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Seebergkopf: Leichte Wanderung in den Bayerischen Voralpen (Bayern)

Wenn das Wetter nicht mitspielt, um eine längere Wanderung anzugehen, findet man rund um Bayrischzell einige lohnende Wanderziele. Eines davon ist der 1538 Meter hohe Seebergkopf, der auch einfach als Seeberg bekannt ist.

Trotz seiner geringen Höhe bietet der Seebergkopf eine grandiose Aussicht auf die umliegenden Gipfel. Immer im Blick ist der Wendelstein. Die Wanderung auf den 1838 Meter hohen Wendelstein ist ungleich länger und anstrengender als die schöne Halbtagestour auf den Seebergkopf, die auch super für Familien geeignet ist oder als Auftakt einer langen Wandersaison.

Aktualisiert am 29.05.2022

Wanderung auf den Seebergkopf

Start der Wanderung in Bayrischzell

Wir starten unsere Wanderung auf den Seebergkopf am Wanderparkplatz in Bayrischzell (GPS: N 47 40.285, E 12 00.619 Google Maps). Das Tagesticket für den Parkplatz kostet drei Euro (Sand: August 2017). Eine Alternative ist die Bahn, die direkt in Bayrischzell Halt macht. Vom Bahnhof sind es noch einmal knapp zehn Minuten Fußweg durch das Städtchen bis zum Beginn der Wanderung. Unmittelbar am Parkplatz weist ein Schild in Richtung Seebergkopf (Seeberg über Neuhütte). Der schöne Weg führt uns zunächst an einem Minigolfplatz vorbei, bevor wir durch recht dichtes Gebüsch wandern. Hier lauern Scharen an blutdrünstige Bremsen auf neue Opfer. Ein paar der Biester erlegen wir, Biggi stechen sie trotzdem. Ganz ungefährlich sind die Stiche der verhassten Insekten leider nicht. Bremsen übertragen Krankheiten wie Lyme-Borreliose oder Milzbrand. Das Wetter – es ist ziemlich schwül – ist leider ideal für diese kleinen Mistviecher.

Tipp: Hier findest du eine Übersicht über die schönsten Wanderungen in Bayern.

Wegweiser Seeberg
Direkt am Parkplatz weist dieses Schild den Weg zum Seeberg

Wanderkarten, Reiseführer und Wissenswertes zur Region

Immer im Blick: der Wendelstein

Erst im Wald wird es besser – hier fühlen sich die Bremsen offenbar nicht mehr so wohl. Jetzt können wir es auch langsamer angehen und die ersten Blicke auf den gegenüberliegenden Wendenstein genießen. Es sind immer wieder breite Schneisen in den Wald geschlagen. Oft steht da sogar eine Bank, um eine kurze Pause einzulegen. In den ersten Minuten der Wanderung hören wir noch deutlich die Geräusche der nahegelegenen Bundesstraße. Das ändert sich aber bald und wir haben himmlische Ruhe. Der Weg zieht immer leicht an, ohne dabei wirklich steil zu werden.

Wanderweg im Wald
Der Wanderweg führt uns zunächst durch den Wald
Bayrischzell
Bald erreichen wir diese Stelle, von der aus man einen tollen Blick über Bayrischzell hat
Wanderweg
Der idyllische Weg führt uns immer weiter nach oben

Fantastische Ausblicke

Nach einer Stunde erreichen wir eine kleine unscheinbare Quelle – die Sankt Josephs Deliciusquelle –, an der man seine Wasservorräte auffüllen kann. Kurze Zeit später kommen wir an ein Gatter, das auf die Almwiesen der Neuhütte (1232m) führt. Wir hören schon die Glocken der Kühe, die hier auf der Alm genüßlich weiden. An der Neuhütte folgen wir dem Wegweiser nach rechts zum Seebergkopf. Der Weg wird jetzt schmaler und führt uns über die breite Almwiese weiter aufwärts. Spätestens hier kommt man ins Schwärmen. Der Ausblick auf die umliegenden Berge ist atemberaubend. Besonders markant ist die  Rotwand, die direkt vor uns liegt und wie eine Pyramide in der Landschaft thront.

 Sankt Josephs Deliciusquelle
An der Sankt Josephs Deliciusquelle kann man seine Wasserflaschen auffüllen
Weg über Almwiese
Der Weg verläuft sanft über diese Almwiese
Neuhütte
Wir erreichen die Neuhütte. Hier halten wir uns rechts
Rotwand
Vor uns ragt die Rotwand in den Himmel

Der Seebergkopf-Gipfel

Wir kommen wieder an weidenden Rindern vorbei und erreichen nach weiteren 20 Minuten die Seebergalm (1360m). Ein Schild weist den Weg nach rechts. Der Seebergkopf-Gipfel wird jetzt noch einmal mit 20 Minuten angegeben. Der Weg wird hier etwas rauer und zieht an. Wir erreichen ein bewaldetes Gebiet und stehen wenige Minuten später auf dem breiten Bergrücken. Jetzt sind es nur noch ein paar Minuten zum Gipfel des Seebergkopfs mit dem großen Holzkreuz. Bayrischzell liegt uns zu Füßen – und darüber liegt der Wendelstein. Der markante Gipfelaufbau ist von hier gut zu erkennen. Inzwischen kommt sogar die Sonne durch. Nach dem mäßig anstrengenden Aufstieg packen wir unsere Brotzeit aus und legen die wohlverdiente Rast mit Käsebrot und Oliven ein. Das zieht auch die Kühe auf der Weide an, die hier oben grasen. Das bimmeln der Kuhglocken kommt immer näher und schon bald sind wir von neugierigen Rindviechern umringt. Aber kein Grund zur Panik, die Rindviecher sind nur neugierig. Auf dem Rückweg schleckt sogar eine Kuh an meinen Arm und wendet sich – so ist zumindest Biggis Eindruck – angewidert ab.

Seebergalm
An der Seebergalm biegen wir rechts scharf ab
Felsiger Wanderweg
Der Weg wird jetzt noch etwas schroffer
Kuh beim Grasen
Auf dem Bergrücken grasen friedlich Kühe
Seebergkopf-Gipfelkreuz
Geschafft! Unter dem Seebergkopf-Gipfelkreuz gibt es die wohlverdiente Brotzeit
Bayrischzell und Wendelstein
Vom Seebergkopf hat man einen tolle Blick auf Bayrischzell und den Wendelstein
Kuh auf dem Seebergkopf
Ganz alleine sind wir auf dem Gipfel nicht
Auf wem Rückweg kommen wir an dieser Kuhherde vorbei
Selfie mit Kuh
Neugierig schleckt diese Kuh an meinem Arm

Das Video zur Wanderung auf den Seebergkopf

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Tourdaten Seebergkopf

Datum: Juli 2017
Gesamtweglänge: 9,0 Kilometer
Höhenmeter: 730 Meter
Reine Gehzeit: 3:30 Stunden

Das musst du über die Wanderung auf den Seebergkopf wissen

Die Wanderung auf den Seebergkopf ist eine tolle Halbtagestour für die ganze Familie. Der Weg erfordert stellenweise Trittsicherheit und es gibt ein paar Stellen, an denen es steiler nach unten geht. Insgesamt ist die Wanderung aber trotzdem als relativ einfache Familientour (ohne Kinderwagen) einzuschätzen, die allerdings etwas Kondition erfordert. Trotz der geringen Höhe des Seebergkopfs genießt man vom Gipfel wirklich einen tollen Ausblick. Schon auf dem Weg findet man immer wieder Stellen, die tolle Fernblicke erlauben. Besonders schön sieht man die Rotwand und den Wendelstein.

Zahlen und Fakten über Tegernsee und Schliersee

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