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Rotwand im Rosengarten: Leichter Klettersteig in den Südtiroler Dolomiten [mit Karte]

Der Rotwand-Klettersteig im Rosengarten (Via Ferrata Rotwand) in den Südtiroler Dolomiten gehört zu den schönsten Bergtouren in der Region. Die Wanderung ist an den Schlüsselstellen bestens gesichert und ideal für Klettersteig-Einsteiger.

Selbst Familien mit bergbegeisterten Kindern (bitte immer am Seil) wagen sich auf den schönen Rotwand-Klettersteig. Die Bergtour ist traumhaft schön und verzaubert mit unvergesslichen Fernblicken.

Hier findest du einen ausführlichen Tourenbericht mit allen Infos und tollen Bildern zu diesem leichten Klettersteig in den Südtiroler Dolomiten.

Aktualisiert am 11.03.2022

Leichter Klettersteig im Rosengarten

Zusammenfassung

Tourdaten

Wichtiger Hinweis: Bitte respektiere die geltenden Regeln und die Natur. In vielen Gebieten sind wegen der Wildtiere Drohnenflüge absolut verboten – und auch Müll (insbesondere Plastik & hochgiftige Zigaretten-Kippen) hat in der Natur nichts zu suchen!

Die Karte zum Rotwand-Klettersteig

Du kannst dir den GPS-Track als GPX-Datei kostenlos herunterladen (blauer Pfeil rechts oberhalb der Karte)

Start der Wanderung

Für den Rotwand-Klettersteig bietet sich zunächst die Fahrt mit dem Panoramasessellift Paolina an, der dir einen langen Zustieg in die aussichtsreiche Welt der Dolomiten erspart.

Von der Paolina-Hütte (→ Website) geht’s zunächst gemütlich nach links in Richtung Norden (Richtung Vajolonpass, auch Vaiolonpass). Du folgst dem breiten Wanderweg ohne große Höhengewinne etwa 1,5 Kilometer. An einer Gabelung folgst du dem Wegweiser nach rechts zum Vajolonpass.

Alternativ kannst du in Welschnofen starten, mit der Bergbahn zur Kölner Hütte (auch Rosengartenhütte; → Website) fahren und von hier den Klettersteig angehen. Diese Variante ist mit zwölf Kilometern Wegstrecke aber deutlich länger als die hier vorgestellte Tour.

Aufstieg zum Vajolonpass

Der steinige Steig führt dich teilweise in Serpentinen zum 2560 Meter hohen Vajolonpass. Dabei überwindest du einige Treppen, eine Leiter und seilversicherte Stücke. Trittsichere Wanderer haben hier keine Probleme. Wer hier aber schon an seine Grenzen kommt, sollte die Tour besser abbrechen.

Nach knapp zwei Kilometern (eineinhalb bis zwei Stunden) erreichst du den aussichtsreichen Vajolonpass. Der Ausblick ist gigantisch. Schon alleine deswegen lohnt sich die Bergtour.

Aufstiegsweg zum Vajolonpass
Hier führt der Weg steinig hinauf zum Vajolonpass
Schnee in der Aufstiegsscharte zum Vajolonpass
Mitte Juli liegt sogar noch ein wenig Schnee in der Scharte
Holzstufen auf dem Weg zum Vajolonpass
Diese Stufen entschärfen den Weg etwas

Der Rotwand-Klettersteig

Am Vajolonpass ist es Zeit, Steinschlaghelm und Klettersteigset anzuziehen. Erfahrene Bergwanderer können auf das Klettersteigset im Grunde verzichten – wäre da nicht fast am Ende der Tour beim Abstieg die kurze Schlüsselstelle (C).

Der Blick zurück auf den Vajolonpass
Der Blick zurück auf den Vajolonpass

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Der Rotwand-Gipfel

Vom Pass geht’s in leichter Kletterei stetig bergauf in Richtung Rotwand-Gipfel (2806 Meter). Der Klettersteig ist durchgehend mit einem straff gespannten Stahlseil gesichert und ideal für Klettersteig-Anfänger. Stark ausgesetzte oder schwierige Passagen gibt es auf dem Klettersteig bis zum Gipfel nicht.

Mit einigen Genuss-Pausen solltest du eineinhalb bis zwei Stunden für den Rotwand-Klettersteig bis zum Gipfel einplanen. Der Gipfel belohnt dich mit einem unglaublichen 360-Grad-Panorama.

Wo könnte die Brotzeit besser schmecken als hier oben?

Biggi im Rotwand-Klettersteig
Technisch ist der Klettersteig unschwierig. Die Kondition wird aber durchaus gefordert
Biggi auf dem Klettersteig zum Rotwand-Gipfel
Der Klettersteig ist durchgehend gesichert und stellt erfahrene Bergwanderer vor keinerlei Probleme
Biggi auf dem Rotwand-Klettersteig
Der Klettersteig führt durch dieses Felsgelände
Blick auf die Tscheiner Spitze
Vom Klettersteig hast du einen tollen Blick zurück auf die Tscheiner Spitze
Biggi und Flo auf der Rotwand
Geschafft! Vom Rotwand-Gipfel liegen uns die Dolomiten zu Füßen
Das Rotwand-Gipfelkreuz
Das Gipfelkreuz der Rotwand
Flo liest eine Wanderkarte
Auch wenn der Klettersteig bestens markiert ist – eine Wanderkarte gehört auf jeder Bergtour in den Rucksack

Der Abstieg

Vom Gipfel steigst du über einen breiten Grashang, zunächst relativ flach, später etwas steiler, ab. Das Klettersteigset brauchst du hier nicht.

Allerdings liegt die bekannte Schlüsselstelle noch vor dir. Der Steig wird steiler und an einigen Stellen musst du die Hände zu Hilfe nehmen. Stellenweise ist der Steig seilversichert.

Abstiegsweg von der Rotwand
Hier führt der Weg steinig hinab
Bergkulisse
Ausblicke wie dieser sind auf der Wanderung keine Seltenheit
Felslandschaft in den Dolomiten
Der Wanderweg führt unter diesen Felsen entlang
Eine Felsnadel
Die tolle Berglandschaft lässt die Anstrengungen vergessen

Die Schlüsselstelle

Von oben hast du nun einen guten Blick auf die Schlüsselstelle (C-Schwierigkeit), die es gleich zu durchklettern gilt. Dank der Metalltritte in der Felswand stellt die Stelle für erfahrene Bergwanderer kein großes Problem dar.

Absolute Anfänger kann diese Stelle aber durchaus an die Grenze des Machbaren bringen. Höhenangst solltest du hier nicht haben.

Augenscheinlich gibt es links einen alternativen Abstiegsweg (eingezeichnet in den digitalen Karten, aber nicht in der Papierkarte), der um die Schlüsselstelle führt und später wieder mit dem Weg hinab zur Rotwandhütte zusammenläuft. Diesen haben wir aber nicht ausprobiert und können daher nichts über die Schwierigkeit sagen.

Die Schlüsselstelle des Rotwand-Klettersteigs
Hier blickst du das erste Mal auf die Schlüsselstelle des Rotwand-Klettersteigs
Kletterer in der Schlüsselstelle des Klettersteigs
Hier erkennst du den Verlauf der Route
Seilversicherte Wand im Klettersteig
Hier geht’s nun nach oben
Seilversicherte Wand im Klettersteig
Und so sieht die Schlüsselstelle aus. Dank einiger Stahlklammern ist die Wand gut zu durchklettern
Biggi in der Rotwand-Schlüsselstelle
Für Biggi ist die Stelle kein Problem

Der imposante Torre Finestra

Nach der Schlüsselstelle stehst du am Fuße des imposanten Torre Finestra (Fensterlturm; 2670 Meter). Der Turm ist mit dem Felsdurchbruch und dem Kreuz darin ein tolles Fotomotiv. Hier kannst du nun das Klettersteigset ablegen.

Der Torre Finestra
Direkt über der Schlüsselstelle ragt der Torre Finestra in den Himmel

Der Masaré-Klettersteig

Der Steig führt zunächst relativ unschwierig bergab in Richtung Rotwandhütte (Rifugio Roda di Vael; auch Ostertag-Hütte; → Website). An einer Gabelung musst du dich nun entscheiden: Du kannst den Rotwand-Klettersteig noch mit dem traumhaft schönen Masaré-Klettersteig (dafür rechts halten) kombinieren oder zur Rotwandhütte absteigen.

Die Kombination Rotwand-Klettersteig und Masaré-Klettersteig ist nur sehr ausdauernden Bergwanderern zu empfehlen. Der Masaré-Klettersteig erfordert nämlich einiges an Kraft und Konzentration.

Wegweiser zum Masaré-Klettersteig
Hier musst du dich entscheiden: Abstieg zur Rotwandhütte oder noch den Masaré-Klettersteig mitnehmen

Der Abstieg zur Rotwandhütte

Der Abstieg zur Rotwandhütte führt stellenweise noch einmal durch etwas anspruchsvolleres seilversichertes Gelände, bei dem du immer wieder die Hände zu Hilfe nehmen musst. Die letzten Meter zur Rotwandhütte führen gemütlich über saftige Almwiesen.

Die Rotwandhütte ist mit dem unmittelbar benachbarten Rifugio Pederiva (Website) ein beliebtes Ausflugsziel. Beide Hütten liegen traumhaft schön – sind gerade zur Mittagszeit aber auch immer gut besucht.

Flo blickt in die Ferne
Diesen tollen Blick hast du beim Abstieg von der Rotwand
Bergkulisse
Diese Landschaft ist einfach der Wahnsinn
Enger Kamin auf dem Weg zur Rotwandhütte
Wer zur Rotwandhütte absteigt, muss sich noch durch diesen engen Kamin mit Leiter quetschen
Blick auf die Rotwandhütte
In der Ferne ist die Rotwandhütte auszumachen
Blick auf die Rotwandhütte
Die Rotwandhütte liegt nun in greifbarer Nähe

Der Rückweg mit dem Bronze-Adler

Der Rückweg zur Paolina-Bergstation ist unschwierig und gleicht zur Hauptsaison einer Wander-Autobahn. Ein Highlight auf dem Weg ist das Christomannos Denkmal, ein fast drei Meter großen Bronze-Adler an einem Aussichtspunkt über dem Fassa- und dem Eggental.

Der Bronze-Adler wurde 1912 zu Ehren von Theodor Christomannos erbaut. Christomannos war österreichischer Richter und Rechtsanwalt und gilt zudem als Pionier des Fremdenverkehrs in Südtirol.

Der Blick zurück auf die Rotwandhütte
Wir lassen die traumhaft schön gelegene Berghütte hinter uns
Breiter Wanderweg in den Dolomiten
Der Blick zurück: Das letzte Stück der Wanderung führt gemütlich diesen breitem Weg entlang
Blick auf das Christomannos Denkmal
Ein weiteres Highlight der Bergtour ist das Christomannos Denkmal
Der Blick in Richtung Latemar
Der Blick in Richtung Latemar

⭐ Wanderführer und Karten

Folgende Wanderführer können wir dir für deinen Wanderurlaub in den Südtiroler Dolomiten sehr ans Herz legen. Zudem gehört immer eine Wanderkarte in den Wanderrucksack.

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Das musst du über den Rotwand-Klettersteig wissen

Der Rotwand-Klettersteig gehört wegen der grandiosen Aussicht zu den schönsten in der Region und eignet sich auch für Klettersteig-Anfänger (mit ein wenig Erfahrung). Wenn du wirklich noch nie einen Klettersteig gegangen bist, solltest du unbedingt einen Bergführer engagieren, der dir die richtigen Techniken zeigt und der dich sicher ans Ziel bringt.

Erfahrene Bergwanderer gehen den Klettersteig problemlos ohne Klettersteigset. Einzig an der Schlüsselstelle ist ein Klettersteig-Set jedem zu empfehlen. Ein falscher Tritt endet hier garantiert tödlich.

Du solltest die Rotwand-Überschreitung früh starten, um zeitig wieder im Tal zu sein. Wärmegewitter sind in den Dolomiten am Nachmittag oder am Abend eher die Regel als die Ausnahme – und bei einem Gewitter solltest du auf keinem Fall mehr im Klettersteig sein.

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