Die Caldera Taburiente im Nationalpark auf La Palma
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La Palma Wanderungen: diese 10 Touren musst du machen

La Palma ist ein traumhaft schönes Urlaubsdomizil für Aktiv-Urlauber und Wanderbegeisterte. Wandern wird auf der Kanaren-Insel groß geschrieben. Kein Wunder, denn der Nationalpark Caldera de Taburiente bietet neben dem höchsten Punkt der Insel, dem Roque de Los Muchachos, auch viele weitere tolle Wanderungen.

Ebenfalls sehr beliebt ist die Vulkanroute, die Ruta de los Vulcanes. Dort wanderst du durch eine abgefahren Vulkanlandschaft. Wandern auf La Palma lohnt sich definitiv sehr. Wenn du dann noch in den Lorbeerwald des Tilos Nationalparks eintauchst, wirst du begeistert sein.

Komm mit uns auf wunderschöne Wanderwege auf La Palma. Unsere Top-Sehenswürdigkeiten auf La Palma haben wir dir auch im Artikel festgehalten.

Aktualisiert am 08.05.2022

1. Mirador de La Cumbrecita-Runde

Eine sehr beeindruckende Wanderung auf La Palma kannst du im Nationalpark Caldera de Taburiente unternehmen. Die Caldera ist ein Erosionskrater mit einer riesigen Abrisskante im Norden, die noch von einem großen Vulkan stammt. Um einen ersten Einblick in diese grandiose Landschaft zu bekommen, empfehle ich dir auf jeden Fall die Tour vom Mirador de La Cumbrecita zum Mirador Lomo de las Chozas und zum Mirador de Los Roques.

Der Nationalpark Parque Nacional de la Caldera de Taburiente steht unter Naturschutz. Um diese Wanderung machen zu können, musst du dich kostenlos registrieren und dir eine Permit holen. Das kannst du auf der Website des Nationalparks. Das liegt daran, dass nur etwa 30 Fahrzeuge im Nationalpark zugelassen sind.

Durch wunderschöne Kiefernwälder wanderst du direkt am Rande der Caldera mit Blick auf tolle Felsformationen. Am schönsten ist der Rundweg zu den Aussichtspunkten Mirador Las Chozas und Mirador de los Roques. Hier bist du eine Stunde unterwegs. Besonders spektakulär ist der Blick auf den Los Roques. Der Startpunkt der Wanderung erfolgt am Parkplatz (Google Maps).

Die Caldera Taburiente im Nationalpark auf La Palma
Die Caldera Taburiente im Nationalpark auf La Palma – hier kannst du das Ausmaß des riesigen Vulkankraters erahnen

2. Roque de Los Muchachos – Kraterwanderung

Der höchste Gipfel der Insel ist der Roque de los Muchachos mit 2.426 Metern. Direkt an der oben erwähnten Abbruchkante der Caldera, im nordwestlichen Teil des Kraters, findest du eine spektakuläre Landschaft. Im Gegensatz zur Cumbrecita-Runde ist hier alles felsig, karg und du fühlst dich wie auf dem Mars oder dem Mond.

Um zum höchsten Gipfel La Palmas zu gelangen, kannst du entweder eine lange Serpentinenstraße hinauffahren, oder eine Wanderung hinauf machen.

Aber auch schon die Tour direkt zum höchsten Punkt und den zwei Aussichtspunkten lohnt sich. Vor allem der Blick vom Espinón de Roque auf 2.382 Metern ist toll. Wie eine Felsnase ragt die Plattform hinein in die Caldera. Du blickst direkt in den riesigen Erosionskrater. Die Landschaft ist unglaublich.

Einer der Ausblicke vom Roque de Los Muchachos
Einer der Ausblicke vom Roque de Los Muchachos

Vom Gipfel aus hast du einen traumhaften Blick auf die Caldera und die Nachbarinseln Teneriffa, El Hierro und La Gomera. Dort oben erwarten dich riesige Anlagen des Roque-de-los-Muchachos-Observatoriums. Das Observatorium ist eines der größten weltweit. 

Wir sind oben am Kraterrand entlang gewandert und haben die spektakuläre Aussicht genossen. Auf einem kleinen Pfad läufst du zum Punkt Fuente de Nueva und weiter zum Mirador de los Andenes. Dabei kommst du auch an riesigen Observatorien vorbei. Diese Tour können wir dir auf jeden Fall empfehlen. Wenn du Lust hast noch weiter zu laufen, kannst du auch bis zum Pico de la Cruz wandern.

Der Roque de Los Muchachos - der Ausblick ist grandios
Der Roque de Los Muchachos – der Ausblick ist grandios

3. Ruta de Los Vulcanes – Vulkanroute

Sie ist eine der beliebtesten Wanderungen auf La Palma, die Ruta de Los Vulcanes, auch die Vulkanroute genannt. Viele Familien und Wanderer brechen zu einem Tagesausflug auf, weil diese Route wunderschöne Einblicke in die Vulkanlandschaft auf La Palma offenbart.

Und je nach Fitnessgrad kannst du hier eine sehr lange Tour draus machen oder nur ein wenig in das Vulkangebiet hineinlaufen und dann wieder umkehren. Jedoch musst du mindestens 12 Kilometer für die Tour einplanen, wenn du auch nur einen kleinen Einblick bekommen möchtest. Also es ist durchaus eine längere Tour, die sich lohnt.

Die ersten fünf Kilometer der Normalroute führen dich durch ein Waldgebiet. Der Weg führt dich zunächst ohne große Anstiege hinein in das Vulkangebiet. Zu Beginn siehst du zunächst noch nicht viel von der Landschaft. Richtig interessant wird es erst nach fünf Kilometern, die du dann auch wieder zurücklaufen musst, wenn du keine lange Tour planst.

Der berühmte Wolkenwasserfall über dem Gebirgszug Cumbre Nueva auf La Palma zählt zu den Top-Sehenswürdigkeiten
Der berühmte Wolkenwasserfall über dem Gebirgszug Cumbre Nueva auf La Palma zählt zu den Top-Sehenswürdigkeiten

Die Normalroute führt dich vom Refugio El Pilar durch das Vulkangebiet bis nach Los Canarios. Insgesamt bist du über 17 Kilometer unterwegs und solltest sieben Stunden für die Tour einplanen. Danach musst du entweder mit dem Taxi oder dem Linienbus zurückfahren.

Wir haben die Route ein wenig abgewandelt und sind anstatt durch den Wald über viele Vulkane gewandert, was am Ende auf Grund von 830 Höhenmetern fast einer Alpenwanderung gleich kam. Technisch ist der Weg aber nicht schwierig. So oder so, sobald du ins Hauptgebiet der Vulkane gelangst, wirst du nur noch staunenden Gesichtsausdruckes durch die Gegend laufen.

Schwarze Lava und riesige Vulkankrater - das erlebst du auf der spektakulären Vulkanroute
Schwarze Lava und riesige Vulkankrater – das erlebst du auf der spektakulären Vulkanroute

Für uns ging es hinauf zum Pico Birigoyo. Von hier aus hast du einen grandiosen Blick auf den bekannten Wolkenwasserfall, der sich über den Cumbre Nueva-Gebirgszug ergießt. Danach haben wir die Vulkane Montana Pelada (1.814 Meter) sowie den Montana de Los Charcos (1.831 Meter) erklommen. Schließlich gelangten wir dann wieder auf die Normalroute.

Hier ist das erste Highlight der riesige Crater del Hoyo Negro. Wie der Name schon sagt: ein großer schwarzer Krater. Danach wandern wir durch Kiefernwald und kommen an einen Ausblick auf die große Lavalandschaft mit Blick auf den Doppelvulkan Deseada. Mit 1.947 Metern ist das der höchste Punkt auf der Route. Den Vulkan haben wir bestiegen und am Kraterrand umrundet. Hier kehrten wir dann auf dem Normalweg zurück zum Refugio El Pilar.

Blick von einem der Vulkane hinein in den mächtigen Krater
Blick von einem der Vulkane hinein in den mächtigen Krater. Die Vulkanroute lohnt sich auf jeden Fall

Empfehlenswerter Wanderführer La Palma

Für die Wanderungen auf La Palma empfehle ich dir auf jeden Fall den Rother Wanderführer. Den haben wir immer mit im Gepäck und dort kannst du aus vielen individuellen Wanderungen wählen. Sie sind unterteilt in leicht, mittel und schwer.

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4. Schlucht der Ängste

Die beliebteste Wanderung auf La Palma ist die Schlucht der Ängste, die Barranco de las Angustias. Diese spektakuläre Schlucht solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen. Der Weg führt dich mit dem Auto zu einem Parkplatz. Von hier aus, läufst du schon direkt los in die Schlucht hinein.

Am Parkplatz erwarten dich Taxis mit Allradantrieb, die dich zum Aussichtspunkt Los Brecitos bringen. Hier wanderst du hinab in die Schlucht. Du kommst an einem Campingplatz vorbei und hast ab hier einen traumhaft schönen Blick hinein in die Schlucht. Die Taxifahrt kostet 50 Euro je Auto. Für den steilen Abstieg ist gutes Schuhwerk gefordert.

Es geht aber auch ganz ohne Kosten. Laufe einfach in die Schlucht hinein und dann denselben Weg wieder zurück. Zunächst läufst du im breiten Flussbett und gelangst immer mehr in die Schlucht hinein. Die Wände sind spektakulär. Das erste Highlight ist eine große Kaskade, ein Wasserfall. Entweder kletterst du hier über die Felsen hinauf, oder nimmst den ausgeschilderten Weg, der dich nun oberhalb der Schlucht entlangführt. Die Wegführung wechselt zwischen in der Schlucht und Umgehungswegen oberhalb der Schlucht. Einige Passagen sind wegen Steinschlag gesperrt. Auf dem Rückweg kannst du, wenn du wachsam bleibst, durch die komplette Schlucht wandern und siehst so beide Varianten.

Die beeindruckend Schlucht der Ängste (Barranco de las Angustias) auf La Palma
Die beeindruckend Schlucht der Ängste (Barranco de las Angustias)

Das absolute Highlight der Tour ist die Cascada de Los Colores. Bis hierhin sind es vom Parkplatz aus 5,4 Kilometer. Dieser kleine Wasserfall schillert auf Grund verschiedener Vulkanischer Mineralien in unterschiedlichen Farben. Davor kommst du zu Dos Aquas. Hier laufen zwei Flüsse zusammen, der klare Rio Taburiente mischt sich hier mit dem gelb gefärbten Rio Almendro Amargo.

Das beliebte Fotomotiv in der Schlucht der Ängste: die Cascada de Los Colores
Das beliebte Fotomotiv in der Schlucht der Ängste: die Cascada de Los Colores

Wenn du magst, kannst du dir noch den Weg ansehen, auf dem die Besucher in die Schlucht absteigen, die sich vorher mit dem Taxi hinauffahren ließen. Der steile Weg ist teils mit Stahlketten versichert. Für uns war der Weg einfach zu meistern, einige Wanderer hatten hier aber Probleme. Je weiter wir nach oben gelangten, desto näher kamen wir an den Roque Idafe heran. Diese Felsnadel thront oberhalb der Schlucht. Wir sind dann auf demselben Weg wieder durch die Schlucht zurück zum Parkplatz gewandert.

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5. Los Tilos Nationalpark – Aussichtspunkt

Im Tilos Wald, dem Parque Natural de Las Nieves, befindet sich der wunderschöne Tilos Wasserfall (Cascada de Los Tilos). Der mystische Lorbeerwald ist ein Weltbiosphärenreservat. In geschützter Natur wachsen hier abgefahrene Urwaldpflanzen wie Barbusano, Indische Persea sowie Winden- und Lorbeergewächse. Hier macht sich Dschungel-Feeling breit. Grüner wirst du die Insel La Palma nicht mehr erleben.

Der wunderschöne Tilos Wasserfall zählt zu den Top-Sehenswürdigkeiten auf La Palma
Der wunderschöne Tilos Wasserfall zählt zu den Top-Sehenswürdigkeiten auf La Palma

Ein besonderes Highlight ist die Wanderung zu den Quellen von Marcos y Cordero. Sie zählt zu den beliebtesten Wanderunge. Aktuell Stand 2021 ist der Weg jedoch gesperrt. Zudem führt hier der Wanderweg PR LP 7 entlang. Auch die Tour zum Aussichtspunkt Barandas ist vielversprechend.

Eine tolle Alternative, um tiefer in den Los Tilos Dschungel einzutauchen ist der Aussichtspunkt Espigón Atravesado. Auf deinem Weg passierst du einen langen Tunnel. Der diente früher zum Transport von Bäumen. Du wanderst nun durch einen immer dichter werdenden Wald. Die Wände, manchmal natürlich, manchmal aus Steinen gefertigt sind von Moos bewachsen. Wasser läuft an den Wänden herab.

Biggi am Aussichtspunkt Espigón Atravesado
Der Aussichtspunkt Espigón Atravesado ist spektakulär und ein echtes Highlight auf La Palma

Bald gelangst du zum Treppenaufgang, der dich auf einem kleinen Grat zur Aussichtsplattform bringt. Hier hast du bei gutem Wetter einen grandiosen Blick über den Los Tilos Nationalpark und den riesigen Lorbeerwald.

6. Von Los Canarios zu Las Salinas de Fuencaliente

Die Vulkanroute, die ich dir oben schon beschrieben habe, endet im Ort Los Canarios. Wenn du möchtest, kannst du dir eine Unterkunft in Los Canarios buchen und direkt am nächsten Tag eine weitere Tour beginnen. Denn von dem gleichen Ort aus kannst du auch an den südlichsten Punkt La Palmas wandern. Dort warten dann gleich drei großartige Highlights auf dich: die Las Salinas de Fuencaliente, der Faro de Fuencaliente sowie die Grüne Lagune. Und das beste an der Wanderung: du läufst einen Teil des GR 131.

Die Salinen von Fuencaliente mit dem Leuchtturm im Hintergrund
Die Salinen von Fuencaliente mit dem Leuchtturm im Hintergrund

Diese Tour zeigt dir eine weitere, richtig abgefahrene Vulkanlandschaft. Du kommst nämlich an den zwei Vulkanen vorbei. Beim Volcán de San Antonio läufst du direkt am Kraterrand. Direkt am Besucherzentrum steigst du ab. Bald kannst du schon den Roque Teneguía sehen. Dieser dreieckige Felsen ragt von deiner Sicht aus direkt ins Meer hinein. Auf deiner Wanderung kommst du auch am Volcan de San Juan vorbei. Schließlich erreichst du den Vulkan Teneguía. Der Vulkan brach 1971 aus. Diese Form von Vulkan nennt man Schlackenkegel.

Die Saline von Fuencaliente und der Faro de Fuencaliente liegen direkt an einem Spot. Sie zählen zu den beliebten Sehenswürdigkeiten auf La Palma. Direkt am Meer eröffnen sich dir schneeweiße, riesige Becken, in denen – je nach Stadium – bereits viel Salz vorhanden ist, oder aber das Meerwasser noch die Ablagerungen freigeben muss.

Direkt an den Salinen gibt es auch ein Restaurant, das sogar einen Michelin-Stern hat, das El Jardin de la Sal. Die Salinen bestehen bereits seit 1967. Sie sind die einzigen, die auf den Kanaren noch voll genutzt werden. Das Salz heißt Sal Marina Teneguia. Das besondere: hier gibt es zahlreiche Wattvogelarten.

Jetzt musst du nur noch ein Stück am Strand entlang laufen und gelangst an eine weitere, ganz besondere Sehenswürdigkeit. Hier kannst du die Wanderschuhe ausziehen und die Zehen in feinsten schwarzen Vulkansand am Playa de Echentive stecken.

Die grüne Laguna am Playa de Echentive
Die grüne Laguna am Playa de Echentive – sieht das nicht abgefahren aus?

Dort befindet sich auch die Grüne Lagune. Neben dem Strand hat sich eine wahre Erholungsoase herauskristallisiert. Die Grüne Lagune ist wirklich grün, verläuft entlang einer abgefahrenen Felswand und sieht ein wenig unwirklich aus. Dein Besuch dort lohnt sich auf alle Fälle. So etwas wirst du noch nie gesehen haben.

Vom Faro de Fuencaliente aus bringt dich der Linienbus 203 nach Los Canarios zurück.

7. Große Calderarunde – Ruta de la Crestería

Eine absolut spektakuläre Wanderung ist die Große Calderarunde auf La Palma, die Ruta de la Crestería. Wie du dir schon denken kannst, verläuft sie am Erosionskrater der Caldera entlang. Das bedeutet für dich: spektakuläre Aussichten, eine absolut wandelbare Landschaft und eine Nacht unter dem klarsten Sternenhimmel, den du dir nur vorstellen kannst.

Wichtig: es gibt keine Orte oder Unterkünfte, in denen du auf dieser Tour übernachten kannst. Daher musst du gutes Wetter und eine gute Biwak-Ausrüstung für die Tour haben.

Sieben Gipfel wirst du auf dieser langen Wanderung besteigen. Dein Startpunkt ist die Ermita de la Virgen del Pino. Nun folgst du der Beschilderung von El Paso nach Breña Alta zum Reventón-Pass. Und hier beginnt dann auch die offizielle Ruta de la Crestería. Übrigens ist sie der erste Teil des Fernwanderweges GR 131.

Ein Aussichtspunkt am Kraterrand der Caldera am Roque de Los Muchachos
Ein Aussichtspunkt am Roque de Los Muchachos

Allerdings wanderst du die Route jetzt entgegen dem GR 131. Du gelangst zum Refugio de la Punta de los Roques und bist ab hier nun auf über 2000 Metern unterwegs. Die Wanderung bringt dich nun in einem steilen Abstieg zur Degollada del Río. Du läufst vorbei am Pico de la Sabina und gelangst zu der La Erita. Hierbei handelt es sich um eine alte Guanchen-Versammlungsstätte.

Am Kraterrand der riesigen Caldera wanderst du nun am Pico de la Nieve, Piedra Llana, Pico de la Cruz, Mirador de Los Andenes sowie dem Fuente Nueva vorbei. Dein Endpunkt ist der Gipfel des Roque de Los Muchachos mit seinen zwei tollen Aussichtsplattformen.

Das Observatorium auf dem Roque de Los Muchachos im Abendlicht
Das Observatorium auf dem Roque de Los Muchachos im Abendlicht

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8. GR 131 La Palma

Der Fernwanderweg GR 131 verläuft auf La Palma und liefert dir spektakuläre Ausblicke. Er trägt den Beinamen El Bastón. Denn aus der Vogelperspektive erinnert die Route an einen Wanderstock. 87 Kilometer und mehr als 3.800 Höhenmeter wirst du auf dieser Tour machen. Du kannst den GR 131 in drei oder vier Tagen wandern – wie du magst.

Die erste Etappe führt dich vom Puerto de Tazacorte auf den höchsten Punkt der Insel, den Roque de Los Muchachos. Du startest direkt an einem der längsten Sandstrände La Palmas. Hier geht es in steilen Serpentinen hinauf. Dein erstes Highlight nach einiger Zeit ist der Aussichtspunkt Mirador del Time. Am gleichnamigen Berg Time geht es vorbei. Nach einer erneut langen Strecke erreichst du den Torre del Time, einem Aussichtsturm. Von hier beginnt der lange Anstieg zum Roque de Los Muchachos. Du kommst auf der Tour auch am Roque Palmero vorbei.

Hier wanderst du auf der Ruta de la Crestería am Kraterrand entlang. Tolle Ausblicke sind der Fuente Nueva, Mirador de Los Andenes, der Pico de la Cruz, der Piedra Llana, Pico de la Nieve, Erita de Los Guanches, Refugio Punta de Los Roques (Schutzhütte), der Pico Corralejo, Pico Ovejas. Jetzt wird es spannend: du wanderst über den Reventon Pass und über den Gebirgszug Cumbre Nueve. Hier ergießt sich der riesige, bekannte Wolkenwasserfall.

Dieses spektakuläre Naturphänomen ist einzigartig. Allerdings bedeutet das für dich: du wirst auf dem Kamm inmitten von Wolken sein. Es wird kalt, feucht, windig und unangenehm. Denn du bist dort mitten drin im Naturphänomen. Dein Endziel ist das Refugio del Pilar (Schutzhütte).

Unser Tipp: Steige zum Sonnenaufgang vom Refugio del Pilar auf den Pico de Birigoyo. Von dort aus hast du den besten Blick auf den Wolkenwasserfall.

Vom Refugio gelangst du über die bekannte Vulkanroute – siehe oben beschrieben – bis zum südlichsten Punkt der Insel, nach Fuencaliente. Die Vulkanlandschaft ist unglaublich und spektakulär. Unterschätze jedoch nicht, dass die Wanderung in Vulkansand recht anstrengend für die Füße ist.

Ich würde dir raten, dass du in Los Canarios Stopp machst und dir den Rest der Wanderung zu den Salinen für den Tag vier aufhebst. Dann kannst du noch einen gemütlichen Strandbesuch einlegen und kommst noch mit dem Bus zurück. Denn am südlichsten Punkt gibt es nichts außer die Salinen, den Leuchtturm und die Grüne Lagune.

9. GR 130 La Palma

Der zweite Fernwanderweg auf La Palma ist der GR 130. Er führt dich einmal um die Insel an der Küste entlang. Auch hier wird es spektakulär, aufregend und im Norden sowie im Osten steil. Der GR 130 trägt den Beinamen Camino Real de la Costa, der königliche Küstenweg.

Die erste Etappe startet in Santa Cruz de La Palma. Am ersten Tag wanderst du bis Puntallana. Die nächsten Etappen bringen dich in den Norden nach Barlovento, Santo Domingo de Garafía, nach Tijarafe. Auf der fünften Etappe gelangst du in den schönsten Ort der Insel, Los Llanos de Aridane.

In Fuencaliente kreuzt du den GR 131 auf der Vulkanroute kurz vor Los Canarios. Dann wanderst du weiter nach Villa de Mazo, um dann am letzten Tag wieder in Santa Cruz de La Palma anzukommen.

Insgesamt machst du 8 Etappen, 142 Kilometer mit über 6.500 Höhenmetern. Da du jeden Tag in Orten ankommst, hast du kein Wasserproblem und kannst dich immer ausreichend versorgen. Unterkünfte solltest du in den jeweiligen Orten buchen.

10. Barranco del Agua – Los Tilos

Als letzte Wanderung habe ich noch eine tolle, leichte, kurzweilige Tour im Tilos Nationalpark für dich: vom Besucherzentrum des Los Tilos Nationalparks durch die Barranco del Agua. Die Wasserschlucht, wie dieser Weg auch genannt wird, bringt dich tiefer hinein in den wunderschönen Lorbeerwald.

Unser Tipp: Bevor du diese Wanderung beginnst, schau doch noch kurz beim Tilos Wasserfall (Cascada de Tilos) vorbei. Dieser mächtige Wasserfall ist wahrlich eine Schönheit.

Nun wanderst du an dem Restaurant beim Besucherzentrum vorbei. Die Tour führt dich an einer Levada, einer alten Wasserleitung entlang. Felswände, die von grünen Farnen überwuchert werden begleiten dich. Wasser plätschert von den Wänden, du fühlst dich wie einem Märchen entsprungen.

Diese Wanderung ist super für Familien geeignet, weil sie aufregend, kurzweilig ist und der Nationalpark mit einer unglaublichen Flora und Fauna aufwartet.

Ich hoffe meine Auflistung an wunderschönen Wanderungen auf La Palma hat dir gefallen. Vielleicht hast du jetzt auch Lust bekommen die eine oder andere Tour auf La Palma zu wandern? Die Landschaft ist so unterschiedlich und wunderschön, dass du einfach in die Natur eintauchen musst.

Sei es der uralte Lorbeerwald im Los Tilos Nationalpark, der dich in den Dschungel entführt, die abgefahrene Vulkanlandschaft auf der Vulkanroute oder die riesige Caldera de Taburiente. Alle Touren sind unterschiedlich und werden dich begeistern.

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4 Kommentare

  • - Anna

    Hallo ihr Lieben,

    das klingt alles echt toll – für mich soll es Ende Mai zum Wandern nach La Palma gehen. Dabei habe ich ähnliche Routen im Gepäck wie ihr sie auch gemacht habe. Könnt ihr sagen, welcher Übernachtungsort als Ausgangslage gut fürs Wandern gedacht ist? Einen Mietwagen haben wir auf jeden Fall dabei. Vielleicht habt ihr ja einen Tipp für mich.

    Lieben Dank und viele Grüße, Anna

    • - Florian

      Hallo Anna,

      du wirst in der Regel von überall recht lange Anfahrten haben. Schau am besten, dass die Unterkunft in der Nähe einer Hauptstraße liegt. Wir hatten unser Quartier zum Beispiel nördlich von Santa Cruz.

      Viele Grüße
      Florian

  • - Verena

    Hallo ihr Lieben,
    zunächst einmal herzlichen Dank für eure tolle Seite – das Lesen ist einfach ein Genuss!
    Ich habe eine kurze Frage zu den Wanderungen. Deckeln sich eure Touren mit den Touren aus dem Rother Wanderführer bzw. finde ich diese auch da drin oder hattet ihr diese abgewandelt?
    Lieben Dank und herzliche Grüße,
    Verena

    • - Florian

      Hallo Verena,

      teils teils. Die Klassiker sind natürlich auch im Rother. Touren lassen sich ja aber auch ganz hervorragend online planen :-)

      Viele Grüße
      Florian

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