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Zugspitze Stopselzieher Wanderung: Schwere Bergtour mit Klettersteig

Die Wanderung auf die Zugspitze über den Stopselzieher Klettersteig ist landschaftlich eine der schönsten Touren auf Deutschlands höchsten Berg. Der Stopselzieher-Klettersteig erfordert Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, ist aber der schnellste Weg auf den 2962 Meter hohen Gipfel.

Auf die Zugspitze führen zahlreiche Varianten. Der Schwierigkeitsgrad reicht von relativ einfach bis sehr anspruchsvoll. Der Stopselzieher gehört zu den anspruchsvolleren Touren, ist für bergbegeisterte Wanderer mit etwas Erfahrung aber gut zu bewältigen.

Hier findest du alle sechs Bergtouren, die auf die Zugspitze führen.

Aktualisiert am 08.05.2022

Wanderung auf die Zugspitze über den Stopselzieher

Start an der Tiroler Zugspitzbahn

Wir starten unser kleines Bergabenteuer noch in tiefster Dunkelheit in München. Wir wollen unsere Wanderung auf die Zugspitze früh starten, um im Stopselzieher-Klettersteig nicht im Stau zu stehen. Unser Ziel ist der Parkplatz der Tiroler Zugspitzbahn in Ehrwald in Tirol (GPS: N 47 25.575, E 10 56.586 Google Maps). Am kostenlosen Parkplatz der Bergbahn stehen schon einige Autos. Ganz alleine werden wir bei der Wanderung also kaum sein, obwohl wir wirklich früh dran sind.

Talstation Tiroler Zugspitzbahn
Wir starten unsere Wanderung auf die Zugspitze an der Talstation der Tiroler Zugspitzbahn

Auf in Richtung Wiener Neustädter Hütte

Die Rucksäcke sind gepackt. Noch schnell die Wanderschuhe anziehen und los geht’s. So früh am Morgen ist es ziemlich frisch. Das Thermometer zeigt gerade einmal zehn Grad an – dabei haben wir Mitte August. Uns wir aber schnell warm. Wir lassen den Parkplatz hinter uns (Wegweiser Wiener Neustädter Hütte, Zugspitze) und steigen zunächst auf einer alten Skipiste auf. Geröll und Wiese wechseln sind ab. Zunächst geht es gemütlich aufwärts, aber schon bald zieht der Weg deutlich an. Zeit, die Jacken auszuziehen.

Das Zugspitzmassiv im Blick

Nach rund 20 Minuten führt links ein schmaler Steig in die Latschen. Die wenig ansehnliche Skipiste lassen wir hinter uns. Vor uns ragt schon die gewaltige Felswand der Zugspitze in den Himmel. Wobei der gewaltige Felskoloss im Nebel verschwindet. Alles über 2500 Metern wird von Wolken verschluckt. In der Ferne reißt die Wolkendecke aber langsam auf und die Sonne strahlt die ersten Berggipfel in der Umgebung an. Das macht Mut für den Aufstieg im Stopselzieher.

Alte Skipiste
Zunächst führt uns der Weg wenig spektakulär über eine alte Skipiste
Abzweig Steig
Nach 20 Minuten lassen wir die Skipiste hinter uns und biegen nach links auf diesen Steig ab. Man könnte an dieser Stelle aber auch noch der Piste weiter folgen und wenig später abbiegen

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Aufstieg übers Gamskar & die Reste der alten Tiroler Zugspitzbahn

Über Geröll kämpfen wir uns Höhenmeter um Höhenmeter nach oben. Nach weiteren 20 Minuten erreichen wir ein riesiges Schotterfeld – das Gamskar. Der Blick zurück auf Ehrwald, die Ehrwalder Sonnenspitze und auf Wannig und Handschuhspitze ist schon jetzt gewaltig. Wir passieren die Ruine der Mittelstation der alten Tiroler Zugspitzbahn.

Ein Schild mit der Aufschrift Georg Jäger Steig weist uns den Weg. Diesem folgen wir nach rechts. Auf einem Grashang ragt in der Ferne einer der Stützpfeiler der Tiroler Zugspitzbahn in die Höhe – das ist unser nächstes Ziel. Der Weg verläuft sich etwas im Schotter, ist recht steil und erfordert Trittsicherheit, zumal tiefe Furchen den Hang durchziehen. Ab und an erleichtern Holzstufen den Aufstieg und hin und wieder rollen ein paar kleinere Steine ins Tal. Ein wenig Obacht ist also angebracht.

Einstieg Gamskar
Bald erreichen wir das Gamskar – ein riesiges Schuttfeld
Wanderer im Gamskar
Vor uns liegt noch viel Schotter
Ruine Mittelstation alte Tiroler Zugspitzbahn
Die Überreste der früheren Mittelstation der Tiroler Zugspitzbahn stehen verlassen in der Landschaft
Blick auf Ehrwald
Wir blicken zurück auf das Gamskar und auf Ehrwald
Ehrwalder Sonnenspitze und Wannig
Blick auf die Ehrwalder Sonnenspitze (links) und dahinter auf das Wannig-Massiv
Zugspitzmassiv in Wolken
Noch hüllen dichte Wolken das Zugspitzmassiv ein
Georg Jäger Steig
Der Georg Jäger Steig ist landschaftlich ein Hochgenuss

Grandiose Fernblicke

Im Gelände stehen noch die Fundamente der alten Tiroler Zugspitzbahn. Kurz darauf erreichen wir einen der riesigen Stützpfeiler der Zugspitzbahn, der mit massiven Stahlgittern vor Lawinen und Geröll geschützt wird. Der Weg ist von nun an immer etwas ausgesetzt und relativ schmal. Holzplanken überbrücken Abgründe, die sonst nur schwer zu überwinden wären. Der Georg Jäger Steig ist hier stellenweise mit einem Drahtseil gesichert – an heiklen Stellen kann man sich also mit dem Klettersteigset* sichern. Weit unter uns liegt der Eibsee, der aus dieser Höhe wunderschön blau zwischen den Bäumen leuchtet und zu den schönsten Seen in Bayern zählt.

Eibsee von oben
Wir kommen höher und blicken auf den Eibsee
Stütze Tiroler Zugspitzbahn
Der Steig führt direkt an den Stützen der neuen Tiroler Zugspitzbahn vorbei
Georg Jäger Steig
Durch diese schroffe Felswand führt uns der Georg Jäger Steig entlang
Tiroler Zugspitzbahn im Nebel
Der Blick zum Himmel: Die Gondel der Tiroler Zugspitzbahn verschwindet im Nebel
Biggi auf dem Georg Jäger Steig
Am Georg Jäger Steig gibt es immer wieder spektakuläre Fotomotive wie dieses hier
Holzbrücke am Georg Jäger Steig
Holzbrücken erleichtern die Wanderung

Die Wiener Neustädter Hütte

Vor uns tut sich das Schneekar auf. Dahinter ragt eine gewaltige Felswand in den Himmel – hier drin verläuft der Stopselzieher-Klettersteig. Bevor wir uns an den Aufstieg machen, legen wir eine Pause in der Wiener Neustädter Hütte ein. Ein kleines Museum mit historischen Gebrauchsgegenständen aus dem Alpenraum empfängt den Besucher.

Die Wiener Neustädter Hütte ist absolut urig eingerichtet – man fühlt sich gleich in die Vergangenheit zurückversetzt. Die Hütte wird übrigens von der Tiroler Zugspitzbahn versorgt. Die Trasse verläuft fast direkt über der Hütte. Getränke und Lebensmittel werden einfach abgeseilt. Das ist natürlich viel billiger als ein Hubschrauber.

Schneekar
Wir lassen die Bergflanke hinter uns und erreichen das Schneekar
Wiener Neustädter Hütte
Die Wiener Neustädter Hütte lädt zu einer kurzen Rast ein, bevor es in den Stopselzieher geht
Schild Wiener Neustädter Hütte
Das Hüttenschild gibt Aufschluss über Baujahr und Höhe
Gastraum Wiener Neustädter Hütte
Im Gastraum der Wiener Neustädter Hütte geht es urig zu
Lustige Preistafel
Der Hüttenwirt hat Humor. Ein Foto von der Preistafel kostet übrigens 100 Euro .-)

Das Schneekar

In der Ferne sehen wir schon den Stopselzieher-Klettersteig, der sich durch den Fels windet. Auch einige Wanderer sind bei genauem Hinsehen in der Wand zu sehen. Von hier sieht der Klettersteig gewaltig aus. Bis zum Einstieg ist es aber noch ein Stück. Ein gerölliger Weg führt von der Wiener Neustädter Hütte durch das Schneekar bis zum Stopselzieher-Klettersteig. Es sind noch einmal einige Höhenmeter zu überwinden. Nach einer Viertelstunde stehen wir am Einstieg.

Eibsee
Von oben genießen wir einen traumhaften Blick auf den Eibsee, der blau leuchtet
Zustieg zum Stopselzieher
Auf dem Zustieg zum Stopselzieher sind schon einige Wanderer unterwegs
Bergsteiger im Stopselzieher
Wer ganz genau hinschaut, erkennt die bunten Helme der Bergsteiger im Stopselzieher

Der Stopselzieher-Klettersteig

Vor uns sind schon einige Wanderer im Klettersteig. Wir verstauen unsere Stöcke, setzen unsere Kletterhelme* auf und steigen los. Der Steig startet harmlos, ist aber immer mit einem Stahlseil gesichert. Schon bald erreichen wir eine Höhle, den Stopselzieher, der dem Steig auch seinen Namen gibt. Überall tropft Wasser von der Decke, trotzdem ist der Fels relativ griffig. In den Fels geschlagene Eisenbügel erleichtern den Aufstieg. Mit gescheiten Wanderschuhen hat man hier keine Probleme.

Biggi im Stopselzieher
Jetzt gehts los: Biggi nimmt die ersten Meter des Klettersteigs
Stopselzieher
Dieser Abschnitt des Stopselziehers ist besonders markant und quasi die Schlüsselstelle des Steigs. Ganz so steil wie auf dem Foto ist die Stelle aber nicht
Biggi im Stopselzieher
Der Stopselzieher ist eine Art Höhle mit mehreren Ausgängen

Vorsicht vor Steinschlag

Wir steigen immer weiter auf und genießen die tolle Aussicht. Die Hände kommen hier ständig zum Einsatz, wirklich kritische Stellen gibt es aber nicht. Der Steig ist moderat steil, es geht nie senkrecht nach oben. Geübte Bergsteiger kommen hier komplett ohne Sicherung aus, lediglich der Steinschlaghelm ist sehr zu empfehlen. Gerade wenn viel los ist, lösen sich gerne einmal Felsen und kullern in die Tiefe.

Am Stopselzieher-Klettersteig gibt es immer wieder sehr schwere Unfälle wegen Steinschlag. Der Bergwacht bleibt dann oft nur noch die Rettung durch die Luft. Wer sich nicht so sicher im Fels fühlt, sollte ein Klettersteigset anlegen. Es ist unserer Meinung aber nicht nötig, sich an jedem Seilstück zu sichern. Mit einer Sicherung ist man aber natürlich auch bei Steinschlag besser gegen einen Absturz gesichert.

Blick auf die Bergstation der Zugspitzbahn

Den eigentlichen Stopselzieher haben wir schon weit hinter uns gelassen. Der Steig nimmt aber so schnell kein Ende. Es geht mäßig steil weiter nach oben. Stahlseile und Tritte erleichtern den Aufstieg. Inzwischen lösen sich die dichten Wolken langsam auf und geben den Blick auf die Bergstation der Tiroler Zugspitzbahn frei. Es ist noch ein weiter Weg, der an den Kräften zehrt. Kurz unterhalb der Bergstation liegt sogar etwas Schnee aus der vergangenen Nacht. Es geht nun flacher aufwärts, dafür über Geröll und ohne Sicherung.

Tritte im Fels
Tritte im Fels erleichtern den Aufstieg. Auch hier gilt wieder: Diese Stelle ist nicht ganz so steil, wie sie auf dem Foto erscheint
Blick auf die Wiener Neustädter Hütte
Langsam klart der Himmel auf. Die Wiener Neustädter Hütte liegt nun in ihrer ganzen Pracht unter uns
Flo im Stopselzieher Klettersteig
Wer mag, kann auch ein wenig neben dem gesicherten Steig klettern. Abrutschen sollte man aber besser nicht
Stopselzieher Klettersteig
Wir steigen weiter auf über den schroffen Fels
Bergsteiger im Stopselzieher
Die Bergsteiger vor uns erscheinen in der riesigen Felswand klein wie Ameisen
Stahlseil Stopselzieher Klettersteig
Der Stopselzieher Klettersteig ist quasi durchgängig mit einem Stahlseil gesichert
Biggi mit Steinschlaghelm
Aber Achtung: Auch wenn der Klettersteig relativ einfach ist – auf den Steinschlaghelm darf man auf keinen Fall verzichten
Schneekar
Blick zurück ins Schneekar
Bergsteiger am Stopselzieher Klettersteig
Vor uns liegt noch immer ein weiter Weg
Wanderin am Stopselzieher Klettersteig
Das Gelände wird endlich flacher
Bergstation der Tiroler Zugspitzbahn
Vor uns tauchen die alte und die neue Bergstation der Tiroler Zugspitzbahn auf

Blick in die Vergangenheit: die alte Tiroler Zugspitzbahn

Bald erreichen wir die alte Bergstation der Tiroler Zugspitzbahn, die Wind und Wetter ausgesetzt ist und langsam verfällt. Von hier ist es nicht mehr weit bis zum Bergrücken, der zum Zugspitz-Gipfel führt.

Hier oben läuft der Steig mit dem Aufstieg vom Zugspitzplatt (Wanderung durchs Reintal und übers Gatterl) zusammen. Bis zum Zugspitz-Gipfel ist es noch ein ganzes Stück. Der Weg ist teilweise recht schmal und ausgesetzt.

Jetzt ist noch einmal höchste Konzentration gefragt, was nach dem schweißtreibenden Aufstieg nicht ganz so einfach ist. Auch wenn der Weg nicht dramatisch schwer ist, kann ein falscher Schritt an der falschen Stelle tödlich enden. Es geht teilweise mehrere hundert Meter in die Tiefe. Es gibt auf diesem Abschnitt immer wieder schwere Unfälle. Das Problem ist vor allem die Erschöpfung und nicht so sehr der Weg.

Alte Bergstation der Tiroler Zugspitzbahn
Auf dem Weg zum Zugspitz-Gipfel kommen wir an der alten Bergstation der Tiroler Zugspitzbahn vorbei
Wanderer am Zugsputz-Grat
Hier treffen der Stopselzieher Klettersteig und der Aufstieg über das Gatterl und das Reintal zusammen
Grenzschild Österreich
Dieses Schild markiert die Grenze zwischen Österreich und Deutschland
lick auf das Zugspitzplatt
Wir genießen den Blick auf das Zugspitzplatt

Menschenauflauf am Münchner Haus

Vor uns baut sich die Bergstation der Tiroler Zugspitzbahn auf. Auf den Aussichtsplattformen blicken hunderte Besucher – die meisten sind mit einer der Bergbahnen hochgefahren – in die Ferne. Wir steigen die letzten Stufen hinauf zum Münchner Haus auf.

Die Terrasse ist, wie sollte es anders sein, total überlaufen. Wer auf die Zugspitze wandert, muss sich einfach im Klaren darüber sein, dass es auf dem zugebauten Gipfelplateau zugeht wie auf der Kirmes. Das schmälert das Bergerlebnis.

Die Bergbahnen fahren von Deutschland und Österreich aus und bringen täglich bis zu 4000 Besucher auf den Gipfel. Idyllisch ist es hier nicht, aber das weiß man ja. Wer seine Ruhe haben will, sollte eine Nacht im Münchner Haus verbringen. Wenn die letzte Bergbahn ins Tal fährt, kehrt eine himmlische Ruhe auf Deutschlands höchstem Berg ein.

Anstieg zum Zugspitz-Gipfel
Die letzten Meter zum Gipfel sind noch einmal anstrengend und nicht ganz ohne Risiko, da es teils steil in die Tiefe geht
Gipfelaufbau Zugspitze
Wir nähern uns dem Gipfelaufbau
Schild Freistaat Bayern
Jetzt sind wir definitiv in Bayern
Terrasse Münchner Haus
Am Münchner Haus geht es bei schönstem Wetter zu wie auf dem Oktoberfest

Am Zugspitz-Gipfel

Die Zeit, um auf der Zugspitze zu übernachten, haben wir leider nicht. Wir kämpfen uns durch das Gewusel an Deutschlands höchster Baustelle vorbei und nehmen Kurs auf den Zugspitz-Gipfel. Ein kleiner Steig führt zum Gipfelkreuz.

Da jeder einmal auf dem Gipfel stehen möchte, bilden sich hier regelmäßig lange Staus. Für viele ist der Aufstieg zum Gipfelkreuz auch schon ein echter Adrenalinkick. Wir sind nach dem kraftzehrenden Aufstieg ehrlich gesagt ein wenig genervt, nehmen es aber mit Humor und stellen uns an. Vom Zugspitz-Gipfel hat man natürlich noch einmal einen tollen Blick hinab ins Höllental, auf den Jubiläumsgrat und auf die Alpspitze.

Baustelle Zugspitze
Auch im Sommer 2017 befindet sich auf der Zugspitze Deutschlands höchste Baustelle
Menschen am Gipfel der Zugspitze
Jeder, der mit der Bahn nach oben fährt, will natürlich auch auf den Gipfel der Zugspitze. Hier entstehen regelmäßig lange Staus
Aufstieg Zugspitz-Gipfel
Hier warten die Gipfelaspiranten darauf, nach oben zu kommen. Nicht jeder ist dem kurzen Steig gewachsen
Menschenmassen auf der Zugspitze
Der Blick vom Gipfel auf den Gipfelaufbau der Zugspitze. Nein, idyllisch ist das leider nicht
Jubiläumsgrat
Der Ausblick vom Gipfel auf den Jubiläumsgrat ist aber atemberaubend
Gipfelkreuz Zugspitze
Das goldene Gipfelkreuz der Zugspitze

Der Abstieg von der Zugspitze

Vom Gipfel der Zugspitze gibt es nun viele Möglichkeiten, wieder ins Tal zu kommen. Wer wie wir in Ehrwald parkt, fährt mit der Ehrwalder Zugspitzbahn in wenigen Minuten hinab ins Tal. Aber die Preise sind gepfeffert.

Wer am Eibsee gestartet ist, nimmt natürlich die Bayerische Zugspitzbahn. Bergsteiger können über den Jubiläumsgrat zur Alpspitze wandern. Der Weg ist aber definitiv nun etwas für Geübte.

Lang, aber relativ einfach ist der Abstieg zum Zugspitzplatt (hier fährt auch eine Bahn) und dann übers Gatterl nach Ehrwald oder durchs Reintal zurück nach Garmisch-Partenkirchen. Natürlich kann man auch den Stopselzieher wieder absteigen. Diese Variante empfehlen wir aber nur sehr trittsicheren Wanderern.

Das Video zur Wanderung über den Stopselzieher auf die Zugspitze

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Tourdaten Aufstieg (einfache Strecke) ab Talstation Tiroler Zugspitzbahn

Gesamtweglänge: 5,7 Kilometer
Höhenmeter: 1710 Meter
Reine Gehzeit: 4:00 Stunden

Das musst du über die Wanderung auf die Zugspitze über den Stopselzieher wissen

Die Wanderung über den Stopselzieher-Klettersteig ist deutlich anspruchsvoller als der Aufstieg durchs Reintal oder übers Gatterl. Der Höllental-Klettersteig gilt als schwerer und der Jubiläumsgrat ist nur sehr erfahrenen Bergsteigern zu empfehlen. Landschaftlich ist die Wanderung über den Stopselzieher-Klettersteig ein absoluter Hochgenuss. Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Voraussetzung. Ein Kletterhelm ist in dem stark steinschlaggefährdetem Gelände Pflicht. Wer noch nie einen Klettersteig gegangen ist, sollte auch ein Klettersteigset anlegen und sich an kritischen Stellen sichern.

Natürlich gehört auch eine ordentliche Planung – das beinhaltet unbedingt(!) auch einen Wetterckeck – dazu. Wetterumschwünge und Temperaturstürze kommen in den Bergen sehr schnell und können in so hohen Lagen sehr gefährlich werden.

Wer auf der Zugspitze übernachten will, kann das im Münchner Haus tun hier geht’s zur Website.

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