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Antelope Canyon: Touren, Tickets & Bilder

Der Antelope Canyon in Arizona in der Nähe des kleinen Wüstenörtchens Page gehört zu den schönsten Sehenswürdigkeiten im Südwesten der USA. Es gibt inzwischen wohl keine fest vorgeplante Rundreise durch den Südwesten der USA, die nicht Station am berühmtesten Slotcanyon der USA macht. Die Bilder von dem farbenprächtigen Slotcanyon aus rotorangem Sandstein mit den magischen Lightbeams sind aber auch atemberaubend.

Im Antelope Canyon entstand sogar (zumindest angeblich) das bislang teuerste Foto der Welt („Phantom“ von Peter Lik für 6,5 Millionen Dollar). Doch welchen der Antelope Canyons solltest du besuchen?

Neben dem bekannten Upper Antelope Canyon gibt es noch den Lower Antelope Canyon und den eher unbekannten Antelope Canyon X (lange ein echter Geheimtipp).

Bei uns findest du alle wichtigen Infos zu Touren und Tickets und tolle Bilder.

Aktualisiert am 09.03.2022

Tipps für deinen Besuch im Antelope Canyon

Upper Antelope Canyon, Lower Antelope Canyon und Canyon X: es handelt sich hier um verschiedene Abschnitte des gleichen Slotcanyons. Die Sektionen sind sich relativ ähnlich, aber auch wieder vollkommen anders. Eines vorweg: Auch wenn die Fotos es gerne suggerieren: Alleine wirst du in dem Canyon nie sein. Vielmehr geht es hier zu wie auf dem Münchner Oktoberfest.

Wenn du Einsamkeit und Stille suchst, bist du im Antelope Canyon definitiv völlig falsch. Dennoch: Auch wenn der Canyon seit Jahren ein völlig überlaufener Touristen-Hotspot ist – zumindest einmal solltest du den farbenprächtigen Slotcanyon schon gesehen haben, wenn du durch den Südwesten der USA reist.

Berühmt wurde der Canyon durch die faszinierenden Aufnahmen im Upper Antelope Canyon. Wenn im Sommer die Sonne am Vormittag in den Slotcanyon fällt, ist das ein tolles Schauspiel. Der Upper Antelope Canyon ist auch der bekannteste Teil des Canyons und immer extrem überlaufen.

Hast du die „normale“ Hiking-Tour gebucht, wirst du mit Dutzenden anderen Besuchern mehr oder weniger durch den Slotcanyon gescheucht. Viel Zeit, die Wunder der Natur zu bestaunen oder um (Smartphone)-Fotos zu machen, hast du nicht.

Lichtstrahl im Antelope Canyon
Der Upper Antelope Canyon gehört ohne Zweifel zu den schönsten Fotospots der Welt
Menschenmassen im Antelope Canyon
Allerdings: Hier geht es zu wie auf dem Rummel. Für die Fotografen sperren die Guides Segmente kurzzeitig ab. Andernfalls wären Fotos ohne Menschen unmöglich zu realisieren

Auf dem Land der Navajo

Wir verraten dir, welcher der drei zugänglichen Abschnitte des Canyons sich für wen am meisten lohnt. Ohne einen Navajo-Guide darfst du übrigens nicht in den Canyon. Der Slotcanyon liegt auf dem Land der Navajo-Nation und ist eine wichtige Einnahmequelle für die Ureinwohner. Willst du den Antelope Canyon besuchen, musst du zwingend eine Tour buchen – und das am besten sehr lange im Voraus!

Die Sightseeing- oder Hiking-Tour

Die günstigste Art, den Antelope Canyon zu erkunden, ist eine sogenannte Sightseeing- oder Hiking-Tour. Hier wirst du aber in einer großen Gruppe mehr oder weniger durch den Slotcanyon gehetzt. Du darfst in der Regel keine Rucksäcke, keine Taschen (auch keine kleinen Handtaschen, Wasserbeutel oder Kamerataschen) mitnehmen. Stative und sogar Selfiesticks (zum Glück) sind auch verboten. Drohnen sind ohnehin tabu (auch wenn wir schon Drohnenaufnahmen aus dem Canyon gesehen haben – das ist dann aber vielleicht Verhandlungssache).

Die Fototour

Um wirklich tolle Fotos zu schießen, gab es früher die sehr teureren Fototouren, auf denen du auch ein Stativ mit den den Antelope Canyon nehmen durftest. Aufgrund des extrem hohen Besucherandrangs werden die Fototouren im Upper Antelope Canyon leider nicht mehr angeboten.

Als Alternative bleibt nur der Antelope Canyon X – hier gibt es nach wie vor Fototouren.

⭐ Reiseführer für den Südwesten der USA

Der Antelope Canyon ist einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten im Südwesten der USA. Es gibt aber noch viele andere tolle Orte zu entdecken. Für deine Reise durch den Südwesten der USA legen wir dir diese zwei gedruckten Reiseführer sehr ans Herz.

Der Upper Antelope Canyon im Detail

Nur im Rahmen einer teuren Fototour darfst du im Upper Antelope Canyon auch ein Stativ nutzen. Außerdem sorgen die Navajo-Guides dafür, dass du zumindest hin und wieder freies Feld für ein Foto ohne andere Besucher darauf hast.

An Wochenenden werden wegen des enormen Besucherandrangs oft keine Fototouren mehr angeboten. Um die Besucher zum Eingang des Slotcanyons zu bringen, nutzen die Navajo Pickups, die die sandige Piste locker schaffen.

Der Canyon ist auf rund 200 Metern Länge begehbar und bietet zahlreiche Fotomotive. Die Tour ist absolut unproblematisch. Anders als im Lower Antelope Canyon sind hier nämlich keine Leitern zu überwinden.

Auch sind die Felswände sehr hoch und du bekommst wirklich das Gefühl, in einem riesigen Canyon zu stehen. Die bekannten Lightbeams zur Mittagszeit treten ab dem 20. März auf und sind das letzte Mal im Jahr am 7. Oktober zu sehen.

Fließender Sand im Upper Antelope Canyon
Den Trick mit dem fließenden Sand machen die Guides gerne für die Fototourteilnehmer
Lightbeam im Upper Antelope Canyon
Die Formen und Farben sind schon absolut abgefahren
Eindrücke aus dem Upper Antelope Canyon
Die Bilder sind alle im Rahmen einer Fototour entstanden

Der Lower Antelope Canyon im Detail

Noch im Jahr 2010 konnte man den Lower Antelope Canyon (Parkplatz auf Google Maps) im Rahmen einer recht günstigen Fototour gemütlich erkunden. Es waren damals nur wenige andere Besucher im Slotcanyon und man konnte sich als Fotograf richtig austoben.

Das ist heute leider nicht mehr so. Der Lower Antelope Canyon ist inzwischen ähnlich stark kommerzialisiert wie der noch bekanntere Upper Antelope Canyon. Der Canyon ist sehr viel enger als der Upper Antelope Canyon und es sind auch einige Leitern zu meistern. Der eine oder andere Besucher hat hier schon arge Probleme. Leuten mit Platzangst sei eher der Upper Antelope Canyon angeraten.

Bevor es aber in die Unterwelt geht, geht es kurz durch ein ausgetrocknetes Wash. Am Eingang kletterst du in eine schmale Spalte. Dann tauchst du ab in eine unwirkliche Welt. Vor dir tun sich atemberaubende Formen und Farben auf.

Die berühmten Lightbeams gibt es auch hier. Allerdings nicht in dem Maße wie im Upper Antelope Canyon. Anders als beim Upper Antelope Canyon und dem Canyon X startet die Tour in den Canyon quasi direkt am großen Parkplatz. Ein Shuttle ist nicht nötig.

Der Canyon selbst ist auf rund 400 Meter Länge begehbar. Dafür sind die Felswände nicht so hoch wie im Upper Antelope Canyon. Der Slotcanyon ist allerdings sehr viel enger und dunkler.

Lightbeam im Lower Antelope Canyon
Ein Lightbeam im Lower Antelope Canyon
Weg durch den Lower Antelope Canyon
Der Canyon ist sehr schmal. Das lässt fast ein wenig Abentteuerfeeling aufkommen
Eindrücke aus dem Lower Antelope Canyon
Hier weitere Eindrücke aus dem Slotcanyon

Der Antelope Canyon X im Detail

Der Antelope Canyon X (Parkplatz auf Google Maps) galt viele Jahre als absoluter Geheimtipp. Heute ist das nicht mehr ganz so. Auch wenn der Canyon X längst nicht so überlaufen ist wie die beiden anderen zugänglichen Abschnitte des Antelope Canyon – viel Ruhe wirst du auch hier nicht mehr finden.

Am Eingang des Canon X gibt es heute einen riesigen Parkplatz mit einem kleinen Holzverschlag. Hier startet die Tour. In geländegängigen Vans geht‘s über eine sandige Piste zum Eingang in den Slotcayon. Ein sandiger Weg führt hinab zum Boden des Canyons.

Der Canyon X ist übrigens zweigeteilt. Mit dem Guide geht‘s erst in den einen Teil, dann in den anderen. Wir hatten die 80 Dollar teure Fototour gebucht (der Preis wurde 2019 massiv auf 120 Dollar erhöht), bei der man gut zwei Stunden zum Fotografieren hat und neben einem Stativ auch einen Rucksack mitnehmen darf.

Bei den Hiking-Touren sind auch im Canyon X keine Taschen oder Rucksäcke erlaubt (das beinhaltet auch Handtaschen und Fototaschen). Immerhin gibt es am Eingang gratis Wasserflaschen für die Besucher. Die Lightbeams im Canyon X sind übrigens von Ende Mai bis Anfang September zu sehen.

Was uns ein wenig enttäuscht hat: Die beiden zugänglichen Teile des Canyon X sind sehr kurz. Wenn dann noch große Reisegruppen (gerade in den Ferien oder an den Wochenenden) durch den schmalen Canyon geschleust werden, geht der Spaß leider auch hier verloren.

Übrigens: Der Canyon X heißt so wegen eines „X“, das man beim Blick nach oben sehen kann (im rechten Canyon fast am Anfang des Slotcanyons).

Wanderin im Slotcanyon
Wir erkunden den Canyon X
Biggi im Canyon X
Der Canyon X ist überaus imposant
Felsformation im Canyon X
Für mich ist das das schönste Fotomotiv im Canyon X
Steinformation in Form eines X
Dieses X gab dem Canyon X seinen Namen

Fototipps für den Antelope Canyon

Struktur im Antelope Canyon
Indirektes Licht lässt die Wände leuchten
Detailaufnahme Antelope Canyon x
Auch Details können spannend sein

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Welcher der Canyons ist der schönste?

Der Antelope Canyon ist immer ein Erlebnis für sich. Einen Abschnitt des Slotcanyons solltest du auf alle Fälle besuchen, wenn du in der Gegend rund um Page bist.

Die schönsten Fotos bekommst du definitiv auf einer Fototour im Upper Antelope Canyon. Diese Bilder gibt es zwar schon Millionenfach – aber es ist trotzdem etwas anderes, es mit eigenen Augen zu sehen und dann davon ein tolles Bild mit nach Hause zu nehmen. Die Fototouren sind oft Monate im Voraus ausgebucht (bis zu acht Monate im Sommer) und extrem teuer. Bis zu 160 Dollar kostet die Tour je nach Anbieter. 2012 habe ich hier noch ganz spontan an einer Fototour teilgenommen.

Wenn du möglichst viel vom Antelope Canyon erkunden willst und nicht so viel Wert auf tolle Fotos mit Stativ und die berühmten Lightsbeams legst, buchst du eine Tour durch den Lower Antelope Canyon. Es macht einfach Spaß, den engen Slotcanyon zu erkunden und über Leitern zu klettern. Hier ist (allerdings mit Dutzenden oder gar Hunderten anderen Besuchern) echtes Canyon-Feeling garantiert.

Wenn du Menschenmassen absolut nicht leiden kannst, schaust du dir den Canyon X an. Auch hier ist inzwischen einiges los, aber im Vergleich zu den anderen Abschnitten hält sich das geordnete Chaos noch in Grenzen. Leider ist hier nur ein sehr kleiner Teil des Canyons zugänglich. Der Antelope Canyon X ist auch eine Alternative, wenn es für die anderen Canyons keine Tickets mehr gibt, speziell für die Fototour im Upper Antelope Canyon.

Achtung Flashfloods

Wie in jedem Slotcanyon können Sturzfluten fatal enden. Platzregen sind im Südwesten der USA nichts Ungewöhnliches. Das Wasser kann dann oft nicht versickern und durch die engen Canyons schießen in Sekunden riesige Wassermassen, die alles mitreißen.

Wer von einer Flashflood in einem Slotcanyon überrascht wird, hat so gut wie keine Überlebenschance. Das Unwetter muss dazu nicht einmal direkt über dir wüten. Das Unglück kann seinen Lauf nehmen, wenn über dir die Sonne scheint und viele Kilometer entfernt ein Unwetter wütet.

1997 etwa gab es elf Tote im Antelope Canyon durch eine Flashflood. Seitdem sind die Sicherheitsbedingungen natürlich angepasst worden. Die Canyons werden gesperrt, wenn es eine Gefahr gibt.

Alle Touren im Antelope Canyon

Touren im Voraus buchen

Im Lower Antelope Canyon werden aufgrund des hohen Besucherandrangs und der Enge des Canyons leider keine Fototouren mehr angeboten. Hier konnten wir 2010 mit Stativ und Kamera rumtollen, wie wir wollten.

Auch im Upper Antelope Canyon sind die Fototouren mittlerweile abgeschafft worden (bei unserem ersten Besuch 2012 war in der Hochsaison noch spontan am nächsten Tag ein Ticket zu bekommen!).

Im Canyon X sind Fototouren noch buchbar.

Das kosten die Touren im Antelope Canyon

Es gibt verschiedene Anbieter, die Touren durchführen. Daher variieren die Preise auch ein wenig. Außerdem gibt es große Preisunterschiede bei verschiedenen Uhrzeiten. Um die bekannten „Lightbeams“ zu sehen, musst du eine Vormittagstour buchen. Die sind natürlich extra teuer. In den Wintermonaten steigt die Sonne übrigens nicht hoch genug, um in den Canyon zu strahlen.

Hier geben wir dir einen Überblick über die Touren im Antelope Canyon (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Lower Antelope Canyon

Sightseing-Tour: 50 – 130 Dollar

Upper Antelope Canyon

Sightseeing-Tour: 90 bis 120 Dollar

Antelope Canyon X

Sightseeing-Tour: 40 Dollar

Fototour: 125 Dollar

Antelope Canyon Bootstouren

Es gibt sogar Bootstouren, die in den Antelope Canyon führen. Mit dem Canyon, den man von den Fotos her kennt, hat das aber nichts zu tun. Der Vollständigkeit halber sei es aber erwähnt.

Bootstour: 48 Dollar

Wir wünschen dir viel Spaß auf deiner Reise durch den Südwesten der USA

Wir hoffen, dir mit unserem Überblick über den Canyon ein wenig bei deiner Reiseplanung durch den Südwesten der USA geholfen zu haben und drücken dir die Daumen, dass du tolle Bilder mit aus dem Slotcanyon mit nach Hause bringst. Deine Phototravellers Biggi und Flo.

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2 Kommentare

  • - Herbert Vieth

    Hallo ihr beiden, inzwischen ist weder im Upper noch im Lower das Mitführen eines Stativs erlaubt, da diese den Fluss der Massen an Touristen insbesondere aus Asien, die durch die Canyons gescheucht werden, nur hinderlich sind und aufhalten. Dadurch sind vernünftige Fotos nicht mehr machbar, da hierfür zwingend ein Stativ erforderlich ist. Leider, hier geht es nur noch um Abzocke durch die Navajos.
    Als ich vor 13 Jahren zum ersten Mal in den beiden Canyons war, kostete die (damals noch zweistündige) unbegleitete Fototour ohne Zeitdruck im Upper gerade mal 30 Dollar und im Lower hab ich noch gar nichts bezahlt und war stundenlang allein unterwegs, da zu der Zeit kaum jemand Interesse am Lower hatte, ausgenommen ein paar Fotografen.
    Bei den Preisen heute sollte man sich einen Besuch gut überlegen. Für Fotografen oder Hobbyfotografen lohnt es sich auf jeden Fall nicht mehr. Aber die will auch niemand mehr dort. Gott sei dank gibt es noch zahlreiche andere schöne und interessante Slot-Canyons von eben solcher Schönheit im Südwesten, die nicht unter der Verwaltung der geldgierigen Indianer stehen.

    • - Florian

      Hallo Herbert,

      Angebot und Nachfrage ist hier das Stichwort. Leider ist es wirklich so, dass die Canyons für Fotografen wegen des Stativ-Verbots nicht mehr wirklich interessant sind.

      Man muss dabei auch sehen, dass die Ureinwohner der USA seit der Kolonialisierung immer unterdrückt wurden. Als „Entschädigung“ wurden ihnen dann scheinbar wertloses Land „überlassen“. Da ist es eigentlich verständlich, dass sie das Beste für sich rausholen wollen.

      Für Besucher ist das natürlich schade – aber leider nicht zu ändern.

      Viele Grüße
      Florian

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