Kreta – Tag 7 – Wanderung auf den Pachnes (2454m)

Der Pachnes: Kretas zweithöchster Berg

Eine atemberaubende Wanderung auf den Pachnes

In unserer Taverne gibt es ein leckeres Frühstück mit Omelette und griechischem Joghurt, bevor wir in Richtung Pachnes aufbrechen. Der 2.442 Meter hohe Pachnes ist der höchste Gipfel der Weißen Berge, die Lefka Ori. Für den Namen der Weißen Berge gibt es zwei Erklärungen. Zum einen ist der Fels hier extrem hell. Zum anderen waren die Berge früher das ganze Jahr schneebedeckt. Das hat sich inzwischen aber geändert.

Ohne einen Geländewagen ist es aber illusorisch, den Pachnes an einem Tag zu bezwingen. Von Anopolis aus führt eine 22 Kilometer lange Schotterpiste zum eigentlichen Beginn der Wanderung. Mit unserem Mietwagen wäre es unmöglich, die Strecke zu befahren. Da trifft es sich gut, dass unsere Gastgeber der Anopoli Rooms wanderfreudige Touristen wie uns mit einem alten, aber überaus geländetauglichen Mitsubishi L200 mit Geländebereifung und Allradantrieb zum Trailhead chauffieren. Ganz billig ist der Spaß mit 65 Euro für die einfache Strecke zwar nicht, aber schon alleine die Jeepfahrt durch die Mondlandschaft der Lefka Ori, die Weißen Berge, ist das Geld wert.

Gleich hinter dem Bergdorf biegt die Straße zum Pachnes ab. Anfangs ist die Straße noch eine normale Schotterpiste, die man auch mit einem normalen Pkw befahren könnte. Nach etwa zehn Kilometern wird die Strecke aber immer schroffer. Spätestens jetzt ist klar, warum unser höhergelegtes Fahrzeug mit dicken Geländereifen ausgestattet ist. Gleichzeitig wird die Aussicht auf die Weißen Berge immer spektakulärer. Pflanzen sind weit und breit nicht mehr zu sehen – nur Felsen und Geröll, soweit das Auge blickt. So oder so ähnlich muss es auf dem Mond aussehen.

Mitsubishi L200

Mit einem aufgemotzten Mitsubishi L200 geht es ins Pachnes-Gebiet

Straße zum Pachnes

Die Strecke ist nicht immer in einem so guten Zustand wie hier

Mondlandschaft Pachnes

Was für eine Landschaft – wir fühlen uns wie auf dem Mond

Die Weißen Berge

Die Weißen Berge – hier gibt es noch einen Rest Vegetation. Das wird sich ändern

Straße zum Pachnes

Stellenweise ist die Straße sehr eng – mit viel Verkehr muss man hier aber nicht rechnen

Nach einer guten Stunde erreichen über die schroffe Schotterpiste wir den Parkplatz (GPS: N 35 17.449, E 24 03.934 – Google Maps). Wer hier startet, benötigt noch etwa zwei Stunden zum Gipfel des Pachnes. Uns bläst extrem starker Wind entgegen. Obwohl die Sonne schon hoch am Himmel steht, ist es ausgesprochen kühl. Den letzten Kilometer bis zum Ende der Straße und zum Einstieg zur Wanderung auf den Pachnes will Manousos, der uns auf der Fahrt allerlei Interessantes zur Region erzählte, selbst seinem Geländewagen nicht antun.

Parkplatz Pachnes

Am Parkplatz angekommen verabschiedet uns Manousos

Unsere Wanderung beginnt an einem erstarrten Lavafeld. Der schwarze Stein ist ein krasser Kontrast zu den eher hellen Felsen in dem Gebirge. Die Aussicht ist schon hier spektakulär – kein Vergleich zu unserer eintönigen Wanderung auf den Psiloritis vor wenigen Tagen.

Wanderweg Pachnes

Den ersten Kilometer zum Einstieg der Wanderung folgen wir der Straße

Einstieg Wanderung Pachnes

Hier startet die Wanderung zum Pachnes erst richtig

Lavafeld auf dem Weg zum Pachnes

Anfangs führt uns die Wanderung über ein Lavafeld

Wanderer auf dem Weg zum Pachnes

Auf dem Weg zum Pachnes

Wanderweg zum Pachnes

Der Weg ist schroff, aber technisch nicht schwierig

Blick auf die Weißen Berge auf Kreta

Schon am Anfang der Wanderung genießen wir einen tollen Blick auf die Weißen Berge

Nach rund einem Kilometern erreichen wir eine Hirtenhütte (GPS: N 35 17.708, E 24 03.100 – Google Maps). Aufgrund der windgeschützen Lage in einem kleinen Kessel bietet sich hier spätestens auf dem Rückweg eine Pause an. Wem das Wasser in dieser kargen Region ausgeht, findet hier im absoluten Notfall in einem Tank auch Wasser. Marcus, den wir heute Morgen bei der Abfahrt in der Taverne kennengelernt haben, meint, man könne bedenkenlos zugreifen. Wir haben aber ehrlich gesagt Zweifel und verlassen uns lieber auf unser frisches Wasser.

Steiler Wanderweg zum Pachnes

Der Pfad ist gut zu erkennen und führt uns immer weiter nach oben

Mondlandschaft rund um den Pachnes

Eine Mondlandschaft, wie sie im Buche steht

Schneefeld auf dem Weg zum Pachnes

Der Schnee ist hier kein Problem mehr

Wanderin auf dem Weg zum Pachnes

Steine, so weit das Auge reicht

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Der Pachnes-Gipfel

Der Weg steigt weiter an, der Wind ist brutal. Auf dem Weg zum Gipfel des Pachnes queren wir noch einge Schneefelder. Anders als bei der Wanderung auf den Psiloritis ist das hier aber kein Problem. Manousos erzählte uns auf der Herfahrt aber auch, dass dieser Winder extrem schneearm war. Es hatte auch schon Zeiten gegeben, da lag im April noch eine meterhohe Schneedecke auf dem Pachnes. Nach knapp zwei Stunden erreichen wir den Gipfel. Die Aussicht vom höchsten Gipfel der Weißen Berge ist atemberaubend. Eine schroffe Steinwüste, soweit das Auge reicht. Nur der Wind, der ist nach wie vor brutal.

Schneefeld am Pachnes

Wir nähern uns den Gipfel – dieses Schneefeld ist nicht das einzige, das gequert werden muss

Pachnes-Gipfel und Schneefelder

Auf den letzten Metern zum Pachnes weht uns noch einmal ordentlich der Wind entgegen

Blick vom Pachnes

Die Pause auf dem Pachnes-Gipfel fällt sehr kurz aus – der Wind macht es hier oben extrem ungemütlich

Wanderin auf dem Pachnes-Gipfel

Geschafft!

Gipfelfoto auf dem Pachnes

Zeit für das Gipfelfoto auf dem Pachnes

Lange halten wir es hier oben deshalb auch nicht aus. Für den Rückweg benötigen wir eineinhalb Stunden. Manulous wartet mit seinem Jeep schon am Parkplatz.

Wanderer Pachnes

Wir treten den Rückweg durch diese schroffe Mondlandschaft an

Panorama auf dem Weg vom Pachnes

Welch ein Panorama

Die Weißen Berge

Die Landschaft der Weißen Berge ist einfach grandios

Pause unterhalb des Pachnes

Zeit für eine kleine Pause in der Sonne

Die Weißen Berge

Auch auf dem Rückweg gibt es immer wieder tolle Ausblicke

Auf der Rückfahrt macht Manousos noch einmal Halt an einer ganz besonderen Stelle: Hier ist alles voller Wildblumen, die nur in diesem kleinen Gebiet der Weißen Berge wachsen

Wildblumen in den Weißen Bergen

Wildblumen in den Weißen Bergen

Das Video zur Tour

Tourdaten Pachnes

Datum: April 2016
Gesamtweglänge: 8,3 Kilometer
Höhenmeter: 560 Meter
Reine Gehzeit: 3:00 Stunden

Die GPS-Daten als Download

Abendshooting in der Bucht von Frangokastello

Das Abendshooting verlegen wir in die Bucht von Frangokastello (GPS: N 35 11.537, E 24 12.974 – Google Maps). Hier finden wir einige spannende Felsformationen im Meer. Der starke Wind macht es aber wieder extrem schwierig zu fotografieren.

Küste von Frangokastello auf Kreta

Abendshooting in der Bucht von Frangokastello

Abendessen gibt es wieder, wie könnte es anders sein, in der Taverne Anopoli. Nikos und seine Familie zaubern jeden Tag etwas neues – langweilig wird es hier also nie.

Kretas höchster Berg – Psiloritis oder Pachnes?

Tage später erzählt man uns in einem Restaurant in Chania eine auf Kreta weit verbreitete Geschichte. Demnach haben der Psiloritis – offiziell Kretas höchster Berg – und der Pachnes exakt die selbe Höhe. Als die Einwohner um den Psiloritis das damals vor langer Zeit erfuhren, fassten sie eine Entscheidung: Der Psiloritis soll Kretas höchster Berg sein. Also machten sich die Bewohner auf und erhöhten den Berg um zwei Meter. Dieter weist in diesem Zusammenhang noch einmal auf den korrekten Sachverhalt hin – wir haben das offenbar falsch verstanden – und schreibt: Die Bewohner des Pachnes wollten den Tourismus ankurbeln und haben versucht, den Berg mit raufgetragenen Steinen zu erhöhen. Daraufhin wurde der Psiloritis, der früher einen anderen Namen trug, erst Psiloritis genannt, was sich mit höchster Berg übersetzt.

Hier kommst zu zum nächsten Tag unserer Kreta-Reise

 

 

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Wie bist du auf den Pachnes gekommen und wie hast du die Wanderung empfunden? Hast du vielleicht auch noch einen Tipp, den man auf der Wanderung unbedingt beachten sollte? Hinterlass doch einen kurzen Kommentar – wir freuen uns 🙂

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2 replies
  1. dieter pelzeder
    dieter pelzeder says:

    Einige infos nicht korrekt. Die Bewohner des Pachnes wollten Tourismus ankurbeln, haben versucht den berg mit raufgetragenen steinen zu erhöhen, daraufhin wurde der psiloritis der früher einen anderen namen trug erst psiloritis genannt was sich mit höchster berg übersetzt.pachnes 2452m ohne extrasteine . psiloritis 2456m

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