Die Top 10 Nationalparks in den USA

Das sind die beliebtesten Nationalparks der USA

Jährlich strömen Millionen Besucher in Amerikas Nationalparks

307 Millionen Besucher zählten die vom National Park Service verwalteten Parks und die weiteren Schutzgebiete wie nationale Denkmäler (National Monuments) oder historische Parks in den USA im Jahr 2015. Als erster Nationalpark der Vereinigten Staaten und zugleich weltweit wurde der Yellowstone 1872 gegründet. Obwohl sicher einer der beeindruckendsten Nationalparks der USA – viele sprechen gar vom schönsten -, ist der Yellowstone Nationalpark nicht der Park mit den meisten Besuchern. Auf Rang eins landet der Great Smoky Mountains Nationalpark in den Appalachen auf dem Gebiet der US-Bundesstaaten North Carolina und Tennessee. Hier gibt es die komplette Liste.

Die Top 10 der Nationalparks in den USA (2015)

  1. Great Smoky Mountains NP (10,7 Millionen Besucher)
  2. Grand Canyon NP (5,5 Millionen Besucher)
  3. Rocky Mountain NP (4,2 Millionen Besucher)
  4. Yosemite NP (4,2 Millionen Besucher)
  5. Yellowstone NP (4,1 Millionen Besucher)
  6. Zion NP (3,6 Millionen Besucher)
  7. Olympic NP (3,3 Millionen Besucher)
  8. Grand Teton NP (3,1 Millionen Besucher)
  9. Acadia NP (2,8 Millionen Besucher)
  10. Glacier NP (2,4 Millionen Besucher)

Übrigens: Innerhalb des National Park Service ist das noch nicht die Spitze. Mit 15,1 Millionen Besuchern im Jahr 2015 ist der Blue Ridge Parkway, eine als National Scenic Byway ausgewiesene Panoramastraße, die meistbesuchte Sehenswürdigkeit innerhalb der vom National Park Service verwalteten Nationalparks und Schutzgebiete. Knapp 15 Millionen Besucher zählte die Golden Gate National Recreation Area in San Francisco. Auf Rang drei kommt dann der Great Smoky Mountains Nationalpark.

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Der beliebteste Nationalpark der USA: Great Smoky Mountains

Die Great Smoky Mountains liegen in den Appalachen in den US-Bundesstaaten North Carolina und Tennessee. Bekannt ist der Park vor allem für seine Tierwelt und den dichten Wald, der zu den ältesten Wäldern der Erde gehört. Ganz nebenbei handelt es sich auch um das größte Urwaldgebiet im Osten der USA. Die Besucherströme konzentrieren sich auf die größeren Straßen in dem Park. Wer die Hauptstraßen verlässt, hat gute Chancen, tagelang alleine unterwegs zu sein. Mit etwas Glück bekommt man dabei sogar Schwarzbären zu sehen. Die Hauptattraktion für viele Besucher ist sicher der Clingmans Dome, die mit 2025 Metern höchste Erhebung der Great Smoky Mountains. Zu erreichen ist der dicht bewaldete Gipfel über gut ausgebaute Wanderwege. Der Blick vom Aussichtsturm auf dem Clingmans Dome über die unendliche Weiten der Great Smoky Mountains ist atemberaubend. Wer die Einsamkeit liebt, sollte dieses Programmpunkt allerdings meiden.

Clingmans Dome im Great Smoky Mountains Nationalpark

Blick von Clingmans Dome im Great Smoky Mountains Nationalpark – Foto: NPS

Nummer 2 der beliebtesten Nationalparks in den USA: Grand Canyon

Wer an die großen Nationalparks der USA denkt, hat sicher den Grand Canyon vor Augen. Auch wenn der Grand Canyon in der Rangliste der zehn meistbesuchten Nationalparks in den USA “nur” an zweiter Stelle steht, kennt jedes Kind die imposante Schlucht, die der Colorado River in den vergangenen fünf Millionen ins weiche Gestein gefressen hat. Hauptanlaufstelle für die meisten Besucher ist der südliche Teil, der sogenannte South Rim (zum Bericht). Wer den Grand Canyon das erste Mal mit eigenen Augen erblickt, wird aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Das südliche Besucherzentrum ist auch wegen der relativ günstigen Verkehrsanbindung nach Las Vegas natürlich sehr überlaufen. Wer sich allerdings nicht zu schade ist, ein wenig am Canyonrand entlang zu wandern oder gar in den Canyon abzusteigen, lässt einen Großteil der Besucher schon weit hinter sich. Sehr empfehlenswert sind auch die Campingplätze rund um das Besucherzentrum. Wem das alles zuviel Trubel ist, sollte den nördlichen Teil der Schlucht ansteuern, das sogenannte North Rim. Wegen der viel weiteren Wege ist hier deutlich weniger los. Sehr einsam gelegen ist der Toroweap Point (zum Bericht). Es ist eine der engsten Stellen im Grand Canyon. Die Felswände fallen hier 800 Meter senkrecht ab und stehen sehr nahe beieinander. Der Toroweap Point ist quasi das Superlativ des Grand Canyon. Die Anfahrt ist allerdings sehr beschwerlich und der kleine Campingplatz sollte Monate im Voraus reserviert werden. Wer lange und anspruchsvolle Wanderungen liebt, sollte sich den Nankoweap Trail (zum Bericht) merken. Der Nankoweap Trail führt stundenlang hoch in der Canyonwand entlang, bevor es in den Canyon hinabgeht. Für die Wanderung solltet ihr den Wetterbericht unbedingt checken (Gewitter können hier fatal sein), zwei bis drei Tage einplanen und euch ein Permit besorgen. Absolut sehenswert ist auch das Reservat der Havasupai-Indianer (zum Bericht). Das Reservat liegt nicht im Verwaltungsgebiet des Nationalparks, ist aber ein weiteres Highlight im Grand Canyon. Zu erreichen ist das Havasupai-Reservat über einen rund 20 Kilometer langen Trail, der in den Grand Canyon hinabführt.

Toroweap Point Grand Canyon

Der Grand Canyon ist einer der bekanntesten Nationalparks in den USA. Das Foto entstand am Toroweap Point

Nummer 3 der beliebtesten Nationalparks in den USA: Rocky Mountains

Der Nationalpark Rocky Mountain im US-Bundesstaat Colorado bedeckt fast eine Fläche von 1.100 Quadratkilometern. Wer nur wenige Tage Zeit hat, um den Park zu erkunden, sollte sich auf die Höhepunkte konzentrieren. Das bekannteste Highlight ist sicher die Trail Ridge Road, an der man zahlreiche Aussichtspunkte ansteuern und viele Wanderungen in die Wildnis starten kann. Auf keinen Fall verpassen sollte man auch den Bear Lake. In weniger als einer halben Stunde ist der kleine See in faszinierender Landschaft umrundet. Wer schon am Bear Lake ist, sollte unbedingt auch noch den Abstecher zum Emerald Lake machen. Beide Wanderungen sind als einfach einzustufen und auch für Kinder geeignet. Ein sehr beliebtes Ziel in den Rocky Mountains sind auch die Alberta Falls, die im dichten Wald in die Tiefe stürzen. Auf Einsamkeit darf man an den genannten Spots aber nicht hoffen. Wer Ruhe sucht, muss weiter in den Park vordringen.

Bera Lake im Rocky Mountain Nationalpark

Bera Lake in den Rocky Mountains – Foto: NPS

Nummer 4 der beliebtesten Nationalparks in den USA: Yosemite

Der Yosemite Nationalpark gehört sicher zu den eindrucksvollsten der USA. Für einen Besuch sollte man schon einige Tage einplanen, da es so viel zu entdecken gibt. Ein absolutes Highlight ist die Rundwanderung über den Four-Mile-Trail und den Panorama-Trail (zum Bericht). Für die anstrengende Wanderung sollte man etwa zehn Stunden einplanen. Belohnt wird man mit wahnsinnig tollen Aussichten auf das Yosemite Valley und den bekannten Half Dome, den Sentinal Rock und El Capitan. Außerdem kommt man an mehreren großen Wasserfällen wie den Yosemite Falls vorbei. Im Sommer führen die Wasserfälle allerdings kaum oder kein Wasser. Auch der Half Dome selbst ist ein beliebtes Ziel. Die Besteigung des 2.693 Meter hohen Berges ist allerdings nichts für Freizeitwanderer. Hier sind Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit absolute Pflicht. Auch der kürzeste Weg über den Mist Trail vom Yosemite Valley bis zum Gipfel ist mit knapp 23 Kilometern und fast 1.500 Höhenmetern eine enorme Herausforderung. Außerdem benötigt man ein Permit. Wer nicht ganz so hoch hinaus will, findet im Yosemite Valley auch viele leichte Wanderungen.

Yosemite Nationalpark

Der Yosemite beeindruckt mit tiefen Tälern und markanten Bergen

Nummer 5 der beliebtesten Nationalparks in den USA: Yellowstone

Für viele ist der Yellowstone Nationalpark der schönste der USA. Außerdem ist der 1872 gegündete Park der älteste der Welt und mit knap 9000 Quadratkilometern einer der größten der USA. Um den Park im US-Bundesstaat Wyoming zu erkunden, sollte man schon einige Tage einplanen. Auch, weil die Anreise zum Yellowstone recht langwierig ist. Bekannt ist der Park für seine mehr als 300 Geysire, die Becken mit kochendem Wasser oder Schlamm und die erstaunliche Artenvielfalt der Wildtiere. Der Old Faithful ist der bekannteste Geysir im Yellowstone-Gebiet. Der Old Faithful bricht alle 90 Minuten für 1,5 bis 5 Minuten aus und sprüht das Wasser bis zu 55 Meter in die Höhe. Auf Postkarten immer wieder zu sehen ist auch Grand Prismatic Spring, die größten Thermalquelle der USA.

Grand Prismatic Spring im Yellowstone Nationalpark

Grand Prismatic Spring im Yellowstone – Foto: NPS

Nummer 6 der beliebtesten Nationalparks in den USA: Zion

Der Zion platzt im Sommer aus allen Nähten. Kein Wunder, bietet der Park im US-Bundesstaat Utah doch jedem etwas. Ein absolutes Hughlight ist die Wanderung in die Narrows. Der Virgin River hat hier in Jahrmillionen eine tiefe Schlucht in den Fels gegraben. Wenn der Fluß nicht zu hoch ist, kann man kilometerweit in den Canyon hineinwandern. Man sollte sehr früh aufbrechen, da die Virgins bei gutem Wetter hunderte Wanderer anlocken. Immer wieder muss der Fluss gequert werden. Das Ziel der meisten Wanderer ist die sogenannte Wall Street (zum Bericht). Hier stehen die Canyonwände sehr eng beieinander und ragen hunderte Meter in die Höhe. Wer lieber hoch hinaus will, erklimmt Angels Landing (zum Bericht) oder den Observation Point (zum Bericht). Abseits vom Schuss findet sich die Subway. Man benötigt allerdings ein Permit und einiges an Kondition, um die nach oben hin offene Röhre zu erreichen.

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Narrows im Zion Nationalpark

Die Narrows gehören zu den Hauptattraktionen im Zion

Nummer 7 der beliebtesten Nationalparks in den USA: Olympic

Der Olympic Nationalpark in Washington ist für seine faszinierende Bergwelt und die beeindruckenden Küsten bekannt. Wer das Meer liebt, wird Ruby Beach vergöttern. Von Hurricane Ridge hat man wohl den schönsten Blick über den Olympic Nationalpark. Im Sommer ist die Straße allerdings ständig verstopft. Früh losfahren lohnt sich also.

Olympic Nationalpark

Der Olympic Nationalpark ist für seine schroffen Küsten bekannt – Foto: NPS

Nummer 8 der beliebtesten Nationalparks in den USA: Grand Teton

Ganz in der Nähe des Yellowstone findet sich der Grand Teton Nationalpark. Die Wildtiere, die unendlichen Weiten, die Seen und die Gebirge machen diesen Park so einzigartig. Wer den Park das erste Mal besucht, sollte unbedingt den 42-Mile Scenic Loop Drive fahren. Die Strecke bietet wunderschöne Ausblicke auf das Gebirge der Tetons und die umliegende Landschaft.

Grand Teton Nationalpark

Der Grand Teton Nationalpark – Foto: NPS/Gwen Gerber

Nummer 9 der beliebtesten Nationalparks in den USA: Acadia

Der Acadia Nationalpark an der Küste von Maine ist berühmt für seine zerklüftete Felsküste und die raue Landschaft mit Bergen und Seen. Vom Cadillac Mountain hat man eine unglaubliche Rundumsicht über Seen, Berge und das Meer. Die Park Loop Road bietetviele schöne Aussichtspunkte und Wanderwege. Auf dem Beehive Trail kommen Bergfans auf ihre Kosten. Der Blick von oben ist fantastisch, einige Stellen des Weges sind aber steil und etwas heikel.

Herbst im Acadia Nationalpark

Herbst im Acadia National Park – Foto: NPS

Nummer 10 der beliebtesten Nationalparks in den USA: Glacier

Der Glacier Nationalpark liegt im Hochgebirge der Rocky Mountains. Der Park geht auf kanadischer Seite weiter und heißt hier Waterton-Lakes-Nationalpark. Glasklare Bergseen, Schnee und Eis und imposante Gipfel prägen das Bild des Glacier Nationalparks. Besonders eindrucksvoll ist die Going-to-the-Sun Road, von der aus man faszinierende Blicke auf die Gletscher und Berge erhascht. Natürlich ist der Park auch ein Eldorado für Wanderer und Bergsteiger.

Glacier Nationalpark

Im Glacier Nationalpark kommen Outdoor-Fans voll auf ihre Kosten – Foto: NPS

 

Karte der zehn beliebtesten Nationalparks der USA

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Top-10 Nationalparks in den USA

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Zion Nationalpark: 37.207793, -112.979965
Grand Canyon Nationalpark: 36.052233, -112.105694
Great Smoky Mountains Nationalpark: 35.610499, -83.427944
Rocky Mountain Nationalpark: 40.446631, -105.754910
Yellowstone Nationalpark: 44.414358, -110.578423
Yosemite Nationalpark: 37.740200, -119.574509
Olympic Nationalpark: 47.773637, -123.436890
Grand Teton Nationalpark: 43.800733, -110.683136
Acadia Nationalpark: 44.376672, -68.239517
Glacier Nationalpark: 48.750568, -113.795013

Der National Park Service feiert 2016 seinen 100. Geburtstag

Der National Park Service feierte 2016 übrigens sein 100-jähriges Bestehen. Die United States Mint prägte anlässlich des Jubiläums drei Sondermünzen. Neben einer Fünf-Dollar-Goldmünze und einer Ein-Dollar-Silbermünze kommt auch eine Half-Dollar-Münze in den Umlauf. Die Goldmünze hat Theodore Roosevelt und John Muir sowie den Half Dome im Yosemite als Motiv und schlägt – abhängig vom aktuellen Goldpreis – aktuell mit 430 Dollar zu Buche. Mit 50 Dollar ist die Ein-Dollar-Silbermünze deutlich günstiger. Als Motiv wurden der Geysir Old Faithful im Yosemite sowie eine Folklore-Tänzerin gewählt. Für 25 Dollar wird die Half-Dollar-Münze aus einer Nickel-Kupfer-Legierung mit dem Logo des National Park Service angeboten.

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