Mallorca – Tag 7 – Die große Tour durch alle Tropfsteinhöhlen

Mallorca und seine Tropfsteinhöhlen

Alle Tropfsteinhöhlen auf Mallorca

Am letzten Tag unserer Mallorca-Reise wollen wir uns die übrigen Höhlen auf der Baleareninsel anschauen. Die Coves de Campanet im Norden Mallorcas in der Nähe von Sa Pobla haben wir ja bereits am zweiten Tag unseres Urlaubs besucht. Heute stehen noch die Coves d’Artà, Coves de Génova, Coves del Drach und Coves dels Hams an. Hier geht’s zur Übersicht über alle Höhlen auf Mallorca.


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Die Coves del Drach

Wir starten unsere Höhentour auf Mallorca in der Drachenhöhle, den Coves del Drach. Das Highlight ist der größte unterirdische See Europas, der Lago Martel. Der See ist 177 Meter lang, 40 Meter breit und neun Meter tief. Zudem liegt er 39 Meter unter der Erde. Zunächst müssen wir aber reinkommen in die Höhle, die zu den Top-Sehenswürdigkeiten auf Mallorca gehört. Wir haben unsere Karten bereits vorab online gekauft. Warum? Weil der Besucheransturm auf die Coves del Drach riesig ist. Mit uns werden etwa 400 bis 500 Personen in die Höhle gelassen – am Morgen und zur Nebensaison. Zu den Führungen später am Tag kommen noch viel mehr Besucher. Da kann es ganz schön eng werden. In der Höhle selbst gibt es bis zur Show, dem großen Finale, keine Führung. Wir haben rund 40 Minuten, um die schön geformten Stalagtiten und Stalagmiten auf eigene Faust anzusehen. Die Live-Show auf dem Lago Martel ist übrigens wirklich toll. Wir hatten zunächst befürchtet, das ist der totale Kitsch. Aber nein, die Vorführung ist sehr zu empfehlen.

Eingang der Drachenhöhle

Am Eingang der Drachenhöhle

Tropfsteine in der Drachenhöhle

Die Tropfsteine in der Höhle begeistern

Wasser in der Drachenhöhle

Schön sind auch die vielen Gewässer in der Höhle

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Die Coves dels Hams

Die ganz in der Nähe gelegenen Coves dels Hams sind der krasse Kontrast zur Drachenhöhle. Zunächst ist der Eintritt deutlich höher – und dann ist das ganze aufgezogen wie ein Vergnügungspark. In der ersten Höhle gibt es zwei Filmvorführungen – auf die hätten wir wirklich gut verzichten können. Zudem ist alles kitschig beleuchtet.

Durch die mitunter sehr engen Gänge der Haupthöhle führt ein Guide, der mehrere Sprachen spricht. Die Führung ist aber so voll, dass man ohnehin nichts versteht. Sich dauernd widerholende Ansagen vom Tonband sollen dieses Manko wohl ausgleichen, nerven aber nur. Genau wie das bunte Licht, dass den Coves dels Hams das kitschige Rummelplatz-Flair verleiht. Das Highlight – im negativen Sinne – ist die Show auf dem See. Ähnlich wie in der Drachenhöhle fährt hier ein Boot auf dem Wasser. Die Musik kommt aber vom Tonband – dazu wird eine völlig unpassende  Bildershow an die Höhlenwände projiziert. Nein, die Coves dels Hams sind eine große und sehr teure Enttäuschung. Wir sind froh, wieder am Tageslicht zu sein und fahren zu den Coves d’Artà an der Ostküste Mallorcas, genauer im Gemeindegebiet von Capdepera östlich des Ortes Canyamel.

Runde Höhle Coves dels Hams

Die sogenannte runde Höhle ist eigentlich keine Höhle

Coves dels Hams

Offenbar meinen die Betreiber, mit vielen Farben mehr Besucher anlocken zu können

See mit Boot Coves dels Hams

Die Lichtshow auf dem kleinen See könnte man sich wirklich sparen. Die Musik kommt aus dem Lautsprecher und auf dem See fährt ein Boot

Die Coves d’Artà

Vom Parkplatz sind es nur ein paar Minuten zu Fuß zu den Coves d’Artà. Die Höhle ist gigantisch. Wir treten durch ein großes Loch im Fels ins dunkle Innere. Schon der erste Saal ist bis zu 25 Meter hoch und birgt riesige Tropfsteinformationen. Der höchste Saal ist über 54 Meter hoch – absolut beeindruckend. Wir haben das Gefühl, in einer riesigen Kathedrale zu stehen. Ein Saal wird die “Hölle” genannt. Hier findet auch eine großartige Licht- und Musikshow statt. Zur Oper Carmina Burana wird dem Besucher ein Lichter-Spektakel geboten. Übrigens sind die Coves d’Artà das älteste Höhlensystem auf Mallorca, zumindest von den frei zugänglichen. Wenn du auf Mallorca Urlaub machst, musst du die Coves d’Artà definitiv sehen.

Tropfsteine

In keiner anderen Höhle Mallorcas sieht der Besucher solch beeindruckende Formationen

Tropfsteine Coves d’Artà

Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus

Tropfsteine

Tropfsteine hoch wie Häuser

Die Coves de Génova

Die Coves de Génova liegen ganz auf der anderen Seite Mallorcas in Palma. Auf dem Weg dorthin schüttet es wie aus Kübeln. Die Straßen stehen teilweise unter Wasser, lange Staus sind die Folge. Trotzdem kommen wir noch rechtzeitig an, um die Coves de Génova anzuschauen. Eigentlich sind die Höhlen wegen des Wassers, das im Zugang steht, geschlossen. Für unseren Höhlenbericht lässt uns der Besitzer aber trotzdem hinein. Das Höhlensystem ist deutlich kleiner als bei den anderen Höhlen. Die Höhle ist auch noch recht ursprünglich gehalten wie die Coves de Campanet und sehr schön. Bis zu 39 Meter geht es in die Tiefe. Im Inneren der Höhle sehen wir eigensinnig gewachsene Formationen, die mitunter bunt angestrahlt werden. Wer nur in Palma unterwegs ist und eine Tropfsteinhöge anschauen möchte, kann guten Gewissens die Coves de Génova besuchen. Im dazugehörigen Restaurant werden übrigens nur Speisen mit Produkten aus der direkten Umgebung angeboten.

Tropfsteine in den Coves de Génova

Obwohl die Höhle recht klein ist, gibt es viel zu entdecken

Tropfsteine in den Coves de Génova

Das Spiel mit den Farben wird hier gut umgesetzt

Tropfsteine in den Coves de Génova

Tropfsteine in den Coves de Génova

Fototipp: Um in Höhlen zu fotografieren, brauchst du ein Stativ. Das ist leider oft nicht erlaubt. Um trotzdem in einer Höhle zu fotografieren, solltest du ein sehr lichtstarkes Objektiv verwenden und die Blende weit öffnen. Zudem musst du den ISO-Wert je nach Licht weit in den vierstelligen Bereich drehen. Achte darauf, dass die Belichtungszeit etwa dem Kehrwert deiner Brennweite entspricht. Fotografierst du mit einer Brennweite von 60mm, sollte die Belichtungszeit nicht länger als 1/60 Sekunde sein. Mit einem Bildstabilisator lässt sich die Belichtungszeit etwas verlängern.

Mirador del Cañón Islas Malgrats

Zum Sonnenuntergang fahren wir zum Aussichtspunkt Mirador del Cañón Islas Malgrats in Santa Ponsa. Der Spot ist ein echter Geheimtipp. Zwischen teuren Villen versteckt befindet sich eine kleine Aussichtskanzel, von der wir einen tollen Blick auf die Malgrats-Landzunge und die schroffe Westküste Mallorcas genießen.

Mirador del Cañón Islas Malgrats

Vom Mirador del Cañón Islas Malgrats hat man einen tollen Blick auf Mallorcas Westküste

Unsere Mallorca-Reise im Überblick

Tag 1 Zugfahrt mit dem „Roten Blitz“ von Palma nach Sóller | Tag 2 Wochenmarkt in Pollença & Mirador Es Colomer | Tag 3 Wanderung auf den Puig des Tossals Verds (1118m) | Tag 4 Wanderung zur Klosterruine La Trapa | Tag 5 Wanderung auf den Puig de Massanella (1364m) | Tag 6 Wanderung zum Traumstrand Platja des Coll Baix | Tag 7 Die große Tour durch alle Tropfsteinhöhlen

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