Mit dem Camper durch die USA

Der perfekte USA-Roadtrip: Mit dem Wohnmobil durch den Südwesten

Mit dem Wohnmobil den Südwesten der USA erleben

Mit dem Campervan von Denver nach Los Angeles

Inhalt (zum Öffnen rechts klicken)

Der Südwesten der USA: Das sind unbeschreibliche Farben, eine atemberaubende Landschaft, freundliche Menschen und Ruhe vor der Zivilisation. Wir waren ja schon viele Male im Südwesten der USA. Unterwegs waren wir immer mit dem Miet-SUV. Übernachtet hatten wir in billigen Motels, im Auto oder im Zelt. Nach unserem Roadtrip mit dem Camper durch Schottland wollten wir das unbedingt einmal in den USA versuchen. So ein Wohnmobil bietet schließlich mehr Komfort als ein Zelt. Gleichzeitig ist man zeitlich und räumlich flexibel und muss nicht wie auf einer klassischen Mietwagen-Rundreise von Motel zu Motel hetzen.

Die Fotos in diesem Artikel wurden mit der Nikon D810, der Canon M10 und dem Smartphone geschossen. Was wir sonst noch so dabei haben auf unseren Wanderungen und Reisen? Hier geht es zu unserer Fotoausrüstung.

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Um auch abseits befestigter Pisten unterwegs sein zu können, hatten wir uns für einen kompakten Truck Camper entschieden. Das ist ein Pickup – in unserem Fall ein Ford F150 – mit einem Wohnmodul auf der Tragefläche. Welche Route wir fahren? Das stand am Anfang der Reise noch in den Sternen. Los ging’s in Denver, Colorado, und vier Wochen später mussten wir in Los Angeles, Kalifornien, sein. Mehr wussten wir zum Anfang der Rundreise nicht. Aber natürlich hatten wir uns im Vorfeld zahlreiche interessante Spots herausgesucht. Begleitet uns auf einer unvergesslichen Reise mit dem Wohnmobil durch den Südwesten der USA. Natürlich mit vielen praktischen Tipps zu Sehenswürdigkeiten und dem Alltag mit dem Campervan.

Noch ein Hinweis: Die hier vorgestellten Sehenswürdigkeiten sind unmöglich alle in vier Wochen zu schaffen. Neben Orten, die wir auf unserer jüngsten Reise (einige Strecken sind wir auch doppelt gefahren) besucht haben, zählen wir in diesen Artikel auch Orte auf, die wir zuvor schon besucht haben. Für die Planung deiner eigenen Reise hast du also einige Alternativen. Von Denver nach Los Angeles sind es auf dem kürzesten Straßenweg gut 1000 Meilen. Durch die vielen Umwege und zum Teil doppelte Wege hatten wir am Ende unserer Reise 3700 Meilen mehr auf dem Tacho.

USA-Roadtrip Kapitel 1: Start unseres Roadtrips in Denver

Top-Sehenswürdigkeiten in Denver

Um ein Wohnmobil in den USA zu mieten, (hier findest du viele nützliche  Tipps für eine Wohnmobilrundreise in den USA) musst du vorher mindestens eine Übernachtung in den USA einlegen, insofern du mit dem Flugzeug aus dem Ausland anreist. Es wäre auch recht gefährlich, nach einem langen Transatlantik-Flug gleich mit dem großen Campervan loszufahren. Wobei das mit dem Mietwagen auch kein Problem ist. Sei’s drum.

Biggi und Flo vor ihrem Wohnmobil

Wer uns noch nicht kennt: Wir sind Biggi und Flo. Im Hintergrund siehst du unser Zuhause für die nächsten vier Wochen

So können wir immerhin Denver, die Hauptstadt Colorados, ein wenig erkunden. Vom Flughafen fährt seit 2017 eine Bahn in die Stadt. Das ist in den USA nicht unbedingt die Regel. Für neun Dollar pro Person geht’s zur frisch renovierten und völlig neu konzipierten Union Station – eine der Top-Attraktionen in Denver. Vor wenigen Jahren noch waren die Union Station und die direkte Umgebung ein wenig einladender Ort. Heute ist die Gegend absolut hip. In der Union Station geht’s zu wie in einer stylischen In-Bar. Es gibt überall gemütliche Sessel, Cafés und sogar ein Hotel. Nein, so stellt man sich einen Bahnhof wirklich nicht vor.

Direkt vor der Tür liegt die über die Stadt weit hinaus bekannte Wynkoop Brauerei. Hier kannst du nicht nur Bier trinken, sondern auch lecker essen. Nach der Eröffnung 1988 in einem heruntergekommenen Gebäude machten immer mehr stylische Cafés und Restaurants in die Gegend auf. Der Bezirk LoDo ist heute die beliebteste Ausgehmeile in Denver. John Hickenlooper, Gründer der Wynkoop Brauerei und damals ein arbeitsloser Geologe, bekleidete von 2003 bis 2011 sogar das Amt des Bürgermeisters in Denver. Seit 2011 amtiert er als Gouverneur des Bundesstaates Colorado. Neben Bier gibt es in Denver noch andere legale Rauschmittel. Seit 2014 ist der Besitz von Marihuana in Colorado legal.

Die größte Einkaufsstraße Denvers ist die 16th Mall Street, die direkt an der Union Station beginnt. Auf der autofreien 16th Mall Street fahren übrigens alle paar Minuten kostenlose Shuttlebusse bis zum Civic Center Park und zum Colorado State Capitol. Auf einer der Stufen am Capitol findet man übrigens eine Markierung: „One Mile above Sealevel“. Denver liegt auf 1609 Meter über Meer, was genau einer Meile entspricht. Daher kommt auch der Name „Mile High City„. In der 16. Straße gibt’s übrigens eine Art Walk of Fame mit kleinen eingelassenen Metallplatten.

Im Civic Center Park, quasi direkt vor dem Sitz der Landesregierung, hängen bei schönstem Sonnenschein schon einige komische Gestalten ab. Neben dem großen Problem mit der Obdachlosigkeit hat Denver auch ein massives Problem mit Gangs. Rund 38.000 Gang-Mitglieder zählten die Behörden zuletzt. 2007 sorgte etwa der Mord an Darrent Williams, damals Cornerback bei den Denver Broncos, durch die Tre Tre Crips auf offener Straße für landesweites Entsetzen. Dennoch: Verglichen mit anderen US-Metropolen gilt Denver als vergleichsweise sicheres Pflaster. Auch wir laufen noch in der Dunkelheit durch Capitol Hill und haben keine unangenehmen Begegnungen.

Sehr zu empfehlen ist das City O’City ( Website), 13th East Ecke Sherman Street. Das Restaurant ist am Abend rappelvoll und könnte so auch in Berlin zu finden sein. Der Laden ist stylisch eingerichtet, aus den Lautsprechern kommt laute Rockmusik und serviert werden ausschließlich vegetarische Gerichte. Die Portionen sind riesig und die Preise recht human.

Eine Top-Sehenswürdigkeit in Denver ist auch das 1908 eröffnete Red Rocks Park and Amphitheatre ( Website) am Rande der Stadt. In der Freilichtbühne finden regelmäßig Konzerte mit den absoluten Megastars statt. Unter anderem standen hier Michael Jackson, Elvis Presley, die Sex Pistols und Elton John auf der Bühne. Sehr beeindruckend ist auch das kleine Museum mit ausgestellten Gitarren, Goldenen Schallplatten und anderen Utensilien der Stars. Also, unbedingt anschauen auf deiner Rundreise durch den Südwesten der USA!

Eindrücke aus Denver

Ein paar Eindücke aus Denver: (1) Union Station (2) Colorado State Capitol (3) Denver Skyline (4) Red Rocks Park and Amphitheatre

Wirklich empfehlenswerte Reiseliteratur für deine USA-Rundreise

Rocky Mountain Nationalpark

Ein grandioses Erlebnis für jeden Camper

Die Rocky Mountains erstrecken sich, je nach Definition, über rund 4500 bis 5000 Kilometer von New Mexico bis Kanada. Der Rocky Mountain Nationalpark ( Website) liegt aber vollumfänglich in Colorado, für amerikanische Verhältnisse nicht weit entfernt von Denver. Wenn du mit deinem Camper in den Nationalpark hineinfährst, fallen dir sofort die riesigen, schroffen und verschieden geformten Berge ins Auge.

Und glaube mir, du wirst so schnell deinen Blick nicht davon lösen können. Die „Rockys“ sind einfach beeindruckend. Obwohl wir hier schon auf über 2000 Metern sind, steigen die felsigen Riesen weiter hoch in den Himmel. Hier stehen Viertausender zum Greifen nah, so erscheint es, und doch sind sie weit entfernt. Die Rockys sind gewaltig, der Nationalpark ist wild und wenn du dann noch wilde Tiere live siehst, wirst auch du der wunderschönen Natur in Colorado verfallen.

Im Oktober sind bereits einige attraktive Straßen auf Grund von Schnee und Eis gesperrt. Jedoch kannst du nach wie vor Wochen im Rocky Mountain Nationalpark (hier verraten wir dir die  zehn bekanntesten Nationalparks in den USA) verbringen. Wenn du nur ein paar Tage Zeit hast, dann können wir dir für die kalten Herbst- und Wintermonaten ein paar tolle Tipps geben.

Rocky Mountain Nationalpark

Es wird Herbst im Rocky Mountain Nationalpark in Colodaro

Auf der Suche nach den Elks

Ein Highlight im Rocky Mountain Nationalpark sind die Elks. Das sind aber keine Elche (englisch Moose), wie man vielleicht meinen möchte.  Elks sind Rothirsche und die größten Säugetiere im Nationalpark. Große Hirsche mit ihrer Herde stehen überall auf den Wiesen, im Wald oder direkt an der Straße. Die Hirsche sind im Herbst nicht zu überhören, weil sie ein langes Röhren erschallen lassen. Das hört man Kilometerweit. Ein Foto mit den Elks ist jedenfalls Pflicht beim Besuch des Nationalparks. Aber nähere dich den Tieren nicht zu sehr und halte einen großen Sicherheitsabstand ein.

Herde Rothirsche

Eine Herde Rothirsche in den Rocky Mountains. Für solche Aufnahmen brauchst du in jedem Fall ein starkes Teleobjektiv

Bären

In vielen Regionen der USA gibt es Bären, so auch im Rocky Mountain Nationalpark. Gesehen haben wir aber auf unserer gesamten Reise keinen einzigen. Vielleicht waren die schon im Winterschlaf, wer weiß. Gerade wenn du campst, musst du gewisse Regeln beachten, damit du keine unschöne Begegnung mit einem der Riesen hast. Mehr Infos geben dir die Ranger.

Bären-Warnschild

In vielen Nationalparks wirst du dieses Bären-Warnschild sehen

Wanderung Bear Lake und Emerald Lake

Eine der beliebtesten Wanderungen im Rocky Mountain Nationalpark ist die Tour zum Emerald Lake. Du startest deine Tour direkt am riesigen Parkplatz am Bear Lake. Dieser See liegt idyllisch umringt von Bergkuppeln in grandioser Kulisse. Zunächst läufst du die kleine, kurze Runde um den Bear-Lake, dann geht es weiter zum Nymph Lake, zum Dream Lake und schließlich zum Emerald Lake. Alle Seen sind für sich einzigartig. Es ist wunderschön durch die Schneewelt zu laufen.

Viele Seen sind bereits im Oktober zugefroren. Wir haben Glück und super Wetter in den Rockys. Daher entschließen wir uns auch noch weiter zu laufen und unsere Tour in einem Roundtrip zu Ende gehen zu lassen. Schließlich kämpfen wir uns durch tiefe Schneewege den Hügel hinauf und kommen zum Haiyaha Lake. Der Weg bringt uns dann wieder zurück zum Parkplatz. Achtung: am Wochenende ist der Parkplatz bereits um 8:30 Uhr sehr voll. Es fahren jedoch Shuttle Busse im Park. Im Winter verkehren diese jedoch nur am Wochenende.

Bear Lake

Der Bear Lake im Rocky Mountain Nationalpark im Licht der aufgehenden Sonne

Many Parks Curve Overlook

Der Many Parks Curve Overlook ist eines der beeindruckendsten Ziele im Rocky Mountain Nationalpark. Die Fahrt zu diesem Aussichtspunkt führt dich durch kurvige Straßen, alle mit genialem Ausblick auf den Park und seine einmalige Natur. Dort oben auf über 2800 Metern angekommen verschlägt dir der Ausblick den Atem.

Sprague Lake

Ein ebenfalls sehr schöner See ist der Sprague Lake. Ein kurzer Spaziergang führt einmal um den See herum. Da dieser See auch sehr bekannt und beliebt ist, kann es sein, dass auch hier der Parkplatz schnell voll ist.

Longs Peak

Ein Top-Highlight im Rocky Mountain Nationalpark ist der alles dominierende Longs Peak. Der 4345 Meter hohe Berg, einer der 54 „Fourteeners“ in den Rocky Mountains in Colorado, ist ziemlich sicher in Sichtweite. Der Gipfel lässt sich im Sommer über einen recht einfachen Wanderweg erklimmen. Die Tour ist mit knapp 26 Kilometern und 1500 Höhenmetern trotzdem sehr fordernd. Im Sommer gibt es außerdem am Nachmittag regelmäßig heftige Gewitter, so dass man sehr(!) früh aufbrechen muss, um den Gewittern zu entgehen. Viele 4000er sind in Colorado deutlich einfacher zu besteigen als 4000er in den Alpen. Daher zieht es auf die bekannten Gipfel auch immer sehr viele Großstädter mit wenig alpiner Erfahrung. Mit ein wenig Kondition (die Höhe kann aber ein großes Problem sein) ist der Gipfel ohne Probleme zu meistern.

Auf dem Weg nach Aspen

Central City

Vom Rocky Mountain Nationalpark brechen wir mit unserem Truck Camper auf in Richtung Aspen. Mit dem Auto liegt der weltbekannte Skiort etwa fünf Stunden entfernt. Auf dem Weg fahren wir durch Central City – eine alte Goldgräberstadt, die heute für ihre vielen Casinos bekannt ist. Wir stoppen und schlendern ein wenig durch die Stadt. Man fühlt sich unweigerlich in den Wilden Westen zurückversetzt, wenn da nicht die ganzen Autos wären. Viele der Häuser stammen aus dem 19. Jahrhundert. Tafeln mit spannenden Infos und historische Fotos lassen erahnen, wie das Leben hier früher war.

Central City

Wir schlendern ein wenig durch Central City und fühlen uns in eine andere Zeit zurückversetzt

Glenwood Canyon

Unsere Route führt durch den Glenwood Canyon. Die Interstate 70 schlängelt sich spektakulär durch die 20 Kilometer lange Schlucht. Das Stück durch den Canyon, dessen Feldwände 400 Meter in die Höhe ragen, gehört zu den bekanntesten Straßen in den ganzen USA. Zu Recht, wie wir finden. Es ist ein echtes Erlebnis, durch den Glenwood Canon zu fahren. Es führt auch eine Eisenbahnstrecke durch die Schlucht. Außerdem gibt es einen Fuß- und Radweg unterhalb der Interstate.

Wanderung zum Hanging Lake

Der Glenwood Canyon ist außerdem Ausgangspunkt für die Wanderung zum Hanging Lake. Die Tour ist insgesamt rund fünf Kilometer lang und führt dich in einen Seitenarm des Glenwood Canyon. Nur ein paar Minuten vom Hanging Lake entfernt zieht der Sprout Rock – ein Wasserfall, der aus dem Fels kommt – die Besucher in ihren Bann. Der kurze Abstecher zum Sprout Rock lohnt sich definitiv.

Hanging Lake

Der Hanging Lake ist ein beliebtes Ausflugsziel in Colorado

Sprout Rock

Der Sprout Rock ist nur wenige Minuten vom Hanging Lake entfernt

Maroon Bells

Die Strecke nach Aspen bietet Fotomotive en Masse. Ende Oktober leuchten die Bäume in den schönsten Farben. Die bekannteste Sehenswürdigkeiten in und um Aspen sind die Maroon Bells. Der Maroon Lake mit den Maroon Bells im Hintergrund ist eines der meistfotografierten Motive in den USA. Leider sind wir schon etwas spät dran. Die Bäume haben ihr farbenfrohes Blätterkleid schon verloren. Zu den beliebtesten Touren in dem Gebiet gehört die Wanderung zum Crater Lake am Fuße des Maroon Peak (4317 Meter) und des Sleeping Sexton (4102 Meter). Im Sommer kannst du hier zu aufregenden Wanderungen ins Hochgebirge aufbrechen.

Maroon Lake mit den Maroon Bells

Der Maroon Lake mit den Maroon Bells im Hintergrund ist eines der meistfotografierten Motive in Colorado. Leider waren wir etwas zu spät und die Bäume schon kahl

Independence Pass

Südlich von Aspen führt der Independence Pass auf 3687 Meter Höhe. Die Straße ist absolut spektakulär und führt durch eine atemberaubende Landschaft. Hier sind wir froh, einen kompakten Campervan zu haben. Mit den riesigen Wohnmobilen, mit denen viele Amerikaner unterwegs sind, käme und dürfte man hier nicht entlang. Die Strecke ist für Wohnwagen und Trailer über 35 Fuß (knapp elf Meter) Länge gesperrt. Am Scheitelpunkt des Independence Pass gibt es einen großen Parkplatz, von dem aus man direkt ins Hochgebirge kommt. Wir fahren weiter zu den Twin Lakes, die am Abend im schönsten Licht leuchten.

 Aussicht am Independence Pass

Die Aussicht am Independence Pass auf fast 3700 Metern ist atemberaubend

Mondaufgang über den Twin Lakes

Der Mond ist gerade über den Twin Lakes aufgegangen (zu unseren  Tipps zur Mondfotografie)

Wanderung zur Crystal Mill

Bis vor ein paar Jahren noch völlig unbekannt, ist die Crystal Mill heute eines der bekanntesten Fotomotive in Colorado. Dabei liegt die Crystal Mill nicht einmal direkt an einem Highway. Im kleinen Örtchen Marble beginnt eine gut sieben Kilometer lange Schotterpiste, die nur für Geländewagen und ATVs geeignet ist. Selbst mit unserem Truck Camper hätten wir hier keine Chance. Die Straße ist schroff, zum Teil einspurig und an einigen Stellen stark ausgesetzt. Ein altes Autowrack am Bachufer sollte Warnung genug sein. Wir  wandern zur Crystal Mill. Es ist definitiv die bessere Entscheidung.

Crystal Mill

Die Crystal Mill ist ein absolut beeindruckendes Fotomotiv

Black Canyon of the Gunnison Nationalpark

Atemberaubende Landschaft

Ein absolutes Highlight auf unserem Roadtrip ist der Black Canyon of the Gunnison Nationalpark. In tiefster Dunkelheit erreichen wir das Nordrim. In der Ferne sind heftige Gewitter zu sehen, die sich im Laufe der Nacht aber auflösen. Am nächsten Morgen warten wir am Chasm View auf den Sonnenaufgang. Der Black Canyon ist absolut überwältigend. Eine Schotterstraße führt einige Kilometer am Nordrim entlang. Es gibt immer wieder Aussichtspunkte, an denen man stoppen kann. Die Nordseite ist deutlich weniger besucht als die Südseite, die wir am nächsten Tag erkunden.

Der Black Canyon ist nicht so bekannt wie der Grand Canyon, steht diesem jedoch in nichts nach. Der Blick in den Canyon mit den schwarzen Felswänden ist gewaltig und spektakulär. Im Oktober kostet der Nationalpark übrigens keinen Eintritt mehr und die Campingplätze sind ebenfalls kostenlos und anders als in vielen bekannten Nationalparkt relativ wenig besucht.

Black Canyon of the Gunnison

Den Black Canyon of the Gunnison ist bei Weitem nicht so bekannt wie der Grand Canyon, aber kein bißchen weniger spektakulär

Auf dem Weg nach Telluride

Indian Summer in Colorado

Indian Summer in Colorado

Owl Creek Pass

Vom Black Canyon brechen wir ins knapp zwei Stunden entfernte Telluride auf. Auf dem Weg machen wir einen Abstecher zum Owl Creek Pass, der bei guten Bedingungen auch mit einem normalen Pkw befahren werden kann. Bei Nässe und Schnee ist allerdinge ein Fahrzeug mit hoher Bodenfreiheit nötig. Hier befinder sich eines der beliebtsten Fotomotive in Colorado: Der Blick auf den Chimney Rock noch unterhalb des Scheitelpunktes des Passes. Wer noch weiterfährt, kommt zum Stausee Silver Jack, der in grandioser Landschaft liegt.

Chimney Rock

Der Chimney Rock ist ein super Fotomotiv. Leider waren wir ein wenig zu spät dran für leuchtend gelbe Bäume

Dramatische Wolkenstimmung am Owl Creek Pass

Der Owl Creek Pass führt tief in die Wälder Colorados hinein

Butch Cassidy

Der Skiort Telluride ist quasi die Geburtsstätte vom Outlaw Butch Cassidy (der mit bürgerlichen Namen übrigens Robert Leroy Parker hieß). Westernfans werden den Namen kennen. Butch Cassidy war zu seiner Zeit einer der meistgesuchten Outlaws. 1889 überfiel Cassidy die San Miguel Valley Bank in Telluride und erbeutete 24.000 Dollar. Nach heutigem Maßstab ist das ein enormes Vermögen. Cassidy und seine Bande „The Wild Bunch“ überfielen später Banken und Züge.

1901 floh Cassidy nach Argentinien. Dort lebte Cassidy zunächst mit einem anderem Outlaw, Harry Longabaugh (The Sundance Kid) und dessen Frau als Farmer. 1905 zogen die beiden aber wieder los und überfielen Banken. 1908 wurden beide in Bolivien von der Armee aufgespürt, vermutet man. Hier verliert sich die Spur der Outlaws. Vielleicht waren sie ja clever genug, den Soldaten zu entkommen und irgendwo in der Prärie einen friedvollen Lebensabend zu verbringen. Vermutlich aber wurden Cassidy und Longabaugh hier getötet.

Butch Cassidy

Butch Cassidy um das Jahr 1895

Bergseen rund um Telluride

Rund um Telluride gibt es zahlreiche Bergseen wie den Ingram Lake, den Silver Lake oder den Blue Lake, die auch auf Instagram immer wieder für Staunen sorgen. Man muss aber kein Bergsteiger sein, um diese Spots zu erreichen. Selbst im Hochgebirge gibt es viele Offroad-Pisten. Ende Oktober liegt in so hohen Lagen aber schon jede Menge Schnee. Für Wanderer ist die ideale Zeit, die imposanten Berge rund um Telluride zu erkunden, der Frühsommer bis Ende September. Im Winter übernehmen die Skifahrer das Zepter.

Wanderung zu den Bear Creek Falls

Eine leichte und sehr beliebte Wanderung startet direkt in Telluride und führt in rund eineinhalb Stunden zu den Bear Creek Falls. Der breite Weg ist gut ausgebaut und auch ideal für Familien. Die Höhe bekommt aber nicht jedem. Immerhin befinden wir uns auf fast 3000 Metern über dem Meer. Auf dieser Höhe fällt das Atmen schon deutlich schwerer. Ja, man kann sogar höhenkrank werden.

Bear Creek Falls

Die Wanderung zu den Bear Creek Falls gehört zu den beliebtesten Familientouren in Telluride

Fahrt über den Million Dollar Highway

Ein absolutes Highlight auf jedem Colorado-Roadtrip mit dem Wohnmobil ist der 40 Kilometer lange Million Dollar Highway (Teil der U.S. Route 550), der Ouray mit Silverton verbindet. Die Sreckenführung ist absolut spektakulär und nichts für schwache Nerven. Obwohl die Straße asphaltiert ist und hier auch große Trucks entlangbrettern, gibt es meist keine Leitplanke. An einigen Stellen geht’s direkt neben der Straße steil in die Tiefe. Auf dem Weg stoppen wir im Box Canyon und an den Bear Creek Falls (die heißen wirklich genau wie die Bear Creek Falls in Telluride). Später fahren wir durch ein altes Goldminengebiet. Hier sieht man noch überall die Überreste vom legendären Goldrausch in Colorado.

Eindrücke vom Million Dollar Highway

Eindrücke vom Million Dollar Highway: (1) Box Canyon (2) Blick auf Ouray (3) Durch diese Kulisse schlängelt sich der Highway (4) Eine alte Mine direkt am Highway

Bear Creek Falls

Die Bear Creek Falls liegen direkt am One Million Dollar Highway

Silverton

Silverton ist eine alte Goldgräberstadt, die noch heute ein tolles Flair ausstrahlt. Blendet man die Autos aus, fühlt man sich in die Zeit des Wilden Westens zurückversetzt. Eine Top-Attraktion ist die Dampfeisenbahn, die Durango mit Silverton verbindet. Die Strecke führt durch einen einsamen Canyon und gehört zu den schönsten Zugstrecken in den ganzen USA. Fotografen reservieren sich einen Platz möglichst weit hinten im Zug auf der rechten Seite (in Richtung Silverton). Auf der Fahrt kann es auch im Sommer empfindlich kalt werden. Uns fehlt leider die Zeit, um die Fahrt mit der historischen Eisenbahn mitzumachen ( Website).

Der Bahnhof von Silverton bei Nacht

Nachts am Bahnhof von Silverton

Durango

In Durango findest du viele alte Häuser aus der Zeit des Goldrausches. Hier haben sich heute kleine Läden und (zum Teil sündhaft teure) Restaurants eingemietet. Die Krönung war ein kleines Eclair in einer „französischen“ Bäckerei für sagenhafte 15 Dollar. Blöd, wenn man bestellt ohne nach dem Preis zu fragen (was soll so ein Eclair auch schon kosten, oder?!). In Durango startet auch die Durango & Silverton Narrow Gauge Railroad. Wenn du dir die teure Zugfahrt sparen willst, lohnt sich ein Besuch im Eisenbahnmuseum (ganzjährig geöffnet, außer Anfang November). Der Eintritt ist frei.

Das Eisenbahnmuseum in Durango

Das Eisenbahnmuseum in Durango ist ein Spaß für Groß und Klein und kostet keinen Eintritt

Mesa Verde Nationalpark

Unser nächster Stopp auf unserem Roadtrip durch den Südwesten der USA führt in den Mesa Verde Nationalpark. Ein Abstecher lohnt sich definitiv. Der Mesa Verde Nationalpark begeistert nicht unbedingt mit atemberaubender Landschaft, sondern mit den vielen Felsbehausungen der Anasazi-Stämme, die hier einst gelebt haben. Rund 4000 Ruinen gibt es im Mesa Verde Nationalpark. Der Park ist das ganze Jahr über geöffnet, außerhalb der Hauptsaison sind aber viele Touren nicht machbar, weil man nur im Rahmen einer geführten Tour zu den Ruinen darf. Und diese geführten Touren (im Eintrittspreis enthalten) finden eben nur in den Sommermonaten statt. Im Winter musst du mit den Aussichtspunkten Vorlieb nehmen. Die sind aber auch toll!

Blick auf den Cliff Palace

Blick auf den Cliff Palace, die größte Klippenwohnung in ganz Nordamerika. Ein Besuch ist nur im Rahmen einer geführten Tour möglich

USA-Roadtrip Kapitel II: Mit dem Camper durch Utah

Nach zwei Wochen mit dem Truck Camper durch Colorado führt unsere Reise weiter nach Utah. Der Mormonenstaat bietet Abenteurern, Outdoor-Fans und Fotografen unendlich viele Möglichkeiten. Zu den Top-Sehenswürdigkeiten in Utah gehören der Canyonlands Nationalpark und der Arches Nationalpark. Aber Utah bietet noch viel mehr aufregende Natur als diese zwei bekannten Top-Highlights.

Camper unter Sternenhimmel

Mit dem Camper durch die USA zu Reisen ist ein unvergessliches Erlebnis

Goosenecks State Park

Unser erstes Ziel unseres Utah-Roadtrips ist der Goosenecks State Park in der Nähe des Monument Valley. Der Goosenecks State Park ist eher Einheimischen und echten USA-Insidern ein Begriff. Das Groß der Touristen, die Utah besuchen, haben nie vom Goosenecks State Park gehört geschweige denn, dass sie den Park besuchen. Der Goosenecks State Park ist tatsächlich relativ klein und in ein bis zwei Stunden erkundet. Die Kulisse ist aber atemberaubend.

Der San Juan River hat im Laufe von Millionen Jahren mehrere Schleifen in das Gestein gefressen. Viele vergleichen den Goosenecks State Park mit dem bekannten Horseshoe Bend in der Nähe von Page, Arizona. Eine gewisse Ähnlichkeit ist vorhanden. Die Wände am Horseshoe Bend sind viel steiler und bunter, dafür ist der Horseshoe Bend inzwischen hoffnungslos überlaufen – und er bietet auch nicht mehrere Schleifen. Im Goosenecks State Park gibt es übrigens einen der schönsten Campingplätze der USA. Man übernachtet direkt am Kliff und wacht mit einem unbeschreiblichen Blick auf.

Sonnenaufgang im Goosenecks State Park

Sonnenaufgang im Goosenecks State Park. Es ist einer der schönsten Morgendämmerungen auf unserer Rundreise durch die USA

Valley of the Gods

Nicht weit vom Goosenecks State Park entfernt liegt das Valley of the Gods. Das Valley of the Gods ist so etwas wie der kleine Bruder vom Monument Valley. Anders als das weltbekannte Monument Valley ist das Valley of the Gods vergleichsweise unbekannt und unberührt. Die Schotterpiste durch das Valley of the Gods ist absolut spektakulär und muss sich nicht hinter dem Rundtrip durchs Monument Valley verstecken.

Du fährst mit dem Auto durch eine absolut spektakuläre Landschaft mit grandiosen Blicken auf die Steinformationen, die Namen wie Seven Sailors, Setting Hen Butte oder Rooster Butte haben. Der Scenic Drive durch das Valley of the Gods kostet übrigens keinen Eintritt und ist bei trockenem Wetter und etwas Vorsicht in der Regel auch mit einem normalen Pkw und auch mit einem Wohnmobil zu schaffen. Bei stärkeren Regefällen ist der Scenic Drive durch das Valley of the Gods aber nicht befahrbar – auch nicht mit einem Allrad-Fahrzeug!

Valley of the Gods

Das Valley of the Gods ist fast so etwas wie ein Geheimtipp im Südwesten der USA

Moki Dougway

Vom Westeingang ins Valley of the Gods biegen wir mit unserem Wohnmobil nach rechts auf den Moki Dougway ab. Das ist eine Schotterpiste, die sich spektakulär durch eine Felswand nach oben schlängelt. Die Ausblicke sind absolut genial. Die Straße ist in der Regel mit jedem Pkw zu schaffen. Für größere Wohnwagen oder Fahrzeuge mit Anhänger kann es auf dem Mogi Dougway aber eng werden. Teilweise geht es neben der Straße senkrecht in die Tiefe – eine Leitplanke gibt es nicht. Außerdem sind die Kurven sehr eng. Meist passen aber leicht auch zwei größere Fahrzeuge aneinander vorbei.

Moki Dougway

Der Moki Dougway ist absolut spektakulär gebaut

Monument Valley

Das nahe gelegene Monument Valley (auf der Grenze zwischen Utah und Arizona) gehört zum Pflichtprogramm auf jedem Roadtrip durch den Südwesten. Wir haben das Monument Valley aber bereits einige Male besucht und es dieses Mal aus Zeitgründen ausgelassen. Die Fahrt auf dem Scenic Drive ist absolut beeindruckend. Wer die Ruhe sucht (und über viel Kleingeld verfügt), macht einen Abstecher nach  Hunts Mesa.

Blick ins Monument Valley

Hunts Mesa: Der Blick über das Monument Valley ist atemberaubend

Natural Bridges National Monument

Nur ein paar Kilometer entfernt liegt das Natural Bridges National Monument. Ein Scenic Drive führt durch den Park. Natürlich gibt es überall Aussichtspunkte, von denen aus man einen tollen Blick auf die Steinbrücken hat. Schon die erste Steinbrücke ist ein absolutes Highlight. Der Bogen der Sipapu Bridge ist 82 Meter weit. Damit gehört die Sipapu Bridge zu den größten Steinbrücken der Welt. Ein Wanderweg führt hinunter in den Canyon direkt zur Sipapu Bridge. Erst hier sieht man, wie riesig der Steinbogen wirklich ist. Auf dem Weg in den Canyon gibt es einige Stahltreppen und Holzleitern zu überwinden. Für Menschen mit Höhenangst ist das nichts. Wer nicht ganz in den Canyon will, wandert nur bis zum ersten Aussichtspunkt.

Eine einfache Wanderung führt zum Collar Ruin Overlook. Sehr imposant sind die Kachina Bridge und die Owachmo Bridge, zu der man recht schnell gelaufen ist. Auf dem Parkplatz treffen wir Ingrid und Willy, die ihren Camper aus Deutschland in die USA verschifft haben und 13 Monate quer durch Nordamerika unterwegs sind. Wir sind neidisch!

Die Sipapu Bridge im Natural Bridges National Monument

Die Sipapu Bridge im Natural Bridges National Monument gehört mit einer Spannweite von 82 Metern zu den größten Steinbrücken der Welt

Canyonlands Nationalpark

Needles District

Unser Camper-Roadtrip führt weiter in den Canyonlands Nationalpark. Zunächst aber nicht in den Island in the Sky District mit der bekannten Mesa Arch, sondern in den weniger besuchten Needles District im Süden. Auf dem Weg solltest du am Newspaper Rock anhalten. Hier gib es Tausende Jahre alte Felsmalereien zu sehen. Es macht Spaß zu spekulieren, was der Künstler wohl sagen wollte. In den steilen Felswänden sehen wir trotz Regens übrigens überall Kletterer. Das Gebiet ist ein Kletter-Hotspot in Utah.

Der Newspaper Rock

Der Newspaper Rock auf dem Weg in den Canyonlands Nationalpark

Big Spring Canyon Overlook

Auch mit großen Wohnwagen erreicht man den Big Spring Canyon Overlook. Es lohnt sich, das Gebiet ein wenig zu Fuß zu erkunden. Der Blick in den Canyon ist atemberaubend. Überall sehen wir wilde Sandsteinformationen. Eine schöne Wanderung ist der Slickrock Trail, der wie der Name sagt, über Slickrock führt. Die Tour ist vier Kilometer lang und eröffnet ganz tolle Ausblicke auf die Needles. Auf der Wanderung gibt es vier kurze Abstecher zu Aussichtspunkten, die man unbedingt machen sollte.

Big Spring Canyon Overlook

Der Abstecher zum Big Spring Canyon Overlook lohnt sich definitiv

Wanderung auf dem Joint Trail

Deutlich länger und anspruchsvoller ist der Chesler Park Loop Trail mit dem Joint Trail. Die 18 Kilometer lange Wanderung startet am Elephant Hill und führt direkt in den sogenannten Chesler Park mit seinen vielen Felsnadeln. Wer mag, kann die Tour noch erweitern und zum Druid Arch ( Wanderung zum Druid Arch) wandern. Am Ende des Tages stehen dann 24 Kilometer auf der Uhr. Die Wanderung zum Druid Arch kannst du aber natürlich auch ohne den Umweg über den Chesler Park machen.

Wanderer im Needles District

Der Chesler Park Loop Trail ist ein absolutes Wander-Highlight

Biggi im engen Slotcanyon auf dem Joint Trail

Der lange Slotcanyon ist einer der spektakulärsten Teile auf dem Joint Trail

Sonnenuntergang am Pothole Point

Einer der schönsten Orte für den Sonnenuntergang im Needles District des Canyonland Nationalparks ist der Pothole Point. Von hier hat man eine grandiose Rundumsicht. In der Ferne sehen wir auf der einen Seite die La Salle Mountains – auf der andern Seite ragen die Needles in den Himmel.

Sonnenuntergang über den Needles

Sonnenuntergang über den Needles

Sonnenaufgang im Canyonlands Nationalpark

Zum Sonnenaufgang empfiehlt sich der Trail, der die beiden Campgrounds A und B verbindet. Hier kann man auf Felsen klettern und hat einen tollen Fernblick.

Sonnenaufgang im Needles District

Kurz nach Sonnenaufgang im Needles District des Canyonlands Nationalpark

Schattenspiel auf Felsen

Guten Morgen!

Canyonlands Nationalpark

Island in the Sky

Nördliches Needles Districts liegt Island in the Sky. Die Aussichtspunkte sind überwältigend. Besonders schön ist der Green River Overlook, der auch zum Sonnenuntergang ein super Ort zum Fotografieren ist.

Sonnenuntergang am Green River Overlook

Sonnenuntergang am Green River Overlook. Aus fotografischer Sicht ist das hier die absolute Hölle, weil die Kontraste enorm sind

Skelett auf Strasse

Apropos Hölle: Zusammen mit unserem neuen Begleiter Charlie feiern wir Halloween in den USA

Must-Do: Sonnenaufgang am Mesa Arch

Der Mesa Arch ist der Spot für Fotografen zum Sonnenaufgang. Hier ist allerdings immer einiges los. Zum Teil machen am Morgen sogar Reisebusse Halt. Der Mesa Arch im Licht der aufgehenden Sonne ist zwar schon millionenfach so fotografiert worden – aber immer wieder schön. So schön die Fotos auch sind: Wer Ruhe sucht, sollte einen weiten Bogen um den Mesa Arch am Morgen machen. Das Beweisbild zeigt, warum. Passend dazu findest du hier übrigens unseren Artikel Die schönsten Fotospots der Welt und die Wahrheit dahinter„.

Sonnenaufgang am Mesa Arch

Sonnenaufgang am Mesa Arch

Fotografen am Mesa Arch

Am Morgen treten sich Fotografen und Schaulustige gegenseitig auf die Füße am Mesa Arch

Aztec Butte Trail

Eine sehr schöne Tour im Needles District ist der Aztec Butte Trail. Die Wanderung führt auf zwei Buttes mit einem tollen Rundumblick. Hier lassen sich sogar alte Ruinen in den Felsen finden. Der Aufstieg auf die zweite Butte ist allerdings recht steil und nicht ganz ohne. Hier treffen wir übrigens die  Wackywanderers, die mit ihrem Wohnanhänger durch die USA reisen.

Blick in einen Canyon

Schon wegen diesem Ausblick lohnt sich die Wanderung

Whale Rock

Eine tolle Tour führt auf den Whale Rock. Die kurze Wanderung ist auch ein Spaß für Familien mit Kindern. Der Ausblick vom Whale Rock ist wirklich klasse.

Biggi läuft auf dem Whale Rock

Die kurze Wanderung auf den Whale Rock ist auch für Familien mit Kindern geeignet

False Kiva

Der Standort der sagenumwobenen  False Kiva war lange ein gut gehütetes Geheimnis. In Zeiten von Smartphone und Apps lassen sich Geheimnisse aber kaum noch geheim halten. Der Standort der False Kiva ist längst bekannt. Bei unserem ersten Besuch war die Wanderung zur False Kiva noch ein kleines Abenteuer. Leider haben hier irgendwelche Idioten randaliert. Die Parkverwaltung hat den Zugang daher auf unbestimmte Zeit gesperrt.

False Kiva im Canyonlands Nationalpark

Die False Kiva im Canyonlands Nationalpark war lange ein absoluter Geheimtipp

Dead Horse Point State Park

Vor den Toren des Canyonlands Nationalpark liegt übrigens der Dead Horse Point State Park. Der kurze Abstecher lohnt sich definitiv. Der Blick auf den Colorado River ist einfach grandios.

Blick auf den Colorado River

Vom Dead Horse Point hat man einen tollen Blick auf die Schleife des Colorado River

Arches Nationalpark

Delicate Arch im Licht der untergehenden Sonne

Vom Canyonlands Nationalpark ist es nicht weit in den Arches Nationalpark – einer der beliebtesten Ausflugsziele in ganz Utah. Jede der in der Parkkarte verzeichneten Wanderungen ist ein Highlight für sich. Die bekannteste Tour führt natürlich zum Delicate Arch (zu unserer  Wanderung zum Delicate Arch), zu dem jeden Tag Tausende Besucher pilgern. Ein toller Ort für den Sonnenuntergang. In den warmen Sommermonaten solltest du ausreichend Wasser und Sonnenschutz mitnehmen!

Delicate Arch

Der Delicate Arch im Arches Nationalpark im Licht der untergehenden Sonne

Double Arch und Windows Section

Fast direkt an der Straße liegen der imposante Double Arch und die Windows Section. Ein gut ausgebauter Weg führt direkt zu diesen imposanten Steinbögen. Der Weg ist sogar für Rollstuhlfahrer geeignet.

Windows im Arches Nationalpark

Der morgendliche Blick auf die sogenannten „Windows“ ist extrem beeindruckend

Garden of Eden

Ein absolutes Highlight im Arches Nationalpark ist auch der Garden of Eden, der zu den besten Sonnenuntergangspots im Park gehört.

Sonnenuntergang im Garden of Eden

Sonnenuntergang im Garden of Eden. Dieser Ort ist ein Eldorado für Fotografen

Goblin Valley State Park

Nach dem Arches Nationalpark führt unsere Reise weiter gen Westen in den Goblin Valley State Park. Der Park ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien mit Kindern. Die Kleinen können hier toben und auf den Goblins (Kobolde) rumklettern – das gehört zum Konzept des Parks. Natürlich soll dabei nichts kaputt gehen und verletzen soll sich dabei auch niemand. Ganz ungefährlich sind die Klettertouren auf den Goblins mitunter nicht.

Goblin Valley

Der Goblin Valley State Park ist ein beliebtes Ausflugsziel bei Famillien mit Kindern

Mit dem Campervan im Tiefsand stecken

Auf dem Weg in den Capitol Reef Nationalpark halten wir für ein Foto neben dem Highway. Ein Fehler! Der Sand ist so weich, dass wir mit unserem Camper feststecken. Ohne Allrad sollte man solche Einfahrten tunlichst meiden. Was tun? Der Tipp mit den Fußmatten klappt leider nicht (wir haben nicht einmal Fußmatten) und Unterlegmaterial gibt’s auch weit und breit nicht. Ein Wagenheber ist natürlich auch nicht an Bord. Wir lassen also ordentlich Luft aus den Reifen an der Antriebsachse und kämpfen uns so wieder frei. Mit halb platten Reifen und Warnblinkern fahren wir eine Stunde zur nächsten Tankstelle. Gut, wer in solchen Situationen einen Kompressor für die Reifen dabei hat.

Wohnmobil im Sand festgefahren

Sich so neben dem Highway im Sand festzufahren, muss man erst einmal schaffen. Die Lösung: Luft aus den Reifen lassen

Capitol Reef Nationalpark

Ein beliebter Sonnenuntergangsspot im Capitol Reef Nationalpark ist der Sunset Point. Hier pilgern am Abend einige Fotografen hin, um das perfekte Foto zu schießen. Weit abseits geteerter Straßen im Cathedral Valley liegen der Tempel of the Sun und der Temple of the Moon. Zwei tolle Orte für Landschaftsfotografen. Wer über ein halbwegs Offroad-taugliches Fahrzeug verfügt, kann auch den 60 Meilen langen Loop durch das Cathedral Valley wagen (hier findest du unseren Reisebericht zum  Cathedral Valley Loop).

Sonnenuntergang im Capitol Reef Nationalpark

Der Capitol Reef Nationalpark ist nicht so bekannt und weniger überlaufen als andere Parks in Utah

Bryce Canyon Nationalpark

Ein absolutes Must-Do im Südwesten der USA ist der Bryce Canyon Nationalpark. Solche Felsformationen gibt es wohl kein zweites Mal auf der Erde. Für Biggi ist der Bryce Canyon eines der Top-Highlights unserer USA-Reise. Besonders schöne Blicke in den Bryce Canyon hat man vom Sunrise Point und vom benachbarten Sunset Point. Aber auch der Bryce Point ist absolut spektakulär. Übrigens: Auch Wanderer kommen im Bryce Canyon voll auf ihre Kosten. Sehr beliebt ist etwa der Navajo Loop Trail (siehe Video).

Blick in den Bryce Canyon zur Dämmerung

Blick in den Bryce Canyon zur Dämmerung. Ist das nicht eine abgefahrene Landschaft?

Wanderung Navajo Loop Trail

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Coral Pink Sanddunes State Park

Wer etwas Zeit übrig hat, sollte unbedingt einen Abstecher in den Coral Pink Sanddunes State Park machen. Inmitten einer spektakulären Landschaft türmen sich hier riesige Sanddünen auf, die im Licht der tiefstehenden Sonne pink schimmern. Die Coral Pink Sanddunes sind allerdings auch ein beliebtes Ziel für ATV-Fahrer. Heißt: Unberührten Sand muss man schon suchen und als Fotograf gegen übereifrige Wanderer verteidigen.

Düne im Coral Pink Sanddunes State Park im Licht der untergehenden Sonne

Eine der großen Dünen im Coral Pink Sanddunes State Park im Licht der untergehenden Sonne

Zion Nationalpark

Wanderung auf Angels Landing

Für US-Verhältnisse nur einen Katzensprung vom Bryce Canyon entfernt liegt der Zion Nationalpark. Die bekannteste Wanderung im Zion Nationalpark führt auf Angels Landing. Das letzte Stück zum 1765 Meter hohen Gipfel führt an Hunderte Meter tiefen Abgründen vorbei und ist mit dicken Ketten gesichert. Hier gibt es immer wieder tödliche Unfälle. Übrigens: Menschen, die Ruhe suchen, sollten einen weiten Bogen um den Zion Nationalpark machen. Selbst Mitte November ist es hier so voll, dass es unmöglich ist, spontan einen Campingplatz zu bekommen. Hier findest du unseren → Wanderbericht zu Angels Landing.

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Wanderung zum Observation Point

Mehr Kondition erfordert die Wanderung auf den Observation Point. Von hier oben hat man einen tollen Blick auf Angels Landing. Die Wanderung führt durch spektakuläre Landschaft und ist absolut empfehlenswert.

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Die Subway

Ein absoltes Top-Fotomotiv ist die Subway. Der Weg ist allerdings zugangsbeschränkt (Permit-System) und sehr beschwerlich. Nur mit viel Ausdauer und Willen schafft man die lange Wanderung durch den verwachsenen Canyon. Hier findest du unseren Bericht zur → Wanderung zur Subway.

Subway im Zion Nationalpark

Zion Nationalpark, Utah: Die Subway im Zion Nationalpark ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten im Südwesten der USA

Die Narrows

Sehr beliebt ist auch eine → Wanderung durch die Narrows. Das geht aber nur, wenn der Virgin River nicht zu viel Wasser führt. Andernfalls wird die Strecke gesperrt. Und: Man kann auch noch im November in die Narrows wandern. Nass uns eiskalt wird es aber dann garantiert!

Narrows im Zion Nationalpark

Die sogenannte Wall Street – eine besonders enge Sektion der Narrows im Zion Nationalpark

Snow Canyon State Park

Nordöstlich von Las Vegas und ganz in der Nähe des Zion Nationalparks liegt der Snow Canyon State Park. Der kleine Park ist ein echter Geheimtipp und nur Einheimischen und Insidern bekannt. Wir sind überrascht, welch tolle Landschaft aus Sanddünen und versteinerten Sanddünen sich zwischen den Bergen versteckt. Leider haben wir nicht viel Zeit und steuern nur die Aussichtspunkte an der Straße an. Wer mag, kann hier aber einige spannende Wanderungen machen. Sehr schön ist die kurze Wanderung in Jennys Canyon, einem kleinen Slotcanyon. Sehr sehenswert sind auch die „Pioner Names“. Inschriften der ersten Siedler in der Gegend um das Jahr 1880.

Snow Canyon State Park

Der Snow Canyon State Park ist noch immer ein Geheimtipp

USA-Roadtrip Kapitel III: Mit dem Camper durch Arizona

Unser Roadtrip mit dem Camper durch den Südwesten der USA führt uns von Utah weiter nach Arizona. Das absolute Top-Highlight in Arizona ist der Grand Canyon Nationalpark. Die meisten Besucher fahren zum South Rim, der North Rim ist vergleichsweise wenig besucht. Noch mehr Ruhe findet man am  Toroweap Point. Wer die sportliche Herausforderung sucht, wird am Nankoweap Trail fündig. Ein einmaliges Naturschauspiel sind die  Havasu Falls. Dieser Ort ist inzwischen aber so überlaufen, dass du lange im Voraus buchen musst.

Rund um Page

Horseshoe Bend

Mit dem Camper knapp zwei Stunden entfernt vom Zion Nationalpark liegt das Wüstenörtchen Page. Page liegt in Arizona dirakt an der Grenze zu Utah und ist bekannt für den Horseshoe Bend. In 300 Metern Tiefe zieht der Colorado River seine Bahnen – am Horseshoe Bend in Form eines Hufeisens. Die kurze Wanderung (zehn bis 15 Minuten) steht auf jeder Bus-Rundreise durch den Südwesten der USA. Hier strömen täglich Tausende Besucher hin. Inzwischen wurde sogar ein Geländer montiert, nachdem immer wieder Besucher in den Tod gestürzt waren. Und eine Straße direkt zum Horseshoe Bend ist im November 2018 ebenfalls im Bau. Vor einigen Jahren war dieser Ort noch kaum bekannt und die Natur völlig unverbaut. Wir sind regelrecht schockiert, das zu sehen. Wer noch nie hier war, sollte aber unbedingt einen Stopp einlegen.

Horseshoe Bend am Abend

Das vom Colorado River geschaffene „Hufeisen“ ist einer der faszinierendsten Orte dieses Planeten

Antelope Canyon X

Page ist außerdem für den Antelope Canyon bekannt. Der bekannteste Abschnitt ist der Upper Antelope Canyon. Kaum weniger Besucher zieht heute der Lower Antelope Canyon an. Der Antelope Canyon X galt lange als Geheimtipp, ist inzwischen aber auch sehr gut besucht. Wer in Page Stopp macht, sollte sich dennoch mindestens einen Abschnitt des Antelope Canyon anschauen. Du solltest dich aber darauf einstellen, dass es hier zugeht wie auf dem Oktoberfest.

Antelope Canyon X

Der weniger bekannte Antelope Canyon X

Wave und CBS

Page ist auch Ausgangspunkt für die Wanderung in die Wave (Coyote Buttes North) (zur  Wanderung zur Wave). Ein Foto des Gebiets erschien 2009 bei Microsoft Windows als Hintergrundbild und ist seitdem eines der absoluten Sehnsuchtsziele vieler US-Reisender. Zum Glück ist der Zugang streng auf 20 Personen am Tag limitiert. Wer ohne Permit erwischt wird, zahlt hohe Strafen. Hier verraten wir dir, wie du ein  Permit für die Wave bekommst. Nicht weniger spektakulär ist das Gebiet südlich der Wave, die Coyote Buttes South (CBS). Auch hier ist der Zugang streng limitiert, aufgrund der längeren Anfahrt ist die Nachfrage nach Permits aber nicht ganz so extrem (unsere  Reise in die Coyote Buttes South).

Wave in Arizona

Wir haben Jahre gebraucht, um endlich ein Permit für die Wave zu bekommen. Der Zugang ist auf täglich 20 Personen beschränkt

White Pocket

Das Gebiet von White Pocket liegt nur einen Steinwurf von der Wave entfernt und ist (noch) ohne Permit zugänglich. Die Hürde ist die lange Anfahrt über eine raue Sandpiste. Mit unserem Campervan ist die Strecke ein Ding der Unmöglichkeit. Beim Versuch, zu  White Pocket zu kommen, fahren sich immer wieder Touristen mit ihren Miet-SUVs fest. Hilfe kommt bestimmt, aber das kann mit Pech einige Tage dauern. Ausreichend Wasser ist auf der Tour absolut überlebenswichtig. Wer auf der Strecke ein technisches Problem mit dem Auto hat, sollte mit ein paar Tausend Dollar Bergungskosten rechnen. Handyempfang gibt es auch nicht. Teuer, aber sicherer ist es, sich von Paria Outpost ( Website) fahren zu lassen. Für die Abendtour mit zwei anderen Fotografen zahlen wir 350 Dollar. Wir würden die Tour jederzeit wieder machen.

White Pocket in Arizona

Das Gebiet „White Pocket“ in Arizona ist ein Eldorado für Fotografen. Wenn da nicht die lange Anreise wäre

Toadstool Hoodoos

Ganz umsonst sind die Toadstool Hoodoos (diese Sehenswürdigkeit liegt in Utah an der Grenze zu Arizona), die man nach einer kurzen Wanderung durch ein Wash erreicht. Früher ein echter Geheimtipp in der Gegend rund um Page, gibt es heute sogar Wegweiser, die dich direkt zu den Hoodoos führen. Du solltest dir die Zeit nehmen und die Gegend ein wenig erkunden. Hier gibt es mehr zu entdecken, als es am Anfang den Anschein hat.

Toadstool Hoodoos

Ihre ganze Farbenpracht entfalten die Toadstool Hoodoos erst, wenn die Sonne tief steht

Buckskin Gulch

Rund um Page gibt es aber noch viele andere tolle Sehenswürdigkeiten, wie etwa die Buckskin Gulch. Der Slotcanyon ist 21 Kilometer lang und kann bei sicheren Wetterbedingungen auch komplett durchwandert werden. Bei Regen verwandelt sich der Slotcanyon – übrigens einer der tiefsten der Welt – in eine tödliche Falle. Fluten von bis zu 30 Metern Höhe sollen durch den Canyon strömen und alles mitreißen. Ach ja, für Tageswanderungen in die Buckskin Gulch holst du dir ein Day-Use-Permit direkt am Wire Pass Trailhead an einer Self-Pay Station. Für Mehrtageswanderungen durch den Canyon musst du drei Monate im Voraus ein Permit ( hier beantragen) besorgen.

Buckskin Gulch

Buckskin Gulch: Die Farben und Formen sind total abgefahren

Alstrom Point

Der Alstrom Point (der Aussichtspunkt liegt in Utah an der Grenze zu Arizona), ist ein absolutes Highlight in der Gegend rund um Page. Der Blick auf den Lake Powell ist einfach grandios und unvergesslich. Allerdings hat es die Anfahrt in sich. Insbesondere das letzte Stück zu dem grandiosen Aussichtspunkt erfordert in der Regel ein Allradfahrzeug. Viele Besucher lassen das Auto (in jedem Fall High-clearance) vor der berüchtigten Stufe stehen und laufen noch etwa eine Stunde zum Alstrom Point. Besonders spektakulär sind am Alstrom Point die Sonnenauf- und Untergänge. Man kann hier oben auch gut im Auto übernachten.

Alstrom Point am Abend

Sonnenuntergang am Alstrom Point

Cliff Dwellers Stonehouse

Von Page aus erreicht man das North Rim vom Grand Canyon in Arizona in rund zweieinhalb Stunden mit dem Auto. Zum South Rim ist es ähnlich weit. Wir entscheiden uns für das North Rim. Auf dem Weg von Page zum North Rim blicken wir auf die Vermilion Cliffs und stoppen am Cliff Dwellers Stonehouse. Hier findet man einige alte Ruinen der Ureinwohner. Ein schöner Stopp auf der langen Autofahrt.

Cliff Dwellers Stonehouse

Das Cliff Dwellers Stonehouse liegt direkt am Highway und lohnt einen Stopp

Grand Canyon North Rim

Auf der Nordseite des Grand Canyon ist Mitte November nicht mehr viel los. Das Visitor Center hat bereits geschlossen, ebenso die Campingplätze. Kein Wunder: Die Temperaturen fallen in dieser Jahreszeit weit in den zweistelligen Minusbereich. Wir hatten am Morgen Minus 17 Grad. Kein Ort, an dem man lange verweilen will. Der Vorteil: Wir haben die Aussichtspunkte fast für uns alleine.

Sonnenuntergang am Grand Canyon North Rim

Grand Canyon North Rim (Toroweap Point)

Der Toroweap Point (zu unserem → Toroweap-Reisebericht) auf der Nordseite des Grand Canyon ist für uns die imposanteste Stelle des riesigen Canyons. Nirgends stehen die steil abfallenden Wände so eng beieinander. Die lange Anfahrt erfordert ein Fahrzeug mit High-clearance und ist reifenfressend. Um am Toroweap Point zu Campen, benötigst du ein Permit. Es gibt nur neun Stellplätze! Hier findest du mehr → Infos auf der Seite des Nationalparks.

Sonnenaufgang am Toroweap Point

Der Sonnenaufgang am Toroweap Point ist ein unvergesslicher Augenblick

Grand Canyon South Rim

Das Grand Canyon South Rim (es gibt keine direkte Verbindung zum North Rim) ist ein beliebtes Ziel bei Tagestouristen aus Las Vegas. Hier ist auch immer deutlich mehr los als am vergleichsweise schwer zu erreichenden North Rim. Anders als das North Rim kann man das South Rim des Nationalparks das ganze Jahr über, also auch im Winter, besuchen.

Grand Canyon Sonnenuntergang

Sonnenuntergang auf der Südseite des Grand Canyon

Grand Canyon South Rim (Havasu Falls)

Ebenfalls auf der Südseite des Grand Canyon liegen die bekannten Havasu Falls (zu unserem → Havasu-Wanderbericht). Es führt keine Straße zu den imposanten Wasserfällen in einem Seitenarm des Grand Canyon. Für die lange Wanderung musst du zwei Tage einplanen. Spontane Touren sind nicht möglich. Aufgrund des enormen Andrangs gibt es ein Permit-System. Die Permits sind in der Regel nach Freischaltung für das gesamte Jahr innerhalb weniger Minuten vergriffen sind.

Havasu Falls

Die Havasu Falls. Einen Ort wie diesen gibt es kein zweites Mal auf der Welt

USA-Roadtrip Kapitel IV: Mit dem Camper durch Nevada

Wir haben leider nicht mehr viele Tage, bevor unser Flieger geht. Die Zeit drängt. Bis nach Los Angeles ist es noch ein weiter Weg. Wir lassen Arizona schon wieder hinter uns und fahren weiter in den benachbarten Bundesstaat Nevada.

Valley of Fire

Wer in Las Vegas Urlaub macht und nicht viel Zeit hat, die einmalige Landschaft im Südwesten der USA zu erkunden, landet meist im Valley of Fire State Park. Das Valley of Fire ist eine Mini-Version des Südwestens und lässt erahnen, warum wir dem Südwest-Virus verfallen sind. Zu den absoluten Highlights im Valley of Fire gehört die Firewave, zu der inzwischen ein markierter Wanderweg führt. Vor einigen Jahren musste man noch mittels GPS-Koordinaten durch die Wüste marschieren, um zu diesem einmaligen Ort zu gelangen. Heute ist es übrigens verboten, die Firewave zu Betreten. Vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang darf man die Mouse’s Tank Road – hier beginnt auch die Wanderung zur Firewave – übrigens nicht mehr benutzen. Das wurde bei uns auch von den Rangern kontrolliert. Ein paar Minuten nach Sonnenuntergang sind aber kein Problem. Auch der White Domes Trail ist eine beliebte kurze Wanderung im Valley of Fire. Und dann gibt es da auch noch den Elephant Rock.

Dämmerung im Valley of Fire

Dämmerung im Valley of Fire

Las Vegas

Las Vegas lassen wir auf unserer Wohnmobilrundreise links liegen. Nach vier Wochen in der Natur wollen wir uns die gewonnen Eindrücke nicht in diesem Moloch zerstören. Außerdem waren wir in den vergangenen Jahren immer mal wieder in Las Vegas. Man sollte die Spielermetropole schon einmal gesehen haben. Wer Las Vegas aber kennt und die Natur mehr liebt als das Stadtleben, kann getrost einen Bogen um die Wüstenmetropole machen. Las Vegas ist allerdings ein idealer Ausgangspunkt für Reisen durch den Südwesten der USA. Und eigentlich hätten wir bei unserer Planung Las Vegas als Endziel unserer Reise wählen sollen. So müssen wir jetzt noch weit nach Los Angeles.

USA-Roadtrip Kapitel V: Mit dem Camper durch Kalifornien

Nur noch wenige Tage, dann müssen wir in Los Angeles sein. Kalifornien sehen wir auf unserem Roadtrip daher nur am Rande. Dabei gibt es hier so viele tolle Sehenswürdigkeiten wie den Highway 1, San Francisco oder den Yosemite Nationalpark.

Death Valley Nationalpark

Übrigens: Zwischen Las Vegas und Los Angeles gibt es nicht mehr sehr viel Sehenswertes. Definitiv lohnenswert ist aber ein Abstecher in den Death Valley Nationalpark. Das haben wir auf diesem Roadtrip nicht mehr geschafft, aber wir waren schon einige Male im Death Valley und jedes Mal begeistert.

Death Valley

Das Death Valley bietet Fotografen Fotomotive in Hülle und Fülle

Mojave National Preserve

Unsere Reise führt uns nun in den Süden in Richtung Joshua Tree Nationalpark. Auf dem Weg kommen wir durch das Mojave National Preserve. Wir fahren durch eine ziemlich abgefahrene Wüstenlandschaft. Mit der Zeit wird das aber recht eintönig. Ja, hier gibt es wirklich viel Nichts – und davon jede Menge. Stellenweise wachsen aber Tausende Joshua-Bäume. Auch die Kelso Dunes sind ein kleines Highlight in dieser Ödnis. Die Landschaft erinnert ziemlich stark ans Death Valley. Danach fahren wir noch lange fast nur geradeaus durch die Wüste, vorbei an verfallenen Hütten. Die ganze Szenerie erinnert irgendwie an einen Endzeitfilm.

Kelso Dunes

In der Ferne sehen wir die Kelso Dunes

Joshua Tree Nationalpark

Der Joshua Tree Nationalpark ist auf alle Fälle einen Stopp wert, wenn man in der Gegend ist. Wie der Name schon sagt: Hier wachsen Tausende Joshua Bäume in einmaliger Kulisse.

Hidden Valley

Eine der beliebtesten Wanderungen führt ins Hidden Valley. Die Rundtour ist nur etwa einen Kilometer lang und ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Hier hatten früher übrigens Viehdiebe ihre Beute versteckt. Daher auch der Name Hidden Valley.

Das Hidden Valley im Joshua Tree Nationalpark

Die Wanderung durch das Hidden Valley gehört zu den Top-Highlights im Joshua Tree Nationalpark

Cholla Cactus Garden

Sehr schön ist auch der Cholla Cactus Garden, in dem Tausende Kaktusse wachsen. Ein kurzer Rundweg führt durch dieses einmalige Gebiet.

Cholla Cactus Garden

Im Cholla Cactus Garden wachsen Tausende Kaktusse

Skull Rock

Der Skull Rock erinnert an einen Totenschädel und ist ein sehr beliebtes Fotomotiv bei vielen Besuchern. Die riesigen Felsen erinnern übrigens stark an die  Alabama Hills westlich vom Death Valley.

Skull Rock

Der Skull Rock erinnert an einen Totenschädel

Keys View

Einen schönen Blick hat man vom Keys View. Vor uns tut sich der San Andreas Graben auf – die berüchtigte Erdbebenfalte, auf der Los Angeles und San Francisco erbaut wurden.

Keys View Aussichtspunkt

Keys View ist ein beliebter Aussichtspunkt am Abend

Joshua Bäume bei Nacht

Fotografen finden in der Nacht bei sterneklarem Himmel unendlich viele Motive im Joshua Tree Nationalpark. Leider verlaufen hier auch einige Flugrouten. Es ist also nicht ganz so einfach, ein Sternenfoto ohne blinkendes Flugzeug zu schießen.

Joshua Tree Nationalpark bei Nacht

Die Milchstraße leuchtet über dem Joshua Tree Nationalpark

Mit dem Campervan nach Los Angeles

Vom Joshua Tree Nationalpark führt unsere Reise weiter ins drei bis vier Stunden entfernte Los Angeles (die Fahrt ist übrigens ziemlich nervtötend und die Highways sind extrem voll). Hier geben wir unseren Camper ab und steigen mit Tausenden schönen Erinnerungen in den Flieger, der uns zurück in die Heimat bringt. In Los Angeles schließen wir uns ins Hotel ein. Nach Wochen in der Natur haben wir überhaupt keine Lust auf den Trubel in der Megacity.

Alle Top-Sehenswürdigkeiten auf unserer Rundreise im Überblick


Übrigens: Mit unserer Karte kannst du dich auch navigieren lassen. Klicke einfach auf einem Spot auf “Directions” und Google Maps wird geöffnet

Wirklich empfehlenswerte Reiseliteratur für deine USA-Rundreise

Danke fürs Mitfahren

Das war sie also, unsere vierwöchige Reise mit dem Wohnmobil durch den Südwesten der USA. Wir hoffen, du hast die Fahrt genossen und genauso tolle Eindrücke wie wir mitgenommen. Wenn du noch nie im Südwesten der USA warst: Das solltest du dir unbdingt überlegen. Wir waren jetzt schon viele Male in der Gegend und entdecken immer wieder Neues. Der Südwesten der USA ist für uns definitiv eine der beeindruckendsten Regionen der Welt.


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10 Kommentare
  1. Rebecca Neuhoff sagte:

    Hey,
    es liest sich wirklich unglaublich toll.
    Ich würde auch gerne einmal in die USA reisen. Aber, da ich bis jetzt noch nie verreist bin, wird es noch ein bisschen dauern. Aber irgendwann wird es mit Sicherheit klappen.

    Bis Dahin
    Nariel

    Antworten
  2. Tina sagte:

    Wahnsinn, dass muss so toll gewesen sein. Das würde mich auf jeden Fall mehr reizen, als ein Trip nach New York :). Mit dem Wohnmobil ist das total lässig und ein richtiges Abenteuer. Die Bilder finde ich klasse!

    Antworten
  3. Bettina Halbach sagte:

    Hallo Biggi und Flo, grandios was ihr erlebt hat :-) ich habe mit leuchtenden Augen gelesen… Man merkt wie viel Spaß euch diese Reise gemacht hat. Weil ich immer besonders an den Tieren interessiert bin, denen man begegnen kann, habe ich den Abschnitt mit den Elks und den Bären vergnügt vernommen. Ist euch denn ein Bär begegnet? Danke auch für die nützlichen Tipps wie man sich als Reisender in den USA zurecht findet, sind vermerkt … liebe Grüße Bettina

    Antworten
  4. Eileen sagte:

    Wow das ist das erste das mir einfällt, nicht nur zu den wunderschönen Bildern sondern auch über die genaue Erklärung eurer Reise. Die USA ist wirklich ein schöner Fleck, wir möchten auch mal rüber fliegen aber wir sind eher die Hotel und Strandgänger. Dennoch würde ich auch gerne einen Nationalpark besuchen. Wenn es mal so weit ist, weiß ich, dass ich hier genau richtig bin für Infos und Inspiration.

    Viele Grüße Eileen von http://www.eileens-good-vibes.de

    Antworten
  5. UrbanRoach sagte:

    Wow, wow, wow!

    Ich bin sprachlos! Das Bild vom Bear Lake ist ja gewaltig! USA stünde mir ja auch schon lange mal vor, besonders die Regionen Nevada und Arizona haben es mir angetan! Aber bitte, was für ein Abenteuer und was für super Fotos!

    Danke fürs Zeigen! Einen neuen leser habt ihr auf jeden Fall!

    Lg,
    Roach

    Antworten

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Deine Phototravellers Biggi und Flo

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