Geld mit dem eigenen Blog verdienen
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Geld mit dem Blog verdienen: 15 Tipps für fünfstellige Einnahmen

Es gibt viele Möglichkeiten, mit dem eigenen Blog (viel) Geld zu verdienen. Wir haben uns Anfang 2018 mit unserem Reiseblog selbständig gemacht und verdienen heute genug Geld, um unabhängig und frei von überall auf der Welt zu arbeiten. Wir beschäftigen inzwischen sogar einige Angestellte - alles finanziert aus unseren Blogeinnahmen.

Mit Spaß an der Sache und Ausdauer ist es durchaus möglich, ein beträchtliches Einkommen - selbst monatlich fünfstellige Beträge sind möglich - mit dem eigenen Blog zu erzielen. Wir zeigen dir 15 einfache Wege, deinen Blog zu monetarisieren.

Aktualisiert am 20.08.2022

15 Möglichkeiten, Geld mit dem Blog zu verdienen

Mit diesen 15 einfachen Tipps kannst du mit deinem eigenen Blog sofort Geld verdienen:

  1. Affiliate-Links einbauen
  2. VG Wort
  3. Werbebanner schalten
  4. Bezahlte Artikel veröffentlichen
  5. Eigene digitale Produkte verkaufen
  6. Bezahlte Aufträge akquirieren
  7. Fotos verkaufen
  8. Bezahlte Reisen
  9. Markenbotschafter werden
  10. Spenden einsammeln
  11. Paywall installieren
  12. VG Bild-Kunst
  13. Sponsoren finden
  14. Instagram monetarisieren
  15. Youtube monetarisieren

Tipp: Hier findest du eine Liste der besten Reiseblogs in Deutschland (unsere persönlichen Favoriten). Und hier verraten wir dir, wie viel Geld man mit einem Reiseblog verdient.

1. Affiliate-Links

Affiliate-Links sind die einfachste und schnellste Möglichkeit, um Geld mit dem eigenen Blog zu verdienen. Als Bloggerin oder Blogger genießt du großes Vertrauen bei deinen Lesern. Findest du ein Produkt gut (und nur dann), kannst du deine Leser per Affiliate-Link zu einem Shop schicken, wo deine Leser das besagte Produkt kaufen können. Als „Lohn“ erhältst du eine Provision für jeden erfolgreichen Verkauf über deinen Link.

Einnahmenübersicht bei Amazon
Amazon ist inzwischen der Klassiker im Bereich Affiliate-Marketing. Monatlich vier- oder gar fünfstellige Einnahmen sind für große Blogs die Regel

Eines der größten Affiliate-Programme betreibt der Onlinehändler Amazon. Je nach Produktkategorie gibt es bei Amazon zwischen einem und 20 Prozent Provision vom Netto-Verkaufspreis.

Große Affiliate-Anbieter sind im Reisebereich etwa die Hotelbuchungsplattform Booking.com und die Ticketplattform Getyourguide. Lohnenswert ist auch das Affiliate-Netzwerk Awin, bei dem es Tausende verschiedene Werbetreibende aus allen nur denkbaren Bereichen wie Elektronik, Finanzen, Mode, Reisen oder Kosmetik gibt.

Und wieviel kann man mit Affiliate-Links verdienen? Das kommt auf das Themenfeld deines Blogs an und natürlich auf die Leserzahlen. Mit 1000 Lesern im Monat wirst du in der Regel keine nennenswerten Affiliate-Einnahmen erzielen (außer in einer ganz speziellen Nische).

Große Blogs mit mehreren Zehntausend Lesern im Monat verdienen aber problemlos drei- bis vierstellige Summen mit Affiliate-Links. Sehr große und bekannte Blogs können mit Affiliate-Links sogar Einnahmen im fünfstelligen Bereich (also mehr als 10.000 Euro) erzielen – und das Monat für Monat. Bis dahin ist es aber ein langer Weg – wir sprechen da aus Erfahrung.

2. VG Wort

„Die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) verwaltet die Tantiemen aus Zweitverwertungsrechten an Sprachwerken, auch von Funk und Fernsehen, in Deutschland; Berechtigte sind Autoren und Übersetzer von schöngeistigen und dramatischen, journalistischen und wissenschaftlichen Texten, welche der Urheber an die VG Wort per Meldekarte oder per Onlineverfahren angemeldet hat“, steht auf Wikipedia.

Kurzum: Als Blogger hast du Anspruch auf Zahlungen der VG Wort. Um mit der VG Wort Geld zu verdienen, musst du dich zunächst einmal bei der VG Wort registrieren beziehungsweise einen Wahrnehmungsvertrag schließen. Danach hältst du Zugang zu TOM „Texte Online Medien“. Hier kannst du sogenannte Zählmarken downloaden, die du deinen Blogartikeln zuordnest (in WordPress geht das etwa mit dem Plugin „Prosodia VGW OS“).

Am Anfang des nächsten Jahres meldest du die Zählmarken bei der VG Wort. Um eine Zahlung auszulösen, muss der Artikel frei zugänglich, mindestens 1800 Zeichen lang und im Kalenderjahr 1500 Mal geklickt worden sein. Ein solcher Artikel wurde von der VG Wort mit 40,00 Euro (2020, jährlich schwankend) vergütet. 1500 Aufrufe sind nicht viel: Im Schnitt sind das pro Tag 4,1 Besucher. Einen Haken hat die Sache aber: Die VG Wort berücksichtigt nur Klicks aus Deutschland. Leser aus dem Ausland oder solche, die ihre Herkunft verschleiern, fließen nicht in die Zählung ein. Artikel mit einer Länge von mehr als 10.000 Zeichen brauchen übrigens nur 750 Aufrufe im Jahr, um vergütet zu werden.

Für uns ist die VG Wort eine der einfachsten Möglichkeiten, ganz einfach Geld mit dem Blog zu verdienen. Ein Beispiel: Konntest du für das Jahr 2020 50 Artikel melden, die mindestens 1800 Zeichen lang sind und aus Deutschland 1500 Mal geklickt wurden, überweist dir die VG Wort 2000 Euro.

3. Werbebanner schalten

Werbebanner sind ebenfalls eine einfache Möglichkeit, um Geld mit dem Blog zu verdienen. Google betreibt das weltgrößte Online-Werbenetzwerk und viele Blogger setzen auf Googles Plattform Adsense. Als Blogbetreiber musst du dich nicht um sonderlich viele Sachen kümmern. Du meldest dich bei Adsense an und baust den Code in deine Website ein. Natürlich solltest du dabei alle gesetzlichen Bestimmungen (Stichwort Datenschutz) beachten.

Auch wir nutzen Werbebanner, um unseren Blog zu monetarisieren. Statt auf Adsense setzen wir aber auf das Werbenetzwerk Ezoic*. Im Schnitt kannst du mit Einnahmen von zehn bis 20 US-Dollar pro 1000 Seitenaufrufe (Ezoic rechnet in Dollar ab) rechnen, was deutlich mehr ist als etwa bei Google Adsense.

Willst du mehr über Ezoic wissen? Hier findest du unseren ausführlichen Erfahrungsbericht über Ezoic.

Werbeeinnahmen bei Ezoic
Mit Werbung kannst du ansehnliche Einnahmen mit deinem Blog erzielen

Werbebanner sind durchaus lukrativ, wie ein Rechenbeispiel zeigt: Ein Blog mit 50.000 Seitenaufrufen im Monat kann mit Einnahmen zwischen 500 und 1000 Dollar im Monat rechnen.

Eine andere Möglichkeit, um mit Werbung Geld zu verdienen, ist der direkte Verkauf von freien Werbeplätzen an ausgewählte Kunden. Das erfordert in der Regel aber gute Kontakte und einiges an „Klinkenputzen“.

4. Bezahlte Werbeartikel auf deinem Blog veröffentlichen

Dein Blog ist für viele Unternehmen eine attraktive Werbeplattform. „Gesponserte Artikel“ sind eine weitere Möglichkeit, um Geld als Blogger zu verdienen. Hier gibt es verschiedene Modelle. Entweder liefert dein Kunde den fertigen Artikel, den du dann auf deinem Blog (mit entsprechender Werbekennzeichnung, ausgehende Links auf „nofollow“ oder „sponsored“ setzen) veröffentlichst.

Ein gesponserter Artikel auf Phototravellers
Mit bezahlten Werbeartikeln kannst du gutes Geld verdienen

Einige Kunden wollen auch, dass du den Artikel schreibst. Das finden wir auch besser, weil authentischer. Natürlich solltest du nicht auf Teufel komm raus jeden Werbeartikel auf deinem Blog veröffentlichen, sondern sehr genau schauen, ob das Thema zu deinem Blog passt.

Zudem solltest du selbstbewusst auftreten und dich nicht mit ein paar kostenlosen Produkten abspeisen lassen. Je größer deine Reichweite, desto höher kannst du den Preis ansetzen.

Als Größenordnung würde ich empfehlen: Selbst als relativ kleiner Blog mit 10.000 Besuchern im Monat solltest du für einen angelieferten Text mit mindestens 200 Euro in die Verhandlungen eintreten (den Kunden geht es meist um den Link auf ihr Angebot, und der muss entsprechend bezahlt werden). Mit 100.000 Besuchern im Monat wirst du aber vermutlich keine 2000 Euro bekommen, sondern eher im Bereich 500 bis 1000 Euro liegen. Die Preisdynamik schwächt sich nach oben hin also ab.

Schreibst du den Artikel selbst, solltest du den Aufwand zusätzlich mit deinem persönlichen Freelancer-Stundensatz berechnen.

5. Eigene digitale Produkte wie E-Books oder Online-Kurse verkaufen

Eigene digitale Produkte wie E-Books oder Online-Kurse (wie etwa unser Online-Fotokurs oder unsere Lightroom-Presets) sind eine gute Möglichkeit, um als Blogger Geld zu verdienen. Einmal erstellt, sorgen regelmäßige Verkäufe für ein passives Einkommen. Deine Produkte sollten informativ sein und deinen Leserinnen und Leser einen echten Mehrwert liefern, willst du deine Kunden nicht vergraulen.

Mit guten digitalen Produkten und hohen Zugriffszahlen bzw. guten Rankings bei Google kannst du ohne weiteres drei-, vier- oder gar fünfstellige Beträge mit deinem Blog verdienen.

6. Bezahlte Aufträge an Land ziehen

Ein Blog ist das perfekte Aushängeschild, um deine Leistungen anzubieten. Was zeichnet dich aus? Hast du eine besondere Fähigkeit, die du über den Blog vermarkten kannst? Da ist der Blog doch die perfekte Visitenkarte. Ein Tauchlehrer kann mit einem Tauchblog Aufträge an Land ziehen, ein Fotograf mit einem Fotoblog. Auf unserem Blog sind es etwa Fotokurse, die sich sehr gut über den Blog verkaufen.

Und was kann man mit bezahlten Aufträgen verdienen? Gute Qualität ist teuer und muss entsprechend bezahlt werden. Natürlich kommt es auf die Dienstleistung an, die du anbietest. Als kreativer Freelancer solltest du meiner Meinung nach einen Stundensatz von mindestens 50 Euro ansetzen.

Je nach Art des Auftrags und deiner Expertise sind nach oben hin fast keine Grenzen gesetzt. Wir haben für spezielle Aufträge (das hat aber auch was mit den Rechten an deiner Arbeit zu tun) schon Tagessätze von 3000 Euro ausgehandelt.

7. Fotos verkaufen

Um als Blogger Geld zu verdienen, bietet es sich auch an, deine Fotos (die du für deinen Blog ja in der Regel auch selbst machst) zu verkaufen. Wir bekommen regelmäßig Anfragen von Firmen (und sogar von Privatleuten), die unsere Fotos nutzen wollen. Der Verkauf eines Fotos kann, natürlich immer nach Verwendungsweck, auf einen Schlag mehrere hundert Euro einbringen.

Eine andere Möglichkeit, um mit deinen Fotos zu Geld zu verdienen, sind Bilderplattformen wie Fineartprint oder Artflakes, die sich an Privatnutzer richten, die sich gerne ein Foto als Bild an die Wand hängen wollen. Der eigene Blog ist dafür natürlich eine gute Werbetrommel.

Als dritte Möglichkeit kannst du deine Fotos bei Microstock-Agenturen wie AdobeStock oder Shutterstock hochladen. Oft bekommst du hier aber nur Cent-Beträge für ein verkauftes Foto. Sehr hochwertige Fotos kannst du auch über klassische Bildagenturen wie Mauritius Images (zu unserem Portfolio) verkaufen.

Reich wirst du mit dem Verkauf deiner Fotos in der Regel nicht. Als Hobbyfotograf ist es in der Bilderflut nicht möglich, ein halbwegs vernünftiges Einkommen zu erzielen. 50 Euro im Monat sind für einen Hobbyfotografen schon ein guter Wert.

Auch über Bilderplattformen für Privatkunden lässt sich kaum noch etwas verdienen. Zwar sind die Provisionen hier deutlich höher. Allerdings ist es auch hier das immense Angebot an Fotos, das Verkäufe selten werden lassen. Nur wenn du sehr viele Fotos hochlädst und fleißig in den jeweiligen Communities aktiv bist, wirst du ab und an ein Bild verkaufen. Insgesamt ist es sehr schwer, mit eigenen Fotos im Internet (viel) Geld zu verdienen.

8. Kostenlose Pressereisen/ bezahlte Reisen

Journalisten großer Magazine und Zeitung sind es gewohnt, von Unternehmen zu Events rund um den Erdball eingeladen zu werden. Businessclass-Flüge, noble 5-Sterne-Hotels und ein umfangreiches Rahmenprogramm sind bei großen Firmen Standard.

Auf diesen Luxus dürfen zwar nur wenige Blogger hoffen. Wenn du aber mit einem kleineren Rahmenprogramm zufrieden bist, sind kostenlose Presse- bzw. Bloggerreisen eine Möglichkeit, ohne finanziellen Aufwand coole Sachen zu erleben. Die Einladung sollte Anreise, Unterkunft, Verpflegung sowie ein spannendes Rahmenprogramm umfassen.

Wichtig: Wird im Vorfeld vereinbart, dass nach der Reise positiv über das Event geschrieben wird, sollte dieser Artikel als Werbung gekennzeichnet werden. Reist du an, um dieses und jenes anzuschauen und frei zu berichten (das kann soweit gehen, dass du die Reise niemals erwähnst), ist das als klassische Pressereise zu Recherchezwecken zu sehen. Das ist auch steuerlich günstiger, weil keine Zuwendung im klassischen Sinne erfolgt. Details solltest du aber mit deinem Steuerberater abklären.

Viele Blogger verlangen auch einen angemessenen Tagessatz für Recherchereisen und die anschließende Berichterstattung. Die genaue Höhe des Tagessatzes ist von deiner Reichweite, den vereinbarten Leistungen sowie vom Reiseziel und der Reisedauer abhängig. Nur die wenigsten Blogger werden bei einer Reise in die Antarktis zusätzlich einen Tagessatz verlangen. Geht es indes nur in die Nachbarstadt, darfst du durchaus etwas höher pokern. Für angemessen halten wir, je nach Qualität und Reichweite deines Blogs und der Dauer der Reise, 300 bis 1000 Euro am Tag.

Denk auch daran, nach der Reise ein Media Buy-out anzubieten. Warum nicht deinen Kunden schöne Bilder der Reise zum Kauf anbieten?

9. Als Markenbotschafter Geld verdienen

Du brennst für ein Thema? Dann bist du womöglich der ideale Botschafter für eine Marke oder eine Firma. Je bekannter du oder dein Blog sind, desto eher lässt sich eine Partnerschaft mit einer bekannten Marke einfädeln.

Von Millioneneinnahmen wie Superstar Ronaldo kannst du als Markenbotschafter in der Regel nur träumen. Je nach Bekanntheit und Art der Zusammenarbeit sind viele verschiedene Kooperationsmöglichkeiten denkbar.

Als Markenbotschafter solltest du zumindest eine komplette Ausrüstung gestellt bekommen und dafür regelmäßig berichten (und sei es auf deinem Instagram-Kanal). Wenn du es schon zu einer gewissen Bekanntheit gebracht hast, spricht auch nichts gegen eine monatliche Bezahlung.

10. Spenden einsammeln

Als Blogger kannst du auf die freiwillige Zahlungsbereitschaft deiner Leserschaft hoffen. Es gibt einige entsprechende Programme wie Steady, Flattr, Buy Me a Coffee oder sogar Paypal, über die dich deine Leser einmalig oder monatlich unterstützen können.

In Deutschland ist diese Einnahmequelle allerdings wenig verbreitet. Ein großer Blog, bei dem das Spendensystem offenbar gut funktioniert, ist der BILDBlog, der aber nichts (zumindest nicht direkt) mit der Boulevardzeitung zu tun hat.

Bei Steady etwa wird dein Leser zahlender Abonnent. Flattr setzt auf ein anderes System. Leser, die Medien im Internet unterstützen wollen, zahlen einen monatlichen Betrag an Flattr. Flattr wiederum registriert, wenn der Nuzter auf einer Flattr-Teilnehmerseite surft. Am Monatsende errechnet das System, welcher Blogger welchen Betrag erhält. Eine weitere Option ist, einen Paypal-Button in deine Artikel einzubinden, über den Leser direkt an dich spenden können.

Auf die große Spendenflut deiner Leser darfst du leider nicht hoffen. Die User sind es leider gewohnt, alle Informationen im Internet kostenlos zu bekommen – warum also spenden? Ich kenne etwa einen Blog, der bei mehr als 50.000 Seitenaufrufen im Monat auf gerade einmal rund 100 Euro Spenden kommt. Du musst also schon wirklich viele treue Leser auf seinem Blog haben, um mit Spenden einen nennenswerten Betrag zu verdienen.

11. Artikel hinter der Bezahlschranke verstecken

In den USA sind Bezahlschranken (Paywalls) weit verbreitet, um mit Artikeln Geld zu verdienen. Auch in Deutschland nutzen immer mehr Medienhäuser der Möglichkeit, bestimmte Artikel nur gegen Bezahlung freizuschalten.

Eine Möglichkeit, eine Paywall in ein WordPress-Blog zu integrieren, ist die Steady Paywall. Der Leser wird Abonnent des jeweiligen Blogs und erhält bestimmte Vorteile – etwa Zugriff auf Artikel, die hinter der Paywall liegen. Der Abonnent kann die Mitgliedschaft und damit auch die Unterstützung für den Blog in der Regel monatlich beenden.

Du musst aber schon sehr informative Artikel mit einem hohen Nutzwert schreiben, um deine Leserschaft dazu zu bewegen, für deine Blogartikel Geld zu bezahlen. Bedenke auch, dass viele Leser schon von Kleinstbeträgen von 50 Cent oder einem Euro abgeschreckt werden.

12. VG Bild-Kunst

„Die Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst (VG Bild-Kunst) ist eine Verwertungsgesellschaft in Deutschland, die zur Wahrnehmung der Rechte von Urhebern gegründet wurde“, schreibt Wikipedia. Die VG Bild-Kunst richtet sich an Urheber von Fotografien, also Fotografen. Und welcher Blogger ist das nicht? Kaum jemand wird seinen Blog mit fremden Bildern schmücken.

Die Meldung der Werke bei der VG Bild-Kunst ist zum Glück nicht so kompliziert wie bei der VG Wort. Es reicht, der VG Bild-Kunst mitzuteilen, wie viele Bilder du auf deinem Blog veröffentlicht hast. Sind deine Bilder noch auf anderen Websites erschienen, hast du auch hier Anspruch auf eine Beteiligung der VG Bild-Kunst. Voraussetzung ist, dass du namentlich als Urheber genannt wirst.

Leider gibt es einen Haken: Um dich bei der VG Bild-Kunst zu registrieren, musst du nachweisen, dass du Einkünfte aus künstlerischer oder publizistischer Tätigkeit erzielst. Sind deine Bilder etwa in einem Magazin oder einem Buch (mit einer ISBN) erschienen, ist das der Fall. Auch als Mitglied in der Künstlersozialkasse wirst du keine Probleme haben, dich bei der VG Bild-Kunst anzumelden.

Aktuell hat die VG Bild-Kunst die Ausschüttung für Websites gestoppt. Es könnte aber in Zukunft (eventuell ab 2022) wieder möglich sein, Ansprüche geltend zu machen. Dann könnte die VG Bild-Kunst wieder eine ziemlich coole Möglichkeit bieten, um Geld mit dem eigenen Blog zu verdienen.

13. Blog-Sponsoren

Ein weiterer Ansatz, um mit dem Bloggen ein ansehnliches Einkommen zu erzielen, sind Blog-Sponsoren. Der Sponsor könnte etwa einen Werbebanner prominent auf deinem Blog erhalten oder du könntest für Events des Sponsors zur Verfügung stehen oder diesen mit Fotos für seine Social-Media-Kanäle versorgen.

Je nach Verhandlungsgeschick kannst du durchaus einen vierstelligen Betrag für ein Blog-Sponsoring im Jahr aushandeln. Fünfstellige Beträge sind sicher den wenigsten Bloggern vorbehalten. Am Ende muss es einfach für beide Seiten passen. Eine langfristige Zusammenarbeit mit fairen Konditionen bietet Bloggern und Unternehmen klare Vorteile.

14. Geld verdienen als „Instagrammer“

Blogger sind keine Instragrammer und Instragrammer keine Blogger. Aber auch wenn dein Hauptaugenmerk auf deinem Blog liegt, solltest du Instragram aber nicht komplett vernachlässigen. Auch wenn du neben dem Blog nur einen kleinen Instagram-Account mit wenigen Tausend Followern betreibst, bist du für potenzielle Auftraggeber deutlich interessanter als ein Blogger ganz ohne Instragram-Account.

Oftmals ist ein Instragram-Account neben dem eigenen Blog Voraussetzung für Pressereisen. Oder aber du erzielst durch die gleichzeitige Veröffentlichung auf dem Blog und auf Instragam höhere Preise. Auch als Mikro-Influencer bist du für Unternehmen durchaus interessant. Immerhin hast du eine treue Fanggemeinde, die sich speziell für deine Inhalte interessiert.

Doch was kann man mit Instragam verdienen? Das ist sehr von deinen Inhalten und deiner Fangemeinde abhängig. Für ein Werbe-Post kannst du mit fünf bis zehn Euro pro 1000 Followern rechnen. In der Story kannst du als groben Richtwert mit 40 bis 80 Euro pro 1000 Views rechnen. Du siehst also: Um bei Instagram richtig viel Geld zu verdienen, brauchst du eine sehr große Followerschaft mit einer hohen Interaktionsrate. Als Bonus für einen Blogartikel zieht Instagram aber immer bei deinen Kunden.

15. Werbung auf deinem Youtube-Kanal

Auch mit Youtube lässt sich Geld verdienen. Einen großen Youtoube-Kanal mit vielen Zuschauern aufzubauen, ist aber extrem aufwändig und dauert sehr lange. Für uns ist unser Youtube-Kanal eine gute Möglichkeit, Videos in unsere Blogartikel zu integrieren und dem Leser einen hohen Mehrwert zu liefern, was indirekt unsere Blogeinnahmen steigert. Zudem sind die Werbeeinnahmen auf Youtube ein schönes Zusatzeinkommen. Wir sprechen hier aber nur von einigen Hundert Euro im Monat. Das ist bei Weitem nicht genug Geld, um damit seinen Lebensunterhalt zu bestreiten (zumindest nicht in einem Hochpreisland wie Deutschland).

Als Blogger wirst du leider kaum die Zeit finden, einen großen und damit wirklich lukrativen Youtube-Kanal aufzubauen.

Fazit: So verdienst du am schnellsten Geld mit deinem Blog

Auch wir werden sogar heute noch angeschaut und ungläubig gefragt: „Und wie verdient ihr Geld“ oder „und davon kann man leben“? Du kannst mit deinem Blog auf viele Arten Geld verdienen – selbst fünfstellige Einnahmen – also 10.000 Euro und weitaus mehr – sind im Monat möglich. Monatlich sechsstellige Einnahmen – also 100.000 Euro und mehr – dürften indes zumindest im deutschsprachigen Raum die absolute Ausnahme sein.

Der einfachste Weg, um deinen Blog zu monetarisieren, sind Affiliate-Links, die VG Wort und Werbebanner via Ezoic*. Mit diesen drei Einnahmequellen kannst du mit deinem Blog sofort Einnahmen erzielen.

Mit zusätzlichen Aufwand verbunden sind etwa eigene digitale Produkte als Einnahmequelle, gesponserte Artikel oder Leistungen für Auftraggeber.

Spenden oder die Bezahlschranke haben wir noch nie zum Geld verdienen benutzt und werden es auch in Zukunft nicht.

Kostenlose Blogger-Reisen sind am Anfang deiner Blogger-Karriere sicher ein nettes Gimmick, für uns inzwischen in der Regel aber uninteressant. Von kostenlosen Reisen, kostenlosen Hotel-Übernachtungen oder gratis Restaurantbesuchen können wir schließlich keine Miete und keine Angestellte bezahlen.

Und ein ganz wichtiger Rat zum Schluss: Führe deinen Blog mit Leidenschaft und mit Spaß, und nicht, um Geld damit schnell viel zu verdienen. Dann kommt auch der finanzielle Erfolg langfristig von alleine. Das verlangt aber nach einem langen Atem und nach vielen Arbeitsstunden am Computer.

Außerdem solltest du immer wieder neue Sachen ausprobieren, um Geld mit dem Blog zu verdienen. Einnahmequellen, die auf dem einen Blog gut funktionieren, müssen es nicht zwangsläufig auf einem anderen Blog – und umgekehrt.

Last but not least ein Wort zur Steuer

Alles, was du mit deinem Blog verdienst, musst du als Einkommen versteuern. Dazu gehören Zuwendungen wie Reisen oder Produkte. Von Vorteil ist es, wenn dir Firmen Produkte als Dauerleihgabe zur Verfügung stellen. Das Produkt geht damit nie in deinen Besitz über. Außerdem sind ergebnisoffene Pressereisen zu Recherchezwecken klassischen Blogger-Reisen, bei dem eine Verpflichtung zur Berichterstattung besteht, zu bevorzugen. Mehr Infos verrät dir dein Steuerberater.

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26 Kommentare

  • - Svenja

    Hey ihr beiden!
    Vielen lieben Dank für euren aufschlussreichen Artikel. Ich habe meinen Blog nun länger schleifen lassen und auf der Suche nach neuer Motivation bin ich auf euch gestoßen! Ich freue mich schon darauf, wieder loszulegen! ;)

    LG Svenja

  • - Raffaele

    Hallo,
    eine tolle und sehr treffende Zusammenstellung!
    Ich habe selbst Ezoic auf meinem Blog ausprobiert, aber das hat mir das Layout zerschmissen und die Ladezeiten verlangsamt … Habt ihr da vielleicht einen Tipp, wie die Einbindung am besten klappt?
    Danke und Gruß
    Raffaele

    • - Florian

      Hallo Raffaele,

      wir haben Ezoic per Nameserver eingebunden. Es gibt auch ein WordPress-Plugin. Das soll laut Berichten auf anderen Blogs aber nicht so gut funktionieren und auch Ezoic rät ja dazu, die Nameserver auf Ezoic umzustellen.

      Wir haben selbst keine Probleme mit Ezoic, da läuft alles bestens und auch die Ladezeiten für die Inhalte bleiben flott (die Anzeigen werden aber tatsächlich verzögert geladen, was mitunter etwas störend ist).

      Viele Grüße
      Florian

  • - Mathias

    Hallo Florian,
    ich habe euch heute erst entdeckt und finde euren Blog super. Man sieht, dass auch einiges an Arbeit drin steckt. Wenn ich das richtig sehe und vermute, verdient ihr nach wie vor mit diesem Blog (und mit den hier beschriebenen Methoden) euer Haupteinkommen?
    Wie lange hat es gedauert bis ihr davon leben konntet?
    Liebe Grüße,
    Mathias

    • - Florian

      Hi Mathias,

      genau, der Blog ist unser Einkommen. Wir machen das aber mit viel Leidenschaft, daher ist es nur bedingt Arbeit. Lästig sind halt Sachen wie Umsatzsteuervoranmeldung, Steuererklärung etc.

      Den Blog gibt es seit zehn Jahren und ja, es steckt enorm viel Arbeit drin. In Lohn kaum aufzuwiegen .-)

      Viele Grüße
      Florian

  • - Claudia

    Hey Flo,
    danke für den sehr guten Überblicksartikel. Da sind nochmal ein paar sehr interessante Varianten aufgeführt! Ich hatte mich gefragt, ob ihr es schonmal mit einem Spenden-Plug-in wie Tiny Coffee oder Buy me a coffee versucht habt? Finde ich eigentlich ganz charmant, aber hab es selbst auch noch nicht ausprobiert …
    Ach so, ich glaub, Affilnet heißt jetzt Awin bzw. gehört dazu …
    Herzliche Grüße
    Claudia

    • - Florian

      Hi Claudia,

      stimmt, Affilinet ist jetzt Awin.

      Wir haben mal Steady versucht – mit null Resonanz. Ich glaube, das Spenden-Thema funktioniert in Deutschland bis auf wenige Ausnahmen nicht.

      Liebe Grüße
      Flo

  • - Stefan

    Hallo ihr beiden,
    ein interessanter Artikel über die verschiedenen Möglichkeiten. Ich habe davon vieles noch nicht ausprobiert, aber was die Bilddatenbanken und Instagramm betrifft, so bin ich da ganz Eurer Meinung.
    LG
    Stefan

  • - Maria Haase

    Hi,
    ich finde, das war ein mutiger Schritt, den ihr gegangen seid. Natürlich haben wir auch schon darüber nachgedacht – aber nur über ein Blog den Lebensunterhalt zu verdienen, das würden wir niemals wagen…
    Im Abschnitt über die VG Bild-Kunst ist euch übrigens ein bisschen was durcheinander geraten (da taucht manchmal VG Wort auf, wo eigentlich VG Bild-Kunst stehen müsste).
    Viele Grüße
    Maria

    • - Florian

      Hi Maria,

      ja klar, der Sprung ins kalte Wasser kann schon schreckhaft sein, aber für uns hat es sich definitiv gelohnt :-) Aber natürlich, wer einen festen Feierabend und ein freies Wochenende haben will, für den ist das absolut nichts.

      Viele Grüße
      Florian

    • - Biggi

      Hey Anja, wie cool, dass wir dir einen Tipp geben konnten. Dabei bist du ja auch so ein alter Hase im Geschäft. Liebe Grüße und es freut uns soooo, dass du bei uns kommentiert hast.

  • - Julia Beckert

    Hey ihr zwei, TAUSEND DANK für eure tollen Artikel zum Thema Selbstständigkeit! Da eier ich drei Jahre mit meinem Blog rum und hab mir noch nicht mal die Zeit genommen, weitere Verdienstmöglichkeiten zu prüfen. Super Artikel mit sehr wertvollen Tipps! Danke! Auch für den Artikel zum Gründerzuschuss. :) Dann mach ich mich mal an die Arbeit ;) Liebe Grüße Julia

  • - Alessia

    Geld verdienen mit dem eigenen Blog ist nicht einfach! Viele denken ja, dass man von heute auf morgen reich wird, dem ist definitiv nicht so. Kontinuität ist in dem „BERUF“ und das sage ich ausdrücklich!!! das A & O!

  • - Partikelchen28

    Das ist natürlich ein Traum und dann noch super dazu, wenn es auch so klappt, wie man sich das vorgestellt hat. Ich denke, wenn man eine gewisse Grösse erreicht hat, dann kann man vielleicht auch Werbegeschenke von Firmen bekommen. Dann haben Besucher noch einen Grund mehr regelmässig auf der eigenen Seite vorbeizuschauen. Für alle eine Win-Win Situation.

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