Sizilien – Tag 6 – Caltabellotta

Unser Ziel heute Morgen: die Scala dei Turchi, die Türkische Treppe. In der Dunkelheit suchen wir eine Ewigkeit nach einem Weg nach unten. Als wir ihn finden, ist er noch verschlossen. Uns bleibt nichts anderes übrig, als am Strand entlangzulaufen. Wir haben Glück, dass es nicht regnet. Am Himmel türmen sich nämlich schon riesige Wolken in die Höhe.

Türkische Treppe

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Türkische Treppe

Türkische Treppe

Um so spektakulärer wird der Sonnenaufgang, der die imposante Kalksteinformation in kühles Licht taucht. Wir sitzen noch eine ganze Weile weit oben über dem Meer und lauschen der Brandung. Inzwischen tummeln sich hier auch immer mehr Menschen. Höchste Zeit, die Wanderschuhe gegen Badesachen zu tauschen und ins kühle Nass zu springen.

Der Himmel zieht immer stärker zu und wir entschließen, weiter in Richtung Westen zu fahren. Viel besser sieht es hier aber auch nicht aus. Trotzdem wandern wir eine Weile barfuß am Strand entlang – bis und plötzlich ein richtiges Unwetter überrascht. Blitze zucken am Himmel, der Wind peitscht uns den Regen ins Gesicht. Wir suchen Schutz unter dem Vordach einer kleinen Strandhütte, aber lange halten wir es nicht aus – inzwischen ist es merklich kälter geworden. 

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Wir erreichen unser Auto unversehrt und nutzen das schlechte Wetter für einen Abstecher zu den rund 15 Kilometer von Agrigento entfernten Vulcanelli: blubbernde “Schlammvulkane”, die besonders nach Regenfällen aktiv sind. Nach einem kurzen Fußmarsch durch schlammiges Gelände erreichen wir das etwa ein Hektar große Gebiet. Überall blubbert es, die Vulcanelli arbeiten offenbar auf Hochtouren und ziehen uns schnell in ihren Bann.

Schlammvulkane

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Auf unserer To-Do-Liste steht heute Abend das auf fast 1.000 Metern Höhe gelegene Bergdorf Caltabellotta. Nach unserer Odyssee auf dem Weg zum Monte Scuderi parken wir das Auto weit unten in dem Örtchen neben dem Fußballplatz und machen uns zu Fuß durch enge Gassen auf den Weg zum Kastell mit Blick über das Dorf. Doch leider sind die Tore der Burg schon verschlossen. Uns bleibt nichts anderes übrig, als den Stadort zu wechseln – auch von hier haben wir schließlich einen tollen Ausblick. 

Caltabellotta

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