Schottland Roadtrip Tag 7 – Fairy Pools & Kilt Rock

Die Fairy Pools: ein Top-Fotospot auf der Isle of Skye

Von den Fairy Pools zum Kilt Rock

Wir wachen am Morgen auf und sind ganz verwirrt. Ein bestimmtes Geräusch fehlt doch? Genau: es regnet nicht. Wir springen schnell aus dem Zelt und bauen es in Rekordzeit ab. Denn die Erfahrung zeigt: sobald es aufhört zu regnen, muss man die Zeit nutzen. Ohne Frühstück fahren wir zu den Fairy Pools, um die Kulisse noch einzufangen, bevor wieder Nebel aufzieht oder Regen einsetzt. Doch heute haben wir Glück. Wir sind fünf Stunden in der Gegend um die Fairy Pools unterwegs – und es regnet nicht. Dafür bläst der Wind mit aller Macht.

Die Fotos in diesem Artikel wurden mit der  Nikon D810 und der Sony Alpha 6000 geschossen. Was wir sonst noch so dabei haben auf unseren Wanderungen und Reisen? Hier geht es zu unserer Fotoausrüstung.

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Nicht von dieser Welt – die Fairy Pools

Die Fairy Pools (GPS: N 57 15.040, W 6 16.320 Google Maps) scheinen – wie der Name schon sagt – einem Märchen entsprungen. Zwischen dem frischen, jungen, strahlend grünen Gras befinden sich die Pools direkt im Fluss. Entweder ergießt sich das Wasser aus Gumpen oder als Wasserfall die Strömung hinab. Hinter jeder Biegung des Flusses taucht ein neues Fotomotiv auf. Die Landschaft mit den kleinen Wasserfällen ist super schön. Wir laufen fast bis zum Ende, an den Fuß der Berge, bis der Fluss eine Biegung macht. Es lohnt sich auch nach dem Schild, das darauf hinweist, dass die offiziellen Fairy Pools zu Ende sind, noch weiterzulaufen. Die Landschaft ist hier traumhaft schön und immer wieder begegnen uns Wasserfälle. Wir laufen den kompletten Weg wieder zurück, insgesamt sind wir fast sechs Kilometer unterwegs. Flo kommt aus dem Fotografieren gar nicht mehr heraus.

Schild Fairy Pools

Hier beginnt die Wanderung an den Fairy Pools

Wissenswertes, Reiseführer und Literatur zu Schottland

Bachlauf

Schon nach wenigen Minuten muss dieser kleine Bach überwunden werden

Kaskaden Fairy Pools

Direkt dort, wo man den Bach quert, findet man auch diese tollen Kaskaden

Wanderung Fairy Pools

Die Wanderung an den Fairy Pools ist traumhaft schön

Wasserfall Fairy Pools

Dieser Wasserfall ist einer der schönsten Fotospots an den Fairy Pools. Um den Wasserfall zu erreichen, muss man allerdings ein ganzes Stück weit laufen

Wanderung Fairy Pools

Der Weg führt uns immer näher an die Berge. Wir drehen hier bald am. Man könnte aber auch eine einfache Rundwanderung machen

Als wir am Auto gegen 14 Uhr wieder ankommen ist der Hunger entsprechend groß. Im starken Wind versuchen wir Eier am Parkplatz zu kochen. Erst nach einer halben Stunde im Starkwind ausahrren können wir unser Frühstück genießen. Wie gut doch lappriger Toast, Ei und Käse schmecken können, wenn man Hunger hat ;)

Portree – hier spielt das Leben

Da unsere Gaskartusche leer ist und wir auch nichts mehr zum Kochen am Abend haben, fahren wir über Slingachan nach Portree zurück. Hier fotografiert Flo nochmal die bekannte Steinbrücke in Slingachan und es regnet auch wieder.

Im Anschluss fahren wir nach Portree und holen Nachschub an essen. Während wir an manchen Orten auf der Isle of Skye fast keinen Menschen treffen, spielt sich hier das Leben ab. Der Ort und der Supermarkt sind den ganzen Tag über recht voll. Viele Restaurants laden zum Essen ein. Allerdings wird gegen 21 Uhr hier der Bürgersteig nach oben geklappt. Für uns Spätankömmlinge bestand leider nie die Möglichkeit noch eines der Cafés oder Restaurants zu testen. Wir gehen runter an den Hafen Portrees. Hier reihen sich bunte Häuschen aneinander. Der Ort ist recht schön. Die anderen Küsten-Dörfer haben uns jedoch bisher besser gefallen.

Brücke in Sligachan

Die Brücke in Sligachan ist eines der bekanntesten Fotomotive auf der Isle of Skye

Möwe auf Mülltonne

Eine Möwe in Portree

Portree

Portree ist das touristische Herz der Isle of Skye

Die Ostküste der Isle of Skye

Unser Weg führt uns nun wieder vorbei am Old Man of Storr, der auch heute nicht zu sehen ist. Somit fahren wir wieder unverrichteter Dinge weiter. Als nächstes besichtigen wir die Ostküste der Isle of Skye. Unser erster Stopp sind die Lealt Falls. Allerdings machen uns ein starker Wind und viel Regen einen Strich durch die Rechnung. Wir können fast nicht aus dem Auto aussteigen und unsere Regenkleidung ist in Sekundenschnelle nass. Auch der Weg hinunter zu den Lealt Falls an den Klippen entlang ist bei diesem Starkwind nicht machbar. Wenn du besseres Wetter hast, dann musst du hier unbedingt anhalten und ein wenig mehr Zeit einplanen. Du kannst hier zum Strand und direkt zum Wasserfall hinlaufen. Unten sollen sich auch noch Überbleibsel von Ruinen befinden.

Old Man of Storr

Der Old Man of Storr liegt wieder im Nebel

Schlucht Lealt Falls

In dieser Schlucht liegen die Lealt Falls. Wind und Regen sind aber brutal. Wir begnügen uns daher mit diesem Ausblick

Kilt Rock & Mealt Falls

Wir fahren an der Ostküste weiter zum Kilt Rock und zu den Mealt Falls. Auch hier tobt leider ein krasser Sturm. Wir müssen uns mit aller Kraft in den Wind stämmen, um überhaupt über den Küstenrand blicken zu können. Ein Wasserfall – die Mealt Falls – fällt hier direkt an der Küste hinab. Dieser Ort zieht mich sofort in seinen Bann. Während der Wind an meiner Regenjacke zerrt, stehe ich nur da und staune. Regen läuft meine Wangen herab. Auf der anderen Seite fällt die Küste ebenfalls steil ins Meer ab. Der ganze Spot heißt deshalb Kilt Rock, weil der Basalt so aussieht wie die Falten eines Schottischen Kilts. Dieser Spot hat eine wahnsinnige Anziehung auf mich. Ich bin wie hypnotisiert. Heute können wir nur verregnete Bilder machen – morgen sollen wir hier mehr Glück haben.

Mealt Falls

Die Mealt Falls und der Kilt Rock

Duntulm Castle und der perfekte Campingplatz

Nachdem der Wind uns ordentlich den Kopf durchgeblasen hat, springen wir schnell wieder ins Auto. Wir fahren weiter die Küstenstraße hinauf und queren den Nordzipfel der Isle of Skye. Wir kommen an der Nordwestküste an und besichtigen das Duntulm Castle. Die alte Ruine ist sehr idyllisch an der Küste gelegen. Duntulm Castle wurde im 14. Jahrhundert auf diesem Basaltfeslen erbaut. Es gehörte dem Clan MacDonald of Sleat. Leider ist die Ruine direkt abgeschottet und es ist verboten dort aufs Gelände zu gehen. Die Ruine ist sehr baufällig und zudem scheint sie gefährdet ins Meer zu stürzen. Obwohl uns auch hier der Wind heftig um die Ohren pfeift, ist das Duntulm Castle einen Besuch wert.

Wir sind schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einem Schlafplatz. Es stürmt und regnet. Doch plötzlich haben wir Glück und ich entdecke in einer Mulde das perfekte Stück Wiese. Wir haben von hier aus einen tollen Blick auf das Dunthulm Castle und das Meer. Besser gehts nicht. Wir sind in der Mulde von dem rauen Küstenwind geschützt. Ich atme auf. Das ist wirklich der schönste und beste Platz, den wir bisher gefunden haben. Hier kochen wir unser Abendessen und genießen bei leichtem Nieselregen den Abend! Ich schlafe wie auf Wolken.

Telefonzelle an der Straße

Der Norden der Isle of Skye ist fast menschenleer. Trotzdem gibt es eine Telefonzelle direkt an der Straße

Duntulm Castle

In der Ferne sehen wir die Ruine des Duntulm Castle

Duntulm Castle

Eine kurze Wanderung bringt uns direkt zum Duntulm Castle

Zeltplatz

In der Nähe des Duntulm Castle finden wir diesen Platz – ideal für ein bis zwei Zelte

Unsere Schottland-Reise im Überblick

Tag 1 Aberdeen | Tag 2 Dunnottar Castle & Stonehaven | Tag 3 Balmedie Beach, New Slains Castle & Crovie | Tag 4 Bow Fiddle Rock & Übernachten in der Jurte | Tag 5 Auf zur Isle of Skye | Tag 6 Dunvegan Castle & Neist Point | Tag 7 Fairy Pools & Kilt Rock | Tag 8 Talisker Bay & der Strand von Elgol | Tag 9 Eilean Donan Castle | Tag 10 Die schönsten Burgen & Schlösser rund um Aberdeen

Alle Highlights unserer Schottland-Reise

Übrigens: Mit unserer Karte kannst du dich auch navigieren lassen. Klicke einfach auf einem Spot auf “Directions” und Google Maps wird geöffnet

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Dieser Reisebericht entstand im Rahmen einer Pressereise mit VisitScotland. Auf den journalistischen Inhalt hat das keinen Einfluss.


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