Schottland – Tag 1 – Edinburgh

Auftakt unserer Reise in Edinburgh

Städtetrip bei Sonnenschein

Unsere Schottland-Rundreise beginnt in Edinburgh. Nachdem wir unseren  Camper gestern Nachmittag schon abgeholt und auf einem Campingplatz im Süden der Stadt übernachtet haben, stehen wir am Morgen an der berühmten Forth Bridge, die über den Fluss Firth of Forth führt. Bis zum Sonnenaufgang ist noch eine Menge Zeit. So können wir die Gegend rund um die Forth Bridge erkunden. Die ersten Hafenarbeiter sind auch schon unterwegs. Es herrscht Ebbe und vor uns liegt ein Felsenmeer. Doch Vorsicht, die Steine sind extrem glatt. Über die Forth Bridge fahren sogar regelmäßig Züge, von unten kann man die Eisenbahn aber nur erahnen. Wir warten gespannt auf den Sonnenaufgang und darauf, dass die Brücke im ersten Sonnenlicht strahlt. Dann kommt die Sonne über den Horizont. Die obersten Querstreben der rot angemalten Brücke leuchten im Sonnenlicht. Die Sonne steigt immer höher und bald strahlt das ganze Bauwerk. Die 2523 Meter lange Forth Bridge wurde übrigens zwischen 1823 und 1890 gebaut – 40 Jahre vor der  Golden Gate Bridge in San Francisco. Das Bauwerk war zu seiner Zeit die längste Brücke der Welt und ein technisches Wunderwerk.

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Sonnenaufgang an der Forth Bridge

Forth Bridge

Die Forth Bridge im Dämmerlicht
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Forth Bridge

Kurz nach Sonnenaufgang erstrahlt die Forth Bridge in den schönsten Farben
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Forth Bridge

Die Brücke ist mit ihren vielen Streben ein imposantes Bauwerk und eine Top-Sehenswürdigkeit in Edinburgh
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Wissenswertes, Reiseführer und Literatur zu Schottland

Mit der Tram nach Edinburgh

Wir haben strahlenden Sonnenschein. Wer hätte das gedacht, Ende November in Schottland. Von der Forth Bridge fahren wir mit dem Camper zum Pendlerparkplatz Ingliston Park & Ride (GPS: N 55 56.345, W 3 21.305 Google Maps) unweit des Flughafens. In die Stadt mit dem großen Camper zu fahren sei keine gute Idee, hat man uns gesagt. Also parken wir auf dem kostenlosen Parkplatz und nehmen die Tram nach Edinburgh. So früh am Wochenende ist genug Platz auf dem Parkplatz. Zu anderen Zeiten und an Wochentagen kann es aber mitunter sehr eng werden. Das Ticket für die Straßenbahn muss man übrigens am Bahnsteig an einem Automaten lösen. Wer ohne Fahrschein in die Tram steigt, zahlt zehn Pfund. Garantiert, weil jede Tram von einem Schaffner kontrolliert wird.

Edinburgh Tram

Mit der Tram fahren wir in die Innenstadt

Edinburgh Castle

Bis in die Innenstadt von Edinburgh braucht die Tram ab Ingliston etwa eine halbe Stunde. Wir steigen an der Haltestelle “Princess Street” aus. Schon hier haben wir schon einen tollen Blick auf das Edinburgh Castle – die Top-Sehenswürdigkeit in der Stadt und einer der schaurigsten Orte in ganz Schottland. Im Edinburgh Castle treiben Geister ihr Unwesen, heißt es. Das wollen wir mit eigenen Augen sehen. So machen wir uns auf den Weg zu der riesigen Festung. Die alten, typischen Häuser der Stadt lassen echtes Harry-Potter-Feeling aufkommen.

Edinburgh Castle

Blick auf das Edinburgh Castle. Ein Dudelsack-Spieler unterhält die Touristen

School of Divinity

Die Tür steht offen – der Blick in die School of Divinity lohnt sich

Vom Edinburgh Castle (Eintritt 17 Pfund, Stand November 2017) genießen wir einen fantastischen Blick auf die Innenstadt mit ihren historischen Gebäuden. Die mächtigen Kanonen auf der dicken Festungsmauer lassen erahnen, welch brutale Zeiten einst in Schottland herrschten. Das Edinburgh Castle wurde in den vergangenen Jahrhunderten übrigens immer wieder belagert, zerstört und neu aufgebaut. Die erste nachgewiesene Erwähnung der Festung datiert auf das Jahr 1093.

Blick auf Edinburgh

Der Blick von der Festungsmauer auf Edinburgh

Ein Highlight im Edinburgh Castle sind natürlich die Schottischen Kronjuwelen – ein absolutes Highlight. Als Besucher wirst du in der Ausstellung durch die blutige Geschichte Schottlands geführt, bis du die Kronjuwelen mit eigenen Augen erblickst. Leider können wir dir von den Kronjuwelen kein Foto zeigen – fotografieren ist in dem kleinen dunklen Raum strengstens verboten. Sehr sehenswert ist auch das Scottish National War Memorial, das an die schottischen Gefallenen vieler Kriege erinnert. Auch hier gilt strengstes Fotoverbot. In der Great Hall darf die Kamera wieder ausgepackt werden. In der großen Halle werden heute noch offizielle Anlässe gefeiert. Unbedingt sehen solltest du auch das Prisons of War.

Great Hall

In der Great Hall im Edinburgh Castle

Eine Institution im Edinburgh Castle ist die One o’clock Gun, die jeden Tag, außer Sonntags, um 13 Uhr einen Schuss abfeuert. Vor langer Zeit brauchten die Seeleute den Knall der Kanone, um ihren Chronometer zu justieren. Heute ist das ganze natürlich nur noch eine reine Touristenattraktion.

One o’clock Gun

Die One o’clock Gun feuert um 13 Uhr einen Schuss ab – außer am Sonntag

Ganz oben auf der Burg, bei der kleinen St Margaret‘s Chapel, steht eine andere beeindruckende Kanone: die Mons Meg. Die Kanone ist wirklich unglaublich riesig und war die mächtigste Kanone des 15. Jahrhunderts. Das ausgestellte Exemplar ist die letzte erhaltene Kanone dieser Bauart. Beeindruckend sind auch die imposanten Kanonenkugeln, die von dem Geschütz mehr als zwei Kilometer weit geschossen werden konnten.

Mons Meg

Die Riesenkanone Mons Meg

The Royal Mile

Vom Edinburgh Castle laufen wir die Straße “The Royal Mile” in Richtung Osten. Schon aus der Ferne sehen wir das malerische Gebäude der ehemaligen Highland Tolbooth Church. Die Kirche ist allerdings 1979 ausgezogen. Das 1839 bis 1844 erbaute Gebäude dient der Stadt heute als Veranstaltungsort (“The Hub“). Gegenüber von The Hub sticht uns das The Little Inn” ins Auge. Ein kleiner süßer Laden, in dem wir leckere Sandwiches und Trinkschokolade bestellen. Genau das richtige bei diesen eisigen Temperaturen im November.

Highland Tolbooth Church

Das imposante Gebäude der Highland Tolbooth Church wird heute für Veranstaltungen genutzt

Besitzer The Little Inn

Die Besitzer des “The Little Inn”

Schild Schottischer Humor

Schottischer Humor

St Giles’ Cathedral

Das nächste Highlight auf der Royal Mile ist die St Giles’ Cathedral, auch High Kirk of Edinburgh genannt. Die um das Jahr 1120 gebaute Kirche ist wirklich riesig und bezaubert mit farbenprächtigen Glasfenstern, die im Sonnenlicht leuchten. Die Kirche brannte in ihrer langen Geschichte ab, wurde wieder aufgebaut und immer wieder umgebaut. Die auffälligen Glasfenster stammen erst aus dem späten 20. Jahrhundert. Dahinter steckt der isländische Künstler Leifur Breidfjörd.

St Giles Cathedral

Die Fenster der St Giles Cathedral sind atemberaubend schön, aber nicht so alt, wie man denkt

Calton Hill

Von der St Giles’ Cathedral laufen wir in Richtung Calton Hill am östlichen Ende der Princes Street. Der Calton Hill ist mit 103 Metern eine der markantesten Erhebungen Edinburghs. Stufen führen uns auf den “Gipfel”. Leider wird bei unserem Besuch viel umgebaut. Baukräne und Zäune stören die Idylle. Auf dem Calton Hill befindet sich etwa St. Andrew’s House, der Sitz der Schottischen Regierung. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das National Monument, das Nelson Monument, das Old Observatory House und das City Observatory. Besonders lohnenswert ist der Ausflug auf den Calton Hill aber wegen der fantastischen Aussicht über Edinburgh.

Blick vom Calton Hill auf Edinburgh

Blick vom Calton Hill auf das historische Edinburgh

Arthur’s Seat

In der Ferne sehen wir auch Arthur’s Seat, den 251 Meter hohen Hausberg der Stadt. Leider reicht die Zeit nicht mehr aus, um uns auch hier noch umzuschauen. Wenn du die Zeit hast, solltest du aber unbedingt den Gipfel erklimmen. 251 Meter hören sich nicht sonderlich eindrucksvoll an, das Gelände ist mitunter aber doch sehr steil, hat man uns gesagt. Arthur’s Seat birgt übrigens ein gruseliges Geheimnis: 1836 entdeckte man in einer Felsspalte 17 kleine Särge. Im Inneren lagen kleine Holzpuppen. Wer die Särge warum dort versteckt hat, ist bis heute unklar – und dieses Rätsel wird wohl auch nie mehr gelüftet werden. Acht der Särge kannst du im  National Museums of Scotland sehen, der Verbleib der übrigen Särge ist unklar. Einen sehr spannenden Beitrag zu den 17 Särgen findest du auch bei Stephan auf seiner Seite  My Highlands.

Arthur’s Seat

Wer Zeit hat, sollte unbedingt Arthur’s Seat besteigen

The Old Calton Burial Ground

Vom Calton Hill blicken wir auch schon unser nächstes Ziel: Das Martyrs of Reform Monument mit dem Nelson’s Monument dahinter auf dem Old Calton Burial Ground. Der Friedhof wurde 1718 eröffnet und ist heute ein schaurig schöner Ort. Der Eingang ist total unscheinbar. Wir laufen durch ein Steintor eine alte Steintreppe nach oben – dann stehen wir vor uralten Grabsteinen. Schon von weitem sticht das Mausoleum von David Hume ins Auge. Hume starb 1776 in Edinburg und war zur damaligen Zeit ein bekannter Philosoph, Ökonom und Historiker. Auf dem Friedhof liegen aber noch viele andere Berühmtheiten der damaligen Zeit, etwa der Maler David Allan oder der Schauspieler Charles Mackay. Sehr sehenswert ist auch der “John Gray’s”-Gedenkstein, aufgestellt von Captain John Gray in Gedenken an seine Eltern. Mit dem fein herausgearbeiteten Dreimaster und den Totenköpfen auf dem Stein ist dieser kaum zu übersehen. Das Wetter könnte nicht besser sein, um an diesem schaurigen Ort zu sein. Der Himmel ist grau, die kargen Bäume stehen wie böse Geister auf dem Friedhof und das Krächzen der Raben geht durch Mark und Bein. Edinburgh ist für seine Geistergeschichten wie den Kopflosen Trommler bekannt – und an kaum einem Ort fühlen wir die Mächte des Jenseits so stark wie hier.

Old Calton Burial Ground

Auf dem Old Calton Burial Ground finden wir hunderte Jahre alte Grabsteine

Scott Monument

Vom Old Calton Burial Ground laufen wir die Princess Street in Richtung Scott Monument. Ende November ist in der Einkaufsstraße ein großer Weihnachtsmarkt aufgebaut und Menschen wuseln durch die Geschäfte auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken. Das Scott Monument geht in diesem ganzen Trubel leider ziemlich unter. Auf einer Edinburgh-Reise sollte man das 61 Meter hohe Denkmal, das mehr an einen Kirchturm erinnert, aber unbedingt sehen. Das Scott Monument wurde übrigens zu Ehren des Schriftstellers Walter Scott errichtet, der 1832 starb. Im Sommer kommt es vor, dass sich eine lange Schlange vor dem Eingang bildet. Bei unserem Besuch ist das Scott Monument leider geschlossen.

Scott Monument

Das Scott Monument ist eines der markantesten Bauwerke der Stadt

Inzwischen wird es dunkel. Die Tage sind um diese Jahreszeit nicht mehr sonderlich lang. Die Sonne geht schon um 16 Uhr unter und die Straßenlaternen hüllen Edinburgh in oranges Licht. Jetzt kommt richtiges Harry-Potter-Feeling auf. Trotzdem: Für uns heißt es, Abschied nehmen – wir müssen schließlich fit sein, wenn wir heute Abend mit unserem Camper in Richtung der schottischen Highlands aufbrechen.

Edinburgh Castle

Es wird dunkel über Edinburgh. In der Festung gehen die Lichter an

Unsere Schottland-Reise im Überblick

Tag 1 Edinburgh | Tag 2 Glencoe | Tag 3 Die „Harry Potter“-Brücke Glenfinnan Viadukt | Tag 4 Im Fischerhafen von Mallaig | Tag 5 Rund um Loch Ness: auf der Suche nach Nessie | Tag 6 Die Oban Distillery | Tag 7 In vier Stunden durch Glasgow

Du willst es lieber kurz und knackig? Hier findest du eine Zusammenfassung unserer Schottland-Reise.

Alle Highlights unserer Schottland-Reise

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Schottland 2017

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Etappe 1 - Edinburgh Castle: 55.948689, -3.200122
Etappe 1 - Forth Bridge: 55.992453, -3.405504
Etappe 1 - Calton Hill: 55.954748, -3.181851
Etappe 2 - Etive Mòr Wasserfall: 56.647587, -4.865913
Etappe 2 - The Meeting of the Three Sisters: 56.662735, -4.965327
Etappe 3 - Die „Harry Potter“-Brücke Glenfinnan Viadukt: 56.876133, -5.431881
Etappe 4 - Der Fischerhafen von Mallaig: 57.007021, -5.828290
Etappe 4 - Loch Eilt: 56.883439, -5.611471
Etappe 5 - Inverness: 57.476317, -4.225488
Etappe 5 - Urquhart Castle: 57.324107, -4.441996
Etappe 5 - Fort Augustus: 57.145039, -4.681420
Etappe 6 - Castle Stalker: 56.571353, -5.385962
Etappe 6 - Dunstaffnage Castle: 56.454606, -5.437374
Etappe 6 - Oban Distillery: 56.414951, -5.472286
Etappe 7 - Doune Castle: 56.185190, -4.050082
Etappe 7 - George Square: 55.861137, -4.250143
Etappe 7 - \'The Lighthouse\': 55.859782, -4.255389
Etappe 7 - Kelvingrove Art Gallery: 55.868574, -4.290622

Übrigens: Mit unserer Karte kannst du dich auch navigieren lassen. Klicke einfach auf einem Spot auf “Directions” und Google Maps wird geöffnet

Wissenswertes, Reiseführer und Literatur zu Schottland

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