Die besten Reise-Stative im Überblick

Reise-Stative von unter 50 bis über 1000 Euro

Auf der Suche nach dem perfekten Reise-Stativ habe ich im Laufe der Jahre dutzende Stative verschiedener Hersteller benutzt und ausgiebig getestet. Um eines vorweg zu nehmen: Ab einer gewissen Preisklasse gibt es keine schlechten Stative mehr. Stattdessen geht es um kleine Details, Feinheiten, Vorlieben und die Ansprüche an das jeweilige Reise-Stativ. Ich will mit meinem Artikel aber nicht nur den ambitionierten oder professionellen Landschaftsfotografen ansprechen, sondern auch den Hobbyfotografen mit kleinem Budget. Ganz wichtig: Wer einen Sportwagen fährt, zieht auch keine Billig-Reifen aus Fernost drauf. Exakt das gleiche gilt für die Kamera und das Stativ. Stativ und Kamera sind quasi Reifen und Auto. Wer hier spart, wird keinen Spaß an der Landschaftsfotografie haben. Du musst aber kein Vermögen ausgeben. Schon für unter 100 Euro bekommt man relativ gute Stative. Nach oben hin gibt es indes fast keine Grenze beim Preis. Stative für 1000 Euro und mehr sprechen aber natürlich insbesondere die Profis an.


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Eine ganz entscheidende Rolle bei einem guten Reise-Stativ spielt natürlich das Gewicht. Man fährt ja nicht immer mit dem Auto bis zum Spot und baut dort seine Ausrüstung auf. Oft muss die ganze Kameraausrüstung mitsamt Stativ stundenlang durch die Gegend oder gar einen Berg hinauf geschleppt werden. Hier muss also ein Kompromiss gefunden werden zwischen Gewicht, Packmaß, Größe und Stabilität. Natürlich steht die Kamera auf einem drei Kilo schweren Studio-Stativ im stärksten Wind stabiler als auf einem Reise-Stativ mit einem Kilo Gewicht. Nur: Wer will oder kann so einen Koloss einen Berg hinaufschleppen? Und wäre es nicht sogar eine Alternative, ganz auf das Stativ zu verzichten? In der Landschaftsfotografie ist ein Stativ absolute Pflicht. Wollt ihr wirklich außergewöhnliche Bilder schießen, geht kein Weg am Stativ vorbei. Diese Regel stammt aus unserem Blogbeitrag  Tipps für atemberaubende Landschaftsfotos. Doch wozu eigentlich ein Stativ? Das Stativ verhindert nicht nur Verwackler, sondern ermöglicht erst einen wirklich durchdachten Bildaufbau und natürlich Langzeitaufnahmen, etwa durch den Einsatz von  Grau- und Grauverlaufsfiltern.

⭐ Fototipp: Schaltet in jedem Fall den Stabilisator am Objektiv aus. Der Bildstabilisator kann auf dem Stativ zu unscharfen Bildern führen.

Fotograf mit Stativ

Landschaftsfotografie ohne Stativ? Das ist undenkbar. Hier bin ich mit dem Manfrotto 190CXPRO4 Carbon unterwegs

Grandiose Landschaftsfotos benötigen ein robustes und – ganz wichtig – gut bedienbares Stativ. Das ist unabdingbar. Ich sehe es auch auf meinen  Fotokursen immer wieder: Teilnehmer reisen zwar mit einer guten und teuren Kamera an, sparen aber beim Stativ sparen. Das ist etwa so, als würde man mit einem Porsche auf billigen China-Reifen versuchen, einen neuen Rekord auf der Nordschleife zu fahren. Mit einem wackeligen und schlecht zu bedienenden Stativ geht der Spaß an der Fotografie verloren. Doch bevor ich zur Übersicht über die besten Reise-Stativ komme, noch ein paar grundlegende Sachen.

Was darf ein gutes Reise-Stativ wiegen?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein gutes Reise-Stativ mit Stativkopf nicht mehr als etwa 1,5 Kilo wiegen sollte. Das ist für mich auf Reisen und langen Wanderungen das absolute Maximum. Ein leichtes Stativ muss nicht zwangsläufig wackeliger sein als eines, das deutlich schwerer ist. Mit dem Verhältnis Stabilität zu Gewicht steigt natürlich auch der Preis. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Kamera auch bei Wind und Wetter stabil auf dem Stativ steht. Nichts ist ärgerlicher als ein verpasstes Motiv im schönsten Abendlicht, weil die Kamera im Wind wackelt. Ich rate deshalb dringend zu einem Stativ aus Carbon. Das ist zwar teurer, die Vorteile gegenüber Aluminium sind aber immens. Einerseits wiegen Carbon-Stative ein paar hundert Gramm weniger als ihre Pendants aus Aluminium – und gerade bei längeren Touren zählt jedes Gramm. Ein befreundeter Outdoor-Sportler steckt tausende Euro in sein Fahrrad, um ein paar hundert Gramm Gewicht einzusparen. Wir Fotografen haben den Vorteil, dass der Aufschlag für Carbon bei einem Stativ in der Regel nur wenige hundert Euro beträgt und nicht Tausende. Der zweite große Vorteil von Carbon: Stative aus Carbon sind deutlich stabiler. Ihr merkt den Unterschied, wenn etwas Wind geht oder ihr das Stativ im Meer in der Brandung aufbaut. Viele Stative haben an der Mittelsäule auch einen Haken, an dem man ein Gewicht, etwa einen Rucksack, für zusätzliche Stabilität befestigen kannst.

⭐ Material: Carbon ist erste Wahl
⭐ Gewicht: maximal 1,5 Kilo

Welches Packmaß hat ein gutes Reise-Stativ?

Was bringt ein Stativ, dass man auf 1,80 Meter ausfahren kann, aber in keinen Rucksack passt? Das Packmaß ist neben dem Gewicht ein entscheidendes Kriterium. Ein gutes Reise-Stativ lässt sich sehr klein zusammenstecken und damit komfortabel im oder am Rucksack transportieren. Grundsätzlich gilt: Je mehr Beinsegmente das Stativ hat, welche ineinandergeschoben werden, desto kompakter ist das Stativ. Mehr Beinsegmente bedeuten allerdings prinzipiell auch mehr Instabilität. Ob das Stativ über einen Dreh- oder einen Klemmmverschluss verfügt, spielt keine Rolle. Das ist am Ende eine Frage des persönlichen Geschmacks. Mit beiden Systemen arbeitet man tadellos. Ein Packmaß von 50 cm sollte bei einem guten Reise-Stativ die oberste Grenze sein.

⭐ Packmaß: maximal 50 cm

Die maximale Arbeitshöhe

Die Arbeitshöhe eines Stativs darf nicht unterschätzt werden. Oftmals fehlen ein paar Zentimeter, um ein Motiv so abzulichten, wie man es sich vorstellt. Dasselbe gilt für die minimale Arbeitshöhe für bodennahe Aufnahmen. Beachtet, dass die Stabilität bei ausgefahrener Mittelsäule deutlich leidet, vor allem bei Wind oder in der Brandung im Meer. Entscheidend ist daher die Stativgröße ohne ausgefahrene Mittelsäule. Die Mittelsäule kommt wirklich nur zum Einsatz, wenn es fast windstill ist. Gerade in den Bergen oder am Meer ist das eben oft nicht der Fall. Ein gutes Reise-Stativ sollte schon mindestens auf 110 cm ausgefahren werden können.

⭐ Arbeitshöhe: mindestens 110 cm

Das kostet ein gutes Reise-Stativ

Ein gutes Reise-Stativ ist in der Regel nicht ganz billig. Prinzipiell gilt: Je teurer ein Stativ, desto besser. Ein Vermögen muss man aber nicht zwangsläufig ausgeben. Es gibt durchaus schon gute Stative für unter 100 Euro. Es kommt aber natürlich immer darauf an, was für eine Kameraausrüstung man verwendet. Für eine kleine DSLM mit einer normalen Brennweite benötigt man kein Stativ mit zehn Kilo Tragkraft. Umgekehrt sollte man keine Vollformat-DSLR mit Teleobjektiv auf ein Stativ schrauben, das nur für vier Kilo ausgelegt ist. Die Angaben der Hersteller zur Tragkraft sind ohnehin mit Vorsicht zu genießen. Legt ihr Wert auf Stabilität bei Wind und Wetter, wählt ihr ein Stativ mit einer hohen Tragkraft. Die Tragkraft sollte mindestens das Dreifache des Gewichts der Ausrüstung betragen, die ihr verwenden wollt.

Der Kugelkopf

Ein gutes Reise-Stativ sollte deine Kamera und dein schwerstes Objektiv ohne Probleme halten. Entscheidend ist aber auch der Stativkopf. Auch hier gilt: Die Herstellerangaben sind mit Vorsicht zu genießen. Ihr solltet immer einen deutlichen Puffer nach oben einbeziehen. Ich habe lange mit einem Kugelkopf aus dem Hause Sirui gearbeitet – genauer gesagt mit dem  Sirui K-20X Stativkopf*. Mit einem Gewicht von 400 Gramm und einem Ladegewicht von 25 Kilo nimmt der Kugelkopf eine Canon 5D Mark III oder eine Nikon D810 mit aufgesetztem 70-200 f2.8 ohne Probleme auf. Die Handhabung des Kugelkopfs ist ausgezeichnet und weder Schmutz noch Meerwasser konnten dem Kugelkopf im Laufe der Jahre etwas anhaben. Den Kugelkopf gibt es in vier Stärken von einem Ladegewicht von 20 bis 35 Kilo. Wenn ihr sehr lange Brennweiten und sehr lichtstarke Objektive nutzt, etwa für die Tierfotografie, rate ich zu den größeren Modellen. Leider steigt damit auch das Gewicht. Heute arbeite ich überwiegend mit dem  Gitzo GH1382TQD*. Der Kugelkopf ist hervorragend verarbeitet und hat einige spannende Features – er kostet aber auch eine Stange Geld und richtet sich daher eher an professionelle Fotografen.

Mein Stativ-Tipp, wenn Geld keine Rolle spielt

Aktuell nutze ich das Gitzo Traveler GT1545T* mit dem Stativkopf  Gitzo GH1382TQD* (im Set gibt es das Gitzo mit dem Stativkopf hier* günstiger). Zusammen wiegt die Kombination rund 1,5 Kilo. Das ist für mich die Grenze, die ein gutes Reise-Stativ mit Stativkopf wiegen darf. Dafür ist das Stativ wirklich extrem stabil und – wie man es für diesen Preis auch erwarten kann – absolut perfekt verarbeitet. Das kleine Packmaß und die vergleichsweise große Maximalhöhe sprechen ebenfalls für das Gitzo. Angesichts des hohen Preises ist das Stativ aber wirklich nur für sehr ambitionierte Hobbyfotografen oder Profis geeignet. Je nach Anbieter kostet alleine das Gitzo-Stativ im Internet 500 bis 600 Euro, im Ladengeschäft mehr. Der Kugelkopf schlägt noch einmal mit rund 250 Euro zu Buche. Das ist sehr viel Geld, aber eine Investition, die sich lohnt. Gitzo empfiehlt die Kombination für Vollformat-DSLRs mit einem Objektiv bis 200mm Brennweite. Ich nutze die Kombi aber sogar mit einem 400mm-Objektiv und kann sagen: Das Gitzo hälten trotz des moderaten Gewichts felsenfest. Wenn Geld keine Rolle spielt, kann man bedenkenlos beim Gitzo Traveler zugreifen. Die teils kritischen Bewertungen bei Amazon kann ich persönlich in keinster Weise nachvollziehen. Vielleicht liegt das an den extrem hohen Erwartungen bei dem Preis? Ich habe jedenfalls noch kein Stativ in der Hand gehalten, dass dermaßen kompakt und leicht und gleichzeitig so stabil ist. Zudem ist die Verarbeitung über jeden Zweifel erhaben. Meine Erfahrungen mit dem Gitzo Traveler findest du hier im  Testbericht.

Mein Stativ-Tipp, wenn Geld DIE entscheidende Rolle spielt

Der krasse Gegensatz zum über 1000 Euro teuren  Gitzo Traveler GT1545T ist das Walimex Reisestativ Basic für rund 25 Euro. Für den niedrigen Preis ist das Stativ völlig okay. Eine sehr gute Alternative ist das Manfrotto Compact Light*, das mit rund 50 Euro zu Buche schlägt. Das Manfrotto ist etwas schwerer, aber auch etwas stabiler und verfügt zudem über einen besseren Stativkopf. Gelegenheitsnutzer mit einer leichten Kamera wie der  Sony Alpha 5000 oder der  Sony Alpha 6000 machen mit dem Manfrotto-Stativ nichts falsch. Für ein paar Euro mehr gibt es mit dem → Neewer Kohlefaser 168* bereits ein recht gutes Carbon-Stativ.

Empfehlenswerte Reise-Stative im Überblick

Ein gutes Reise-Stativ muss kein Vermögen kosten – nach oben hin gibt es aber wie immer kaum Grenzen. Im folgenden stelle ich euch Reise-Stative für jeden Anspruch und jeden Geldbeutel vor, die wirklich allesamt sehr empfehlenswert sind. Und wie bereits gesagt: Ab einer gewissen Preisklasse, ich würde sagen schon ab etwa 150 Euro, gibt es keine schlechten Stative mehr. Das sind dann oft nur noch (mitunter aber wichtige) Details, die den Unterschied machen.

Empfehlenswerte Reise-Stative bis 100 Euro

Manfrotto Compact LightCullmann Nanomax 400TNeewer Kohlefaser 168
Gewicht820 Gramm860 Gramm1520 Gramm
MaterialAluminiumAluminiumCarbon
inklusive Stativ-Kopfjajaja
Packmaß40cm30cm45cm
Maximale Arbeitshöhe131cm86cm168cm
Zuladung1,5 Kilo2,5 Kilo12 Kilo
Preis45 Euro50 Euro90 Euro
Geeignet fürKompaktkameras und DSLMs mit normalen BrennweitenKompaktkameras und DSLMs mit normalen BrennweitenKompaktkameras und DSLMs mit normalen Brennweiten
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Empfehlenswerte Reise-Stative bis 200 Euro

Cullmann 55456 “MUNDO” 522TCRollei C5i CarbonRollei Compact Traveler No. 1 Carbon
Gewicht1020 Gramm1340 Gramm980 Gramm
MaterialCarbonCarbonCarbon
inklusive Stativ-Kopfjajaja
Packmaß32cm44cm33cm
Maximale Arbeitshöhe136cm159cm142cm
Zuladung5 Kilo8 Kilo8 Kilo
Preis180 Euro190 Euro200 Euro
Geeignet fürDSLMs und kleine DSLRs mit normalen BrennweitenDSLMs und kleine DSLRs mit normalen BrennweitenDSLMs und kleine DSLRs mit normalen Brennweiten
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Empfehlenswerte Reise-Stative bis 400 Euro

Cullmann 55466 “MUNDO” 525MCSirui ET-1204/E-10 Easy Traveler (E-10 Kopf)Benro FTA19CV0 Travel Angel
Gewicht1360 Gramm1040 Gramm1450 Gramm
MaterialCarbonCarbonCarbon
inklusive Stativ-Kopfjajaja
Packmaß46cm42cm39cm
Maximale Arbeitshöhe160cm139 cm150cm
Zuladung8 Kilo8 Kilo8 Kilo
Preis220 Euro350 Euro360 Euro
Geeignet fürVollformat-DSLRs mit TeleobjektivenVollformat-DSLRs mit TeleobjektivenVollformat-DSLRs mit Teleobjektiven
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Empfehlenswerte Reise-Stative über 400 Euro

Sirui T-2205X Traveler (ohne Stativkopf)Feisol CT-3441SB Rapid mit Kopf CB-40DGitzo Traveler GT1545T mit Kopf GH1382TQD
Gewicht1230 Gramm1570 Gramm1450 Gramm
MaterialCarbonCarbonCarbon
inklusive Stativ-Kopfneinjaja
Packmaß38cm43cm42,5cm
Maximale Arbeitshöhe143cm184cm164cm
Zuladung Stativ12 Kilo10 Kilo10 Kilo
Zuladung Kugelkopf15 Kilo11 Kilo
Preis400 Euro530 Euro750 Euro
Geeignet fürVollformat-DSLRs mit TeleobjektivenVollformat-DSLRs mit TeleobjektivenVollformat-DSLRs mit Teleobjektiven
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Empfehlenswerte Einbeinstative

Ein normales Stativ kann ein Einbeinstativ nicht ersetzen. In speziellen Situationen kann ein Einbeinstativ aber sehr hilfreich sein. Sportfotografen etwa nutzen oft Einbeinstative. Zum einen sind Einbeinstative eine große Hilfe im Umgang mit den schweren Teleobjektiven. Zum anderen ist man mit Einbeinstativen sehr flexibel im Umgang. Natürlich sind Einbeinstative ein Kompromiss. Die Belichtungszeit kann nicht beliebig lang sein, aber oft ist einem ja schon geholfen, wenn man etwas stärker abblenden oder den ISO-Wert etwas nach unten drehen kann. Selbst in der Landschaftsfotografie kann ein Einbeinstativ Sinn machen. Etwa, wenn extremer Wind herrscht und auch mit einem normalen Stativ keine langen Belichtungszeiten mehr möglich sind. Es gibt noch zwei weitere Vorteile: Einbeinstative sind natürlich aufgrund der Bauweise sehr leicht und in der Regel auch deutlich günstiger als normale Stative.

Walimex Pro WT-1003 BasicRollei City Traveler MonoSirui P-326
Gewicht372 Gramm220 Gramm450 Gramm
MaterialAluminiumCarbonCarbon
inklusive Stativ-Kopfneinneinnein
Packmaß55cm44,5cm39cm
Maximale Arbeitshöhe171cm166cm155cm
Zuladung Stativ3 Kilo3 Kilo10 Kilo
Preis20 Euro70 Euro100 Euro
Geeignet fürKompaktkameras und DSLMs mit normalen BrennweitenKompaktkameras und DSLMs mit normalen BrennweitenVollformat-DSLRs mit Teleobjektiven
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Das Stativ muss einfach zu dir passen

Ihr seht schon, es gibt viele gute Reise-Stative in allen Preisklassen. Neben den oben aufgefüherten gibt es natürlich noch viele andere empfehlenswerte Reise-Stative (unter anderem gibt es auch die oben genannten Stative auch in anderen Ausführungen). Im Prinzip macht man nichts falsch, wenn man sich für einen bekannten Markenhersteller entscheidet. Trotzdem sollte man auf die Details achten. Einige Funktionen sind für den einen sinnvoll, für den anderen nicht. Ganz entscheidend ist immer der Einsatzzweck. Wie schon gesagt, benötigt man für eine kleine DSLM nicht unbedingt ein Stativ mit zehn Kilo Traglast. Umgekehrt verlangen große schwere Kameras auch nach einem robusten Stativ. Wichtig für Fotografen auf Reisen ist, dass sich das Stativ schnell und einfach bedienen lässt und kompakt und leicht ist. Ein guter Kugelkopf ist dafür unerlässlich und die Stativbeine sollten sich frei in alle Richtungen und Winkel bewegen lassen.

Welches Stativ ist nun das Beste? Das sind unsere Testsieger

Ihr habt es oben ja sicher schon rausgelesen: Unser persönlicher Stativ-Testsieger in der Profi-Klasse ist das Gitzo Traveler GT1545T* mit dem Stativkopf  Gitzo GH1382TQD* (im Set günstiger*). Das Stativ ist sehr teuer, aber auch für die Ewigkeit gebaut (bei entsprechender Pflege. Insbesondere Salzwasser ist kritisch). Geht doch einmal was kaputt, lässt sich jedes Teil problemlos tauschen.

Unser Preis-Leistungs-Tipp in der Profi-Klasse ist das  Feisol CT-3441SB Rapid*. Feisol gibt drei Jahre Garantie und natürlich gibt es auch Ersatzteile, sollte einmal etwas kaputt gehen (das ist bei so teuren Stativen immer wichtig).

Unser persönlicher Top-Tipp für Hobby-Fotografen, die kein Vermögen ausgeben wollen, aber für viele Jahre ein vernünftiges Stativ haben wollen, ist das Sirui ET-1204/E-10 Easy Traveler*. Für knapp 300 Euro bekommt man hier ein sehr solides Carbon-Stativ, das kaum Wünsche offen lässt.

Schließlich haben wir noch einen Stativ-Testsieger für Sparfüchse: Für unter 100 Euro ist das Neewer Kohlefaser 168* ein echter Preistipp. Klar, dass Verarbeitung und Bedienung nicht mit den teuren Profi-Stativen mithalten können. Aber wer das Stativ nur gelegentlich mit seiner kleinen DSLM nutzt, wird hier seine Freude haben.

Wir hoffen, dir mit unserer Stativ-Kaufberatung ein wenig geholfen zu haben. Wenn du noch Fragen hast zum Thema Reise-Stative – einfach fragen :-)

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25 replies
  1. Julia says:

    Hallo Florian,
    ich benutzte für meine Reisen immer ein Einbeinstativ für meine Aufnahmen. Allerdings kann dieses in manchen Situation natürlich kein Dreibeinstativ ersetzen. Daher bin ich sehr froh über deinen Beitrag und ich werde mich nun ausgiebig über die Stative informieren. Ich denke da wird etwas passendes bei deiner Auswahl für mich dabei sein!
    Vielen lieben dank und weiter so!
    Liebe Grüße

    Reply
  2. Andreas says:

    Hallo, ich nutze ebenfalls schon seit langem Manfrotto und wurde noch nie enttäuscht. Bis jetzt hatte ich noch nie Probleme und ich hoffe das bleibt so :D
    Vielen Dank für die tollen Artikel!
    Liebe Grüße
    Andreas

    Reply
  3. Rainer Heim says:

    Hallo,
    keine Erfahrung mit Feisol?
    In meinem Fall suche ich nach einem Reisestativ für eine Mittelformatkamera (Pentax 645D/Z), Gewicht maximal 2.5Kg, 200-300mm Brennweite max. Der Kopf muss Arca-Swiss kompatible Wechselplatten aufnehmen können. Derzeit benutze ich einen Sirui K-30X, d.h. der K-20X wäre wohl eine gute Lösung.
    Das Stativ will ich an meinem Evoc Rucksack außen befestigen, zum Wandern und Fahrradfahren. Sinnvoll wäre ein Stativ, bei dem ich die Beine über den Kopf schlagen kann, um Packmaß zu sparen. Einschränkungen bei der Aufnahmehöhe werde ich in Kauf nehmen.

    Gruß,
    Rainer

    Reply
    • Florian Westermann says:

      Servus Rainer,

      ja, bei den Feisol kämen auch einige in Frage! An deiner Stelle würde ich auf jeden Fall etwas robusteres nehmen mit mindestens zehn Kilo Traglast. Wenn die Gitzos nichts sind, dann schau dir doch wirklich mal das Feisol CT-3441SB Rapid mit dem Kugelkopf CB-40D an. Das ist auch Arca-Swiss kompatibel, sehr kompakt und mit knapp 1,6 Kilo noch gut zu transportieren.

      Viele Grüße
      Florian

      Reply
  4. Michael says:

    Eine sehr hilfreiche Auflistung und Einschätzung! Es ist sehr hilfreich das Gewicht, Material, Packmaß, Arbeitshöhe und Zuladung in Tabellenform zu sehen. Habe mir letzte Woche ein zu schweres gekauft (ca. 2kg) und habe jetzt nochmal zwei aus deiner Liste nachgeordert. Vielen vielen Dank. Hat mit einen Tag Arbeit gespart :)

    Reply
  5. Michael says:

    Frage: Ist in einer der obigen Tabellen ggf. ein kleiner Fehler? Beim Cullmann (160cm Arbeitshöhe) wird auf der Amazon Seite ein Packmaß von 45,5cm angegeben. In deiner Tabelle stehen 32cm (vom kleineren Cullmann?)
    Sonst top Auflistung. Danke!!

    Reply
  6. Maria says:

    Danke für den interessanten Beitrag.
    Möchte darauf hinweisen, dass das BONFOTO B671C mittlerweile 137€ kostet. Superhrmpf!
    Mir ist mein eigentlich sehr robust wirkendes Drei-Bein-Stativ von HAMA mal von ner Klippe gefallen (good-bye Kamera), windbedingt. Nun sitze ich hier und weiß nicht, was ich kaufen soll.
    Hast du denn einen anderen, aktuelleren Tipp für ein Stativ unter 100?
    Beste Grüße!

    Reply
    • Florian Westermann says:

      Hi Maria,

      ich mache regelmäßig Updates. Beim nächsten Mal aktualisiere ich das. Aber Bedenke auch, ein Stativ ist dir viele Jahre ein treuer Begleiter, eigentlich kommt es da auf ein paar Euro nicht an.

      Viele Grüße
      Florian

      Reply
  7. Eik says:

    Hallo Florian

    Danke für die schöne Übersicht. Ich bin dabei mir auch ein Reisestativ zuzulegen. Auch wenn es mit viel grösserem Aufwand verbunden ist, gibt es doch Situationen wo man es gebrauchen kann. Da ich gerade mit einer Sony RX-10 MK3 unterwegs bin (warum fehlt diese eigentlich bei deinen Kamera Empfehlungen, für mich eine super Allround Kamera) suche ich nach einen leichten, günstigen Stativ. Daher wären die 3 Empfehlungen unter 100 EUR interessant. Weisst du ob man bei den die Kugelköpfe entfernen kann und seinen eigenen anbringen kann? Ich glaube am ehesten würde ich mich für das CULLMANN Nanomax 400T entscheiden.

    Danke für die Info und Grüsse
    Eik

    P.S. Wenn du den Peak Design Capture Clip noch nicht kennst, schau dir diesen mal an. So kann man die Kamera bequem am Rucksack befestigen und kommt immer ran. Für mich neben der RX-10, die Beste Anschaffung.
    https://www.peakdesign.com/capture

    Wenn du ebenfalls an Reisegeschichten und Fotos aus ller elt interessiert bist, schau gern mal auf unseren Blog vorbei
    https://dreamtime.gallery

    Reply
  8. alex says:

    Hallo, ich habe eine Nikon Vollformat und nutze sie noch auf mein altes Stativ von Rollei. Natürlich wird die Verbindung von Kamera zum Stativ schnell locker. Das nervt. Auch die Drehknöpfe an den Beinen verschleißen schnell :-( Es gibt wohl kein billigeres gutes Reisestativ für mich? Ich habe nun das Cullmann was hier angegeben wurde, schon angesehen. 207,58 Euro. Wird die Platte auch ausleiern oder habe ich mit dem Stativ mehr Glück?
    Ich wäre um Rat dankbar was ich nehmen sollte. (Clips an Beinen anstatt drehen finde ich besser. Am Strand und Co werden diese dreckig und nass und dann ist nichts mehr mit verstellen der Beine. Das nervt mehr und mehr).
    DANKE
    gruss
    alex

    Reply
    • Florian Westermann says:

      Hi Alex,

      nun, Vollformat wiegt ja einiges (auch als DSLM) und da braucht man schon ein robustes Stativ. Mein Top-Tipp ist noch immer das Gitzo. Aber natürlich will nicht jeder 700 Euro für ein Stativ ausgeben. Sicher ist es aber so, dass der Preis sehr viel über die Qualität aussagt. Für 100 Euro gibt’s schon brauchbare Stative. Wer aber wirklich viel unterwegs ist mit dem Stativ, sollte mehr investieren (das gilt insbesondere für schwere Kameras/ Objektive).

      Ein Problem ist insbesondere Salzwasser. Kommt das Stativ damit in Berührung, muss es danach schnellstmöglich mit Süßwasser abgespült und in der Regel auch auseinander gebaut und gründlich gereinigt werden. Das betrifft alle Stative.

      Was du am Ende bereit bist auszugeben, musst du entscheiden. Für 200 Euro bekommst du ein besseres Stativ als für 100 Euro, für 300 ein besseres als für 200 Euro, etc.

      Viele Grüße
      Florian

      Reply
  9. Andreas Beckert says:

    Hallo Flo,
    vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Top.
    Allerdings solltest du nochmal den Link auf das Stativ Bonfoto im Abschnitt
    “Mein Stativ-Tipp, wenn Geld DIE entscheidende Rolle spielt”. Da hast du dich wohl etwas verklickt beim verlinken ;-)
    VG
    Andreas

    Reply

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