Wanderung auf den Kampenwand-Ostgipfel (1664m)

Die Kampenwand in den Chiemgauer Alpen

Die Wanderung auf die Kampenwand ist ein Klassiker der Münchner Hausberge

Unser Ziel ist die Kampenwand in den Chiemgauer Alpen. Wir brechen allerdings nicht so früh auf wie gewohnt, schließlich wollen wir es gemütlich angehen. Aus der Münchner Innenstadt geht es in rund einer Stunde über die leider sehr stark staugefährdete A8 bis nach Aschau. Der Parkplatz der Kampenwandseilbahn (GPS: N 47 45.871, E 12 19.508 – Google Maps) ist am Vormittag bei bestem Wetter schon gut gefüllt. Um mehr Zeit am Gipfel zu haben, sparen wir uns den mühsamen Aufstieg durch den Wald und nehmen die Seilbahn.

Die 4er-Gondel der Kampenwandseilbahn bringt uns bei einem fantastischen Blick auf das Schloss Hohenaschau und das Chiemgau in wenigen Minuten zur Bergstation der Kampenwand auf 1.467 Meter. Schon hier genießen wir eine fantastische Weitsicht auf die Hohen Tauern, den Großglockner, den Großvenediger, den Wilden Kaiser, die Loferer Steinberge und die Berchtesgadener Alpen.

Eine Gondel der Kampenwand-Seilbahn

Die Kampenwandseilbahn bring uns in Windeseile nach oben

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Was gleich auffällt: Hier oben sind viele Familien und ältere Herrschaften unterwegs. Von der Bergstation der Kampenwandseilbahn ist es nur ein Steinwurf zur modernen Sonnenalm mit der riesigen Sonnenterasse.

Blick auf die Sonnenalm und die Berchtesgadener Alpen

Blick auf die Sonnenalm und die Berchtesgadener Alpen

Das Bergkreuz der Kampenwand

Das Bergkreuz der Kampenwand

Über den fast ebenen Panoramaweg führt uns das erste Stück der Wanderung bei herrlichen Blicken auf den glitzernden Chiemsee zur Steinlingalm. Dieser Teil der Wanderung ist sogar für Kinderwägen geeignet – allerdings ist der Platz in den engen Gondeln der Kampenwandseilbahn arg begrenzt. Bei der Steinlingalm erwartet uns noch einmal ein herrliches Panorama.

Der Panoramaweg führt uns gemütlich zur Steinlingalm

Der Panoramaweg führt uns gemütlich zur Steinlingalm

Der Panoramaweg im Rückblick

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Jetzt wird es ernst: Wir nehmen den 1.664 Meter hohen Ostgipfel der Kampenwand in Angriff. Auf dem Gipfel thront seit 1950 das zwölf Meter hohe „Chiemgaukreuz“, das größte Gipfelkreuz in den Bayerischen Alpen. Von der Steinlingalm führt der Weg nun recht steil nach oben. Es geht zunächst noch über Gras und Lehm, später dann über Geröll. Spätestens hier sind feste Schuhe anzuraten. An der Bergstation der Kampenwandseilbahn kann man sich Bergschuhe im Lowa-Testcenter sogar kostenlos leihen (Stand . Leider liegt doch noch relativ viel Schnee, so dass das Ganze zur Rutschpartie wird. Für einige ist die Wanderung hier schon zu Ende, zumal es im oberen Teil doch recht steil ist.

Kurze Kletterstellen auf dem Weg zum Gipfel der Kampenwand

Kurz vor dem Ostgipfel der Kampenwand geht es mit Zuhilfenahme der Hände durch die Schlechinger Scharte und weiter über große Felsen in die sogenannten Kaisersäle. Auf einem kleinen Plateau heißt es jetzt noch einmal Kräfte sammeln und den letzten Felsen mit Hilfe eines Stahlseil umrunden. Jetzt geht es noch einmal durch schroffes Gelände bis zur stählernen Brücke, über die es hinüber zum Gipfelkreuz geht.

Wer zum Gipfelkreuz der Kampenwand will, muss schon ein bißchen klettern

Wer zum Gipfelkreuz der Kampenwand will, muss schon ein bißchen klettern

Immer wieder müssen die Hände benutzt werden

Immer wieder müssen die Hände benutzt werden

Hier sehen wir schon das Gipfelkreuz der Kampenwand

Hier sehen wir schon das Gipfelkreuz der Kampenwand

Auf dem Weg zum Gipfel der Kampenwand muss auch ein kurzes seilversichertes Stück überwunden werden

Auf dem Weg zum Gipfel der Kampenwand muss auch ein kurzes seilversichertes Stück überwunden werden

Am Ostgipfel der Kampenwand

Am Ostgipfel der Kampenwand

Das Gipfelkreuz der Kampenwand ist das größte in den bayerischen Alpen

Das Gipfelkreuz der Kampenwand ist das größte in den bayerischen Alpen

Der Blick vom Gipfel der Kampenwand ist atemberaubend

Der Blick vom Gipfel der Kampenwand ist atemberaubend

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Unter anderem blicken wir in die Berchtesgadener Alpen, ins Steinerne Meer, auf die Loferer Steinberge, in die Hohen Tauern und zum Wilden Kaiser

Unter anderem blicken wir in die Berchtesgadener Alpen, ins Steinerne Meer, auf die Loferer Steinberge, in die Hohen Tauern und zum Wilden Kaiser

Auch der Blick auf den Chiemsee ist wundervoll

Auch der Blick auf den Chiemsee ist wundervoll

Hier blicken wir noch einmal zurück. Dort unten standen wir noch vor wenigen Minuten

Hier blicken wir noch einmal zurück. Dort unten standen wir noch vor wenigen Minuten

Abstieg über den Maximiliansweg

Trotz der widrigen Bedingungen ist der Gipfel gut besucht – die Aussicht ist aber auch einfach zu schön, um das zu verpassen. Nach einer kurzen Pause am Gipfel machen wir uns an den Abstieg. Wir steigen hinter der Kampenwand den Maximiliansweg ab. Es geht anfangs noch recht steil nach unten. Auch eine leichte Kletterstelle will überwunden werden.

Über den Maximiliansweg geht es Anfangs steil nach unten

Über den Maximiliansweg geht es Anfangs steil nach unten

Der Ausblick ist immer wieder atemberaubend

Der Ausblick ist immer wieder atemberaubend

Hier haben wir noch einmal freie Sicht auf das Chiemgau-Kreuz

Hier haben wir noch einmal freie Sicht auf das Chiemgau-Kreuz

Der Wanderweg führt uns hier rechts entlang

Der Wanderweg führt uns hier rechts entlang

Zeit für eine kleine Pause

Zeit für eine kleine Pause

Wir erreichen die Kapelle der Kampenwand. Gleich dahinter ist die Steinlingalm

Wir erreichen die Kapelle der Kampenwand. Gleich dahinter ist die Steinlingalm

Der Maximiliansweg führt uns jetzt in einer tollen Runde, die zumindest heute kaum begangen ist, zurück zur Steinlingalm. Hier gibt es jetzt noch eine kühle Schorle, bevor wir uns an den Abstieg zurück zum Parkplatz machen. Der Abstieg erfolgt auf breiten Fahrtwegen. Immer wieder geht es aber auch über steile Grashänge, die im Winter als Skipiste genutzt werden, nach unten.

In der Steinlingalm legen wir noch einen kurzen Stopp ein

In der Steinlingalm legen wir noch einen kurzen Stopp ein

Auch der Abstieg überrascht immer wieder mit tollen Blicken

Auch der Abstieg überrascht immer wieder mit tollen Blicken

Die Wanderung führt uns nun durch den Wald

Die Wanderung führt uns nun durch den Wald

Wir queren die Kampenwandseilbahn und blicken auf Schloss Hohenaschau

Wir queren die Kampenwandseilbahn und blicken auf Schloss Hohenaschau

Kuh müsste man sein

Kuh müsste man sein

Das Wandervideo zur Tour

Tourdaten Kampenwand (Auffahrt mit der Seilbahn):

Datum: Mai 2016
Gesamtweglänge: 10,0 Kilometer
Höhenmeter: 270 Meter im Aufstieg, 1.110 Meter im Abstieg
Reine Gehzeit: 3:30 Stunden

Die GPS-Daten als Download

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Fazit

Die Wanderung auf den Ostgipfel der Kampenwand ist auch etwas für Familien, wenn Eltern und Kinder trittsicher und schwindelfrei sind. Außerdem sind ein paar leichte Kletterstellen zu überwinden. Wer den Aufstieg bzw. den Abstieg über den Maximiliansweg wählt und damit eine Rundtour macht, kommt auch an einem etwas längeren Kletterstück nicht vorbei. Mit Hilfe der Kampenwandseilbahn ist die Tour leicht an einem halben Tag zu machen. Außerdem locken mehrere Hütten zur Einkehr. Wer sich den Gipfel der Kampenwand nicht zutraut, genießt auf dem kurzen Panoramaweg zwischen Sonnenalm und Steinlingalm einen tollen Blick.

Nützliche Links

 

 

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Hast du die Bergbahn genommen oder hast du den Gipfel der Kampenwand mit reiner Muskelkraft erklommen? Wie waren deine Eindrücke? Hinterlass doch einen kurzen Kommentar und trag dich in unser virtuelles Gipfelbuch ein – wir freuen uns 🙂

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