Die Top-Sehenswürdigkeiten in Mecklenburg-Vorpommern
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Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern: die schönsten Orte, die du unbedingt sehen musst

Lust auf Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern? Dann bist du hier genau richtig. Wir haben für dich die besten Ausflugsziele sowie spannende Schlösser und Burgen. Wie du schon siehst, hat Meck-Pomm, wie das Bundesland gerne abgekürzt wird, einiges zu bieten.

Nicht umsonst ist es das beliebtestes innerdeutsche Reiseziel und verzeichnet seit 2012 jedes Jahr auch immer mehr internationale Übernachtungsgäste.

Im Anschluss zeige ich dir deshalb die schönsten Orte, Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps in Mecklenburg-Vorpommern, sowie einige kulinarische Highlights und außergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeiten. So kannst auch du deinen perfekten Urlaub in Deutschlands beliebtester Reiseregion planen!

Aktualisiert am 04.04.2022

Die Top-Reiseziele im Überblick

Nach dem südlich angrenzenden Nachbarn Brandenburg ist Mecklenburg-Vorpommern eines der wasserreichsten Bundesländer. Die magische Zahl heißt 2.000 – in etwa so hoch ist nämlich sowohl die Kilometerzahl der Küstenlinie als auch die Anzahl der Seen. Das verschaffte Mecklenburg-Vorpommern den Spitznamen „die größte Badewanne Deutschlands“.

Hier siehst du eine Liste mit 7 Kategorien. Sie beinhalten die besten Tipps und beeindruckendsten Orte – von den wichtigsten Städten in Mecklenburg-Vorpommern über die Highlights für Naturliebhaber und Badeurlauber bis zu den idealen Touren für alle passionierten Wanderer und Sportler.

Die wichtigsten Städte

Hier stelle ich dir die sechs wichtigsten Städte des Bundeslands und ihre Top-Sehenswürdigkeiten vor. Wir beginnen mit Schwerin im Westen von Mecklenburg-Vorpommern und machen einen Kreis im Uhrzeigersinn über die Küste im Norden bis nach Neubrandenburg im Osten. So hast du die perfekte Auswahl an Ausgangspunkten, um den Rest des Bundeslands erkunden zu können.

Schwerin

Schwerin ist mit nicht einmal 100.000 Einwohnern die kleinste Landeshauptstadt Deutschlands. Dennoch erwarten dich in der ältesten Stadt des Bundeslands historische Viertel mit zahlreichen Baudenkmalen und Sehenswürdigkeiten.

Außerdem bleibt Schwerin dem wasserreichen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern treu und vereint ganze zwölf Seen innerhalb des Stadtgebietes. Wahrzeichen der Stadt ist das berühmte Schweriner Schloss, das direkt an einem der Seen gelegen ist und mit malerischer Kulisse aufwartet.

Wir haben für dich die schönsten Sehenswürdigkeiten in Schwerin zusammengefasst.

Möwen vor dem Schloss Schwerin
Das Schloss Schwerin ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten in Deutschand und sollte auf keinem Roadtrip durch Deutschland fehlen

Wismar

Auch Wismar (zu den Top-Sehenswürdigkeiten in Wismar) beeindruckt mit einer historischen Altstadt, die seit 2002 sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die Stadt liegt nördlich von Schwerin an der Ostseeküste und hat nicht einmal halb so viele Einwohner.

Einige der Hauptattraktionen in Wismar sind der zentrale Marktplatz, die verschiedenen Kirchen und weitere bauhistorisch bedeutsame Gebäude sowie der Alte Hafen. In der Wismarer Bucht liegt übrigens auch die schöne Insel Poel – mehr dazu erfährst du im Artikel über die sechs tollsten Ostseeinseln.

Das Wassertor am Alten Hafen von Wismar
Das Wassertor am Alten Hafen von Wismar

Rostock

Die größte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern ist Rostock. Mit dem Kreuzfahrthafen Warnemünde ist sie gleichzeitig ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und Anlaufstelle für viele Touristen. Die kleinen Fischerhäuschen und der Leuchtturm verleihen diesem Stadtteil endgültig ein maritimes Flair.

Ansonsten findest du in Rostock schöne Gebäude im Stil der Backsteingotik, die Überbleibsel aus der Zeit als Freihandelsstadt sind. Die Reste der alten Stadtbefestigung stammen hingegen aus dem Mittelalter.

Sonnenaufgang über Rostock
Rostock ist überaus sehenswert. Es macht einfach Spaß, die Stadt zu erkunden

Stralsund

Ein Stück weiter östlich liegt Stralsund (zu den Top-Sehenswürdigkeiten in Stralsund). Zusammen mit der Wismarer Altstadt gehört auch der historische Kern von Stralsund seit 2002 zum UNESCO-Welterbe. Zudem bildet die Stadt den Verbindungspunkt zur Insel Rügen und weiteren vorgelagerten Inseln wie Ummanz und Hiddensee.

Mehr dazu erfährst du wieder im Artikel über die Ostseeinseln! Stralsund ist zudem selbst ein beliebter Erholungsort und hat mit Attraktionen wie dem Deutschen Meeresmuseum, den alljährlichen Wallensteintagen und den wasserreichen Parks für jeden das passende Angebot.

Das Stralsunder Rathaus ist eine Top-Sehenswürdigkeit
Das Stralsunder Rathaus ist ein tolles Fotomotiv

Greifswald

Greifswald ist die vorerst letzte Stadt an der Ostseeküste. Hier wurde der Maler Caspar David Friedrich geboren, dem auch ein eigenes Museum und ein Bildweg mit 15 Stationen gewidmet sind. Historische Gebäude aus nahezu allen Epochen, verschiedene Naturschutzgebiete und der Museumshafen komplettieren das beeindruckende Ensemble.

Der Greifswalder Dom St. Nikolai
Der Dom St. Nikolai in Greifswald mit dem roten Rathaus (rechts im Bild)

⭐ Übrigens sind sowohl Wismar als auch Rostock, Stralsund und Greifswald historische Hansestädte mit bedeutendem alten Stadtkern.

Wir zeigen dir hier die schönsten Sehenswürdigkeiten in Greifswald – schau in den Artikel hinein.

Neubrandenburg

Die letzte Stadt dieser Liste liegt wie angekündigt im Südosten des Bundeslands und heißt Neubrandenburg. Ja, die Stadt gehört wirklich zu Mecklenburg-Vorpommern und nicht, wie der Name vermuten lässt, zu Brandenburg. Die Bezeichnung geht allerdings auf die dortige Stadt Brandenburg an der Havel zurück. Neubrandenburg ist für Europas besterhaltene Stadtbefestigung der Backsteingotik und die breit gefächerte Veranstaltungs- und Kulturlandschaft bekannt.

Außerdem ist Neubrandenburg Kreisstadt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte und bildet damit einen idealen Ausgangspunkt für Besuche der gleichnamigen beliebten Sehenswürdigkeit, über die ich dir später mehr erzählen werde.

Ein altes Haus in der Stadtmauer in Neubrandenburg
Das Highlight in Neubrandenburg ist die alte Stadtmauer

Fotoreiseführer Meckpomm

Wir zeigen dir die schönsten Orte zum Fotografieren in Mecklenburg-Vorpommern. Hier stellen wir dir 13 tolle Fotomotive in Meckpomm im Detail vor.

Noch mehr atemberaubende Orte zum Fotografieren verraten wir dir in unserem E-Book “60 magische Fotospots in Mecklenburg-Vorpommern” im PDF-Format – der perfekte Foto-Reiseführer für ambitionierte Fotografen und alle, die die schönsten Orte der Region entdecken wollen.

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Die schönsten Seebäder

Neben den sechs wichtigen Zentren in Mecklenburg-Vorpommern, die ich dir eben vorgestellt habe, findest du entlang der deutschen Ostseeküste weitere tolle Erholungsorte, die sogenannten Ostseebäder. Insgesamt 65 Orte in Meck-Pomm tragen heute den Titel Kurort, Seebad oder Erholungsort – auch davon möchte ich dir sechs zeigen, die sich entlang der kompletten Außenküste des Bundeslands verteilen. Sie alle zeichnen sich durch die Lage am Meer, die exzellente Luft- und Wasserqualität sowie eine vom Straßenverkehr ungestörte Standpromenade aus.

Die Seebrücke Ahlbeck im Morgenlicht
Die Seebrücken wie hier die Brücke Ahlbeck sind allesamt ein tolles Fotomotiv an der Ostsee

Ganz im Westen liegt Boltenhagen, das trotz der Lage in Mecklenburg-Vorpommern zur weitläufigen Metropolregion Hamburg gehört. Die Steilküste, die Seebrücke, der Hafen mit Erlebnisfischerei und verschiedene Gutshäuser sind nur einige der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Boltenhagen.

Weiter westlich liegen in der Nähe von Rostock gleich zwei spannende Seebäder. Kühlungsborn ist streng genommen das einzige Ostseeheilbad dieser Liste, wofür noch mehr Qualifikationen erfüllt werden müssen. Die Strandpromenade von Kühlungsborn zählt zu den längsten in Deutschland, und auch eine Seebrücke, eine Windmühle und einen Stadtwald findest du dort. Als kleiner Ausflug bietet sich eine Tour zum nahegelegenen Leuchtturm Bastorf an.

Nur rund sieben Kilometer weiter östlich liegt Heiligendamm. Es wurde bereits 1793 gegründet und ist damit das älteste Seebad auf dem europäischen Kontinent. Die charakteristischen Gebäude in Strandnähe sind im Stil der mondänen Bäderarchitektur gehalten, die im Übrigen auch alle weiteren Seebäder charakterisiert. Sie gaben Heiligendamm den Spitznamen „Weiße Stadt am Meer“.

Auch Graal-Müritz liegt im Landkreis Rostock und erstreckt sich über einen Küstenabschnitt von knapp 4 Kilometern. Das Waldgebiet „Rostocker Heide“ umschließt den natürlichen Sandstrand und erzeugt in Kombination mit der Meeresluft ein besonders gesundes Heilklima.

Etwas weniger bekannt sind zwei Seebäder im Osten Mecklenburg-Vorpommerns. Während Lubmin in der Nähe der Hansestadt Greifswald liegt und mit einem Findling aus der Eiszeit und weiteren historischen Sehenswürdigkeiten sowie einer aktiven Kunstszene beeindruckt, befindet sich Ueckermünde weiter südlich am Stettiner Haff, der zweitgrößten Lagune der Ostsee. Dort gibt es neben dem beliebten Strandbad auch einen Stadthafen, eine gut erhaltene Altstadt, ein pommersches Residenzschloss und einen Tierpark.

⭐ Weitere schöne Seebäder findest du auf den verschiedenen Ostseeinseln, zum Beispiel die drei bekannten Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin auf Usedom.

Die drei großen Nationalparks

Naturliebhaber aufgepasst – in Mecklenburg-Vorpommern gibt es drei große Nationalparks. Die stelle ich dir in diesem Absatz vor:

Müritz-Nationalpark

Der erste befindet sich im Süden des Bundeslands und ist sogar der größte auf dem deutschen Festland. Es handelt sich um den Müritz-Nationalpark, der auf einem Gebiet von 322 Quadratkilometern zahlreiche Seen, Wiesen, Moore und hauptsächlich Wälder vereint.

Auf der höchsten Erhebung, dem Käflingsberg, befindet sich außerdem ein 55 Meter hoher Aussichtsturm, der einen fantastischen Blick über den gesamten Park eröffnet. Der Nationalpark ist komplett mit Wander- und Fahrradwegen erschlossen; übernachtet werden kann in Klink, Rechlin, Röbel/Müritz und Waren (Müritz).

Der Große Serrahnsee im Müritz Nationalpark
Der Große Serrahnsee im Müritz Nationalpark. Hier kannst du mit etwas Glück sogar Adler sehen

Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Ein ganzes Stück weiter nördlich liegt der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, der mit 786 Quadratkilometern der größte des Bundeslands und der drittgrößte Deutschlands ist. Er umfasst nicht nur Teile der Ostseeinseln Rügen und Hiddensee, sondern auch den Großteil der westlichen Ostseeküste sowie Teile einer 45 Kilometer langen Halbinsel, die sich aus Fischland, Darß und Zingst zusammensetzt.

Der Nationalpark dient vor allem der Erhaltung der natürlichen Landschaftsdynamik, die in dieser Gegend vor allem durch die stetige Veränderung der Küste, zum Beispiel durch den Bodenabtrag an Kliffs, geprägt ist.

Ein Reiher im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft
Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ist ideal, um Vögel in freie Wildbahn zu beobachten
Ein Seeadler in der Luft
Auch hier kannst du Seeadler sehen

Wir haben für dich alle wichtigen Sehenswürdigkeiten zum Fischland-Darß-Zingst zusammen gefasst.

Nationalpark Jasmund

Auch Deutschlands kleinsten Nationalpark findest du in Mecklenburg-Vorpommern. Der Nationalpark Jasmund ist nur 30 Quadratkilometer groß und befindet sich auf der Insel Rügen. Er zeichnet sich einerseits durch den Buchenwald aus, der zu Teilen zum UNESCO-Welterbe gehört.

Andererseits entsteht die für den Nationalpark typische Landschaft vor allem durch die Kreide-Kliffküste. Die berühmteste Kreidefelsformation ist der Königsstuhl, der gerne von einer bekannten Aussichtsplattform namens Victoriasicht fotografiert wird.

Blick auf den Königsstuhl auf Rügen
Der Königsstuhl im Nationalpark Jasmund ist eine der bekanntesten Attraktionen auf Rügen

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es neben den drei Nationalparks auch sieben Naturparks, drei Biosphärenreservate und vier Feuchtgebiete. Zahlreiche Naturschutzgebiete runden das Ensemble ab und bieten sicher die richtige Option für jeden Naturfreund.

⭐ Empfehlenswerte Reiseführer für deinen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern

Diese Reiseführer unterstützen dich bei deiner individuellen Urlaubsplanung und bringen dir verschiedene Aspekte dieses spannenden Bundeslands näher. So kannst du dir deine ideale Reise zusammenstellen!

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Die Mecklenburgische Seenplatte

Eine ganz besondere Landschaftsformation, die du vielleicht bereits kennst, darf hier natürlich nicht fehlen. Die Mecklenburgische Seenplatte wird auch Land der 1000 Seen genannt – tatsächlich befinden sich hier insgesamt nämlich 1117 natürliche Stillgewässer.

Der Schweingartensee in der Mecklenburgischen Seenplatte
Der Schweingartensee ist ein Biotop für viele verschiedene Tiere

Damit bildet die Mecklenburgische Seenplatte nicht nur das größte vernetzte Wassersportrevier Europas, sondern auch einen Raum, in dem es kaum Lichtverschmutzung gibt – Sternegucker sind hier also ebenfalls genau richtig, ebenso wie Naturliebhaber. Auf dem Gebiet liegen nämlich mehrere Teile verschiedener Natur- und Nationalparks, unter anderem auch der Hauptteil des Nationalparks Müritz. Die Seenplatte erstreckt sich teilweise sogar bis nach Brandenburg!

Blick über die Mecklenburgische Seenplatte
Der Blick vom Käflingsbergturm über einen kleinen Teil der Seenplatte

Die Mecklenburgische Seenplatte umfasst insgesamt drei beliebte Urlaubsregionen. Die erste heißt Müritz plus und liegt, wie der Name schon sagt, rund um die Müritz. Das ist wiederum der größte Binnensee in Deutschland. Hier findest du zum Beispiel eine malerische Inselstadt namens Malchow, das Natur-Erlebniszentrum Müritzeum in Waren und den BÄRENWALD Müritz, in dem ein natürlicher Lebensraum für Bären aus nicht artgerechter Haltung geschaffen wurde.

Waren an der Müritz
Der Ort Waren an der Müritz im Licht der aufgehenden Sonne

Die zweite Urlaubsregion ist die Mecklenburgische Kleinseenplatte, in der du eben viele kleine Gewässer findest, die ideal für Kanu- oder Floßfahrten sowie Angel-, Rad- und Campingausflüge sind. Diese Region ist übrigens nicht einmal eine Stunde von Berlin entfernt! Aber auch Neubrandenburg im Rückland der Mecklenburgischen Seenplatte bietet einen idealen Ausganspunkt zum Erkunden dieser einzigartigen Landschaft.

Auch in der Mecklenburgischen Schweiz, der dritten und letzten Urlaubsregion auf dem Gebiet der Seenplatte, kannst du vieles entdecken. Die hügelige Natur dieser Region rund um den Kummerower See hat aber nicht nur sattes Grün zu bieten, sondern auch wunderschöne Gutsdörfer mit prächtigen Schlössern und Herrenhäusern. Hier ist also für jeden etwas dabei!

⭐ Als Naturliebhaber sollte es dir nicht ungelegen kommen, ganz nebenbei etwas für die Umwelt zu tun. Das ist zum Glück total unproblematisch möglich! Von Dresden und Berlin aus kommst du mit dem Intercity nämlich schnell und direkt bis an die Müritz, also mitten ins Herz der Mecklenburgischen Seenplatte. Vor Ort bist du dann mit MÜRITZ rundum perfekt angebunden. Dem autofreien Urlaub in der Natur steht so nichts mehr im Wege.

Die mecklenburg-vorpommerschen Ostseeinseln

Außer Fehmarn – das liegt in Schleswig-Holstein – gehören tatsächlich alle großen deutschen Ostseeinseln zu Mecklenburg-Vorpommern. Besonders Rügen (zu den Top-Sehenswürdigkeiten auf Rügen) und Usedom erfreuen sich bei Urlaubern großer Beliebtheit.

Wenn du die besten Empfehlungen zu diesen bekannten Zielen erfahren möchtest, aber gleichzeitig auch ein paar spannende Geheimtipps entdecken willst, darfst du dir den Artikel über die sechs schönsten Ostseeinseln auf keinen Fall entgehen lassen!

Die Seebrücke Sellin auf Rügen am Morgen
Die Seebrücke Sellin ist einer der Top-Fotospots auf Rügen und ein beliebtes Ausflugsziel

Die prächtigsten Gutshäuser, Schlösser und Burgen

Ganz am Anfang habe ich dir schon erzählt, dass es nicht nur mehr als 2.000 Seen in Mecklenburg-Vorpommern gibt, sondern auch über 2.000 alte Gutshäuser, Schlösser und Burgen. Dazu zählt selbstverständlich beispielsweise das bekannte Schloss Schwerin. Aber es gibt noch so viele weitere Highlights – und meine fünf Favoriten möchte ich dir im Anschluss vorstellen.

Das erste Exemplar, die Burg Stargard (Google Maps), liegt in der gleichnamigen Kleinstadt südlich von Neubrandenburg. Die Anlage ist eine der wenigen Höhenburgen im Norddeutschen Tiefland und liegt auf einem etwa 90 Meter hohen Burgberg. Sie ist mit elf bestehenden Gebäuden gut erhalten und prägt mit dem prominenten Bergfried das Erscheinungsbild der Stadt. Die Burg selbst, der Burggarten und der Turm können besichtigt werden, wobei für letzteres und den Besuch des Museums eine Gebühr verlangt wird. Auch das alljährliche Stargarder Burgfest ist ein absolutes Highlight.

Nordwestlich davon liegt in der Mecklenburgischen Schweiz Schloss Basedow (Google Maps) bei Teterow. Bereits im 15. Jahrhundert wurde hier eine Gutsanlage errichtet, die damit zu den ältesten im ganzen Bundesland gehört. Der Umbau zu einem dreigeschossigen Herrenhaus im Stil der Renaissance und weitere Umgestaltungen und Restaurierungsarbeiten verliehen dem Gebäude seinen heutigen Glanz.

Auch der 200 Hektar große Landschaftspark des bekannten Gartenbauers Lenné, der viele Gartenanlagen in Potsdam gestaltete, ist ein tolles Erlebnis. Mit in das Konzept einbezogen wurden sogar das Dorf und der Malchiner See. Das Schloss befindet sich übrigens in Privatbesitz und kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

Erinnerst du dich an das Ostseebad Boltenhagen? Direkt um die Ecke liegt mein absoluter Favorit, das wunderschöne Schloss Bothmer (Google Maps). Nicht zu Unrecht wird es als „kleines Stück England in Mecklenburg“ bezeichnet – errichtet wurde das Anwesen nämlich ab 1726 von Graf Hans Caspar von Bothmer, der im Dienste des englischen Königshauses stand und einige Zeit in der legendären 10 Downing Street in London gelebt hatte. Das sogenannte Corps de Logis ist das Herzstück der Schlossanlage und wird besonders gerne durch die beeindruckende Festonallee fotografiert. Ich lege dir einen Besuch der mehrflügeligen Schlossanlage, die sich auf einer Garteninsel im schönen Schlosspark befindet, definitiv wärmstens ans Herz!

Ein weiteres kleines Juwel befindet sich weiter östlich, gar nicht weit von Rostock und der Ostseeküste entfernt (Google Maps). Das Gutshaus Klein Kussewitz ist ein neugotisches Gebäude aus dem 19. Jahrhundert und wird auch „Schloss K“ genannt. Heute können dort Veranstaltungen gefeiert werden, wozu das malerische Anwesen und der Park mit kleinem See die ideale Kulisse bilden. Auch toll eingerichtete Apartments gibt es im Schloss – und im Gutshaus Klein Kussewitz (hier Preise checken*) kannst du mega stilvoll übernachten! Schau dir die Bilder an und überzeuge dich selbst.

Und zu guter Letzt darf bei einer Aufzählung von Schlössern in Mecklenburg-Vorpommern das Jagdschloss Granitz auf Rügen (Google Maps) auf keinen Fall fehlen. Das prachtvolle Gebäude mit markantem Mittelturm ist immerhin das meistbesuchte Schloss des Bundeslands. Mehr Infos zu Rügen, zum Beispiel zur Anreise und zum Wetter, findest du im Artikel zu den schönsten Ostseeinseln.

Die interessantesten Wanderrouten

Besonders beliebt bei Wanderern sind selbstverständlich die Ostseeküste und die Seenplatte rund um die Müritz. Im Müritz-Nationalpark kannst du den längsten Wanderweg durch einen deutschen Nationalpark überhaupt beschreiten. Der sogenannte M-Weg führt dich in 9 Etappen von 10 bis 28 Kilometern auf insgesamt 175 Kilometern durchs Grüne. Start und Ende der Tour ist in Waren (Müritz).

Eine noch längere Tour ist der Europäische Fernwanderweg E9, auch bekannt als Internationaler Küstenweg Atlantik-Ostsee. Er führt auf rund 5.000 Kilometern von Portugal nach Estland, unter anderem auch ein Stück durch Deutschland. Der mecklenburg-vorpommersche Teil erstreckt sich von Lübeck bis Usedom an der Ostseeküste entlang. Die 400 Kilometer lange Strecke ist mit einer Dauer von etwa 14 Tagen bzw. Etappen angesetzt.

Für Literatur- und Wanderfans habe ich auch noch zwei interessante Tipps. Einmal wäre das Falladas Fridolinwanderung, ein Weg von 10,5 Kilometern auf den Spuren des frechen Dachses Fridolin, der in Hans Falladas Kinderbuch viele Abenteuer in der Feldberger Seenlandschaft erlebt. Start und Ende der Tour ist der idyllische Ort Carwitz mit dem Wohnhaus Hans Falladas (Google Maps).

Auch die Route der Norddeutschen Romantik ist sicher nicht nur für Literaturfreunde spannend. Die schöne Tour ist 54 Kilometer lang und führt von der beeindruckenden Klosterruine Eldena (Google Maps) über das Seebad Lubmin bis nach Wolgast (Google Maps). Verbunden werden dabei insgesamt zehn Lebens- und Motivstationen frühromantischer Maler der Region.

Wer nicht gerne nur zu Fuß unterwegs ist, dem stehen in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Radwanderungen zur Verfügung. Dazu zählen zum Beispiel der Ostseeküsten-Radweg, der einen Großteil der mecklenburgischen Küste abdeckt und auch über einige Ostseeinseln führt, oder der 645 Kilometer lange Mecklenburgische Seenradweg, der durchs Landesinnere von Lüneburg bis nach Usedom führt.

⭐ Für Fahrradtouristen gibt es an den Radfernwanderwege die durch den ADFC zertifizierten Bett+Bike-Gastbetriebe, die speziell für nur eine Übernachtung ausgelegt sind.

Eine weitere beliebte und besondere Wanderform, die in Mecklenburg-Vorpommern praktiziert wird, ist das Wasserwandern. Kanu- und Kajakfahrer, oder die, die es noch werden wollen, finden hier eine Website mit den schönsten Paddel-Touren. Schließlich gibt es nicht umsonst knapp 26.000 Kilometer Wasserweg in Meck-Pomm!

Mecklenburg-Vorpommern an einem Wochenende – meine Lieblingsroute

Je nach individuellem Geschmack gibt es in Mecklenburg-Vorpommern natürlich unendlich viele Ausflugsziele und Routen, die sich für einen Tagesausflug, eine Wochenendreise oder einen Kurzurlaub anbieten. Vielleicht hast du dir auch schon eine passende Tour zurechtgelegt.

Mich haben die verschiedenen Reiseziele auf jeden Fall zu einer möglichen Route inspiriert, die ich dir jetzt vorstellen möchte. Machbar ist die Reise am besten an einem verlängerten Wochenende, also an drei bis vier Tagen, um alles stressfrei und in Ruhe besichtigen zu können.

Das Domizil dieses Wochenendtrips ist das wunderschöne Gutshaus Klein Kussewitz (hier Preise checken*), das ich dir bei den Schlössern bereits vorgestellt habe. Das tolle Ambiente ist einfach ideal zum Entschleunigen und Entspannen und die Lage bietet den hervorragenden Ausgangspunkt für die weiteren Touren.

Zuerst geht es nämlich ins nahegelegene Rostock. Dort erfährst du bei einer Stadtführung mehr über die lange Geschichte der Stadt, vom Mittelalter über die Zeit als Freihandelsstadt bis heute. Auch den maritimen Stadtteil Warnemünde musst du definitiv sehen! Dazu bietet sich zum Beispiel auch eine Hafenrundfahrt an.

Der Leuchtturm in Warnemünde
Warnemünde ist ein beliebtes Ausflugsziel in Rostock

Am zweiten Tag geht es ins Seebad Graal-Müritz, das sich unmittelbar nördlich vom Gutshaus Klein Kussewitz befindet. Dort kannst du gemütlich am 4 Kilometer langen, natürlichen Sandstrand entlangschlendern und den umliegenden Wald „Rostocker Heide“ sowie den Ort selbst erkunden. Die Mischung aus gesunder Meeres- und Waldluft tut nicht nur Allergikern gut! Auch der Rhododendronpark Graal-Müritz, einer der größten in Deutschland, ist ein Highlight für Pflanzenfans.

Die Seebrücke Graal-Müritz
Die Seebrücke Graal-Müritz

Am dritten Tag steht der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft an. Du kannst zum Beispiel die Etappe 7 des Ostseeküsten-Wanderwegs E9 laufen. Die 22,4 Kilometer von Ahrenshoop bis Prerow sind zwar nicht ganz einfach, aber du kannst die gesamte Nordwestspitze der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst erkunden. Wenn dir das zu weit ist, kannst du auch einen 14,8 Kilometer langen Rundweg durch die Dünen begehen, der ebenfalls in Prerow startet und endet und dich zur nordwestlichen Spitze der Halbinsel führt. Sowohl Ahrenshoop als auch Prerow sind übrigens gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Dieser Tag im Nationalpark bildet den perfekten Abschluss für das lange Wochenende in Mecklenburg-Vorpommern.

Der Weststrand
Der Weststrand befindet sich an der Westküste der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und ist rund 14 Kilometer lang

Ich hoffe, die Idee hat dir gefallen! Wenn du andere Vorschläge oder Routen für mich hast, kannst du sehr gerne einen Kommentar dalassen.

Kulinarik – die typische Küche Mecklenburg-Vorpommerns

Wie die des Nachbarbundeslandes Brandenburg gilt auch die typische Küche Mecklenburg-Vorpommerns als deftig und bodenständig. Beeinflusst wurde sie einerseits durch die lange Armut der Region und andererseits hauptsächlich durch die vielen Binnengewässer und die Ostsee, dank derer der Fisch zu einem elementaren kulinarischen Bestandteil wurde. Durch die vielen Wälder wird zudem viel Wild gegessen.

Die beliebtesten Fischgerichte sind neben klassischen Fischbrötchen zum Beispiel der gebratene Räucheraal oder die gebratene Maischolle. Eine typische Beilage sind die Kartoffeln, die hier auch Tüften genannt werden.

Besonders interessant ist die in Mecklenburg-Vorpommern beliebte Mischung aus süß und herzhaft. Daraus entstehen Gerichte wie Kartoffelsuppe mit Pflaumen und Speck, oder Birnen, Bohnen und Speck. Auch „Himmel und Erde“, ein Brei aus Kartoffel und Apfel, wäre ein hervorragendes Beispiel. Häufig werden dazu Blutwurst, geröstete Zwiebeln und auch Speck oder gebratene Leberwurst gereicht.

Beliebte Nachtische sind zum Beispiel Honigkuchen auf dem Blech oder Rote Grütze. Auch aus dem traditionell dort angebauten Sanddorn wird viel gemacht, zum Beispiel Konfitüre oder Torten. Im Bereich der Getränke ist die Pflanze ebenfalls stark vertreten, insbesondere auf der Ostseeinsel Hiddensee. Daraus entstehen dann Weine, Liköre und Säfte. Ein Anbaugebiet für „herkömmlichen“ Wein findest du hingegen im Stargarder Land, wo der Mecklenburger Landwein hergestellt wird. Im Winter wird vor allem Grog getrunken – das ist ein Getränk aus Rum, Zucker und heißem Wasser.

Wo in Meck-Pomm übernachten – die besten Tipps und außergewöhnlichsten Unterkünfte

Wenn du kein Fan von klassischen Hotels oder Ferienwohnungen bist, solltest du jetzt gut aufpassen. Hier habe ich nämlich die außergewöhnlichsten Unterkünfte in Mecklenburg-Vorpommern zusammengefasst, die ich finden konnte!

Los geht es mit dem Schlaffass am Plauer See (Google Maps) im Süden des Bundeslands. Insgesamt gibt es 16 Fässer für je zwei Personen, die mit einem gemütlichen Bett, Heizung und Strom sowie einer Holzterrasse und einer Hängematte ausgestattet sind. Dazu kommt ein herrlicher Blick auf den See – Glamping vom Feinsten inmitten der Mecklenburgischen Seenplatte!

Ein Schlaffass
Die Schalffässer am Plauer See sind ein echtes Highlight

Ein Stück weiter östlich befinden sich die Ferienwohnungen im Wasserturm in Waren an der Müritz (Google Maps). Das denkmalgeschützte historische Gebäude ist nicht nur wunderschön, sondern stellt auch einen idealen Ausgangspunkt zur Erkundung des Müritz-Nationalparks dar. Du kannst zum Beispiel direkt auf dem M-Weg einsteigen, den ich dir bei den interessantesten Wanderrouten vorgestellt habe! Alle vier Apartments, die jeweils ein oder zwei Etagen des runden Wasserturms einnehmen, sind zudem toll eingerichtet und überraschen mit spannenden Details.

Ganz im Norden befindet sich zwischen Rostock und Stralsund der Vogelpark Marlow (Google Maps). Dort habe ich den perfekten Tipp für Naturliebhaber entdeckt – denn hier kann im Baumbett Deluxe übernachtet werden. Diese offene Unterkunft im coolen Holzturm hat zwar keine Heizung, aber dafür einen hervorragenden Blick über die Südamerikaanlage des Parks. Im Vogelpark gibt es auch noch weitere spannende Übernachtungsmöglichkeiten.

⭐ Im Baumhaus schlafen kannst du übrigens auch auf Rügen. Genauer gesagt auf einer kleinen vorgelagerten Insel (Google Maps) – denn Ummaii hat sich quasi selbst zum ersten baltischen Inselstaat und Surferparadies schlechthin erklärt. Klick dich am besten selbst mal durch die kreative Website!

Ebenfalls auf Rügen liegt der Kornspeicher Mauritz. Er befindet sich ganz im Süden der Insel (Google Maps) in einem schönen Backsteingebäude. Der Mix aus Holz, rotem Stein und großen Fenstern verleiht den vier loftartigen Wohnungen einen coolen Industriestil. Mehr über Sehenswürdigkeiten, Wanderungen und Wetter auf Rügen erfährst du übrigens im Artikel über die Ostseeinseln.

Dort gibt es auch spannende Infos über Usedom, wo sich die nächste tolle Unterkunft befindet. Auf der Halbinsel Peenemünde (Google Maps) gibt es neben schönen Ferienhäusern auch zwei Segelschooner, die zu Ferienwohnungen umfunktioniert wurden. Sie bieten Platz für 12 bis 15 Personen, die dann ein komplettes Schiff mit modernem Bad und Küche für sich alleine haben. Da ist das Piratenfeeling vorprogrammiert!

Fast überall, wo es Wasser gibt, kannst du übrigens auch ein Floß oder ein Hausboot mieten. Eine besondere Form ist auch das sogenannte BungalowBoot oder BunBo. Für die wunderschön gestalteten und voll ausgestatteten Hausboote mit Terrasse für tolle Grillabende brauchst du keinen Führerschein, sondern bekommst vor Ort eine kurze Einweisung. Die Standorte liegen zwar alle in Brandenburg, aber von Lychen (Google Maps) aus kannst du zum Beispiel bis mitten in den Müritz-Nationalpark in Meck-Pomm fahren.

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