen sich mehr als 1.000 Inseln auf zwei Meere: die Andamanensee im Westen und den Golf von Thailand im Osten. Beide haben einen anderen Charakter, folgen unterschiedlichen Monsunrhythmen und sprechen verschiedene Reisetypen an. Wer das nicht weiß, bucht die falsche Insel zur falschen Zeit – und sitzt im Regen.

Wir sind mehrere Monate durch Thailand gereist und haben unter anderem die Inseln Koh Samui, Phuket, Koh Yao Yai, Koh Phi Phi, Koh Phangan und Koh Tao erkundet. Bei uns bekommst du keinen Hochglanz-Katalog. Keine Beschreibungen von Stränden, die wir nur von Fotos kennen. Du bekommst, was wir selbst erlebt haben, mit ehrlichen Einschätzungen und dem einen oder anderen Tipp, den du in keinem Reiseführer findest.

Ob du als Backpacker günstig von Insel zu Insel willst, mit Kindern einen ruhigen Strand ohne Partylärm suchst oder deine Flitterwochen auf einer der schönsten Inseln Thailands verbringen willst – hier findest du, was du für deine Reise zu den schönsten Inseln des Landes brauchst.

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Thailands schönste Inseln auf einen Blick

In Thailand gibt es zwischen 1.000 und 1.500 Inseln, aber nur auf etwa 40 kannst du als Tourist übernachten. Die Inseln liegen im Golf von Thailand (rechts auf der Landkarte) und in der Andamanensee (links auf der Landkarte).

Wie lange? Sowohl auf den Inseln im Golf von Thailand als auch auf den Inseln in der Andamanensee kannst du problemlos 2–3 Wochen verbringen. Auch Inselhopping ist möglich und überaus beliebt.

Beste Reisezeit: Für den Golf von Thailand die Monate Januar bis April & Juli bis September; für die Andamanensee Dezember bis April.

Die schönsten Inseln: Ich stelle dir hier Koh Samui, Koh Phangan, Koh Tao, Phuket, Koh Yao Yai, Koh Phi Phi und Koh Lipe und weitere kleine Inseln vor.

Mein Fotospot-Tipp: Die legendärsten Fotospots sind der Aussichtspunkt auf Koh Nang Yuan, die „James-Bond-Insel“ Khao Phing Kan, die Aussichtsplattform über Koh Phi Phi und Koh Hong mit dem Aussichtspunkt und der Lagune.

Übernachtungs-Tipp: Auf den Inseln findest du unzählige Unterkünfte in allen Preiskategorien. Ich habe dir zu jeder Insel tolle Tipps rausgesucht, viele davon selbst getestet. Preislich musst du für eine schöne Mittelklasse-Unterkunft je nach Lage und Ausstattung mit 30–100 € pro Nacht rechnen, wobei bei Luxus-Unterkünften nach oben hin fast kein Preislimit besteht.

Tipp: Am Ende des Artikels findest du zur besseren Orientierung eine interaktive Karte mit den schönsten Inseln Thailands 🗺️.

1. Koh Samui – Traumstrände, Tempel und ein Buddha, der über das Meer wacht

Für wen: Strand, Nachtleben, Kultur & Inselhopping-Basis | Empfohlene Aufenthaltsdauer: 5–10 Tage | Beste Reisezeit: Januar bis April & Juli bis September | Flughafen: ✅ Ja

Koh Samui liegt im Golf von Thailand und ist mit rund 233 km² die zweitgrößte Insel des Landes, nach Phuket und vor Koh Chang. Die Insel hat einen eigenen Flughafen, eine gut ausgebaute Infrastruktur und trotzdem genug Ecken, die sich nicht wie eine Destination für Pauschalreisen anfühlen. Wir haben Koh Samui mehrere Tage erkundet und können dir eines versprechen: Koh Samui liefert kulturell viel mehr, als der Ruf vermuten lässt.

Kleiner Hinweis für alle Klugscheißer am Anfang 😉: Eigentlich ist „Ko“ die korrekte Umschrift für das thailändische Wort für Insel (เกาะ), aber im internationalen Sprachgebrauch hat sich das „Koh“ mit stummem H festgesetzt.

Tempel, die sich lohnen – und einer, der ein Muss ist

Die bekannteste Sehenswürdigkeit der Insel ist die Tempelanlage Wat Phra Yai mit der 12 Meter hohen, goldfarbenen Buddha-Statue, die 1972 errichtet wurde und auf einer kleinen Nebeninsel (verbunden mit einem Damm) über dem Meer thront. Am Big Buddha kommst du nicht vorbei – egal, ob Tempel dein Ding sind oder nicht. Der Blick von oben über das Meer ist schlicht zu gut, um ihn auszulassen. Und ein Beweis-Foto für Freunde und Familie zu Hause ist definitiv ein Muss.

Ganz in der Nähe lohnt ein Abstecher zum Wat Plai Laem mit der 18-armigen Guanyin-Statue als Herzstück. Die Göttin der Barmherzigkeit thront über einem See, umgeben von einem lachenden, dicken Buddha und farbenfrohen Wandmalereien. Wer noch tiefer in die Tempelkultur eintauchen will, besucht den Wat Kunaram mit dem mumifizierten Mönch sowie den nahe gelegenen Wat Ratchathammaram, eine reich verzierte terrakottafarbene Anlage. Aber irgendwann ist der Kulturteil vorbei – und dann kommen die Strände.

Strände & mehr: Von der Touristenhochburg bis zur stillen Bucht

Anders als auf Thailands größter Insel Phuket verteilen sich die Strände auf Koh Samui über die gesamte Insel, wobei die Dichte an der Ostküste am höchsten ist.

Der bekannteste Strand ist der Chaweng Beach im Nordosten: kilometerlanger weißer Sand, Palmen, dahinter eine ununterbrochene Reihe aus Resorts, Cafés, Bars und Clubs. Unbebaut ist hier nichts mehr. Dafür stimmt die Infrastruktur, und wer abends feiern will, ist hier genau richtig.

Unser persönlicher Favorit ist der Crystal Beach (auch als Silver Beach bekannt), ebenfalls an der Ostküste. Riesige Granitfelsen ragen aus dem Meer – ein Bild, das man eher auf den Seychellen erwartet als im Golf von Thailand. Vergleichsweise ruhig, gut zum Schnorcheln, und an den Felsen siehst du viele bunte Fische.

Im Norden ist der Maenam Beach ein Traum. Bekannt und beliebt ist auch der Lamai Beach an der Südostküste. Dort in der Nähe hatten wir eine unserer Unterkünfte. Tipp: eine große Auswahl an leckeren Gerichten aus aller Welt findest du auf dem Lamai Nachtmarkt.

Im Nordosten empfehle ich den Hat Choeng Mon: flach abfallendes Wasser, recht wenig Betrieb – perfekt für Familien mit Kindern. Bei Ebbe kannst du zur kleinen Insel Koh Fan Noi hinüberwaten.

Abseits von Tempeln und Stränden ist der Overlap Stone (300 Baht Eintritt inkl. Getränk in der kleinen Bar) ein landschaftliches Highlight. Weit oben über der Insel thront ein mächtiger Fels, den du über eine kleine Holzbrücke erreichst. Der Blick über Koh Samui ist wirklich grandios.

Tipps zur Mobilität

Wir haben Koh Samui auf eigene Faust mit dem Roller erkundet. Der Verkehr ist, typische für Thailand, recht chaotisch und nicht ungefährlich. Für längere Distanzen oder Fahrten bei Dunkelheit bietet sich ein Fahrer/Grab oder ein eigener Mietwagen an. Allerdings musst du dann mitunter mit langen Wartezeiten im Stau rechnen.

Übernachten auf Koh Samui

Schöne Unterkünfte in allen Preisklassen findest du auf der gesamten Insel. Wir selbst haben – allerdings etwas abgelegener – im Palm Coco Mantra (Preis checken*) am nördlichen Ende des beliebten Lamai Beach übernachtet.

Eine andere schöne Unterkunft, die wir ebenfalls getestet haben und dir empfehlen können, ist die Villa La Baron (Preise checken*) am Bangrak Beach, in der Nähe des Flughafens. Am beliebten Chaweng Beach ist mein Tipp Nummer 1 das Anavana Beach Resort (Preise checken*).

Inselhopping ab Koh Samui

Ab Koh Samui gibt es regelmäßige Schnellbootverbindungen nach Koh Phangan und Koh Tao – ideal für ein mehrtägiges Inselhopping im Golf von Thailand oder für einen Tagesausflug. Wer zur Full Moon Party nach Haad Rin auf Koh Phangan will, findet zu den Daten spezielle Fährverbindungen dorthin (Tipp: unbedingt vorbuchen).

Tipp: Die Inseln in Thailand sind alle per Fähre oder Schnellboot erreichbar und die Verbindungen sind gut getaktet. Tickets kaufst du vor Ort am Anleger oder über Plattformen wie 12go.asia*.

Anreise nach Koh Samui

Dank des Samui International Airport (IATA-Code: USM) erreichst du Koh Samui mit nur einem Zwischenstopp in Bangkok direkt ab Deutschland. Die Flugzeit beträgt mit Umstieg im Idealfall etwa 13 bis 15 Stunden. Wenn du schon in der Gegend unterwegs bist, erreichst du Koh Samui mit der Autofähre vom Festland aus mit den Reedereien Seatran Ferry, Raja Ferry oder Lomprayah Ferry von den Fähranlegern Don Sak. Wichtig: jede Reederei hat einen eigenen Anleger. Tipp: Auf der Fährfahrt kannst du mit Glück rosafarbene Delfine sehen.

Genug von Schnappschüssen? In unserem Online-Fotokurs lernst du fotografieren – nicht knipsen.

2. Koh Phangan – mehr als Full Moon Parties

Für wen: Partygänger, Strandliebhaber, Backpacker, Yogis | Empfohlene Aufenthaltsdauer: 4–7 Tage | Beste Reisezeit: Januar bis April & Juli bis September | Flughafen: ❌ Nein

Koh Phangan (auch Ko Pha-ngan oder Koh Pha Ngan) liegt im Golf von Thailand, nördlich von Koh Samui. Die Insel ist weltberühmt für die Full Moon Party in Haad Rin im Süden des Eilands. Wenn Tausende Feierwütige aus aller Welt anreisen, ist die Insel im Ausnahmezustand. Aber Koh Phangan hat mehr zu bieten als das. Viel mehr.

Koh Phangan ist vergleichsweise unberührt und stellenweise noch so, wie man sich Thailand vorstellt. Unendliche Urwälder und versteckte Buchten ohne klassischen Massentourismus, wenn man die Full Moon Parties mal außen vorlässt. Wer nach Koh Phangan kommt, bucht eine Reise ins Paradies.

Die besten Strände auf Koh Phangan

Koh Phangan hat sogar ein paar klassische Sehenswürdigkeiten zu bieten – dazu gleich mehr. Besonders aber begeistert die Insel mit grandiosen Stränden.

Der schönste Beach der Insel liegt im Norden: der Bottle Beach. Nicht ganz einfach zu erreichen – mit dem Roller kommst du nah ran, die restlichen zwei Kilometer geht es per Sammeltaxi (100 Baht pro Person, ca. 2,70 €, 10 Personen pro Fahrzeug) oder zu Fuß (nicht zu empfehlen). Alternativ gibt es Bootsverbindungen. Schaukeln am Strand, feiner Sand, Palmen, außerdem zwei Restaurants direkt am Meer. In der Bucht befinden sich auch zwei Hotelanlagen, die allerdings nicht die besten Bewertungen haben. Zurück oben an der Straße lohnt ein Abstecher zum Bottle Beach Viewpoint (ca. 20 Minuten Fußweg durch den Dschungel).

Ein weiteres Highlight im Norden der Insel ist der Ko Ma Beach: Eine schmale Sandbank führt bei Ebbe hinüber auf die kleine vorgelagerte Insel Koh Ma. Der Strand geht direkt in den Mae Haad Beach über, der besonders beliebt zum Schnorcheln ist.

Den Salad Beach im Nordwesten erreichst du über eine steile Straße – mit dem Roller kein Problem, und der Strand ist wirklich toll. Beliebt ist auch der Chalok Lam Beach im Norden. Rund um das Pier gibt’s viele nette Bars und einen Food-Market mit gutem Essen. Der Malibu Beach genannte Teil des Chalok Lam Beach (direkt beim Malibu-Hotel) ist der schönste Teil des Strandes.

Der Secret Beach im Nordosten ist ein beliebter Ort für einen Sundowner. Der rote Feuerball versinkt im Meer, dazu chillige Klänge aus der Strandbar und gute Cocktails. Noch populärer für den Sonnenuntergang ist der Zen Beach: Jeden Tag treffen sich hier Musiker, Poi-Künstler und Sänger für Trommel-Events. Wir haben einen unserer Abende außerdem am Hin Kong Beach ausklingen lassen – Strandbar, gutes Flair.

Die legendäre Full Moon Party in Haad Rin

Ganz im Süden liegt der weltbekannte Haad Rin Beach im gleichnamigen Ort. Einmal im Monat (zu den Terminen) findet dort die legendäre Full Moon Party mit mehreren Bühnen, internationalen DJs und Feuershows statt (200 Baht Eintritt). Tagsüber ist der Haad Rin Beach ein typischer Sandstrand mit Bars und Restaurants und ein Ort für alle, die Feiern wollen – auch wenn gerade kein Vollmond ist.

Wer Ruhe sucht, findet auf der anderen Seite von Haad Rin den Rin Nai Beach: nur ein Restaurant, keine Musik, Ruhe. Tipp: Von hier führt ein Holzsteg an der Küste über Felsen entlang zu einem kleinen Leuchtturm. Übernachten kannst du dort in den Lighthous Bungalows (Preise checken*).

Tempel & Sehenswürdigkeiten

Neben Stränden und der Full Moon Party hat Koh Phangan auch klassische Sehenswürdigkeiten zu bieten. Der Wat Phu Khao Noi ist der älteste Tempel der Insel – mitten im Grünen, aber sehenswert nur für absolute Tempel-Fans. Lohnenswerter ist der Wat Khao Tham, ein buddhistischer Tempel auf einem Hügel im Wald, der einen Fußabdruck des Buddha beherbergt.

Tipps zur Mobilität

Koh Phangan erkundest du am besten mit dem Roller. Die Distanzen sind nicht besonders weit und der Verkehr hält sich in Grenzen.

Übernachten & Yoga auf Koh Phangan

Wir haben im Shanti Boutique Hotel (Preise checken*) in Sri Thanu übernachtet. Ein süßes Hotel mit nettem Personal, schönen Zimmern und ruhigem Pool.

Sri Thanu selbst gilt übrigens als weltweiter Hotspot für Yoga und Meditation mit Retreat-Zentren und Yogaschulen. Zu den bekanntesten Studios/ Schulen gehören das The Yoga House (Website), das One Yoga (Website) und das Samma Karuna (Website).

Wenn du wegen der Full Moon Party anreist, sei dir eine Unterkunft direkt in Haad Rin ans Herz gelegt (lange im Voraus buchen). Gut und günstig übernachtest du im Moonstone Studio (Preise checken*) und in den Lighthous Bungalows (Preise checken*). Zu den gehobenen Anlagen gehört das Princess Paradise Koh Phangan (Preise checken*).

Anreise nach Koh Phangan

Du erreichst Koh Phangan mit der (Auto-)Fähre vom Festland aus von mehreren Anlegern (Fahrzeit 1:30 bis 2:30 Stunden, ab 9 €). Es bestehen auch Bootsverbindungen nach Koh Samui und Koh Tao. Am Fähranleger in Koh Phangan stehen Grab-Roller und Songthaews (umgebaute Pickup-Trucks mit Sitzbänken auf der Ladefläche) bereit. Pro Fahrt kostet ein Songthaew 200 Baht (ca. 5 Euro).

3. Koh Tao – kleine Insel, große Unterwasserwelt

Für wen: Taucher, Schnorchler, Backpacker | Empfohlene Aufenthaltsdauer: 3–5 Tage | Beste Reisezeit: Januar bis April & Juli bis September | Flughafen: ❌ Nein

Koh Tao – die Schildkröteninsel – liegt nördlich von Koh Samui und Koh Phangan im Golf von Thailand und ist nur 21 km² „groß“. Klein, aber sehenswert. Der Name stammt aus einer Zeit, als im Meer um die Insel noch zahlreiche Meeresschildkröten lebten. Dank mehrerer Umweltschutzprojekte hast du heute wieder eine reelle Chance, ihnen beim Schwimmen, Schnorcheln oder Tauchen zu begegnen.

Koh Tao ist vor allem als Tauch- und Schnorchel-Hotspot bekannt und gilt als einer der besten Orte weltweit, um den Tauchschein zu machen. Klassische Sehenswürdigkeiten wie große Tempelanlagen gibt es nicht. Der Tourismus hat zugenommen, aber die Insel hat ihren Charme behalten. Für Backpacker, die länger im Paradies unterwegs sein wollen, ist Koh Tao ein Muss.

Der touristische Mittelpunkt ist der Sairee Beach – der längste Strand der Insel, mit organisierter Kneipentouren (Pub Crawls) und vielen jungen Backpackern. Wer feiern will: hier bist du richtig.

Ausflug zur traumhaft schönen Inselgruppe Koh Nang Yuan

Ein Postkartenmotiv und einer der meistfotografierten Orte in ganz Thailand ist Koh Nang Yuan: eine kleine Inselgruppe aus drei Inselchen, verbunden durch eine natürliche Sandbank, nur wenige hundert Meter vor der Küste von Koh Tao. Du kannst hier am Strand liegen, schnorcheln und den bekannten Aussichtspunkt Koh Nang Yuan Viewpoint erklimmen.

Nach einem schweißtreibenden Aufstieg durch den Dschungel bekommst du einen Blick, der Thailand wie kaum ein anderes Motiv repräsentiert. Mückenspray einpacken, früh starten – auf dem Weg kann es voll werden (mit langen Wartezeiten). Bootsausflüge nach Koh Nang Yuan werden sowohl ab Koh Tao wie auch ab Koh Phangan angeboten.

Tipps zur Mobilität

Koh Tao ist die perfekte Roller-Insel. Die Entfernungen sind nicht weit und es gibt auch kein Verkehrschaos.

Übernachten auf Koh Tao

Suchst du absolute Ruhe, wird dir die Ecotao Lodge (Preise checken*) gefallen. Gelegen mitten im Dschungel kannst du hier entspannen. Du bist aber auf einen Roller angewiesen! Willst du den Trubel, buchst du dich in Ban’s Diving Resort (Preise checken*) am Sairee Beach ein.

Anreise nach Koh Tao

Koh Tao hat keinen eigenen Flughafen. Du erreichst die Insel per Fähre ab Koh Samui (Fahrzeit 1:30 bis 2 Stunden, ab 14 €) oder Koh Phangan (Fahrzeit 1 bis 1:30 Stunden, ab 11 €). Vom Festland erreichst du Koh Tao ab Chumphon (Lomprayah Pier; Fahrzeit 1:45 bis 3 Stunden, ab 12 €)

4. Phuket – Thailands größte Insel zwischen Partymeile und versteckten Buchten

Für wen: Strand, Nachtleben, Kultur & Inselhopping-Basis | Empfohlene Aufenthaltsdauer: 5–10 Tage | Beste Reisezeit: Dezember bis April | Flughafen: ✅ Ja

Koh Phuket (meist nur Phuket mit Betonung auf dem „e“) ist mit 543 km² die größte Insel Thailands und gleichzeitig eine der bekanntesten. Die Insel liegt in der Andamanensee im Indischen Ozean, und wer das Eiland besucht, merkt schnell: Sie ist zu groß für einen kurzen Abstecher.

In den Partyvierteln ist auch in den Morgenstunden noch einiges los. Dann gibt es einsame Strände, auf denen man um dieselbe Uhrzeit das Meer hört. Ein Drittel der Einwohner sind Muslime – der malaiische Einfluss ist hier nicht zu verbergen und macht Phuket kulturell interessanter, als viele erwarten.

Phuket Town: Als wärst du kurz aus Asien herausgetreten

Wer Kultur will, geht in die Altstadt von Phuket Town. Bunte Häuser im Sino-portugiesischen Stil – eine Mischung aus portugiesischer Kolonialarchitektur und chinesischen Elementen – reihen sich entlang der Straßen, viele davon aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Du findest hier Boutiquen, Cafés und Restaurants. Einen Abstecher wert ist außerdem der Put Yaw, ein rund 200 Jahre alter Tempel chinesischer Einwanderer.

Ein Wahrzeichen der Insel ist der Große Buddha von Phuket: 45 Meter hoch, aus weißem burmesischem Marmor, auf dem Nakkerd Hill im Süden der Insel. Von hier oben hast du einen fantastischen Blick über Phuket. Kauf dir eine frische Kokosnuss – sicher teurer als anderswo, aber der Ausblick gehört dazu. Du erreichst den Big Buddha mit dem Grab, einem Taxi oder einem Mietauto. Rollerfahren auf Phuket? Möglich, aber nicht ungefährlich (es passieren wirklich viele Unfälle). Wir haben uns für einige Tage ein Mietauto genommen, auch wenn die Hauptstraßen chronisch verstopft sind.

Strände: Alle auf der Westseite

Die schönsten Strände Phukets – und das ist wichtig für deine Reiseplanung – liegen fast ausnahmslos an der Westküste der Insel. Der bekannteste ist der Patong Beach: endloser weißer Sand, klares Wasser, tagsüber Jetskis und Entspannung unter Palmen, abends die berüchtigte Bangla Walking Street mit Bars und Clubs. Wer seine erste Fernreise macht und Bock auf Party hat, ist hier richtig. Mein Tipp: Nur etwa fünf Minuten mit dem Grab entfernt – oder 20 Minuten zu Fuß – gibt es auf dem Night Market Patong gut und günstig zu essen.

Weitere schöne Stränden an der Westküste Phukets sind der Kamala Beach, der Bang Tao Beach, der Banana Beach, der Surin Beach und gleich nebenan der ruhigere Laem Sing Beach mit kleiner Bar, den du am besten mit dem für Thailand typischen Longtail-Boot (Thai Ruea Hang Yao; 100 Baht pro Strecke) oder über einen etwas abenteuerlichen Pfad vom südlichen Ende des Surin Beach erreichst. Weniger überlaufen ist auch der kleine Yanui Beach im Südwesten der Insel.

Ein Erlebnis der besonderen Art findest du am südlichen Ende des Mai Khao Beach im Nordwesten der Insel. Dieser Abschnitt ist auch als „Airport Beach“ bekannt. Du stehst im Sand, während Flugzeuge nur wenige Meter über deinen Kopf brettern. Zum Baden ist die Stelle eher ungeeignet, aber für das Foto lohnt sich der Weg. Am besten erreichst du den Airport Beach durch die Anlage der Andaman Pool Villas. Wir haben in der Anlage für ein kleines Trinkgeld geparkt. Der gesamte Mai Khao Beach ist übrigens rund elf Kilometer lang. Nach dem Foto-Shooting suchst du dir weiter im Norden ein ruhiges Plätzchen und genießt die Sonne.

Den besten Sonnenuntergang der Insel erlebst du am Promthep Cape ganz im Süden. Jeden Abend versammeln sich hier oben an der Steilküste Tausende Besucher, um zu sehen, wie der rote Feuerball im Meer versinkt.

Tipps zur Mobilität

Phuket ist riesig. Ein Mietauto ist deutlich sicherer als ein Roller, besonders wenn du lange Strecken planst und auch in der Nacht unterwegs bist. Allerdings stehst du mit dem Auto oft im Stau. Auf kürzeren Distanzen ist der Roller unschlagbar. Alternativ gibt es Grab, Taxis und den Smart Bus, der vom Flughafen für 100 Baht (ca. 2,70 €; egal wie weit) alle wichtigen Orte ansteuert.

Übernachten auf Phuket

Auf Phuket gibt es schier unzählige Unterkünfte, vom günstigen Hostel für Backpacker übers familiäre Gästehaus bis zum sündhaft teuren 5-Sterne-Resort – die meisten davon an den schönen Stränden an der Westküste oder in der Altstadt Phuket Town.

In Patong ist das Hotel Indigo Phuket Patong by IHG (Preis checken*) eine der besten und nobelsten Unterkünfte, und das zu einem fairen Preis. Am Kamala Beach bietet das Wyndham Garden Phuket Kamala (Preis checken*) ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Geld spielt keine Rolle? Dann seien dir die V Villas Phuket – MGallery Collection (Preis checken*), weit abseits des Trubels im Süden am Ao Yon Beach, ans Herz gelegt.

Bootsausflug: Die James-Bond-Insel im Nationalpark Ao Phang-nga

Von Phuket aus erreichst du per Boot den Nationalpark Ao Phang-nga mit einer der bekanntesten Felsformation Südostasiens. Die Insel Khao Phing Kan ist wegen der vorgelagerten Felsnadel Khao Ta-Pu weltbekannt.

Die Bucht war 1974 im Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“ zu sehen. Khao Phing Kan trägt daher heute den Beinamen „James-Bond-Insel“. Buche unbedingt einen Ausflug*, der früh startet – je früher, desto weniger Menschenmassen. Spätestens ab 11 Uhr ist es hoffnungslos überfüllt auf dem kleinen Eiland. Übernachten kann man auf Khao Phing Kan nicht, aber es gibt einige Souvenirstände.

Wenn du auf die James-Bond-Insel verzichten kannst und dir ein weniger touristisches, ursprünglicheres Kajak-Erlebnis wichtiger ist: Die Ausflüge von John Grays Sea Canoe* in den Nationalpark Ao Phang-nga haben Kultstatus. Die Touren sind zwar teuer, aber wir haben auf unserer gesamten Thailand-Rundreise keinen besseren Bootsausflug gemacht.

Inselhopping ab Phuket

Phuket ist die perfekte Basis für dein Inselhopping in der Andamanensee. Ab Phuket gibt es Schnellbootverbindungen nach Koh Yao Yai, Koh Yao Noi und nach Koh Phi Phi sowie aufs Festland (Krabi).

Anreise nach Phuket

Phuket ist mit dem Phuket International Airport (IATA-Code: HKT) gut ins internationale Flugnetzwerk eingebunden. Von Deutschland (Frankfurt) erreichst du Phuket ohne Zwischenstopp in etwa 11 Flugstunden. Mit Zwischenstopp in Bangkok bist du rund 13 Stunden unterwegs. Dank der Sarasin-Brücke erreichst du Phuket vom Festland aus auch mit dem Auto oder dem Bus.

5. Koh Yao Yai – eine Insel, die noch nicht weiß, wie schön sie ist

Für wen: Ruhesuchende, Paare, Naturliebhaber | Empfohlene Aufenthaltsdauer: 3–5 Tage | Beste Reisezeit: Dezember bis April | Flughafen: ❌ Nein

Koh Yao Yai liegt etwa 15 Kilometer östlich von Phuket und könnte trotz der Nähe kaum unterschiedlicher sein. Keine Partybars. Kaum Touristen. Die Insel ist muslimisch geprägt, lebt im Takt der Gezeiten und ist für uns eine der schönsten Inseln Thailands ohne Massentourismus. Wer hier Urlaub macht, muss sich anpassen und einen Gang runterschalten.

Die Strände: Gezeiten beachten

Der schönste Strand der Insel ist der Laem Haad Beach. Eine nicht enden wollende Landzunge aus feinstem weißen Sand – karibisches Flair, ohne Touristeninfrastruktur. Als wir Ende Januar dort waren, hatten wir den Strand fast für uns allein. Wichtig: Achte auf die Gezeiten. Je nach Ebbe und Flut verändert sich der Strand deutlich – das gilt für alle Stände der Insel.

Zum Sonnenuntergang lohnt der Son Bay Beach mit Strandbar – auch hier gilt: Bei Ebbe kein Wasser. Der Ao Sai Beach ist ruhig und flach, ideal für Familien mit Kindern. Der Ao Muong Beach hat schattenspendende Bäume und eine kleine Strandbar – auf dem Weg dorthin kamen auf einmal Affen auf den Weg gesprungen. Einfach so. Der Lo Chak Beach hat ein wenig mehr Partyflair, einen langen Steg und in der Strandbar läuft Lounge-Musik. Hier haben wir auch einen Leguan über den Sand laufen sehen.

Am Abend empfehle ich den Loh Pared Beach mit der Gypsy Bar: Bars und Restaurants nebeneinander, Massageangebote, und wenn die Sonne versinkt, schallt Musik aus Lautsprechern, während man Cocktails schlürft. Das ist der geselligste Teil der Insel – und trotzdem nicht überwältigend voll.

Tipps zur Mobilität

Koh Yao Yai ist recht groß, aber auf den Straßen ist nicht viel los. Daher: Der Roller ist das Fortbewegungsmittel Nummer 1.

Übernachten auf Koh Yao Yai

Unser Hotel war das Esmeralda View Resort (Preise checken*) – einzelne Bungalows, eine tolle Terrasse und ein Restaurant mit fantastischem Essen und mit direktem Meerblick. Eine Empfehlung von Herzen.

Anreise nach Koh Yao Yai

Du erreichst Koh Yao Yai ausschließlich mit dem Boot. Wir selbst sind mit dem Speedboat vom Bang Song Pier in Phuket gefahren (Fahrzeit 30 Minuten, Preis ab 10 €). Eine weitere Fährverbindung besteht vom Laem Hin Pier in Phuket Town (Fahrzeit 40 Minuten, Preis ab 10 €). Vom Festland (Krabi) fahren Boote vom Nopparat Thara Pier in Ao Nang (Fahrzeit 50 Minuten, Preis ab 17 €).

6. Koh Phi Phi – spektakuläre Kulisse, laute Nächte, legendäre Ausflüge

Für wen: Backpacker, Partytouristen, Schnorchler, Filmfans | Empfohlene Aufenthaltsdauer: 3–5 Tage | Beste Reisezeit: Dezember bis April | Flughafen: ❌ Nein

Koh Phi Phi ist eine der bekanntesten Inselgruppen in der Andamanensee. Hohe Kalksteinfelsen formen die Landschaft, dazwischen weiße Sandstrände, türkisblaues Wasser und Palmen.

Die Inselgruppe – bestehend aus der Hauptinsel Koh Phi Phi Don, Koh Phi Phi Leh, Koh Mai Phai (Bamboo Island) und weiteren kleinen Inseln – bildet den Hat Noppharat Thara Mu Ko Phi Phi Nationalpark. Koh Phi Phi Don ist die einzige bewohnte Insel. Koh Phi Phi Leh kennt die Welt aus dem Kino.

Wer Ruhe sucht, ist hier falsch. Die Restaurant- und Bar-Dichte ist gewaltig, es sind viele junge Menschen unterwegs. Hier steppt wirklich der Bär. Legendär ist die Reggae Bar, in der Muay Thai-Kämpfe stattfinden. Eintritt 300 Baht (ca. 8 Euro) inklusive einem Getränk.

Die zwei Gesichter der Insel

Koh Phi Phi Don hat zwei Hauptstrände. Auf der Südseite der Ton Sai Beach – ruhiger, mit bunten Booten im türkisblauen Wasser, ein klassisches Postkartenmotiv. Auf der Nordseite der Loh Calum Beach mit Clubs, Feuershows und Bars. Von einem Strand zum anderen läufst du durch das Örtchen, vorbei an zahlreichen Shops und Restaurants.

Dann gibt es noch abgelegenere Strände wie den Viking Beach, den Monkey Beach, den Loh Moo Dee Beach, die Loh Ba Kao Bay und die Loh Lana Bay. Die Strände sind entweder zu Fuß über Dschungel-Wege oder mit einem der knatternden Longboats zu erreichen.

Wer nicht am Strand liegt, steigt auf. Schilder weisen dir den Weg zum Phi Phi Viewpoint 1 und Phi Phi Viewpoint 2 – auf steilen Stufen, mit kleiner Eintrittsgebühr und Alkoholverbot auf dem Berg. Der Blick von der oberen Aussichtsplattform auf die Insel und die mächtigen Felsen rundherum ist die Mühe wert. Verbringe den Sonnenuntergang hier oben – das ist die beste Zeit.

Bootsausflug: Maya Bay, Bamboo Island und mehr

Ein Muss ist der Bootsausflug zur Maya Bay auf Koh Phi Phi Leh, –Drehort des Films „The Beach“ mit Leonardo DiCaprio. Der Zugang ist streng geregelt: Nur Stege und der Strandweg sind erlaubt, ins Wasser darf niemand (es gibt hohe Strafen), damit sich das geschundene Ökosystem und die Korallen erholen können. Buche unbedingt die Sonnenaufgangs-Tour, dann wird der Strand noch nicht von Menschenassen überrannt. Das Schnorcheln in der Maya Bay (vom Boot aus, nicht vom Strand) war ein Erlebnis: unfassbar viele bunte Fische.

Weitere Stopps: die Viking Cave mit uralten Höhlenmalereien und Schwalbennestern, die Phi Le Bay mit türkisblauem Wasser zum Schwimmen, die Monkey Bay (Affen nicht füttern, nicht nah rangehen), Bamboo Island mit Pulversand und kleinen Haien beim Schnorcheln, die Loh Lana Bay und der Nui Beach. Viel auf einmal und jeder Stopp hat sich gelohnt.

Tipps zur Mobilität

Koh Phi Phi kannst du nur auf eine Art erkunden: zu Fuß. Motorisierter Verkehr existiert auf der kleinen Insel nicht. Für längere Distanzen in abgelegeneren Regionen des Eilands nimmst du das Longboat.

Übernachten auf Koh Phi Phi

Wir haben im P2 Wood Loft (Preise checken*) mitten im Ort übernachtet – eine schöne Unterkunft, aber nichts für Leute, die Ruhe suchen. Legst du Wert auf Ruhe, wirst du das Phi Phi CoCo Beach Resort (Preise checken*) oder das Viking Nature Resort (Preise checken*; unbedingt ein großes Zimmer oder eine Villa buchen) lieben.

Anreise nach Koh Phi Phi

Koh Phi Phi ist nur mit dem Boot zu erreichen. Vom Festland gibt es mehrere Verbindungen, etwa von Ao Nang (Fahrzeit 1 Stunde, Preis 10–20 €). Daneben gibt es Verbindungen nach Phuket (Fahrzeit 1 Stunde, Preis ab 20 €) und nach Koh Lanta (Fahrzeit 45 Minuten, Preis ab 15 €). Am Fährsteg in Koh Phi Phi gilt eine Umweltgebühr von 20 Baht (ca. 0,50 Euro).

7. Koh Hong – Krabis schönste Insel

Für wen: Schnorchler, Natur- & Aussichtsliebhaber, Tagesausflügler von Ao Nang

Koh Hong ist kein Ziel für Übernachtungsgäste – die Insel ist unbewohnt. Du erreichst das kleine Eiland im Rahmen eines Tagesausflug etwa ab Ao Nang in der Region Krabi. Die Insel ist Teil des Mu Koh Hong-Archipels im Than Bok Khorani Nationalpark und liegt etwa 30 Minuten mit dem Speedboat vom Festland entfernt. Ausflüge werden auch von den benachbarten Inseln Koh Yao Yai und Koh Yao Noi angeboten. Dich erwarten türkisblaues Wasser, imposante Felsformationen und dichter Dschungel bis zur Wasserkante.

Schnorcheln ist hier das Hauptprogramm. Das Wasser ist klar, die Unterwasserwelt intakt. Wer einfach nur unter Palmen am Strand liegen will: auch das geht hervorragend. Am wunderschönen Strand gibt es ein Besucherzentrum, Toiletten und einen kleinen Shop – mit Festlandpreisen solltest du hier nicht rechnen. Viele Bootstouren ab Ao Nang schließen den Parkeintritt bereits im Paketpreis ein.

Wer mehr will, wagt den Aufstieg zum Viewpoint Hong Island. Der Weg ist gut ausgebaut, aber steil und bei der Hitze in Thailand definitiv nicht jedermanns Sache. Der Lohn oben: ein Blick hinunter auf den Hong Beach, der zwischen mächtigen, bewachsenen Felsen liegt – für mich eines der schönsten Fotomotive, das Thailand zu bieten hat.

Das dritte Highlight der Insel ist die Ko Hong Lagoon – auf Thai Thale Nai, was so viel wie „Innenmeer“ bedeutet. Eine große, von hohen Steilwänden umschlossene, smaragdgrüne Salzwasserlagune. Fast könnte man meinen, inmitten eines erloschenen Vulkans zu sein. Die Boote erreichen die Lagune nur über eine schmalen Verbindung zum Meer – und das auch nur, wenn der Wasserstand es zulässt.

Buchst du einen Tagesausflug, steuern die Boote auch noch anderen Inseln an, etwa Koh Lao Lading und Koh Pakbia mit dem imposanten Pilz-Felsen im Meer.

8. Koh Lipe – wenn alle Freunde dieselbe Insel empfehlen

Für wen: Schnorchler, Ruhesuchende, Strand-Puristen | Empfohlene Aufenthaltsdauer: 3–7 Tage | Flughafen: ❌ Nein

Koh Lipe haben wir selbst noch nicht bereist – das muss ich hier ehrlich sagen. Aber wir kennen kaum eine andere Insel in Thailand, über die so viele Freunde ins Schwärmen geraten – und zwar jedes Mal mit demselben Unterton: „Die müsst ihr noch sehen.“

Also, was wir wissen: Koh Lipe liegt in der Andamanensee und ist die südlichste Insel des Landes – näher an der malaysischen Insel Langkawi als an Phuket. Die Insel gehört zur Provinz Satun und ist Teil des Tarutao National Marine Parks. Korallenriffe direkt vor dem Strand, kristallklares Wasser – weshalb viele Koh Lipe als die „Malediven Thailands“ bezeichnen. Ursprünglich lebten hier die Urak Lawoi, ein Volk von Seenomaden, dem König Rama V. die Insel einst überließ.

Die Insel ist so klein, dass du sie problemlos zu Fuß erkundest. Kein Auto, kaum Straßen. Wer nach den schönsten Inseln Thailands ohne Massentourismus sucht – zur Hauptreisezeit von Dezember bis Februar wird es aber dennoch sehr voll – und gleichzeitig ein traumhaftes Schnorchelerlebnis will, hat hier nach allem, was wir hören, einen sehr guten Treffer.

Wir haben Koh Lipe fest auf der Liste für die nächste Thailand-Reise. Und wenn wir dort waren, bekommst du hier unsere ehrliche Meinung – wie immer.

Die Anreise erfolgt am einfachsten über Bangkok. Von hier mit dem Flugzeug nach Trang oder Hat Yai und dann per Speedboot nach Koh Lipe.

🗺️ Karte mit den schönsten Inseln in Thailand

Auf unserer interaktiven Karte findest du die schönsten Inseln Thailands im praktischen Überblick:

❓ Häufige Fragen zu Thailands schönsten Inseln

❓ Wie viele Inseln gibt es in Thailand?

Das ist tatsächlich nicht eindeutig zu sagen und hängt auch ein wenig von der Zählweise ab. Sicher sind es um die 1.000 Inseln, andere Quellen nennen über 1.500 Inseln. Aber nur auf etwa 40 Inseln kannst du als Tourist auch übernachten. Eine Übersicht findest du auf https://stefaninthailand.de/alle-inseln-in-thailand-auf-denen-man-uebernachten-kann/

❓ Welche Insel in Thailand haben einen Flughafen?

In der Andamanensee hat Phuket einen internationalen Flughafen. Du erreichst den Phuket International Airport (IATA-Code: HKT) von Deutschland (Frankfurt) ohne Zwischenstopp in etwa 11 Flugstunden. Mit Zwischenstopp in Bangkok bist du rund 13 Stunden unterwegs. Im Golf von Thailand befindet sich auf Koh Samui der Samui International Airport (IATA-Code: USM). Von Deutschland aus erreichst du Koh Samui mit einem Zwischenstopp in Bangkok in rund 13 bis 15 Stunden.

❓ Welche sind die schönsten Inseln in Thailand?

Das hängt von deinem Reisetyp ab. Für Kultur und Infrastruktur: Koh Samui oder Phuket. Für ruhige Strände ohne Massentourismus: Koh Yao Yai oder Koh Phangan abseits von Haad Rin. Für Tauchen und Schnorcheln: Ko Tao oder Koh Phi Phi. Für spektakuläre Landschaft: Koh Phi Phi.

❓ Welche Insel in Thailand hat wenig Tourismus?

Koh Yao Yai ist meine klare Empfehlung. Die Insel liegt nur 15 Kilometer von Phuket entfernt, fühlt sich aber wie eine andere Welt an. Muslimisch geprägt, ruhig, kaum Touristeninfrastruktur – und trotzdem schöne Strände.

❓ Welche Inseln liegen im Golf von Thailand?

Die bekanntesten sind Koh Samui, Koh Phangan, Koh Tao und Koh Chang. Der Golf von Thailand liegt vor der Ostküste des Landes. Mit Ausnahme von Koh Samui sind die Inseln ausnahmslos per Boot erreichbar.

❓ Welche Inseln liegen in der Andamanensee?

Die bekanntesten sind Phuket, Koh Phi Phi, Koh Yao Yai und Koh Lanta. Die Andamanensee liegt vor Thailands Westküste und beherbergt mehrere hundert Inseln – viele davon unbewohnt und nur per Boot erreichbar.

❓ Kann ich auf meiner Reise mehrere Inseln verbinden?

Ja, Inselhopping ist beliebt und gibt dir noch einen viel tieferen Einblick. Im Golf von Thailand kannst du Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao hervorragend verbinden. In der Andamanensee bietet sich die Route Phuket, Koh Yao Yai und Koh Phi Phi an. Außerdem kannst du die Inseln im Golf von Thailand und in der Andamanensee leicht verbinden. Zwischen Koh Samui und Phuket gibt es günstige Direktflüge. In weniger als einer Stunde kannst du so zwischen den Meeren wechseln.

❓ Wie kommt man zwischen den Inseln in Thailand hin und her?

Per Fähre oder Schnellboot. Die Verbindungen sind gut getaktet. Phuket und Koh Samui haben sogar einen eigenen Flughafen und sind daher eine ideale Ausgangsbasis für Inselhopping in der Andamanensee bzw. im Golf von Thailand. Tickets kaufst du vor Ort am Anleger oder über Plattformen wie 12go.asia*.

❓ Wann ist die beste Reisezeit für Thailands Inseln?

Für die Andamanensee (Phuket, Koh Phi Phi): Dezember bis April, die Hauptsaison beginnt aber schon im November. Für den Golf von Thailand (Koh Samui, Koh Phangan, Koh Tao): Januar bis April sowie Juli bis September.

❓ Welche Insel eignet sich für einen Familienurlaub mit Kindern?

Koh Samui und Phuket haben eine gut ausgebaute Infrastruktur, flache Strände und viele Unterkünfte für Familien. Das Wichtigste aber ist die einfache Erreichbarkeit mit dem Flugzeug. Nach Phuket gibt es sogar Direktverbindungen nach Deutschland, ganz ohne Umsteigen.

❓ Auf welcher Insel kann man in Thailand am besten tauchen?

Koh Tao gilt als einer der günstigsten und beliebtesten Orte weltweit für Tauchanfänger. Rund um Koh Phi Phi findest du ebenfalls spektakuläre Tauchplätze – unter anderem rund um alte Schiffswracks wie das Wrack der Kled Kaew.

❓ Welche Inseln eignen sich für Backpacker?

Koh Tao und Koh Phi Phi sind klassische Backpacker-Inseln: günstige Unterkünfte, lebendiges Nachtleben, einfache Fährverbindungen. Koh Samui ist etwas teurer, hat aber ebenfalls viele Budget-Optionen und lässt sich mit Koh Phangan und Koh Tao gut kombinieren.

Thailand-Reiseführer

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Autor:in
Florian Westermann ist Reisejournalist, Buchautor (u. a. Dumont) und preisgekrönter Profi-Fotograf.

2010 gründete er den Foto- und Reiseblog Phototravellers.de, auf dem er seine Expertise in über 400 Artikeln zu den Themen Reisen, Wandern, Outdoor und Fotografie teilt.

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